Allgemeine Anmerkungen
Bevor Sie mit der Einnahme von Minerva beginnen, wird Ihr behandelnder Arzt Sie sorgfĂ€ltig zu Ihrer Krankengeschichte und zu der Ihrer nahen Verwandten befragen. Der Arzt wird Ihren Blutdruck messen und, abhĂ€ngig von Ihrer persönlichen Situation, weitere Untersuchungen durchfĂŒhren. Wenn Sie oder nahe Verwandte in jungen Jahren Krankheiten im Zusammenhang mit der Blutgerinnung, wie Thrombose (Blutgerinnselbildung in Arterien oder Venen), Lungenembolie (Blutgerinnselbildung in der Lunge), Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise daraufhin untersuchen, ob Sie ein höheres Risiko haben.
In dieser Gebrauchsinformation sind verschiedene FĂ€lle beschrieben, bei deren Auftreten Sie Minerva absetzen sollten bzw. bei denen die ZuverlĂ€ssigkeit von Minerva herabgesetzt sein kann. In diesen FĂ€llen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder andere nicht-hormonale VerhĂŒtungsmethoden, wie z. B. ein Kondom oder ein anderes lokales VerhĂŒtungsmittel, anwenden. Wenden Sie aber nicht die Kalendermethode oder die Temperaturmethode an. Diese Methoden können versagen, weil Minerva die monatlichen Schwankungen der Körpertemperatur und die Zusammensetzung des GebĂ€rmutterschleims verĂ€ndert.
Wie alle oralen Kontrazeptiva (âPillenâ) schĂŒtzt Minerva nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) bzw. anderen Geschlechtskrankheiten.
Minerva darf nicht eingenommen werden,
Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Anwendung von Minerva beginnen, wenn einer der nachfolgenden Punkte auf Sie zutrifft. Ihr Arzt kann Ihnen dann raten, eine andere Behandlung anzuwenden:
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wenn Sie allergisch gegen Cyproteronacetat oder Ethinylestradiol oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
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wenn Sie ein anderes hormonales VerhĂŒtungsmittel benutzen;
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wenn Sie an einem Blutgerinnsel in Ihrem Bein (Thrombose), Ihrer Lunge (Lungenembolie) oder einem anderen Körperteil leiden (oder jemals gelitten haben);
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wenn Sie eine Krankheit haben (oder frĂŒher einmal gehabt haben), die Vorbote eines Herzinfarkts (z. B. Angina pectoris, die starke Brustschmerzen verursacht) oder eines leichten Schlaganfalls (transitorische ischĂ€mische Attacke) sein kann;
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wenn Sie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben (oder frĂŒher einmal gehabt haben);
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wenn Sie Beschwerden haben, welche das Risiko fĂŒr Blutgerinnsel in Ihren Arterien erhöhen können. Dies gilt fĂŒr die folgenden Beschwerden:
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Zuckerkrankheit mit GefĂ€ĂverĂ€nderungen
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stark erhöhter Blutdruck
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stark erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride);
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wenn Sie Probleme mit der Blutgerinnung (z. B. Protein-C-Mangel) haben;
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wenn Sie an MigrĂ€ne mit Sehstörungen leiden (oder frĂŒher einmal gelitten haben);
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wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden, solange sich die Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben;
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wenn Sie an bestehenden oder vorausgegangenen gutartigen oder bösartigen Tumoren der Leber leiden;
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wenn Sie an bestehenden oder vermuteten bösartigen Tumoren z.B. der Brust oder der Geschlechtsorgane leiden, die sexualhormonabhÀngig sind;
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wenn Sie unerklÀrliche Blutungen aus der Scheide haben;
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wenn eine Schwangerschaft besteht oder vermutet wird;
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wenn Sie stillen;
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wenn bei Ihnen eine angeborene oder erworbene PrĂ€disposition (Veranlagung) fĂŒr venöse oder arterielle Thrombosen, wie APC-Resistenz, Antithrombin-III-Mangel, Protein C- und Protein S-Mangel, HyperhomocysteinĂ€mie und Antiphospholipidantikörper (Antikardiolipidantikörper, Lupuskoagulans) besteht.
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wenn Sie ein Meningeom haben oder bereits frĂŒher ein Meningeom (ein normalerweise gutartiger Tumor in der Gewebeschicht zwischen Gehirn und SchĂ€del) festgestellt wurde.
Wenden Sie Minerva nicht an, wenn Sie Hepatitis C haben und Sie Arzneimittel einnehmen, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir oder Glecaprevir/Pibrentasvir enthalten (siehe auch Abschnitt âEinnahme von Minerva zusammen mit anderen Arzneimittelnâ).
Sollte einer der oben angefĂŒhrten ZustĂ€nde oder Erkrankungen erstmals auftreten, wĂ€hrend Sie ein orales Kontrazeptivum einnehmen, unterbrechen Sie sofort die Einnahme und wenden Sie sich an Ihren Arzt. Bis zur AbklĂ€rung Ihrer Symptome sollten Sie eine nicht- hormonale VerhĂŒtungsmethode anwenden (siehe âAllgemeine Anmerkungenâ). Minerva darf nicht an MĂ€nner verabreicht werden.
Warnhinweise und VorsichtsmaĂnahmen
Wann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen?
Beenden Sie sofort die Einnahme der Tabletten und suchen Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt auf, wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels an sich bemerken. Die Symptome sind in Abschnitt 2 unter âBlutgerinnsel (Thrombose)â beschrieben.
Minerva wirkt auch als orales VerhĂŒtungsmittel. Sie und Ihr Arzt mĂŒssen alle Punkte berĂŒcksichtigen, die normalerweise fĂŒr eine sichere Anwendung oraler hormonaler VerhĂŒtungsmittel gelten.
Was ist vor der ersten Einnahme von Minerva zu beachten:
In bestimmten Situationen dĂŒrfen orale Kontrazeptiva nur unter besonders sorgfĂ€ltiger medizinischer Kontrolle eingenommen werden. Ihr Arzt kann Ihnen dies nĂ€her erlĂ€utern.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie
an folgenden Krankheiten leiden oder fĂŒr Sie folgende LebensumstĂ€nde zutreffen:
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Zunehmendes Alter;
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Rauchen;
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Zuckerkrankheit;
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Ăbergewicht (Body Mass Index = Körpergewicht/GröĂe2 ĂŒber 30 kg/m2);
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hoher Blutdruck;
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Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen;
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VenenentzĂŒndung;
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Krampfadern;
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Auftreten von Blutgerinnseln, Herzinfarkt oder Schlaganfall bei nahen Verwandten (Geschwister oder Elternteil in relativ jungen Jahren), auch in der Vergangenheit;
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MigrÀne;
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Epilepsie;
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erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyzeride), auch bei nahen Verwandten;
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Brustkrebs bei nahen Verwandten;
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Erkrankungen der Leber bzw. Gallenblase;
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entzĂŒndliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa);
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polyzystisches Ovarialsyndrom (eine Funktionsstörung Ihrer Eierstöcke);
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systemischer Lupus erythematodes (eine immunologische Erkrankung mit Befall der Haut bzw. des gesamten Körpers);
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hÀmolytisch-urÀmisches Syndrom (eine Erkrankung des Blutgerinnungssystems, die ein Nierenversagen auslösen kann);
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SichelzellenanÀmie;
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Chloasma (fleckenförmige, gelbbrÀunliche VerfÀrbungen der Haut, besonders im Gesicht), hierbei ist stÀrkere Sonnen- und UV-Bestrahlung zu meiden;
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Stoffwechselstörung (Porphyrie);
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Veitstanz (Chorea minor);
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BlĂ€schenausschlag wĂ€hrend einer frĂŒheren Schwangerschaft (Herpesgestationis);
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Otosklerose-bedingter Hörverlust (Innenohrschwerhörigkeit);
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Ikterus (Gelbsucht) und/oder Pruritus(Juckreiz) im Zusammenhang mit Cholestase (Gallenstauung);
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wenn Sie ein angeborenes Angioödem haben, können Produkte, die Ăstrogene enthalten, Symptome eines Angioödems hervorrufen oder verschlechtern. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Symptome eines Angioödems, wie geschwollenes Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Beschwerden beim Schlucken oder Nesselsucht mit Beschwerden beim Atmen auftreten.
Falls eine der oben angefĂŒhrten Erkrankungen unter der Einnahme von oralen Kontrazeptiva das erste Mal oder erneut auftritt bzw. sich verschlechtert, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.
Wenn Sie unter vermehrter Behaarung an Gesicht und Beinen (Hirsutismus) leiden und Symptome in jĂŒngster Zeit aufgetreten sind oder sich erheblich verschlechtert haben, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit; es mĂŒssen mögliche Ursachen abgeklĂ€rt werden.
Blutgerinnsel (Thrombose)
Bei der Einnahme von Minerva kann das Risiko fĂŒr ein Blutgerinnsel (eine so genannte Thrombose) leicht erhöht sein. Die Wahrscheinlichkeit fĂŒr ein Blutgerinnsel wird durch die Einnahme von Minerva im Vergleich zu Frauen, die weder Minerva noch eine andere Anti-Baby-Pille nehmen, nur leicht erhöht.
Es erfolgt nicht immer eine vollstÀndige Erholung und 1-2 % der FÀlle können tödlich verlaufen.
Blutgerinnsel in einer Vene
Ein Blutgerinnsel in einer Vene (eine so genannte âVenenthromboseâ) kann die Vene verstopfen. Dies kann in den Venen der Beine, Lunge (Lungenembolie) oder einesanderen Organs passieren.
Bei Anwendung einer kombinierten Pille ist das Risiko einer Frau zur Bildung solcher Gerinnsel im Vergleich zu einer Frau, die keine kombinierte Pille einnimmt, erhöht. Das Risiko, in einer Vene ein Blutgerinnsel zu bilden, ist im ersten Jahr der Pillenanwendung am gröĂten. Das Risiko ist nicht so groĂ wie dasjenige, wĂ€hrend einer Schwangerschaft ein Blutgerinnsel zu bekommen.
Das Risiko von Blutgerinnseln in einer Vene bei Anwenderinnen einer kombinierten Pille steigt weiter:
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mit zunehmendem Alter;
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wenn Sie rauchen. Wenn Sie ein hormonales VerhĂŒtungsmittel wie Minerva einnehmen,wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören, vor allem, wenn Sie Ă€lter als 35 Jahre sind;
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wenn ein naher Verwandter in jungen Jahren ein Blutgerinnsel in einem Bein, der Lunge oder einem anderen Organ hatte;
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wenn Sie ĂŒbergewichtig sind;
wenn Sie sich einer Operation unterziehen mĂŒssen, oder wenn Sie aufgrund einer Verletzung oder Erkrankung lĂ€ngere Zeit bettlĂ€gerig gewesen sind, oder wenn Ihr Bein eingegipst ist.
Wenn dies auf Sie zutrifft, ist es wichtig, dass Sie Ihrem Arzt mitteilen, dass Sie Minerva anwenden, da die Behandlung unter UmstĂ€nden abgesetzt werden muss. Ihr Arzt kann Sie anweisen, die Anwendung von Minerva mehrere Wochen vor einer Operation oder wenn Sie nur eingeschrĂ€nkt beweglich sind, einzustellen. Ihr Arzt wird Ihnen auĂerdem mitteilen, wann Sie die Anwendung von Minerva wieder aufnehmen können, nachdem Sie wieder auf den Beinen sind.
Blutgerinnsel in einer Arterie
Ein Blutgerinnsel in einer Arterie kann schwerwiegende Probleme verursachen. So kann ein Blutgerinnsel in einer Herzarterie z. B. einen Herzinfarkt oder in einer Hirnarterie einen Schlaganfall verursachen.
Die Anwendung einer kombinierten Pille wurde mit einem erhöhten Risiko fĂŒr Blutgerinnsel in den Arterien verbunden. DiesesRisiko steigt weiter:
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mit zunehmendem Alter;
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wenn Sie rauchen. Wenn Sie ein hormonales VerhĂŒtungsmittel wie Minerva einnehmen,wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören, vor allem, wenn Sie Ă€lter als 35 Jahre sind;
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wenn Sie ĂŒbergewichtig sind;
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wenn Sie hohen Blutdruck haben;
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wenn ein naher Verwandter in jungen Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte;
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wenn Sie erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride) haben;
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wenn Sie MigrÀne bekommen;
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wenn Sie ein Herzproblem (Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen) haben.
Beenden Sie sofort die Einnahme der Tabletten und suchen Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt auf, wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels an sich bemerken, wie z.B.:
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plötzlich auftretender Husten unklarer Ursache;
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starke Schmerzen in der Brust, die in den linken Arm ausstrahlen können;
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Atemnot;
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ungewohnte, starke oder lÀnger anhaltende Kopfschmerzen oder Verschlimmerung von MigrÀne;
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teilweiser oder völliger Sehverlust oder Sehen von Doppelbildern;
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undeutliche Sprache oder Probleme beim Sprechen;
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plötzliche VerÀnderungen des Hör-, Geruch- oder Geschmackvermögens;
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Schwindel oder OhnmachtsanfÀlle;
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SchwĂ€che- oder TaubheitsgefĂŒhl in einem Körperteil;
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starke Bauchschmerzen;
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starker Schmerz oder Schwellung eines Beines.
Nach einem Blutgerinnsel kommt es nicht immer zu einer vollstĂ€ndigen Erholung. Selten können schwerwiegende dauerhafte Behinderungen auftreten oder das Blutgerinnsel zum Tode fĂŒhren.
Frauen weisen direkt nach einer Geburt ein erhöhtes Risiko fĂŒr Blutgerinnsel auf, weshalb Sie Ihren Arzt fragen sollten, wie rasch nach der Entbindung Sie mit der Einnahme von Minerva anfangen können.
Arterielle thromboembolische Ereignisse können lebensbedrohlich sein oder tödlich verlaufen.
Ihr Arzt wird ĂŒberprĂŒfen, ob Sie ein höheres Thromboserisiko ausgelöst durch eine Kombination von Risikofaktoren oder vielleicht einen einzelnen sehr hohen Risikofaktor haben. Im Fall der Kombination von Risikofaktoren kann das Risiko höher sein als beim Zusammentreffen zweier einzelner Risikofaktoren. Ist das Risiko zu hoch, wird Ihr Arzt Ihnen nicht die Pille verschreiben (siehe auch Abschnitt 2 âMinerva darf nicht eingenommen werdenâ).
Pille und Krebs
Brustkrebswurde beiFrauen, die die Pille nehmen, geringfĂŒgig öfter festgestellt alsbeiFrauen gleichen Alters, die die Pille nicht nehmen. 10 Jahre nach Absetzen der Pille besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob der Unterschied durch die Pille verursacht wird. Möglicherweise wurden diese Frauen nur sorgfĂ€ltiger und öfter untersucht, so dass der Brustkrebs frĂŒher erkannt wurde.
In seltenen FĂ€llen traten gutartige, noch seltener bösartige Lebertumoren bei Pillenanwenderinnen auf. Diese Tumoren können zu inneren Blutungen fĂŒhren. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie starke Schmerzen im Oberbauch haben.
Bei Frauen, die die Pille ĂŒber lĂ€ngere Zeit nehmen, treten hĂ€ufiger FĂ€lle von GebĂ€rmutterhalskrebs auf. Der bedeutendste Risikofaktor dafĂŒr ist eine bestehende Infektion mit einem bestimmten Virus (HPV). Das erhöhte Risiko kann auch mit dem Sexualverhalten (z.B. hĂ€ufiger Partnerwechsel) und anderen Faktoren im Zusammenhang stehen.
FĂŒr höhere Dosen von Cyproteronacetat (25 mg pro Tag und darĂŒber) wurde ein erhöhtes Risiko fĂŒr die Entstehung eines gutartigen Gehirntumors (Meningeom) berichtet. Wird bei Ihnen ein Meningeom festgestellt, wird Ihr Arzt alle cyproteronhaltigen Arzneimittel, vorsichtshalber absetzen, einschlieĂlich Minerva (siehe Abschnitt âMinerva darf nicht eingenommen werdenâ).
Die zuvor erwÀhnten Tumoren können lebensbedrohlich sein oder tödlich verlaufen.
Psychiatrische Erkrankungen
Manche Frauen, die hormonelle VerhĂŒtungsmittel wie Minerva anwenden, berichten ĂŒber Depression oder depressive Verstimmungen. Depressionen können schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbsttötungsgedanken fĂŒhren. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten, lassen Sie sich so rasch als möglich von Ihrem Arzt medizinisch beraten.
Wenn Sie unerwartete Blutungen (Zwischenblutungen) haben
In den ersten Monaten der Einnahme von Minerva können Sie Durchbruch- oder Schmierblutungen (Bluttropfen oder -flecken) haben. Dauern diese Blutungen lÀnger als ein paar Monate oder treten sie erstmals nach einigen Monaten auf, muss Ihr Arzt die Ursache ermitteln.
Wenn Ihre normale Monatsblutung ausbleibt
Wenn Sie Ihre Dragees korrekt eingenommen, kein Erbrechen oder starken Durchfall gehabt sowie keine anderen Medikamente eingenommen haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger sind, Ă€uĂerst gering.
Bleibt die Blutung zweimal hintereinander aus, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf. Beginnen Sie nicht mit dem nÀchsten Blisterstreifen, solange eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen ist.
Kinder und Jugendliche
Minerva darf nicht angewendet werden, wenn Sie bisher noch keine Monatsblutung (Menstruation) hatten. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Minerva bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine ausreichenden Daten vor.
Einnahme von Minerva zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Diese können Ihnen sagen ob Sie zusĂ€tzliche VerhĂŒtungsmaĂnahmen (z.B. Kondome) anwenden mĂŒssen und wenn ja, wie lange oder ob die Anwendung eines anderen Arzneimittels das Sie einnehmen geĂ€ndert werden muss.
Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Minerva:
Einige Arzneimittel können einen Einfluss auf die Blut-Plasmaspiegel von Minerva haben und können zum Verlust der empfĂ€ngnisverhĂŒtenden Wirksamkeit von Minerva oder zu unerwarteten Blutungen fĂŒhren.
Dazu gehören:
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Medikamente zur Behandlung der Epilepsie (z.B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin);
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Medikamente zur Behandlung der Tuberkulose (z.B. Rifampicin);
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Medikament zur Behandlung von Pilzerkrankungen (z.B. Griseofulvin, Ketoconazol);
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Medikament zur Behandlung der HIV-und Hepatitis C-Infektion (sogenannte Protease- Inhibitoren und Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren) wie Ritonavir, Nevirapin, Efavirenz;
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Arthritis, Arthrose (Etoricoxib);
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Medikamente zur Behandlung von hohem Blutdruckin den BlutgefĂ€Ăen der Lunge (Bosentan);
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Johanniskraut (Hypericum)-haltige Arzneimittel.
Frauen, die mit Arzneimitteln dieser Art behandelt werden, sollten zusĂ€tzlich zu Minerva vorĂŒbergehend eine Barrieremethode oder eine andere VerhĂŒtungsmethode anwenden. Die Barrieremethode sollte wĂ€hrend der Zeit der Einnahme der Begleitarzneimittel und noch 28 Tage nach deren Absetzen angewendet werden.
Wenn die Anwendung der Barrieremethode ĂŒber das Ende der Tabletteneinnahme aus dem Blister der Minerva hinausgeht, soll direkt, ohne die ĂŒbliche Pause, mit der Einnahme aus dem nĂ€chsten Blister Minerva begonnen werden.
Erste Anzeichen fĂŒr eine beeintrĂ€chtigte Wirkung von Minerva können Zwischenblutungen sein. Sprechen Sie darĂŒber unbedingt mit Ihrem Arzt.
Einfluss von Minerva auf andere Arzneimittel
Minerva kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen z.B.:
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Arzneimitteln, die das Immunsystem beeinflussen, z.B. Cyclosporin;
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Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie z.B. Lamotrigin (es kann zu vermehrten KrampfanfÀllen kommen);
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Theophyllin (zur Behandlung von Atemproblemen);
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Tizanidin (zur Behandlung von Muskelschmerzen und/oder MuskelkrÀmpfen).
Wenden Sie Minerva nicht an, wenn Sie Hepatitis C haben und Sie Arzneimittel einnehmen, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir oder Glecaprevir/Pibrentasvir enthalten, da dies ein Ansteigen der Leberwerte im Blut (Ansteigen der ALT Leberenzyme) verursachen kann. Ihr Arzt wird Ihnen ein anderes VerhĂŒtungsmittel verschreiben bevor Sie
mit der Therapie mit diesen Arzneimitteln beginnen. Minerva kann etwa 2 Wochen nach Abschluss dieser Therapie wieder angewendet werden. Siehe Abschnitt âWann Sie Minerva nicht anwenden dĂŒrfenâ.
Die Dosierung von Tabletten gegen Diabetes oder Insulin muss gegebenenfalls angepasst werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Laboruntersuchungen
Die Anwendung von Minerva kann die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen, z.B. bei Untersuchungen der Leber-, SchilddrĂŒsen-, Nebennieren- und Nierenfunktion, die Werte des Kohlenhydratstoffwechsels, der Blutgerinnung und der Fibrinolyse.
Teilen Sie bei Bluttests Ihrem Arzt oder den Mitarbeitern des Laborsmit, dass Sie Minerva einnehmen, da Minerva die Ergebnisse mancher Tests beeinflussen kann.
Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit
Schwangerschaft
Minerva darf nicht von Schwangeren oder Frauen, die glauben, sie könnten schwanger sein, eingenommen werden. Tritt wÀhrend der Einnahme von Minerva eine Schwangerschaft ein, sollten Sie die Einnahme der Pille sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen.
Stillzeit
WĂ€hrend der Stillzeit darf Minerva nicht angewendet werden.
VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Hinweise, dass die Einnahme von Minerva einen Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat.
Minerva enthÀlt Lactose und Saccharose.
Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie einzelne Zucker nicht vertragen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Wann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen?
RegelmĂ€Ăige Kontrolluntersuchungen:
Wenn Sie die Pille nehmen, wird Sie Ihr Arzt auffordern, regelmĂ€Ăige Kontrolluntersuchungen durchfĂŒhren zu lassen. Normalerweise sollten Sie mindestens einmal im Jahr Ihren Arzt aufsuchen.
Suchen Sie Ihren Arzt so bald wie möglich auf, wenn
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Sie irgendwelche VerĂ€nderungen in Ihrem Befinden bemerken, vor allem solche, die in den Abschnitten unter âWas mĂŒssen Sie vor der Einnahme von Minerva beachten?â erwĂ€hnt werden. Vergessen Sie dabei auch Dinge nicht, die Ihre Familie betreffen;
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Sie einen Knoten in Ihrer Brust spĂŒren;
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Sie gleichzeitig andere Medikamente einnehmen (s. auch Abschnitt âBei Einnahme von Minerva mit anderen Arzneimittelnâ);
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Sie lÀngere Zeit bettlÀgerig sind oder vor einer Operation stehen (befragen Sie Ihren Arzt mindestens vier Wochen vorher);
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Sie ungewöhnliche, starke Zwischenblutungen (Blutungen auĂer der Reihe) haben;
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Sie in der ersten Woche der Pilleneinnahme vergessen haben Drageeszu nehmen und in den sieben Tagen davor Geschlechtsverkehr hatten;
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Ihre Blutung trotz regelmĂ€Ăiger Dragee-Einnahme zweimal hintereinander ausgeblieben ist, und Sie eine Schwangerschaft vermuten (setzen Sie die Pilleneinnahme nicht fort).
Beenden Sie sofort die Einnahme von Minerva und suchen Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt auf, wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels an sich bemerken, wie z.B.:
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starker Husten unklarer Ursache;
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starke Schmerzen in der Brust, die in den linken Arm ausstrahlen können;
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plötzlich auftretende Atemnot;
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erstmaliges Auftreten migrÀneartiger oder hÀufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen;
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teilweisen oder völligen Sehverlust oder Sehen von Doppelbildern;
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undeutliche Sprache oder Probleme beim Sprechen;
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plötzliche VerÀnderungen des Hör-, Geruch- oder Tastvermögens;
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Schwindel oder OhnmachtsanfÀlle;
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Bewegungsstörungen;
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plötzliche SchwĂ€che oder ausgeprĂ€gtes TaubheitsgefĂŒhl in irgendwelchen Körperteilen;
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unertrÀgliche Bauchschmerzen;
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starker Schmerz oder Schwellung eines Beines.
NĂ€here Informationen siehe Abschnitt âBlutgerinnsel (Thrombose)â.