Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Depakine Trockenstechampulle ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Anfallsleiden (sog. „Antiepileptikum“), wenn eine orale Gabe von Natriumvalproat/Valproinsäure vorübergehend nicht möglich ist. Die Wirkung von Depakine beruht auf einer direkten Beeinflussung von Botenstoffen im Gehirn.
- Wirkstoff(e)
- Valproinsäure
- Zulassungsinhaber
- sanofi-aventis GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- N03AG01
- Anwendungsgebiete
- Restless Legs SyndromEpilepsie
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Depakine Trockenstechampulle mit Lösungsmittel angewendet?
Depakine Trockenstechampulle ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Anfallsleiden (sog. „Antiepileptikum“), wenn eine orale Gabe von Natriumvalproat/Valproinsäure vorübergehend nicht möglich ist. Die Wirkung von Depakine beruht auf einer direkten Beeinflussung von Botenstoffen im Gehirn.
Depakine wird angewendet zur Behandlung von:
- Epilepsie,
- Status epilepticus im Rahmen von definierten Therapieplänen.
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Was ist vor der Einnahme von Depakine Trockenstechampulle mit Lösungsmittel zu beachten?
Depakine darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Natriumvalproat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie eine Leberentzündung haben (akut oder chronisch),
- wenn Sie oder Ihre Verwandten bereits früher eine schwere Lebererkrankung hatten, besonders wenn diese durch Arzneimittel (v. a. Natriumvalproat/Valproinsäure) ausgelöst wurde,
- wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die auf einer Störung der Bildung von rotem Blutfarbstoff beruht (sog. „hepatische Porphyrie“),
- wenn Sie einen genetischen Defekt haben, der eine mitochondriale Erkrankung verursacht (z. B. Alpers-Huttenlocher-Syndrom),
- wenn Sie eine Erkrankung haben, die mit einer Störung der Stickstoffausscheidung im Urin einhergeht (sog. „Harnstoffzykluserkrankungen“),
- wenn bei Ihnen ein unbehandelter Carnitinmangel (eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung) vorliegt.
- Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Depakine nicht zur Behandlung von Epilepsie anwenden, es sei denn, es stehen keine anderen wirksamen Alternativen für Sie zur Verfügung.
- Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden könnte, dürfen Sie Depakine nicht zur Behandlung von Epilepsie anwenden, es sei denn, dass Sie während der gesamten Behandlung mit Depakine eine wirksame Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) anwenden. Sie dürfen weder die Anwendung von Depakine noch Ihre Empfängnisverhütung beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen haben. Ihr Arzt wird Sie weiter beraten (siehe unter „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit – Wichtige Hinweise für Frauen“).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Depakine angewendet wird.
SUCHEN SIE SOFORT EINEN ARZT AUF,
• bei Symptomen für eine Leber- und/oder Bauchspeicheldrüsenschädigung:
Eine Schädigung der Leber geht mit z. B. folgenden Beschwerden einher:
- Kraftlosigkeit, Appetitverlust, Schläfrigkeit, Benommenheit, manchmal kombiniert mit häufigem Erbrechen und starken Bauchschmerzen,
- epileptischen Anfällen bei zuvor erfolgreicher Behandlung.
Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse geht mit z. B. folgenden Beschwerden einher:
Oberbauchschmerzen (akut und ohne Anlass), Übelkeit, Erbrechen.
Um eine Schädigung der Leber oder der Bauchspeicheldrüse während der Behandlung rechtzeitig erkennen zu können, müssen Sie sofort einen Arzt informieren, wenn derartige Beschwerden auftreten.
Der Arzt wird dann entsprechende Untersuchungen der Leber und/oder Bauchspeicheldrüse veranlassen.
Das Risiko einer Leberschädigung ist erhöht, wenn Depakine bei Kindern unter 3 Jahren, Patienten, die gleichzeitig andere Antiepileptika einnehmen oder unter anderen neurologischen oder Stoffwechselerkrankungen und schweren Formen der Epilepsie leiden, angewendet wird.
-
wenn während der Behandlung folgende Umstände eintreten:
Wenn Sie oder Ihr Kind Probleme wie Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Abgeschlagenheit oder verminderte Aufmerksamkeit, Erbrechen entwickeln, informieren Sie
unverzüglich Ihren Arzt. Dies kann auf einen erhöhten Ammoniakspiegel in Ihrem Blut zurückzuführen sein.
- Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Depakine behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
- Schwere Hautreaktionen einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, toxischer epidermaler Nekrolyse, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Erythema multiforme und Angioödem wurden im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Valproat berichtet. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der in Abschnitt 4 beschriebenen Symptome dieser schweren Hautreaktionen bemerken.
- wenn während der Anwendung dieses Arzneimittels eine Verstärkung Ihrer Krampfanfälle eintritt:
Wie bei anderen Arzneimitteln gegen Anfallsleiden (sog. „Antiepileptika“) können sich auch unter der Anwendung dieses Arzneimittels Ihre Krampfanfälle verstärken oder häufiger auftreten. Wenn dies der Fall ist, konsultieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.
Sprechen Sie vor Behandlungsbeginn mit Ihrem Arzt,
• um eine Schädigung der Leber und/oder Bauchspeicheldrüse zu vermeiden:
Wenn Depakine Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren mit schwerer Epilepsie gegeben wird (insbesondere Kindern mit Schädigungen des Großhirns, geistiger Behinderung oder angeborenen Stoffwechselstörungen), besteht ein erhöhtes Risiko einer Schädigung der Leber oder Bauchspeicheldrüse. Dieses Risiko steigt zusätzlich, wenn gleichzeitig mehrere Arzneimittel gegen Epilepsie angewendet werden.
Leberschäden wurden meist während der ersten 6 Behandlungsmonate beobachtet. Der Verlauf dieser Erkrankungen kann letal sein. Ein gemeinsames Auftreten von Leber- und Bauchspeicheldrüsenentzündung erhöht das Risiko eines letalen Verlaufs.
Bei Kindern über 3 Jahre sinkt das Risiko eines Leberschadens deutlich. Ebenso verringert sich das Risiko eines letalen Verlaufs der Bauchspeicheldrüsenentzündung mit zunehmendem Alter des Kindes.
Um eine Schädigung der Leber oder Bauchspeicheldrüse zu vermeiden, wird der Arzt entsprechende Laboruntersuchungen verordnen:
- vor Beginn der Behandlung,
- bei Bedarf regelmäßig während der ersten 6 Behandlungsmonate.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse hatten. In diesem Fall wird er während der Behandlung mit Depakine streng auf Anzeichen einer neuerlichen Erkrankung der Bauchspeicheldrüse achten.
Vorübergehend können zu Beginn der Behandlung veränderte Leberenzymwerte unabhängig von einer Leberstörung auftreten. Ihr Arzt wird diese Veränderungen entsprechend überwachen.
• wenn Sie an einem sog. „Lupus erythematodes“ (LE, auch Schmetterlingserythem genannt) leiden:
LE ist eine seltene entzündliche Erkrankung der Haut und/oder innerer Organe. Ihr Arzt wird den Nutzen der Behandlung gegen das Risiko einer möglichen Verschlechterung dieser Autoimmunerkrankung abwägen. Selten kann LE während der Behandlung entstehen.
• wenn bei Ihnen der Verdacht auf Stoffwechselstörungen besteht,
insbesondere angeborene Enzymmangelkrankheiten wie eine Störung des Harnstoffzyklus, da dadurch ein Risiko eines erhöhten Ammoniakspiegels im Blut besteht.
• bei Suizid/Suizidgedanken (Selbsttötung oder der Gedanke daran) oder klinischer Verschlechterung:
Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Ihr Arzt wird Sie hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwachen und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung in Erwägung ziehen. Holen Sie Hilfe, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.
• bei einer Langzeitbehandlung zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie:
Wenn Sie längere Zeit gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie (v. a. dem Wirkstoff Phenytoin) behandelt werden, kann es zu einer Schädigung des Gehirns kommen. Diese kann sich durch folgende Beschwerden äußern: vermehrte Krampfanfälle, Antriebslosigkeit, körperliche Reglosigkeit, Muskelschwäche, Bewegungsstörungen.
Auch schwere Veränderungen bei der Hirnstrommessung (EEG) können auftreten.
- wenn Sie früher eine Schädigung des Knochenmarks hatten: Der Arzt wird die Behandlung streng überwachen.
- wenn Ihr Gewicht während der Behandlung steigt:
Besonders bei Behandlungsbeginn kann vermehrter Appetit auftreten. Kontrollieren Sie Ihr Gewicht regelmäßig und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um eine mögliche Gewichtszunahme auf ein Minimum zu beschränken.
Bei Frauen stellt die Gewichtszunahme möglicherweise einen Risikofaktor für eine Veränderung der weiblichen Eierstöcke und Veränderungen der Regelblutung (sog. „polyzystisches Ovarialsyndrom“) dar.
wenn Sie an einer seltenen Erkrankung namens „Carnitin-Palmitoyl-Transferase-(CPT-)II-Mangel“ leiden,
da bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für Muskelerkrankungen besteht.
• wenn Ihre Nierenfunktion beeinträchtigt ist:
Basierend auf der Kontrolle Ihrer Behandlung kann der Arzt die Dosis gegebenenfalls anpassen.
- wenn Ihnen bekannt ist oder Ihr Arzt vermutet, dass es in Ihrer Familie eine durch einen genetischen Defekt verursachte mitochondriale Erkrankung gibt,
da dadurch das Risiko einer Leberschädigung besteht.
- wenn bei Ihnen die Aufnahme von Carnitin, das in Fleisch und Milchprodukten enthalten ist, über die Nahrung beeinträchtigt ist, insbesondere bei Kindern unter 10 Jahren.
- wenn bei Ihnen ein Carnitinmangel besteht und Sie Carnitin einnehmen.
- wenn Sie jemals nach der Anwendung von Valproat einen schweren Hautausschlag oder Hautablösung, Blasenbildung und/oder Geschwüre im Mund entwickelt haben.
Weitere Hinweise
Untersuchungen während der Behandlung mit Depakine
- Überprüfung der Leberfunktion: siehe weiter oben „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.
- Überprüfung des Blutbildes: Ihr Arzt kann eine Kontrolle des Blutbildes verordnen:
- vor Beginn der Depakine-Behandlung,
- vor Operationen,
- wenn es bei Ihnen während der Behandlung zu Blutergüssen oder Blutungen kommt.
Anwendung von Depakine zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Depakine beeinflusst die Wirkung und/oder Nebenwirkungen anderer Arzneimittel und von Alkohol:
- Arzneimittel gegen psychische Störungen (sog. „Neuroleptika“, „MAO-Hemmer“, „Antidepressiva“ und „Benzodiazepine“, einschließlich Diazepam, Lorazepam und Olanzapin): Die Wirkung dieser Arzneimittel kann verstärkt werden.
- Phenobarbital (Wirkstoff gegen Epilepsie): Die Konzentration von Phenobarbital im Blut kann erhöht sein. Dadurch können sich die Nebenwirkungen von Phenobarbital verstärken.
- Primidon (Wirkstoff gegen Epilepsie): Die Konzentration von Primidon im Blut kann erhöht sein. Dadurch können sich die Nebenwirkungen von Primidon verstärken.
- Phenytoin (Wirkstoff gegen Epilepsie): Die Konzentration von Phenytoin im Blut kann erhöht sein. Dadurch kann es zu Beschwerden einer Überdosierung kommen.
- Carbamazepin (Wirkstoff gegen Epilepsie und psychische Störungen): Die Nebenwirkungen von Carbamazepin können verstärkt werden.
- Lamotrigin (Wirkstoff gegen Epilepsie): Insbesondere bei Kindern besteht ein erhöhtes Risiko von schweren Hautreaktionen (besonders wenn Lamotrigin zu einer Depakine-Behandlung hinzugefügt wird).
- Felbamat (Wirkstoff gegen Epilepsie): Die Konzentration von Felbamat im Blut kann stark erhöht sein. Dadurch können sich die Nebenwirkungen von Felbamat verstärken.
- Rufinamid (Wirkstoff gegen Epilepsie): Die gleichzeitige Gabe von Valproinsäure bewirkt eine Erhöhung der Rufinamidkonzentration, sodass eine Dosisreduktion erforderlich sein kann. Insbesondere bei Kindern besteht ein erhöhtes Risiko.
- Propofol (Narkosemittel): Die gleichzeitige Gabe mit Valproinsäure kann die Blutspiegel von Propofol erhöhen, sodass eine Dosisreduktion erforderlich sein kann.
- Cumarinderivate (bestimmte Wirkstoffe gegen Blutgerinnung): erhöhtes Risiko für Blutungen.
- Zidovudin (gegen HIV-Infektionen): Durch eine mögliche Erhöhung des Blutspiegels können die Nebenwirkungen verstärkt werden.
- Acetylsalicylsäure (ASS, Wirkstoff gegen Schmerzen/Fieber oder bestimmte Herzerkrankungen): Die Wirkung der ASS kann durch Valproinsäure verstärkt werden. Kinder unter 12 Jahren sollten nicht gleichzeitig mit ASS und Depakine behandelt werden. Bei Jugendlichen entscheidet der Arzt, ob eine gemeinsame Anwendung erfolgen kann.
- Alkohol: Die Wirkung von Alkohol kann durch die Behandlung verstärkt werden.
- Vitamin-K-abhängige Antikoagulanzien: Ihr Arzt wird die Gerinnungsparameter während einer Behandlung mit oralen Antikoagulanzien kontrollieren.
- Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels): Die Resorption von Valproat kann eingeschränkt sein.
- Lopinavir und Ritonavir (Arzneimittel gegen HIV-Infektionen): Die Konzentration von Valproinsäure im Blut kann verringert sein.
- Nimodipin (zur Behandlung von Hirnleistungsstörungen und von krampfartigen Verengungen von Hirngefäßen): Durch die gleichzeitige Behandlung mit Nimodipin und Valproinsäure kann die Konzentration von Nimodipin im Blut um 50 % ansteigen.
Depakine hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der empfängnisverhütenden „Pille“ und auf die Konzentration von Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen) im Blut.
Andere Arzneimittel beeinflussen die Wirkung und/oder Nebenwirkungen von Depakine:
- Andere Arzneimittel gegen Epilepsie (Wirkstoffe, wie z. B. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin): Die Konzentration von Valproinsäure im Blut kann verringert werden.
- Felbamat (Wirkstoff gegen Epilepsie): Die Konzentration von Valproinsäure im Blut kann erhöht sein.
- Mefloquin und Chloroquin (Wirkstoffe gegen Malaria): Eine gleichzeitige Anwendung kann zu epileptischen Anfällen führen.
- Acetylsalicylsäure (ASS, Wirkstoff gegen Schmerzen/Fieber oder bestimmte Herzerkrankungen): ASS kann die Konzentration von Valproinsäure im Blut erhöhen. Kinder unter 12 Jahren sollten nicht gleichzeitig mit ASS und Depakine behandelt werden. Bei Jugendlichen entscheidet der Arzt, ob eine gemeinsame Anwendung erfolgen kann.
- Arzneimittel, die bestimmte Leberenzyme hemmen (Wirkstoffe, wie z. B. Cimetidin, Erythromycin): Die Konzentration von Valproinsäure im Blut kann erhöht sein.
- Bestimmte Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen (Rifampicin): Die Konzentration von Valproinsäure im Blut kann verringert sein.
- Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte): Die Konzentration von Valproinsäure im Blut kann verringert sein.
- Fluoxetin (Arzneimittel gegen Depressionen): Die Konzentration von Valproinsäure im Blut kann erhöht, aber auch verringert sein.
- Östrogenhaltige Arzneimittel (einschließlich bestimmter empfängnisverhütender Hormonpräparate).
- Metamizol (Mittel zur Behandlung von Schmerzen und Fieber).
- Carbapeneme (Antibiotika zur Behandlung von bakteriellen Infektionen).
- Methotrexat (zur Behandlung von Krebs- oder entzündlichen Erkrankungen).
Wenn nicht anders erforderlich, wird der Arzt gegebenenfalls die Dosis von Depakine oder dem anderen Arzneimittel entsprechend anpassen.
Beeinflussung von Labortests:
- Valproinsäure kann u. U. den Schilddrüsenfunktionstest verfälschen und zu einem Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse führen.
- Bei Diabetikern kann der Test auf sog. „Ketonkörper“ falsch positiv ausfallen.
Informieren Sie den Laborarzt vor diesen Tests, dass Sie Depakine anwenden.
Sonstige Wechselwirkungen:
- Potenziell leberschädigende Mittel, wie beispielsweise Cannabidiol (zur Behandlung von Epilepsie und anderen Erkrankungen) und auch Alkohol, können mögliche Nebenwirkungen von Valproinsäure an der Leber verstärken.
- Quetiapin (Wirkstoff zur Behandlung von psychischen Störungen): Bei einer gemeinsamen Anwendung wird Ihr Arzt regelmäßige Bluttests durchführen, um gegebenenfalls eine verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut feststellen zu können.
- Topiramat (Wirkstoff gegen Epilepsie) und Acetazolamid (Wirkstoff, der den Augen-, Hirn- und Blutdruck senken kann): Bei einer gemeinsamen Anwendung wird der Arzt Ihre Behandlung streng überwachen, um gegebenenfalls Anzeichen einer Gehirnerkrankung und/oder einer sog. „Hyperammonämie“ (Störung der Harnstoff- bzw. Aminosäurebildung) zu erkennen.
- Einige Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, die Pivalate enthalten (z. B. Pivampicillin, Adevofirdipivoxil), können bei gleichzeitiger Anwendung mit Valproat das Risiko für einen Carnitinmangel erhöhen.
- Die gleichzeitige Behandlung mit Valproat und Clozapin (zur Behandlung von psychischen Erkrankungen) kann das Risiko für eine verminderte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen (Neutropenie) und eine durch Clozapin ausgelöste Herzmuskelentzündung (Myokarditis) erhöhen.
Anwendung von Depakine zusammen mit Alkohol
Der Genuss von Alkohol während einer Behandlung mit Depakine wird nicht empfohlen.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wichtige Hinweise für Frauen
- Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Depakine nicht zur Behandlung von Epilepsie anwenden, es sei denn, es stehen keine anderen wirksamen Alternativen für Sie zur Verfügung.
- Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden könnte, dürfen Sie Depakine nicht zur Behandlung von Epilepsie anwenden, es sei denn, dass Sie während der gesamten Behandlung mit Depakine eine wirksame Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) anwenden. Sie dürfen weder die Anwendung von Depakine noch Ihre Empfängnisverhütung beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen haben. Ihr Arzt wird Sie weiter beraten.
Risiken von Valproat bei Anwendung während der Schwangerschaft (unabhängig von der Erkrankung, wegen der Valproat angewendet wird)
- Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden, oder wenn Sie schwanger sind.
- Valproat birgt ein Risiko, wenn es während der Schwangerschaft angewendet wird. Je höher die Dosis, desto höher das Risiko; es sind jedoch alle Dosen risikobehaftet, einschließlich der Anwendung von Valproat in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Epilepsie.
- Das Arzneimittel kann schwerwiegende Geburtsfehler verursachen und nach der Geburt die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes während des Wachstums beeinträchtigen. Zu den am häufigsten gemeldeten Geburtsfehlern zählen Spina bifida (bei der die Knochen der Wirbelsäule nicht normal ausgebildet sind), Gesichts- und Schädeldeformationen, Fehlbildungen des Herzens, der Nieren, der Harnwege, der Sexualorgane, Gliedmaßendefekte sowie mehrere damit verbundene Fehlbildungen, die mehrere Organe und Körperteile betreffen. Geburtsfehler können zu Behinderungen führen, die schwerwiegend sein können.
- Bei Kindern, die während der Schwangerschaft Valproat ausgesetzt waren, wurde über Hörprobleme und Taubheit berichtet.
- Bei Kindern, die während der Schwangerschaft Valproat ausgesetzt waren, wurden Fehlbildungen der Augen in Verbindung mit anderen angeborenen Fehlbildungen festgestellt. Diese Augenfehlbildungen können das Sehvermögen beeinträchtigen.
- Wenn Sie Valproat während der Schwangerschaft anwenden, haben Sie ein höheres Risiko als andere Frauen, ein Kind mit Geburtsfehlern zu bekommen, die eine medizinische Behandlung erfordern. Da Valproat seit vielen Jahren angewendet wird, ist bekannt, dass bei Frauen, die Valproat anwenden, ungefähr 11 von 100 Neugeborenen mit einem Geburtsfehler zur Welt kommen. Im Vergleich dazu sind es 2–3 von 100 Neugeborenen bei Frauen ohne Epilepsie.
- Schätzungen zufolge kann es bei bis zu 30–40 % der Kinder im Vorschulalter, deren Mutter während der Schwangerschaft Valproat angewendet hat, zu Problemen in der frühkindlichen Entwicklung kommen. Die betroffenen Kinder lernen langsamer laufen und sprechen, sind geistig weniger leistungsfähig als andere Kinder und haben Sprach- und Gedächtnisprobleme.
- Autistische Störungen werden häufiger bei Kindern diagnostiziert, die Valproat ausgesetzt waren. Es gibt einige Belege dafür, dass Kinder, die während der Schwangerschaft Valproat ausgesetzt waren, ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben.
- Wenn Sie Valproat während der Schwangerschaft anwenden, kann Ihr Baby bei der Geburt ein geringeres Gewicht haben als für sein Alter erwartet. Bei Frauen, die Valproat anwenden, können ungefähr 11–15 von 100 Babys ein geringeres Gewicht haben als für ihr Alter bei der Geburt erwartet. Im Vergleich dazu sind es 5–10 von 100 Babys, die von Frauen aus der Allgemeinbevölkerung geboren werden.
- Bevor Ihr Arzt Ihnen dieses Arzneimittel verschreibt, wird er Ihnen erklären, was Ihrem Baby zustoßen kann, wenn Sie unter Anwendung von Valproat schwanger werden. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, dass Sie ein Kind bekommen möchten, dürfen Sie die Anwendung Ihres Arzneimittels oder Ihre Empfängnisverhütung nicht beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen haben.
- Wenn Sie ein Elternteil oder eine Betreuungsperson eines Mädchens sind, das mit Valproat behandelt wird, müssen Sie den Arzt informieren, sobald bei Ihrem Kind, das Valproat anwendet, die erste Regelblutung einsetzt.
- Einige empfängnisverhütende Hormonpräparate („Pille“, die Östrogene enthält) können Ihren Valproatspiegel im Blut herabsetzen. Bitte klären Sie mit Ihrem Arzt, welche Methode zur Empfängnisverhütung für Sie am geeignetsten ist.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Folsäure, wenn Sie versuchen, schwanger zu werden. Folsäure kann das allgemeine Risiko für Spina bifida und eine frühe Fehlgeburt verringern, das bei allen Schwangerschaften besteht. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie das Risiko für Geburtsfehler senkt, das mit der Anwendung von Valproat verbunden ist.
Bitte wählen Sie von den nachfolgend aufgeführten Situationen diejenigen aus, die auf Sie zutreffen, und lesen Sie den entsprechenden Text durch:
O ICH BEGINNE MIT DER BEHANDLUNG MIT DEPAKINE
- ICH NEHME DEPAKINE EIN UND BEABSICHTIGE NICHT, SCHWANGER ZU WERDEN
- ICH NEHME DEPAKINE EIN UND BEABSICHTIGE, SCHWANGER ZU WERDEN
- ICH BIN SCHWANGER UND NEHME DEPAKINE EIN
ICH BEGINNE MIT DER BEHANDLUNG MIT DEPAKINE
Wenn Ihnen Depakine zum ersten Mal verschrieben wurde, hat Ihnen Ihr Arzt die Risiken für das ungeborene Kind erklärt, falls Sie schwanger werden. Sobald Sie alt genug sind, um schwanger werden zu können, müssen Sie sicherstellen, dass Sie während der gesamten Behandlung mit Depakine ohne Unterbrechung eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder wenden Sie sich an eine Beratungsstelle zur Familienplanung, falls Sie eine Beratung zur geeigneten Verhütungsmethode benötigen.
Kernbotschaften:
- Vor Beginn der Behandlung mit Depakine müssen Sie mithilfe eines Schwangerschaftstests eine Schwangerschaft ausschließen, wobei Ihr Arzt dieses Ergebnis bestätigen muss.
- Während der gesamten Behandlung mit Depakine müssen Sie eine wirksame Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) anwenden.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über geeignete Methoden zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption). Ihr Arzt wird Ihnen Informationen zur Verhütung einer Schwangerschaft geben und Sie eventuell weiter an einen Spezialisten zur diesbezüglichen Beratung verweisen.
- Sie müssen regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) einen Spezialisten aufsuchen, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist. Während dieses Besuchs wird Ihr Arzt sich davon überzeugen, dass Sie alle Risiken und Ratschläge zur Anwendung von Valproat während der Schwangerschaft kennen und diese verstanden haben.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.
- Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
ICH NEHME DEPAKINE EIN UND BEABSICHTIGE NICHT, SCHWANGER ZU WERDEN
Wenn Sie die Behandlung mit Depakine fortsetzen und nicht beabsichtigen, schwanger zu werden, müssen Sie sicherstellen, dass Sie während der gesamten Behandlung mit Depakine ohne Unterbrechung eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder wenden Sie sich an eine Beratungsstelle zur Familienplanung, falls Sie eine Beratung zur geeigneten Verhütungsmethode benötigen.
Kernbotschaften:
- Während der gesamten Behandlung mit Depakine müssen Sie eine wirksame Methode zur Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) anwenden.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Maßnahmen zur Empfängnisverhütung (Kontrazeption). Ihr Arzt wird Ihnen Informationen zur Verhütung einer Schwangerschaft geben und Sie eventuell weiter an einen Spezialisten zur diesbezüglichen Beratung verweisen.
- Sie müssen regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) einen Spezialisten aufsuchen, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist. Während dieses Besuchs wird Ihr Arzt sich davon überzeugen, dass Sie alle Risiken und Ratschläge zur Anwendung von Valproat während der Schwangerschaft kennen und diese verstanden haben.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.
- Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
ICH NEHME DEPAKINE EIN UND BEABSICHTIGE, SCHWANGER ZU WERDEN
Wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden, müssen Sie zuerst einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren.
Sie dürfen weder die Anwendung von Depakine noch Ihre Empfängnisverhütung beenden, bevor Sie darüber mit Ihrem Arzt gesprochen haben. Ihr Arzt wird Sie weiter beraten.
Bei Babys von Müttern, die mit Valproat behandelt wurden, besteht ein schwerwiegendes Risiko für Geburtsfehler und Entwicklungsprobleme, die zu schwerwiegenden Behinderungen führen können. Ihr Arzt wird Sie an einen Spezialisten überweisen, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist, damit dieser bereits frühzeitig alternative Behandlungsoptionen prüfen kann. Ihr Spezialist kann einige Maßnahmen ergreifen, damit Ihre Schwangerschaft so reibungslos wie möglich verläuft und die Risiken für Sie und Ihr ungeborenes Kind so weit wie möglich gesenkt werden können.
Eventuell wird Ihr Spezialist, lange bevor Sie schwanger werden, die Dosis von Depakine verändern oder Sie auf ein anderes Arzneimittel umstellen oder die Behandlung mit Depakine beenden. Damit wird sichergestellt, dass Ihre Erkrankung stabil bleibt.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Folsäure, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden. Folsäure kann das allgemeine Risiko für Spina bifida und eine frühe Fehlgeburt verringern, das bei allen Schwangerschaften besteht. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie das Risiko für Geburtsfehler senkt, das mit der Anwendung von Valproat verbunden ist.
Kernbotschaften:
- Sie dürfen die Anwendung von Depakine nur dann beenden, wenn Ihr Arzt Sie dazu auffordert.
- Beenden Sie Ihre Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) nicht, bevor Sie mit Ihrem Arzt gesprochen haben und gemeinsam einen Plan erarbeitet haben, um sicherzustellen, dass Ihre Erkrankung gut eingestellt ist und die Risiken für Ihr Baby minimiert wurden.
- Zuerst müssen Sie einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren. Während dieses Besuchs wird Ihr Arzt sich davon überzeugen, dass Sie alle Risiken und Ratschläge zur Anwendung von Valproat während der Schwangerschaft kennen und diese verstanden haben.
- Ihr Arzt wird, lange bevor Sie schwanger werden, versuchen, Sie auf ein anderes Arzneimittel umzustellen, oder die Behandlung mit Depakine beenden.
- Sie müssen unverzüglich einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
ICH BIN SCHWANGER UND NEHME DEPAKINE EIN
Sie dürfen die Anwendung von Depakine nur dann beenden, wenn Ihr Arzt Sie dazu auffordert, da sich ansonsten Ihr Zustand verschlechtern kann. Sie müssen unverzüglich einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein. Ihr Arzt wird Sie weiter beraten.
Bei Babys von Müttern, die mit Valproat behandelt wurden, besteht ein schwerwiegendes Risiko für Geburtsfehler und Entwicklungsprobleme, die zu schwerwiegenden Behinderungen führen können. Sie werden an einen Spezialisten überwiesen, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist, damit dieser alternative Behandlungsoptionen prüfen kann. Für den Ausnahmefall, dass Depakine während der Schwangerschaft die einzig geeignete Behandlungsoption darstellt, werden sowohl die Behandlung Ihrer Grunderkrankung als auch die Entwicklung Ihres ungeborenen Kindes sehr engmaschig überwacht. Sie und Ihr Partner können hinsichtlich einer Schwangerschaft unter Valproat beraten und unterstützt werden.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Folsäure. Folsäure kann das allgemeine Risiko für Spina bifida und eine frühe Fehlgeburt verringern, das bei allen Schwangerschaften besteht. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie das Risiko für Geburtsfehler senkt, das mit der Anwendung von Valproat verbunden ist.
Kernbotschaften:
- Sie müssen unverzüglich einen Termin mit Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
- Sie dürfen die Anwendung von Depakine nur dann beenden, wenn Ihr Arzt Sie dazu auffordert.
- Kümmern Sie sich darum, dass Sie an einen Spezialisten überwiesen werden, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist, damit dieser die Notwendigkeit alternativer Behandlungsoptionen prüfen kann.
- Sie müssen über die Risiken von Depakine während der Schwangerschaft ausführlich aufgeklärt werden, einschließlich der Teratogenität (Geburtsfehler), und über körperliche und geistige Entwicklungsstörungen bei Kindern.
- Kümmern Sie sich darum, dass Sie zur pränatalen Überwachung an einen Spezialisten überwiesen werden, damit möglicherweise auftretende Missbildungen erkannt werden können.
Lesen Sie sich bitte unbedingt den Leitfaden für Patienten durch, den Sie von Ihrem Arzt erhalten haben. Ihr Arzt wird mit Ihnen das jährlich auszufüllende Formular zur Bestätigung der Risikoaufklärung besprechen und Sie bitten, es zu unterschreiben, und es dann behalten. Von Ihrem Arzt oder Apotheker haben Sie zudem eine Patientenkarte erhalten, die Sie an die Risiken bei Anwendung von Valproat während der Schwangerschaft erinnern soll.
Wichtige Hinweise für männliche Patienten
Mögliche Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung von Valproat in den drei Monaten vor der Zeugung eines Kindes
Eine Studie deutet auf ein mögliches Risiko für motorische und geistige Entwicklungsstörungen (Probleme in der frühkindlichen Entwicklung) bei Kindern von Vätern hin, die in den drei Monaten vor der Zeugung mit Valproat behandelt wurden. In dieser Studie hatten etwa 5 von 100 Kindern von Vätern, die mit Valproat behandelt wurden, solche Störungen, im Vergleich zu etwa 3 von
100 Kindern von Vätern, die mit Lamotrigin oder Levetiracetam (andere Arzneimittel, die zur Behandlung Ihrer Erkrankung angewendet werden können) behandelt wurden. Das Risiko für Kinder, deren Väter die Behandlung mit Valproat drei Monate (die Zeit, die für die Bildung neuer Spermien notwendig ist) oder länger vor der Zeugung abgesetzt haben, ist nicht bekannt. Da die Studie Limitationen aufweist, ist nicht völlig klar, ob das erhöhte Risiko für motorische und geistige Entwicklungsstörungen, das in dieser Studie festgestellt wurde, durch Valproat verursacht wird. Die Studie war nicht groß genug, um zu zeigen, für welche bestimmte Art von motorischen und geistigen Entwicklungsstörungen bei Kindern möglicherweise ein erhöhtes Risiko besteht.
Als Vorsichtsmaßnahme wird Ihr Arzt mit Ihnen Folgendes besprechen:
- Das mögliche Risiko bei Kindern, deren Väter mit Valproat behandelt wurden.
- Die Notwendigkeit, dass Sie und Ihre Partnerin während der Anwendung von Valproat und für drei Monate nach Absetzen von Valproat eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
- Die Notwendigkeit, Ihren Arzt aufzusuchen, sobald Sie beabsichtigen, ein Kind zu zeugen, und bevor Sie die Empfängnisverhütung beenden.
- Die Möglichkeit anderer Medikamente, die zur Behandlung Ihrer Erkrankung eingesetzt werden können, abhängig von Ihrer individuellen Situation.
Sie dürfen während der Behandlung mit Valproat und für drei Monate nach Beendigung der Behandlung mit Valproat keine Samenspende durchführen.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie beabsichtigen, ein Kind zu bekommen.
Wenn Ihre Partnerin schwanger wird, während Sie in den drei Monaten vor der Empfängnis Valproat eingenommen haben, und Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie Ihre Behandlung abbrechen, können sich Ihre Symptome verschlimmern.
Sie sollten regelmäßig einen Termin mit Ihrem verschreibenden Arzt vereinbaren.
Bei diesem Besuch wird Ihr Arzt mit Ihnen die Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Anwendung von Valproat und die Möglichkeit anderer Arzneimittel, die zur Behandlung Ihrer Erkrankung angewendet werden können, abhängig von Ihrer individuellen Situation, besprechen.
Lesen Sie sich bitte unbedingt den Leitfaden für Patienten durch, den Sie von Ihrem Arzt erhalten werden. Von Ihrem Apotheker werden Sie zudem eine Patientenkarte erhalten, die Sie an die Risiken bei Anwendung von Valproat erinnern soll.
Risiko in Verbindung mit Anfällen
Während der Schwangerschaft stellen epileptische Anfälle ein besonderes Risiko für die Schwangere und das Ungeborene dar.
- Risiko bei Neugeborenen
Sehr selten weisen Neugeborene von Müttern, die in der Schwangerschaft mit Natriumvalproat/Valproinsäure behandelt wurden, eine Störung der Blutgerinnung (Einzelfälle mit letalen Folgen wurden beschrieben), einen niedrigen Blutzuckerspiegel und eine Unterfunktion der Schilddrüse auf. Der Arzt wird in so einem Fall entsprechende Bluttests durchführen.
Bei Neugeborenen, deren Mütter im letzten Drittel der Schwangerschaft valproinsäurehaltige Arzneimittel erhielten, können Entzugserscheinungen auftreten, wie krankhafte Unruhe, Reizbarkeit, Übererregbarkeit, Nervosität, gesteigerte Beweglichkeit (Hyperkinese), Störung des Spannungszustandes der Muskulatur, Zittern, Krämpfe und Störungen bei der Nahrungsaufnahme.
Stillzeit
Valproinsäure geht in die Muttermilch über. Ihr Arzt wird entscheiden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder die Behandlung mit Depakine zu unterbrechen ist.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Zu Beginn einer Therapie mit Natriumvalproat/Valproinsäure, bei höherer Dosierung und/oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln können Nebenwirkungen, wie z. B. Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.
Eine erfolgreiche Behandlung der Epilepsie ist aber auch die Basis für eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr.
Depakine enthält Natrium.
Dieses Arzneimittel enthält 55,3 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 2,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Wie wird Depakine Trockenstechampulle mit Lösungsmittel angewendet?
Weibliche Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter
Die Behandlung mit Depakine muss von einem Arzt eingeleitet und überwacht werden, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist.
Männliche Patienten
Es wird empfohlen, dass Depakine Trockenstechampulle von einem Arzt eingeleitet und überwacht wird, der auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert ist – siehe Abschnitt 2. „Wichtige Hinweise für männliche Patienten“.
Anwendung von Depakine Trockenstechampulle
Depakine Trockenstechampulle wird Ihnen oder Ihrem Kind immer von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal gegeben, da es als langsame Injektion oder Infusion in die Vene (intravenös) gespritzt werden muss. Wenn Sie nicht sicher sind, warum Sie Depakine Trockenstechampulle bekommen, oder Fragen dazu haben, wie viel Depakine Trockenstechampulle Sie oder Ihr Kind erhalten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.
Wie viel Depakine Trockenstechampulle Sie oder Ihr Kind bekommen
Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel Sie oder Ihr Kind je nach Erkrankung bekommen sollen. Die Dosis, die Sie oder Ihr Kind erhalten, richtet sich nach Alter und Körpergewicht. Die tägliche Dosis, wie oft und wann das Arzneimittel gegeben wird, bestimmt und überwacht Ihr Arzt. Die Dauer der Behandlung legt Ihr Arzt fest.
Wenn Sie oder Ihr Kind Valproat bisher zum Einnehmen erhalten haben, kann Ihr Arzt entscheiden, die gleiche Dosis Depakine Trockenstechampulle 6 Stunden nach der letzten Einnahme als durchgehende oder wiederholte Infusion zu geben.
Wenn Sie oder Ihr Kind Valproat bisher noch nicht erhalten haben:
- Bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 10 Jahre beträgt die empfohlene Dosis üblicherweise 15 mg/kg, die über 3–5 Minuten langsam in die Vene gespritzt wird, gefolgt von einer durchgehenden oder wiederholten Infusion.
-
Bei Kindern bis zu 10 Jahren beträgt die empfohlene Dosis üblicherweise 20–30 mg/kg, die langsam in die Vene gespritzt wird, gefolgt von einer durchgehenden oder wiederholten Infusion.
Für Kinder unter 3 Jahren siehe Abschnitt 2.
Verschiedene Formen des Status epilepticus:
- Bei Erwachsenen beträgt die empfohlene erste Dosis 10–20 mg/kg, die über 5–10 Minuten langsam in die Vene gespritzt wird, gefolgt von einer durchgehenden Infusion.
- Bei Kindern beträgt die empfohlene erste Dosis 15–40 mg/kg, die langsam in die Vene gespritzt wird, gefolgt von einer durchgehenden Infusion.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei diesen Patienten kann eine Reduktion der Dosis notwendig sein. Da es keine relevante Korrelation zwischen Dosis und Serumspiegel gibt, wird der Arzt die Dosis in Abhängigkeit vom klinischen Bild anpassen.
Patienten mit Nierenproblemen
Ihr Arzt entscheidet möglicherweise, Ihre Dosierung anzupassen.
Art der Anwendung
Depakine Trockenstechampulle kann als direkte, langsame intravenöse Injektion oder als Infusion verabreicht werden. Wenn gleichzeitig auch andere Arzneimittel per Infusion verabreicht werden, erfolgt dies unter Nutzung eines gesonderten intravenösen Zugangs.
Eine versehentliche Verabreichung in eine Arterie oder neben eine Vene ist wegen möglicher Gewebeschäden zu vermeiden.
Für weitere Informationen, insbesondere zur Rekonstitution und Verdünnung, siehe den Abschnitt für medizinisches Fachpersonal am Ende der Gebrauchsinformation.
Dauer der Anwendung
Über die Dauer Ihrer Behandlung entscheidet der Arzt.
Depakine Trockenstechampulle soll, sobald es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt, durch eine orale Darreichungsform ersetzt werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Depakine angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich eine zu hohe Dosis Depakine erhalten haben, kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen:
Pupillenverengung, eingeschränkte Atemfunktion, Übersäuerung des Blutes, verminderte Reflexe, eventuell auch Koma.
Sehr hohe Valproinsäurespiegel im Serum können auch eine erhöhte Anfallsneigung zur Folge haben. Erhöhter Hirndruck wurde beobachtet. Eine massive Überdosierung kann auch letal enden.
Informationen für das medizinische Fachpersonal befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.
Wenn Sie die Anwendung von Depakine vergessen haben
Der Arzt wird nicht die doppelte Menge anwenden, wenn die vorherige Injektion/Infusion vergessen wurde. Stattdessen wird er die Behandlung mit der nächsten Dosis wie gewohnt fortsetzen.
Wenn Sie die Anwendung von Depakine abbrechen
Es ist wichtig, dass Sie oder Ihr Kind die Injektionen/Infusionen mit Depakine Trockenstechampulle so lange erhalten, bis Ihr Arzt entscheidet, sie zu beenden. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Anfälle wiederkommen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Depakine Trockenstechampulle mit Lösungsmittel?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Angabe von Nebenwirkungen werden folgende international übliche Häufigkeitsangaben verwendet:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Zittern (vorübergehend und/oder dosisabhängig kann Zittern der Hände und Schläfrigkeit auftreten)
- Übelkeit
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Blutarmut, verminderte Anzahl roter Blutkörperchen, kann zu Blässe, Schwäche und Kurzatmigkeit führen
- Starke Verminderung der Blutplättchen, wodurch erhöhtes Risiko einer Blutung und Neigungen zu Blutergüssen bestehen
- Verminderte Natriumkonzentration im Blut
- Appetitlosigkeit
- Erhöhter Appetit
- Reizbarkeit, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Aggressionen*, Aufregung*, Störung der Aufmerksamkeit*
- Extrapyramidale Störungen (Bewegungsstörungen, die die Steuerung der Muskeltätigkeit durch das Gehirn betreffen)
- Regungslosigkeit, Schläfrigkeit, Krämpfe, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Augenzittern, Schwindel
- Hörverlust
- Blutungen
- Erbrechen
- Erkrankungen des Zahnfleisches, Zahnfleischwucherung, Entzündung der Mundschleimhaut
- Oberbauchschmerzen, Durchfall
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Vorübergehender und/oder dosisabhängiger Haarausfall
- Schmerzhafte Regelblutungen
- Gewichtszunahme
- Nagel- und Nagelbettentzündungen
- Harninkontinenz (ungewolltes Wasserlassen)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Stark verringerte Zahl aller Blutzellen, die zu Schwäche und erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und Blutergüsse führt
- Vorübergehende Verminderung der weißen Blutkörperchen
- Starke Verminderung aller Blutzellen
- Vermehrte Bildung des sog. „antidiuretischen“ Hormons (erhöhter Wassergehalt im Gewebe)
- Überproduktion von männlichen Geschlechtshormonen bei Mädchen oder Frauen (Hyperandrogenismus), (vermehrte Behaarung, Vermännlichung, Akne, männliche Glatzenbildung und/oder erhöhte Androgenkonzentration)
- Einzelfälle von Regungslosigkeit bis hin zu vorübergehendem Koma, zum Teil mit epileptischen Anfällen verbunden. Diese Beschwerden verschwinden bei Verringerung der Dosis oder Beendigung der Behandlung. Die Mehrzahl dieser Fälle trat bei gleichzeitiger Behandlung mit mehreren Arzneimitteln gegen Epilepsie (v. a. mit Phenobarbital oder Topiramat) oder nach einer raschen Dosiserhöhung auf.
- Erhöhte Muskelspannung, Bewegungsstörungen (besonders bei Behandlungsbeginn)
- Kurz nach Anwendung valproinsäurehaltiger Arzneimittel kann eine vorübergehende Hirnschädigung in Form von Koma auftreten (nach Ende der Behandlung verschwindet diese Nebenwirkung).
- Lethargie, Missempfindung (Kribbeln oder Taubheit) in Händen und Füßen oder brennendes Gefühl
- Vorübergehende Parkinsonerkrankung (Muskelzittern, Maskengesicht, eingeschränkte Bewegungen)
- Entzündung der Blutgefäße, oft in Verbindung mit Hautausschlägen
- Schwierigkeiten zu atmen, Schmerzen oder Druck in der Brust (besonders beim Einatmen), Kurzatmigkeit und trockener Husten wegen einer Flüssigkeitsansammlung um die Lunge herum (Pleuraerguss). Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken. Möglicherweise benötigen Sie dringend medizinische Betreuung.
- Vermehrte Speichelbildung
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, welche zu starken Schmerzen im Bauch- /Unterleibsbereich und Rücken führen kann (in schwersten Fällen mit letalem Ausgang). Ein besonderes Risiko besteht bei Kindern, die zugleich mit mehreren Arzneimitteln gegen Epilepsie behandelt werden.
- Leberfunktionsstörungen
- Allergische, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut, v. a. im Gesichtsbereich, Arzneimittelausschlag
- Haarstörungen (z. B. veränderte Haartextur, Veränderung der Haarfarbe, abnormales Haarwachstum)
- Knochenerkrankungen wie Ausdünnung der Knochen (Osteopenie und Osteoporose) und Knochenbrüche (Frakturen). Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bei Langzeitbehandlung mit Antiepileptika, einer Vorgeschichte mit Osteoporose oder wenn Sie Steroide einnehmen, um Rat.
- Nierenversagen (Anzeichen kann eine verminderte Harnmenge sein). Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn diese schwerwiegende Nebenwirkung auftritt. Möglicherweise benötigen Sie dringend ärztliche Betreuung.
- Ausbleiben der Monatsblutung
- Abnahme der Körpertemperatur, Schwellungen in Knöcheln, Füßen oder Fingern
- Anstieg der Anfallshäufigkeit und Verstärkung der Krampfanfälle. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- Störung des Knochenmarks (unreife rote Blutzellen, mit starker Verminderung bestimmter weißer Blutzellen, erhöht die Anfälligkeit auf Infektionen, Fieber)
- Erkrankung des Knochenmarks inklusive Blutarmut, starke Verminderung der weißen Blutkörperchen, eingeschränkte Produktion von roten Blutzellen, vergrößerte rote Blutzellen
- Allergische Reaktionen
- Arzneimittelreaktion mit Fieber, Hautausschlag, Anstieg der Leberwerte mit unterschiedlich schwerem Verlauf (DRESS-Syndrom)
- Unterfunktion der Schilddrüse, die zu Müdigkeit und Gewichtszunahme führen kann
- Veränderte Ammoniumwerte im Blut (mäßig veränderte Ammoniumwerte im Blut bei normalen Leberfunktionstests). Bei Symptomen wie Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Abgeschlagenheit oder verminderte Aufmerksamkeit, in Verbindung
mit Erbrechen, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Möglicherweise benötigen Sie dringend ärztliche Betreuung.
- Abnormales Verhalten*
- Gesteigerte Aktivität*
- Lernbehinderung*
- Vor allem bei höherer Dosierung oder bei Behandlung mit mehreren Arzneimitteln gegen Epilepsie: chronische Erkrankung/Schädigung des Gehirns
- Vorübergehender geistiger Abbau, verbunden mit einem vorübergehenden Schrumpfen des Großhirns (die Beschwerden verschwinden nach Ende der Behandlung)
- Beeinträchtigung der Denkleistung
- Entzündlicher Hautausschlag oder schwere blasenförmige/schälende Hautreaktionen (sog. „Stevens-Johnson-Syndrom“, „toxische epidermale Nekrolyse“, „Erythema multiforme“)
- Allergische, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut, v. a. im Gesichtsbereich, Arzneimittelausschlag
- Autoimmunerkrankung: chronische Entzündungen an der Haut, den Gelenken, dem Nervensystem und den inneren Organen
- Zerfall von Muskelzellen, kann in weiterer Folge zu Nierenproblemen führen
- Bettnässen
- bakterielle Erkrankung der Niere
- Ausscheidung großer Mengen Urin und Durstgefühl („Fanconi-Syndrom“)
- Unfruchtbarkeit beim Mann ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel und kann auch nach einer Dosisreduktion reversibel sein; Vergrößerung der Eierstöcke
- Verminderung der Proteinkonzentration (Fibrinogen) im Blut, Verlängerung der Blutungszeit (meist ohne äußere Anzeichen und vor allem bei hoher Dosierung)
- Biotinmangel, Stoffwechselstörung (sog. „Biotinidasemangel“)
- Fettsucht
- Doppeltsehen
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- erniedrigte Carnitinspiegel (in Untersuchungen des Bluts oder der Muskeln)
- dunklere Bereiche der Haut und Schleimhaut (Hyperpigmentierung)
*Diese Nebenwirkungen wurden v. a. bei Kindern und Jugendlichen beobachtet.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgelisteten Nebenwirkungen schwerwiegend wird oder länger als ein paar Tage anhält; Sie benötigen möglicherweise eine medizinische Behandlung.
Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
Einige Nebenwirkungen von Valproat treten bei Kindern häufiger auf oder sind im Vergleich zu Erwachsenen schwerwiegender. Dazu gehören Leberschäden, Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Aggression, Unruhe, Aufmerksamkeitsstörungen, abnormales Verhalten, Hyperaktivität und Lernschwäche.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 Wien
Österreich
Fax: +43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Depakine Trockenstechampulle mit Lösungsmittel aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Ungeöffnete Durchstechflasche mit Pulver: keine besonderen Lagerungsbedingungen.
Nach Rekonstitution: Sofortige Anwendung wird empfohlen.
Chemische und physikalische „In use“-Stabilität der rekonstituierten Lösung wurde für bis zu 24 Stunden bei aufrechter Lagerung bei 25 °C gezeigt. Zubereitete Infusionslösungen sind innerhalb von 24 Stunden zu verbrauchen und bis zum Gebrauch im Kühlschrank (2 °C–8 °C) zu lagern. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode zur Rekonstitution und Verdünnung schließt das Risiko einer mikrobiologischen Kontaminierung aus. Bei nicht sofortigem Gebrauch liegen die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung in der Verantwortung des Anwenders.
Nur zur Einmalanwendung bestimmt. Restmengen sind zu verwerfen.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Depakine Trockenstechampulle mit Lösungsmittel
Was Depakine enthält
Der Wirkstoff ist Natriumvalproat.
Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält 400 mg Natriumvalproat. Nach Rekonstitution enthält 1 ml der Lösung 100 mg Natriumvalproat.
Sonstiger Bestandteil:
- Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke.
Wie Depakine aussieht und Inhalt der Packung
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Depakine Trockenstechampulle ist ein nahezu weißes Pulver. Das Lösungsmittel ist eine klare, farblose Flüssigkeit.
Packungsgrößen zu 1 Durchstechflasche mit 400 mg Pulver und 1 Ampulle mit 4 ml (Nennvolumen) Lösungsmittel bzw. Bündelpackung zu 4 x 1 Durchstechflasche mit 400 mg Pulver und 1 Ampulle mit 4 ml (Nennvolumen) Lösungsmittel oder 20 x 1 Durchstechflasche mit 400 mg Pulver und 1 Ampulle mit 4 ml (Nennvolumen) Lösungsmittel.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
sanofi-aventis GmbH, Turm A, 29. OG, Wienerbergstraße 11, 1100 Wien, Österreich
Hersteller
Sanofi S.r.l., Via Valcanello 4, 03012 Anagni (F), Italien
Z. Nr.: 1-24529
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2025.
Weitere Informationsquellen
Ausführliche und aktualisierte Informationen zu diesem Arzneimittel können Sie erhalten, indem Sie den QR-Code, der sich weiter unten in der Gebrauchsinformation befindet, mit Ihrem Smartphone scannen. Dieselben Informationen sind auch unter der folgenden Internetadresse abrufbar: qr.valproatundich.at
Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung
Durchstechflasche und Ampulle enthalten eine Überfüllung, die es ermöglicht, die angegebene Menge zu entnehmen:
- Durchstechflasche: 415 mg gefriergetrocknetes Natriumvalproat-Pulver (Verdrängungsfaktor: 8,65 %).
- Ampulle: 4,25 ml Wasser für Injektionszwecke.
Rekonstitution
- Verwenden Sie eine graduierte Spritze, um 3,8 ml Wasser für Injektionszwecke aus der Ampulle zu entnehmen, und injizieren Sie dieses in die Durchstechflasche mit dem gefriergetrockneten Pulver.
- Warten Sie, bis es sich vollständig aufgelöst hat.
- Das Gesamtvolumen der rekonstituierten Lösung beträgt 4,15 ml mit einer Konzentration von 100 mg/ml.
- Anschließend können der Durchstechflasche 4 ml der rekonstituierten Injektionslösung (100 mg/ml) entnommen werden.
Die rekonstituierte Lösung ist klar und nahezu farblos.
Depakine Trockenstechampulle muss unmittelbar vor der Verwendung rekonstituiert werden.
Verdünnung
Die Infusionslösung sollte unmittelbar vor der Verabreichung zubereitet werden.
Für die Zubereitung der Infusionslösung können folgende Lösungen verwendet werden:
- isotone Natriumchloridlösung,
- Glucoselösung 5 %.
Dieses Arzneimittel darf, außer mit den zuvor aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Die intravenöse Lösung ist geeignet für Infusionen mit Behältern aus PVC, Polyethylen und Glas.
Infusionslösungen, die das Arzneimittel enthalten, müssen innerhalb von 24 h verwendet werden und sind bis zum Gebrauch bei 2 °C–8 °C zu lagern.
Symptome und Behandlung einer Überdosierung mit Natriumvalproat
Symptome
Das Bild einer massiven Überdosierung ist üblicherweise gekennzeichnet durch Koma, Muskelschwäche, Hypo- bzw. Areflexie, Miosis, respiratorische Störungen, metabolische Azidose, Hypotension und Kreislaufkollaps/Schock. Die Symptome einer Überdosierung können jedoch unterschiedlich sein. Sehr hohe Plasmaspiegel von Valproinsäure führen zu neurologischen Störungen wie beispielsweise erhöhter Anfallsneigung. Fälle intrakranieller Drucksteigerung aufgrund eines zerebralen Ödems wurden beobachtet. Einzelfälle massiver Überdosierung mit tödlichem Ausgang sind aus der Literatur bekannt.
Aufgrund des in der Valproatformulierung enthaltenen Natriumgehalts kann es bei Überdosierung zu einer Hypernatriämie kommen.
Therapie
Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Die Therapie ist deshalb auf allgemeine symptomatische Maßnahmen zur Entfernung des Wirkstoffes aus dem Organismus und Stützung der Vitalfunktionen beschränkt: Magenspülung (bis 10–12 Stunden nach oraler Einnahme) unter Aspirationsschutz sowie gegebenenfalls intensivmedizinische Überwachung.
Hämodialyse und forcierte Diurese können wirksam sein, jedoch wird dabei nur der freie Anteil an Valproinsäure (ca. 10 %) ausgeschieden. Die Peritonealdialyse ist wenig wirksam. Über die Wirksamkeit der hämatogenen Kohleperfusion sowie der kompletten Plasmasubstitution und - transfusion liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Aus diesem Grund wird eine intensive internistische Therapie ohne spezielle Detoxikationsverfahren, besonders bei Kindern, aber mit Kontrolle der Serumkonzentration empfohlen.
In einigen Fällen wurde die intravenöse Gabe von Naloxon zur Aufhellung der Bewusstseinseintrübung als wirksam beschrieben.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


