Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Hukyndra enthält den Wirkstoff Adalimumab. Hukyndra wird angewendet, um folgende Erkrankungen zu behandeln: Rheumatoide Arthritis Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis Enthesitis-assoziierte Arthritis Ankylosierende Spondylitis Axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist Psoriasis -Arthritis Plaque- …
- Wirkstoff(e)
- Adalimumab
- Zulassungsinhaber
- STADA Arzneimittel AG
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- L04AB04
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Hukyndra 40 mg Injektionslösung im Fertigpen angewendet?
Hukyndra enthält den Wirkstoff Adalimumab.
Hukyndra wird angewendet, um folgende Erkrankungen zu behandeln:
- Rheumatoide Arthritis
- Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
- Enthesitis-assoziierte Arthritis
- Ankylosierende Spondylitis
- Axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist
- Psoriasis-Arthritis
- Plaque-Psoriasis
- Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Nicht infektiöse Uveitis.
Der Wirkstoff von Hukyndra, Adalimumab, ist ein humaner monoklonaler Antikörper. Monoklonale Antikörper sind Eiweiße, die sich an ein bestimmtes Ziel anheften.
Das Ziel von Adalimumab ist das Eiweiß Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα). TNFα ist beteiligt an
Abwehrreaktionen des Körpers. Bei den oben genannten Erkrankungen ist die Menge an TNFα erhöht.
Hukyndra heftet sich an TNFα und verringert dadurch die entzündlichen Vorgänge bei diesen
Erkrankungen.
Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke.
Hukyndra wird angewendet, um eine mäßige bis schwere rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen zu behandeln. Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel (Basistherapeutika wie Methotrexat). Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Hukyndra kann auch zur Behandlung einer schweren aktiven und fortschreitenden (progressiven) rheumatoiden Arthritis ohne vorherige Methotrexat-Behandlung eingesetzt werden.
Hukyndra kann das Fortschreiten der Gelenkschäden, die durch die entzündliche Erkrankung verursacht werden, verlangsamen und kann helfen, dass man die Gelenke wieder besser bewegen kann.
Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie Hukyndra mit Methotrexat zusammen anwenden sollen oder alleine.
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
Die polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke.
Hukyndra wird angewendet, um die polyartikuläre idiopathische Arthritis bei Patienten ab 2 Jahren zu behandeln. Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel (Basistherapeutika wie Methotrexat). Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie Hukyndra mit Methotrexat zusammen anwenden sollen oder alleine.
Enthesitis-assoziierte Arthritis
Enthesitis-assoziierte Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke und der Übergänge von Sehnen auf Knochen.
Hukyndra wird angewendet, um die Enthesitis-assoziierte Arthritis bei Patienten ab 6 Jahren zu behandeln. Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel (Basistherapeutika wie Methotrexat). Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Ankylosierende Spondylitis und axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist
Die ankylosierende Spondylitis und axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist, sind entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule.
Hukyndra wird angewendet, um die schwere ankylosierende Spondylitis und axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist, bei Erwachsenen zu behandeln. Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Psoriasis-Arthritis
Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die üblicherweise in Verbindung mit Schuppenflechte (Psoriasis) auftritt.
Hukyndra wird angewendet, um die Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen zu behandeln. Hukyndra kann das Fortschreiten der Gelenkschäden, die durch die Erkrankung verursacht werden, verlangsamen und kann helfen, dass man die Gelenke wieder besser bewegen kann. Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Plaque-Psoriasis
Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte mit klar abgegrenzten Hautstellen) ist ein Hautzustand, der rote, schuppige, verkrustete Stellen auf der Haut verursacht, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind. Plaque-Psoriasis kann auch die Nägel befallen, sodass diese spröde werden, sich verdicken und sich vom Nagelbett abheben, was schmerzhaft sein kann.
Hukyndra wird angewendet zur Behandlung von
- mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen und
- schwerer chronischer Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 17 Jahren, bei denen eine äußerliche, örtliche Behandlung und Behandlungen mit Licht (Phototherapien) nicht sehr gut gewirkt haben oder nicht geeignet sind.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
Hidradenitis suppurativa ist eine chronische und oft schmerzhafte entzündliche Hauterkrankung. Zu den Beschwerden gehören unter anderem druckempfindliche Knötchen und Eiteransammlungen (Abszesse), aus denen Eiter austreten kann. Am häufigsten sind bestimmte Bereiche der Haut betroffen, wie z. B. unter den Brüsten, unter den Achseln, an den Innenseiten der Oberschenkel, in der Leistengegend und am Gesäß. An den betroffenen Stellen kann es auch zu Vernarbungen kommen.
Hukyndra wird angewendet zur Behandlung von
- mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa bei Erwachsenen und
- mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren.
Hukyndra kann die Anzahl der Knötchen und Eiteransammlungen, die durch die Erkrankung verursacht werden, verringern und kann die Schmerzen, die oft mit dieser Erkrankung einhergehen, lindern.
Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Morbus Crohn ist eine entzündliche Erkrankung des Verdauungstraktes.
Hukyndra wird angewendet zur Behandlung von
- mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn bei Erwachsenen und
- mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren.
Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Colitis ulcerosa
Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Erkrankung des Dickdarms.
Hukyndra wird angewendet zur Behandlung von
- mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa bei Erwachsenen und
- mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren.
Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Nicht infektiöse Uveitis
Die nicht infektiöse Uveitis ist eine entzündliche Erkrankung, die bestimmte Teile des Auges betrifft.
Hukyndra wird angewendet zur Behandlung von
- Erwachsenen mit nicht infektiöser Uveitis mit einer Entzündung im hinteren Bereich des Auges
- Kindern mit chronischer nicht infektiöser Uveitis ab 2 Jahren mit einer Entzündung im vorderen Bereich des Auges.
Diese Entzündung kann dazu führen, dass man schlechter sieht und/oder dass man Schwebeteile sieht (schwarze Punkte oder Schlieren, die sich durch das Blickfeld bewegen). Hukyndra wirkt, indem es die Entzündung verringert.
Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Arzneimittel ansprechen, erhalten Sie Hukyndra.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Hukyndra 40 mg Injektionslösung im Fertigpen zu beachten?
Hukyndra darf nicht angewendet werden
- Wenn Sie allergisch gegen Adalimumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
-
Wenn Sie an einer aktiven Tuberkulose oder einer anderen schweren Infektion erkrankt sind
(siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen von Infektionen, z. B. Fieber, Wunden, Abgeschlagenheit, Zahnprobleme, vorliegen. -
Wenn Sie an mäßiger bis schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) erkrankt sind. Es ist wichtig,
dass Sie Ihrem Arzt über zurückliegende oder bestehende ernsthafte Herzbeschwerden berichten
(siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Hukyndra anwenden.
Allergische Reaktionen
Sollten Sie allergische Reaktionen bekommen mit Anzeichen wie Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche, Benommenheit/Schwindelgefühl, Schwellungen oder Hautausschlag, spritzen Sie sich kein weiteres Hukyndra mehr und setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung, da diese Reaktionen in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein können.
Infektionen
- Wenn Sie eine Infektion haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Hukyndra- Behandlung beginnen. Auch dann, wenn Sie die Infektion schon länger haben, oder die Infektion örtlich begrenzt ist (z. B. ein Unterschenkelgeschwür). Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.
- Während der Behandlung mit Hukyndra können Sie leichter an Infektionen erkranken. Das Risiko kann sich zusätzlich erhöhen, wenn Sie Probleme mit Ihrer Lunge haben. Diese Infektionen
können schwer sein und umfassen:
- Tuberkulose
- Infektionen, die durch Viren, Pilze, Parasiten oder Bakterien verursacht werden
- Blutvergiftung
Diese Infektionen können in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen wie Fieber, Wunden, Gefühl der Müdigkeit oder Zahnprobleme auftreten. Ihr Arzt wird Ihnen dann möglicherweise sagen, dass Sie die Anwendung von Hukyndra für eine bestimmte Zeit unterbrechen sollen.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie sich in Regionen aufhalten oder in Regionen reisen, in denen Pilzerkrankungen sehr häufig vorkommen (z. B. Histoplasmose, Kokzidioidomykose oder Blastomykose).
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie in der Vergangenheit Infektionen gehabt haben, die immer wieder aufgetreten sind, oder wenn Sie andere Krankheiten gehabt haben, die das Risiko einer Infektion erhöhen.
- Wenn Sie über 65 Jahre alt sind, können Sie für Infektionen anfälliger sein, während Sie Hukyndra nehmen. Sie und Ihr Arzt sollten daher besonders auf Anzeichen einer Infektion achten, während Sie mit Hukyndra behandelt werden. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie Anzeichen von Infektionen bemerken wie Fieber, Wunden, Gefühl der Müdigkeit oder Zahnprobleme.
Tuberkulose
Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie jemals Tuberkulose hatten oder in engem Kontakt mit jemandem waren, der Tuberkulose hatte. Wenn Sie eine aktive Tuberkulose haben, dürfen Sie Hukyndra nicht anwenden.
- Ihr Arzt wird Sie vor Beginn der Behandlung mit Hukyndra auf Anzeichen und Krankheitserscheinungen einer Tuberkulose untersuchen, da bei mit Adalimumab behandelten Patienten von Tuberkulosefällen berichtet wurde. Zu dieser gründlichen Untersuchung gehören die Aufnahme einer umfassenden medizinischen Vorgeschichte und geeignete Tests (z. B. eine Röntgen-Aufnahme des Brustkorbs und ein Tuberkulintest). Die Durchführung und Ergebnisse dieser Tests sollten in Ihrem Patientenpass dokumentiert werden.
- Tuberkulose kann sich während der Behandlung entwickeln, sogar dann, wenn Sie eine Behandlung zur Vorbeugung gegen Tuberkulose bekommen haben.
- Benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Anzeichen einer Tuberkulose oder einer anderen Infektion während oder nach der Behandlung auftreten. Anzeichen einer Tuberkulose können z. B. sein: anhaltender Husten, Gewichtsverlust, das Gefühl keine Energie zu haben, leichtes Fieber.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Träger des Hepatitis-B-Virus (HBV) sind, wenn Sie eine aktive HBV-Infektion haben oder wenn Sie glauben, dass Sie ein erhöhtes Risiko für eine HBV-
Infektion haben.
- Ihr Arzt sollte Sie auf HBV untersuchen. Bei Personen, die dieses Virus tragen, kann Adalimumab dazu führen, dass eine HBV-Infektion wieder ausbricht.
- In einigen seltenen Fällen, besonders bei der zusätzlichen Anwendung von weiteren Arzneimitteln, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, kann der erneute Ausbruch einer HBV-Infektion lebensbedrohend sein.
Operationen oder Zahnbehandlungen
Informieren Sie bitte Ihren Arzt vor einer Operation oder einer Zahnbehandlung über Ihre Behandlung mit Hukyndra. Ihr Arzt kann eine kurzzeitige Unterbrechung der Hukyndra- Behandlung empfehlen.
Demyelinisierende Erkrankungen
- Wenn Sie gerade eine Erkrankung entwickeln oder bereits haben, die die Schicht um die Nervenzellen beeinflusst (wie z. B. multiple Sklerose), wird Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Hukyndra anwenden bzw. weiter anwenden sollten. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie schlechter sehen, wenn sich Ihre Arme oder Beine kraftlos anfühlen oder wenn sich Körperteile taub oder kribbelig anfühlen.
Impfungen
Gewisse Impfstoffe können Infektionen verursachen und sollten während der Behandlung mit Hukyndra nicht verwendet werden.
- Besprechen Sie jede Impfung vorher mit Ihrem Arzt.
- Bei Kindern und Jugendlichen wird empfohlen, nach Möglichkeit vor Behandlungsbeginn mit Hukyndra alle für ihr Alter festgelegten Impfungen auf den aktuellen Stand zu bringen.
- Wenn Sie Hukyndra während der Schwangerschaft bekommen haben, hat Ihr Säugling eventuell ein erhöhtes Risiko während der ersten 5 Monate nach der letzten Hukyndra-Dosis, die Sie während der Schwangerschaft erhalten haben, eine Infektion zu bekommen. Es ist wichtig, dass Sie den Ärzten des Kindes und anderem Fachpersonal im Gesundheitswesen mitteilen, dass Sie Hukyndra während der Schwangerschaft bekommen haben, sodass diese darüber entscheiden können, ob Ihr Säugling eine Impfung erhalten sollte.
Wenn Sie eine leichte Herzschwäche (Herzinsuffizienz) haben und mit Hukyndra behandelt werden, muss Ihre Herzschwäche sorgfältig durch Ihren Arzt überwacht werden. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie schwerwiegende Herzprobleme haben oder gehabt haben. Entwickeln Sie neue oder sich verschlechternde Symptome einer Herzschwäche (z. B. Kurzatmigkeit oder Anschwellen der Füße), müssen Sie sofort mit Ihrem Arzt sprechen. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie Hukyndra weiterhin erhalten sollten.
Fieber, blaue Flecke, Blutungen, blasses Aussehen
- Bei einigen Patienten kann die körpereigene Produktion von bestimmten Blutzellen vermindert sein. Diese Blutzellen helfen bei der Bekämpfung von Infektionen oder beim Stoppen von Blutungen. Ihr Arzt wird möglicherweise entscheiden, die Behandlung zu beenden. Wenn Sie anhaltendes Fieber bekommen oder schwache blaue Flecke oder wenn Sie sehr leicht bluten oder sehr blass aussehen, benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt.
Krebs
Es gab sehr selten Fälle bestimmter Krebsarten bei Patienten (Kindern und Erwachsenen), die Adalimumab oder andere TNF-Hemmer erhielten.
- Im Vergleich zu Menschen ohne Rheuma können Patienten, die seit langer Zeit eine schwerere rheumatoide Arthritis haben, ein erhöhtes Risiko haben, ein Lymphom oder Leukämie zu bekommen. Ein Lymphom ist eine Krebsform, die das Lymphsystem betrifft, Leukämie ist eine Krebsform, die das Blut und das Knochenmark betrifft.
- Wenn Sie Hukyndra anwenden, kann sich Ihr Risiko, Lymphome, Leukämie oder andere Krebsformen zu entwickeln, möglicherweise erhöhen. In Ausnahmefällen wurde bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden, eine seltene und schwere Form des Lymphoms beobachtet. Einige dieser Patienten wurden gleichzeitig mit dem Wirkstoff Azathioprin oder 6-Mercaptopurin behandelt.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Azathioprin oder 6-Mercaptopurin zusammen mit Hukyndra einnehmen.
- Bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden, wurden Fälle von Hauttumoren beobachtet. Unter diesen Tumoren waren keine Melanome.
- Falls während oder nach der Behandlung neue Hautveränderungen auftreten oder sich das Aussehen bereits bestehender Hautverletzungen verändert, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
- Bei Patienten mit einer besonderen Art von Lungenerkrankung, der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), sind unter Behandlung mit einem anderen TNF-Hemmer Krebsarten aufgetreten. Unter diesen Krebsarten waren keine Lymphome. Wenn Sie COPD haben oder wenn Sie stark rauchen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob die Behandlung mit einem TNF-Hemmer für Sie geeignet ist.
Autoimmunerkrankung
In seltenen Fällen kann die Behandlung mit Hukyndra ein lupusähnliches Syndrom auslösen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, falls Anzeichen wie ein anhaltender, nicht erklärbarer Hautausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen oder Müdigkeit auftreten.
Kinder und Jugendliche
- Impfungen: Wenn möglich, sollten Kinder und Jugendliche vor Anwendung von Hukyndra auf dem neuesten Stand mit allen Impfungen sein.
Anwendung von Hukyndra zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Sie dürfen Hukyndra nicht zusammen mit Arzneimitteln anwenden, die folgende Wirkstoffe enthalten, da ein erhöhtes Risiko einer schwerwiegenden Infektion besteht:
- Anakinra
- Abatacept.
Hukyndra kann zusammen angewendet werden mit:
- Methotrexat
- bestimmten krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (wie z.B. Sulfasalazin, Hydroxychloroquin, Leflunomid und injizierbaren Goldzubereitungen)
- Kortikosteroiden oder Schmerzmitteln, einschließlich nicht steroidhaltiger entzündungshemmender Antirheumatika (NSAR).
Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Sie sollten eine geeignete Verhütungsmethode in Erwägung ziehen, um nicht schwanger zu werden, und bis mindestens 5 Monate nach der letzten Dosis von Hukyndra verhüten.
- Wenn Sie schwanger sind, vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt zur Anwendung dieses Arzneimittels um Rat.
- Hukyndra sollte während einer Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies erforderlich ist.
- Laut einer Studie mit Schwangeren bestand bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft mit Adalimumab behandelt wurden, kein höheres Risiko für Geburtsfehler als bei Kindern von Müttern mit der gleichen Erkrankung, die nicht mit Adalimumab behandelt wurden.
- Hukyndra kann während der Stillzeit angewendet werden.
- Wenn Sie Hukyndra während einer Schwangerschaft erhalten, hat Ihr Säugling eventuell ein erhöhtes Risiko, eine Infektion zu bekommen.
-
Es ist wichtig, dass Sie vor einer Impfung Ihres Säuglings die Ärzte des Kindes und anderes Fachpersonal im Gesundheitswesen darüber informieren, dass Sie Hukyndra während der
Schwangerschaft angewendet haben. Weitere Information siehe im Abschnitt zu Impfungen unter
„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Hukyndra kann einen geringen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben. Bei der Anwendung von Hukyndra kann das Sehvermögen beeinträchtigt sein und es kann das Gefühl auftreten, dass sich der Raum dreht.
Hukyndra enthält Natrium und Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 0,4 ml Dosis, d.h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Polysorbat 80 pro ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
Wie wird Hukyndra 40 mg Injektionslösung im Fertigpen angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die empfohlenen Dosen von Hukyndra in den genehmigten Anwendungen. Ihr Arzt kann Hukyndra in einer anderen Stärke verschreiben, wenn Sie eine andere Dosierung benötigen.
Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, ankylosierende Spondylitis oder axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise | |||||
| verabreichen? | |||||||
| Erwachsene | 40 mg jede zweite Woche | Bei rheumatoider Arthritis wird | |||||
| die Gabe von Methotrexat | |||||||
| fortgesetzt. Falls Ihr Arzt | |||||||
| entscheidet, dass Methotrexat | |||||||
| nicht für Sie geeignet ist, kann | |||||||
| Hukyndra auch alleine | |||||||
| angewendet werden. | |||||||
| Falls Sie rheumatoide Arthritis | |||||||
| haben und kein Methotrexat | |||||||
| begleitend zu Ihrer Behandlung | |||||||
| mit Hukyndra erhalten, kann | |||||||
| Ihr Arzt sich für eine | |||||||
| Hukyndra-Gabe von 40 mg | |||||||
| jede Woche oder 80 mg jede | |||||||
| zweite Woche entscheiden. | |||||||
| Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis | |||||||
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise | |||||
| verabreichen? | |||||||
| Kinder ab 2 Jahren, Jugendliche | 40 mg jede zweite Woche | Keine | |||||
| und Erwachsene mit einem | |||||||
| Gewicht von 30 kg oder mehr | |||||||
| Kinder ab 2 Jahren und | 20 mg jede zweite Woche | Keine | |||||
| Jugendliche mit einem Gewicht | |||||||
| zwischen 10 kg und unter 30 kg | |||||||
| Enthesitis-assoziierte Arthritis | |||||||
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise | |||||
| verabreichen? | |||||||
| Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche | 40 mg jede zweite Woche | Keine | |||||
| und Erwachsene mit einem | |||||||
| Gewicht von 30 kg oder mehr | |||||||
| Kinder ab 6 Jahren und | 20 mg jede zweite Woche | Keine | |||||
| Jugendliche mit einem Gewicht | |||||||
| zwischen 15 kg und unter 30 kg | |||||||
| Plaque-Psoriasis | |||||||
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise | |||||
| verabreichen? |
| Erwachsene | 80 mg als Anfangsdosis (als zwei | Wenn Sie unzureichend auf die |
| Injektionen von 40 mg an einem | Behandlung ansprechen, kann | |
| Tag), danach 40 mg jede zweite | Ihr Arzt die Dosierung auf | |
| Woche, beginnend eine | 40 mg jede Woche oder 80 mg | |
| Woche nach der Anfangsdosis. | jede zweite Woche erhöhen. | |
| Kinder und Jugendliche | 40 mg als Anfangsdosis, gefolgt | Keine |
| zwischen 4 und 17 Jahren und | von 40 mg eine Woche später. | |
| einem Gewicht von 30 kg oder | ||
| mehr | Danach werden üblicherweise | |
| 40 mg jede zweite Woche | ||
| verabreicht. | ||
| Kinder und Jugendliche | 20 mg als Anfangsdosis, | Keine |
| zwischen 4 und 17 Jahren und | gefolgt von 20 mg eine Woche | |
| einem Gewicht zwischen 15 kg | später. | |
| und unter 30 kg | ||
| Danach werden üblicherweise | ||
| 20 mg jede zweite Woche | ||
| verabreicht. | ||
| Hidradenitis suppurativa (Acne inversa) | ||
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise |
| verabreichen? | ||
| Erwachsene | 160 mg als Anfangsdosis | Es wird empfohlen, dass Sie an |
| (entweder als vier Injektionen | den betroffenen Stellen täglich | |
| von 40 mg an einem Tag oder als | eine antiseptische Waschlösung | |
| zwei Injektionen von 40 mg pro | anwenden. | |
| Tag an zwei | ||
| aufeinanderfolgenden Tagen), | ||
| danach eine Dosis von 80 mg | ||
| zwei Wochen später (als zwei | ||
| Injektionen von 40 mg an einem | ||
| Tag). | ||
| Nach zwei weiteren Wochen | ||
| wird die Behandlung mit einer | ||
| Dosis von 40 mg jede Woche | ||
| oder 80 mg jede zweite Woche | ||
| nach Anweisung Ihres Arztes | ||
| fortgesetzt. | ||
| Jugendliche zwischen 12 und 17 | Die empfohlene Anfangsdosis | Wenn Sie unzureichend auf die |
| Jahren und einem Gewicht von | von Hukyndra beträgt 80 mg (als | Behandlung mit Hukyndra |
| 30 kg oder mehr | zwei Injektionen von 40 mg an | 40 mg jede zweite Woche |
| einem Tag). Nach einer Woche | ansprechen, kann Ihr Arzt die | |
| werden 40 mg jede zweite | Dosierung auf 40 mg jede | |
| Woche verabreicht. | Woche oder 80 mg jede zweite | |
| Woche erhöhen. | ||
| Es wird empfohlen, dass Sie an | ||
| den betroffenen Stellen täglich | ||
| eine antiseptische Waschlösung | ||
| anwenden. | ||
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise |
| verabreichen? | ||
| Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche | 80 mg als Anfangsdosis (als zwei | Der Arzt kann die Dosierung auf |
| und Erwachsene mit einem | Injektionen von 40 mg an einem | 40 mg jede Woche oder 80 mg |
| Gewicht von 40 kg oder mehr | Tag), danach zwei Wochen | jede zweite Woche erhöhen. |
| später 40 mg. | ||
| Wenn ein schnelleres Eintreten | ||
| der Wirkung erforderlich ist, | ||
| kann der Arzt eine Anfangsdosis | ||
| von 160 mg verschreiben (als | ||
| vier Injektionen von 40 mg an | ||
| einem Tag oder als zwei | ||
| Injektionen von 40 mg pro Tag | ||
| an zwei aufeinanderfolgenden | ||
| Tagen), gefolgt von 80 mg zwei | ||
| Wochen später (als zwei | ||
| Injektionen von 40 mg an einem | ||
| Tag). | ||
| Danach ist die übliche Dosis | ||
| 40 mg jede zweite Woche. | ||
| Kinder und Jugendliche | 40 mg als Anfangsdosis, danach | Der Arzt kann die |
| zwischen 6 und 17 Jahren und | zwei Wochen später 20 mg. | Dosishäufigkeit auf 20 mg jede |
| einem Gewicht unter 40 kg | Woche erhöhen. | |
| Wenn ein schnelleres Eintreten | ||
| der Wirkung erforderlich ist, | ||
| kann der Arzt eine Anfangsdosis | ||
| von 80 mg verschreiben (als | ||
| zwei Injektionen von 40 mg an | ||
| einem Tag), gefolgt von 40 mg | ||
| zwei Wochen später. | ||
| Danach ist die übliche Dosis | ||
| 20 mg jede zweite Woche. | ||
| Colitis ulcerosa | ||
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise |
| verabreichen? | ||
| Erwachsene | 160 mg als Anfangsdosis | Ihr Arzt kann die Dosierung auf |
| (entweder als vier Injektionen | 40 mg jede Woche oder 80 mg | |
| von 40 mg an einem Tag oder als | jede zweite Woche erhöhen. | |
| zwei Injektionen von 40 mg pro | ||
| Tag an zwei | ||
| aufeinanderfolgenden Tagen), | ||
| danach eine Dosis von 80 mg | ||
| zwei Wochen später (als zwei | ||
| Injektionen von 40 mg an einem | ||
| Tag). | ||
| Danach ist die übliche Dosis | ||
| 40 mg jede zweite Woche. | ||
| Kinder und Jugendliche ab 6 | 80 mg als Anfangsdosis (als zwei | Auch wenn Sie während der | |
| Jahren mit einem Körpergewicht | Injektionen von 40 mg an einem | Behandlung 18 Jahre alt werden, | |
| unter 40 kg | Tag), danach eine Dosis von | sollten Sie Adalimumab | |
| 40 mg zwei Wochen später (als | weiterhin mit der üblichen Dosis | ||
| eine Injektion von 40 mg). | spritzen. | ||
| Danach ist die übliche Dosis | |||
| 40 mg jede zweite Woche. | |||
| Kinder und Jugendliche ab 6 | 160 mg als Anfangsdosis | Auch wenn Sie während der | |
| Jahren mit einem | (entweder als vier Injektionen | Behandlung 18 Jahre alt werden, | |
| Körpergewicht von 40 kg oder | von 40 mg an einem Tag oder als | sollten Sie Adalimumab | |
| mehr | zwei Injektionen von 40 mg pro | weiterhin mit der üblichen Dosis | |
| Tag an zwei | spritzen. | ||
| aufeinanderfolgenden Tagen), | |||
| danach eine Dosis von 80 mg | |||
| zwei Wochen später (als zwei | |||
| Injektionen von 40 mg an einem | |||
| Tag). | |||
| Danach ist die übliche Dosis | |||
| 80 mg jede zweite Woche. | |||
| Nicht infektiöse Uveitis | |||
| Alter oder Körpergewicht | Wie viel und wie häufig zu | Hinweise | |
| verabreichen? | |||
| Erwachsene | 80 mg als Anfangsdosis (als zwei | Kortikosteroide oder andere | |
| Injektionen von 40 mg an einem | Arzneimittel, die das | ||
| Tag), danach 40 mg jede zweite | körpereigene Abwehrsystem | ||
| Woche, beginnend eine Woche | beeinflussen, können während | ||
| nach der Anfangsdosis. | der Behandlung mit Hukyndra | ||
| weiter genommen werden. | |||
| Hukyndra kann auch alleine | |||
| angewendet werden. | |||
| Kinder ab 2 Jahren und | 20 mg jede zweite Woche | Ihr Arzt kann eine Anfangsdosis | |
| Jugendliche mit einem Gewicht | von 40 mg verschreiben. Diese | ||
| unter 30 kg | Anfangsdosis wird eine Woche | ||
| vor Beginn der Behandlung mit | |||
| den üblichen 20 mg jede zweite | |||
| Woche verabreicht. Es wird | |||
| empfohlen, Hukyndra | |||
| gemeinsam mit Methotrexat | |||
| anzuwenden. | |||
| Kinder ab 2 Jahren und | 40 mg jede zweite Woche | Ihr Arzt kann eine Anfangsdosis | |
| Jugendliche mit einem Gewicht | von 80 mg verschreiben. Diese | ||
| von 30 kg oder mehr | Anfangsdosis wird eine Woche | ||
| vor Beginn der Behandlung mit | |||
| den üblichen 40 mg jede zweite | |||
| Woche verabreicht. Es wird | |||
| empfohlen, Hukyndra | |||
| gemeinsam mit Methotrexat | |||
| anzuwenden. | |||
| Art der Anwendung | |||
| Hukyndra wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). |
Eine genaue Anleitung wie Hukyndra injiziert wird, finden Sie in Abschnitt 7 „Anweisung für die Anwendung“.
Wenn Sie eine größere Menge von Hukyndra angewendet haben, als Sie sollten
Falls Sie Hukyndra versehentlich häufiger injiziert haben, als der Arzt Ihnen verordnet hat, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker darüber. Nehmen Sie immer die Faltschachtel des Arzneimittels mit, auch wenn sie leer ist.
Wenn Sie die Injektion von Hukyndra vergessen haben
Wenn Sie einmal eine Injektion vergessen haben, sollten Sie die nächste Hukyndra-Dosis spritzen, sobald Ihnen dies auffällt. Spritzen Sie Ihre darauffolgende Dosis an dem ursprünglich vorgesehenen Tag, wie Sie es getan hätten, wenn Sie die Injektion nicht vergessen hätten.
Wenn Sie die Anwendung von Hukyndra abbrechen
Die Entscheidung, die Anwendung von Hukyndra abzubrechen, müssen Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Die Anzeichen Ihrer Erkrankung können zurückkehren, wenn Sie die Behandlung mit Hukyndra abbrechen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Hukyndra 40 mg Injektionslösung im Fertigpen?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mäßig ausgeprägt. Einige können jedoch auch schwerwiegend sein und müssen behandelt werden. Nebenwirkungen können noch mindestens bis vier Monate nach der letzten Injektion von Hukyndra auftreten.
Benachrichtigen Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken
- Starker Hautausschlag, Nesselsucht oder andere Anzeichen einer allergischen Reaktion
- Schwellung im Gesicht, an Händen oder Füßen
- Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken
- Kurzatmigkeit bei körperlicher Aktivität oder im Liegen oder Schwellung der Füße
Benachrichtigen Sie so bald wie möglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken
- Anzeichen einer Infektion wie Fieber, Krankheitsgefühl, Wunden, Zahnprobleme, Brennen beim Wasserlassen
- Gefühl der Schwäche oder Müdigkeit
- Husten
- Kribbeln
- Taubheit
- Doppeltsehen
- Schwäche in Armen oder Beinen
- Eine Beule oder offene Stellen, die nicht abheilen
- Anzeichen und Krankheitserscheinungen, die auf eine mögliche Erkrankung des blutbildenden Systems hinweisen, wie anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen, Blässe
Die oben beschriebenen Anzeichen können ein Hinweis sein auf die nachfolgend aufgelisteten Nebenwirkungen, die mit Adalimumab beobachtet wurden:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich Schmerz, Schwellung, Rötung oder Juckreiz)
- Infektionen der Atemwege (einschließlich Erkältung, Fließschnupfen, Infektion der Nasennebenhöhlen, Lungenentzündung)
- Kopfschmerzen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Hautausschlag
- Schmerzen in Muskeln und Knochen
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schwere Infektionen (einschließlich Blutvergiftung und Virusgrippe)
- Darminfektionen (einschließlich Magen-Darm-Grippe)
- Infektionen der Haut (einschließlich Entzündung des Unterhautzellgewebes und Gürtelrose)
- Infektionen des Ohres
- Infektionen des Mundes (einschließlich Zahninfektionen und Fieberbläschen)
- Infektionen der Fortpflanzungsorgane
- Harnwegsinfektion
- Pilzinfektionen
- Gelenkinfektionen
- Gutartige Tumoren
- Hautkrebs
- Allergische Reaktionen (einschließlich durch Jahreszeiten bedingte Allergie)
- Flüssigkeitsverlust (Dehydratation)
- Stimmungsschwankungen (einschließlich Depression)
- Angstgefühl
- Schlafstörungen
- Empfindungsstörungen (einschließlich Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl)
- Migräne
- Nervenwurzelkompression (Hexenschuss, einschließlich Rückenschmerzen und Beinschmerzen)
- Sehstörungen
- Augenentzündung
- Entzündung des Augenlides und Anschwellen des Auges
- Schwindelgefühl
- Herzrasen
- Hoher Blutdruck
- Hitzegefühl
- Blutergüsse
- Husten
- Asthma
- Kurzatmigkeit
- Magen-Darm-Blutungen
- Verdauungsstörung (Magenverstimmung, Blähungen, Sodbrennen)
- Saures Aufstoßen
- Sicca-Syndrom (einschließlich trockener Augen und trockenem Mund)
- Juckreiz
- Juckender Hautausschlag
- Blaue Flecken
- Entzündung der Haut (wie z. B. Ekzeme)
- Brüchige Finger- und Fußnägel
- Vermehrtes Schwitzen
- Haarausfall
- Neuer Ausbruch oder Verschlechterung von Schuppenflechte (Psoriasis)
- Muskelkrämpfe
- Blut im Urin
- Nierenprobleme
- Schmerzen im Brustraum
- Wasseransammlungen (Ödeme)
- Fieber
- Verringerung der Blutplättchen, dadurch erhöhtes Risiko für Blutungen oder blaue Flecken
- Verzögerte Wundheilung
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Tuberkulose und andere Infektionen, die auftreten, wenn die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten vermindert ist (opportunistische Infektionen)
- Neurologische Infekte (einschließlich viraler Hirnhautentzündung)
- Augeninfektionen
- Bakterielle Infektionen
- Entzündung und Infektion des Dickdarms (Divertikulitis)
- Krebs
- Krebs, der das Lymphsystem betrifft
- Melanom
- Immunstörungen, welche die Lunge, Haut und Lymphknoten betreffen können (kommen am häufigsten als Sarkoidose vor)
- Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße)
- Zittern (Tremor)
- Nervenerkrankungen (Neuropathie)
- Schlaganfall
- Hörverlust, Ohrensausen
- Unregelmäßiger Herzschlag, wie z. B. übersprungene Schläge
- Herzprobleme, die zu Kurzatmigkeit und Anschwellen der Fußknöchel führen können
- Herzinfarkt
- Eine Ausbuchtung in der Wand einer Hauptarterie, Entzündung und Blutgerinnsel in einer Vene, Verstopfung eines Blutgefäßes
- Lungenerkrankungen, die sich in Kurzatmigkeit äußern (einschließlich Entzündung)
- Lungenembolie (Verschluss in einer Lungenarterie)
- Nicht normale Ansammlung von Flüssigkeit in der Umgebung der Lunge (Pleuraerguss)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die starke Schmerzen im Bauchraum und Rücken verursacht
- Schluckstörungen
- Gesichtsschwellung
- Gallenblasenentzündung, Gallensteine
- Fettleber
- Nächtliches Schwitzen
- Narbenbildung
- Abnormaler Muskelabbau
- Systemischer Lupus erythematodes (einschließlich Entzündung von Haut, Herz, Lunge, Gelenken und anderen Organsystemen)
- Schlafstörungen
- Impotenz
- Entzündungen
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- Leukämie (Krebs, der das Blut und das Knochenmark betrifft)
- Schwere allergische Reaktionen mit Schock
- Multiple Sklerose
- Nervenerkrankungen (z. B. Entzündung des Augennervs und Guillain-Barré-Syndrom, das zu Muskelschwäche, gestörten Sinnesempfindungen, Kribbeln in Armen und Oberkörper führen kann)
- Herzstillstand
- Lungenfibrose (Narbenbildung in der Lunge)
- Darmwanddurchbruch
- Hepatitis
- Erneuter Ausbruch von Hepatitis B
- Entzündung der Leber, die durch das körpereigene Abwehrsystem ausgelöst wird (Autoimmunhepatitis)
- Entzündung der Blutgefäße der Haut (kutane Vaskulitis)
- Stevens-Johnson-Syndrom (frühe Anzeichen sind Unwohlsein, Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschlag)
- Gesichtsschwellung (Ödem) in Verbindung mit allergischen Reaktionen
- Entzündlicher Hautausschlag (Erythema multiforme)
- Lupusähnliches Syndrom
- Angioödem (lokalisierte Schwellung der Haut)
- Lichenoide Hautreaktion (juckender, rötlicher bis violetter Hautausschlag)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der vorliegenden Daten nicht abschätzbar)
- Hepatosplenales T-Zell-Lymphom (ein selten auftretender Blutkrebs, der oft tödlich ist)
- Merkelzellkarzinom (eine Art von Hautkrebs)
- Kaposi-Sarkom, eine seltene Krebserkrankung, die mit einer Infektion mit dem humanen Herpesvirus 8 assoziiert ist. Das Kaposi-Sarkom tritt am häufigsten in Form von violetten Hautläsionen auf.
- Leberversagen
- Verschlechterung einer sogenannten Dermatomyositis (tritt als Hautausschlag in Verbindung mit Muskelschwäche in Erscheinung)
- Gewichtszunahme (bei den meisten Patienten war die Gewichtszunahme gering)
Mit Adalimumab wurden einige Nebenwirkungen beobachtet, die keine Anzeichen haben und nur durch Bluttests erkannt werden können. Dazu gehören:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen
- Verringerte Anzahl roter Blutkörperchen
- Erhöhte Blutfettwerte
- Erhöhte Werte für Leberenzyme
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen
- Verringerte Anzahl von Blutplättchen
- Erhöhte Harnsäurewerte
- Abnormale Blutwerte für Natrium
- Niedrige Blutwerte für Kalzium
- Niedrige Blutwerte für Phosphat
- Hohe Blutzuckerwerte
- Hohe Blutwerte für Lactatdehydrogenase
- Nachweis von Autoantikörpern im Blut
- Hypokaliämie (Kaliummangel im Blut)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
Erhöhte Bilirubin-Konzentration im Blut (Leberwerte)
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- Verringerte Anzahl weißer und roter Blutkörperchen und geringe Zahl an Blutplättchen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Hukyndra 40 mg Injektionslösung im Fertigpen aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett/der Blisterpackung/dem Umkarton nach „verwendbar bis“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum
bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Alternative Lagerung:
Wenn erforderlich (zum Beispiel, wenn Sie verreisen), darf ein einzelner Fertigpen auch bei 20 °C bis 25 °C für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen aufbewahrt werden - achten Sie darauf, ihn vor Licht zu schützen. Sobald Sie den Pen erst einmal aus dem Kühlschrank genommen haben, um ihn bei 20 °C bis 25 °C zu lagern, müssen Sie ihn innerhalb dieser 30 Tage verbrauchen oder wegwerfen, auch wenn Sie ihn in den Kühlschrank zurücklegen.
Sie sollten sich das Datum notieren, an dem Sie den Pen das erste Mal aus dem Kühlschrank nehmen. Auch sollten Sie sich das Datum notieren, zu dem Sie den Pen wegwerfen müssen.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn die Flüssigkeit trüb oder verfärbt ist oder Flocken oder Partikel enthält.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Hukyndra 40 mg Injektionslösung im Fertigpen
Was Hukyndra enthält
Der Wirkstoff ist: Adalimumab.
Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Saccharose, Polysorbat 80 (E 433), Wasser für Injektionszwecke, Salzsäure (zur Einstellung des pH-Wertes), Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Wertes) (E 524).
Wie Hukyndra aussieht und Inhalt der Packung
Hukyndra 40 mg Injektionslösung im Fertigpen wird als sterile Lösung von 40 mg Adalimumab in 0,4 ml Lösung geliefert.
Der Hukyndra-Fertigpen enthält 0,4 ml Injektionslösung in einem vorgefüllten, nadelbasierten Injektionssystem (Autoinjektor), das eine vorgefüllte Glasspritze mit einer festen Nadel und einem Kolbenstopfen (Brombutylkautschuk) beinhaltet. Der Pen ist ein mechanisches Injektionsgerät für den Einmalgebrauch, das in der Hand gehalten wird.
Jede Packung enthält 1, 2 oder 6 Fertigpens verpackt in einer Blisterpackung mit 1, 2 oder 6 Alkoholtupfern.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Hukyndra kann als Fertigspritze und/oder als Fertigpen erhältlich sein.
Pharmazeutischer Unternehmer
STADA Arzneimittel AG
Stadastrasse 2–18
61118 Bad Vilbel
Deutschland
Hersteller
Ivers-Lee CSM
Marie-Curie-Str.8
79539 Lörrach
Deutschland
Alvotech Hf
Sæmundargata 15-19
Reykjavik, 102
Island
STADA Arzneimittel AG
Stadastrasse 2–18
61118 Bad Vilbel
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über dieses Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:
| België/Belgique/Belgien | Lietuva |
| EG (Eurogenerics) NV | UAB „STADA Baltics“ |
| Tél/Tel: +32 24797878 | Tel: +370 52603926 |
| България | Luxembourg/Luxemburg |
| STADA Bulgaria EOOD | EG (Eurogenerics) NV |
| Teл.: +359 29624626 | Tél/Tel: +32 24797878 |
| Česká republika | Magyarország |
| STADA PHARMA CZ s.r.o. | STADA Hungary Kft |
| Tel: +420 257888111 | Tel.: +36 18009747 |
| Danmark | Malta |
| STADA Nordic ApS | Pharma.MT Ltd |
| Tlf: +45 44859999 | Tel: +356 21337008 |
| Deutschland | Nederland |
| STADAPHARM GmbH | Centrafarm B.V. |
| Tel: +49 61016030 | Tel.: +31 765081000 |
| Eesti | Norge |
| UAB „STADA Baltics“ | STADA Nordic ApS |
| Tel: +372 53072153 | Tlf: +45 44859999 |
| Ελλάδα | Österreich |
| RAFARM A.E.B.E. | STADA Arzneimittel GmbH |
| Τηλ: +30 2106776550 | Tel: +43 136785850 |
| España | Polska |
| Laboratorio STADA, S.L. | STADA Pharm Sp. z o.o. |
| Tel: +34 934738889 | Tel: +48 227377920 |
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


