Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Das in Tardyferon Fol enthaltene Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement des Organismus. Als Bestandteil des Blutfarbstoffes (Hämoglobin) und vieler wichtiger Enzyme ist Eisen an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
- Wirkstoff(e)
- Eisen(II)-sulfat
- Zulassungsinhaber
- Pierre Fabre Medicament
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- B03AD03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Tardyferon Fol Retardtabletten angewendet?
Das in Tardyferon Fol enthaltene Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement des Organismus. Als Bestandteil des Blutfarbstoffes (Hämoglobin) und vieler wichtiger Enzyme ist Eisen an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Folsäure erfüllt zahlreiche Aufgaben im Eiweißstoffwechsel des Organismus und ist unentbehrlich für den Aufbau von biologischem Material wie Erbträgern (Genen), Botenstoffen im Gehirn, aber auch Blutzellen wie roten Blutkörperchen. Folsäuremangel kann bei schwangeren Frauen das Risiko des Auftretens von kindlichen Missbildungen erhöhen. Die Ergänzung von Folsäure während der Schwangerschaft kann das Risiko von Fehlbildungen (Neuralrohrdefekten) vermindern.
Tardyferon Fol wird zur Behandlung von Eisenmangelzuständen mit gleichzeitigem Folsäuremangel während der Schwangerschaft verwendet.
Tardyferon Fol wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen (im Alter von 12 - 18 Jahren).
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Was ist vor der Einnahme von Tardyferon Fol Retardtabletten zu beachten?
- wenn Sie allergisch gegen einen der Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie mehr Eisen im Körper haben, als Sie benötigen.
- wenn Sie an einer Blutarmut (Anämie) leiden, die nicht durch einen Eisenmangel verursacht wird oder die zu einer Eisenüberladung führt (z.B. Thalassämie, refraktäre Anämie oder Anämie auf Grund einer Funktionsstörung des Knochenmarks).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tardyferon Fol einnehmen.
Um das Risiko einer möglichen Eisenüberdosierung zu vermeiden, ist besondere Vorsicht geboten, falls diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen angewendet werden.
In der Literatur wurden Fälle von Magengeschwüren und Magenblutungen bei Patienten berichtet, die mit Eisensulfat-Tabletten behandelt wurden. In diesem Fall wird empfohlen, auf eine flüssige Formulierung von Eisensulfat und ein extra Folsäurepräparat umzusteigen.
Bei vorbestehenden Entzündungen oder Geschwüren der Magen-Darmschleimhaut sollte der Nutzen der Behandlung sorgfältig gegen das Risiko einer Verschlimmerung der Magen-Darmerkrankung abgewogen werden.
Ihr Arzt kann eventuell die Notwendigkeit zur Fortführung der Eisen-Therapie durch eine Bestimmung verschiedener Blutwerte überprüfen.
Eine dunkle bis schwarze Verfärbung des Stuhls ist durch die Einnahme von Tardyferon Fol bedingt und völlig harmlos.
Falsche Einnahme und Schluckbeschwerden
Aufgrund des Risikos von Mundgeschwüren (Mundulzera) und Zahnverfärbungen dürfen die Tabletten nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden, sondern sollen unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Falls Sie diese Anweisung nicht befolgen können oder Schwierigkeiten beim Schlucken haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Besonders bei älteren Patienten oder Patienten mit Schluckbeschwerden besteht zudem das Risiko einer Schädigung der Speiseröhre oder der Lunge, wenn die Tabletten falsch eingenommen werden (siehe Abschnitt 4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?).
Wenn eine Tablette versehentlich in die Atemwege gelangt, wenden Sie sich bitte so schnell wie möglich an Ihren Arzt, da ein Risiko für Geschwüre und Verengungen der Bronchien besteht. Dies kann zu anhaltendem Husten, Bluthusten und / oder zu Atemnot führen, selbst wenn die falsche Einnahme Tage bis Monate vor diesen Symptomen stattgefunden hat. Daher muss sichergestellt werden, dass die Tablette Ihre Atemwege nicht schädigt.
Patienten mit einem verminderten Eisengehalt im Blutserum (Hyposiderinämie) und zusätzlichen allgemeinen Anzeichen einer Entzündung sprechen nicht auf eine Eisenbehandlung an.
Die Eisentherapie muss, soweit es möglich ist, zusammen mit der Behandlung der Ursache erfolgen.
Bei älteren Patienten, die Arzneimittel wegen einer chronischen Nierenerkrankung, Diabetes und/oder Bluthochdruck einnahmen und gleichzeitig Eisenergänzungspräparate erhielten, sind Fälle von Dunkelfärbung der Magen-Darm-Schleimhaut (Melanose) berichtet worden. Eine Melanose kann Magen-Darm-Operationen behindern und muss daher berücksichtigt werden. Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, müssen Sie den Chirurgen über die Einnahme von Tardyferon Fol informieren.
Bei Megaloblastenanämie (Blutarmut aufgrund von Vitamin B12- Mangel) kann die Gabe von Folsäure zu einer Normalisierung des Blutbildes führen, während die Beschwerden des Nervensystems fortschreiten. Deshalb wird Ihr Arzt vor Behandlungsbeginn einen Vitamin-B12- Mangel als Ursache der Blutarmut ausschließen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h. es ist nahezu "natriumfrei".
Einnahme von Tardyferon Fol zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.
Bei gleichzeitiger Einnahme kann die Aufnahme von Eisen und/oder des anderen Arzneimittels verringert sein:
Colestyramin (blutfettsenkendes Arzneimittel), bestimmte Antibiotika (Penicillamin, Tetrazykline, Fluorchinolone (z. B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin, Ofloxacin), Cefdinir), Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (Integrase-Inhibitoren, wie z.B. Bictegravir), Acetohydroxamsäure (Arzneimittel bei chronischer Harnwegsinfektion), Arzneimittel zur Behandlung von Parkinson (Levodopa, Carbidopa, Entacapon), Methyldopa (Blutdrucksenker), Thyroxin (bei Schilddrüsenerkrankungen), Bisphosphonate (bei Osteoporose), Trientin (Behandlung der Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson), Arzneimittel zur Verringerung der Magensäure (Aluminium-, Magnesiumtrisilikat-, Calcium-, Wismuthältig), Calcium-, Magnesium- oder Zink- Ergänzungspräparate.
Tardyferon Fol sollte zumindest 1-2 Stunden vor oder erst 4-6 Stunden nach Colestyramin eingenommen werden.
Wenn Sie ein Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion (Integrase-Hemmer) einnehmen:
- Bictegravir sollte mindestens 2 Stunden vor Tardyferon Fol verabreicht oder zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
- Dolutegravir sollte 2 Stunden vor oder 6 Stunden nach Tardyferon Fol verabreicht oder zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
-
Andere Integrase-Hemmer: Sie sollten die beiden Verabreichungen trennen. Genauere Informationen über den Einnahmeabstand mit Tardyferon Fol finden Sie in der Packungsbeilage des jeweiligen Integrase-Hemmers.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Tardyferon Fol und Entacapon sollte zwischen den Einnahmen ein Abstand von mindestens 2-3 Stunden liegen.
Für alle anderen oben aufgelisteten Präparate und Produkte ist ein Einnahme-Abstand zu Tardyferon Fol von mindestens 2 Stunden einzuhalten.
Der Wirkeintritt von Eisen kann bei gleichzeitiger intravenöser Gabe von Chloramphenicol (Antibiotikum) verzögert sein.
Bei Kindern kann das Ansprechen auf Eisen bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin E vermindert sein.
Die Aufnahme von Eisen wird gefördert durch:
Vitamin C oder Zitronensäure.
Weitere mögliche Wechselwirkungen
Die gleichzeitige Einnahme von Eisen und entzündungshemmenden Schmerzmitteln (nichtsteroidalen Antirheumatika, NSARs) sollte immer zusammen mit einer Mahlzeit erfolgen, um die durch NSARs verursachten Nebenwirkungen (Magen-Darm-Reizungen, erhöhtes Blutungsrisiko) zu verringern.
Gegebenenfalls ist die Wirksamkeit des gleichzeitig gegebenen Arzneimittels medizinisch bzw. labordiagnostisch zu überwachen.
Nicht empfohlene Kombination
Die Kombination einer Eisentherapie zum Schlucken mit einer Eisentherapie über die Vene (oral mit i.v.) kann zu Eisenüberladung (Transferrinsättigung) sowie Ohnmacht bis hin zu einem Schock auf Grund der schnellen Eisenfreisetzung führen.
Die Aufnahme von Folsäure wird durch folgende Arzneimittel verringert:
Pyrimethamin (Arzneimittel gegen Malaria), Methotrexat (zur Behandlung von Erkrankungen des Immunsystems wie Rheuma, Arthritis, Schuppenflechte bzw. zur Krebstherapie), Chloramphenicol (Antibiotikum) oder Sulfasalazin (Arzneimittel zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen).
Mittel gegen Epilepsie (Antiepileptika wie Phenytoin, Primidon, Barbiturate, Fosphenytoin) können zu einem Folsäuremangel führen. Die Einnahme zusammen mit Folsäure kann auch die Konzentration der Antiepileptika senken und damit deren Wirksamkeit verringern. Es ist möglich, dass Ihr Arzt eine regelmäßige Kontrolle der Plasmakonzentrationen und gegebenenfalls eine Anpassung der
Antiepileptikum-Dosierung während der Folsäure-Therapie und nach deren Absetzen durchführt. Unter antiepileptischer Therapie (vor allem mit Phenobarbital, Phenytoin oder Primidon) kann die Häufigkeit und Stärke epileptischer Anfälle zunehmen.
Einnahme von Tardyferon Fol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Einnahme eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten verbessert die Aufnahme im Darm. Bei Einnahme zu den Mahlzeiten ist allerdings die Magen-Darm-Verträglichkeit besser.
Nicht geeignet als Aufnahmeflüssigkeit sind Tee, Kaffee, Rotwein und Milch, da diese die Aufnahme von Eisen verringern.
Die Eisenaufnahme kann herabgesetzt sein bei vegetarischer Ernährung, z.B. durch Phytinsäure in Vollkorngetreide sowie durch Eier oder Milchprodukte. Für alle aufgelisteten Lebensmittel ist ein Einnahme-Abstand zu Tardyferon Fol von mindestens 2 Stunden einzuhalten.
Vitamin C oder Zitronensäure fördern die Eisenaufnahme.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft:
Der Eisenbedarf während der Schwangerschaft und Stillzeit ist erhöht. Bei Feststellen eines Eisenmangels durch eine Blutuntersuchung muss Eisen ersetzt werden. Die Eisenwerte sollen regelmäßig kontrolliert und die Dosierung entsprechend angepasst werden.
Eine Einnahme von Eisenpräparaten in der empfohlenen Dosierung ergab keine Hinweise auf ein erhöhtes Komplikationsrisiko.
Tardyferon Fol kann in der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies medizinisch erforderlich ist.
Stillzeit:
Eisen und Folsäure gehen in die Muttermilch über, in der empfohlenen Dosierung sind keine Auswirkungen auf das Neugeborene / Kind zu erwarten.
Tardyferon Fol kann während der Stillzeit angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Tardyferon Fol hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Tardyferon Fol enthält Natrium, jedoch weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h.es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie wird Tardyferon Fol Retardtabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die empfohlene Dosis beträgt bei:
Erwachsenen und Jugendlichen (im Alter von 12 - 18 Jahren) mit leichtem Eisenmangel mit Folsäuredefizit:
Einmal täglich 1 Tablette Tardyferon Fol in der Früh das entspricht 80 mg elementarem Eisen und 0,35 mg Folsäure.
schwerem Eisenmangel mit Folsäuredefizit:
Zweimal täglich 1 Tablette Tardyferon Fol morgens und abends, das entspricht 160 mg elementarem Eisen und 0,70 mg Folsäure.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser ein. Lutschen oder zerkauen Sie die Tablette nicht, und lassen Sie die Tablette nicht länger im Mund.
Die Einnahme eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten verbessert die Aufnahme im Darm. Bei Einnahme zu den Mahlzeiten ist allerdings die Magen-Darm-Verträglichkeit besser. Weiters ist zu beachten, dass gewisse Nahrungsmittel und Getränke nicht zur Einnahme geeignet sind (siehe "Einnahme von Tardyferon Fol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken").
Dauer der Anwendung
Die Therapie ist so lange fortzusetzen, bis es zu einer Normalisierung der Eisenwerte im Blut kommt und die Eisenspeicher aufgefüllt sind. Dies dauert im Normalfall 3 bis 6 Monate, abhängig von Ihrem Ausgangszustand. Falls notwendig, kann Ihr Arzt die Therapie auch noch weiter fortsetzen.
Eine Kontrolle der Wirksamkeit ist erst 3 Monate nach Behandlungsbeginn sinnvoll.
Wenn Sie eine größere Menge von Tardyferon Fol eingenommen haben, als Sie sollten
Eisen
In größeren Mengen eingenommen, können Eisenverbindungen vor allem bei Kindern, selten bei Erwachsenen, tödlich wirken. Wenn Sie oder ein Kind zu viele Tabletten eingenommen haben, rufen Sie sofort einen Arzt oder den Notarzt!
Folsäure
Eine Folsäure-Überdosierung mit Tardyferon Fol ist nicht bekannt.
Für den Arzt: Weitere Hinweise zur Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation!
Wenn Sie die Einnahme von Tardyferon Fol vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzten Sie die Therapie mit der verordneten Dosis zur gewohnten Zeit fort.
Wenn Sie die Einnahme von Tardyferon Fol abbrechen
Setzen Sie das Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ab.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Tardyferon Fol Retardtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen, Verfärbung des Stuhles, Übelkeit
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis), abnormaler Stuhl, Verdauungsstörungen, Erbrechen
- Kehlkopfschwellung (Kehlkopfödem)
- Juckreiz, Ausschlag mit Hautrötung
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion), Nesselsucht (Urtikaria), Schwellungen der Haut oder Schleimhäute (Angioödem), allergische Hautreaktionen
- Mundgeschwüre oder Zahnverfärbungen (bei falscher Anwendung, wenn die Tabletten zerkaut, gelutscht oder länger im Mund gelassen werden).
- Besonders bei älteren Patienten oder Patienten mit Schluckbeschwerden besteht zudem das Risiko von Verletzungen der Speiseröhre, Geschwüren im Bereich des Rachens und der
Speiseröhre, entzündungsbedingter, knotenartiger Gewebeneubildung in der Lunge oder Absterben von Lungengewebe bis hin zu einer Verengung der Bronchien (Bronchostenose), wenn die Tabletten falsch eingenommen werden oder in die Atemwege gelangen.
- Dunkelfärbung (Melanose) der Magen-Darmschleimhaut (siehe Abschnitt 2, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)
- Magenblutung, Magengeschwür, Magengeschwürblutung, oberflächlicher Magenschleimhautdefekt (siehe Abschnitt 2, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)
Bestimmte Tests zum Nachweis von Blut im Stuhl können verfälscht werden. Vor einem solchen Test soll Tardyferon Fol abgesetzt werden.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 Wien ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: www.basg.gv.at
Wie ist Tardyferon Fol Retardtabletten aufzubewahren?
Nicht über 30°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Tardyferon Fol Retardtabletten
- Die Wirkstoffe sind: Eisen(II)sulfat und Folsäure. Eine Retardtablette enthält 247,25 mg getrocknetes Eisen(II)sulfat (entsprechend 80 mg zweiwertigem Eisen) und 0,35 mg Folsäure.
- Die sonstigen Bestandteile sind:
Kern: Maltodextrin, mikrokristalline Cellulose, Ammoniummethacrylat-Copolymer Dispersion Typ B (Eudragit RS 30 D), Ammoniummethacrylat-Copolymer Dispersion Typ A (Eudragit RL 30 D), Talk, Triethylcitrat, Glyceroldibehenat.
Hülle: Sepifilm LP010*, Eisenoxid gelb (E 172), Eisenoxid rot (E 172), Titandioxid (E 171), Triethylcitrat.
* Zusammensetzung Sepifilm LP010: Hypromellose, mikrokristalline Cellulose, Stearinsäure.
Wie Tardyferon Fol aussieht und Inhalt der Packung
Tardyferon Fol sind runde, blass-rosafarbene Retardtabletten (Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung).
Es gibt Packungen zu 30 und 100 Stück. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Pharmazeutischer Unternehmer
Pierre Fabre Médicament Les Cauquillous
81500 Lavaur Frankreich
Hersteller
Pierre Fabre Médicament Production
Progipharm
Rue du Lycée - F-45500 Gien
Vertrieb
Germania Pharmazeutika GmbH
Schuselkagasse 8 - 1150 Wien - Österreich
Z.Nr.: 16.520
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2026.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Therapie einer akuten Eisenintoxikation
Die Behandlung muss so schnell wie möglich eingeleitet werden:
- Symptomatische Behandlung: Eine strenge Überwachung des Patienten ist erforderlich. Schock, Dehydratation und Säure-Basen-Störungen sind gemäß praktischem Standard in einer geeigneten Einrichtung zu behandeln (Aufrechterhaltung der Atmung des Patienten, des Blutvolumens, des Wasser-Elektrolyt-Gleichgewichts und der Harnausscheidung).
- Gastrointestinale Dekontamination: Eine gastrointestinale Dekontamination kann in bestimmten Situationen in spezialisierten Umgebungen in Betracht gezogen werden, sollte jedoch nicht routinemäßig angewendet werden. Insbesondere kann eine Ganzdarmspülung mit einer Polyethylenglykollösung erwogen werden, wenn auf dem Röntgenbild des Patienten eine signifikante Anzahl von Eisentabletten oder Konkrementen im Magen-Darm-Trakt sichtbar ist. Die Spülung sollte so lange durchgeführt werden, bis transparentes Abwasser erhalten wird.
- Eisenchelattherapie: Je nach Konzentration des Serumeisens und der Schwere oder Persistenz der Symptome kann bei schweren Vergiftungen der Einsatz eines Chelatbildners empfohlen werden. Deferoxamin ist die Referenztherapie. Weitere Informationen finden Sie in der Fachinformation von Deferoxamin.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.





