Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung von subklinischer Mastitis, verursacht durch bovine Mastitiserreger, die gegenüber der Wirkstoffkombination von Penicillin und Neomycin empfindlich sind, sowie im Rahmen von Maßnahmen zur Vermeidung von Neuinfektionen während der Trockenstehperiode.
- Zieltierarten
- Rind (Milchkuh zum Zeitpunkt des Trockenstellens)
- Wartezeit
- Essbare Gewebe: 28 Tage. Milch: 96 Stunden nach dem Kalben bei Kühen mit einer Trockenstehperiode von mehr als 50 Tagen. 50 Tage plus 96 Stunden nach der Behandlung bei Kühen mit einer Trockenstehperiode von 50 Tagen oder weniger.
- Wirkstoff(e)
- Neomycin, Neomycinsulfat, Benzylpenicillin
- Zulassungsinhaber
- Bimeda Animal Health Ltd. (BS 2)
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- Anwendungsgebiete
- Borreliose (Syn.: Lyme-Disease, Lyme-Borreliose)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung von subklinischer Mastitis, verursacht durch bovine Mastitiserreger, die gegenüber der Wirkstoffkombination von Penicillin und Neomycin empfindlich sind, sowie im Rahmen von Maßnahmen zur Vermeidung von Neuinfektionen während der Trockenstehperiode.
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Für welche Tiere ist Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern zugelassen?
Rind (Milchkuh zum Zeitpunkt des Trockenstellens)
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei laktierenden Kühen.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, β-Lactam-Antibiotika, Cephalosporine, Neomycin oder anderen Aminoglykosid-Antibiotika oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Kühen mit klinischer Mastitis.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung den Zieltierarten:
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung einer Empfindlichkeitsprüfung der von dem Tier isolierten Bakterien erfolgen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte die Therapie auf lokalen (regionalen, betrieblichen) epidemiologischen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielbakterien basieren.
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die offiziellen, nationalen und regionalen Vorschriften über den Einsatz von Antibiotika zu beachten.
Die therapeutische Wirksamkeit des Tierarzneimittels ist nur gegen Erreger erwiesen, die empfindlich gegenüber den darin enthaltenen Wirkstoffen sind.
Nach dem Trockenstellen kann es trotz vorbeugender Behandlung zu schwerer akuter Mastitis (mit potentiell tödlichem Verlauf) durch Erreger wie Pseudomonas aeruginosa kommen. Zur Reduzierung dieses Risikos sollte streng auf eine sorgfältige aseptische Vorgehensweise geachtet werden. Die
Kühe sollten auf einer hygienisch einwandfreien Weide in ausreichender Entfernung vom Melkstand gehalten und nach dem Trockenstellen über mehrere Tage regelmäßig kontrolliert werden.
Eine Anwendung des Tierarzneimittels, die von den Anwendungsvorschriften der SPC abweicht, kann
zu einer erhöhten Prävalenz von Bakterien, die gegenüber Benzylpenicillin resistent sind, führen und kann die Wirksamkeit der Behandlung mit anderen β-Lactam-Antibiotika (Penicillinen und
Cephalosporinen) aufgrund einer potentiellen Kreuzresistenz verringern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Da es gelegentlich zu allergischen Hautreaktionen kommen kann, sollte der Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermieden werden.
Penicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, Einnahme oder Hautexposition zu einer Überempfindlichkeitsreaktion führen.
Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Penicilline können zu Kreuzreaktionen gegenüber Cephalosporinen und umgekehrt führen. Die allergischen Reaktionen gegen diese Substanzen können
gelegentlich schwerwiegender Natur sein.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen β-Lactam-Antibiotika, Cephalosporinen, Neomycin oder anderen Aminoglykosid-Antibiotika sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Wenn nach einer Exposition Symptome wie Hautausschlag auftreten, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Anschwellen von Gesicht, Lippen oder Augenlidern sowie erschwerte Atmung sind ernstzunehmende Symptome und erfordern eine dringende medizinische Versorgung.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Anwendung während der Laktation wird nicht empfohlen, außer die Tiere befinden sich in der Trockenstehperiode.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Keine Daten verfügbar.
Überdosierung:
Bei Überdosierung können die angegebenen Wartezeiten für Milch und essbare Gewebe nicht zutreffend sein.
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Wie wird Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Intramammäre Anwendung.
Dosierung: 100 mg Neomycinsulfat, 100 mg Penethamathydroiodid und 400 mg Procain- Benzylpenicillin in jedes Euterviertel.
Der Inhalt eines Injektors sollte unmittelbar nach dem letzten Melken vor dem Trockenstellen über den Strichkanal der Zitze in jedes Euterviertel eingebracht werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Vor der Applikation ist das Euter vollständig auszumelken. Die Zitze sowie deren Strichkanalmündung sind gründlich mit einem Reinigungstuch zu reinigen und zu desinfizieren. Dabei ist ein sorgfältiges Vorgehen erforderlich, um eine Kontamination der Injektorspitze zu vermeiden. Der Inhalt eines Injektors wird vorsichtig in jedes Euterviertel eingebracht. Das Tierarzneimittel ist durch vorsichtiges Massieren von Zitze und Euter zu verteilen. Der Injektor darf nur einmal verwendet werden.
Welche Wartezeit gilt für Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern?
Essbare Gewebe: 28 Tage.
Milch: 96 Stunden nach dem Kalben bei Kühen mit einer Trockenstehperiode von mehr als 50 Tagen. 50 Tage plus 96 Stunden nach der Behandlung bei Kühen mit einer Trockenstehperiode von 50 Tagen oder weniger.
Welche Nebenwirkungen kann Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern beim Tier haben?
| Sehr selten | Allergische | Reaktion | (allergische | Hautreaktion, | |
| Anaphylaxie)1 | |||||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | |||||
| Überempfindlichkeit1 | |||||
| einschließlich Einzelfallberichte): | |||||
1Können gelegentlich schwerwiegend sein.
Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte die laufende Behandlung abgebrochen werden und eine symptomatische Behandlung begonnen werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem:
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E Mail (uaw@bvl.bund.de)
angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 25 °C lagern.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Nur zur einmaligen Anwendung.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett des Injektors und dem Etikett des Eimers angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Multishield DC Suspension zur intramammären Anwendung bei Rindern
Zusammensetzung
Jeder 4,5 g Injektor enthält:
| Neomycin | 70 000 IE | (als Neomycinsulfat | 100 mg) |
| Penethamat | 77,2 mg | (als Penethamathydroiodid | 100 mg) |
| Benzylpenicillin | 227,2 mg | (als Procain-Benzylpenicillin | 400 mg) |
Weißliche, homogene, ölige Suspension.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zulassungsnummer: 401543.00.00
Packungsgrößen:
Eimer mit 24 Injektoren.
Eimer mit 120 Injektoren.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
{MM/JJJJ}
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: Bimeda Animal Health Limited
2, 3 & 4 Airton Close Tallaght
Dublin 24 Irland
Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: DE: Dechra Veterinary Products Deutschland GmbH
Hauptstr. 6 – 8
88326 Aulendorf Deutschland
Tel: 07525 205 55
E-mail: phv.de@dechra.com
Mitvertreiber:
DE: Dechra Veterinary Products Deutschland GmbH
Hauptstr. 6 – 8
88326 Aulendorf
Deutschland
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.
Weitere Informationen
Verschreibungspflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


