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Medikamente

Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel

Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Carmubris ist ein Arzneimittel, das Carmustin enthält. Carmustin gehört zu einer Gruppe von Antitumorwirkstoffen, die das Wachstum von Krebszellen verlangsamen. Carmubris wird in der Krebstherapie allein oder als Kombinationsbehandlung mit anderen Antikrebswirkstoffen bzw.

Wirkstoff(e)
Carmustin
Zulassungsinhaber
Tillomed Pharma GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
L01AD01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel angewendet?

Carmubris ist ein Arzneimittel, das Carmustin enthält. Carmustin gehört zu einer Gruppe von Antitumorwirkstoffen, die das Wachstum von Krebszellen verlangsamen.

Carmubris wird in der Krebstherapie allein oder als Kombinationsbehandlung mit anderen Antikrebswirkstoffen bzw. Antikrebsbehandlungen bei bestimmten Krebstypen angewendet, wie etwa:

  • Hirntumoren (Glioblastom, Hirnstammgliom, Medulloblastom, Astrozytom, Ependymom, metastasierte Hirntumoren)
  • Multiples Myelom (bösartige, vom Knochenmark ausgehende Geschwulst)
  • Hodgkin-Lymphom (bösartige Lymphknotenvergrößerung)
  • Non-Hodgkin-Lymphom (bösartige Lymphknotenvergrößerung)
  • Tumore des Magen-Darmtrakts
  • Malignes Melanom (Hautkrebs)

Carmustin wird auch als Konditionierungsbehandlung vor der autologen Stammzelltransplantation verwendet (ein Verfahren, bei dem eine Person Blutstammzellen erhält, die jede Art von Blutzellen bilden) bei bösartigen Erkrankungen des Lymphsystems (Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin- Lymphom).

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Was ist vor der Einnahme von Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel zu beachten?

Carmubris darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Carmustin, andere Nitrosoharnstoffpräparate oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie unter einer Unterdrückung der Blutzellbildung im Knochenmark leiden und daher die Zahl Ihrer Blutplättchen (Thrombozyten), weißen Blutzellen (Leukozyten) oder roten Blutzellen (Erythrozyten) vermindert ist, entweder als Folge einer Chemotherapie oder aus anderen Ursachen.
  • wenn Sie unter einer höhergradigen Nierenfunktionsstörung leiden.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.
  • von Kindern und Jugendlichen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Carmubris angewendet wird.

Wie bei anderen stark wirkenden Arzneimitteln gegen Tumorerkrankungen muss der Nutzen für den Patienten gegen das Risiko von Schädigungen sorgfältig abgewogen werden.

Carmubris wirkt sich auf das Knochenmark aus, daher wird Ihr Arzt nach einer Dosis mindestens 6 Wochen Ihr Blutbild regelmäßig überwachen. Behandlungskurse mit Carmubris in der empfohlenen Dosis sollten nicht öfter als alle 6 Wochen verabreicht werden. Die Dosierung ist entsprechend dem Blutbild anzupassen.

Vor der Behandlung wird Ihre Leber- und Nierenfunktion geprüft und während der Behandlung regelmäßig überwacht.

Beschwerden des Magen-Darm-Traktes in Form von Erbrechen und Übelkeit können während der Behandlung auftreten.

Da die Anwendung von Carmubris zu Lungenschädigungen führen kann, werden vor und im Verlauf der Behandlung Röntgenaufnahmen des Brustkorbes und Lungenfunktionstests durchgeführt. Ihr Arzt wird mit Ihnen über die Möglichkeit allergischer Reaktionen und deren Anzeichen sprechen. Wenn solche Beschwerden auftreten, kontaktieren Sie sofort einen Arzt (siehe auch Abschnitt „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Eine hochdosierte Behandlung mit Carmustin (bis zu 600 mg/m2) wird nur in Kombination mit einer anschließenden Stammzelltransplantation durchgeführt. Eine solche höhere Dosis kann die Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen auf Lungen, Nieren, Leber, Herz und Magendarmtrakt erhöhen, sowie Infektionen und Störungen des Elektrolythaushalts (niedrige Blutspiegel von Kalium, Magnesium, Phosphat) begünstigen.

Bauchschmerzen (neutropenische Enterokolitis) können bei Behandlung mit Chemotherapeutika als therapiebedingte Nebenwirkung auftreten.

Patienten, die unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig leiden und einen schlechteren Krankheitsstatus aufweisen, haben ein höheres Risiko für Nebenwirkungen. Dies ist besonders wichtig für ältere Patienten.

Kinder und Jugendliche

Carmubris darf bei Kindern und Jugendlichen aufgrund des hohen Risikos einer Schädigung der Lunge nicht angewendet werden.

Anwendung von Carmubris zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die myelosuppressive Wirkung von Carmustin (Unterdrückung der Blutzellbildung im Knochenmark) kann verstärkt sein durch die Kombination mit:

  • Methotrexat, Cyclophosphamid, Procarbazin, Chlormethin, Fluoruracil, Vinblastin, Actinomycin, Bleomycin, Doxorubicin.
  • Cimetidin (Mittel gegen übermäßige Magensäureproduktion).

Kreuzresistenz mit anderen alkylierenden Substanzen, wie z.B. Chlormethin und Cyclophosphamid, ist möglich.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft und Fortpflanzungsfähigkeit

Carmubris darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Sowohl Frauen als auch Männer im gebärfähigen Alter haben während einer Behandlung und mindestens bis zu 6 Monate nach einer Behandlung mit Carmubris angemessene Verhütungsmaßnahmen zu treffen.

Wenn nach Abschluss der Therapie Kinderwunsch besteht, soll unbedingt eine genetische Beratung erfolgen.

Stillzeit

Sie dürfen während der Anwendung dieses Arzneimittels nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Die Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurde nicht untersucht. Fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie Auto fahren oder Werkzeuge bzw. Maschinen bedienen, da dieses Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen kann.

Carmubris enthält Propylenglykol

Carmubris enthält 3112,5 mg Propylenglykol in jeder Dosierungseinheit von 100 mg Carmustin. Das in diesem Arzneimittel enthaltene Propylenglykol kann die gleichen Wirkungen wie der Genuss von Alkohol haben und die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöhen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden. Hohe Dosen von Propylenglykol können zu Nieren- und Leberfunktionsstörungen führen, sowie das Herzkreislaufsystem, die Atemwege und das Zentralnervensystem beeinträchtigen. Ihr Arzt führt möglicherweise zusätzliche Untersuchungen durch, während Sie dieses Arzneimittel erhalten. Dieses Arzneimittel ist bei Kindern und Jugendlichen, sowie Schwangeren und Stillenden kontraindiziert.

Wie wird Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel angewendet?

Carmustin darf nur von Ärzten mit spezieller Erfahrung in der Verwendung von Antitumorwirkstoffen angewendet werden.

Dieses Arzneimittel wird von medizinischem Fachpersonal intravenös (Verabreichung in eine Vene) angewendet.

Empfohlene Dosis

Die Dosis richtet sich nach Ihrer Erkrankung, Körpergröße und Ihrem Ansprechen auf die Behandlung.

Bei chemo- und/oder strahlentherapeutisch nicht vorbehandelten Patienten beträgt bei Monotherapie die Carmustindosis 200 mg/m2 Körperoberfläche intravenös. Diese Dosis kann auf einmal oder fraktioniert in 2 Einzeldosen zu jeweils 100 mg/m2 Körperoberfläche an zwei aufeinander folgenden Tagen verabreicht werden.

Die Therapie soll frühestens in 6-wöchigen Abständen wiederholt werden.

Die Dosierung soll sowohl in der Monotherapie als auch in der Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln nach der Anfangsdosis dem Blutstatus entsprechend angepasst werden. Das folgende Schema dient als Orientierungshilfe zur Dosisanpassung:

Thrombozyten- und Leukozyten-Tiefstwerte nach % der empfohlenen Ausgangsdosis
vorhergehender Dosis    
Leukozyten/ µl Thrombozyten/ µl  
     
> 3000 > 75.000 100%
2000 - 3000 25.000 - 75.000 70%
<2000 <25.000 50%

Der folgende Behandlungskurs mit Carmubris darf erst begonnen werden, wenn sich die Zahl der Blutzellen wieder annähernd normalisiert hat (Thrombozyten über 100.000/µl, Leukozyten über 4.000/ µl), was in der Regel nach 6 Wochen eintritt. Ihr Arzt wird dies überprüfen.

Die empfohlene Dosis von Carmustin in Kombination mit anderen Chemotherapeutika vor der Transplantation hämatopoetischer Vorläuferzellen beträgt 300 – 600 mg/m2 intravenös.

Eine adäquate Neutrophilenzahl soll in einem peripheren Blutausstrich vorhanden sein. Ihr Blutbild wird regelmäßig überwacht und zwischen den Behandlungskursen sollen aufgrund der verzögerten und kumulativen Bluttoxizität 6-wöchige Abstände eingehalten werden.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion soll die Carmustindosis in Abhängigkeit von einem bestimmten Nierenwert, der glomerulären Filtrationsrate, reduziert werden.

Anwendung bei älteren Patienten

Carmustin kann bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Die Nierenfunktion wird sorgfältig überwacht werden.

Bei älteren Patienten tritt häufiger eine Entzündung der Mundschleimhäute (orale Mukositis) auf, wenn eine hohe Dosis Carmustin verabreicht wird.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Carmubris darf bei Kindern und Jugendlichen aufgrund des hohen Risikos einer Schädigung der Lunge nicht angewendet werden.

Art der Anwendung

Zur intravenösen Anwendung.

Carmubris wird nach der Rekonstitution mit sterilem Propylenglykol als intravenöse Tropfinfusion über ein bis zwei Stunden verabreicht. Die Lösung wird vor der Verabreichung noch weiter mit physiologischer Kochsalzlösung oder 5 % Dextroselösung verdünnt. Die Infusionsdauer soll eine Stunde nicht unterschreiten. Kürzere Infusionszeiten führen zu Brennen und Schmerzen an der Einstichstelle. Die Einstichstelle wird während der Verabreichung überwacht.

Wenn eine größere Menge Carmubris angewendet wurde, als es hätte sein sollen

Wenden Sie sich so rasch wie möglich an einen Arzt, falls Sie sich über die Dosis des Arzneimittels, das Sie erhalten haben Sorgen machen.

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Welche Nebenwirkungen hat Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Viele Personen, die dieses Arzneimittel anwenden, haben schwere Nebenwirkungen. Ihr Arzt hat

Ihnen jedoch dieses Arzneimittel verordnet, weil er den Nutzen für größer als das Risiko an Nebenwirkungen befunden hat. Eine sorgfältige Überwachung durch Ihren Arzt kann das Risiko mindern.

Ihr Arzt wird Ihr Blutbild nach der Dosisverabreichung mindestens 6 Wochen lang überwachen.

Informieren Sie sofort einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie Folgendes bemerken:

Plötzliche pfeifende Atmung, Atemnot, Schwellung der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, Hautausschlag oder Juckreiz (insbesondere am ganzen Körper), und Benommenheit (nahe einem Ohnmachtsanfall). Dies können Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sein.

Carmustin kann die folgenden Nebenwirkungen verursachen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • verzögert einsetzende Unterdrückung der Blutzellbildung im Knochenmark (Myelosuppression), die die Wahrscheinlichkeit von Infektionen erhöhen kann, wenn die Zahl der weißen Blutzellen vermindert ist (Leukozytopenie);
  • Ataxie (mangelnde freiwillige Koordination der Muskelbewegungen);
  • Schwindel;
  • Kopfschmerzen;
  • Vorübergehende Rötung des Auges, verschwommenes Sehen, Netzhautblutung;
  • Hypotonie (Blutdruckabfall) unter Hochdosistherapie;
  • Phlebitis (Venenentzündung) in Verbindung mit Schmerzen, Schwellungen, Rötungen, Druckempfindlichkeit;
  • Lungenerkrankungen mit Atemproblemen (bei hohen Dosen);
    Dieses Arzneimittel kann schwere (möglicherweise tödliche) Lungenschädenverursachen. Lungenschäden können Jahre nach der Behandlung auftreten. Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn eine der folgenden Beschwerden auftritt: Atemnot, anhaltender Husten, Brustschmerzen, anhaltende Schwäche/Müdigkeit.
  • Schwere Übelkeit und Erbrechen; Übelkeit und Erbrechen treten innerhalb von 2-4 Stunden nach Verabreichung auf und halten gewöhnlich 4-6 Stunden an.
  • Entzündung der Haut (Dermatitis) bei Anwendung auf der Haut;
  • Ein versehentlicher Kontakt mit der Haut kann zu einer vorübergehenden Hyperpigmentierung führen (Verdunkelung des Haut- oder Nagelbereichs).

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen).

  • Akute Leukämien (Blutkrebs) und Knochenmarkdysplasien (Fehler bei der Blutzellbildung im Knochenmark) nach Langzeitanwendung. Folgende Beschwerden sind möglich: Zahnfleischbluten, Knochenschmerzen, Fieber, häufige Infektionen, häufiges oder schweres Nasenbluten, Klumpen durch geschwollene Lymphknoten im und um den Hals, Unterarm, Bauch oder Leistengegend, blasse Haut, Atemnot, Schwäche, Müdigkeit oder allgemeiner Energiemangel;
  • Anämie (Blutarmut - fehlende Menge an roten Blutkörperchen);
  • Enzephalopathie (Störung der Gehirnfunktion) unter Hochdosistherapie. Zu den Beschwerden gehören Muskelschwäche in einem Bereich, schlechte Entscheidungsfindung oder Konzentration, unwillkürliches Zucken, Zittern, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Schlucken, Krampfanfälle;
  • Appetitlosigkeit;
  • Verstopfung;
  • Durchfall;
  • Entzündung von Mund und Lippen;
  • Reversible Lebertoxizität unter Hochdosistherapie, verzögert einsetzend bis zu 60 Tage nach der Verabreichung. Dies kann zu erhöhten Leberenzymen und Bilirubin führen (durch Blutuntersuchungen nachgewiesen);
  • Haarausfall;
  • Hautrötung;
  • Brennen und andere Reaktionen an der Injektionsstelle

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Venenverschlusskrankheit (fortschreitende Verstopfung der Venen) unter Hochdosistherapie, bei der sehr kleine Venen in der Leber verstopft sind. Folgende Beschwerden sind möglich: Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum, Vergrößerung der Milz, starke Blutungen der Speiseröhre, Gelbfärbung von Haut und der weißen Augenhaut;
  • Atemprobleme aufgrund einer Art von Lungenerkrankung, bei der Lungengewebe vernarbt ist (Interstitielle Fibrose) (unter niedrigeren Dosen);
  • Nierenprobleme
  • Brustwachstum bei Männern
  • Entzündung des Sehnervs und der benachbarten Netzhaut im Auge
  • Blutungen im Magen-Darm-Trakt

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Entzündung der Venenwand mit assoziierter Thrombose (Thrombophlebitis)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • allergische Reaktionen
  • Sekundärtumore (Krebserkrankungen, die durch Bestrahlung oder Chemotherapie verursacht werden)
  • Muskelschmerzen;
  • Krampfanfälle einschließlich Status epilepticus;
  • Gewebeschäden durch Leckage im Injektionsbereich;
  • Unfruchtbarkeit;
  • Beeinträchtigung der Entwicklung des Embryos/Fetus bei Schwangeren;
  • Anzeichen einer Infektion
  • Beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Brustschmerzen
  • Störungen des Elektrolythaushalts (niedrige Blutspiegel von Kalium, Magnesium, Phosphat)
  • Bauchschmerzen (neutropenische Enterokolitis)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH, Fax: + 43 (0) 50555 36207, Website: http://www.basg.gv.at/ anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar/Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Dieses Arzneimittel wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal aufbewahrt und entsorgt.

Die ungeöffnete Durchstechflasche mit dem Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung:

Im Kühlschrank lagern (2-8 °C). In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nach Rekonstitution wie empfohlen ist Carmustin zur Injektion 40 Tage unter Kühlung (2 °C -8 °C) und 24 Stunden bei Raumtemperatur (25 °C ±2 °C) in einem Glas- oder Propylenbehältnis stabil. Die

rekonstituierten Fläschchen sind vor dem Gebrauch auf Kristallbildung zu untersuchen. Falls Kristalle beobachtet werden, können sie durch Erwärmen der Durchstechflasche auf Raumtemperatur unter Rühren wieder aufgelöst werden.

Die rekonstituierte Lösung, die für die Infusion weiter mit 500 ml mit 0,9 % Natriumchlorid oder 5% Dextrose im Glas- oder Polypropylenbehältnis verdünnt wurde, sollte als Lösung innerhalb von 4 Stunden bei Raumtemperatur 25 °C ± 2 °C verwendet und vor Licht geschützt werden. Diese Lösungen sind weiterhin unter Kühlung (2-8 °C) bis zu 48 Stunden. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden, es sei denn, die Rekonstitutionsmethode schließt das Risiko einer mikrobiologischen Kontamination aus. Falls die Anwendung nicht sofort erfolgt, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen für den Gebrauch in der Verantwortung des Anwenders.

Ein Anzeichen von Zerfall ist das Erscheinen eines Ölfilms auf dem Flaschenboden. In diesem Fall darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob das Arzneimittel angemessen kühl gelagert wurde, sollten Sie umgehend jedes Fläschchen im Karton überprüfen.

Halten Sie das Fläschchen hierzu gegen das Licht. Carmustin erscheint in Form von kleinen Mengen an trockenen Flocken oder als trockene, feste Masse.

Weitere Informationen zu Carmubris - Trockenstechampulle mit Lösungsmittel

Was Carmubris enthält

  • Der Wirkstoff ist Carmustin. 1 Durchstechflasche enthält 100 mg Carmustin.
  • Der sonstige Bestandteil ist: Propylenglykol

Jede Packung enthält 1 Durchstechflasche mit 100 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung (Carmustin) und 1 Durchstechflasche mit 3 ml sterilem Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung (Propylenglykol).

Wie Carmubris aussieht und Inhalt der Packung

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung.

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung: Blassgelbes Pulver in einer Durchstechflasche aus Braunglas Typ 1 (30 ml) mit einem dunkelgrauen Brombutylkautschuk-Stopfen und einer Aluminiumsiegelkappe mit einer Polypropylenkappe.

Lösungsmittel zur Herstellung einer Infusionslösung: Durchstechflasche Typ 1 (5 ml) mit einem grauen Brombutylkautschuk-Stopfen und einer Aluminiumsiegelkappe mit einer Polypropylenkappe. Aussehen der Lösung: gelblich, zähflüssig.

pH und Osmolarität der gebrauchsfertigen Lösungen (Verdünnung mit NaCl 0,9 % oder Dextrose 5 %): pH-Wert: 4,0 bis 6,8; Osmolarität: 320 bis 390 mOsmol/l

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Tillomed Pharma GmbH

Mittelstr. 5/5A

12529 Schönefeld

Deutschland

Hersteller

SGS Pharma Magyarorszag Kft.

Derkovits Gyula Utca 53,

Budapest XIX, 1193,

Hungary

Tillomed Malta Limited,

Malta Life Sciences Park,

LS2.01.06 Industrial Estate,

San Gwann, SGN 3000,

Malta

Z.Nr.: 1-21762

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 11/2025.

Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Die Rekonstitution und Verdünnung für jede Durchstechflasche des Pulvers für Konzentrat für Infusionslösung sollte wie folgt zubereitet werden:

Carmustin (100 mg Pulver) in des mitgelieferten sterilen Verdünnungsmittels (Propylenglykol- Injektion) auflösen, bis eine klare Lösung entsteht. Das Propylenglykol-Fläschchen für die Rekonstitution erst verwenden, wenn es Raumtemperatur erreicht hat, und eine Nadel mit größerer Porengröße (kleiner als 22-G-Nadel) verwenden, um das Verdünnungsmittel aus dem Fläschchen zu entfernen.

Schritt-für-Schritt Anleitung zur Herstellung der rekonstituierten Lösung (für die Rekonstitution):

Schritt 1:

Entnehmen Sie beide Durchstechflaschen aus dem Umkarton, um diese auf Raumtemperatur zu bringen (mindestens 10 Minuten).

Schritt 2:

Entnehmen Sie unter aseptischen Bedingungen mit Hilfe einer sterilen Spritze des sterilen Lösungsmittels aus der Durchstechflasche des Lösungsmittels. Achten Sie auf eine vollständige Aufnahme des sterilen Lösungsmittels (ca.3.3 ml) in die Spritze.

Schritt 3:

Injizieren Sie das sterile Lösungsmittel in die Durchstechflasche mit 100 mg Carmustin Pulver und lassen dieses Produkt zur Durchfeuchtung mindestens 10 Minuten stehen.

Schritt 4: Schwenken Sie die Durchstechflasche (in kreisenden Bewegungen) mindestens 60 Sekunden lang ohne Unterbrechungen, um eine klare Lösung zu erhalten.

Schritt 5:

Die Durchstechflasche mit der rekonstituierten Lösung für 5 Minuten in umgekehrter Position halten.

Schritt 6:

Die rekonstituierte Lösung 3.0 mL nur in umgekehrter Position unter aseptischen Bedingungen entnehmen und die gebrauchsfertige Infusionslösung nach weiterer Verdünnung vorbereiten.

Das resultierende Konzentrat ist eine klare, farblose bis hellgelbe Lösung, die 33,3 mg Carmustin pro 1,0 ml Propylenglycol enthält.

Herstellung der gebrauchsfertigen Infusionslösung

Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Infusionslösung ml wird das nach Vorschrift angefertigte Carmubris-Konzentrat bis zu 500 ml entweder mit 0,9% physiologischer Kochsalzlösung oder 5 %iger Dextrose-Injektionweiter verdünnt. Die resultierende Lösung enthält eine Endkonzentration von 0,2 mg/ml Carmustin und muss vor Licht geschützt aufbewahrt werden.

Die Infusionslösungskonzentrate sind vor der Verwendung auf Kristallbildung zu untersuchen. Falls Kristalle beobachtet werden, können sie durch Erwärmen der Durchstechflasche auf Raumtemperatur unter Rühren wieder aufgelöst werden. Die Infusionslösungskonzentrate sollten vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen untersucht werden.

Die hergestellte Infusionslösung darf nur intravenös angewendet werden. Gebrauchsfertige Infusionslösungen sollten lichtgeschützt in Glasgefäßen oder Polypropylen-Behältnissen hergestellt und infundiert werden.

Die gebrauchsfertige Infusion ist im Kühlschrank (2-8 °C) 48 Stunden haltbar.

Die Anwendung der Infusion sollte mit einem PVC-freien F-Infusionsset erfolgen.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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