Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension Risperidon-ratiopharm 50 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension Anwendungsgebiete Risperidon-ratiopharm wird bei …
- Wirkstoff(e)
- Risperidon
- Zulassungsinhaber
- Ratiopharm GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- N05AX08
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension angewendet?
Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Risperidon-ratiopharm 50 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Anwendungsgebiete
Risperidon-ratiopharm wird bei Erwachsenen angewendet zur Erhaltungstherapie der Schizophrenie bei Patienten, die zurzeit mit oralen Antipsychotika stabilisiert sind.
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Was ist vor der Einnahme von Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension zu beachten?
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bei Risperidon-naiven Patienten wird empfohlen, die Verträglichkeit mit oralem Risperidon zu überprüfen, bevor die Behandlung mit Risperidon-ratiopharm begonnen wird (siehe Abschnitt 4.2).
Ältere Patienten mit Demenz
Risperidon-ratiopharm wurde nicht bei älteren Patienten mit Demenz untersucht, daher ist es zur Anwendung bei dieser Patientengruppe nicht indiziert. Risperidon-ratiopharm ist nicht zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenz-Erkrankungen zusammenhängen, zugelassen.
Erhöhte Mortalität bei älteren Patienten mit Demenz
Eine Meta-Analyse von 17 kontrollierten klinischen Studien mit atypischen Antipsychotika, einschließlich oralem Risperidon, ergab, dass die Mortalität älterer Patienten mit Demenz, die mit atypischen Antipsychotika behandelt wurden, höher war als unter Placebo. In placebokontrollierten Studien mit oralem Risperidon in dieser Patientenpopulation lag die Mortalitätsinzidenz bei den mit Risperidon behandelten Patienten bei 4,0 % verglichen mit 3,1 % bei den Patienten unter Placebo. Die Odds-Ratio (genaues 95%-Konfidenzintervall) betrug 1,21 (0,7; 2,1). Das mittlere Alter der Patienten, die verstorben sind, lag bei 86 Jahren (Altersspanne 67–100). Die Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko
im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind. Anhand der unzureichenden Daten kann eine genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben werden und die Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt. Inwieweit diese Befunde einer erhöhten Mortalität in Anwendungsstudien dem Antipsychotikum oder aber bestimmten Patientenmerkmalen zuzuschreiben sind, ist unklar.
Gleichzeitige Anwendung mit Furosemid
In den placebokontrollierten Studien mit oralem Risperidon wurde bei älteren Patienten mit Demenz, die mit Furosemid plus Risperidon behandelt wurden, eine höhere Mortalitätsinzidenz (7,3 %; mittleres Alter 89 Jahre, Altersspanne 75–97 Jahre) im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein (3,1 %; mittleres Alter 84 Jahre, Altersspanne 70–96 Jahre) oder Furosemid allein (4,1 %; mittleres Alter 80 Jahre, Altersspanne 67–90 Jahre) erhalten hatten, beobachtet. Die erhöhte Mortalitätsinzidenz bei Patienten, die mit Furosemid plus Risperidon behandelt wurden, wurde in zwei von vier klinischen Studien beobachtet. Die gleichzeitige Anwendung von Risperidon und anderen Diuretika (hauptsächlich Thiazid-Diuretika, welche in niedriger Dosierung angewendet wurden) war nicht mit ähnlichen Befunden verbunden.
Ein pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieser Beobachtung konnte nicht identifiziert und kein einheitliches Muster der Todesursachen festgestellt werden. Nichtsdestoweniger ist Vorsicht angezeigt und sind Risiken und Nutzen dieser Kombination oder der gleichzeitigen Behandlung mit anderen potenten Diuretika vor Therapieentscheidung abzuwägen. Es zeigte sich keine erhöhte Mortalitätsinzidenz bei den Patienten, die andere Diuretika als begleitende Behandlung zu Risperidon erhalten hatten. Behandlungsunabhängig war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor für Mortalität und soll daher sorgfältig bei älteren Patienten mit Demenz vermieden werden.
Unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse (CVAE)
In randomisierten placebokontrollierten klinischen Studien an Patienten mit Demenz war das Risiko von zerebrovaskulären Ereignissen bei einigen atypischen Antipsychotika ungefähr um das 3-Fache erhöht. Die gepoolten Daten aus sechs placebokontrollierten Studien mit Risperidon bei hauptsächlich älteren Patienten (> 65 Jahre) mit Demenz belegten, dass CVAE (schwerwiegend und nicht schwerwiegend, kombiniert) bei 3,3 % (33/1.009) der Patienten auftraten, die mit Risperidon behandelt wurden, sowie bei 1,2 % (8/712) der mit Placebo behandelten Patienten. Die Odds-Ratio (genaues 95%-Konfidenzintervall) betrug 2,96 (1,34; 7,50). Der Mechanismus für dieses erhöhte Risiko ist nicht bekannt. Ein erhöhtes Risiko für andere Antipsychotika oder andere Patientenpopulationen kann nicht ausgeschlossen werden. Risperidon-ratiopharm sollte bei Patienten mit erhöhtem Risiko für einen Schlaganfall mit Vorsicht angewendet werden.
Orthostatische Hypotonie
Aufgrund der alpha-blockierenden Aktivität von Risperidon kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, eine (orthostatische) Hypotonie auftreten. Eine klinisch signifikante Hypotonie wurde nach Markteinführung bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon und einer blutdrucksenkenden Behandlung beobachtet. Risperidon soll bei Patienten mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt, Reizleitungsstörungen, Dehydrierung, Hypovolämie oder zerebrovaskulären Erkrankungen) nur mit Vorsicht angewendet werden. Wenn eine klinisch relevante orthostatische Hypotonie fortbesteht, soll der Nutzen gegenüber dem Risiko einer weiteren Behandlung mit Risperidon-ratiopharm abgewogen werden.
Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose
Fälle von Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose wurden unter Behandlung mit Antipsychotika, einschließlich Risperidon, berichtet. Eine Agranulozytose wurde nach Markteinführung sehr selten (< 1/10.000 Patienten) berichtet.
Patienten mit einer klinisch signifikant niedrigen Leukozytenzahl (WBC) in der Vorgeschichte oder einer Arzneimittel-induzierten Leukopenie/Neutropenie sollten während der ersten Monate der Therapie überwacht werden, und ein Absetzen von Risperidon-ratiopharm sollte bei den ersten Anzeichen eines klinisch signifikanten Abfalls der WBC in Betracht gezogen werden, wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind.
Patienten mit klinisch signifikanter Neutropenie sollten sorgfältig auf Fieber oder andere Symptome oder Anzeichen einer Infektion hin überwacht werden. Eine sofortige Behandlung sollte erfolgen, wenn solche Symptome oder Anzeichen auftreten. Bei Patienten mit einer schweren Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl < 1 x 109/l) soll Risperidon-ratiopharm abgesetzt und die WBC bis zur Erholung des Blutbildes beobachtet werden.
Tardive Dyskinesie/Extrapyramidale Symptome (TD/EPS)
Arzneimittel mit Dopaminrezeptor-antagonistischen Eigenschaften werden mit der Induktion von tardiven Dyskinesien in Verbindung gebracht, die durch unwillkürliche rhythmische Bewegungen, vor allem der Zunge und/oder des Gesichtes, charakterisiert sind. Das Auftreten extrapyramidaler Symptome ist ein Risikofaktor für tardive Dyskinesien. Wenn Anzeichen oder Symptome einer tardiven Dyskinesie auftreten, soll ein Absetzen sämtlicher Antipsychotika in Betracht gezogen werden.
Vorsicht ist geboten, wenn Patienten sowohl Psychostimulanzien (z. B. Methylphenidat) als auch Risperidon gleichzeitig erhalten, da extrapyramidale Symptome auftreten können, wenn die Behandlung mit einem oder beiden Arzneimitteln angepasst wird. Es wird ein schrittweises Absetzen der Stimulanzienbehandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)
In Verbindung mit Antipsychotika wurde über ein malignes neuroleptisches Syndrom berichtet, das durch Hyperthermie, Muskelsteifigkeit, autonome Instabilität, Bewusstseinstrübungen und erhöhte Serum-Kreatinphosphokinase-Werte gekennzeichnet ist. Zusätzliche Symptome können Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen einschließen. In einem solchem Fall sollen alle Antipsychotika, einschließlich Risperidon-ratiopharm, abgesetzt werden.
Morbus Parkinson und Demenz mit Lewy-Körperchen
Bei der Verordnung antipsychotischer Arzneimittel, einschließlich Risperidon-ratiopharm, für Patienten mit Morbus Parkinson oder Demenz mit Lewy-Körperchen (DLK) sollen Ärzte jeweils die Risiken gegenüber dem Nutzen abwägen. Der Morbus Parkinson kann sich unter Risperidon verschlimmern. Beide Gruppen können sowohl ein erhöhtes Risiko für ein malignes neuroleptisches Syndrom als auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Antipsychotika aufweisen; diese Patienten wurden aus klinischen Studien ausgeschlossen. Manifestationen dieser erhöhten Empfindlichkeit können Verwirrtheit, Abstumpfung, Gleichgewichtsstörungen mit häufigen Stürzen, zusätzlich zu extrapyramidalen Symptomen, sein.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Vor Behandlungsbeginn mit Risperidon-ratiopharm sollte die Verträglichkeit von oralem Risperidon nachgewiesen werden. Dennoch wurde nach Markteinführung bei Patienten, die vorher orales Risperidon toleriert hatten, in seltenen Fällen über eine anaphylaktische Reaktion berichtet (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).
Wenn Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, muss die Behandlung mit Risperidon-ratiopharm abgebrochen werden. Es sind allgemeine unterstützende Maßnahmen entsprechend der klinischen Symptomatik einzuleiten und der Patient ist bis zum Rückgang der Anzeichen und Symptome zu überwachen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).
Hyperglykämie und Diabetes mellitus
Während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm wurde über Hyperglykämie, Diabetes mellitus und Exazerbation eines vorbestehenden Diabetes mellitus berichtet. In einigen Fällen wurde über eine vorhergehende Zunahme des Körpergewichts berichtet, was ein prädisponierender Faktor sein kann. Verbunden damit wurde sehr selten über eine Ketoazidose und selten über ein diabetisches Koma berichtet. Eine entsprechende klinische Überwachung in Übereinstimmung mit den gültigen Richtlinien zur antipsychotischen Behandlung wird empfohlen. Patienten, die mit atypischen Antipsychotika, einschließlich Risperidon-ratiopharm, behandelt werden, sollten auf Symptome von Hyperglykämie (wie abnorm gesteigerte Trinkmenge und Durstgefühl, Polyurie, abnorm gesteigerte Nahrungsaufnahme und Schwäche) und Patienten mit Diabetes mellitus sollten regelmäßig auf eine Verschlechterung der Glucosekontrolle überwacht werden.
Gewichtszunahme
Bei der Anwendung von Risperidon wurde über eine signifikante Gewichtszunahme berichtet. Das Gewicht sollte regelmäßig überprüft werden.
Hyperprolaktinämie
Hyperprolaktinämie ist eine häufige Nebenwirkung bei der Behandlung mit Risperidon. Es wird eine Überwachung des Prolaktin-Plasmaspiegels empfohlen, wenn Patienten Anzeichen von möglicherweise Prolaktin-assoziierten Nebenwirkungen aufweisen (z. B. Gynäkomastie, Menstruationsstörungen, Anovulation, Fertilitätsstörungen, verminderte Libido, Erektionsstörungen, Galaktorrhö).
Studien an Gewebekulturen deuten darauf hin, dass ein Zellwachstum bei humanen Tumoren der Brust durch Prolaktin stimuliert werden kann. Obwohl bislang in klinischen und epidemiologischen Studien keine klare Assoziation mit der Anwendung von Antipsychotika gezeigt werden konnte, ist bei Patienten mit entsprechender medizinischer Vorgeschichte Vorsicht geboten. Risperidon-ratiopharm soll bei Patienten mit vorbestehender Hyperprolaktinämie und bei Patienten mit möglicherweise prolaktinabhängigen Tumoren mit Vorsicht angewendet werden.
QT-Verlängerung
Nach Markteinführung wurde sehr selten über eine Verlängerung des QT-Intervalls berichtet. Wie bei anderen Antipsychotika ist Vorsicht geboten, wenn Risperidon Patienten mit bekannten kardiovaskulären Erkrankungen, einer QT-Verlängerung in der Familienanamnese, Bradykardie oder Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) verordnet wird, weil dadurch das Risiko arrhythmogener Wirkungen erhöht werden kann. Bei Kombination mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, ist ebenfalls Vorsicht geboten.
Krampfanfälle
Bei Patienten mit Krampfanfällen oder sonstigen Erkrankungen in der Anamnese, die potentiell die Anfallsschwelle herabsetzen können, soll Risperidon-ratiopharm mit Vorsicht angewendet werden.
Priapismus
Aufgrund der alpha-adrenerg blockierenden Wirkung kann unter der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm Priapismus auftreten.
Regulierung der Körpertemperatur
Störungen der Fähigkeit des Körpers, seine Kerntemperatur zu senken, wurden mit Antipsychotika in Verbindung gebracht. Eine entsprechende Sorgfalt empfiehlt sich daher bei der Verordnung von Risperidon-ratiopharm für Patienten, bei denen es umständehalber zu einem Anstieg der Körpertemperatur kommen kann, z. B. durch intensive körperliche Betätigung, extreme Hitzeeinwirkung, gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln mit anticholinerger Wirkung oder durch Dehydrierung.
Venöse Thromboembolie
Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden.
Intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom
Bei Patienten, die mit Arzneimitteln mit alpha-1a-adrenerg antagonistischer Wirkung, einschließlich Risperidon, behandelt wurden, wurde während Kataraktoperationen ein intraoperatives Floppy-Iris- Syndrom (IFIS) beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Ein IFIS kann das Risiko von Komplikationen am Auge während und nach der Operation erhöhen. Die derzeitige oder frühere Anwendung von Arzneimitteln mit alpha-1a-adrenerg antagonistischer Wirkung sollte dem Ophthalmologen vor dem Eingriff mitgeteilt werden. Der potentielle Nutzen des Absetzens einer alpha-1-blockierenden Therapie vor einer Kataraktoperation ist nicht erwiesen und muss gegen das Risiko des Absetzens der antipsychotischen Therapie abgewogen werden.
Antiemetische Wirkung
In präklinischen Studien mit Risperidon wurde eine antiemetische Wirkung beobachtet. Diese Wirkung kann, falls sie beim Menschen auftritt, die Anzeichen und Symptome einer Überdosierung bestimmter Arzneimittel oder bestimmter Erkrankungen wie gastrointestinale Obstruktion, Reye- Syndrom und eines Hirntumors verschleiern.
Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion
Risperidon-ratiopharm wurde nicht bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz untersucht, obwohl orales Risperidon untersucht worden ist. Risperidon-ratiopharm sollte in dieser Patientengruppe mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Anwendung
Vorsicht ist geboten, um eine versehentliche Injektion von Risperidon-ratiopharm in ein Blutgefäß zu vermeiden.
Sonstige Bestandteile
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Die gesamte Packung im Kühlschrank (2 °C – 8 °C) lagern.
Wenn eine Lagerung im Kühlschrank nicht möglich ist, kann Risperidon-ratiopharm vor der Anwendung bis zu 7 Tage bei einer Temperatur nicht über 25 °C gelagert werden.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Wichtige Informationen
Die Schritt-für-Schritt-Hinweise zur Handhabung von Risperidon-ratiopharm erfordern besondere Aufmerksamkeit, um eine erfolgreiche Anwendung sicherzustellen.
Benutzen Sie die mitgelieferten Komponenten
Die Komponenten in dieser Packung sind speziell für die Anwendung mit Risperidon-ratiopharm entwickelt worden. Risperidon-ratiopharm darf nur mit dem Lösungsmittel aus dieser Packung rekonstituiert werden.
KEINE Komponenten aus dieser Packung austauschen.
Die rekonstituierte Suspension nicht aufbewahren
Die Dosis schnellstmöglich nach der Rekonstitution verabreichen, um ein Absetzen der Suspension zu verhindern.
Richtige Dosierung
Um die beabsichtigte Dosis von Risperidon-ratiopharm zu verabreichen, muss der gesamte Inhalt der Durchstechflasche verabreicht werden.
ZUR EINMALIGEN ANWENDUNG
Nicht wiederverwenden
Medizinprodukte benötigen spezielle Materialeigenschaften, um wie beabsichtigt zu funktionieren. Diese Eigenschaften wurden nur für die einmalige Anwendung geprüft. Jeder Versuch, das Medizinprodukt für eine spätere Wiederverwendung aufzubereiten, kann sich nachteilig auf die Unversehrtheit des Medizinprodukts auswirken oder zu einer Verschlechterung der Funktionsfähigkeit führen.
Inhalt der Einzelpackung
| Schritt 1 | Zusammenbau der Komponenten |
| Entnahme der | Durchstechflaschen-Adapter mit der Durchstechflasche verbinden |
| Packung |
| Warten Sie | Kappe von der | Vorbereiten des | Verbinden des |
| 30 Minuten | Durchstechflasche | Durchstechflaschen- | Adapters mit der |
| entfernen | Adapters | Durchstechflasche | |
| Vor der Rekonstitution | |||
| 1 Packung aus dem | Ziehen Sie die farbige | Öffnen Sie die | Stellen Sie die |
| Kühlschrank nehmen | Kappe von der | Blisterpackung und | Durchstechflasche auf |
| und mindestens | Durchstechflasche ab. | entnehmen Sie den | eine feste Fläche und |
| 30 Minuten bei | Durchstechflaschen- | halten Sie sie an der | |
| Raumtemperatur stehen | Wischen Sie das | Adapter, indem Sie ihn | Basis fest. Richten Sie |
| lassen. | Oberteil des grauen | zwischen der weißen | den Adapter mittig über |
| Stopfens mit einem | Luer-Kappe und der | dem grauen | |
| Nicht auf andere Weise | Alkoholtupfer ab. | Ummantelung halten. | Gummistopfen aus. |
| erwärmen. | Drücken Sie den | ||
| An der Luft trocknen | Berühren Sie | Adapter senkrecht auf | |
| lassen. | keinesfalls den Dorn | die Oberseite der | |
| oder das Luer- | Durchstechflasche, bis | ||
| Nicht den grauen | Verbindungsstück. Dies | er sicher mit einem | |
| Gummistopfen | führt zur | hörbaren „Klick“ auf | |
| entfernen. | Kontamination. | der Durchstechflasche | |
| einrastet. | |||
| Den Adapter nicht | |||
| schräg aufsetzen, sonst | |||
| kann Lösungsmittel bei | |||
| der Überführung in die | |||
| Durchstechflasche | |||
| auslaufen. | |||
Verbinden der Fertigspritze mit dem Durchstechflaschen-Adapter
| Verbindungsstelle | Die richtige | Entfernen der Kappe | Verbinden der Spritze |
| abtupfen | Handhaltung | mit dem Adapter | |
| Halten Sie die Spritze | |||
| Durchstechflasche | Halten Sie die Spritze | an der weißen | Halten Sie den Adapter |
| aufrecht stellen, um ein | an der weißen | Manschette und | an der Ummantelung |
| Auslaufen zu | Manschette an der | brechen Sie die weiße | fest, um ein Verdrehen |
| verhindern. | Spritzenspitze. | Kappe ab. | zu vermeiden. |
| Durchstechflasche an | Die Spritze während | Die weiße Kappe nicht | Während Sie die weiße |
| der Basis festhalten | des Zusammenbaus | drehen oder | Manschette der Spritze |
| und Luer-Verbindungs- | nicht am gläsernen | abschneiden. | festhalten, stecken und |
| stück (blauer Kreis) des | Spritzenkörper | drücken Sie die | |
| Durchstechflaschen- | festhalten. | Die Spritzenspitze | Spritzenspitze in den |
| Adapters mit einem | nicht berühren. Dies | blauen Kreis des | |
| Alkoholtupfer | führt zur | Adapters und drehen | |
| abwischen. Vor dem | Kontamination. | sie im Uhrzeigersinn, | |
| Anbringen der Spritze | um die Spritze sicher | ||
| trocknen lassen. | mit dem Adapter zu | ||
| verbinden (Überdrehen | |||
| Nicht schütteln. | vermeiden). | ||
| Luer-Verbindungsstück | Die Spritze nicht am | ||
| auf dem Adapter nicht | gläsernen | ||
| berühren. Dies führt | Spritzenkörper | ||
| zur Kontamination. | festhalten. | ||
| Die abgebrochene | Dies kann zur | ||
| Lockerung oder | |||
| Kappe kann entsorgt | |||
| Ablösung der weißen | |||
| werden. | |||
| Manschette führen. | |||
| Lösungsmittel injizieren | Mischen der | Überführen der | Entfernen des | |
| Mikrosphären- | Suspension in die | Adapters | ||
| Injizieren Sie den gesamten | Partikel mit dem | Spritze | ||
| Inhalt des Lösungsmittels | Lösungsmittel | Während Sie die weiße | ||
| in die Durchstechflasche. | Drehen Sie die | Manschette der Spritze | ||
| Während Sie den | Durchstechflasche | halten, schrauben Sie | ||
| Spritzenkolben | komplett um. | die Spritze vom | ||
| heruntergedrückt | Ziehen Sie langsam | Adapter ab. | ||
| halten, schütteln Sie | den Spritzenkolben | |||
| die Durchstechflasche | nach unten, um den | Entsorgen Sie sowohl | ||
| für mindestens | gesamten Inhalt aus | die Durchstechflasche | ||
| 10 Sekunden lang | der Durchstechflasche | als auch den Adapter | ||
| kräftig, wie dargestellt. | in die Spritze zu | sachgemäß. | ||
| überführen. | ||||
| Überprüfen Sie die | ||||
| Suspension. | ||||
| Wenn die Suspension | ||||
| richtig vermischt ist, | ||||
| erscheint sie homogen, | ||||
| dickflüssig und milchig. | ||||
| Die Mikrosphären- | ||||
| Partikel sind in der | ||||
| Flüssigkeit sichtbar. | ||||
| Fahren Sie sofort mit | ||||
| dem nächsten Schritt | ||||
| fort, damit sich die | ||||
| Suspension nicht | ||||
| absetzt. | ||||
| Schritt 3 | Anbringen der Nadel | ||
| Wählen der geeigneten Nadel | Anbringen der Nadel | Erneutes Suspendieren der |
| Mikrosphären-Partikel | ||
| Wählen Sie die Nadel | Öffnen Sie die Blisterpackung | |
| entsprechend der Injektionsstelle | teilweise und ergreifen Sie | Die Blisterpackung vollständig |
| aus (gluteal oder deltoidal). | damit die Nadel an der Basis, | entfernen. |
| wie dargestellt. | ||
| Schütteln Sie die Spritze | ||
| Während Sie die weiße | nochmals kräftig direkt vor der | |
| Manschette der Spritze | Injektion, da sich die | |
| festhalten, verbinden Sie die | Mikrosphären-Partikel etwas | |
| Spritze mit dem Luer- | abgesetzt haben. | |
| Verbindungsstück der Nadel | ||
| durch eine kräftige Bewegung | ||
| im Uhrzeigersinn, bis sie | ||
| festsitzt. | ||
| Nicht das Luer- | ||
| Verbindungsstück der Nadel | ||
| berühren. Dies führt zur | ||
| Kontamination. |
| Entfernen der | Entfernen von | Injektion | Sichern der | Richtiges | |
| transparenten | Luftblasen | Nadel in der | Entsorgen der | ||
| Nadelschutzkappe | Injizieren Sie | Schutzvor- | Nadeln | ||
| Halten Sie die | sofort den | richtung | |||
| Kippen Sie die | Spritze aufrecht | gesamten Inhalt | Prüfen Sie, ob die | ||
| Nadelschutzvor- | und tippen Sie | der Spritze | Legen Sie die | Nadelschutzvor- | |
| richtung zurück in | sie leicht an, um | intramuskulär | Nadelschutzvor- | richtung | |
| Richtung der | evtl. Luftblasen | (i.m.) in den | richtung mit einer | vollständig | |
| Spritze, wie | an die | ausgewählten | Hand in einem | eingerastet ist. | |
| dargestellt. | Oberfläche | Gluteal- oder | 45°-Winkel auf | ||
| steigen zu lassen. | Deltamuskel des | eine harte, ebene | Entsorgen Sie die | ||
| Halten Sie die | Patienten. | Fläche. Drücken | Nadel in einem | ||
| weiße Manschette | Entfernen Sie die | Sie mit einer | sicheren | ||
| der Spritze fest und | Luft aus der | Eine gluteale | kräftigen, | Behältnis. | |
| ziehen Sie | Spritze durch | Injektion sollte in | schnellen | ||
| vorsichtig die | vorsichtiges und | den oberen | Bewegung nach | Entsorgen Sie | |
| transparente | langsames | äußeren | unten, bis die | auch die nicht | |
| Nadelschutzkappe | Hereindrücken | Quadranten des | Nadel ganz in der | benutzte Nadel, | |
| gerade von der | des | Glutealbereichs | Schutzvorrichtung | die in der Packung | |
| Nadel ab. | Spritzenkolbens. | erfolgen. | eingerastet ist. | mitgeliefert | |
| wurde. | |||||
| Die transparente | Nicht intravenös | Um | |||
| Nadelschutzkappe | anwenden. | Nadelstichver- | |||
| nicht drehen, da | letzungen | ||||
| sich sonst das | vorzubeugen: | ||||
| Luer- | |||||
| Verbindungsstück | Nicht beide | ||||
| lockern kann. | Hände benutzen. | ||||
| Nicht absichtlich | |||||
| die Nadelschutz- | |||||
| vorrichtung | |||||
| abziehen oder | |||||
| falsch handhaben. | |||||
| Nicht versuchen, | |||||
| die Nadel | |||||
| geradezubiegen | |||||
| oder die | |||||
| Nadelschutzvor- | |||||
| richtung | |||||
| einzurasten, wenn | |||||
| die Nadel | |||||
| verbogen oder | |||||
| beschädigt ist. | |||||
Wie wird Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension angewendet?
Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Erwachsene
Anfangsdosis:
Für die meisten Patienten beträgt die empfohlene Dosis 25 mg intramuskulär alle zwei Wochen. Für Patienten mit einer feststehenden Dosis von oralem Risperidon über zwei Wochen oder mehr soll das folgende Umstellungsschema beachtet werden. Patienten, die mit einer Dosis von 4 mg oder weniger oralem Risperidon behandelt wurden, sollen 25 mg Risperidon-ratiopharm erhalten, während für Patienten, die mit höheren oralen Dosen behandelt wurden, eine höhere Dosis Risperidon-ratiopharm von 37,5 mg in Betracht gezogen werden soll.
Wenn Patienten derzeit kein orales Risperidon einnehmen, soll die Dosierung der oralen Vorbehandlung bei der Wahl der i.m.-Anfangsdosis berücksichtigt werden. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 25 mg Risperidon-ratiopharm alle zwei Wochen. Bei Patienten, die mit höheren oralen Dosen von Antipsychotika behandelt wurden, sollte eine höhere Dosis Risperidon-ratiopharm von 37,5 mg in Betracht gezogen werden.
Während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt (siehe Abschnitt 5.2), muss eine ausreichende antipsychotische Versorgung mit oralem Risperidon oder dem bisherigen Antipsychotikum sichergestellt werden.
Risperidon-ratiopharm darf bei akuter Exazerbation einer Schizophrenie während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt, ohne die Sicherstellung einer hinreichenden antipsychotischen Versorgung mit oralem Risperidon oder dem bisherigen Antipsychotikum nicht angewendet werden.
Erhaltungsdosis:
Für die meisten Patienten beträgt die empfohlene Dosis 25 mg intramuskulär alle zwei Wochen. Einige Patienten können von höheren Dosen von 37,5 mg oder 50 mg profitieren. Eine Dosiserhöhung soll nicht öfter als alle 4 Wochen vorgenommen werden. Die Auswirkung dieser Dosisanpassung ist nicht eher als 3 Wochen nach der ersten Injektion mit der höheren Dosis zu erwarten. In klinischen Studien mit 75 mg wurde kein zusätzlicher Nutzen beobachtet. Dosierungen über 50 mg alle
2 Wochen werden nicht empfohlen.
Ältere Patienten
Es ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die empfohlene Dosis beträgt 25 mg intramuskulär alle zwei Wochen. Bei Patienten, die derzeit nicht mit oralem Risperidon behandelt werden, ist die empfohlene Dosis 25 mg Risperidon-ratiopharm alle zwei Wochen. Für Patienten mit einer feststehenden Dosis oralem Risperidon über zwei Wochen oder mehr soll das folgende Umstellungsschema beachtet werden. Patienten, die mit einer Dosis von 4 mg oder weniger oralem Risperidon behandelt wurden, sollen 25 mg Risperidon-ratiopharm erhalten, während für Patienten, die mit höheren oralen Dosen behandelt wurden, eine höhere Dosis Risperidon-ratiopharm von 37,5 mg in Betracht gezogen werden soll.
Während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt (siehe Abschnitt 5.2), muss eine ausreichende antipsychotische Versorgung sichergestellt werden. Es liegen nur begrenzt klinische Daten von Risperidon-ratiopharm bei älteren Patienten vor. Risperidon-ratiopharm soll bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden.
Einschränkung der Leber-und Nierenfunktion
Risperidon-ratiopharm wurde nicht bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion untersucht.
Wenn Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion mit Risperidon-ratiopharm behandelt werden sollen, wird eine Anfangsdosis von zweimal täglich 0,5 mg oralem Risperidon während der ersten Woche empfohlen. In der zweiten Woche kann 1 mg zweimal täglich oder 2 mg einmal täglich gegeben werden. Wenn eine tägliche orale Gesamtdosis von mindestens 2 mg gut vertragen wird, kann eine Injektion von 25 mg Risperidon-ratiopharm alle 2 Wochen verabreicht werden.
Während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt (siehe Abschnitt 5.2), muss eine ausreichende antipsychotische Versorgung sichergestellt werden.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Risperidon-ratiopharm bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Risperidon-ratiopharm soll alle zwei Wochen tief intramuskulär unter Verwendung der entsprechenden Sicherheitsnadel in den Delta- oder Glutealmuskel injiziert werden. Für die deltoidale Anwendung benutzen Sie die 1-Inch-Kanülen abwechselnd in einen der beiden Arme. Für die gluteale Anwendung benutzen Sie die 2-Inch-Kanülen abwechselnd in eine der beiden Gesäßhälften. Nicht intravenös anwenden (siehe Abschnitte 4.4 und 6.6).
Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überdosierung
Da eine Überdosis bei parenteral angewendeten Arzneimitteln weniger wahrscheinlich ist als bei oral angewendeten Arzneimitteln, werden Informationen zur oralen Anwendung dargestellt.
Symptome
Im Allgemeinen wurden Anzeichen und Symptome berichtet, die sich aus einer Verstärkung der bekannten pharmakologischen Wirkungen von Risperidon ergeben. Diese umfassen Benommenheit
und Sedierung, Tachykardie und Hypotonie und extrapyramidale Symptome. Bei Überdosierung wurden QT-Verlängerung und Konvulsionen berichtet. Über Torsade de Pointes wurde in Zusammenhang mit einer kombinierten Überdosis von oralem Risperidon und Paroxetin berichtet.
Im Fall einer akuten Überdosierung sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass noch andere Arzneimittel beteiligt sind.
Behandlung
Die Atemwege sind freizumachen und offenzuhalten und eine ausreichende Sauerstoffversorgung und Beatmung ist sicherzustellen. Es ist sofort mit einer Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion zu beginnen, und diese soll auch eine kontinuierliche Ableitung des EKGs einschließen, um mögliche Arrhythmien zu erfassen.
Es gibt kein spezifisches Antidot für Risperidon. Daher sollten geeignete unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden. Hypotonie und Kreislaufkollaps sollen mit entsprechenden Maßnahmen, wie intravenöser Flüssigkeitszufuhr und/oder Sympathomimetika, behandelt werden. Im Fall von schweren extrapyramidalen Symptomen sollen Anticholinergika angewendet werden. Eine engmaschige Überwachung und Kontrolle soll bis zur Wiederherstellung des Patienten fortgesetzt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Die Wechselwirkungen von Risperidon Depot-Injektionssuspension mit gleichzeitig angewendeten anderen Arzneimitteln wurden nicht systematisch untersucht. Die in diesem Abschnitt beschriebenen Daten zu Arzneimittelwechselwirkungen basieren auf Studien mit oral angewendetem Risperidon.
Pharmakodynamische Wechselwirkungen
Arzneimittel, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern
Wie bei anderen Antipsychotika ist Vorsicht geboten, wenn Risperidon mit Arzneimitteln verordnet wird, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie z. B. Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Propafenon, Amiodaron, Sotalol), trizyklische Antidepressiva (d. h. Amitriptylin), tetrazyklische Antidepressiva (d. h. Maprotilin), einige Antihistaminika, andere Antipsychotika, einige Malaria-Mittel (d. h. Chinin und Mefloquin) und mit anderen Arzneimitteln, die einen unausgeglichenen Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) oder Bradykardie verursachen, oder solche, die den hepatischen Metabolismus von Risperidon hemmen. Die Auflistung ist beispielhaft und nicht vollständig.
Zentral wirkende Arzneimittel und Alkohol
Aufgrund eines erhöhten Risikos einer Sedierung soll Risperidon in Kombination mit anderen zentral wirkenden Substanzen, insbesondere mit Alkohol, Opiaten, Antihistaminika und Benzodiazepinen, mit Vorsicht angewendet werden.
Levodopa und Dopamin-Agonisten
Risperidon-ratiopharm kann die Wirkung von Levodopa und anderen Dopamin-Agonisten antagonisieren. Wenn diese Kombination als notwendig erachtet wird, insbesondere im Endstadium von Morbus Parkinson, soll die niedrigste effektive Dosis bei jeder Behandlung verordnet werden.
Arzneimittel mit blutdrucksenkender Wirkung
Nach Markteinführung wurde eine klinisch signifikante Hypotonie bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon und einer blutdrucksenkenden Behandlung beobachtet.
Psychostimulanzien
Die gleichzeitige Anwendung von Psychostimulanzien (z. B. Methylphenidat) mit Risperidon kann bei einer Veränderung einer oder beider Behandlungen zu extrapyramidalen Symptomen führen (siehe Abschnitt 4.4).
Pharmakokinetische Wechselwirkungen
Risperidon wird hauptsächlich über CYP2D6 und in geringerem Maße über CYP3A4 metabolisiert. Sowohl Risperidon als auch sein aktiver Metabolit 9-Hydroxy-Risperidon sind Substrate des F-Glykoproteins (P-gp). Wirkstoffe, die die CYP2D6-Aktivität verändern oder die CYP3A4- und/oder P-gp-Aktivität stark hemmen oder induzieren, können die Pharmakokinetik der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons beeinflussen.
Starke CYP2D6-Inhibitoren
Eine gleichzeitige Anwendung von Risperidon-ratiopharm mit starken CYP2D6-Inhibitoren kann die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nur in geringem Ausmaß die der aktiven antipsychotischen Fraktion, erhöhen. Höhere Dosen eines starken CYP2D6-Inhibitors können die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen (z. B. Paroxetin,
siehe unten). Es wird erwartet, dass andere CYP2D6-Inhibitoren, wie Chinidin, die Risperidon- Plasmakonzentrationen in gleicher Weise beeinflussen können. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Paroxetin, Chinidin oder anderer starker CYP2D6-Inhibitoren, besonders bei hohen Dosen, begonnen oder beendet wird, soll der Arzt die Dosierung von Risperidon-ratiopharm neu bewerten.
CYP3A4- und/oder F-gp-Inhibitoren
Eine gleichzeitige Anwendung von Risperidon-ratiopharm mit einem starken CYP3A4- und/oder F-gp-Inhibitor kann die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erheblich erhöhen. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol oder eines anderen starken CYP3A4- und/oder P-gp-Inhibitors begonnen oder beendet wird, soll der Arzt die Dosierung von Risperidon-ratiopharm neu bewerten.
CYP3A4- und/oder F-gp-Induktoren
Eine gleichzeitige Anwendung von Risperidon-ratiopharm mit einem starken CYP3A4- und/oder F-gp-Induktor kann die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons vermindern. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin oder eines anderen starken CYP3A4- und/oder P-gp-Induktors begonnen oder beendet wird, soll der Arzt die Dosierung von Risperidon-ratiopharm neu bewerten. Die Wirkung von CYP3A4-Induktoren ist zeitabhängig und es kann nach Beginn der Anwendung mindestens 2 Wochen dauern, bis die maximale Wirkung erreicht wird. Umgekehrt kann es nach dem Absetzen der Behandlung mindestens 2 Wochen dauern, bis die CYP3A4-Induktion zurückgegangen ist.
Arzneimittel mit hoher Plasmaproteinbindung
Wenn Risperidon-ratiopharm zusammen mit Arzneimitteln mit hoher Plasmaproteinbindung angewendet wird, findet keine klinisch relevante gegenseitige Verdrängung der Arzneimittel von den Plasmaproteinen statt.
Bei Komedikation sollte die entsprechende Produktinformation konsultiert werden, um sich über den Stoffwechselweg und eine möglicherweise notwendige Dosisanpassung zu informieren.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt. Die Relevanz der Ergebnisse dieser Studien für Kinder und Jugendliche ist nicht bekannt.
Beispiele
Im Folgenden sind Beispiele von Arzneimitteln aufgeführt, die möglicherweise interagieren könnten oder bei denen keine Interaktion mit Risperidon nachgewiesen wurde:
Wirkung anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Risperidon
Antibiotika:
- Erythromycin, ein mäßiger CYP3A4- und ein P-gp-Inhibitor, verändert die Pharmakokinetik von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion nicht.
- Rifampicin, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Induktor, vermindert die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion.
Cholinesterasehemmer:
• Donepezil und Galantamin, beide CYP2D6-und CYP3A4-Substrate, zeigen keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion.
Antiepileptika:
- Es wurde gezeigt, dass Carbamazepin, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Induktor, die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons vermindert. Ähnliche Effekte könnten z. B. bei Phenytoin und Phenobarbital, die ebenfalls sowohl CYP3A4-Leberenzyme als auch P-gp induzieren, beobachtet werden.
- Topiramat verminderte geringfügig die Bioverfügbarkeit von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion. Daher ist diese Wechselwirkung vermutlich nicht klinisch relevant.
Antimykotika:
- Itraconazol, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Inhibitor, erhöhte bei einer Dosis von 200 mg/Tag und Risperidondosen von 2 bis 8 mg/Tag die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion um ca. 70 %.
- Ketoconazol, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Inhibitor, erhöhte bei einer Dosis von 200 mg/Tag die Plasmakonzentrationen von Risperidon und verminderte die Plasmakonzentrationen von 9-Hydroxy-Risperidon.
Antipsychotika:
• Phenothiazine können die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen.
Antivirale Mittel:
• Proteaseinhibitoren: Es liegen keine formalen Studiendaten vor; da jedoch Ritonavir ein starker CYP3A4-Inhibitor und ein schwacher CYP2D6-Inhibitor ist, können Ritonavir und Ritonavir- geboosterte Proteaseinhibitoren potentiell die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen.
Betablocker:
• Einige Betablocker können die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen.
Calciumkanalblocker:
• Verapamil, ein mäßiger CYP3A4- und ein F-gp-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentrationen von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion.
Arzneimittel gegen gastrointestinale Erkrankungen:
• H2-Rezeptorantagonisten: Cimetidin und Ranitidin, beide schwache CYP2D6- und CYP3A4- Inhibitoren, erhöhen die Bioverfügbarkeit von Risperidon, aber nur geringfügig die der aktiven antipsychotischen Fraktion.
SSRI und trizyklische Antidepressiva:
- Fluoxetin, ein starker CYP2D6-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nur in geringem Ausmaß die der aktiven antipsychotischen Fraktion.
- Paroxetin, ein starker CYP2D6-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber bei Dosen bis zu 20 mg/Tag nur in geringerem Ausmaß die der aktiven antipsychotischen Fraktion. Höhere Dosen von Paroxetin könnten jedoch die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen.
- Trizyklische Antidepressiva können die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen. Amitriptylin beeinflusst die Pharmakokinetik von Risperidon oder der aktiven antipsychotischen Fraktion nicht.
- Sertralin, ein schwacher CYP2D6-Inhibitor, und Fluvoxamin, ein schwacher CYP3A4-Inhibitor, sind bei Dosen bis zu 100 mg/Tag nicht mit klinisch signifikanten Änderungen der Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons assoziiert. Sertralin- oder Fluvoxamin-Dosen von mehr als 100 mg/Tag könnten jedoch die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen.
Wirkung von Risperidon auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
Antiepileptika:
• Risperidon zeigt keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Valproat oder Topiramat.
Antipsychotika:
• Aripiprazol, ein CYP2D6- und CYP3A4-Substrat: Risperidontabletten oder -injektionen hatten keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik der Summe aus Aripiprazol und seines aktiven Metaboliten Dehydroaripiprazol.
Digitalisglykoside:
- Risperidon zeigt keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Digoxin. Lithium:
- Risperidon zeigt keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Lithium. Gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit Furosemid
- Siehe Abschnitt 4.4 bezüglich der erhöhten Mortalität bei älteren Patienten mit Demenz, die gleichzeitig Furosemid erhalten.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Risperidon bei Schwangeren vor. Risperidon erwies sich in tierexperimentellen Studien als nicht teratogen; es wurden jedoch andere Arten einer Reproduktionstoxizität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschließlich Risperidon-ratiopharm) exponiert sind, besteht das Risiko von Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können. Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.
Risperidon-ratiopharm darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.
Stillzeit
In tierexperimentellen Studien werden Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon in die Milch ausgeschieden. Es wurde gezeigt, dass Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon in geringen Mengen auch in die menschliche Muttermilch ausgeschieden werden. Es liegen keine Daten zu Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen vor. Daher ist der Vorteil des Stillens gegen die potentiellen Risiken für das Kind abzuwägen.
Fertilität
Wie auch andere Arzneimittel, die Dopamin-D2-Rezeptoren antagonisieren, erhöht Risperidon-ratiopharm den Prolaktinspiegel. Eine Hyperprolaktinämie kann hypothalamisches GnRH unterdrücken, was zu einer reduzierten Gonadotropinsekretion der Hypophyse führt. Dies kann in der Folge durch Beeinträchtigung der gonadalen Steroidgenese sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Reproduktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Es wurden in den präklinischen Studien keine relevanten Effekte beobachtet.
Nebenwirkungen
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (Häufigkeit ≥ 1/10) sind: Schlaflosigkeit, Angst, Kopfschmerzen, Infektion der oberen Atemwege, Parkinsonismus und Depression.
Die dem Anschein nach dosisabhängigen Nebenwirkungen schließen Parkinsonismus und Akathisie ein.
Schwerwiegende Reaktionen an der Injektionsstelle einschließlich Nekrose an der Injektionsstelle, Abszess, Cellulitis, Ulkus, Hämatom, Zyste und Nodulus wurden nach Markteinführung berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Vereinzelte Fälle erforderten einen chirurgischen Eingriff.
Nachstehend aufgeführt ist eine vollständige Auflistung der im Rahmen klinischer Studien und nach Markteinführung gemeldeten Nebenwirkungen mit Risperidon, wobei die Häufigkeitskategorie nach
klinischen Studien mit Risperidon berechnet wurde. Hierbei werden die folgenden Begriffe und
Häufigkeiten verwendet: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000,
< 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
| Systemorgan- | Nebenwirkung | ||||||
| klasse | Häufigkeit | ||||||
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlich | Selten | Sehr | Nicht | ||
| selten | bekannt | ||||||
| Infektionen | Infektion der | Pneumonie, | Atemwegsinfektion | ||||
| und parasitäre | oberen | Bronchitis, | , Cystitis, | ||||
| Erkrankungen | Atemwege | Sinusitis, | Ohrinfektion, | ||||
| Harnwegsinfek- | Augeninfektion, | ||||||
| tion, Influenza | Tonsillitis, | ||||||
| Onychomykose, | |||||||
| Cellulitis, Infektion, | |||||||
| lokalisierte | |||||||
| Infektion, virale | |||||||
| Infektion, | |||||||
| Acarodermatitis, | |||||||
| subkutaner Abszess | |||||||
| Erkrankungen | Anämie | Leukozytenzahl | Agranulozytosec, | ||||
| des Blutes und | erniedrigt, | Neutropenie, | |||||
| des Lymph- | Thrombozytopenie, | Eosinophilenzahl | |||||
| systems | Hämatokrit | erhöht | |||||
| reduziert | |||||||
| Erkrankungen | Überempfindlichkei | anaphylaktische | |||||
| des Immun- | t | Reaktionc | |||||
| systems | |||||||
| Endokrine | Hyperprolak- | Glucose im Urin | inadäquate | ||||
| Erkrankungen | tinämiea | Sekretion des | |||||
| antidiuretischen | |||||||
| Hormons | |||||||
| Stoffwechsel- | Hyperglykämie, | Diabetes mellitusb, | Wasser- | diabetische | |||
| und | Gewichtszunahme, | Anorexie, | Intoxikationc, | Ketoazi- | |||
| Ernährungs- | gesteigerter | Triglyzeride erhöht, | Hypoglykämie, | dose | |||
| störungen | Appetit, | Cholesterin erhöht | Hyperinsulinämie | ||||
| Gewichtsabnahme, | c, Polydipsie | ||||||
| verminderter | |||||||
| Appetit | |||||||
| Psychiatrische | Schlaflosig- | Schlafstörungen, | Manie, | Katatonie, | |||
| Erkrankungen | keitd, | Agitiertheit, | Verwirrtheit, | Schlafwandeln, | |||
| Depression, | verminderte | Anorgasmie, | schlafbezogene | ||||
| Angst | Libido | Nervosität, | Essstörung, | ||||
| Albträume | Abstumpfung | ||||||
| Erkrankungen | Parkinsonis- | Sedierung/Som- | tardive Dyskinesie, | malignes | |||
| des | musd, | nolenz, Akathisied, | zerebrale Ischämie, | neuroleptisches | |||
| Nervensystems | Kopfschmer- | Dystonied, | Bewusstlosigkeit, | Syndrom, | |||
| zen | Schwindel, | Konvulsiond, | zerebrovaskuläre | ||||
| Dyskinesied, | Synkope, | Störung, fehlende | |||||
| Tremor | psychomotorische | Reaktion auf | |||||
| Hyperaktivität, | Stimuli, | ||||||
| Gleichgewichts- | verminderter | ||||||
| störung, anomale | Bewusstseinsgrad, | ||||||
| Koordination, | diabetisches | ||||||
| posturaler | Koma, Titubation | ||||||
| Schwindel, | des Kopfes | ||||||
| Aufmerksamkeits- | |||||||
| störung, Dysarthrie, | |||||||
| Dysgeusie, | |||||||
| Hypästhesie, | |||||||
| Parästhesie |
| Augenerkran- | verschwommenes | Konjunktivitis, | Okklusion der | |||
| kungen | Sehen | trockenes Auge, | retinalen Arterie, | |||
| erhöhter | Glaukom, Störung | |||||
| Tränenfluss, | der | |||||
| okulare Hyperämie | Augenbewegung, | |||||
| Augenrollen, | ||||||
| Photophobie, | ||||||
| Verkrustung des | ||||||
| Lidrandes, | ||||||
| Floppy-Iris- | ||||||
| Syndrom | ||||||
| (intraoperativ)c | ||||||
| Erkrankungen | Vertigo, Tinnitus, | |||||
| des Ohrs und | Ohrenschmerzen | |||||
| des | ||||||
| Labyrinths | ||||||
| Herzerkran- | Tachykardie | Vorhofflimmern, | Sinusarrhythmie | |||
| kungen | AV-Block, | |||||
| Erregungsleitungs- | ||||||
| störungen, QT- | ||||||
| Verlängerung im | ||||||
| EKG, Bradykardie, | ||||||
| EKG- | ||||||
| Veränderungen, | ||||||
| Palpitationen | ||||||
| Gefäßerkran- | Hypotonie, | orthostatische | Lungenembolie, | |||
| kungen | Hypertonie | Hypotonie | Venenthrombose, | |||
| Erröten | ||||||
| Erkrankungen | Dyspnoe, | Hyperventilation, | Schlaf-Apnoe- | |||
| der Atemwege, | pharyngolaryn- | Kongestion der | Syndrom, | |||
| des | gealer Schmerz, | Atemwege, | Aspirationspneum | |||
| Brustraums | Husten, verstopfte | Keuchen, Epistaxis | onie, | |||
| und | Nase | Lungenstauung, | ||||
| Mediastinums | Rasselgeräusche | |||||
| der Lunge, | ||||||
| Dysphonie, | ||||||
| respiratorische | ||||||
| Störung | ||||||
| Erkrankungen | Bauchschmerzen, | Stuhlinkontinenz, | Pankreatitis, | Ileus | ||
| des | abdominale | Dysphagie, | mechanischer | |||
| Gastrointesti- | Beschwerden, | Flatulenz | Ileus, | |||
| naltrakts | Erbrechen, | geschwollene | ||||
| Übelkeit, | Zunge, | |||||
| Obstipation, | Koprostase, | |||||
| Gastroenteritis, | Cheilitis | |||||
| Diarrhö, | ||||||
| Dyspepsie, | ||||||
| Mundtrockenheit, | ||||||
| Zahnschmerzen | ||||||
| Erkrankungen | Hautausschlag | Pruritus, Alopezie, | Arzneimittelexant | Angio- | Stevens- | |
| der Haut und | Ekzem, trockene | hem, Urtikaria, | ödem | Johnson- | ||
| des | Haut, Erythem, | Hyperkeratose, | Syndrom | |||
| Unterhautzell- | Hautverfärbung, | Schuppen, | / toxisch | |||
| gewebes | Akne, | Hauterkrankung, | epider- | |||
| seborrhoisches | Hautläsion | male | ||||
| Ekzem | Nekro- | |||||
| lysec | ||||||
| Skelettmusku- | Muskelspasmen, | Kreatinphosphokina | Rhabdomyolyse, | |||
| latur-, | muskuloskelettale | se erhöht, | anomale | |||
| Bindegewebs- | Schmerzen, | Gelenksteifigkeit, | Körperhaltung | |||
| und | Gelenkschwellung, |
| Knochener- | Rückenschmerzen, | Muskelschwäche, | ||||
| krankungen | Arthralgie | Nackenschmerzen | ||||
| Erkrankungen | Harninkontinenz | Pollakisurie, | ||||
| der Nieren | Harnretention, | |||||
| und Harnwege | Dysurie | |||||
| Schwanger- | Arzneimittelentzu | |||||
| schaft, | gssyndrom des | |||||
| Wochenbett | Neugeborenenc | |||||
| und perinatale | ||||||
| Erkrankungen | ||||||
| Erkrankungen | Erektions- | Ejakulationsstörung | Priapismusc, | |||
| der | störungen, | en, verspätete | Stauungserschei- | |||
| Geschlechts- | Amenorrhö, | Menstruation, | nungen der Brust, | |||
| organe und | Galaktorrhö | Menstruations- | Brustvergrößerun | |||
| der | störungend, | g, Sekretion aus | ||||
| Brustdrüse | Gynäkomastie, | der Brustdrüse | ||||
| sexuelle | ||||||
| Dysfunktion, | ||||||
| Brustschmerzen, | ||||||
| Brustbeschwerden, | ||||||
| vaginaler Ausfluss | ||||||
| Allgemeine | Ödemd, Pyrexie, | Gesichtsödem, | Hypothermie, | |||
| Erkrankungen | Thoraxschmerzen, | Schüttelfrost, | Körpertemperatur | |||
| und | Asthenie, Fatigue, | Körpertemperatur | erniedrigt, | |||
| Beschwerden | Schmerzen, | erhöht, anomaler | peripheres | |||
| am Verab- | Reaktion an der | Gang, Durst, | Kältegefühl, | |||
| reichungsort | Injektionsstelle | Thoraxbeschwerden | Arzneimittelentzu | |||
| , Unwohlsein, | gssyndrom, | |||||
| anomales Gefühl, | Beschwerden | |||||
| Indurationc | ||||||
| Leber- und | Transaminasen | Leberenzyme | Ikterus | |||
| Gallenerkran- | erhöht, Gamma- | erhöht | ||||
| kungen | Glutamyltrans- | |||||
| ferase erhöht | ||||||
| Verletzung, | Sturz | anwendungsbedingt | ||||
| Vergiftung | e Schmerzen | |||||
| und durch | ||||||
| Eingriffe | ||||||
| bedingte | ||||||
| Komplika- | ||||||
| tionen |
a Eine Hyperprolaktinämie kann in einigen Fällen zu Gynäkomastie, Menstruationsstörungen, Amenorrhö, Anovulation, Galaktorrhö, Fertilitätsstörungen, verminderter Libido und Erektionsstörungen führen.
b In placebokontrollierten Studien wurde Diabetes mellitus bei 0,18 % der mit Risperidon behandelten Studienteilnehmer berichtet, im Vergleich zu einer Rate von 0,11 % in der Placebogruppe. Die Gesamtinzidenz aus allen klinischen Studien betrug 0,43 % bei allen mit Risperidon behandelten Studienteilnehmern.
c Nicht beobachtet in klinischen Studien mit Risperidon, aber nach der Markteinführung von Risperidon.
d Extrapyramidale Störungen können auftreten: Parkinsonismus (verstärkte Speichelsekretion, muskuloskelettale Steifheit, Parkinsonismus, vermehrter Speichelfluss, Zahnradphänomen, Bradykinesie, Hypokinesie, Maskengesicht, Muskelanspannung, Akinesie, Steifheit der Nackenmuskulatur, Muskelsteifheit, parkinsonähnlicher Gang und anomaler Glabellareflex, parkinsonähnlicher Ruhetremor), Akathisie (Akathisie, Unruhe, Hyperkinesie und Restless- Legs-Syndrom), Tremor, Dyskinesie (Dyskinesie, Muskelzuckungen, Choreoathetose, Athetose und Myoklonie), Dystonie. Dystonie einschließlich Dystonie, Hypertonie, Torticollis, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Muskelkontraktur, Blepharospasmus, Okulogyration, Zungenparalyse, Gesichtsspasmus, Laryngospasmus, Myotonie, Opisthotonus, oropharyngealer Spasmus, Pleurothotonus, Zungenspasmus und Trismus. Es ist anzumerken, dass ein breiteres Spektrum an Symptomen aufgeführt ist, welches nicht notwendigerweise extrapyramidalen Ursprungs ist. Schlaflosigkeit einschließlich Einschlafstörung, Durchschlafstörung. Konvulsion einschließlich Grand-Mal-Anfall. Menstruationsstörungen einschließlich unregelmäßige Menstruation, Oligomenorrhö. Ödem einschließlich generalisiertes Ödem, peripheres Ödem, eindrückbares Ödem.
Nebenwirkungen, die mit Paliperidon-Formulierungen beobachtet wurden
Paliperidon ist der aktive Metabolit von Risperidon, daher sind die Nebenwirkungsprofile dieser Wirkstoffe (einschließlich der oralen und injizierbaren Darreichungsformen) relevant füreinander. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Nebenwirkungen wurden die folgenden Nebenwirkungen bei der Anwendung von Paliperidon-Darreichungsformen beobachtet, wobei diese auch unter Risperidon-ratiopharm auftreten könnten.
Herzerkrankungen
Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom
Anaphylaktische Reaktion
Nach Markteinführung wurde bei Patienten, die vorher orales Risperidon toleriert hatten, in seltenen Fällen über eine anaphylaktische Reaktion nach Injektion von Risperidon berichtet (siehe
Abschnitt 4.4).
Klasseneffekte
Wie bei anderen Antipsychotika wurden nach Markteinführung sehr selten Fälle einer QT-Verlängerung unter Risperidon berichtet. Andere klassenbezogene kardiale Effekte, die unter Antipsychotika, die das QT-Intervall verlängern, berichtet wurden, umfassen ventrikuläre Arrhythmie, Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie, plötzlichen Tod, Herzstillstand und Torsade de Pointes.
Venöse Thromboembolien
Fälle von venösen Thromboembolien (einschließlich Fällen von Lungenembolie und Fällen von tiefer Venenthrombose) sind im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika berichtet worden (Häufigkeit nicht bekannt).
Gewichtszunahme
In einer 12-wöchigen, placebokontrollierten Doppelblindstudie kam es bei 9 % der Patienten, die mit
Risperidon behandelt wurden, im Vergleich zu 6 % der Patienten, die mit Placebo behandelt wurden, zu einer Gewichtszunahme von ≥ 7 % des Körpergewichts am Endpunkt der Studie. Während der
1-jährigen offenen Studie zu Risperidon lagen die Änderungen des Körpergewichts bei einzelnen
Patienten im Allgemeinen innerhalb von ± 7 % des Ursprungsgewichtes; bei 25 % der Patienten kam es zu einer Zunahme des Körpergewichts von ≥ 7 %.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.
Wie ist Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension aufzubewahren?
3 Jahre bei 2–8 °C.
Nach Rekonstitution:
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 6 Stunden bei 25°C aufzubewahren.
Weitere Informationen zu Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Risperidon-ratiopharm 25 mg
1 Durchstechflasche enthält 25 mg Risperidon.
1 ml rekonstituierte Suspension enthält 12,5 mg Risperidon.
Risperidon-ratiopharm 37,5 mg
1 Durchstechflasche enthält 37,5 mg Risperidon.
1 ml rekonstituierte Suspension enthält 18,75 mg Risperidon.
Risperidon-ratiopharm 50 mg
1 Durchstechflasche enthält 50 mg Risperidon.
1 ml rekonstituierte Suspension enthält 25 mg Risperidon.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Datum der Erteilung der Zulassung: 22. Februar 2021
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



