Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Pferde, Rinder, Schweine, Hunde: Zur Behandlung von Spasmen der glatten Muskulatur und Schmerzen in Zusammenhang mit Grunderkrankungen des Gastrointestinal- oder Urogenitaltrakts und der galleableitenden Organe. Nur Pferde: Spastische Kolik . Rinder, Schweine, Hunde: Als unterstützende Therapie bei akuter Diarrhoe und Gastroenteritis.
- Zieltierarten
- Pferd, Rind, Schwein, Hund
- Wartezeit
- Rinder Essbare Gewebe: 18 Tage nach intravenöser Verabreichung. Essbare Gewebe: 28 Tage nach intramuskulärer Verabreichung. Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
- Wirkstoff(e)
- Butylscopolamin, Metamizol-Natrium, Metamizol
- Zulassungsinhaber
- Dechra Regulatory B.V.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- Anwendungsgebiete
- Ischiasnervreizung (Ischialgie)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde bei Tieren angewendet?
Pferde, Rinder, Schweine, Hunde:
Zur Behandlung von Spasmen der glatten Muskulatur und Schmerzen in Zusammenhang mit Grunderkrankungen des Gastrointestinal- oder Urogenitaltrakts und der galleableitenden Organe.
Nur Pferde:
Spastische Kolik.
Rinder, Schweine, Hunde:
Als unterstützende Therapie bei akuter Diarrhoe und Gastroenteritis.
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Für welche Tiere ist Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde zugelassen?
Pferd, Rind, Schwein, Hund
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Magen-Darm-Ulzera
- chronischen gastrointestinalen Störungen
- mechanischen Stenosen im Magen-Darm-Trakt
- paralytischem Ileus
- Störungen des hämatopoetischen Systems
- Koagulopathien
- Niereninsuffizienz
- Tachyarrhythmie
- Glaukom
- Prostataadenom.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Aufgrund der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks sollten Metamizol-haltige Lösungen bei intravenöser Anwendung langsam injiziert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Sehr selten kann Metamizol eine reversible, aber möglicherweise schwerwiegende Agranulozytose oder andere Reaktionen wie Hautallergie hervorrufen. Eine Selbstinjektion ist zu vermeiden.
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Kontakt mit Haut und Augen vermeiden. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Metamizol oder Butylscopolaminiumbromid sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Wenden Sie das Tierarzneimittel nicht an, wenn Sie gegen Pyrazolone oder Acetylsalicylsäure allergisch sind.
Spritzer auf Haut und Augen sind unverzüglich abzuwaschen bzw. auszuspülen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels bei den Zieltierarten während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt.
Laboruntersuchungen an Kaninchen und Ratten ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen. Metaboliten von Metamizol überwinden die Plazentaschranke und gehen in die Milch über. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Anticholinergika oder Analgetika können die Wirkungen von Metamizol und/oder Butylscopolaminiumbromid verstärkt sein.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Induktoren der Lebermikrosomenenzyme (z. B. Barbiturate, Phenylbutazon) wird die Halbwertszeit und damit die Wirkdauer von Metamizol verkürzt. Die gleichzeitige Gabe von Neuroleptika, insbesondere Phenothiazinderivaten, kann zu schwerer Hypothermie führen. Weiterhin ist bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden die Gefahr gastrointestinaler Blutungen erhöht. Die diuretische Wirkung von Furosemid wird abgeschwächt. Die gleichzeitige Gabe von anderen schwachen Analgetika verstärkt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Metamizol.
Dieses Tierarzneimittel kann die anticholinerge Wirkung von Chinidin und Antihistaminika sowie die tachykarden Wirkungen von β-Sympathomimetika verstärken.
Überdosierung:
Bei einer Überdosierung können aufgrund der parasympatholytischen Wirkung von Butylscopolaminiumbromid die Symptome einer Atropinvergiftung (trockene Schleimhäute, Mydriasis, Tachykardie) beobachtet werden.
Bei einer Überdosierung ist die Behandlung abzusetzen. Als Antidot gegen Butylscopolaminiumbromid werden Parasympathomimetika wie z. B. Physostigmin und Neostigmin empfohlen. Ein spezifisches Antidot für Metamizol-Natrium ist nicht verfügbar. Daher sollte im Falle einer Überdosierung eine symptomatische Therapie eingeleitet werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Pferd: langsame intravenöse Anwendung.
Schwein: langsame intravenöse oder intramuskuläre Anwendung.
Einmalige Injektion von 20-25 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat/kg Körpergewicht und 0,16-0,2 mg Butylscopolaminiumbromid/kg Körpergewicht, d. h. einmalig 4-5 ml pro 100 kg. Bei Schweinen beträgt das maximale Injektionsvolumen 5 ml pro Injektionsstelle.
Rind: langsame intravenöse oder intramuskuläre Anwendung.
Bis zu zweimal täglich über drei Tage 20-25 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat/kg Körpergewicht und 0,16-0,2 mg Butylscopolaminiumbromid/kg Körpergewicht, d. h. 4-5 ml pro 100 kg zweimal täglich über bis zu drei Tage.
Hund: langsame intravenöse oder intramuskuläre Anwendung.
Einmalige Injektion von 50 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat/kg Körpergewicht und 0,4 mg Butylscopolaminiumbromid/kg Körpergewicht, d. h. einmalig 0,5 ml pro 5 kg. Die Behandlung kann bei Bedarf nach 24 Stunden wiederholt werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Der Stopfen darf nicht mehr als 25-mal durchstochen werden.
Welche Wartezeit gilt für Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde?
Rinder
Essbare Gewebe: 18 Tage nach intravenöser Verabreichung. Essbare Gewebe: 28 Tage nach intramuskulärer Verabreichung.
Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Bei trächtigen Tieren, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist, nicht innerhalb von 2 Monaten vor dem voraussichtlichen Geburtstermin anwenden.
Pferde
Essbare Gewebe: 15 Tage.
Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Bei trächtigen Tieren, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist, nicht innerhalb von 2 Monaten vor dem voraussichtlichen Geburtstermin anwenden.
Schweine
Essbare Gewebe: 15 Tage.
Welche Nebenwirkungen kann Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde beim Tier haben?
Pferd:
| Sehr selten | Anaphylaktische Reaktiona |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Kreislaufschockb |
| einschließlich Einzelfallberichte): | |
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Tachykardiec |
| Basis der verfügbaren Daten nicht | |
| geschätzt werden): | |
a Sollte symptomatisch behandelt werden. b Bei zu schneller intravenöser Injektion.
c Leicht. Aufgrund der parasympatholytischen Aktivität von Butylscopolaminiumbromid.
Hund:
| Sehr selten | Anaphylaktische Reaktiona |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Kreislaufschockb |
| einschließlich Einzelfallberichte): | Schmerzen an der Injektionsstellec |
a Sollte symptomatisch behandelt werden. b Bei zu schneller intravenöser Injektion.
c Unmittelbar. Klingt schnell ab und hat keinen negativen Einfluss auf den erwarteten Behandlungserfolg.
Rind, Schwein:
| Sehr selten | Anaphylaktische Reaktiona |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Kreislaufschockb |
einschließlich Einzelfallberichte):
a Sollte symptomatisch behandelt werden. b Bei zu schneller intravenöser Injektion.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung nicht über 25°C lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Sympagesic 500 mg/ml + 4 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine und Hunde
Zusammensetzung
| Jeder ml enthält: | |
| Wirkstoffe: | |
| Metamizol | 443 mg |
(entsprechend 500,0 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat)
(entsprechend 4,0 mg Butylscopolaminiumbromid)
Sonstige Bestandteile:
Klare, gelbliche Lösung.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.-Nr.: 402590.00.00
Packungsgrößen:
Umkarton mit 1 Durchstechflasche zu 100 ml.
Bündelpackung mit 5 Umkartons mit jeweils 1 Durchstechflasche zu 100 ml.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
<{TT/MM/JJJJ}>
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktdaten
Zulassungsinhaber:
Dechra Regulatory B.V.
Handelsweg 25
5531 AE Bladel
Niederlande
Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: Genera d.d.
Svetonedeljska cesta 2 Kalinovica
10436 Rakov Potok Kroatien
Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: Dechra Veterinary Products Deutschland GmbH
Hauptstr. 6-8 88326 Aulendorf
Tel +49 (0)7525-205-0
Mitvertreiber:
Dechra Veterinary Products Deutschland GmbH
Hauptstr. 6-8
88326 Aulendorf
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.
Verschreibungspflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



