Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung von Spasmen oder einer nachhaltigen Tonusverstärkung der glatten Muskulatur im Bereich des Magen-Darm-Kanals oder der harn- und galleableitenden Organe, die mit starken Schmerzen einhergehen. Pferd: Spastische Kolik Rind/Kalb, Schwein, Hund: als Begleittherapie bei akuter Diarrhoe
- Wartezeit
- Essbares Gewebe: Pferde, Rinder: 12 Tage. Schweine: 15 Tage. Milch: Rinder: 96 Stunden (4 Tage). Pferde: Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
- Wirkstoff(e)
- Butylscopolamin, Metamizol-Natrium, Metamizol
- Zulassungsinhaber
- Boehringer Ingelheim Vetmedica Gesellschaft mit beschränkter Haftung
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- Anwendungsgebiete
- Ischiasnervreizung (Ischialgie)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Buscopan compositum bei Tieren angewendet?
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Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Buscopan compositum
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Störungen des hämatopoetischen Systems
- Vorliegen von Magen-Darm-Ulcera
- chronischen gastrointestinalen Störungen
- Niereninsuffizienz
- Koagulopathien
- mechanischen Stenosen im Magen-Darm-Bereich
- Tachyarrhythmie
- Glaukom
- Prostataadenom.
Die Anwendung bei trächtigen Tieren wird nur unter strenger Indikationsstellung empfohlen (siehe Abschnitt 6 unter „Trächtigkeit und Laktation“).
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Wegen einer möglichen Schockgefahr sollten Metamizol-haltige Lösungen bei intravenöser Anwendung besonders langsam injiziert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Nicht zutreffend.
Trächtigkeit und Laktation:
Obgleich Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen keine Hinweise auf teratogene Wirkungen ergaben, sollte die Anwendung des Tierarzneimittels bei Trächtigkeit nur unter strenger Indikationsstellung erfolgen, da es auch auf die glatte Muskulatur des Geburtsweges wirken kann. Die Metaboliten von Metamizol überwinden die Plazentaschranke und gehen in die Milch über (siehe auch Abschnitt 10 - Wartezeiten).
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Induktoren der Lebermikrosomenenzyme (z.B. Barbiturate, Phenylbutazon) wird die Halbwertszeit von Metamizol und damit die Wirkungsdauer verkürzt. Die gleichzeitige Gabe von Neuroleptika, insbesondere Phenothiazinderivaten, kann zu schwerer Hypothermie führen. Weiterhin steigt die Gefahr gastrointestinaler Blutungen bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden. Die diuretische Wirkung von Furosemid wird abgeschwächt. Gleichzeitige Gabe von anderen schwachen Analgetika verstärkt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Metamizol.
Das Tierarzneimittel kann die anticholinerge Wirkung von Chinidin und Antihistaminika sowie die tachykarden Wirkungen von β-Sympathomimetika verstärken.
Überdosierung:
Die akute Toxizität beider Wirkstoffe ist sehr gering. Die Symptome einer Überdosierung an Ratten sind unspezifisch und beinhalten: Ataxie, Mydriasis, Tachykardie, Prostration, Krämpfe, Bewusstlosigkeit und respiratorische Anzeichen.
Bei Anzeichen einer Überdosierung ist das Tierarzneimittel abzusetzen.
Als Antidot gegen N-Butylscopolaminiumbromid empfiehlt sich Physostigmin. Ein spezifisches Antidot für Metamizol-Natrium steht nicht zur Verfügung. Deswegen sollte im Falle einer Überdosierung eine symptomatische Therapie erfolgen.
Wegen der parasympatholytischen Aktivität von N-Butylscopolaminiumbromid wurde bei Pferden und Rindern in einigen Fällen ein leichter Anstieg der Herzfrequenz nach der doppelten therapeutischen Dosierung beobachtet.
| 7. | Nebenwirkungen | ||
| Pferde/Rinder: | |||
| Gelegentlich | Tachykardie.1 | ||
| (1-10 Tiere / 1000 behandelten Tieren): | |||
| Sehr selten | Anaphylaxie. | ||
| (< 1 Tier / 10.000 behandelten Tieren, | Schock. | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): |
1 leicht, aufgrund der parasympatholytischen Aktivität des N-Butylscopolaminiumbromids
Schweine:
| Sehr selten | Anaphylaxie. | ||
| (< 1 | Tier / 10.000 behandelten Tieren, | Schock. | |
| einschließlich Einzelfallberichte): | |||
| Hunde: | |||
| Sehr häufig | Schmerzen an der Injektionsstelle.2 | ||
| (> 1 | Tier / 10 behandelten Tieren): | ||
| Sehr selten | Anaphylaxie. | ||
| (< 1 | Tier / 10.000 behandelten Tieren, | Schock. | |
| einschließlich Einzelfallberichte): |
2 klingen schnell ab, kein negativer Einfluss auf Behandlungserfolg
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
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Wie wird Buscopan compositum dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Pferd, Rind: zur intravenösen Anwendung (i. v.)
Schwein: zur intramuskulären Anwendung (i. m.)
Hund: zur intravenösen oder intramuskulären Anwendung
Dosierung pro kg Körpergewicht (KGW)
Pferd (i. v.): 25 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und
0,2 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 2,5 ml pro 50 kg KGW
Schwein (i. m.): 50 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und
0,4 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 1 ml pro 10 kg KGW
Rind (i. v.): 40 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und
0,32 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 4 ml pro 50 kg KGW
Kalb (i. v.): 50 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und
0,4 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 1 ml pro 10 kg KGW
Hund (i. v. oder i. m.): 50 mg Metamizol-Natrium/kg KGW
und 0,4 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 0,1 ml pro kg KGW
Pferd und Schwein: einmalige Injektion.
Rinder und Kälber: bis zu zweimal täglich über die Dauer von 3 Tagen
Hund: einmalige Injektion; kann ggf. nach 24 Stunden wiederholt werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Siehe oben: Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Welche Wartezeit gilt für Buscopan compositum?
Essbares Gewebe:
Pferde, Rinder: 12 Tage.
Schweine: 15 Tage.
Milch:
Rinder: 96 Stunden (4 Tage).
Pferde: Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Wie ist Buscopan compositum aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Vor Licht schützen. Nicht über 25 °C lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Buscopan compositum
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Buscopan compositum 500 mg/ml + 4 mg/ml
Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine, Hunde
Zusammensetzung
| 1 ml Injektionslösung enthält: | ||
| Wirkstoffe | ||
| Metamizol-Natrium-Monohydrat | 500 mg | |
| N-Butylscopolaminiumbromid | 4,0 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Phenol (als Konservierungsmittel) | 5,0 mg | |
| 3. | Zieltierart(en) |
Pferd, Rind, Schwein, Hund
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.-Nr.: 6180752.00.00
Umkarton mit einer Durchstechflasche aus Braunglas mit grauem Stopfen (Brombutylgummi) mit 100 ml Injektionslösung.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
{MM/JJJJ}
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH Binger Str. 173
55216 Ingelheim am Rhein Tel: +49 800 2900270
Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: Labiana Life Sciences S.A.
Venus, 26
Can Parellada Industrial 08228 Terrassa Spanien
Verschreibungspflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



