Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten

Abbildung Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Oxycodon Naloxon
Zulassungsland Österreich
Hersteller Mundipharma Gesellschaft mbH
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 15.01.2009
ATC Code N02AA55
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Opioide

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Mundipharma Gesellschaft mbH

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Targin Retardtabletten wurden Ihnen zur Behandlung von starken Schmerzen, die nur mit opioidhaltigen Schmerzmitteln ausreichend behandelt werden können, verschrieben. Naloxonhydrochlorid wirkt der Verstopfung entgegen. Der Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid ist die Schmerzlindernde Komponente.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls eine der Beschwerden aus dieser Liste auf Sie zutrifft, dĂŒrfen Sie die Tabletten nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Die Anfangsdosis betrÀgt im Allgemeinen 1 Targin 10 mg/5 mg Retardtablette alle 12 Stunden. Ihr Arzt legt fest, wie viele Tabletten Sie pro Tag einnehmen sollen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die hĂ€ufigen Nebenwirkungen belaufen sich hauptsĂ€chlich auf den Magen-Darm-Trakt. Hier finden Sie Informationen ĂŒber alle Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf. Nicht ĂŒber 25°C lagern.

Die Kurzinformation

Alle fĂŒr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick ĂŒber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus GrĂŒnden der Lesbarkeit bewusst verkĂŒrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Targin ist eine Retardtablette. Das heißt, dass die Wirkstoffe ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum abgegeben werden und ĂŒber 12 Stunden wirken.

Diese Tabletten sind nur zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt.

Schmerzlinderung
Targin Retardtabletten wurden Ihnen zur Behandlung von starken Schmerzen, die nur mit opioidhaltigen Schmerzmitteln ausreichend behandelt werden können, verschrieben. Naloxonhydrochlorid wirkt der Verstopfung entgegen.


Wie lindern diese Tabletten Schmerzen?
Diese Tabletten enthalten Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid als Wirkstoffe.

Die schmerzstillende Wirkung von Targin Retardtabletten beruht auf dem Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid. Oxycodonhydrochlorid ist ein starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide.

Der zweite Wirkstoff von Targin Retardtabletten, Naloxonhydrochlorid, wirkt einer Verstopfung entgegen. Darmfunktionsstörungen, wie eine Verstopfung, sind typische Begleiterscheinungen einer Behandlung mit Opioid-Schmerzmitteln.

Restless-Legs-Syndrom
Targin Retardtabletten wurden Ihnen als SekundĂ€rtherapie zur Behandlung eines schweren bis sehr schweren Restless-Legs-Syndrom verordnet, das mit dopaminergen Arzneimitteln nicht ausreichend behandelt werden kann. Patienten mit Restless-Legs- Syndrom haben unangenehme Empfindungen in den Gliedmaßen. Sie setzen meist ein, sobald die betroffenen Patienten zur Ruhe kommen, sich zum Beispiel hinsetzen oder
hinlegen und lassen sich nur durch den unwiderstehlichen Drang, die Beine, gelegentlich auch die Arme und Körperteile, zu bewegen, lindern. Die Beschwerden machen ein Stillsitzen und Schlafen Ă€ußerst schwierig. Naloxonhydrochlorid wirkt einer Verstopfung entgegen.


Wie wirken diese Tabletten bei Restless-Legs-Syndrom?
Diese Tabletten lindern die unangenehmen Empfindungen und wirken somit einem Bewegungsdrang der ExtremitÀten entgegen. Der zweite Wirkstoff von Targin Retardtabletten, Naloxonhydrochlorid, wirkt einer Verstopfung entgegen. Darmfunktionsstörungen wie eine Verstopfung sind typische Begleiterscheinungen einer
Behandlung mit Opioiden.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Targin Retardtabletten dĂŒrfen NICHT eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Oxycodonhydrochlorid, Naloxonhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Ihre Atmung zu schwach ist, um Ihr Blut angemessen mit Sauerstoff anzureichern und das im Körper entstandene Kohlendioxid abzuatmen (Atemdepression),
  • wenn Sie an einer schweren langdauernden Lungenerkrankung leiden, die mit einer Verengung der Atemwege verbunden ist (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, auch COPD genannt),
  • wenn Sie an einem so genannten Cor pulmonale leiden. Dabei kommt es aufgrund einer Druckerhöhung in den BlutgefĂ€ĂŸen der Lunge unter anderem zu einer VergrĂ¶ĂŸerung der rechten HerzhĂ€lfte (zum Beispiel als Folge der oben beschriebenen COPD),
  • wenn Sie an schwerem Bronchialasthma leiden,
  • bei einer nicht durch Opioide bedingten DarmlĂ€hmung (paralytischer Ileus),
  • bei mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung.

ZusÀtzlich bei Restless-Legs-Syndrom

  • wenn es bei Ihnen in der Vergangenheit zu einem Missbrauch von Opioiden
    gekommen ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Targin Retardtabletten einnehmen

  • bei Ă€lteren und geschwĂ€chten Patienten,
  • bei einer durch Opioide bedingten DarmlĂ€hmung (paralytischer Ileus),
  • bei einer BeeintrĂ€chtigung der Nierenfunktion,
  • bei einer leichten BeeintrĂ€chtigung der Leberfunktion,
  • bei einer schweren BeeintrĂ€chtigung der Lungenfunktion,
  • wenn Sie an einer BeeintrĂ€chtigung leiden, die durch hĂ€ufige nĂ€chtliche Atemaussetzer gekennzeichnet ist und die Sie am Tage sehr schlĂ€frig macht (Schlafapnoe),
  • bei einem Myxödem (einer Erkrankung der SchilddrĂŒse, bei der die Haut im Gesicht und an den Gliedmaßen teigig geschwollen, kĂŒhl und trocken ist),
  • wenn Ihre SchilddrĂŒse zu wenig Hormone bildet (SchilddrĂŒsenunterfunktion oder Hypothyreose genannt),
  • wenn Ihre Nebennierenrinden zu wenig Hormone bilden (Nebennierenrindenunterfunktion oder Addisonsche Krankheit genannt),
  • bei psychischen Störungen, die mit einem (teilweisen) RealitĂ€tsverlust einhergehen (Psychosen) und durch Alkohol oder VergiftungszustĂ€nde mit anderen Substanzen bedingt sind (Intoxikationspsychosen),
  • bei Gallensteinleiden,
  • bei krankhaft vergrĂ¶ĂŸerter VorsteherdrĂŒse (Prostatahypertrophie),
  • bei AlkoholabhĂ€ngigkeit, Delirium tremens,
  • bei EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse (Pankreatitis),
  • bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie),
  • bei hohem Blutdruck (Hypertonie),
  • bei bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • bei Kopfverletzungen (wegen des Risikos einer Druckerhöhung im Gehirn),
  • bei Epilepsie oder Neigung zu KrampfanfĂ€llen,
  • bei Einnahme von Arzneimitteln gegen eine Depression oder Parkinsonsche Krankheit aus der Gruppe der MAO-Hemmer. Zu den MAO-Hemmern zĂ€hlen zum Beispiel Arzneimittel, die Tranylcypramin, Phenelzin, Isocarboxazid, Moclobemidund Linezolid enthalten,
  • bei SchlĂ€frigkeit oder wenn Sie manchmal plötzlich einschlafen.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, wenn diese Angaben frĂŒher einmal auf Sie zutrafen.

Informieren Sie Ihren Arzt ebenso, wenn die genannten Beschwerden wÀhrend der Anwendung dieser Tabletten auftreten.


Die gefĂ€hrlichste Folge einer Überdosierung von Opioiden ist eine Atemdepression (langsame und schwache Atmung). Diese kann auch dazu fĂŒhren, dass der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt. Dadurch könnte es zum Beispiel zu einer Ohnmacht, etcetera kommen.

Sie mĂŒssen die Retardtabletten im Ganzen schlucken, um so nicht die langsame Freisetzung von Oxycodonhydrochlorid aus den Retardtabletten zu beeintrĂ€chtigen. Sie dĂŒrfen die Tabletten nicht brechen, zerkauen oder zerkleinern. Eine Einnahme von zerbrochenen, zerkauten oder zerkleinerten Tabletten könnte zur Aufnahme einer möglicherweise tödlichen Dosis von Oxycodonhydrochlorid fĂŒhren (siehe Abschnitt 3
„Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Targin Retardtabletten eingenommen haben, als Sie sollten“).

Wenn Sie nach Beginn der Behandlung schweren Durchfall haben, kann dies auf die Wirkung von Naloxon zurĂŒckzufĂŒhren sein. Dies kann ein Zeichen der Normalisierung der Darmfunktion sein. Dieser Durchfall kann in den ersten 3 bis 5 Tagen der Behandlung auftreten. Falls der Durchfall danach nicht aufhört oder Ihnen bedenklich erscheint, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie bisher ein anderes Opioid angewendet haben, kann der Wechsel zu Targin Retardtabletten bei Ihnen anfangs zu Entzugsbeschwerden, wie zum Beispiel Unruhe, SchweißausbrĂŒchen und Muskelschmerzen fĂŒhren. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, da eine besondere Beobachtung durch Ihren Arzt notwendig sein kann.
Bei lĂ€ngerfristiger Einnahme dieser Tabletten kann sich eine Gewöhnung (Toleranz) entwickeln. Das bedeutet, dass Sie möglicherweise mit der Zeit eine immer höhere Dosis benötigen um den erwĂŒnschten Effekt zu erzielen. Die lĂ€ngerfristige Einnahme dieser Tabletten kann außerdem zu körperlicher AbhĂ€ngigkeit fĂŒhren. Bei plötzlicher Beendigung der Behandlung können Entzugsbeschwerden wie Unruhe, SchweißausbrĂŒche und Muskelschmerzen auftreten. Wenn Sie die Behandlung nicht mehr benötigen, sollte die Tagesdosis durch Ihren Arzt allmĂ€hlich reduziert werden.
Der Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid fĂŒr sich hat ein Missbrauchspotential Ă€hnlich wie alle anderen starken Opioide (starke Schmerzmittel). Die Entwicklung einer psychischen AbhĂ€ngigkeit ist möglich. Bei bestehendem oder frĂŒherem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch sollte die Einnahme oxycodonhaltiger Arzneimittel vermieden werden.


Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie eine Krebskrankheit mit Bauchfellmetastasen oder einen beginnenden Darmverschluss im fortgeschrittenen Stadium von Darmkrebs oder Unterleibkrebs haben.

Falls Sie operiert werden mĂŒssen, teilen Sie bitte Ihren Ärzten mit, dass Sie Targin Retardtabletten einnehmen.

Ähnlich wie andere Opioide kann Oxycodon die normale Produktion der körpereigenen Hormone (wie Kortisol oder Sexualhormone) beeinflussen. Dies geschieht vor allem, wenn Sie ĂŒber lange ZeitrĂ€ume hohe Dosen eingenommen haben. Falls Sie bemerken, dass Symptome wie zum Beispiel Übelkeit (inkl. Erbrechen),
Appetitlosigkeit, MĂŒdigkeit, SchwĂ€che, SchwindelgefĂŒhl, VerĂ€nderungen im Menstruationszyklus, Impotenz, Unfruchtbarkeit oder vermindertes sexuelles Verlangen lĂ€nger andauern, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren. Ihr Arzt könnte derartige hormonelle VerĂ€nderungen ĂŒberwachen wollen.

Es kann vorkommen, dass Tablettenreste in Ihrem Stuhl zu erkennen sind. Dies ist kein Grund zur Besorgnis. Die Wirkstoffe Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid wurden bereits zuvor in Magen und Darm aus den Retardtabletten freigesetzt und von Ihrem Körper aufgenommen.

Welche Anwendungsfehler sollten Sie vermeiden?
Diese Tabletten sind zur Entzugsbehandlung nicht geeignet.

Vor jedem Missbrauch von Targin Retardtabletten, besonders wenn Sie drogenabhÀngig sind, wird gewarnt. Wenn Sie von Substanzen wie Heroin, Morphin oder Methadon abhÀngig sind, sind bei Missbrauch dieser Tabletten ernste Entzugsbeschwerden zu erwarten, da sie Naloxon enthalten. Bereits bestehende Entzugsbeschwerden können verstÀrkt werden.

Sie dĂŒrfen diese Tabletten niemals missbrauchen, indem Sie diese auflösen und injizieren (zum Beispiel in ein BlutgefĂ€ĂŸ einspritzen). Die Retardtabletten enthalten Talkum, das zu Gewebezerstörung (Nekrosen) und zu VerĂ€nderungen des Lungengewebes (Lungengranulomen) fĂŒhren kann. Ein derartiger Missbrauch kann
weitere schwerwiegende Folgen haben, und möglicherweise auch zum Tode fĂŒhren. Die Anwendung von Targin Retardtabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Die Anwendung von Targin Retardtabletten als Dopingmittel kann zu einer GefĂ€hrdung der Gesundheit fĂŒhren.

Einnahme von Targin Retardtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden einschließlich Oxycodonhydrochlorid und allen Arzneimitteln, die dĂ€mpfend auf die Gehirnfunktion wirken können, wie zum Beispiel Benzodiazepinen und Ă€hnlichen Arzneimitteln, erhöht das Risiko von SchlĂ€frigkeit, BeeintrĂ€chtigung der Atemfunktion (Atemdepression) oder Koma, und diese Nebenwirkungen können lebensbedrohlich sein.

Aus diesem Grund sollte eine gleichzeitige Anwendung derartiger Arzneimittel nur dann in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht verfĂŒgbar sind.

Wenn Ihr Arzt Targin Retardtabletten zusammen mit anderen auf die Gehirnfunktion dÀmpfend wirkenden Arzneimitteln verschreibt, sollte er die Dosis und die Dauer der gleichzeitigen Behandlung mit diesen Arzneimitteln beschrÀnken.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt ĂŒber alle derartigen Arzneimittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie streng die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, bei Ihren Freunden oder Verwandten ein Bewusstsein fĂŒr die oben genannten Nebenwirkungen/Symptome zu schaffen. Wenn Sie derartige Symptome bei sich bemerken, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Beispiele fĂŒr Arzneimitteln, die dĂ€mpfend auf die
Gehirnfunktion wirken können oder Àhnliche Arzneimittel umfassen:

  • andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide)
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel (Sedativa inklusive Benzodiazepine, Hypnotika, Anxiolytika)
  • Arzneimittel gegen Depressionen
  • Arzneimittel gegen Allergien, Reisekrankheit oder Übelkeit (Antihistaminika oder Antiemetika)
  • andere Arzneimittel zur Behandlung von psychischen oder mentalen Störungen (Antipsychotika einschließlich Phenothiazine und Neuroleptika)

Falls Sie diese Tabletten gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln einnehmen kann sich die Wirkung dieser Tabletten oder der anderen Arzneimittel verÀndern.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

  • Arzneimittel, die die GerinnungsfĂ€higkeit des Blutes herabsetzen (Cumarin- Derivate). Es kann die Blutgerinnung beschleunigt oder verlangsamt werden
  • Antibiotika vom Makrolid-Typ (wie Clarithromycin, Erythromycin oder Telithromycin)
  • zur Behandlung von Pilzinfektionen verwendete Arzneimittel vom Azoltyp (zum Beispiel Ketoconazol, Voriconazol, Itraconazol oder Posaconazol)
  • spezifische Arzneimittel, die man als Proteasehemmer bezeichnet zur Behandlung von HIV (Beispiele sind Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir oder Saquinavir)
  • Cimetidin (ein Arzneimittel gegen MagengeschwĂŒre, Verdauungsstörungen und Sodbrennen)
  • Rifampicin (zur Behandlung von Tuberkulose)
  • Carbamazepin (zur Behandlung von epileptischen AnfĂ€llen, anderen AnfĂ€llen oder KrĂ€mpfen und bestimmten SchmerzzustĂ€nden)
  • Phenytoin (zur Behandlung von epileptischen AnfĂ€llen, anderen AnfĂ€llen oder KrĂ€mpfen)
  • ein pflanzliches Arzneimittel mit der Bezeichnung Johanniskraut (auch als Hypericum perforatum bekannt)
  • Chinidin (ein Arzneimittel zur Behandlung von unregelmĂ€ĂŸigem Herzschlag)

Es werden keine Wechselwirkungen zwischen Targin Retardtabletten und Paracetamol, AcetylsalicylsÀure oder Naltrexon erwartet.

Einnahme von Targin Retardtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol
Die Einnahme von Alkohol wĂ€hrend der Behandlung mit Targin Retardtabletten kann zu verstĂ€rkter SchlĂ€frigkeit fĂŒhren oder das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstandes und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, wĂ€hrend der Einnahme von Targin
Retardtabletten keinen Alkohol zu trinken.

Sie sollten wÀhrend der Behandlung mit diesen Tabletten keinen Grapefruitsaft trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Die Einnahme dieser Tabletten wÀhrend der Schwangerschaft sollte so weit wie möglich vermieden werden. Oxycodonhydrochlorid kann beim Neugeborenen Entzugsbeschwerden hervorrufen, wenn es in der Schwangerschaft lÀngerfristig eingenommen wurde. Wenn Oxycodonhydrochlorid wÀhrend der Geburt verabreicht wird, kann es beim Neugeborenen zu einer langsamen und schwachen Atmung
(Atemdepression) kommen.

Stillzeit
WĂ€hrend einer Behandlung mit diesen Tabletten sollte das Stillen unterbrochen werden. Oxycodonhydrochlorid geht in die Muttermilch ĂŒber. Es ist nicht bekannt, ob Naloxonhydrochlorid ebenfalls in die Muttermilch ĂŒbergeht. Es kann insbesondere nach wiederholter Einnahme von Targin Retardtabletten ein Risiko fĂŒr das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen
Achtung:
Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und die VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Targin Retardtabletten können Ihre VerkehrstĂŒchtigkeit und Ihre FĂ€higkeit, Maschinen zu bedienen, beeintrĂ€chtigen. Dies ist insbesondere zu Beginn einer Behandlung, nach einer Dosiserhöhung
oder PrĂ€paratewechsel zu erwarten. Diese unerwĂŒnschten Wirkungen können jedoch verschwinden, wenn Sie lĂ€ngere Zeit dieselbe Dosis von Targin Retardtabletten einnehmen.

Targin Retardtabletten sind mit SchlĂ€frigkeit und Episoden plötzlichen Einschlafens assoziiert worden. Falls Sie diese Nebenwirkungen haben sollten, dĂŒrfen Sie keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen
bedienen. Sie sollten Ihrem Arzt mitteilen, wenn derartige Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten.
Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen dĂŒrfen.

Targin Retardtabletten enthalten Milchzucker (Lactose).
Bitte nehmen Sie diese Tabletten erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Targin ist eine Retardtablette; das bedeutet, dass die Wirkstoffe ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum freigesetzt werden. Ihre Wirkung hĂ€lt 12 Stunden lang an.


Um die langsame Freisetzung des Wirkstoffes Oxycodonhydrochlorid aus den Retardtabletten nicht zu beeintrĂ€chtigen, mĂŒssen Sie die Retardtabletten im Ganzen schlucken. Sie dĂŒrfen die Retardtabletten nicht zerbrechen, zerkauen oder zerkleinern.

Dies könnte zur Aufnahme einer möglicherweise tödlichen Dosis von Oxycodonhydrochlorid fĂŒhren (siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge Targin Retardtabletten eingenommen haben, als Sie sollten“).
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis:

Zur Schmerzbehandlung

Erwachsene
Die Anfangsdosis betrĂ€gt im Allgemeinen 1 Targin 10 mg/5 mg Retardtablette alle 12 Stunden. Ihr Arzt legt fest, wie viele Tabletten Sie pro Tag einnehmen sollen. Er legt auch fest, wie Sie die Tagesdosis auf die morgendliche und abendliche Einnahme aufteilen sollen. Außerdem wird Ihr Arzt entscheiden, ob die Dosis im Laufe der Behandlung geĂ€ndert werden muss. Dabei wird er die Dosis an die StĂ€rke Ihrer Schmerzen und an Ihr Ansprechen auf die Behandlung anpassen. Sie sollten die niedrigste Dosis erhalten, die ausreichend ist, um Ihre Schmerzen zu lindern. Wenn Sie schon vorher mit Opioiden behandelt wurden, kann die Behandlung mit Targin Retardtabletten möglicherweise mit einer höheren Dosis begonnen werden.


Die tĂ€gliche Höchstdosis betrĂ€gt 160 mg Oxycodonhydrochlorid und 80 mg Naloxonhydrochlorid. Sollten Sie eine höhere Dosis benötigen, kann Ihr Arzt Ihnen zusĂ€tzlich Oxycodonhydrochlorid ohne Naloxonhydrochlorid verschreiben. Eine Tagesdosis von 400 mg Oxycodonhydrochlorid soll jedoch nicht ĂŒberschritten werden.

Die gĂŒnstige Wirkung von Naloxonhydrochlorid auf die DarmtĂ€tigkeit kann beeintrĂ€chtigt werden, wenn zusĂ€tzliches Oxycodonhydrochlorid ohne zusĂ€tzliche Gabe von Naloxonhydrochlorid verabreicht wird.

Wenn Sie von diesen Tabletten auf ein anderes starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide umgestellt werden, ist mit einer Verschlechterung Ihrer Darmfunktion zu rechnen.


Wenn es zwischen zwei Einnahmen dieser Tabletten zu Schmerzen kommt, benötigen Sie möglicherweise ein schnell wirkendes Schmerzmittel. Targin Retardtabletten sind hierfĂŒr nicht geeignet. Bitte sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung diesen Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

Zur Behandlung des Restless-Legs-Syndrom
Erwachsene
Die Anfangsdosis betrÀgt im Allgemeinen eine Targin 5 mg/2,5 mg Retardtablette alle 12 Stunden.

Ihr Arzt legt fest, wie viele Targin Retardtabletten Sie pro Tag einnehmen sollen. Er legt auch fest, wie Sie die Tagesdosis auf die morgendliche und abendliche Einnahme aufteilen sollen. Außerdem wird er entscheiden, ob die Dosis im Laufe der Behandlung geĂ€ndert werden muss. Dabei wird er die Dosis an Ihre individuelle Empfindlichkeit anpassen. Sie sollten die niedrigste Dosis erhalten, die ausreichend ist, um Ihr Restless- Legs-Syndrom zu lindern.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Targin Retardtabletten zu stark oder zu schwach ist.

Die tÀgliche Höchstdosis betrÀgt 60 mg Oxycodonhydrochlorid und 30 mg Naloxonhydrochlorid.

Zur Behandlung von Schmerzen oder dem Restless-Legs-Syndrom

Anwendung bei Àlteren Patienten
Bei Àlteren Patienten ohne Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis in der Regel nicht angepasst werden.

Funktionsstörungen der Leber beziehungsweise der Nieren
Bei Funktionsstörung Ihrer Nieren beziehungsweise bei leichter Funktionsstörung Ihrer Leber wird Ihr Arzt die Tabletten mit besonderer Vorsicht verschreiben. Bei mittelschwerer bis schwerer Funktionsstörung Ihrer Leber dĂŒrfen die Tabletten nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 2 „Targin Retardtabletten dĂŒrfen NICHT
eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Targin Retardtabletten wurden noch nicht an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren untersucht, sodass die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit in diesem Alter nicht erwiesen ist. Daher wird die Einnahme bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend FlĂŒssigkeit (œ Glas Wasser) ein. Sie können die Retardtabletten zu den Mahlzeiten oder unabhĂ€ngig von den Mahlzeiten einnehmen. Nehmen Sie die Tabletten alle 12 Stunden nach einem festen Zeitplan ein (zum Beispiel morgens um 8 Uhr, abends um 20 Uhr). Sie dĂŒrfen die Retardtabletten nicht zerteilen, zerkauen oder zerstoßen (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und
Vorsichtsmaßnahmen“).

Dauer der Anwendung
Sie sollten die Tabletten nicht lĂ€nger als notwendig einnehmen. Wenn Sie eine Langzeitbehandlung erhalten, sollte Ihr Arzt regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen, ob Sie diese Tabletten noch benötigen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Targin Retardtabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Tabletten als verordnet eingenommen haben, mĂŒssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.

Mögliche Folgen einer Überdosierung sind:

  • Verengung der Pupillen
  • langsames, schwaches Atmen (Atemdepression)
  • Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • verminderte Muskelspannung
  • Pulsverlangsamung
  • Blutdruckabfall

In schwereren FÀllen können Bewusstlosigkeit (Koma), Wasseransammlungen in der Lunge und Kreislaufversagen - unter UmstÀnden mit tödlichem Ausgang - auftreten.

Begeben Sie sich nicht in Situationen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, zum

Beispiel Autofahren.

Wenn Sie die Einnahme von Targin Retardtabletten vergessen haben oder eine geringere Dosis als vorgesehen einnehmen, bleibt unter UmstÀnden die Wirkung aus.

Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, gehen Sie wie folgt vor:

  • Wenn die nĂ€chste ĂŒbliche Einnahme in 8 Stunden oder mehr erfolgen sollte: Nehmen Sie die vergessene Dosis sofort ein und setzen Sie dann die Einnahme in der Folge zu Ihren ĂŒblichen Zeiten fort.
  • Wenn die nĂ€chste ĂŒbliche Einnahme in weniger als 8 Stunden erfolgen sollte:

Nehmen Sie die vergessene Dosis ein. Warten Sie dann bis zur nĂ€chsten Einnahme noch einmal 8 Stunden. Versuchen Sie dann Ihren ursprĂŒnglichen Zeitplan (zum Beispiel morgens um 8 Uhr, abends um 20 Uhr) wieder zu erreichen.

Nehmen Sie aber nicht hÀufiger als alle 8 Stunden eine Dosis ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Targin Retardtabletten abbrechen
Beenden Sie die Behandlung nicht ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Behandlung nicht mehr benötigen, mĂŒssen Sie die Tagesdosis nach Absprache mit Ihrem Arzt allmĂ€hlich verringern. Auf diese Weise vermeiden Sie Entzugsbeschwerden wie Unruhe, SchweißausbrĂŒche und Muskelschmerzen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.


Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten bedeutsamen Nebenwirkungen betroffen sind, rufen Sie sofort den nÀchsten erreichbaren Arzt zu Hilfe.


Eine langsame und schwache Atmung (Atemdepression) ist die bedeutsamste GefĂ€hrdung einer OpioidĂŒberdosierung und tritt am ehesten bei Ă€lteren oder geschwĂ€chten Patienten auf. Opioide können auch bei dafĂŒr anfĂ€lligen Patienten einen starken Blutdruckabfall hervorrufen.


Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Patienten beobachtet, die gegen Schmerzen behandelt wurden

HĂ€ufig (kann 1 von 10 Behandelten betreffen):

Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Erbrechen, Übelkeit, Flatulenz (BlĂ€hungen), Appetitabnahme bis zum Appetitverlust, SchwindelgefĂŒhl, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, SchwĂ€chegefĂŒhl, MĂŒdigkeit oder Erschöpfung, Juckreiz, Hautreaktionen/Hautausschlag, Schwitzen, Drehschwindel, Schlafschwierigkeiten, Benommenheit

Gelegentlich (kann 1 von 100 Behandelten betreffen):

VöllegefĂŒhl, Denkstörungen, Angst, VerwirrtheitszustĂ€nde, Depressionen, NervositĂ€t, schmerzhaftes EngegefĂŒhl im Brustkorb (Angina pectoris, insbesondere wenn Sie an Erkrankungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe leiden), Blutdruckabfall, Entzugssymptome, wie zum Beispiel Unruhe, Ohnmacht, Energiemangel, DurstgefĂŒhl, GeschmackverĂ€nderung, Herzklopfen (Palpitationen), Gallenkolik, Brustkorbschmerz, allgemeines Unwohlsein, Schmerzen, angeschwollene HĂ€nde, Knöchel oder FĂŒĂŸe, Aufmerksamkeitsstörungen, Sprechstörungen, (Muskel-) Zittern, Atemnot, Rastlosigkeit, SchĂŒttelfrost, Erhöhung der Leberwerte, Blutdruckanstieg, vermindertes sexuelles Verlangen, laufende Nase, Husten, Überempfindlichkeitsreaktionen/ allergische Reaktionen, Gewichtsverlust, Verletzungen durch UnfĂ€lle, vermehrter Harndrang, MuskelkrĂ€mpfe, Muskelzucken, Muskelschmerzen, Sehstörungen, KrampfanfĂ€lle (besonders bei Personen mit Epilepsie
oder einer Neigung zu KrampfanfÀllen)

Selten (kann 1 von 1 000 Behandelten betreffen):

beschleunigter Puls, ZahnverÀnderungen, Gewichtszunahme, ArzneimittelabhÀngigkeit, GÀhnen

Nicht bekannt (Die HĂ€ufigkeit ist auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

Euphorie, sehr starke Benommenheit, Erektionsstörungen, AlbtrĂ€ume, Halluzinationen, Abflachung und Verlangsamung der Atmung, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, AggressivitĂ€t, Hautkribbeln (Ameisenlaufen), Aufstoßen

FĂŒr den Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid, wenn nicht mit Naloxonhydrochlorid kombiniert, sind die folgenden abweichenden Nebenwirkungen bekannt:

Oxycodon kann Atemprobleme (Atemdepression), Pupillenverengung, KrÀmpfe der Bronchialmuskeln und KrÀmpfe der glatten Muskulatur hervorrufen sowie den Hustenreflex dÀmpfen.

HĂ€ufig (kann 1 von 10 Behandelten betreffen):

Stimmungs- und PersönlichkeitsverĂ€nderungen (zum Beispiel Depressionen, extremes GlĂŒcksgefĂŒhl), verminderte AktivitĂ€t, erhöhte AktivitĂ€t, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Schluckauf

Gelegentlich (kann 1 von 100 Behandelten betreffen):

Konzentrationsstörungen, MigrĂ€ne, erhöhte Muskelspannung, unwillkĂŒrliche Muskelzuckungen, Ileus (Darmverschluss), trockene Haut, Toleranzentwicklung (Gewöhnung), verminderte Empfindlichkeit gegenĂŒber Schmerz und BerĂŒhrung, Koordinationsstörungen, VerĂ€nderungen der Stimme (Dysphonie), Wassereinlagerungen (Ödeme), Hörstörungen, MundgeschwĂŒre, Schluckbeschwerden, EntzĂŒndung der Mundschleimhaut, Wahrnehmungsstörungen (zum Beispiel Halluzinationen, UnwirklichkeitsgefĂŒhl), Hautrötung, Dehydrierung (Austrocknung), Übererregbarkeit, Verminderung der Werte fĂŒr ein Sexhormon, die die Produktion von Samen beim Mann oder den Menstruationszyklus bei Frauen beeinflussen kann


Selten (kann 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
juckender Hautausschlag (Nesselsucht), Infektionen wie VerkĂŒhlung oder Herpes- Erkrankung (kann zu Blasenbildung rund um den Mund und an den Genitalien fĂŒhren), Appetitsteigerung, SchwarzfĂ€rbung des Stuhls (Teerstuhl), Zahnfleischbluten

Nicht bekannt (Die HĂ€ufigkeit ist auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

akute allergische Allgemeinreaktionen (anaphylaktische Reaktionen), verstÀrkte Schmerzempfindlichkeit, Ausbleiben der Regelblutung, Entzugssymptome beim Neugeborenen, Störungen des Gallenflusses, Zahnverfall

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Patienten beobachtet, die gegen das Restless-Legs-Syndrom behandelt wurden

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen, Benommenheit, Verstopfung, Übelkeit, Schwitzen, MĂŒdigkeit oder
Erschöpfung

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Appetitabnahme bis zum Appetitverlust, Schlafschwierigkeiten, Depressionen, Schwindel, Aufmerksamkeitsstörungen, (Muskel-)Zittern, Kribbeln in HĂ€nden oder FĂŒĂŸen, Sehstörungen, Drehschwindel, Hitzewallungen, Blutdruckabfall, Blutdruckanstieg, Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Erbrechen, Erhöhung der Leberwerte (Erhöhung von ALT und Gamma-GT), Juckreiz, Hautreaktionen/Hautausschlag, Schmerzen im Brustkorb, SchĂŒttelfrost, Schmerzen, DurstgefĂŒhl

Gelegentlich (kann 1 von 100 Behandelten betreffen):

vermindertes sexuelles Verlangen, plötzlich auftretende Schlafattacken, Geschmacksstörungen, Atemnot, BlĂ€hungen, Erektionsstörungen, Entzugssymptome, wie zum Beispiel Unruhe, angeschwollene HĂ€nde, Knöchel oder FĂŒĂŸe, Verletzungen durch UnfĂ€lle

Nicht bekannt (Die HĂ€ufigkeit ist auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

Überempfindlichkeitsreaktionen/allergische Reaktionen, Denkstörungen, Angst, VerwirrtheitszustĂ€nde, NervositĂ€t, Rastlosigkeit, Euphorie, Halluzinationen, AlbtrĂ€ume, KrampfanfĂ€lle (besonders bei Personen mit Epilepsie oder einer Neigung zu KrampfanfĂ€llen), ArzneimittelabhĂ€ngigkeit, sehr starke Benommenheit,
Sprechstörungen, Ohnmacht, schmerzhaftes EngegefĂŒhl im Brustkorb (Angina pectoris, insbesondere wenn Sie an Erkrankungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe leiden), Herzklopfen (Palpitationen), beschleunigter Puls, Abflachung und Verlangsamung der Atmung, Husten, laufende Nase, GĂ€hnen, VöllegefĂŒhl, Durchfall, AggressivitĂ€t,
Verdauungsstörungen, Aufstoßen, VerĂ€nderungen der ZĂ€hne, Gallenkolik, MuskelkrĂ€mpfe, Muskelzucken, Muskelschmerzen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, vermehrter Harndrang, allgemeines Unwohlsein, Gewichtsverlust, Gewichtszunahme, starkes SchwĂ€chegefĂŒhl, Energiemangel


Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt der zustĂ€ndigen Behörde anzeigen:

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel, der Etikette oder der DurchdrĂŒckpackung (Blisterpackung) nach „Verwendbar bis: 
“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht ĂŒber 25°C lagern.
Nur fĂŒr Flaschen:
Nach dem Öffnen der Flasche sind die Tabletten innerhalb von 6 Monaten zu verwenden.


Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten enthalten
Die Wirkstoffe sind: Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid

Jede Retardtablette enthÀlt 10 mg Oxycodonhydrochlorid entsprechend 9 mg Oxycodon und 5 mg Naloxonhydrochlorid als 5,45 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat entsprechend 4,5 mg Naloxon.


Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Povidon K30, Ethylcellulose, Stearylalkohol, Lactose-Monohydrat, Talkum, Magnesiumstearat

TablettenĂŒberzug:
Poly(vinylalkohol), teilweise hydrolysiert, Titandioxid (E 171), Macrogol 3350, Talkum

Wie Targin Retardtabletten aussehen und Inhalt der Packung
Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten: Weiße, lĂ€ngliche (oblonge) Tabletten mit einer LĂ€nge von 9,5 mm und einem FilmĂŒberzug und der PrĂ€gung „OXN“ auf der einen und „10“ auf der anderen Seite.

Diese Tabletten gibt es in Blisterpackungen zu 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 98 und 100 Retardtabletten oder in Flaschen mit kindersicherem Verschluss zu 100 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen und BehĂ€ltnisse in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
Mundipharma Gesellschaft m.b.H.,
A-1070 Wien
Hersteller
Fidelio Healthcare Limburg GmbH,
Mundipharmastraße 2,
65549 Limburg
Deutschland
Mundipharma DC B.V.,
Leusderend 16, 3832 RC Leusden,
Netherlands
Zulassungsnummer
1-27955


Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen
Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Belgien Targinact
Bulgarien Targin
DĂ€nemark Targin
Deutschland Targin
Estland Targinact
Finnland Targiniq
Frankreich Targinact
Irland Targin
Island Targin
Italien Targin
Kroatien Targinact
Lettland Targin
Luxemburg Targinact
Niederlande Targinact
Norwegen Targiniq
Österreich Targin
Polen Targin
Portugal Targin
Schweden Targiniq
Spanien Targin
Slowakei Targin
Slowenien Targinact
Tschechische Republik Targin
Vereinigtes Königreich Targinact
Zypern Targinact


Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im JĂ€nner 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Targin 10 mg/5 mg Retardtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Oxycodon Naloxon
Zulassungsland Österreich
Hersteller Mundipharma Gesellschaft mbH
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 15.01.2009
ATC Code N02AA55
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Opioide

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