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Medikamente

Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension Risperidon-ratiopharm 50 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension Anwendungsgebiete Risperidon-ratiopharm wird bei …

Wirkstoff(e)
Risperidon
Zulassungsinhaber
Ratiopharm GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
N05AX08

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension angewendet?

Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Risperidon-ratiopharm 37,5 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Risperidon-ratiopharm 50 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Anwendungsgebiete

Risperidon-ratiopharm wird bei Erwachsenen angewendet zur Erhaltungstherapie der Schizophrenie bei Patienten, die zurzeit mit oralen Antipsychotika stabilisiert sind.

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Was ist vor der Einnahme von Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension zu beachten?

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bei Risperidon-naiven Patienten wird empfohlen, die Verträglichkeit mit oralem Risperidon zu überprüfen, bevor die Behandlung mit Risperidon-ratiopharm begonnen wird (siehe Abschnitt 4.2).

Ältere Patienten mit Demenz

Risperidon-ratiopharm wurde nicht bei älteren Patienten mit Demenz untersucht, daher ist es zur Anwendung bei dieser Patientengruppe nicht indiziert. Risperidon-ratiopharm ist nicht zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenz-Erkrankungen zusammenhängen, zugelassen.

Erhöhte Mortalität bei älteren Patienten mit Demenz

Eine Meta-Analyse von 17 kontrollierten klinischen Studien mit atypischen Antipsychotika, einschließlich oralem Risperidon, ergab, dass die Mortalität älterer Patienten mit Demenz, die mit atypischen Antipsychotika behandelt wurden, höher war als unter Placebo. In placebokontrollierten Studien mit oralem Risperidon in dieser Patientenpopulation lag die Mortalitätsinzidenz bei den mit Risperidon behandelten Patienten bei 4,0 % verglichen mit 3,1 % bei den Patienten unter Placebo. Die Odds-Ratio (genaues 95%-Konfidenzintervall) betrug 1,21 (0,7; 2,1). Das mittlere Alter der Patienten, die verstorben sind, lag bei 86 Jahren (Altersspanne 67–100). Die Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko

im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind. Anhand der unzureichenden Daten kann eine genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben werden und die Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt. Inwieweit diese Befunde einer erhöhten Mortalität in Anwendungsstudien dem Antipsychotikum oder aber bestimmten Patientenmerkmalen zuzuschreiben sind, ist unklar.

Gleichzeitige Anwendung mit Furosemid

In den placebokontrollierten Studien mit oralem Risperidon wurde bei älteren Patienten mit Demenz, die mit Furosemid plus Risperidon behandelt wurden, eine höhere Mortalitätsinzidenz (7,3 %; mittleres Alter 89 Jahre, Altersspanne 75–97 Jahre) im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein (3,1 %; mittleres Alter 84 Jahre, Altersspanne 70–96 Jahre) oder Furosemid allein (4,1 %; mittleres Alter 80 Jahre, Altersspanne 67–90 Jahre) erhalten hatten, beobachtet. Die erhöhte Mortalitätsinzidenz bei Patienten, die mit Furosemid plus Risperidon behandelt wurden, wurde in zwei von vier klinischen Studien beobachtet. Die gleichzeitige Anwendung von Risperidon und anderen Diuretika (hauptsächlich Thiazid-Diuretika, welche in niedriger Dosierung angewendet wurden) war nicht mit ähnlichen Befunden verbunden.

Ein pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieser Beobachtung konnte nicht identifiziert und kein einheitliches Muster der Todesursachen festgestellt werden. Nichtsdestoweniger ist Vorsicht angezeigt und sind Risiken und Nutzen dieser Kombination oder der gleichzeitigen Behandlung mit anderen potenten Diuretika vor Therapieentscheidung abzuwägen. Es zeigte sich keine erhöhte Mortalitätsinzidenz bei den Patienten, die andere Diuretika als begleitende Behandlung zu Risperidon erhalten hatten. Behandlungsunabhängig war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor für Mortalität und soll daher sorgfältig bei älteren Patienten mit Demenz vermieden werden.

Unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse (CVAE)

In randomisierten placebokontrollierten klinischen Studien an Patienten mit Demenz war das Risiko von zerebrovaskulären Ereignissen bei einigen atypischen Antipsychotika ungefähr um das 3-Fache erhöht. Die gepoolten Daten aus sechs placebokontrollierten Studien mit Risperidon bei hauptsächlich älteren Patienten (> 65 Jahre) mit Demenz belegten, dass CVAE (schwerwiegend und nicht schwerwiegend, kombiniert) bei 3,3 % (33/1.009) der Patienten auftraten, die mit Risperidon behandelt wurden, sowie bei 1,2 % (8/712) der mit Placebo behandelten Patienten. Die Odds-Ratio (genaues 95%-Konfidenzintervall) betrug 2,96 (1,34; 7,50). Der Mechanismus für dieses erhöhte Risiko ist nicht bekannt. Ein erhöhtes Risiko für andere Antipsychotika oder andere Patientenpopulationen kann nicht ausgeschlossen werden. Risperidon-ratiopharm sollte bei Patienten mit erhöhtem Risiko für einen Schlaganfall mit Vorsicht angewendet werden.

Orthostatische Hypotonie

Aufgrund der alpha-blockierenden Aktivität von Risperidon kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, eine (orthostatische) Hypotonie auftreten. Eine klinisch signifikante Hypotonie wurde nach Markteinführung bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon und einer blutdrucksenkenden Behandlung beobachtet. Risperidon soll bei Patienten mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt, Reizleitungsstörungen, Dehydrierung, Hypovolämie oder zerebrovaskulären Erkrankungen) nur mit Vorsicht angewendet werden. Wenn eine klinisch relevante orthostatische Hypotonie fortbesteht, soll der Nutzen gegenüber dem Risiko einer weiteren Behandlung mit Risperidon-ratiopharm abgewogen werden.

Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose

Fälle von Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose wurden unter Behandlung mit Antipsychotika, einschließlich Risperidon, berichtet. Eine Agranulozytose wurde nach Markteinführung sehr selten (< 1/10.000 Patienten) berichtet.

Patienten mit einer klinisch signifikant niedrigen Leukozytenzahl (WBC) in der Vorgeschichte oder einer Arzneimittel-induzierten Leukopenie/Neutropenie sollten während der ersten Monate der Therapie überwacht werden, und ein Absetzen von Risperidon-ratiopharm sollte bei den ersten Anzeichen eines klinisch signifikanten Abfalls der WBC in Betracht gezogen werden, wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind.

Patienten mit klinisch signifikanter Neutropenie sollten sorgfältig auf Fieber oder andere Symptome oder Anzeichen einer Infektion hin überwacht werden. Eine sofortige Behandlung sollte erfolgen, wenn solche Symptome oder Anzeichen auftreten. Bei Patienten mit einer schweren Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl < 1 x 109/l) soll Risperidon-ratiopharm abgesetzt und die WBC bis zur Erholung des Blutbildes beobachtet werden.

Tardive Dyskinesie/Extrapyramidale Symptome (TD/EPS)

Arzneimittel mit Dopaminrezeptor-antagonistischen Eigenschaften werden mit der Induktion von tardiven Dyskinesien in Verbindung gebracht, die durch unwillkürliche rhythmische Bewegungen, vor allem der Zunge und/oder des Gesichtes, charakterisiert sind. Das Auftreten extrapyramidaler Symptome ist ein Risikofaktor für tardive Dyskinesien. Wenn Anzeichen oder Symptome einer tardiven Dyskinesie auftreten, soll ein Absetzen sämtlicher Antipsychotika in Betracht gezogen werden.

Vorsicht ist geboten, wenn Patienten sowohl Psychostimulanzien (z. B. Methylphenidat) als auch Risperidon gleichzeitig erhalten, da extrapyramidale Symptome auftreten können, wenn die Behandlung mit einem oder beiden Arzneimitteln angepasst wird. Es wird ein schrittweises Absetzen der Stimulanzienbehandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

In Verbindung mit Antipsychotika wurde über ein malignes neuroleptisches Syndrom berichtet, das durch Hyperthermie, Muskelsteifigkeit, autonome Instabilität, Bewusstseinstrübungen und erhöhte Serum-Kreatinphosphokinase-Werte gekennzeichnet ist. Zusätzliche Symptome können Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen einschließen. In einem solchem Fall sollen alle Antipsychotika, einschließlich Risperidon-ratiopharm, abgesetzt werden.

Morbus Parkinson und Demenz mit Lewy-Körperchen

Bei der Verordnung antipsychotischer Arzneimittel, einschließlich Risperidon-ratiopharm, für Patienten mit Morbus Parkinson oder Demenz mit Lewy-Körperchen (DLK) sollen Ärzte jeweils die Risiken gegenüber dem Nutzen abwägen. Der Morbus Parkinson kann sich unter Risperidon verschlimmern. Beide Gruppen können sowohl ein erhöhtes Risiko für ein malignes neuroleptisches Syndrom als auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Antipsychotika aufweisen; diese Patienten wurden aus klinischen Studien ausgeschlossen. Manifestationen dieser erhöhten Empfindlichkeit können Verwirrtheit, Abstumpfung, Gleichgewichtsstörungen mit häufigen Stürzen, zusätzlich zu extrapyramidalen Symptomen, sein.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Vor Behandlungsbeginn mit Risperidon-ratiopharm sollte die Verträglichkeit von oralem Risperidon nachgewiesen werden. Dennoch wurde nach Markteinführung bei Patienten, die vorher orales Risperidon toleriert hatten, in seltenen Fällen über eine anaphylaktische Reaktion berichtet (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Wenn Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, muss die Behandlung mit Risperidon-ratiopharm abgebrochen werden. Es sind allgemeine unterstützende Maßnahmen entsprechend der klinischen Symptomatik einzuleiten und der Patient ist bis zum Rückgang der Anzeichen und Symptome zu überwachen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).

Hyperglykämie und Diabetes mellitus

Während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm wurde über Hyperglykämie, Diabetes mellitus und Exazerbation eines vorbestehenden Diabetes mellitus berichtet. In einigen Fällen wurde über eine vorhergehende Zunahme des Körpergewichts berichtet, was ein prädisponierender Faktor sein kann. Verbunden damit wurde sehr selten über eine Ketoazidose und selten über ein diabetisches Koma berichtet. Eine entsprechende klinische Überwachung in Übereinstimmung mit den gültigen Richtlinien zur antipsychotischen Behandlung wird empfohlen. Patienten, die mit atypischen Antipsychotika, einschließlich Risperidon-ratiopharm, behandelt werden, sollten auf Symptome von Hyperglykämie (wie abnorm gesteigerte Trinkmenge und Durstgefühl, Polyurie, abnorm gesteigerte Nahrungsaufnahme und Schwäche) und Patienten mit Diabetes mellitus sollten regelmäßig auf eine Verschlechterung der Glucosekontrolle überwacht werden.

Gewichtszunahme

Bei der Anwendung von Risperidon wurde über eine signifikante Gewichtszunahme berichtet. Das Gewicht sollte regelmäßig überprüft werden.

Hyperprolaktinämie

Hyperprolaktinämie ist eine häufige Nebenwirkung bei der Behandlung mit Risperidon. Es wird eine Überwachung des Prolaktin-Plasmaspiegels empfohlen, wenn Patienten Anzeichen von möglicherweise Prolaktin-assoziierten Nebenwirkungen aufweisen (z. B. Gynäkomastie, Menstruationsstörungen, Anovulation, Fertilitätsstörungen, verminderte Libido, Erektionsstörungen, Galaktorrhö).

Studien an Gewebekulturen deuten darauf hin, dass ein Zellwachstum bei humanen Tumoren der Brust durch Prolaktin stimuliert werden kann. Obwohl bislang in klinischen und epidemiologischen Studien keine klare Assoziation mit der Anwendung von Antipsychotika gezeigt werden konnte, ist bei Patienten mit entsprechender medizinischer Vorgeschichte Vorsicht geboten. Risperidon-ratiopharm soll bei Patienten mit vorbestehender Hyperprolaktinämie und bei Patienten mit möglicherweise prolaktinabhängigen Tumoren mit Vorsicht angewendet werden.

QT-Verlängerung

Nach Markteinführung wurde sehr selten über eine Verlängerung des QT-Intervalls berichtet. Wie bei anderen Antipsychotika ist Vorsicht geboten, wenn Risperidon Patienten mit bekannten kardiovaskulären Erkrankungen, einer QT-Verlängerung in der Familienanamnese, Bradykardie oder Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) verordnet wird, weil dadurch das Risiko arrhythmogener Wirkungen erhöht werden kann. Bei Kombination mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Krampfanfälle

Bei Patienten mit Krampfanfällen oder sonstigen Erkrankungen in der Anamnese, die potentiell die Anfallsschwelle herabsetzen können, soll Risperidon-ratiopharm mit Vorsicht angewendet werden.

Priapismus

Aufgrund der alpha-adrenerg blockierenden Wirkung kann unter der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm Priapismus auftreten.

Regulierung der Körpertemperatur

Störungen der Fähigkeit des Körpers, seine Kerntemperatur zu senken, wurden mit Antipsychotika in Verbindung gebracht. Eine entsprechende Sorgfalt empfiehlt sich daher bei der Verordnung von Risperidon-ratiopharm für Patienten, bei denen es umständehalber zu einem Anstieg der Körpertemperatur kommen kann, z. B. durch intensive körperliche Betätigung, extreme Hitzeeinwirkung, gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln mit anticholinerger Wirkung oder durch Dehydrierung.

Venöse Thromboembolie

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Risperidon-ratiopharm identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden.

Intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom

Bei Patienten, die mit Arzneimitteln mit alpha-1a-adrenerg antagonistischer Wirkung, einschließlich Risperidon, behandelt wurden, wurde während Kataraktoperationen ein intraoperatives Floppy-Iris- Syndrom (IFIS) beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Ein IFIS kann das Risiko von Komplikationen am Auge während und nach der Operation erhöhen. Die derzeitige oder frühere Anwendung von Arzneimitteln mit alpha-1a-adrenerg antagonistischer Wirkung sollte dem Ophthalmologen vor dem Eingriff mitgeteilt werden. Der potentielle Nutzen des Absetzens einer alpha-1-blockierenden Therapie vor einer Kataraktoperation ist nicht erwiesen und muss gegen das Risiko des Absetzens der antipsychotischen Therapie abgewogen werden.

Antiemetische Wirkung

In präklinischen Studien mit Risperidon wurde eine antiemetische Wirkung beobachtet. Diese Wirkung kann, falls sie beim Menschen auftritt, die Anzeichen und Symptome einer Überdosierung bestimmter Arzneimittel oder bestimmter Erkrankungen wie gastrointestinale Obstruktion, Reye- Syndrom und eines Hirntumors verschleiern.

Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion

Risperidon-ratiopharm wurde nicht bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz untersucht, obwohl orales Risperidon untersucht worden ist. Risperidon-ratiopharm sollte in dieser Patientengruppe mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).

Anwendung

Vorsicht ist geboten, um eine versehentliche Injektion von Risperidon-ratiopharm in ein Blutgefäß zu vermeiden.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Die gesamte Packung im Kühlschrank (2 °C – 8 °C) lagern.

Wenn eine Lagerung im Kühlschrank nicht möglich ist, kann Risperidon-ratiopharm vor der Anwendung bis zu 7 Tage bei einer Temperatur nicht über 25 °C gelagert werden.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Wichtige Informationen

Die Schritt-für-Schritt-Hinweise zur Handhabung von Risperidon-ratiopharm erfordern besondere Aufmerksamkeit, um eine erfolgreiche Anwendung sicherzustellen.

Benutzen Sie die mitgelieferten Komponenten

Die Komponenten in dieser Packung sind speziell für die Anwendung mit Risperidon-ratiopharm entwickelt worden. Risperidon-ratiopharm darf nur mit dem Lösungsmittel aus dieser Packung rekonstituiert werden.

KEINE Komponenten aus dieser Packung austauschen.

Die rekonstituierte Suspension nicht aufbewahren

Die Dosis schnellstmöglich nach der Rekonstitution verabreichen, um ein Absetzen der Suspension zu verhindern.

Richtige Dosierung

Um die beabsichtigte Dosis von Risperidon-ratiopharm zu verabreichen, muss der gesamte Inhalt der Durchstechflasche verabreicht werden.

ZUR EINMALIGEN ANWENDUNG

Nicht wiederverwenden

Medizinprodukte benötigen spezielle Materialeigenschaften, um wie beabsichtigt zu funktionieren. Diese Eigenschaften wurden nur für die einmalige Anwendung geprüft. Jeder Versuch, das Medizinprodukt für eine spätere Wiederverwendung aufzubereiten, kann sich nachteilig auf die Unversehrtheit des Medizinprodukts auswirken oder zu einer Verschlechterung der Funktionsfähigkeit führen.

Inhalt der Einzelpackung

Schritt 1 Zusammenbau der Komponenten
Entnahme der Durchstechflaschen-Adapter mit der Durchstechflasche verbinden
Packung  
       
Warten Sie Kappe von der Vorbereiten des Verbinden des
30 Minuten Durchstechflasche Durchstechflaschen- Adapters mit der
  entfernen Adapters Durchstechflasche
Vor der Rekonstitution      
1 Packung aus dem Ziehen Sie die farbige Öffnen Sie die Stellen Sie die
Kühlschrank nehmen Kappe von der Blisterpackung und Durchstechflasche auf
und mindestens Durchstechflasche ab. entnehmen Sie den eine feste Fläche und
30 Minuten bei   Durchstechflaschen- halten Sie sie an der
Raumtemperatur stehen Wischen Sie das Adapter, indem Sie ihn Basis fest. Richten Sie
lassen. Oberteil des grauen zwischen der weißen den Adapter mittig über
  Stopfens mit einem Luer-Kappe und der dem grauen
Nicht auf andere Weise Alkoholtupfer ab. Ummantelung halten. Gummistopfen aus.
erwärmen.     Drücken Sie den
  An der Luft trocknen Berühren Sie Adapter senkrecht auf
  lassen. keinesfalls den Dorn die Oberseite der
    oder das Luer- Durchstechflasche, bis
  Nicht den grauen Verbindungsstück. Dies er sicher mit einem
  Gummistopfen führt zur hörbaren „Klick“ auf
  entfernen. Kontamination. der Durchstechflasche
      einrastet.
      Den Adapter nicht
      schräg aufsetzen, sonst
      kann Lösungsmittel bei
      der Überführung in die
      Durchstechflasche
      auslaufen.
       

Verbinden der Fertigspritze mit dem Durchstechflaschen-Adapter

Verbindungsstelle Die richtige Entfernen der Kappe Verbinden der Spritze
abtupfen Handhaltung   mit dem Adapter
    Halten Sie die Spritze  
Durchstechflasche Halten Sie die Spritze an der weißen Halten Sie den Adapter
aufrecht stellen, um ein an der weißen Manschette und an der Ummantelung
Auslaufen zu Manschette an der brechen Sie die weiße fest, um ein Verdrehen
verhindern. Spritzenspitze. Kappe ab. zu vermeiden.
Durchstechflasche an Die Spritze während Die weiße Kappe nicht Während Sie die weiße
der Basis festhalten des Zusammenbaus drehen oder Manschette der Spritze
und Luer-Verbindungs- nicht am gläsernen abschneiden. festhalten, stecken und
stück (blauer Kreis) des Spritzenkörper   drücken Sie die
Durchstechflaschen- festhalten. Die Spritzenspitze Spritzenspitze in den
Adapters mit einem   nicht berühren. Dies blauen Kreis des
Alkoholtupfer   führt zur Adapters und drehen
abwischen. Vor dem   Kontamination. sie im Uhrzeigersinn,
Anbringen der Spritze     um die Spritze sicher
trocknen lassen.     mit dem Adapter zu
      verbinden (Überdrehen
Nicht schütteln.     vermeiden).
Luer-Verbindungsstück     Die Spritze nicht am
auf dem Adapter nicht     gläsernen
berühren. Dies führt     Spritzenkörper
zur Kontamination.     festhalten.
    Die abgebrochene Dies kann zur
    Lockerung oder
    Kappe kann entsorgt
    Ablösung der weißen
    werden.
    Manschette führen.
     
       
         
Lösungsmittel injizieren Mischen der Überführen der Entfernen des  
  Mikrosphären- Suspension in die Adapters  
Injizieren Sie den gesamten Partikel mit dem Spritze    
Inhalt des Lösungsmittels Lösungsmittel   Während Sie die weiße  
in die Durchstechflasche.   Drehen Sie die Manschette der Spritze  
  Während Sie den Durchstechflasche halten, schrauben Sie  
  Spritzenkolben komplett um. die Spritze vom  
  heruntergedrückt Ziehen Sie langsam Adapter ab.  
  halten, schütteln Sie den Spritzenkolben    
  die Durchstechflasche nach unten, um den Entsorgen Sie sowohl  
  für mindestens gesamten Inhalt aus die Durchstechflasche  
  10 Sekunden lang der Durchstechflasche als auch den Adapter  
  kräftig, wie dargestellt. in die Spritze zu sachgemäß.  
    überführen.    
  Überprüfen Sie die      
  Suspension.      
  Wenn die Suspension      
  richtig vermischt ist,      
  erscheint sie homogen,      
  dickflüssig und milchig.      
  Die Mikrosphären-      
  Partikel sind in der      
  Flüssigkeit sichtbar.      
  Fahren Sie sofort mit      
  dem nächsten Schritt      
  fort, damit sich die      
  Suspension nicht      
  absetzt.      
         
  Schritt 3 Anbringen der Nadel
       
       
       
Wählen der geeigneten Nadel Anbringen der Nadel Erneutes Suspendieren der
    Mikrosphären-Partikel
Wählen Sie die Nadel Öffnen Sie die Blisterpackung  
entsprechend der Injektionsstelle teilweise und ergreifen Sie Die Blisterpackung vollständig
aus (gluteal oder deltoidal). damit die Nadel an der Basis, entfernen.
  wie dargestellt.  
    Schütteln Sie die Spritze
  Während Sie die weiße nochmals kräftig direkt vor der
  Manschette der Spritze Injektion, da sich die
  festhalten, verbinden Sie die Mikrosphären-Partikel etwas
  Spritze mit dem Luer- abgesetzt haben.
  Verbindungsstück der Nadel  
  durch eine kräftige Bewegung  
  im Uhrzeigersinn, bis sie  
  festsitzt.  
  Nicht das Luer-  
  Verbindungsstück der Nadel  
  berühren. Dies führt zur  
  Kontamination.  
           
Entfernen der Entfernen von Injektion Sichern der Richtiges
transparenten Luftblasen   Nadel in der Entsorgen der
Nadelschutzkappe   Injizieren Sie Schutzvor- Nadeln
  Halten Sie die sofort den richtung    
Kippen Sie die Spritze aufrecht gesamten Inhalt   Prüfen Sie, ob die
Nadelschutzvor- und tippen Sie der Spritze Legen Sie die Nadelschutzvor-
richtung zurück in sie leicht an, um intramuskulär Nadelschutzvor- richtung
Richtung der evtl. Luftblasen (i.m.) in den richtung mit einer vollständig
Spritze, wie an die ausgewählten Hand in einem eingerastet ist.
dargestellt. Oberfläche Gluteal- oder 45°-Winkel auf    
  steigen zu lassen. Deltamuskel des eine harte, ebene Entsorgen Sie die
Halten Sie die   Patienten. Fläche. Drücken Nadel in einem
weiße Manschette Entfernen Sie die   Sie mit einer sicheren
der Spritze fest und Luft aus der Eine gluteale kräftigen, Behältnis.
ziehen Sie Spritze durch Injektion sollte in schnellen    
vorsichtig die vorsichtiges und den oberen Bewegung nach Entsorgen Sie
transparente langsames äußeren unten, bis die auch die nicht
Nadelschutzkappe Hereindrücken Quadranten des Nadel ganz in der benutzte Nadel,
gerade von der des Glutealbereichs Schutzvorrichtung die in der Packung
Nadel ab. Spritzenkolbens. erfolgen. eingerastet ist. mitgeliefert
        wurde.
Die transparente   Nicht intravenös Um    
Nadelschutzkappe   anwenden. Nadelstichver-    
nicht drehen, da     letzungen    
sich sonst das     vorzubeugen:    
Luer-          
Verbindungsstück     Nicht beide    
lockern kann.     Hände benutzen.    
      Nicht absichtlich    
      die Nadelschutz-    
      vorrichtung    
      abziehen oder    
      falsch handhaben.    
      Nicht versuchen,    
      die Nadel    
      geradezubiegen    
      oder die    
      Nadelschutzvor-    
      richtung    
      einzurasten, wenn    
      die Nadel    
      verbogen oder    
      beschädigt ist.    
           

Wie wird Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Anfangsdosis:

Für die meisten Patienten beträgt die empfohlene Dosis 25 mg intramuskulär alle zwei Wochen. Für Patienten mit einer feststehenden Dosis von oralem Risperidon über zwei Wochen oder mehr soll das folgende Umstellungsschema beachtet werden. Patienten, die mit einer Dosis von 4 mg oder weniger oralem Risperidon behandelt wurden, sollen 25 mg Risperidon-ratiopharm erhalten, während für Patienten, die mit höheren oralen Dosen behandelt wurden, eine höhere Dosis Risperidon-ratiopharm von 37,5 mg in Betracht gezogen werden soll.

Wenn Patienten derzeit kein orales Risperidon einnehmen, soll die Dosierung der oralen Vorbehandlung bei der Wahl der i.m.-Anfangsdosis berücksichtigt werden. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 25 mg Risperidon-ratiopharm alle zwei Wochen. Bei Patienten, die mit höheren oralen Dosen von Antipsychotika behandelt wurden, sollte eine höhere Dosis Risperidon-ratiopharm von 37,5 mg in Betracht gezogen werden.

Während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt (siehe Abschnitt 5.2), muss eine ausreichende antipsychotische Versorgung mit oralem Risperidon oder dem bisherigen Antipsychotikum sichergestellt werden.

Risperidon-ratiopharm darf bei akuter Exazerbation einer Schizophrenie während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt, ohne die Sicherstellung einer hinreichenden antipsychotischen Versorgung mit oralem Risperidon oder dem bisherigen Antipsychotikum nicht angewendet werden.

Erhaltungsdosis:

Für die meisten Patienten beträgt die empfohlene Dosis 25 mg intramuskulär alle zwei Wochen. Einige Patienten können von höheren Dosen von 37,5 mg oder 50 mg profitieren. Eine Dosiserhöhung soll nicht öfter als alle 4 Wochen vorgenommen werden. Die Auswirkung dieser Dosisanpassung ist nicht eher als 3 Wochen nach der ersten Injektion mit der höheren Dosis zu erwarten. In klinischen Studien mit 75 mg wurde kein zusätzlicher Nutzen beobachtet. Dosierungen über 50 mg alle

2 Wochen werden nicht empfohlen.

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die empfohlene Dosis beträgt 25 mg intramuskulär alle zwei Wochen. Bei Patienten, die derzeit nicht mit oralem Risperidon behandelt werden, ist die empfohlene Dosis 25 mg Risperidon-ratiopharm alle zwei Wochen. Für Patienten mit einer feststehenden Dosis oralem Risperidon über zwei Wochen oder mehr soll das folgende Umstellungsschema beachtet werden. Patienten, die mit einer Dosis von 4 mg oder weniger oralem Risperidon behandelt wurden, sollen 25 mg Risperidon-ratiopharm erhalten, während für Patienten, die mit höheren oralen Dosen behandelt wurden, eine höhere Dosis Risperidon-ratiopharm von 37,5 mg in Betracht gezogen werden soll.

Während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt (siehe Abschnitt 5.2), muss eine ausreichende antipsychotische Versorgung sichergestellt werden. Es liegen nur begrenzt klinische Daten von Risperidon-ratiopharm bei älteren Patienten vor. Risperidon-ratiopharm soll bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden.

Einschränkung der Leber-und Nierenfunktion

Risperidon-ratiopharm wurde nicht bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion untersucht.

Wenn Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion mit Risperidon-ratiopharm behandelt werden sollen, wird eine Anfangsdosis von zweimal täglich 0,5 mg oralem Risperidon während der ersten Woche empfohlen. In der zweiten Woche kann 1 mg zweimal täglich oder 2 mg einmal täglich gegeben werden. Wenn eine tägliche orale Gesamtdosis von mindestens 2 mg gut vertragen wird, kann eine Injektion von 25 mg Risperidon-ratiopharm alle 2 Wochen verabreicht werden.

Während der dreiwöchigen Latenzphase, die auf die erste Risperidon-ratiopharm-Injektion folgt (siehe Abschnitt 5.2), muss eine ausreichende antipsychotische Versorgung sichergestellt werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Risperidon-ratiopharm bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Risperidon-ratiopharm soll alle zwei Wochen tief intramuskulär unter Verwendung der entsprechenden Sicherheitsnadel in den Delta- oder Glutealmuskel injiziert werden. Für die deltoidale Anwendung benutzen Sie die 1-Inch-Kanülen abwechselnd in einen der beiden Arme. Für die gluteale Anwendung benutzen Sie die 2-Inch-Kanülen abwechselnd in eine der beiden Gesäßhälften. Nicht intravenös anwenden (siehe Abschnitte 4.4 und 6.6).

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Überdosierung

Da eine Überdosis bei parenteral angewendeten Arzneimitteln weniger wahrscheinlich ist als bei oral angewendeten Arzneimitteln, werden Informationen zur oralen Anwendung dargestellt.

Symptome

Im Allgemeinen wurden Anzeichen und Symptome berichtet, die sich aus einer Verstärkung der bekannten pharmakologischen Wirkungen von Risperidon ergeben. Diese umfassen Benommenheit

und Sedierung, Tachykardie und Hypotonie und extrapyramidale Symptome. Bei Überdosierung wurden QT-Verlängerung und Konvulsionen berichtet. Über Torsade de Pointes wurde in Zusammenhang mit einer kombinierten Überdosis von oralem Risperidon und Paroxetin berichtet.

Im Fall einer akuten Überdosierung sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass noch andere Arzneimittel beteiligt sind.

Behandlung

Die Atemwege sind freizumachen und offenzuhalten und eine ausreichende Sauerstoffversorgung und Beatmung ist sicherzustellen. Es ist sofort mit einer Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion zu beginnen, und diese soll auch eine kontinuierliche Ableitung des EKGs einschließen, um mögliche Arrhythmien zu erfassen.

Es gibt kein spezifisches Antidot für Risperidon. Daher sollten geeignete unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden. Hypotonie und Kreislaufkollaps sollen mit entsprechenden Maßnahmen, wie intravenöser Flüssigkeitszufuhr und/oder Sympathomimetika, behandelt werden. Im Fall von schweren extrapyramidalen Symptomen sollen Anticholinergika angewendet werden. Eine engmaschige Überwachung und Kontrolle soll bis zur Wiederherstellung des Patienten fortgesetzt werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Wechselwirkungen von Risperidon Depot-Injektionssuspension mit gleichzeitig angewendeten anderen Arzneimitteln wurden nicht systematisch untersucht. Die in diesem Abschnitt beschriebenen Daten zu Arzneimittelwechselwirkungen basieren auf Studien mit oral angewendetem Risperidon.

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Arzneimittel, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern

Wie bei anderen Antipsychotika ist Vorsicht geboten, wenn Risperidon mit Arzneimitteln verordnet wird, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie z. B. Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Propafenon, Amiodaron, Sotalol), trizyklische Antidepressiva (d. h. Amitriptylin), tetrazyklische Antidepressiva (d. h. Maprotilin), einige Antihistaminika, andere Antipsychotika, einige Malaria-Mittel (d. h. Chinin und Mefloquin) und mit anderen Arzneimitteln, die einen unausgeglichenen Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) oder Bradykardie verursachen, oder solche, die den hepatischen Metabolismus von Risperidon hemmen. Die Auflistung ist beispielhaft und nicht vollständig.

Zentral wirkende Arzneimittel und Alkohol

Aufgrund eines erhöhten Risikos einer Sedierung soll Risperidon in Kombination mit anderen zentral wirkenden Substanzen, insbesondere mit Alkohol, Opiaten, Antihistaminika und Benzodiazepinen, mit Vorsicht angewendet werden.

Levodopa und Dopamin-Agonisten

Risperidon-ratiopharm kann die Wirkung von Levodopa und anderen Dopamin-Agonisten antagonisieren. Wenn diese Kombination als notwendig erachtet wird, insbesondere im Endstadium von Morbus Parkinson, soll die niedrigste effektive Dosis bei jeder Behandlung verordnet werden.

Arzneimittel mit blutdrucksenkender Wirkung

Nach Markteinführung wurde eine klinisch signifikante Hypotonie bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon und einer blutdrucksenkenden Behandlung beobachtet.

Psychostimulanzien

Die gleichzeitige Anwendung von Psychostimulanzien (z. B. Methylphenidat) mit Risperidon kann bei einer Veränderung einer oder beider Behandlungen zu extrapyramidalen Symptomen führen (siehe Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Risperidon wird hauptsächlich über CYP2D6 und in geringerem Maße über CYP3A4 metabolisiert. Sowohl Risperidon als auch sein aktiver Metabolit 9-Hydroxy-Risperidon sind Substrate des F-Glykoproteins (P-gp). Wirkstoffe, die die CYP2D6-Aktivität verändern oder die CYP3A4- und/oder P-gp-Aktivität stark hemmen oder induzieren, können die Pharmakokinetik der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons beeinflussen.

Starke CYP2D6-Inhibitoren

Eine gleichzeitige Anwendung von Risperidon-ratiopharm mit starken CYP2D6-Inhibitoren kann die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nur in geringem Ausmaß die der aktiven antipsychotischen Fraktion, erhöhen. Höhere Dosen eines starken CYP2D6-Inhibitors können die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen (z. B. Paroxetin,

siehe unten). Es wird erwartet, dass andere CYP2D6-Inhibitoren, wie Chinidin, die Risperidon- Plasmakonzentrationen in gleicher Weise beeinflussen können. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Paroxetin, Chinidin oder anderer starker CYP2D6-Inhibitoren, besonders bei hohen Dosen, begonnen oder beendet wird, soll der Arzt die Dosierung von Risperidon-ratiopharm neu bewerten.

CYP3A4- und/oder F-gp-Inhibitoren

Eine gleichzeitige Anwendung von Risperidon-ratiopharm mit einem starken CYP3A4- und/oder F-gp-Inhibitor kann die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erheblich erhöhen. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol oder eines anderen starken CYP3A4- und/oder P-gp-Inhibitors begonnen oder beendet wird, soll der Arzt die Dosierung von Risperidon-ratiopharm neu bewerten.

CYP3A4- und/oder F-gp-Induktoren

Eine gleichzeitige Anwendung von Risperidon-ratiopharm mit einem starken CYP3A4- und/oder F-gp-Induktor kann die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons vermindern. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin oder eines anderen starken CYP3A4- und/oder P-gp-Induktors begonnen oder beendet wird, soll der Arzt die Dosierung von Risperidon-ratiopharm neu bewerten. Die Wirkung von CYP3A4-Induktoren ist zeitabhängig und es kann nach Beginn der Anwendung mindestens 2 Wochen dauern, bis die maximale Wirkung erreicht wird. Umgekehrt kann es nach dem Absetzen der Behandlung mindestens 2 Wochen dauern, bis die CYP3A4-Induktion zurückgegangen ist.

Arzneimittel mit hoher Plasmaproteinbindung

Wenn Risperidon-ratiopharm zusammen mit Arzneimitteln mit hoher Plasmaproteinbindung angewendet wird, findet keine klinisch relevante gegenseitige Verdrängung der Arzneimittel von den Plasmaproteinen statt.

Bei Komedikation sollte die entsprechende Produktinformation konsultiert werden, um sich über den Stoffwechselweg und eine möglicherweise notwendige Dosisanpassung zu informieren.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt. Die Relevanz der Ergebnisse dieser Studien für Kinder und Jugendliche ist nicht bekannt.

Beispiele

Im Folgenden sind Beispiele von Arzneimitteln aufgeführt, die möglicherweise interagieren könnten oder bei denen keine Interaktion mit Risperidon nachgewiesen wurde:

Wirkung anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Risperidon

Antibiotika:

  • Erythromycin, ein mäßiger CYP3A4- und ein P-gp-Inhibitor, verändert die Pharmakokinetik von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion nicht.
  • Rifampicin, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Induktor, vermindert die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Cholinesterasehemmer:

• Donepezil und Galantamin, beide CYP2D6-und CYP3A4-Substrate, zeigen keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Antiepileptika:

  • Es wurde gezeigt, dass Carbamazepin, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Induktor, die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons vermindert. Ähnliche Effekte könnten z. B. bei Phenytoin und Phenobarbital, die ebenfalls sowohl CYP3A4-Leberenzyme als auch P-gp induzieren, beobachtet werden.
  • Topiramat verminderte geringfügig die Bioverfügbarkeit von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion. Daher ist diese Wechselwirkung vermutlich nicht klinisch relevant.

Antimykotika:

  • Itraconazol, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Inhibitor, erhöhte bei einer Dosis von 200 mg/Tag und Risperidondosen von 2 bis 8 mg/Tag die Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion um ca. 70 %.
  • Ketoconazol, ein starker CYP3A4- und ein P-gp-Inhibitor, erhöhte bei einer Dosis von 200 mg/Tag die Plasmakonzentrationen von Risperidon und verminderte die Plasmakonzentrationen von 9-Hydroxy-Risperidon.

Antipsychotika:

• Phenothiazine können die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen.

Antivirale Mittel:

• Proteaseinhibitoren: Es liegen keine formalen Studiendaten vor; da jedoch Ritonavir ein starker CYP3A4-Inhibitor und ein schwacher CYP2D6-Inhibitor ist, können Ritonavir und Ritonavir- geboosterte Proteaseinhibitoren potentiell die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen.

Betablocker:

• Einige Betablocker können die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen.

Calciumkanalblocker:

• Verapamil, ein mäßiger CYP3A4- und ein F-gp-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentrationen von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Arzneimittel gegen gastrointestinale Erkrankungen:

• H2-Rezeptorantagonisten: Cimetidin und Ranitidin, beide schwache CYP2D6- und CYP3A4- Inhibitoren, erhöhen die Bioverfügbarkeit von Risperidon, aber nur geringfügig die der aktiven antipsychotischen Fraktion.

SSRI und trizyklische Antidepressiva:

  • Fluoxetin, ein starker CYP2D6-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nur in geringem Ausmaß die der aktiven antipsychotischen Fraktion.
  • Paroxetin, ein starker CYP2D6-Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber bei Dosen bis zu 20 mg/Tag nur in geringerem Ausmaß die der aktiven antipsychotischen Fraktion. Höhere Dosen von Paroxetin könnten jedoch die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen.
  • Trizyklische Antidepressiva können die Plasmakonzentrationen von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen. Amitriptylin beeinflusst die Pharmakokinetik von Risperidon oder der aktiven antipsychotischen Fraktion nicht.
  • Sertralin, ein schwacher CYP2D6-Inhibitor, und Fluvoxamin, ein schwacher CYP3A4-Inhibitor, sind bei Dosen bis zu 100 mg/Tag nicht mit klinisch signifikanten Änderungen der Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons assoziiert. Sertralin- oder Fluvoxamin-Dosen von mehr als 100 mg/Tag könnten jedoch die Konzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion des Risperidons erhöhen.

Wirkung von Risperidon auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Antiepileptika:

• Risperidon zeigt keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Valproat oder Topiramat.

Antipsychotika:

• Aripiprazol, ein CYP2D6- und CYP3A4-Substrat: Risperidontabletten oder -injektionen hatten keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik der Summe aus Aripiprazol und seines aktiven Metaboliten Dehydroaripiprazol.

Digitalisglykoside:

  • Risperidon zeigt keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Digoxin. Lithium:
  • Risperidon zeigt keine klinisch relevante Wirkung auf die Pharmakokinetik von Lithium. Gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit Furosemid
  • Siehe Abschnitt 4.4 bezüglich der erhöhten Mortalität bei älteren Patienten mit Demenz, die gleichzeitig Furosemid erhalten.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Risperidon bei Schwangeren vor. Risperidon erwies sich in tierexperimentellen Studien als nicht teratogen; es wurden jedoch andere Arten einer Reproduktionstoxizität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Bei Neugeborenen, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschließlich Risperidon-ratiopharm) exponiert sind, besteht das Risiko von Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können. Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.

Risperidon-ratiopharm darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Stillzeit

In tierexperimentellen Studien werden Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon in die Milch ausgeschieden. Es wurde gezeigt, dass Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon in geringen Mengen auch in die menschliche Muttermilch ausgeschieden werden. Es liegen keine Daten zu Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen vor. Daher ist der Vorteil des Stillens gegen die potentiellen Risiken für das Kind abzuwägen.

Fertilität

Wie auch andere Arzneimittel, die Dopamin-D2-Rezeptoren antagonisieren, erhöht Risperidon-ratiopharm den Prolaktinspiegel. Eine Hyperprolaktinämie kann hypothalamisches GnRH unterdrücken, was zu einer reduzierten Gonadotropinsekretion der Hypophyse führt. Dies kann in der Folge durch Beeinträchtigung der gonadalen Steroidgenese sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Reproduktionsfähigkeit beeinträchtigen.

Es wurden in den präklinischen Studien keine relevanten Effekte beobachtet.

Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (Häufigkeit ≥ 1/10) sind: Schlaflosigkeit, Angst, Kopfschmerzen, Infektion der oberen Atemwege, Parkinsonismus und Depression.

Die dem Anschein nach dosisabhängigen Nebenwirkungen schließen Parkinsonismus und Akathisie ein.

Schwerwiegende Reaktionen an der Injektionsstelle einschließlich Nekrose an der Injektionsstelle, Abszess, Cellulitis, Ulkus, Hämatom, Zyste und Nodulus wurden nach Markteinführung berichtet. Die Häufigkeit ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Vereinzelte Fälle erforderten einen chirurgischen Eingriff.

Nachstehend aufgeführt ist eine vollständige Auflistung der im Rahmen klinischer Studien und nach Markteinführung gemeldeten Nebenwirkungen mit Risperidon, wobei die Häufigkeitskategorie nach

klinischen Studien mit Risperidon berechnet wurde. Hierbei werden die folgenden Begriffe und

Häufigkeiten verwendet: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000,

< 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Systemorgan-     Nebenwirkung      
klasse     Häufigkeit      
  Sehr häufig Häufig Gelegentlich   Selten Sehr Nicht
            selten bekannt
Infektionen Infektion der Pneumonie, Atemwegsinfektion        
und parasitäre oberen Bronchitis, , Cystitis,        
Erkrankungen Atemwege Sinusitis, Ohrinfektion,        
    Harnwegsinfek- Augeninfektion,        
    tion, Influenza Tonsillitis,        
      Onychomykose,        
      Cellulitis, Infektion,        
      lokalisierte        
      Infektion, virale        
      Infektion,        
      Acarodermatitis,        
      subkutaner Abszess        
Erkrankungen   Anämie Leukozytenzahl   Agranulozytosec,    
des Blutes und     erniedrigt,   Neutropenie,    
des Lymph-     Thrombozytopenie,   Eosinophilenzahl    
systems     Hämatokrit   erhöht    
      reduziert        
Erkrankungen     Überempfindlichkei   anaphylaktische    
des Immun-     t   Reaktionc    
systems              
Endokrine   Hyperprolak- Glucose im Urin   inadäquate    
Erkrankungen   tinämiea     Sekretion des    
          antidiuretischen    
          Hormons    
Stoffwechsel-   Hyperglykämie, Diabetes mellitusb,   Wasser- diabetische  
und   Gewichtszunahme, Anorexie,   Intoxikationc, Ketoazi-  
Ernährungs-   gesteigerter Triglyzeride erhöht,   Hypoglykämie, dose  
störungen   Appetit, Cholesterin erhöht   Hyperinsulinämie    
    Gewichtsabnahme,     c, Polydipsie    
    verminderter          
    Appetit          
Psychiatrische Schlaflosig- Schlafstörungen, Manie,   Katatonie,    
Erkrankungen keitd, Agitiertheit, Verwirrtheit,   Schlafwandeln,    
  Depression, verminderte Anorgasmie,   schlafbezogene    
  Angst Libido Nervosität,   Essstörung,    
      Albträume   Abstumpfung    
Erkrankungen Parkinsonis- Sedierung/Som- tardive Dyskinesie,   malignes    
des musd, nolenz, Akathisied, zerebrale Ischämie,   neuroleptisches    
Nervensystems Kopfschmer- Dystonied, Bewusstlosigkeit,   Syndrom,    
  zen Schwindel, Konvulsiond,   zerebrovaskuläre    
    Dyskinesied, Synkope,   Störung, fehlende    
    Tremor psychomotorische   Reaktion auf    
      Hyperaktivität,   Stimuli,    
      Gleichgewichts-   verminderter    
      störung, anomale   Bewusstseinsgrad,    
      Koordination,   diabetisches    
      posturaler   Koma, Titubation    
      Schwindel,   des Kopfes    
      Aufmerksamkeits-        
      störung, Dysarthrie,        
      Dysgeusie,        
      Hypästhesie,        
      Parästhesie        
Augenerkran-   verschwommenes Konjunktivitis, Okklusion der    
kungen   Sehen trockenes Auge, retinalen Arterie,    
      erhöhter Glaukom, Störung    
      Tränenfluss, der    
      okulare Hyperämie Augenbewegung,    
        Augenrollen,    
        Photophobie,    
        Verkrustung des    
        Lidrandes,    
        Floppy-Iris-    
        Syndrom    
        (intraoperativ)c    
Erkrankungen     Vertigo, Tinnitus,      
des Ohrs und     Ohrenschmerzen      
des            
Labyrinths            
Herzerkran-   Tachykardie Vorhofflimmern, Sinusarrhythmie    
kungen     AV-Block,      
      Erregungsleitungs-      
      störungen, QT-      
      Verlängerung im      
      EKG, Bradykardie,      
      EKG-      
      Veränderungen,      
      Palpitationen      
Gefäßerkran-   Hypotonie, orthostatische Lungenembolie,    
kungen   Hypertonie Hypotonie Venenthrombose,    
        Erröten    
Erkrankungen   Dyspnoe, Hyperventilation, Schlaf-Apnoe-    
der Atemwege,   pharyngolaryn- Kongestion der Syndrom,    
des   gealer Schmerz, Atemwege, Aspirationspneum    
Brustraums   Husten, verstopfte Keuchen, Epistaxis onie,    
und   Nase   Lungenstauung,    
Mediastinums       Rasselgeräusche    
        der Lunge,    
        Dysphonie,    
        respiratorische    
        Störung    
Erkrankungen   Bauchschmerzen, Stuhlinkontinenz, Pankreatitis, Ileus  
des   abdominale Dysphagie, mechanischer    
Gastrointesti-   Beschwerden, Flatulenz Ileus,    
naltrakts   Erbrechen,   geschwollene    
    Übelkeit,   Zunge,    
    Obstipation,   Koprostase,    
    Gastroenteritis,   Cheilitis    
    Diarrhö,        
    Dyspepsie,        
    Mundtrockenheit,        
    Zahnschmerzen        
Erkrankungen   Hautausschlag Pruritus, Alopezie, Arzneimittelexant Angio- Stevens-
der Haut und     Ekzem, trockene hem, Urtikaria, ödem Johnson-
des     Haut, Erythem, Hyperkeratose,   Syndrom
Unterhautzell-     Hautverfärbung, Schuppen,   / toxisch
gewebes     Akne, Hauterkrankung,   epider-
      seborrhoisches Hautläsion   male
      Ekzem     Nekro-
            lysec
Skelettmusku-   Muskelspasmen, Kreatinphosphokina Rhabdomyolyse,    
latur-,   muskuloskelettale se erhöht, anomale    
Bindegewebs-   Schmerzen, Gelenksteifigkeit, Körperhaltung    
und     Gelenkschwellung,      
Knochener-   Rückenschmerzen, Muskelschwäche,      
krankungen   Arthralgie Nackenschmerzen      
Erkrankungen   Harninkontinenz Pollakisurie,      
der Nieren     Harnretention,      
und Harnwege     Dysurie      
Schwanger-       Arzneimittelentzu    
schaft,       gssyndrom des    
Wochenbett       Neugeborenenc    
und perinatale            
Erkrankungen            
Erkrankungen   Erektions- Ejakulationsstörung Priapismusc,    
der   störungen, en, verspätete Stauungserschei-    
Geschlechts-   Amenorrhö, Menstruation, nungen der Brust,    
organe und   Galaktorrhö Menstruations- Brustvergrößerun    
der     störungend, g, Sekretion aus    
Brustdrüse     Gynäkomastie, der Brustdrüse    
      sexuelle      
      Dysfunktion,      
      Brustschmerzen,      
      Brustbeschwerden,      
      vaginaler Ausfluss      
Allgemeine   Ödemd, Pyrexie, Gesichtsödem, Hypothermie,    
Erkrankungen   Thoraxschmerzen, Schüttelfrost, Körpertemperatur    
und   Asthenie, Fatigue, Körpertemperatur erniedrigt,    
Beschwerden   Schmerzen, erhöht, anomaler peripheres    
am Verab-   Reaktion an der Gang, Durst, Kältegefühl,    
reichungsort   Injektionsstelle Thoraxbeschwerden Arzneimittelentzu    
      , Unwohlsein, gssyndrom,    
      anomales Gefühl, Beschwerden    
      Indurationc      
Leber- und   Transaminasen Leberenzyme Ikterus    
Gallenerkran-   erhöht, Gamma- erhöht      
kungen   Glutamyltrans-        
    ferase erhöht        
Verletzung,   Sturz anwendungsbedingt      
Vergiftung     e Schmerzen      
und durch            
Eingriffe            
bedingte            
Komplika-            
tionen            

a Eine Hyperprolaktinämie kann in einigen Fällen zu Gynäkomastie, Menstruationsstörungen, Amenorrhö, Anovulation, Galaktorrhö, Fertilitätsstörungen, verminderter Libido und Erektionsstörungen führen.

b In placebokontrollierten Studien wurde Diabetes mellitus bei 0,18 % der mit Risperidon behandelten Studienteilnehmer berichtet, im Vergleich zu einer Rate von 0,11 % in der Placebogruppe. Die Gesamtinzidenz aus allen klinischen Studien betrug 0,43 % bei allen mit Risperidon behandelten Studienteilnehmern.

c Nicht beobachtet in klinischen Studien mit Risperidon, aber nach der Markteinführung von Risperidon.

d Extrapyramidale Störungen können auftreten: Parkinsonismus (verstärkte Speichelsekretion, muskuloskelettale Steifheit, Parkinsonismus, vermehrter Speichelfluss, Zahnradphänomen, Bradykinesie, Hypokinesie, Maskengesicht, Muskelanspannung, Akinesie, Steifheit der Nackenmuskulatur, Muskelsteifheit, parkinsonähnlicher Gang und anomaler Glabellareflex, parkinsonähnlicher Ruhetremor), Akathisie (Akathisie, Unruhe, Hyperkinesie und Restless- Legs-Syndrom), Tremor, Dyskinesie (Dyskinesie, Muskelzuckungen, Choreoathetose, Athetose und Myoklonie), Dystonie. Dystonie einschließlich Dystonie, Hypertonie, Torticollis, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Muskelkontraktur, Blepharospasmus, Okulogyration, Zungenparalyse, Gesichtsspasmus, Laryngospasmus, Myotonie, Opisthotonus, oropharyngealer Spasmus, Pleurothotonus, Zungenspasmus und Trismus. Es ist anzumerken, dass ein breiteres Spektrum an Symptomen aufgeführt ist, welches nicht notwendigerweise extrapyramidalen Ursprungs ist. Schlaflosigkeit einschließlich Einschlafstörung, Durchschlafstörung. Konvulsion einschließlich Grand-Mal-Anfall. Menstruationsstörungen einschließlich unregelmäßige Menstruation, Oligomenorrhö. Ödem einschließlich generalisiertes Ödem, peripheres Ödem, eindrückbares Ödem.

Nebenwirkungen, die mit Paliperidon-Formulierungen beobachtet wurden

Paliperidon ist der aktive Metabolit von Risperidon, daher sind die Nebenwirkungsprofile dieser Wirkstoffe (einschließlich der oralen und injizierbaren Darreichungsformen) relevant füreinander. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Nebenwirkungen wurden die folgenden Nebenwirkungen bei der Anwendung von Paliperidon-Darreichungsformen beobachtet, wobei diese auch unter Risperidon-ratiopharm auftreten könnten.

Herzerkrankungen

Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom

Anaphylaktische Reaktion

Nach Markteinführung wurde bei Patienten, die vorher orales Risperidon toleriert hatten, in seltenen Fällen über eine anaphylaktische Reaktion nach Injektion von Risperidon berichtet (siehe

Abschnitt 4.4).

Klasseneffekte

Wie bei anderen Antipsychotika wurden nach Markteinführung sehr selten Fälle einer QT-Verlängerung unter Risperidon berichtet. Andere klassenbezogene kardiale Effekte, die unter Antipsychotika, die das QT-Intervall verlängern, berichtet wurden, umfassen ventrikuläre Arrhythmie, Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie, plötzlichen Tod, Herzstillstand und Torsade de Pointes.

Venöse Thromboembolien

Fälle von venösen Thromboembolien (einschließlich Fällen von Lungenembolie und Fällen von tiefer Venenthrombose) sind im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika berichtet worden (Häufigkeit nicht bekannt).

Gewichtszunahme

In einer 12-wöchigen, placebokontrollierten Doppelblindstudie kam es bei 9 % der Patienten, die mit

Risperidon behandelt wurden, im Vergleich zu 6 % der Patienten, die mit Placebo behandelt wurden, zu einer Gewichtszunahme von ≥ 7 % des Körpergewichts am Endpunkt der Studie. Während der

1-jährigen offenen Studie zu Risperidon lagen die Änderungen des Körpergewichts bei einzelnen

Patienten im Allgemeinen innerhalb von ± 7 % des Ursprungsgewichtes; bei 25 % der Patienten kam es zu einer Zunahme des Körpergewichts von ≥ 7 %.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger- Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de, anzuzeigen.

Wie ist Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension aufzubewahren?

3 Jahre bei 2–8 °C.

Nach Rekonstitution:

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei 25 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 6 Stunden bei 25°C aufzubewahren.

Weitere Informationen zu Risperidon-ratiopharm 25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Risperidon-ratiopharm 25 mg

1 Durchstechflasche enthält 25 mg Risperidon.

1 ml rekonstituierte Suspension enthält 12,5 mg Risperidon.

Risperidon-ratiopharm 37,5 mg

1 Durchstechflasche enthält 37,5 mg Risperidon.

1 ml rekonstituierte Suspension enthält 18,75 mg Risperidon.

Risperidon-ratiopharm 50 mg

1 Durchstechflasche enthält 50 mg Risperidon.

1 ml rekonstituierte Suspension enthält 25 mg Risperidon.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

Datum der Erteilung der Zulassung: 22. Februar 2021

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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