Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Flow ist eine Verhütungspille zum Einnehmen und wird zur Schwangerschaftsverhütung angewendet. Jede der 24 gelben Tabletten enthält eine geringe Menge von zwei verschiedenen weiblichen Hormonen, genannt Gestoden und Ethinylestradiol. Die 4 weißen Tabletten enthalten keine Wirkstoffe und werden Placebo-Tabletten genannt.
- Wirkstoff(e)
- Gestoden, Ethinylestradiol
- Zulassungsinhaber
- Teva B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- G03AA10
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten angewendet?
- Flow ist eine Verhütungspille zum Einnehmen und wird zur Schwangerschaftsverhütung angewendet.
- Jede der 24 gelben Tabletten enthält eine geringe Menge von zwei verschiedenen weiblichen Hormonen, genannt Gestoden und Ethinylestradiol.
- Die 4 weißen Tabletten enthalten keine Wirkstoffe und werden Placebo-Tabletten genannt.
- Verhütungspillen, die zwei Hormone enthalten, werden als „Kombinationspillen“ bezeichnet.
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Was ist vor der Einnahme von Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten zu beachten?
Allgemeine Hinweise
Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in Abschnitt 2, bevor Sie mit der Anwendung von Flow beginnen. Es ist besonders wichtig, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen – siehe Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“).
Bevor Sie mit der Einnahme von Flow beginnen können wird Ihr Arzt Ihnen einige Fragen zu Ihrer persönlichen Krankengeschichte und der Ihrer nahen Verwandten stellen. Der Arzt wird auch Ihren Blutdruck messen und abhängig von Ihrer persönlichen Situation möglicherweise noch einige andere Tests durchführen.
In dieser Packungsbeilage werden einige Situationen beschrieben, bei denen Sie die Einnahme von Flow abbrechen sollten oder bei denen die Zuverlässigkeit von Flow herabgesetzt sein kann.
In diesen Fällen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmethoden anwenden, wie z.B. ein Kondom oder eine andere Barrieremethode. Wenden Sie nicht die Kalender- oder Temperaturmethode an. Diese Methoden können unzuverlässig sein, da Flow die monatlichen Schwankungen der Körpertemperatur und des Gebärmutterhalsschleims verändert.
Wie alle hormonalen Empfängnisverhütungsmittel bietet Flow keinerlei Schutz vor einer HIV-Infektion (AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Flow darf nicht eingenommen werden
Flow darf nicht eingenommen werden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Form der Empfängnisverhütung für Sie besser geeignet ist.
- Wenn Sie allergisch gegen die Wirkstoffe (Gestoden oder Ethinylestradiol) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- Wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß der Beine (tiefe Beinvenenthrombose, TVT), der Lunge (Lungenembolie, LE) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten).
- Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden – beispielsweise Protein-C- Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden oder Antiphospholipid-Antikörper.
- Wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel)“.
- Wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten.
- Wenn Sie eine Angina pectoris (eine Erkrankung, die schwere Brustschmerzen verursacht und ein erstes Anzeichen auf einen Herzinfarkt sein kann) oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA – vorübergehende Symptome eines Schlaganfalls) haben (oder früher einmal hatten).
-
Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen können:
O schwerer Diabetes mit Schädigung der Blutgefäße O sehr hoher Blutdruck
O sehr hoher Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) O eine Krankheit, die als Hyperhomocysteinämie bekannt ist - Wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. „Migräne mit Aura“) leiden oder in der Vergangenheit
gelitten haben.
Wenn Sie eine Erkrankung des Herzens oder der Blutgeefäße haben oder in der Vergangenheit hatten,
insbesondere:
- Herzrhythmusstörungen oder Herzklappenfehler
- Störung bestimmter Blutgefäße des Herzens (Herzkranzgefäße)
- Wenn Sie einen gutartigen (als fokale noduläre Hyperplasie oder Leberadenom bezeichneten) oder bösartigen Tumor der Leber haben (oder hatten) oder wenn Sie kürzlich eine Lebererkrankung hatten. In diesen Fällen wird Sie Ihr Arzt auffordern die Tabletteneinnahme zu unterbrechen, bis Ihre Leber wieder normal arbeitet.
- Wenn Sie Blutungen aus der Scheide haben, deren Ursache nicht geklärt ist.
- Wenn Sie Brust- oder Gebärmutterhalskrebs oder eine Krebserkrankung haben, die empfindlich auf weibliche Geschlechtshormaone reagiert, oder wenn bei Ihnen der Verdacht auf solche Krebserkrankungen besteht.
- Wenn Sie eine Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) haben, die mit einer Fettstoffwechselstörung einhergeht.
- Wenn Sie Hepatitis C haben und Arzneimittel, welche Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten, einnehmen (siehe Abschnitt „Einnahme von Flow zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
Sollte einer der oben angeführten Zustände oder Erkrankungen erstmals auftreten, während Sie Flow einnehmen, unterbrechen Sie sofort die Einnahme und wenden Sie sich an Ihren Arzt. Bis zur Abklärung Ihrer Beschwerden sollten Sie eine nicht-hormonale Verhütungsmethode anwenden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Flow einnehmen.
Wann sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden?
Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf
wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, die bedeuten könnten, dass Sie ein Blutgerinnsel im Bein (d. h. tiefe Beinvenenthrombose), ein Blutgerinnsel in der Lunge (d. h. Lungenembolie), einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall haben (siehe den Abschnitt „Blutgerinnsel [Thrombose]“ unten).
Für eine Beschreibung der Symptome dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe den Abschnitt „So erkennen Sie ein Blutgerinnsel“.
In manchen Situationen müssen Sie bei der Einnahme von Flow oder anderen kombinierten hormonellen Verhütungsmitteln besonders vorsichtig sein, und es kann erforderlich sein, dass Sie regelmäßig von Ihrem Arzt untersucht werden.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft.
Wenn die Krankheit ausbricht oder sich während der Anwendung von Flow verschlimmert, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt informieren.
- Wenn eine Blutuntersuchung ergeben hat, dass Sie einen erhöhten Blutzucker- oder Cholesterinspiegel oder einen erhöhten Prolaktinspiegel (die Milchproduktion anregendes Hormon) haben.
- Wenn Sie übergewichtig sind.
- Wenn Sie einen gutartigen Brusttumor haben oder, wenn ein naher Verwandter an Brustkrebs erkrankt ist.
- wenn Sie eine Erkrankung der Gebärmutter (Uterusdystrophie) haben.
- Wenn Sie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung) haben.
- Wenn Sie systemischen Lupus erythematodes (SLE – eine Krankheit, die Ihr natürliches Abwehrsystem beeinträchtigt) haben.
- Wenn Sie ein hämolytisches urämisches Syndrom (HUS – eine Störung der Blutgerinnung, die zu Nierenversagen führt) haben.
- Wenn Sie Sichelzellanämie (eine erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen) haben.
- Wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie vorgekommen ist. Hypertriglyceridämie wurde mit einem erhöhten Risiko für eine Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) verbunden.
- Wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“).
- Wenn Sie vor kurzem entbunden haben, ist Ihr Risiko für Blutgerinnsel erhöht. Fragen Sie Ihren Arzt, wie bald nach der Entbindung Sie mit der Anwendung von Flow beginnen können.
- Wenn Sie in den Venen unter der Haut eine Entzündung haben (oberflächliche Thrombophlebitis);
- Wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben.
- wenn Sie oder engere Verwandte von Ihnen (Eltern, Großeltern, Geschwister, usw.) jemals an einer Krankheit gelitten haben, die zur Bildung von Blutgerinnseln neigt (in den Beinen, der Lunge oder an andereen Stellen, Herzinfarkt, Schlaganfall).
- Wenn Sie an Epilepsie leiden (siehe auch Abschnitt "Einnahme von Flow zusammen mit anderen Arzneimitteln"
- Wenn Sie an Migräne leiden.
- Wenn Sie aufgrund einer Erkrankung, die als Otosklerose bekannt ist, an Hörverlust leiden.
- Wenn Sie an Asthma leiden.
- Wenn Sie während der Schwangerschaft oder während der Einnahme einer anderen Verhütungsmittels, eine Hauterkrankung hatten, die Juckreiz, Rötungen und Bläschenbildung (Herpes gestationis) verursachte.
- Wenn Sie schon einmal gelblich-braune Pigmentflecken im Gesicht (Chloasma) während der Schwangerschaft oder bei der Einnahme anderer Verhütungsmitteln. In diesem Fall ist direkte Sonnenbestrahlung oder ultraviolettes Licht während der Anwendung von Flow zu meiden.
- Wenn Sie Gallensteine haben.
- Wenn Sie an einer Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung leiden.
- Wenn Sie an Depressionen leiden.
- Wenn sie unter Bluthochdruck leiden.
- Wenn Sie an einer als Chorea bekannten Krankheit leiden,die durch unregelmäßige, plötzliche, unwillkürliche Bewegungen gekennzeichnet ist.
- Störung der Bildung von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) (Porphyrie)
- Wenn bei Ihnen Symptome eines Angioödems auftreten, wie z.B. geschwollenes Gesicht, geschwollene Zunge und/oder geschwollener Rachen und/oder Schluckbeschwerden oder Nesselsucht, die möglicherweise mit Atembeschwerden einhergeht, wenden Sie sich sofort an einen Arzt.
Zögern Sie nicht, Ihren Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen, wenn Sie Zweifel an der Anwendung von Flow haben.
BLUTGERINNSEL
Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie Flow ist Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels höher als wenn Sie keines anwenden. In seltenen Fällen kann ein Blutgerinnsel Blutgefäße verstopfen und schwerwiegende Probleme verursachen.
Blutgerinnsel können auftreten
- in Venen (sog. „Venenthrombose“, „venöse Thromboembolie“ oder VTE)
- in den Arterien (sog „Arterienthrombose“, „arterielle Thromboembolie“ oder ATE).
Die Ausheilung eines Blutgerinnsels ist nicht immer vollständig. Selten kann es zu schwerwiegenden anhaltenden Beschwerden kommen, und sehr selten verlaufen Blutgerinnsel tödlich.
Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass das Gesamtrisiko eines gesundheitsschädlichen Blutgerinnsels aufgrund von Flow gering ist.
SO ERKENNEN SIE EIN BLUTGERINNSEL
Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome bemerken.
| Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf? | Woran könnten Sie leiden? |
| Tiefe Venenthrombose | |
| • Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein | |
| oder Fuß, vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt: | |
| • Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise | |
| nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird | |
| • Erwärmung des betroffenen Beins | |
| • Änderung der Hautfarbe des Beins, z. B. aufkommende | |
| Blässe, Rot- oder Blaufärbung | |
| • plötzliche unerklärliche Atemlosigkeit oder schnelle | Lungenembolie |
| Atmung; | |
| • plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem | |
| Blut ausgehustet werden kann; | |
| • stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen | |
| zunimmt; | |
| • starke Benommenheit oder Schwindelgefühl; | |
| • schneller oder unregelmäßiger Herzschlag; | |
| • starke Magenschmerzen. | |
| Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem | |
| Arzt, da einige dieser Symptome wie Husten oder | |
| Kurzatmigkeit mit einer leichteren Erkrankung wie z. B. | |
| einer Entzündung der Atemwege (z. B. einem grippalen | |
| Infekt) verwechselt werden können. | |
| Symptome, die meistens in einem Auge auftreten: | Thrombose einer Netzhautvene |
| • sofortiger Verlust des Sehvermögens oder | (Blutgerinnsel in einer Vene im Auge) |
| • schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem | |
| Verlust des Sehvermögens fortschreiten kann. | |
| • Brustschmerz, Unwohlsein, Druck, Schweregefühl | Herzinfarkt |
| • Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des | |
| Brustbeins; | |
| • Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder | |
| Erstickungsgefühl; | |
| • in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm und Magen | |
| ausstrahlende Beschwerden im Oberkörper; | |
| • Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl; | |
| • extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit; |
| Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf? | Woran könnten Sie leiden? |
| • schnelle oder unregelmäßige Herzschläge | |
| • plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, | Schlaganfall |
| Arms oder Beins, die auf einer Köperseite besonders | |
| ausgeprägt ist; | |
| • plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder | |
| Verständnisschwierigkeiten; | |
| • plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen; | |
| • plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, | |
| Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen; | |
| • plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen | |
| unbekannter Ursache; | |
| • Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne | |
| Krampfanfall. | |
| In manchen Fällen können die Symptome eines | |
| Schlaganfalls kurzfristig sein und mit einer nahezu | |
| sofortigen und vollständigen Erholung einhergehen. Sie | |
| sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche Behandlung | |
| begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall erleiden könnten. | |
| • Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung einer | Blutgerinnsel, die andere Blutgefäße |
| Extremität; | verstopfen |
| • starke Magenschmerzen (akutes Abdomen) | |
| BLUTGERINNSEL IN EINER VENE |
Was kann passieren, wenn sich in einer Vene ein Blutgerinnsel bildet?
- Die Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva wurde mit einem höheren Risiko für Blutgerinnsel in einer Vene (Venenthrombose) in Verbindung gebracht. Diese Nebenwirkungen kommen jedoch nur selten vor. Meistens treten sie im ersten Jahr der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums auf.
- Wenn es in einer Vene im Bein oder Fuß zu einem Blutgerinnsel kommt, kann dieses eine tiefe Beinvenenthrombose (TVT) verursachen.
- Wenn ein Blutgerinnsel vom Bein in die Lunge wandert und sich dort festsetzt, kann es eine Lungenembolie verursachen.
- Sehr selten kann sich ein Blutgerinnsel in einer Vene eines anderen Organs wie z. B. dem Auge (Thrombose einer Netzhautvene) bilden.
Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene am größten?
Das Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels in einer Vene ist im ersten Jahr der erstmaligen Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums am größten. Das Risiko kann außerdem auch dann erhöht sein, wenn Sie die Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (gleiches oder anderes Arzneimittel) nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufnehmen.
Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn kein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum angewendet würde.
Wenn Sie die Anwendung von Flow beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen Wochen auf den Normalwert zurück.
Wie groß ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels?
Das Risiko ist abhängig von Ihrem natürlichen Risiko für VTE und der Art des von Ihnen angewendeten kombinierten hormonalen Kontrazeptivums.
Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge (TVT oder LE) mit Flow ist gering.
- Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
- Ungefähr 5-7 von 10.000 Frauen, die ein Levonorgestrel, Norethisteron oder ein Norgestimat enthaltendes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
- Ungefähr 9 bis 12 von 10.000 Frauen, die ein Gestoden enthaltendes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum wie Flow anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
- Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer persönlichen medizinischen Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgenden Abschnitt „Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen“).
| Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels | |
| pro Jahr | |
| Frauen, die kein kombiniertes hormonales Präparat | Ungefähr 2 von 10.000 Frauen |
| in Form einer Pille/eines Pflasters/eines Rings | |
| anwenden und nicht schwanger sind | |
| Frauen, die eine Levonorgestrel, Norethisteron | Ungefähr 5-7 von 10.000 Frauen |
| oder Norgestimat enthaltende kombinierte | |
| hormonale Pille anwenden | |
| Frauen, die Flow anwenden | Ungefähr 9-12 von 10.000 Frauen |
Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen
Das Risiko für ein Blutgerinnsel mit Flow ist gering, wird aber durch einige Erkrankungen und Risikofaktoren erhöht. Das Risiko ist erhöht:
- wenn Sie stark übergewichtig sind (Body-Mass-Index oder BMI über 30 kg/m2);
- wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (d. h. jünger als 50 Jahre) ein Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist. In diesem Fall haben Sie womöglich eine erbliche Blutgerinnungsstörung;
- wenn Sie operiert werden müssen oder aufgrund einer Verletzung oder Krankheit längere Zeit bettlägerig sind oder ein Bein eingegipst ist. Es ist möglich, dass die Anwendung von Flow mehrere Wochen vor einer Operation oder bei eingeschränkter Beweglichkeit beendet werden muss. Wenn Sie die Anwendung von Flow beenden müssen, fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Anwendung wieder aufnehmen können.
- wenn Sie älter werden (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren);
- wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben.
Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels steigt mit der Anzahl der vorliegenden Erkrankungen und Risikofaktoren.
Flugreisen (> 4 Stunden) können Ihr Risiko für ein Blutgerinnsel vorübergehend erhöhen, insbesondere wenn bei Ihnen weitere der aufgeführten Faktoren vorliegen.
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt kann dann entscheiden, Flow abzusetzen.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung von Flow zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn bei einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.
BLUTGERINNSEL IN EINER ARTERIE
Was kann passieren, wenn sich in einer Arterie ein Blutgerinnsel bildet?
Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende Probleme verursachen. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.
Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen
Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der Anwendung von Flow sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:
- mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);
- wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie Flow wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufhören können und älter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt Ihnen raten, eine andere Art von Verhütungsmittel anzuwenden;
- wenn Sie übergewichtig sind;
- wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
- wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;
- wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) haben;
- wenn Sie Migräne und insbesondere Migräne mit Aura haben;
- wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Rhythmusstörung namens Vorhofflimmern);
- wenn Sie Zucker (Diabetes) haben.
Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung von Flow zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.
Flow und Krebs
Brustkrebs wurde bei Frauen, die Kombinationspillen einnehmen, etwas häufiger festgestellt.10 Jahre nach Absetzen der Pille besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob dies durch die Pille verursacht wird. Möglicherweise wurden diese Frauen nur sorgfältiger und öfter untersucht, so dass der Brustkrebs früher erkannt wurde.
In seltenen Fällen traten gutartige, noch seltener bösartige Lebertumore bei Pillenanwenderinnen auf. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnlich starke Unterleibsschmerzen haben.
Bei Frauen, die die Pille über längere Zeit nehmen, treten häufiger Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf. Der bedeutendste Risikofaktor dafür ist eine bestehende Infektion mit einem bestimmten Virus (HPV). Das erhöhte Risiko kann auch mit dem Sexualverhalten (z.B. häufiger Partnerwechsel) und anderen Faktoren im Zusammenhang stehen.
Psychiatrische Erkrankungen
Manche Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie Flow anwenden, berichten über Depression oder depressive Verstimmung. Depressionen können schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbsttötungsgedanken führen. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten, lassen Sie sich so rasch wie möglich von Ihrem Arzt medizinisch beraten.
Zwischenblutungen
Bei der Anwendung von Flow kann es in den ersten Monaten zu unerwarteten Blutungen kommen (Blutungen außerhalb der Placebo-Tage). Wenn diese Blutungen nach einigen Monaten weiterhin auftreten oder wenn Sie nach ein paar Monaten beginnen, muss Ihr Arzt die Ursache klären.
Was Sie tun müssen, wenn eine Blutung während der Placebo-Tage ausbleibt
Wenn Sie alle gelben wirkstoffhaltigen Tabletten ordnungsgemäß eingenommen haben, nicht erbrochen oder schweren Durchfall gehabt haben und Sie keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, ist eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich.
Wenn die erwartete Blutung in zwei aufeinander folgenden Zyklen ausbleibt, kann es sein, dass Sie schwanger sind. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Beginnen Sie nicht mit dem nächsen Blisterstreifen, bevor Sie sicher sind, dass Sie nicht schwanger sind.
Einnahme von Flow zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt, der Ihnen andere Arzneimittel verschreibt (oder den Apotheker), dass Sie Flow einnehmen. Diese können Ihnen sagen, ob Sie zusätzliche empfängnisverhütende Vorsichtsmaßnahmen anwenden müssen (z. B. Kondome) und wenn ja, für wie lange.
Einige Arzneimittel
- können einen Einfluss auf den Blutspiegel von Flow haben.
- Können die Wirksamkeit bei der Verhütung einer Schwangerschaft beeinträchtigen.
- Können unerwartete Blutungen verursachen. Dazu gehören:
- Arzneimittel zur Behandlung von:
• HIV-Infektionen und Hepatitis-C-Virus-Infektionen (sogenannte Proteasehemmer und nichtnukleoside Reverse-Transkriptase-Inhibitoren)
- Epilepsie (z.B. Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Carbamazepin, Topiramat oder Felbamat)
- Tuberkulose (z.B Rifabutin, Rifampicin)
- Pilzinfektionen (Griseofulvin, Azol-Antimykotika, z. B. Itraconazol, Voriconazol, Fluconazol)
- bakterielle Infektionen (Makrolid-Antibiotika, z. B. Clarithromycin, Erythromycin)
- bestimmte Herzerkrankungen, Bluthochdruck (Kalziumkanalblocker, z. B. Verapamil, Diltiazem)
- Arthritis, Arthrose (Etoricoxib)
- Schlafstörungen (Modafinil)
- Migräne (Flunarizin)
- Produkte, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, zur Behandlung bestimmter Arten der Depression.
- Grapefruitsaft
Troleandomycin kann bei gleichzeitiger Verabreichung von kombinierten Verhütungsmitteln zum Einnehmen das Risiko für eine intrahepatische Cholestasis (Stau der Gallenflüssigkeit in der Leber) erhöhen.
Flow kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, z. B.
- Lamotrigin
- Cyclosporin
- Theophyllin
- Tizanidin
Flow darf nicht eingenommen werden, wenn Sie Hepatitis C haben und Arzneimittel, welche Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir/Pibrentasvir oder Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir enthalten, da diese Arzneimittel die Ergebnisse eines Leberfunktionsbluttests erhöhen können (Ansteigen der ALT Leberenzyme).
Ihr Arzt wird ein anderes Verhütungsmittel vor Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel verschreiben. Zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung kann mit Flow wieder begonnen werden. Siehe Abschnitt „Flow darf nicht eingenommen werden“.
Hormonelle Verhütungsmittel können die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie die "Pille" nehmen, wenn bei Ihnen ein Bluttest durchgeführt werden soll.
Fragen Sie vor der Einnahme aller Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie schwanger sind, hat der Arzt keinen Grund, ein Verhütungsmittel zu verschreiben.Falls Sie während der Einnahme von Flow schwanger werden, müssen Sie die Einnahme sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen.
Es wird nicht empfohlen, Flow einzunehmen, wenn Sie stillen. Wenn Sie stillen möchten, wird Ihnen Ihr Arzt eine geeignete Form der Empfängnisverhütung empfehlen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es sind keine Auswirkungen bekannt.
Flow enthält Lactose-Monohydrat.
Bitte nehmen Sie Flow erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer
Zuckerunverträglichkeit leiden.
Wie wird Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten angewendet?
Nehmen Sie diese Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Dosierung
Ein Flow Blisterstreifen enthält 24 gelbe wirkstoffhaltige Filmtabletten und 4 weiße wirkstofffreie Filmtabletten.
- Beginnen Sie die Einnahme von Flow mit der Tablette Nummer 1, die sich neben dem Wort „Start“ befindet. Markieren Sie anschließend den entsprechenden Wochentag, an dem Sie mit der Einnahme beginnen auf dem Blister (z. B. mit einem Kugelschreiber).
- Jeder Blisterstreifen enthält 28 Tabletten. Nehmen Sie täglich je eine Tablette zur selben Tageszeit an 28 aufeinander folgenden Tagen ein und folgen Sie dabei unbedingt der durch Pfeile angezeichneten Richtung wie folgt: Nehmen Sie eine gelbe wirkstoffhaltige Tablette an jedem der ersten 24 Tage ein und anschließend 4 Tage lang je eine weiße Placebo-Tablette.
- Setzen Sie die Einnahme nach der letzten Tablette ohne Einnahmepause mit einem neuen Blisterstreifen fort. Der neue Blisterstreifen wird immer am selben Wochentag begonnen. Da es keine Einnahmepause gibt, ist es wichtig, dass Sie immer den neuen Folienstreifen bereit haben, wenn der vorige aufgebraucht ist.
- Die Blutung setzt in der Regel zwei bis drei Tage nach der Einnahme der letzten gelben Tablette ein und kann gegebenenfalls bei Beginn des neuen Blisterstreifens noch anhalten.
Art der Verabreichung und Verabreichungsweg
Schlucken Sie jede Filmtabletten mit einem großen Glas Wasser.
Wenn Sie im vergangenen Monat noch kein hormonales Verhütungsmittel angewendet haben:
Nehmen Sie die erste Tablette am ersten Tag Ihrer Monatsblutung ein.
Wenn Sie von einer anderen Verhütungspille, einem Vaginalring oder einem transdermalen Pflaster zu Flow wechseln:
Beenden Sie den laufenden Blisterstreifen (enthält Ihre derzeitiger Pillen Blisterstreifen ebenfalls hormon-freie Tabletten, dann nehmen Sie diese nicht ein). Beginnen Sie am Folgetag ohne Einnahmepause mit der Einnahme von Flow.
Wenn Sie von einem Vaginalring oder einem Verhütungspflaster umsteigen, befolgen Sie bitte die Anordnungen des Arztes. Bei der vorherigen Anwendung eines Vaginalringes oder Pflasters ist mit der Einnahme am Tag nach dem Entfernen zu beginnen.
Wenn Sie von einem Präparat, das nur Gestagen enthält (Minipille, Injektion, Implantat) oder von einem
Gestagen-freisetzenden Intrauterinsystem (Hormonspirale) auf Flow wechseln:
- Wechsel von einer Minipille: Sie können mit der Einnahme von Flow zu jedem Zeitpunkt während Ihres Menstruationszyklus beginnen, und zwar am Tag nach dem Absetzen der gestagenhaltigen Pille.
- Wechsel von einem Implantat: Beginnen Sie die Einnahme von Flow am Tag der Entfernung des Implantats.
- Wechsel von einem injizierbaren Verhütungsmittel: Beginnen Sie mit der Einnahme von Flow an jenem Tag an dem die nächste Injektion fällig wäre.
In allen Fällen müssen Sie während der ersten 7 Einnahmetagen von Flow zusätzlich andere erhütungsmethode (z.B. Kondom) verwenden.
Wenn Sie mit der Einnahme von Flow nach einem Schwangerschaftsabbruch im ersten Schwangerschaftsdrittel beginnen:
Sie können normalerweise sofort mit der Einnahme beginnen, jedoch ist zuvor der Rat Ihres Arztes einzuholen. Zusätzliche Verhütungsmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Wenn Sie mit der Einnahme von Flow nach einer Geburt oder einemSchwangerschaftsabbruch im zweiten Schwangerschaftsdrittel beginnen
Wie bei allen anderen Verhütungsmitteln sollte mit der Einnahme von Flow nicht früher als 21 bis 28 Tagen nach der Geburt oder dem Schwangerschaftsabbruch begonnen werden, da ein erhhöhtes Risiko für Blutgerinnsel besteht. Wenn Sie später beginnen, sollten Sie in den ersten 7 Einnahmetagen der Pille eine Barrieremethode zur Empfängnisverhütung anwenden.
Wenn Sie vor der Einnahme von Flow Geschlechtsverkehr hatten, vergewissern Sie sich, dass Sie nicht schwanger sind, oder warten Sie bis Ihre nächste Regelblutung einsetzt.
Wenn Sie nach der Geburt des Kindes stillen und (wieder) mit der Einnahme von Flow beginnen wollen, lesen Sie den Abschnitt "Stillzeit".
Fragen Sie immer Ihren Arzt um Rat.
Dauer der Anwendung
Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie diese Pille einnehmen sollen.
Wenn Sie eine größere Menge von Flow eingenommen haben, als Sie sollten
Eine Überdosierung kann zu Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen), Spannungen in den Brüsten, Schwindel, Benommenheit/Müdigkeit und Zyklusstörungen (Blutungen) führen. Auch bei Mädchen, die noch keine Menstruation haben, aber versehentlich dieses Arzneimittel eingenommen haben, können solche Blutungen auftreten.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Flow vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen, besteht die Gefahr, dass Sie schwanger werden.
Wenn Sie bemerken, dass Sie eine gelbe Tablette innerhalbn von 12 Stunden nach der üblichen Einnahmezeit vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein und fahren Sie mit der Einnahme der nächsten Tablette zur gewohnten Zeit bis zur Beendigung des Blisterstreifens fort.
Wenn Sie festellen, dass Sie den Einnahmezeitpunkt einer gelben Tablette um mehr als 12 Stunden überschritten haben, besteht die Gefahr, dass Sie schwanger werden.
In diesem Fall:
- Nehmen Sie die letzte vergessene Tablette sofort ein, auch dann, wenn Sie in diesem Fall am selben Tag zwei Tabletten auf einmal einnehmen müssen.
- Setzen Sie die Einnahme des Verhütungsmittels bis zur Beendigung des Blisterstreifens fort.
- Verwenden Sie in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine Barrieremethode zur Empfängnisverhütung an (Kondome, Spermizide usw.).
- Dauert dieser 7-tägige Zeitraum bis nach dem Zeitpunkt, an dem Sie die letzte gelbe Tablette einnehmen, verwerfen Sie die restlichen Tabletten und setzen Sie die Einnahme direkt mit dem nächsten Blisterstreifen fort.
Wenn Sie eine oder mehrere gelbe Tabletten eines Streifens vergessen haben und die erwartete Blutung, die während der Einnahme der weißen Tabletten einsetzen sollte, ausbleibt, sind Sie möglicherweise schwanger.
Wenn Sie eine oder mehrere weiße Tabletten vergessen haben, sind Sie dennoch geschützt , vorausgesetzt, dass zwischen der Einnahme der letzten gelben Tablette des aktuellen Blisterstreifens und der Einnahme der ersten gelben Tablette des nächsten Blisterstreifens nicht mehr als 4 Tage liegen.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie innerhalb von 4 Stunden nach der Einnahme von Flow erbrechen oder unter starkem Durchfall leiden, ist dies ähnlich wie das Vergessen einer Tablette.
Nach Erbrechen oder Durchfall, müssen Sie so schnell wie möglich eine Tablette aus einem Ersatzblisterstreifen einnehmen. Nehmen Sie diese möglichst innerhalb von 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitein. Wenn dies nicht möglich ist oder 12 Stunden überschritten sind, folgen Sie den Anweisungen unter „Wenn Sie die Einnahme von Flow vergessen haben“.
Wenn sich diese Episoden von Erbrechen oder schwerem Durchfall über mehrere Tagewiederholen, sollten Sie bis zum Beginn des nächsten Blisterstreifens eine Barrieremethode zur Empfängnisverhütung (Kondome, Spermizide usw.) anwenden.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Flow abbrechen
Sie können Flow zu jedem beliebigen Zeitpunkt absetzen. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, fragen Sie Ihren Arzt bezüglich anderer verlässlicher Methoden der Empfängnisverhütung um Rat.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bekommen, insbesondere wenn diese schwerwiegend und anhaltend sind, oder wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert, und Sie dieses auf Flow zurückführen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
Alle Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in den Venen (venöse Thromboembolie [VTE]) oder Arterien (arterielle Thromboembolie [ATE]). Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva siehe Abschnitt 2, „Was sollten Sie vor der Anwendung von Flow beachten?“.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt, wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome eines Angioödems auftritt: geschwollenes Gesicht, geschwollene Zunge und/oder geschwollener Rachen und/oder Schluckbeschwerden oder Nesselsucht, die möglicherweise mit Atemnot einhergeht (siehe auch Abschnitt 2 "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen").
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (mehr als 10 %) bei Frauen, die Flow einnehmen, sind seltene oder ausbleibende Regelblutungen während oder nach Beendigung der Einnahme der Pille, Zwischenblutungen oder Kopfschmerzen, einschließlich Migräne.
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1von 10 Anwenderinnen betreffen)
- Scheideninfektion einschließlich Pilzinfektion der Scheide (Vaginitis, Candidiasis)
- Stimmungsschwankungen, einschließlich Depression oder verändertes Sexualverlangen
- Nervosität oder Schwindel
- Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen
- Akne
- Probleme in der Brust, wie Schmerzen, Spannungsgefühl, Schwellung oder Sekretion
- schmerzhafte Monatsblutung (Dysmenorrhoe) oder Veränderung des Blutungsstärke Ihrer Periode
- Veränderungen im Ausfluss aus der Scheide oder Veränderung am Gebärmutterhals (Ektropion)
- Wasseransammlung im Gewebe oder Ödeme (starke Flüssigkeitsansammlung)
- Gewichtsab- oder -zunahme
Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Anwenderinnen betreffen)
- veränderter Appetit
- Bauchkrämpfe oder Blähungen
- Hautausschlag, übermäßiger Körperhaarwuchs, Haarausfall oder Pigmentflecken im Gesicht (Chloasma)
- Veränderte Laborwerte: erhöhte Cholesterin-, Triglyceridspiegel oder erhöhter Blutdruck
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Anwenderinnen betreffen)
- Allergische Reaktionen (sehr seltene Fälle von Nesselsucht oder schweren Atembeschwerden oder Blutkreislaufstörungen)
- Glucoseunverträglichkeit
- Kontaktlinsenunverträglichkeit
- Gelbsucht
- Bestimmte Hautreaktion, die Knotenrose (Rythema nodosum) genannt wird.
-
gesundheitsschädliche Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel:
- in einem Bein oder Fuß (d. h. VTE)
- in einer Lunge (d. h. LE)
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Mini-Schlaganfall oder vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde Symptome, die als transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet werden
- Blutgerinnsel in der Leber, dem Magen/Darm, den Nieren oder dem Auge.
Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an einer anderen Erkrankung leiden, die dieses Risiko erhöht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das Risiko für ein Blutgerinnsel erhöhen und die Symptome eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt 2).
Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Anwenderin betreffen)
- Gutartige Lebertumore (sogenannte fokale noduläre Hyperplasie oder Leberadenome) oder bösartige Lebertumore
- Verschlechterung einer Erkrankung des Immunsystems (Lupus erythematodes), von Lebererkrankung (Porphyrie) oder einer Erkrankung bekannt als Chorea (gekennzeichnet durch unregelmäßige, plötzliche, ungewollte Bewegungen)
- Bestimmte Arten von Augenerkrankungen, wie Entzündungen des Sehnervs, die zu teilweiser oder vollständiger Verlust des Sehvermögens oder zu einem Blutgerinnsel in der Netzhaut führen kann.
- Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
- Erhöhtes Gallensteinrisiko oder Behinderung des Gallenflusses
- Leber- oder Gallenerkrankungen (wie Hepatitis oder abnorme Leberfunktionsstörung)
- Blut- oder Harnwegserkrankungen (hämolytisches und urämisches Syndrom)
- ein Typ einer Hautreaktion, die Erythema multiforme genannt wird
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blisterstreifen nach „Verwendbar bis:“ bzw. „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Flow 15 Mikrogramm/60 Mikrogramm Filmtabletten
Was Flow enthält:
Gelbe wirkstoffhaltige Tablette:
Die Wirkstoffe sind Gestoden und Ethinylestradiol.
Jede Filmtablette enthält 15 Mikrogramm Ethinylestradiol und 60 Mikrogramm Gestoden.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Polacrilin-Kalium, Glycerindistearat Typ I. Filmüberzug: AquaPolish (yellow 024.15 MS) bestehend aus: Hypromellose, Hydroxypropylcellulose, Talkum, Baumwollöl (gehärtet), Titandioxid (E 171), Eisenoxid, gelb (E 172), Eisenoxid, rot (E 172).
Weiße wirkstofffreie Tablette (Placebo):
Diese Tabletten enthalten keine Wirkstoffe.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Polacrilin-Kalium, Glycerindistearat Typ I. Filmüberzug: AquaPolish (white 018.03 MS) bestehend aus: Hypromellose, Macrogol, Baumwollöl (gehärtet), modifizierte Stärke, Titandioxid (E 171).
Wie Flow aussieht und Inhalt der Packung
Die wirkstoffhaltigen Tabletten sind runde, gelbe, beidseitig gewölbte Filmtabletten (Durchmesser ca. 5,7 mm, Höhe ca. 2,5 mm).
Die wirkstofffreien Tabletten (Placebo) sind runde, weiße, beidseitig gewölbte Filmtabletten (Durchmesser ca. 5,7 mm, Höhe ca. 2,5 mm).
Flow ist in Blisterpackungen zu 1 x 28, 3 x 28 und 6 x 28 Filmtabletten erhältlich (24 gelbe wirkstoffhaltige und 4 weiße wirkstofffreie Filmtabletten pro Blisterstreifen).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V.
Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande
Tel. Nr.: +43/1/97007-0 Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at
Hersteller
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Straße 3
89143 Blaubeuren
Deutschland
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Z.Nr.: 1-31080
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2024.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


