Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Der Wirkstoff von Verapabene 120 mg - Filmtabletten, der Kalziumantagonist Verapamilhydrochlorid, senkt den Sauerstoffbedarf des Herzens, verbessert seine Durchblutung und verhindert damit das Auftreten von Herzschmerzen ( Angina pectoris -Anfällen).
- Wirkstoff(e)
- Verapamil
- Zulassungsinhaber
- Teva B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- C08DA01
- Anwendungsgebiete
- Herzrhythmusstörungen
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Verapabene 120 mg - Filmtabletten angewendet?
Der Wirkstoff von Verapabene 120 mg - Filmtabletten, der Kalziumantagonist Verapamilhydrochlorid, senkt den Sauerstoffbedarf des Herzens, verbessert seine Durchblutung und verhindert damit das Auftreten von Herzschmerzen (Angina pectoris-Anfällen).
Verapabene 120 mg - Filmtabletten normalisieren bestimmte Herzrhythmusstörungen und senken einen erhöhten Blutdruck.
Verapabene 120 mg - Filmtabletten werden angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen über 50 kg Körpergewicht zur Behandlung von:
- Erkrankungen der Herzkranzgefäße mit gestörter Herzmuskeldurchblutung (verschiedene Formen der Angina pectoris; vorbeugende Behandlung nach Herzinfarkt, wenn Beta- Rezeptorenblocker nicht angewendet werden können)
- bestimmten Herzrhythmusstörungen mit rascher unregelmäßiger Herzschlagfolge
- Bluthochdruck
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Was ist vor der Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten zu beachten?
Verapabene 120 mg - Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Verapamilhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- bei Herz-Kreislauf-Schock
- nach akutem Herzinfarkt, der durch verlangsamten Pulsschlag, sehr niedrigen Blutdruck oder Herzversagen kompliziert war
- bei schwerer, nicht erfolgreich behandelter Herzschwäche (sofern nicht Folge einer supraventrikulären Tachykardie, die auf Verapamil anspricht)
- bei bestimmten schweren Störungen der Herzschlagfolge (schwere Erregungsbildungs- und ‑leitungsstörungen) außer Patienten mit Herzschrittmacher
- bei Vorhofflimmern/-flattern und gleichzeitigem Vorliegen von Herzerkrankungen, die durch eine angeborene Störung im Reizleitungssystem des Herzens entstehen (Wolff-Parkinson- White(WPW)- oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom)
- bei sehr niedrigem Blutdruck (Hypotonie, < 90 mmHg systolisch)
- bei langsamer Herzschlagfolge (Bradykardie, Puls unter 50 Schläge pro Minute)
- wenn Sie bereits ein Arzneimittel einnehmen, das zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen den Wirkstoff Ivabradin enthält
- im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“)
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Verapabene 120 mg - Filmtabletten einnehmen.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn bei Ihnen folgende Krankheiten oder Umstände vorliegen:
- bestimmte Herzrhythmusstörungen (Herzblock, AV-Block I. Grades, verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), Ausbleiben des Herzschlags (Asystolie))
- bestimmte, häufig anlagebedingte Herzvergrößerung (hypertrophe Kardiomyopathie)
- beeinträchtigte Leber- und/oder Nierenfunktion
- bestimmte erbliche Stoffwechselerkrankung (Porphyrie)
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
- niedriger Blutdruck
- Tragen eines Herzschrittmachers oder Defibrillators
- krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Muskeldystrophie)
- Einnahme bestimmter blutfettsenkender Arzneimittel (Statine)
- Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Flecainid, Disopyramid), Beta-Blocker
- Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von Herzschwäche (Digoxin)
Wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, wird Ihr behandelnder Arzt vorsichtig bei der Behandlung mit Verapabene 120 mg - Filmtabletten vorgehen und die Behandlung sorgfältig überwachen.
Wenn Verapabene 120 mg - Filmtabletten über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, wird Ihr Arzt bestimmte Laborwerte kontrollieren, z. B. Leberwerte oder Blutzuckerwerte.
Vor Eingriffen mit Narkose oder röntgenologischen Untersuchungen der Herzkranzgefäße ist der zuständige Arzt über die Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten zu informieren.
Die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Verapamil sollte nur im Klinikbereich erfolgen.
Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Wenn mehrere Arzneimittel (oder Arzneimittel und Genussmittel, wie z. B. Alkohol, Grapefruitsaft) eingenommen/angewendet werden, kann es zu einer Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung (oder auch der Nebenwirkungen) der Arzneimittel kommen, selbst dann, wenn Sie die Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen/anwenden.
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die Ivabradin enthalten, darf aufgrund der zusätzlichen herzfrequenzsenkenden Wirkung von Verapabene 120 mg - Filmtabletten nicht erfolgen.
Die Einnahme/Anwendung der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Verapabene 120 mg - Filmtabletten kann die Wirkung von Verapabene abschwächen:
- bestimmte Arzneimittel gegen Tuberkulose (Rifampicin)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Phenobarbital, Phenytoin)
- Calciumsalze, Vitamin D-Präparate
- Arzneimittel zur Steigerung der Harnsäureausscheidung (Sulfinpyrazon)
- Johanniskraut
Die Einnahme/Anwendung der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Verapabene 120 mg - Filmtabletten kann die Wirkung von Verapabene beziehungsweise Verapabene und dem Arzneimittel verstärken:
- blutdrucksenkende Arzneimittel
- bestimmte Arzneimittel gegen depressive Erkrankungen (Imipramin)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Neuroleptika)
- harntreibende Arzneimittel
- gefäßerweiternde Arzneimittel
- bestimmte Antibiotika (Clarithromycin, Erythromycin, Telithromycin)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (Cimetidin)
- Arzneimittel zur Behandlung von AIDS (Proteasehemmer wie z. B. Ritonavir)
- bestimmte blutfettsenkende Arzneimittel (Atorvastatin, Lovastatin)
- bestimmte Narkosemittel
- bestimmte Röntgenkontrastmittel
Die Einnahme/Anwendung der folgenden Arzneimittel gleichzeitig mit Verapabene 120 mg - Filmtabletten kann die Wirkung und/oder Nebenwirkung dieser Arzneimittel steigern bzw. verlängern:
- bestimmte gefäßerweiternde Arzneimittel (Terazosin, Prazosin)
- andere herz- und kreislaufwirksame Arzneimittel (Betarezeptoren-Blocker)
- Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Chinidin, Flecainid)
- Arzneimittel gegen Asthma (Theophyllin)
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Carbamazepin)
- Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Antidiabetika wie z. B. Glibenclamid)
- bestimmte Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika wie z. B. Doxorubicin)
- bestimmte Beruhigungsmittel (z. B. Benzodiazepine wie Midazolam, Buspiron)
- herzstärkende Arzneimittel (Digitoxin, Digoxin)
- Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die körpereigene Immunabwehr (Ciclosporin, Sirolimus, Tacrolimus, Everolimus)
- bestimmte blutfettsenkende Arzneimittel (Lovastatin, Simvastatin, Atorvastatin)
- Arzneimittel gegen Migräne (Almotriptan)
- bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (Lithium)
- bestimmte Arzneimittel gegen Gicht (Colchizin)
- bestimmte Arzneimittel mit muskelerschlaffender Wirkung (Muskelrelaxanzien)
- Acetylsalicylsäure (Arzneimittel zur Schmerzbehandlung und zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung)
- Dabigatran und andere direkte Blutgerinnungshemmer (Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban) (Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnsel)
Verapamil kann die blutzuckersenkende Wirkung von Metformin mindern.
Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken
und Alkohol
Nehmen Sie zusammen mit Verapabene 120 mg - Filmtabletten keinen Grapefruitsaft zu sich, da dadurch die Wirkung von Verapabene 120 mg - Filmtabletten verstärkt werden kann.
Vermeiden Sie bei Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten Alkoholkonsum, da Alkohol im Blut nicht wie üblich abgebaut werden kann und sich die Wirkung von Alkohol verlängern würde.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid während der Schwangerschaft vor.
Während der ersten 6 Monate einer Schwangerschaft dürfen Verapabene 120 mg - Filmtabletten nicht eingenommen werden. Über eine Einnahme im letzten Drittel der Schwangerschaft entscheidet Ihr Arzt.
Verapabene ist plazentagängig und geht in die Muttermilch über. Es wurde über seltene Überempfindlichkeitsreaktionen im Zusammenhang mit Verapamilhydrochlorid berichtet. Über die Einnahme während der Stillzeit entscheidet Ihr Arzt nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung entscheiden.
Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass Verapamilhydrochlorid in Einzelfällen die Prolaktin-Ausschüttung steigern und somit eine spontane Milchabsonderung auslösen kann.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung von Verapabene kann Ihre Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten unter gefährlichen Bedingungen beeinträchtigt sein. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol (siehe auch Abschnitt „Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol“).
Verapabene 120 mg - Filmtabletten enthalten Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie wird Verapabene 120 mg - Filmtabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Zum Einnehmen.
Die Filmtabletten sind ungelutscht und unzerkaut am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit (nicht mit Grapefruitsaft oder Alkohol) einzunehmen.
Die Dosierung wird individuell vom Arzt verordnet, in Abhängigkeit von Art und Schwere Ihrer Erkrankung.
In der Dauertherapie soll eine Tagesdosis von 480 mg (entsprechend 4 Verapabene 120 mg - Filmtabletten) nicht überschritten werden. Eine kurzfristige Dosiserhöhung ist nur auf besondere Anordnung Ihres Arztes vorzunehmen.
Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt. Nach einer längeren Therapie sollen Verapabene 120 mg - Filmtabletten grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend abgesetzt werden.
Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht
Erkrankungen der Herzkranzgefäße
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg bis 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen.
Bluthochdruck
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg bis 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen.
Herzrhythmusstörungen mit rascher unregelmäßiger Herzschlagfolge
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg bis 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen.
Kinder und Jugendliche
Verapabene 120 mg - Filmtabletten sind nicht für Kinder und Jugendliche unter 50 kg Körpergewicht bestimmt.
Für Säuglinge und Kleinkinder, Kinder und Jugendliche mit Herzrhythmusstörungen stehen niedrigdosierte Darreichungsformen zur Verfügung.
Die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern mit Verapabene darf nur im Klinikbereich erfolgen.
Besondere Patientengruppen
Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Wenn Sie an einer eingeschränkten Leberfunktion leiden, sollen anfänglich niedrigere Dosen eingenommen werden, abhängig vom Grad der eingeschränkten Leberfunktion und dem Schweregrad der Krankheit, die behandelt wird.
Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt, wird Ihr Arzt Verapabene mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung anwenden.
Dosierung bei älteren Patienten
Die Dosierung bei älteren Patienten (> 65 Jahre) ist vorsichtig vorzunehmen. Eine entsprechende Dosisanpassung soll basierend auf dem individuellen Ansprechen auf Verapamil vorgenommen werden.
Für Erwachsene mit besonders niedrigem Verapamil Bedarf (z. B. bei schweren Leberfunktionsstörungen, bei älteren Patienten und bei Patienten mit niedrigem Gewicht) stehen die niedrig dosierten Formen Verapabene 40 mg - Filmtabletten und Verapabene 80 mg - Filmtabletten zur Verfügung.
Wenn Sie eine größere Menge von Verapabene 120 mg - Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Bei Überdosierung von Verapamil können stark erniedrigter Blutdruck, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen (verlangsamte oder beschleunigte Herzschlagfolge) bis zum Herz-Kreislauf- Schock mit Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge), und Herzstillstand, Bewusstseinstrübung bis zum Koma, akute Atemnot, Hyperglykämie (erhöhter Blutzuckerspiegel), Hypokaliämie (verminderte Kaliumkonzentration im Blut), Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxie), beeinträchtige Nierenfunktion, Muskelkrämpfe, Benommenheit und bestimmte Stoffwechselentgleisungen (metabolische Azidose) auftreten. Es traten Todesfälle nach Überdosierung auf.
Falls Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben, nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt/Notarzt auf oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.
Hinweis für das medizinische Fachpersonal
Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.
Wenn Sie die Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Filmtablette zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt ein.
Wenn Sie die Einnahme von Verapabene 120 mg - Filmtabletten abbrechen
Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim Arzt nicht vorgenommen werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Verapabene 120 mg - Filmtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (Übelkeit, Verstopfung und Bauchschmerzen), verlangsamter Herzschlag, beschleunigter Herzschlag, Herzklopfen, niedriger Blutdruck, Hitzewallungen, Wasseransammlung im Gewebe (Ödeme) und Müdigkeit.
Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Verapamil und während der Vermarktung
Sehr häufig (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfung.
Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Zittern,
- Entwicklung oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche, Verlangsamung der Herztätigkeit,
- Hitzewallungen, niedriger Blutdruck,
- Schwellung von Knöcheln, Füßen oder Fingern (periphere Ödeme).
Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Missempfindungen (Kribbeln, Taubheit), Benommenheit, Nervenerkrankung (Neuropathie), Wärmegefühl,
- Verminderung der Glucosetoleranz (Blutzuckerstoffwechselstörung),
- Nervosität,
- Drehschwindel, Ohrensausen,
- Erregungsüberleitungsstörung von den Herzvorhöfen zu den Herzkammern (AV-Block Grad I- III), Herzklopfen, schnelle Herztätigkeit
- Schmerzhafte Rötung der Füße/Hände mit Hitzegefühl,
- Verkrampfung der Bronchialmuskulatur,
- Bauchschmerzen, Erbrechen,
- allergische Reaktionen der Haut (Hautrötung, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht),
- Gesichtsrötung,
- Impotenz,
- Müdigkeit.
Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- Schläfrigkeit,
- Blutungen in die Haut (Purpura), vermehrtes Schwitzen,
- Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Muskelschmerzen,
- Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann (mit Rückbildung nach Absetzen des Arzneimittels),
- vorübergehende Erhöhung bestimmter Leberwerte im Blut (Transaminasen und/oder alkalische Phosphatase).
Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- Störungen der unwillkürlichen Bewegungsabläufe (extrapyramidales Syndrom), Lähmung der Gliedmaßen (Tetraparese), Krämpfe,
- Rhythmusstörungen (Verlangsamung der Sinusknotentätigkeit, Sinusknotenausfall, Systolenausfall), Vorhofflimmern,
- krankhafte Wucherung des Zahnfleisches, Darmverschluss,
- Schwellung der Haut und Schleimhaut (Angioödem), Haarausfall, Entzündung der Haut durch UV-Licht (Photodermatitis), Hautrötung (Erythema multiforme), schwere Hauterkrankung mit Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom),
- Verschlimmerung bestimmter Muskelerkrankungen (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton- Syndrom und fortgeschrittene Duchenne-Krankheit),
- milchige Absonderungen aus der Brustdrüse,
- Erhöhung bestimmter Hormonwerte (Prolaktin) im Blut.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Überempfindlichkeit,
- Erhöhung der Kaliumspiegel im Blut,
- Herzversagen,
- Atemnot,
- Bauchbeschwerden,
- Hautausschlag,
- Nierenversagen.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Verapabene 120 mg - Filmtabletten aufzubewahren?
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Verapabene 120 mg - Filmtabletten
Was Verapabene 120 mg - Filmtabletten enthalten
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Der Wirkstoff ist: Verapamilhydrochlorid.
Jede Filmtablette enthält 120 mg Verapamilhydrochlorid. -
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, Maisquellstärke, Maisstärke, Croscarmellose-Natrium,
Talkum, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat; Filmüberzug: Hypromellose, Glycerol 85 %.
Wie Verapabene 120 mg - Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung
Verapabene 120 mg sind weiße, runde, beidseits gewölbte Filmtabletten mit Steg und einseitiger Gravur „V120“.
Blisterpackungen mit 20 und 50 Stück.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V.
Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande
Tel.-Nr.: + 43 (0) 1 97007 0 Fax-Nr.: + 43 (0) 1 97007 66 E-Mail: info@ratiopharm.at
Hersteller
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Str. 3
89143 Blaubeuren
Deutschland
Z.Nr.: 1-20381
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2025.
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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Die Behandlung einer Verapamilhydrochlorid-Überdosierung sollte vorwiegend unterstützend und individuell je nach Zeitpunkt und Art der Verabreichung, sowie Art und Schwere der Vergiftungssymptome erfolgen.
Therapeutisch stehen die Elimination und die Wiederherstellung stabiler Herz-Kreislauf-Verhältnisse im Vordergrund.
Eine Magenspülung ist nach oraler Intoxikation mit Verapamilhydrochlorid anzuraten, auch noch später als 12 Stunden nach der Einnahme, falls keine Magen-Darm-Motilität (Darmgeräusche) nachweisbar ist.
Eine Hämodialyse ist wegen fehlender Dialysierbarkeit von Verapamilhydrochlorid nicht sinnvoll, eine Hämofiltration und evtl. eine Plasmapherese (hohe Plasmaeiweißbindung der Calcium-Antagonisten) werden jedoch empfohlen.
Übliche intensivmedizinische Wiederbelebungsmaßnahmen, wie extrathorakale Herzmassage, Beatmung, Defibrillation bzw. Schrittmachertherapie.
Spezifische Maßnahmen
Bradykarde Herzrhythmusstörungen werden symptomatisch mit Atropin und/oder Beta- Sympathomimetika (Isoprenalin, Orciprenalin) behandelt, bei bedrohlichen bradykarden Herzrhythmusstörungen ist eine temporäre Schrittmachertherapie erforderlich.
Asystolie sollte mit den üblichen Maßnahmen einschließlich beta-adrenerger Stimulation, anderen vasopressorischen Arzneimitteln oder kardiopulmonaler Reanimation behandelt werden.
Als spezifisches Antidot gilt Calcium, z. B. 10 – 20 ml einer 10%igen Calciumgluconatlösung intravenös (2,25 bis 4,5 mmol), erforderlichenfalls wiederholt oder als Dauertropfinfusion (z. B. 5 mmol/Stunde).
Die Hypotonie, als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation, wird mit Dopamin (bis 25 µg je kg Körpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 µg je kg Körpergewicht je Minute), Epinephrin bzw. Norepinephrin behandelt. Die Dosierung dieser Arzneimittel orientiert sich allein an der erzielten Wirkung. Der Serum-Calcium-Spiegel sollte hochnormal bis leicht erhöht gehalten werden. In der Frühphase wird aufgrund der arteriellen Vasodilatation zusätzlich Flüssigkeit substituiert (Ringer- oder Natriumchloridlösung).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


