Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur Behandlung akuter Spasmen des Gastrointestinaltrakts ( Kolik ) und Harntrakts. Zur Unterstützung bei Eingriffen, bei denen eine reduzierte peristaltische Aktivität des Gastrointestinaltrakts oder verminderte Kontraktionen im Harntrakt erforderlich sind.
- Zieltierarten
- Pferd, Rind, Schaf und Schwein
- Wartezeit
- Essbare Gewebe: Pferde: 3 Tage Rinder: 2 Tage Schafe: 18 Tage Schweine: 9 Tage Milch: Pferde, Rinder und Schafe: 12 Stunden
- Wirkstoff(e)
- Butylscopolamin
- Zulassungsinhaber
- VetViva Richter GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine bei Tieren angewendet?
Zur Behandlung akuter Spasmen des Gastrointestinaltrakts (Kolik) und Harntrakts. Zur Unterstützung bei Eingriffen, bei denen eine reduzierte peristaltische Aktivität des Gastrointestinaltrakts oder verminderte Kontraktionen im Harntrakt erforderlich sind.
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Für welche Tiere ist Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine zugelassen?
Pferd, Rind, Schaf und Schwein
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei paralytischem Ileus, mechanischen Obstruktionen oder Herzerkrankungen. Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Pferden mit Glaukom.
Nicht anwenden bei Pferden, die jünger als 6 Wochen sind.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Pferde sollten nach der Behandlung sorgfältig beobachtet werden.
Die Behandlung ist im Wesentlichen symptomatisch und es muss eine entsprechende Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung erfolgen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Butylscopolaminiumbromid oder Benzylalkohol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Eine versehentliche Selbstinjektion kann sich auf die Herz- und Kreislauffunktion auswirken. Eine versehentliche Selbstinjektion ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Das Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen verursachen. Kontakt mit Haut und Augen vermeiden. Bei Kontakt mit der Haut mit Wasser und Seife waschen. Bei anhaltender Reizung einen Arzt aufsuchen. Hände nach der Anwendung waschen.
Falls das Tierarzneimittel mit den Augen in Kontakt kommt, Augen sofort mit reichlich Wasser ausspülen und bei anhaltender Reizung einen Arzt aufsuchen.
Trächtigkeit und Laktation:
Laboruntersuchungen an Mäusen ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen. Es liegen keine Informationen zur Anwendung während der Trächtigkeit der Zieltierarten vor. Es kann eine Wirkung auf die glatte Muskulatur des Geburtsweges eintreten.
Butylscopolaminiumbromid kann, so wie alle anticholinergen Wirkstoffe, die Produktion von Milch hemmen. Aufgrund seiner geringen Löslichkeit in Fett ist die Ausscheidung von Butylscopolaminiumbromid über die Milch sehr gering.
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Dieses Tierarzneimittel kann die tachykarde Wirkung anderer beta-adrenerger Tierarzneimittel verstärken und die Wirkung anderer Tierarzneimittel, wie zum Beispiel Digoxin, verändern. Die Wirkung von Butylscopolaminiumbromid kann durch die gleichzeitige Anwendung anderer
anticholinerger Wirkstoffe potenziert werden. Eine gleichzeitige Gabe mit anderen anticholinergen oder parasympatholytischen Wirkstoffen sollte vermieden werden.
Überdosierung:
Im Falle einer Überdosierung können anticholinerge Symptome wie zum Beispiel Harnverhalt, Durst, Tachykardie, Hemmung der gastrointestinalen Motilität und vorübergehende Sehstörungen auftreten. Bei Bedarf können Parasympathomimetika verabreicht werden. Darüber hinaus sollten, sofern erforderlich, geeignete unterstützende Maßnahmen angewendet werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur intravenösen oder intramuskulären Anwendung.
Pferde, Rinder und Schweine: 0,2 – 0,4 mg Butylscopolaminiumbromid/kg Körpergewicht durch intravenöse Injektion (entspricht 0,1 – 0,2 ml des Tierarzneimittels/10 kg Körpergewicht).
Schafe: 0,7 mg Butylscopolaminiumbromid/kg Körpergewicht durch intravenöse Injektion (entspricht 0,35 ml des Tierarzneimittels/10 kg Körpergewicht).
Zur Reduzierung der Kontraktion der glatten Muskulatur im Gastrointestinaltrakt oder Harnwegstrakt (spasmolytische Wirkung):
Die Behandlung kann 12 Stunden nach der ersten Verabreichung nach tierärztlichem Ermessen gegebenenfalls einmalig wiederholt werden.
Nur in Fällen, in denen eine intravenöse Injektion nicht möglich ist, kann eine intramuskuläre Injektion des Tierarzneimittels im höheren, für die entsprechende Zieltierart angegebenen Dosisbereich erfolgen.
Für klinische Eingriffe (siehe Anwendungsgebiete):
Unmittelbar vor dem Zeitpunkt verabreichen, an dem eine Inaktivität des Gastrointestinal- oder Harntrakts erforderlich ist.
Für klinische Eingriffe nur mittels intravenöser Gabe verabreichen.
Sowohl bei intramuskulärer als auch bei intravenöser Verabreichung wird zu einer langsamen Injektion geraten.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden und Dosiervorrichtungen oder Spritzen mit entsprechender Dosierskala verwendet werden.
Der Gummistopfen kann maximal 25-mal durchstochen werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Siehe „Besondere Warnhinweise“ in der Packungsbeilage.
Welche Wartezeit gilt für Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine?
Essbare Gewebe:
Pferde: 3 Tage
Rinder: 2 Tage
Schafe: 18 Tage
Schweine: 9 Tage
Milch:
Pferde, Rinder und Schafe:
12 Stunden
Welche Nebenwirkungen kann Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine beim Tier haben?
Pferd:
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): Tachykardie (schnelle Herzfrequenz)
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): Kolik1
1 Aufgrund einer Hemmung der Motilität.
Rind, Schaf, Schwein:
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): Tachykardie (schnelle Herzfrequenz)
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers, unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des
BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung nicht über 25 °C lagern.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton nach „Exp“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schafe und Schweine Butylscopolaminiumbromid
| 2. | Zusammensetzung | |
| Jeder ml Injektionslösung enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Butylscopolaminiumbromid | 20 mg | |
| (entspricht 13,8 mg Scopolamin) | ||
| Sonstiger Bestandteil: | ||
| Benzylalkohol (E1519) | 20 mg |
Klare, farblose bis leicht gelbliche Injektionslösung
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul. Nr.: 402562.00.00
Packungsgröße:
Faltschachtel mit 1 Durchstechflasche mit 50 ml.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
<{MM/JJJJ}>
<{TT/MM/JJJJ}> <{TT Monat JJJJ}>
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktangaben
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:
VetViva Richter GmbH, Durisolstraße 14, 4600 Wels, Österreich
Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: WDT eG – Wirtschaftsgenossenschaft deutscher Tierärzte eG
Siemensstr. 14 DE-30827 Garbsen Deutschland
Tel.: +49 5131 7054010
E-mail: pharmakovigilanz@wdt.de
Mitvertreiber:
WDT eG – Wirtschaftsgenossenschaft deutscher Tierärzte eG
Siemensstr. 14
DE-30827 Garbsen
Deutschland
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.
Verschreibungspflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



