Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Chosalgan-S 500 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine Metamizol-Natrium 1 H2O ANWENDUNGSGEBIET(E) Pferd, Rind, Schwein: Koliken , Lumbago, MMA (Mastitis-Metritis-Agalaktie)-Komplex, Schlundverstopfung, fieberhafte Erkrankungen, Schweineinfluenza, Arthritiden, rheumatische Zustände der Muskeln und Gelenke, Neuritiden, Neuralgien, …
- Wirkstoff(e)
- Metamizol-Natrium, Metamizol
- Zulassungsinhaber
- V.M.D. n.v./s.a.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- Anwendungsgebiete
- Ischiasnervreizung (Ischialgie)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Chosalgan-S angewendet?
Chosalgan-S 500 mg/ml
Injektionslösung für Pferde, Rinder und Schweine
Metamizol-Natrium 1 H2O
ANWENDUNGSGEBIET(E)
Pferd, Rind, Schwein:
Koliken, Lumbago, MMA (Mastitis-Metritis-Agalaktie)-Komplex, Schlundverstopfung, fieberhafte Erkrankungen, Schweineinfluenza, Arthritiden, rheumatische Zustände der Muskeln und Gelenke, Neuritiden, Neuralgien, Tendovaginitiden.
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Was ist vor der Einnahme von Chosalgan-S zu beachten?
- Vorliegen von Magen-Darm-Ulcera
- Störungen des hämatopoetischen Systems
- Niereninsuffizienz
- Koagulopathien
- Bronchialasthma
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
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Welche Nebenwirkungen hat Chosalgan-S?
Insbesondere die langfristige und hochdosierte Anwendung von Chosalgan-S kann das Auftreten folgender Nebenwirkungen begünstigen:
- Reizungen und Gefahr von Blutungen im Magen-Darm-Trakt
- Beeinträchtigung der Nierenfunktion
- Blutbildveränderungen, Leukozytendepression
- allergische Reaktionen
- Bronchospasmen bei disponierten Tieren
Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage
aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
7. ZIELTIERART(EN)
Pferd, Rind, Schwein
8. DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Pferd, Rind: zur langsamen intravenösen Anwendung
Schwein: zur intramuskulären und langsamen intravenösen Anwendung
Pferd: 20-50 mg Metamizol / kg KGW i.v., entsprechend 2 -5 ml Chosalgan-S pro 50 kg KGW
Rind: 20-40 mg Metamizol / kg KGW i.v., entsprechend 2 -4 ml Chosalgan-S pro 50 kg KGW
Schwein: 15-50 mg Metamizol / kg KGW i.v., i.m., entsprechend 0,3-1 ml Chosalgan-S pro 10 kg KGW
Die angegebenen Dosen sind Einzeldosen und können bei Bedarf im Abstand von 12 Stunden wiederholt werden.
9. HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG
Keine Angaben.
10. WARTEZEIT(EN)
| Rind, Pferd (i.v.): | essbares Gewebe | Tage | |
| Rind (i.v.): | Milch | Tage | |
| Schwein (i.m., i.v.): | essbares Gewebe | Tage |
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Wie ist Chosalgan-S aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach Anbruch: 28 Tage
Im Behältnis verbleibende Reste des Arzneimittels sind nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nach Anbruch zu verwerfen.
Weitere Informationen zu Chosalgan-S
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Wegen einer möglichen Schockgefahr sollte bei intravenöser Anwendung von Chosalgan-S besonders langsam injiziert werden. Hypotone oder instabile Kreislaufsituationen erfordern eine strenge Indikationsstellung. Bei längerfristiger Anwendung ist das Blutbild zu kontrollieren.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei sehr wenigen Personen kann Metamizol eine reversible, aber schwerwiegende Agranulozytose oder andere Reaktionen, wie Hautallergie, hervorrufen.
Eine Selbstinjektion ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Metamizol oder andere nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAIDs) sollten den Kontakt mit dem Produkt meiden.
Spritzer auf Haut und Augen sind unverzüglich abzuwaschen. Anwendung während Trächtigkeit, Laktation oder Legeperiode :
Die Metaboliten von Metamizol überwinden die Plazentaschranke und gehen in die Milch über. Es liegen keine Hinweise auf Teratogenität von Metamizol vor. Allerdings führten hohe Dosen von Metamizol zu verringerten Nachkommenzahlen pro Muttertier, zu reduzierten mittleren fetalen Gewichten sowie zu geringeren Überlebensraten der Nachkommen bis zum 4. Tag der Laktation bei Ratten. Die Anwendung sollte daher nach entsprechender Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Tierarzt erfolgen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Induktoren der Lebermikrosomenenzyme (z.B. Barbiturate, Phenylbutazon) wird die Halbwertzeit von Metamizol und damit die Wirkungsdauer verkürzt.
Die gleichzeitige Gabe von Neuroleptika, insbesondere Phenothiazinderivaten, kann zu schwerer Hypothermie führen.
Weiterhin steigt die Gefahr gastrointestinaler Blutungen bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden. Die diuretische Wirkung von Furosemid wird abgeschwächt. Gleichzeitige Gabe von anderen schwachen Analgetika verstärkt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Metamizol.
Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Im Fall einer akuten Überdosierung kommt es zu starkem Speichelfluss, Erbrechen, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps. Zunächst zeigen sich erhöhte Atemfrequenz und Krämpfe, später kommt es zu Koma und Atemlähmung. Bei Anzeichen einer Über-dosierung ist Chosalgan-S sofort abzusetzen, die Behandlung erfolgt symptomatisch.
Inkompatibilitäten:
Keine Angaben.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



