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Grundlagen
Beschreibung
Als Ohnmacht oder Synkope wird eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit bezeichnet. Verursacht wird sie durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Wenn eine Synkope länger als einige Minuten andauert, muss schnellstmöglich ein Arzt hinzugezogen werden. Ca. 40% aller Menschen werden in ihrem Leben zumindest 1 Mal ohnmächtig.
Anders als bei einer echten Bewusstlosigkeit (Koma) ist das Leben des Betroffenen meistens nicht direkt bedroht.
Ursachen
Aus medizinischer Sicht werden diverse Arten von Synkopen unterschieden.
Häufigste Ursachen der Ohnmacht sind eine Fehlregulation des Blutdrucks (vaskuläre Synkope) und Erkrankungen des Herzens (kardiale Synkopen).
Vaskuläre Synkopen
Durch zu niedrigen Blutdruck (Orthostase-Syndrom) oder Kreislaufinsuffizienz (Vasovagale Synkope) kommt es zu einer Ohnmacht. Blutdrucksenkende Medikamente, Blutverlust oder direkte Reizung des vegetativen Nervensystems (z.b. durch starke Schmerzen, Schlag gegen Hals oder Bauch) können dafür Auslöser sein.
Kardiale Synkope
Herzerkrankungen können ebenfalls zu einer Synkope führen, wie z.b.:
- Arrhythmien (Herzrhythmusstörung)
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
- Herzklappenfehler
- Perikarderguss (Herzbeutel-)
- Herzinfarkt
Andere Ursachen
Ohnmachtsanfälle verursacht durch Hypoglykämie (Unterzucker) oder Anämie (Blutarmut), zählen heute nicht mehr zu Synkopen.
Kurzzeitiger Verlust des Bewusstseins durch epileptische Anfälle oder transitorische Durchblutungsstörungen im Gehirn (TIA), werden zu Bewusstseinsstörungen anderer Ursachen gezählt.
Symptome
Bei einer Ohnmacht (Synkope) verliert eine Person kurzzeitig das Bewusstsein und kann auch zu Boden sinken. Sie kündigt sich durch verschiedene Symptome an:
- Schwindel
- Blässe
- Übelkeit
- Schwitzen
- Schwäche
- verminderte Muskelspannung
- Schwarzwerden vor den Augen
Betroffene sind normalerweise nach einigen Sekunden wieder ansprechbar.
Diagnose
Synkopen können durch harmlose, aber auch ernste Gründe auftreten. Ein Arzt sollte konsultiert werden, wenn Ohnmachtsanfälle öfters auftreten.
Der behandelnde Arzt wird folgende Untersuchungen vornehmen:
- Anamnese (Krankengeschichte) bezüglich bestehender Krankheiten und regelmäßig eingenommener Medikamente
- allgemeine körperliche Untersuchung
- Ruhe-EKG (Elektrokardiogramm)
- Schellong-Test (Beurteilung der Orthostase-Reaktion, dh. Kreislaufregulation)
- evtl. Blutuntersuchung
Therapie
Synkopen bedeuten meistens keine unmittelbare Lebensgefahr. Durch folgende Maßnahmen kann das Wiedererlangen des Bewusstseins gefördert werden:
- Ruhe in der Umgebung
- Beine hochlagern
- Zudecken (bei Bedarf)
- nach Erwachen noch einige Minuten liegen bleiben
- Notruf, wenn der Patient nicht sofort wieder erwacht
Treten Synkopen häufiger auf, richtet sich die Therapie nach der Ursache. Im Fall von niedrigem Blutdruck können sich nachstehende Maßnahmen als sinnvoll erweisen:
- Konditionstraining
- Kneipp-Bäder (Wechsel-)
- blutdrucksteigernde Medikamente
- ausreichende Flüssigkeits- und Salzzufuhr

Autor
Danilo Glisic
Autor
Als Biologie- und Mathematikstudent verfasst er leidenschaftlich Magazinartikel zu aktuellen medizinischen Themen. Aufgrund seiner Affinität zu Zahlen, Daten und Fakten, liegt sein Fokus dabei auf der Beschreibung von relevanten klinischen Studienergebnissen.
Redaktionelle Grundsätze
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