Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Metoprololsuccinat, der Wirkstoff von Metoprololsuccinat Mylan, gehört in die Arzneimittelgruppe der selektiven Beta-Rezeptorenblocker, die vorrangig am Herzen wirken. Dieses Arzneimittel beeinflusst die Antwort des Körpers auf bestimmte N ervenimpulse, vor allem am Herzen. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzleistung verbessert.
- Wirkstoff(e)
- Metoprolol, Metoprololsuccinat
- Zulassungsinhaber
- Mylan Germany GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- C07AB02
- Anwendungsgebiete
- Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)Herzrhythmusstörungen
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Metoprololsuccinat Mylan 95 mg Retardtabletten angewendet?
Metoprololsuccinat, der Wirkstoff von Metoprololsuccinat Mylan, gehört in die Arzneimittelgruppe der selektiven Beta-Rezeptorenblocker, die vorrangig am Herzen wirken. Dieses Arzneimittel beeinflusst die Antwort des Körpers auf bestimmte N ervenimpulse, vor allem am Herzen. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzleistung verbessert.
Metoprololsuccinat Mylan wird angewendet
- bei Bluthochdruck
- bei Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäße n (koronare Herzerkrankung, Angina pectoris)
- bei schnellen Formen der Herzrhythmusstörungen (t achykarde Arrhythmien), insbesondere, wenn diese von den Vorhöfen ausgehen (supraventriku läre Tachykardie)
- zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach bereits erlittenem Herzinfarkt (Erhaltungstherapie)
- bei funktionellen Herz-Kreislauf-Beschwerden (es fühlt sich so an, als wäre Ihr Herz „überbelastet“, z.B. schlägt es sehr schnell)
- zur vorbeugenden Behandlung der Migräne
- bei einer leichten bis mittelschweren stabilen chronischen Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) (mit eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer ) zusätzlich zur üblichen Standardtherapie .
Metoprololsuccinat Mylan kann auch bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden.
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Was ist vor der Einnahme von Metoprololsuccinat Mylan 95 mg Retardtabletten zu beachten?
Metoprololsuccinat Mylan darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie allergisch gegen Metoprolol, andere Beta-Rezeptorenblocker oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn bestimmte Herzrhythmusstörungen vorliegen (AV-Block II. und III. Grades, höhergradiger SA-Block).
- wenn bei Ihnen eine verlangsamte Herzschlagfolge vorliegt (Puls < 50 Schläge/Minute).
- wenn Sie an einer Fehlfunktion des Sinusknoten im Herzen (Sick-Sinus-Syndrom) leiden, es sei denn, Sie haben einen permanenten Schrittmacher.
- wenn Sie ein hauptsächlich durch Versagen der Herzf unktion bedingtes Kreislaufversagen erlitten haben.
- wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Arme und/oder der Beine leiden.
- wenn Sie unter einem krankhaft niedrigen Blutdruck leiden, d.h. wenn der systolische (der obere) Wert kleiner als 90 mmHg ist.
- wenn Sie an einem unbehandelten hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks
| (Phäochromozytom) leiden. | |
| - | wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes aufweisen. |
- wenn Sie unter einer schweren Form von Asthma bronchiale oder einer chronischen, die Bronchien verengenden Lungenkrankheit leiden.
- wenn Sie gleichzeitig mit MAO-Hemmstoffen (Arzneimittel gegen Depressionen; Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden.
- wenn Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht und der Puls unter 45 Schlägen/Minute lieg t, der obere Blutdruckwert < 100 mmHg ist und gewisse Formen der Herzrhythmusstörungen vorliegen.
Patienten mit chronischer Herzmuskelschwäche dürfen Metoprolol nicht einnehmen:
- wenn sie an einer instabilen, dekompensierten Herzinsuffizienz leiden (die sich in Form von Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge, schlechte Kr eislaufverhältnisse oder niedrigem Blutdruck äußern kann), es sei denn, diese Erkranku ng ist durch eine medikamentöse Behandlung stabil eingestellt.
- wenn sie kontinuierlich oder zeitweise Arzneimittel erhalten, die die Pumpfähigkeit des Herzens erhöhen (z. B. Dobutamin).
- wenn ihr systolischer Blutdruck (oberer Wert) konstant unter 100 mmHg liegt oder sie einen verlangsamten Herzschlag haben (Puls < 68 Schläge/M inute).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metoprololsuccinat 95 mg einnehmen,
- wenn Sie eines oder mehrere der nachfolgenden Anzeichen aufweisen oder während der Therapie entwickeln. Informieren Sie in diesen Fäll en unbedingt Ihren Arzt.
- wenn Sie an Asthma bronchiale leiden: Metoprolol kann die Beschwerden bei Asthma bronchiale verschlimmern oder die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Asthma bronchiale beeinflussen. Bei einer schweren Form von Asthma bronchiale darf Metoprololsuccinat Mylan nicht eingenommen werden.
- wenn Sie schwere Leberbeschwerden haben.
- wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden: Metoprolol kann die Symptome eines erniedrigten Blutzuckers verschleiern. Hier sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
- wenn Sie eine schwach ausgeprägte Form einer bestim mten Herzrhythmusstörung (AV- Block I. Grades) haben.
- wenn Sie an einer bestimmten Form von Schmerzen in der Brust (Angina), der sogenannten Prinzmetal-Angina, leiden.
- wenn Sie an leichten oder mittelschweren Durchblutungsstörungen in Armen/Beinen leiden.
- bei Patienten mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom): vorher und gleichzeitig sollte e in Alpha-Rezeptorenblocker
| angewendet werden. | |
| - | wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion aufweisen. |
- wenn Sie operiert werden: vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Metoprololsuccinat Mylan informieren.
- wenn Sie an einer Schuppenflechte leiden.
- wenn Sie zu allergischen Reaktionen neigen. Metoprolol kann sowohl die Empfindlichkeit
gegenüber allergieauslösenden Stoffen (Allergenen) als auch die Schwere akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen. Metoprolol kann außerd em die Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen, z.B. Adrenalin, abschwächen.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Metoprololsuccinat Mylan kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Die Anwendung von Metoprololsuccinat Mylan als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.
Einnahme von Metoprololsuccinat Mylan zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei einer gleichzeitigen Einnahme von folgenden Arzneimitteln mit Metoprololsuccinat Mylan ist eine sorgfältige ärztliche Überwachung an gezeigt:
- Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstöru ngen, z.B. Calciumantagonisten vom Verapamil- bzw. Diltiazemtyp oder Klasse-I-Antiarrhythmika (wie z.B. Disopyramid). Diese Calciumantagonisten dürfen Ihnen nicht intravenös g egeben werden (Ausnahme: Intensivmedizin).
- andere Beta-Rezeptorenblocker (z. B. Augentropfen, die den Wirkstoff Timolol enthalten).
Weitere Wechselwirkungen:
Narkosemittel zur Inhalation verstärken die pulsver langsamende Wirkung von Metoprolol.
Metoprolol kann die Wirkung von gleichzeitig eingenommenen blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B. Nifedipin, Prazosin, Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin und Herzglykosiden) verstärken. Hier kann es z. B. zu einer starken Pul sverlangsamung kommen.
Wenn Sie mit Clonidin (ein Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck) und Metoprololsuccinat Mylan 95 mg gleichzeitig behandelt werden, und die Behandlung beendet werden muss, sollte Metoprololsuccinat Mylan einige Tage früher abgeset zt werden.
Folgende Stoffe können die Konzentration von Metopr olol im Blut steigern und somit die Wirkung von Metoprololsuccinat Mylan:
- Alkohol
- Arzneimittel gegen zuviel Magensäure wie Cimetidin
- Blutdruckmittel wie Hydralazin
- gewisse Arzneimittel gegen Depressionen wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin
- Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit wie Diphenhydramin
- manche Arzneistoffe zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Hydroxychloroquin und Celecoxib
- manche Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Terbinafin)
- Neuroleptika (z. B. Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen)
- manche Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen w ie Amiodaron, Chinidin und möglicherweise Propafenon.
Wenn Sie gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimit tel (z. B. Indometacin oder andere Hemmer der Prostaglandinsynthese) anwenden, kann die blutdrucksenkende Wirkung von Beta- Rezeptorenblockern vermindert sein.
Rifampicin (ein Antibiotikum zur Behandlung von z. B. Tuberkulose) und Barbitursäurederivate (angewendet als z. B. Beruhigungs- oder Schlafmittel) vermindern die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol.
Beta-Rezeptorenblocker können die Freisetzung von I nsulin bei Typ II Diabetikern hemmen oder Arzneimittel beeinflussen, die ihren Blutzuckerspiegel senken sollen. Sie sollten Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Ihr Arz t wird Ihre blutzuckersenkende Therapie (Insulin und orale Antidiabetika) gegebenenfalls anpassen. Metoprololsuccinat Mylan kann das Risiko einer schweren Hypoglykämie erhöhen, wenn es zusammen mit bestimmten Antidiabetika, sogenannten Sulfonylharnstoffen (z. B. Gliquidon, Gliclazid, Glibenclamid, Glipizid, Glimepirid oder Tolbutamid), angewendet wird.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololsuccinat Mylan und Noradrenalin oder Adrenalin (im Körper natürlich vorkommende Botenstoffe, die a nregend auf das Herz-Kreislaufsystem wirken und somit den Blutdruck steigern) oder anderen ähnlich wirkenden Arzneimitteln (z.B. Arzneimittel gegen Husten, Nasentropfen oder Augentropfen), kann der Blutdruck erheblich ansteigen.
Die Wirkung von Adrenalin bei der Behandlung von Üb erempfindlichkeitsreaktionen kann beeinträchtigt werden.
Die Ausscheidung anderer Arzneimittel kann durch Metoprolol vermindert werden (z. B. Lidocain, ein lokal eingesetztes Betäubungsmittel).
Wenn Sie mit einem Arzneimittel behandelt werden, welches den Wirkstoff Guanethidin (ein Antisympathotonikum) enthält und verabreicht wird, um die Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin in den Körper zu verhindern, sollte Ih r Arzt Sie sorgfältig überwachen, wenn Sie Metoprololsuccinat Mylan einnehmen.
Einnahme von Metoprololsuccinat Mylan zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Die dämpfenden Wirkungen von Metoprolol und Alkohol können sich gegenseitig verstärken. Außerdem kann Alkohol die Metoprololkonzentration i n Ihrem Blut erhöhen. Während der Anwendung von Metoprolol sollten Sie deshalb möglic hst keinen Alkohol trinken.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Metoprolol darf nur bei strenger Indikationsstellung und nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko- Abwägung des behandelnden Arztes angewendet werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Nachgeburt (Plazenta) vermindert und so zu Wachstumsstörungen des Fetus führen kann.
Falls während der Schwangerschaft angewendet, sollt e die Therapie mit Metoprolol 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, muss das Neugeborene für 48-72 Stunden nach Entbindung sorgfältig ärztli ch überwacht werden.
Stillzeit
Metoprolol wird in der Muttermilch angereichert.
Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte Säuglinge auf Anzeichen einer Arzneimittelwirkung ü berwacht werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Während der Behandlung mit Metoprololsuccinat Mylan können Schwindel und Müdigkeit auftreten. Dadurch kann das Reaktionsvermögen sowei t verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Straßenverkehr, zum Bedienen v on Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in ver stärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss, bei Beginn der Behandlung sowie bei einer Erhöhung der Dosis.
Metoprololsuccinat Mylan enthält Glucose und Sucros e
Bitte nehmen Sie Metoprololsuccinat Mylan erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wie wird Metoprololsuccinat Mylan 95 mg Retardtabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Art der Anwendung
Die Retardtabletten sollten einmal täglich, mit oder ohne Nahrung, mögl ichst morgens eingenommen werden. Sie sollten im Ganzen oder geteilt mit Wasser (mindestens ein halbes Glas) geschluckt werden und dürfen nicht gekaut oder zerk leinert werden.
Wenn Sie an Durchblutungsstörungen der Herzenkranzg efäße (Koronare Herzkrankheit, Angina pectoris) leiden, die sich nachts verschlimmern, kann Ihr Arzt Sie anweisen, die verordnete Dosis am Abend einzunehmen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:
| Anwendungsgebiet | Empfohlene Dosis, | Wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie |
| jeweils 1-mal täglich | folgt erhöht werden: | |
| Bluthochdruck | ½ Retardtablette à | maximale Dosis |
| 95 mg | 2 Retardtabletten à 95 mg Ihr Arzt kann die | |
| Gabe eines weiteren blutdrucksenkenden | ||
| Arzneimittels verordnen. | ||
| Durchblutungsstörungen | ½ bis 2 | maximale Dosis |
| in den Herzkranzgefäßen | Retardtabletten à | 2 Retardtabletten à 95 mg |
| (koronare | 95 mg | Ihr Arzt kann die Gabe eines weiteren |
| Herzerkrankung, Angina | blutdrucksenkenden Arzneimittels verordnen. | |
| pectoris) | ||
| Schnelle Formen der | ½ bis 2 | maximale Dosis |
| Herzrhythmusstörungen | Retardtabletten à | 2 Retardtabletten à 95 mg |
| 95 mg | ||
| Funktionelle Herzkreis- | ½ bis 2 | maximale Dosis |
| laufbeschwerden | Retardtabletten à | 2 Retardtabletten à 95 mg |
| 95 mg | ||
| Erhaltungstherapie nach | 1 bis 2 | maximale Dosis |
| Herzinfarkt | Retardtabletten à | 2 Retardtabletten à 95 mg |
| 95 mg | ||
| Vorbeugende | 1 Retardtablette à | maximale Dosis |
| Behandlung der Migräne | 95 mg | 1 Retardtablette à 95 mg |
| Behandlung der | Anfangsdosis | ab der 3. Woche: |
| Herzmuskelschwäche | Während der ersten | ½ Retardtablette à 95 mg |
| (Herzinsuffizienz) | zwei Wochen | |
| NYHA-Klasse II | 1 Retardtablette à | Die Dosis wird dann jede zweite Woche auf |
| 23,75 mg* | bis zu maximal | |
| Der behandelnde Arzt | 2 Retardtabletten à 95 mg | |
| sollte Erfahrung in der | Nach jeder | (entsprechend 190 mg* Metoprololsuccinat) |
| Behandlung einer | Dosiserhöhung | oder bis zur höchsten vom Patienten |
| stabilen | sollte der Zustand | vertragenen Dosis verdoppelt. |
| symptomatischen | des Patienten | 190 mg* Metoprololsuccinat ist auch die |
| Herzmuskelschwäche | sorgfältig überwacht | empfohlene Dosierung für eine |
| haben. | werden! | Langzeitbehandlung der |
| Herzmuskelschwäche. | ||
| Behandlung der | Anfangsdosis | Die Dosis kann während der zweiten |
| Herzmuskelschwäche | Während der ersten | Woche auf |
| (Herzinsuffizienz) | Woche | 1 Retardtablette à 23,75 mg* erhöht |
| NYHA-Klasse III | 11,88 mg* | werden. |
| Metoprololsuccinat | ||
| (entspricht | Die Dosis wird dann jede zweite Woche auf | |
| ½Retardtablette à | bis zu maximal | |
| 23,75 mg) | 2 Retardtabletten à 95 mg | |
| (entsprechend 190 mg* Metoprololsuccinat) | ||
| oder bis zur höchsten vom Patienten | ||
| vertragenen Dosis verdoppelt. | ||
| 190 mg* Metoprololsuccinat ist auch die | ||
| empfohlene Dosierung für eine | ||
| Langzeitbehandlung der | ||
| Herzmuskelschwäche. |
* Hierfür stehen Retardtabletten mit geeigneter Wir kstoffstärke zur Verfügung.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit schwerwiegender Einschränkung der Leberfunktion, z. B. Patienten mit einer künstlichen Venenverbindung zur Druckentlastung (po rtokavaler Shunt), kann eine Dosisreduktion notwendig sein.
Kinder und Jugendliche
Für Kinder über 6 Jahre und Jugendliche richtet sic h die empfohlene Menge von Metoprolol nach dem Körpergewicht. Ihr Arzt teilt Ihnen üblicherwei se mit, wie viel Metoprolol einem Kind oder Jugendlichen verabreicht werden muss. Die empfohlene Höchstdosis ist 190 mg Metoprololsuccinat täglich.
Es gibt wenig Therapieerfahrungen mit Metoprolol bei Kindern unter 6 Jahren. Die Behandlung von Kindern unter 6 Jahren mit Metoprolol wird nicht empfohlen.
Ältere Menschen über 80 Jahre
Es liegen nicht genügend Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.
Dauer der Behandlung
Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest.
Wenn Sie eine größere Menge von Metoprololsuccinat Mylan eingenommen haben, als Sie sollten
Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder einen Notarzt. Dieser kann entsprechend der eingenommenen Tablettenmenge über die erforderliche n Maßnahmen entscheiden. Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit der Arzt weiß, welchen Wirkstoff Sie eingenommen haben und die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind f olgende Symptome möglich: schwerer Blutdruckabfall, niedriger Puls, Herzrhythmusstörun gen, Herzmuskelschwäche, Kreislaufversagen, Herzstillstand, erschwerte Atmung, Verengung/Verkrampfung der Atemmuskulatur, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Übelkeit, Erbrechen, blau-rot gefär bte Haut und Schleimhäute (Zyanose) und Krampfanfälle.
Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol oder gleichzeitiger Einnahme von anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Chinidin (ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) oder Barbituraten (Beruhigungsmittel) können die Symptom e verschlimmert werden.
Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels auf.
Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat Mylan vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort.
Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat Mylan abbrechen
Falls Sie die Behandlung mit Metoprololsuccinat Mylan unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, wenden Sie sich bitte an den behandelnden Arzt.
Die Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern darf nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, so sollte dies wann immer möglich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ausschleichend erfolgen, indem die Dosis schrittweise um die Hälfte reduziert wird, bis die niedrigste Dosis von einer ½ Retardtablette 23,75 mg (entsprechend 11,88 mg Metoprololsuccinat) erreicht ist. Diese letzte Dosierung sollte vor der vollständigen Beendigung der Behandlung mindestens vier Tage angewendet werden. Falls Sie Beschwerden haben, sollte die Dosis langsamer verringert werden.
Ein abruptes Absetzen von Beta-Rezeptorenblockern kann zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen und das Risiko eines Herzin farkts und plötzlichen Herztodes erhöhen. Es können außerdem die Symptome der koronaren Herzkran kheit (Angina pectoris) verschlimmert werden und Brustschmerzen, insbesondere wenn Sie umherlaufen oder sich körperlich betätigen, auftreten oder der Blutdruck wieder ansteigen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Metoprololsuccinat Mylan 95 mg Retardtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder einen Notarzt, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerken:
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der Herzmuskelschwäche, einer speziellen Form von Herzrhythmusstörungen (AV-Block I. Grades), Schmerzen in der Herzgegend, Kurzatmigkeit
Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):
- Verschlechterung eines Diabetes, der bisher ohne typische Symptome verlaufen ist (latenter Diabetes mellitus)
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen):
- Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (dies kann auf eine Leberentzündung hinweisen).
- Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten, die bereits vor der Behandlung schwere Durchblutungsstörungen in Armen und/oder Beinen hab en
Weitere Nebenwirkungen:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten bet reffen):
- ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vo m Liegen zum Stehen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit
- Müdigkeit
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) :
- verlangsamter Puls (Bradykardie), Gleichgewichtsstö rungen (sehr selten mit Bewusstlosigkeit), unregelmäßiger Herzschlag oder H erzklopfen (Palpitationen)
- Schwindel, Kopfschmerzen
- Atemnot bei Anstrengung
- Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung
- kalte Hände und Füße
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen (Parästhesien)
- Atemwegsverkrampfungen
- Erbrechen
- Hautveränderungen, schuppenflechtenartige Hautaussc hläge
- vermehrtes Schwitzen
- Muskelkrämpfe
- Gewichtszunahme
- Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
- Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit o der Schlaflosigkeit, Alpträume
- Kreislaufkollaps (tritt mit einer erhöhten Wahrsche inlichkeit nach einem Herzinfarkt auf)
Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):
- funktionelle Herzbeschwerden wie Herzstolpern oder Herzjagen, bestimmte Herzrhythmusstörungen (Überleitungsstörungen)
- Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Bindeha utentzündung
- Schnupfen
- Mundtrockenheit
- Haarausfall
- abweichende Werte bei Leberfunktionstests
- Impotenz und andere Sexualstörungen, bindegewebige Verhärtung der Schwellkörper des Penis (Induratio penis plastica)
- Nervosität, Ängstlichkeit
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):
- Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen
- Geschmacksstörungen
- Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Neuauftreten einer Schuppenflechte, schuppenflechtenähnliche Hau tveränderungen
- Gelenksschmerzen, Muskelschwäche
- Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit zeitw eiligem Hinken (Claudicatio
intermittens) oder mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)
Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrth eit, Halluzinationen,
Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Veränderung der Stimmung).
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügb aren Daten nicht abschätzbar):
- Verschleierung von Anzeichen und Symptomen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie), wie z. B. schneller Herzschlag
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packun gsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für A rzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können S ie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfüg ung gestellt werden.
Wie ist Metoprololsuccinat Mylan 95 mg Retardtabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugän glich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Fal tschachtel und der Blisterpackung nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 25 °C lagern.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Metoprololsuccinat Mylan 95 mg Retardtabletten
Was Metoprololsuccinat Mylan enthält
Der Wirkstoff ist Metoprololsuccinat.
Jede Retardtablette enthält 95 mg Metoprololsuccina t, entsprechend 100 mg Metoprololtartrat.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Sucrose, Maisstärke, Macrogol, Polya crylat-Dispersion 30%, Talkum, Povidon K90, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid, D- Glucose.
Filmüberzug: Hypromellose, Talkum, Macrogol, Titand ioxid (E171).
Wie Metoprololsuccinat Mylan aussieht und Inhalt der Packung
Metoprololsuccinat Mylan 95 mg ist weiß, länglich, beidseitig gewölbt und hat eine Bruchkerbe auf beiden Seiten.
Metoprololsuccinat Mylan 95 mg ist in Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit 30, 50, und 100 Retardtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Mylan Germany GmbH
Lütticher Straße 5
53842 Troisdorf
Hersteller
Mylan Hungary Kft, H-2900 Komárom, Mylan utca 1, Ungarn
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen
| Belgien: | Metoprolol Retard Viatris 95 mg tabletten met verlengde afgifte |
| Deutschland: | Metoprololsuccinat Mylan 95 mg Retardtabletten |
| Dänemark: | Metomylan, 100 mg depottablett |
| Finnland: | Metomylan 95 mg Depotabletti |
| Norwegen: | Metomylan |
| Schweden: | Metomylan, 100 mg depottablett |
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeit et im Februar 2026.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


