Zum Inhalt springen

Medikamente

Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten

Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Metoprololsuccinat, der Wirkstoff von Metoprololsuccinat Md, gehört in die Arzneimittelgruppe der selektiven Beta-Rezeptorenblocker, die vorrangig am Herzen wirken. Dieses Arzneimittel beeinflusst die Antwort des Körpers auf bestimmte Nervenimpulse , vor allem am Herzen. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzleistung verbessert.

Wirkstoff(e)
Metoprolol, Metoprololsuccinat
Zulassungsinhaber
Mylan Germany GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
C07AB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

Anzeige

Gebrauchsinformation

Wofür wird Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten angewendet?

Metoprololsuccinat, der Wirkstoff von Metoprololsuccinat Md, gehört in die Arzneimittelgruppe der selektiven Beta-Rezeptorenblocker, die vorrangig am Herzen wirken. Dieses Arzneimittel beeinflusst die Antwort des Körpers auf bestimmte Nervenimpulse , vor allem am Herzen. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzleistung verbessert.

Metoprololsuccinat Md wird angewendet

  • bei schnellen Formen der Herzrhythmusstörungen (t achykarde Arrhythmien), insbesondere, wenn diese von den Vorhöfen ausgehen (supraventriku läre Tachykardie)
  • zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach bereits erlittenem Herzinfarkt (Erhaltungstherapie)
  • bei funktionellen Herz-Kreislauf-Beschwerden (es fühlt sich so an, als wäre Ihr Herz „überbelastet“, z.B. schlägt es sehr schnell)
  • zur vorbeugenden Behandlung der Migräne
  • bei einer leichten bis mittelschweren stabilen chronischen Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) (mit eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer ) zusätzlich zur üblichen Standardtherapie.

Metoprololsuccinat Md kann auch bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden.

Anzeige

Was ist vor der Einnahme von Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten zu beachten?

BEACHTEN?

Metoprololsuccinat Md darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Metoprolol, andere Beta-Rezeptorenblocker oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn bestimmte Herzrhythmusstörungen vorliegen (AV-Block II. und III. Grades, höhergradiger SA-Block).
  • wenn bei Ihnen eine verlangsamte Herzschlagfolge vorliegt (Puls < 50 Schläge/Minute).
  • wenn Sie an einer Fehlfunktion des Sinusknoten im Herzen (Sick-Sinus-Syndrom) leiden, es sei denn, Sie haben einen permanenten Schrittmacher.
  • wenn Sie ein hauptsächlich durch Versagen der Herzf unktion bedingtes Kreislaufversagen erlitten haben.
  • wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Arme und/oder der Beine leiden.
  • wenn Sie unter einem krankhaft niedrigen Blutdruck leiden, d.h. wenn der systolische (der obere) Wert kleiner als 90 mmHg ist.
  • wenn Sie an einem unbehandelten hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) leiden.
  • wenn Sie unter einer schweren Form von Asthma bronchiale oder einer chronischen, die Bronchien verengenden Lungenkrankheit leiden.
  • wenn Sie gleichzeitig mit MAO-Hemmstoffen (Arzneimittel gegen Depressionen; Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden.
  • wenn Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht und der Puls unter 45 Schlägen/Minute lieg t, der obere Blutdruckwert < 100 mmHg ist und gewisse Formen der Herzrhythmusstörungen vorliegen.
  • Ihnen dürfen bestimmte Arzneimittel, die zur Beha ndlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden, z.B. Calcium-Antagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder Klasse-I- Antiarrhythmika (z.B. Disopyramid), nicht intravenö s gegeben werden.

Patienten mit chronischer Herzmuskelschwäche dürfen Metoprolol nicht einnehmen:

  • wenn sie an einer instabilen, dekompensierten Herzinsuffizienz leiden (die sich in Form von Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge, schlechte Kr eislaufverhältnisse oder niedrigem Blutdruck äußern kann), es sei denn, diese Erkrankung ist dur ch eine medikamentöse Behandlung stabil eingestellt.
  • wenn sie kontinuierlich oder zeitweise Arzneimittel erhalten, die die Pumpfähigkeit des Herzens erhöhen (z. B. Dobutamin).

- wenn ihr systolischer Blutdruck (oberer Wert) konstant unter 100 mmHg liegt oder sie einen verlangsamten Herzschlag haben (Puls < 68 Schläge/Minute).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metoprololsuccinat Md einnehmen,

  • wenn Sie an Asthma bronchiale leiden: Metoprolol kann die Beschwerden bei Asthma bronchiale verschlimmern oder die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Asthma bronchiale beeinflussen. Bei einer schweren Form von Asthma bronchiale darf Metoprololsuccinat Md nicht eingenommen werden.
  • wenn Sie schwere Leberbeschwerden haben.
  • wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden: Metoprolol kann die Symptome eines erniedrigten Blutzuckers verschleiern. Hier sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
  • wenn Sie eine schwach ausgeprägte Form einer bestim mten Herzrhythmusstörung (AV- Block I. Grades) haben.
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Schmerzen in der Brust (Angina), der sogenannten Prinzmetal-Angina, leiden.
  • wenn Sie an leichten oder mittelschweren Durchblutungsstörungen in Armen/Beinen
    leiden.
  • bei Patienten mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom): vorher und gleichzeitig sollte e in Alpha-Rezeptorenblocker angewendet werden.
  • wenn Sie operiert werden: vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Metoprololsuccinat Md informieren.
  • wenn Sie an einer Schuppenflechte leiden.

wenn Sie zu allergischen Reaktionen neigen. Metoprolol kann sowohl die Empfindlichkeit

gegenüber allergieauslösenden Stoffen (Allergenen) als auch die Schwere akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen. Metoprolol kann außerd em die Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen, z.B. Adrenalin, abschwächen.

Die Anwendung von Metoprololsuccinat Md kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Metoprololsuccinat Md zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei einer gleichzeitigen Einnahme von folgenden Arzneimitteln mit Metoprololsuccinat Md ist eine sorgfältige ärztliche Überwachung angezeigt:

- Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstöru ngen, wie z. B. Calciumantagonisten vom Verapamil- bzw. Diltiazemtyp oder Klasse-I-Antiarrhythmika (wie z. B. Disopyramid). Diese Calciumantagonisten dürfen Ihnen nicht intravenös g egeben werden (Ausnahme: Intensivmedizin).-

andere Beta-Rezeptorenblocker (z. B. Augentropfen, die den Wirkstoff Timolol enthalten).

Weitere Wechselwirkungen:

Narkosemittel zur Inhalation verstärken die pulsver langsamende Wirkung von Metoprolol.

Metoprolol kann die Wirkung von gleichzeitig eingenommenen blutdrucksenkenden Arzneimitteln (z. B. Nifedipin, Prazosin, Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin und Herzglykosiden) verstärken. Hier kann es z. B. zu einer starken Pul sverlangsamung kommen.

Wenn Sie mit Clonidin (ein Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck) und Metoprololsuccinat Md gleichzeitig behandelt werden, und die Behandlung beendet werden muss, sollte Metoprololsuccinat Md einige Tage früher abgesetzt werden.

Folgende Stoffe können die Konzentration von Metopr olol im Blut steigern und somit die Wirkung von Metoprololsuccinat Md:

  • Alkohol
  • Arzneimittel gegen zuviel Magensäure wie Cimetidin
  • Blutdruckmittel wie Hydralazin
  • gewisse Arzneimittel gegen Depressionen wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin
  • Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit wie Diphenhydramin
  • manche Arzneistoffe zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Hydroxychloroquin und Celecoxib
  • manche Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Terbinafin)
  • Neuroleptika (z. B. Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen)
  • manche Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen w ie Amiodaron, Chinidin und möglicherweise Propafenon.

Wenn Sie gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimit tel (z. B. Indometacin oder andere Hemmer der Prostaglandinsynthese) anwenden, kann die blutdrucksenkende Wirkung von Beta- Rezeptorenblockern vermindert sein.

Rifampicin (ein Antibiotikum zur Behandlung von z. B. Tuberkulose) und Barbitursäurederivate (angewendet als z. B. Beruhigungs- oder Schlafmittel) vermindern die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol.

Beta-Rezeptorenblocker können die Freisetzung von I nsulin bei Typ II Diabetikern hemmen oder Arzneimittel beeinflussen, die ihren Blutzuckerspiegel senken sollen. Sie sollten Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Ihr Arz t wird Ihre blutzuckersenkende Therapie (Insulin und orale Antidiabetika) gegebenenfalls anpassen. Metoprololsuccinat Md kann das Risiko einer

schweren Hypoglykämie erhöhen, wenn es zusammen mit bestimmten Antidiabetika, sogenannten Sulfonylharnstoffen (z. B. Gliquidon, Gliclazid, Glibenclamid, Glipizid, Glimepirid oder Tolbutamid), angewendet wird.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololsuccinat Md und Noradrenalin oder Adrenalin (im Körper natürlich vorkommende Botenstoffe, die anreg end auf das Herz-Kreislaufsystem wirken und somit den Blutdruck steigern) oder anderen ähnlich wirkenden Arzneimitteln (z.B. Arzneimittel gegen Husten, Nasentropfen oder Augentropfen), kann der Blutdruck erheblich ansteigen.

Die Wirkung von Adrenalin bei der Behandlung von Üb erempfindlichkeitsreaktionen kann beeinträchtigt werden.

Die Ausscheidung anderer Arzneimittel kann durch Metoprolol vermindert werden (z. B. Lidocain, ein lokal eingesetztes Betäubungsmittel).

Wenn Sie mit Arzneimitteln wie zum Beispiel Guanethidin (ein Antisympathotonikum) behandelt werden, die verabreicht werden, um die Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin im Körper zu verhindern, sollte Ihr Arzt Sie sorgfältig überwach en, wenn Sie Metoprololsuccinat dura 47,5 mg einnehmen.

Einnahme von Metoprololsuccinat Md zusammen mit und Alkohol

Die dämpfenden Wirkungen von Metoprolol und Alkohol können sich gegenseitig verstärken. Außerdem kann Alkohol die Metoprololkonzentration i n Ihrem Blut erhöhen. Während der Anwendung von Metoprolol sollten Sie deshalb möglic hst keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Metoprolol darf nur bei strenger Indikationsstellung und nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko- Abwägung des behandelnden Arztes angewendet werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Nachgeburt (Plazenta) vermindert und so zu Wachstumsstörungen des Fetus führen kann.

Falls während der Schwangerschaft angewendet, sollt e die Therapie mit Metoprolol 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, muss das Neugeborene für 48-72 Stunden nach Entbindung sorgfältig ärztlich ü berwacht werden.

Stillzeit

Metoprolol wird in der Muttermilch angereichert.

Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte Säuglinge auf Anzeichen einer Arzneimittelwirkung ü berwacht werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Metoprololsuccinat Md kö nnen Schwindel und Müdigkeit auftreten. Dadurch kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt

beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss, bei Beginn der
Behandlung sowie bei einer Erhöhung der Dosis.  

Metoprololsuccinat Md enthält Glucose und Sucrose

Bitte nehmen Sie Metoprololsuccinat Md erst nach Rü cksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Die Retardtabletten sollten einmal täglich, mit oder ohne Nahrung, mögl ichst morgens eingenommen werden. Sie sollten im Ganzen oder geteilt geschluckt werden und dürfen nicht gekaut oder zerkleinert werden. Sie sollten mit Wasser (mindestens einem halben Glas) eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:

Anwendungsgebiet Empfohlene Dosis, Wenn nötig, kann die
  jeweils 1-mal täglich tägliche Dosis wie folgt
    erhöht werden:
Bluthochdruck 1 Retardtablette à 47,5 maximale Dosis
  mg 4* Retardtabletten à 47,5
    mg
    Ihr Arzt kann die Gabe
    eines weiteren
    blutdrucksenkenden
    Arzneimittels verordnen.
Durchblutungsstörungen 1 bis 4 Retardtabletten à maximale Dosis
in den Herzkranzgefäßen 47,5 mg 4* Retardtabletten à 47,5
(koronare   mg
Herzerkrankung, Angina   Ihr Arzt kann die Gabe
pectoris)   eines weiteren
    blutdrucksenkenden
    Arzneimittels verordnen.
Schnelle Formen der 1 bis 4 Retardtabletten à maximale Dosis
Herzrhythmusstörungen 47,5 mg 4* Retardtabletten à 47,5
    mg
Funktionelle Herzkreis- 1 bis 4 Retardtabletten à maximale Dosis
laufbeschwerden 47,5 mg 4* Retardtabletten à 47,5
    mg
     
Erhaltungstherapie nach 2 bis 4 Retardtabletten à maximale Dosis
Herzinfarkt 47,5 mg 4* Retardtabletten à 47,5
    mg
     
Verhinderung von 2 Retardtabletten à maximale Dosis
Migräne 47,5 mg 2* Retardtabletten à 47,5
    mg
     
Behandlung der Anfangsdosis ab der 3. Woche:
Herzmuskelschwäche Während der ersten 1 Retardtablette à 47,5 mg
(Herzinsuffizienz) zwei Wochen  
NYHA-Klasse II ½ Retardtablette à Die Dosis wird dann jede
  47,5 mg zweite Woche auf bis zu
Der behandelnde Arzt   maximal
sollte Erfahrung in der Nach jeder 4* Retardtabletten à
Behandlung einer Dosiserhöhung sollte 47,5 mg
stabilen symptomatischen der Zustand des (entsprechend 190 mg*
Herzmuskelschwäche Patienten sorgfältig Metoprololsuccinat) oder
haben. überwacht werden! bis zur höchsten vom
    Patienten vertragenen Dosis
    verdoppelt.
    190 mg*
    Metoprololsuccinat ist auch
    die empfohlene Dosierung
    für eine
    Langzeitbehandlung der
    Herzmuskelschwäche.
     
Behandlung der Anfangsdosis Die Dosis kann während
Herzmuskelschwäche Während der ersten der zweiten Woche auf
(Herzinsuffizienz) Woche ½ Retardtablette à 47,5 mg
NYHA-Klasse III 11,88 mg* erhöht werden.
  Metoprololsuccinat. Die Dosis wird dann jede
  (entspricht zweite Woche auf bis zu
  ½Retardtablette à maximal
  23,75 mg) 4 Retardtabletten à 47,5 mg
    (entsprechend 190 mg*
    Metoprololsuccinat) oder
    bis zur höchsten vom
    Patienten vertragenen Dosis
    verdoppelt.
    190 mg*
    Metoprololsuccinat ist auch
    die empfohlene Dosierung
    für eine
    Langzeitbehandlung der
    Herzmuskelschwäche.

* Hierfür stehen Retardtabletten mit geeigneter Wir kstoffstärke zur Verfügung.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerwiegender Einschränkung der Leberfunktion, z. B. Patienten mit einer künstlichen Venenverbindung zur Druckentlastung (po rtokavaler Shunt), kann eine Dosisreduktion notwendig sein.

Kinder und Jugendliche

Für Kinder über 6 Jahre und Jugendliche richtet sic h die empfohlene Menge von Metoprolol nach dem Körpergewicht. Ihr Arzt teilt Ihnen üblicherweise m it, wie viel Metoprolol einem Kind oder Jugendlichen verabreicht werden muss. Die empfohlene Höchstdosis ist 190 mg Metoprololsuccinat täglich.

Es gibt wenig Therapieerfahrung mit Metoprolol bei Kindern unter 6 Jahren. Die Behandlung von Kindern unter 6 Jahren mit Metoprolol wird nicht empfohlen.

Ältere Menschen über 80 Jahre

Es liegen nicht genügend Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest.

Wenn Sie eine größere Menge von Metoprololsuccinat Md eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder einen Notarzt. Dieser kann entsprechend der eingenommenen Tablettenmenge über die erforderliche n Maßnahmen entscheiden. Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit der Arzt weiß, welchen Wirkstoff Sie eingenommen haben und die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind f olgende Symptome möglich: schwerer Blutdruckabfall, niedriger Puls, Herzrhythmusstörun gen, Herzmuskelschwäche, Kreislaufversagen, Herzstillstand, erschwerte Atmung, Verengung/Verkrampfung der Atemmuskulatur, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Übelkeit, Erbrechen, blau-rot gefär bte Haut und Schleimhäute (Zyanose) und Krampfanfälle.

Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol oder gleichzeitiger Einnahme von anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Chinidin (ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) oder Barbituraten (Beruhigungsmittel) können die Symptom e verschlimmert werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels auf.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat Md vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat Md abbrechen

Falls Sie die Behandlung mit Metoprololsuccinat Md unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, wenden Sie sich bitte an den behandelnden Arzt.

Die Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern darf nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, so sollte dies wann immer möglich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ausschleichend erfolgen, indem die Dosis schrittweise um die Hälfte reduziert wird, bis die niedrigste Dosis von einer ½ Retardtablette 23,75 mg (entsprechend 11,88 mg Metoprololsuccinat) erreicht ist. Diese letzte Dosierung sollte vor der vollständigen Beendigung der Behandlung mindestens vier Tage angewendet werden. Falls Sie Beschwerden haben, sollte die Dosis langsamer verringert werden.

Ein abruptes Absetzen von Beta-Rezeptorenblockern kann zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen und das Risiko eines Herzin farkts und plötzlichen Herztodes erhöhen. Es können außerdem die Symptome schlechter Blutvers orgung der Koronararterien (koronare Herzkrankheit, Angina pectoris) verschlimmert werden, was Brustschmerzen verursachen kann,

insbesondere wenn Sie umherlaufen oder sich körperl ich betätigen, oder einen Anstieg des Blutdrucks.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Welche Nebenwirkungen hat Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder einen Notarzt, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerken:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

• vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der Herzmuskelschwäche, einer speziellen Form von Herzrhythmusstörungen (AV -Block I. Grades),

Schmerzen in der Herzgegend, Kurzatmigkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):

• Verschlechterung eines Diabetes, der bisher ohne typische Symptome verlaufen ist (latenter Diabetes mellitus)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen):

• Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (dies kann auf eine
Leberentzündung hinweisen).
• Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten, die bereits vor der
Behandlung schwere Durchblutungsstörungen in Armen und/oder Beinen haben

Weitere Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten bet reffen):

• ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vo m Liegen zum Stehen,
sehr selten mit Bewusstlosigkeit
• Müdigkeit
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) :
• verlangsamter Puls (Bradykardie), Gleichgewichtsstö rungen (sehr selten mit
Bewusstlosigkeit), unregelmäßiger Herzschlag oder H erzklopfen (Palpitationen)
• Schwindel, Kopfschmerzen
• Atemnot bei Anstrengung
• Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung
• kalte Hände und Füße
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
• Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen (Parästhesien)
• Atemwegsverkrampfungen
• Erbrechen
• Hautveränderungen, schuppenflechtenartige Hautaussc hläge
• vermehrtes Schwitzen
• Muskelkrämpfe
• Gewichtszunahme
• Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
• Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit o der Schlaflosigkeit,
Alpträume  
• Kreislaufkollaps (tritt mit einer erhöhten Wahrsche inlichkeit nach einem
Herzinfarkt auf)  
Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen):
• funktionelle Herzbeschwerden wie Herzstolpern oder Herzjagen, bestimmte
Herzrhythmusstörungen (Überleitungsstörungen)
• Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Bindeha utentzündung
• Schnupfen
• Mundtrockenheit
• Haarausfall
• abweichende Werte bei Leberfunktionstests
• Impotenz und andere Sexualstörungen, bindegewebige Verhärtung der
Schwellkörper des Penis (Induratio penis plastica)  
• Nervosität, Ängstlichkeit  
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):
• Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der
weißen Blutkörperchen (Leukopenie)  
• Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen
• Geschmacksstörungen  
• Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis),
Neuauftreten einer Schuppenflechte, schuppenflechtenähnliche Hautveränderungen
• Gelenksschmerzen, Muskelschwäche
• Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit zeitw eiligem Hinken
(Claudicatio intermittens) oder mit Gefäßkrämpfen i m Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-
Syndrom)    
• Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrth eit, Halluzinationen,
Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Veränderung der Stimmung).
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügb aren Daten nicht abschätzbar):
• Verschleierung von Anzeichen und Symptomen eines zu niedrigen

Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie), wie z. B. schnel ler Herzschlag

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbei lage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu be itragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung geste llt werden.

Wie ist Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugän glich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Fal tschachtel und der Blisterpackung nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten

Was Metoprololsuccinat Md enthält

Der Wirkstoff ist Metoprololsuccinat.

Jede Retardtablette enthält 47,5 mg Metoprololsucci nat, entsprechend 50 mg Metoprololtartrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Sucrose, Maisstärke, Macrogol, Polya crylat, Talkum, Povidon K90, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid, D-Glucose. Filmüberzug: Hypromellose, Talkum, Macrogol, Titand ioxid (E171).

Wie Metoprololsuccinat Md aussieht und Inhalt der Packung

Metoprololsuccinat Md 47,5 mg ist weiß, länglich, beidseitig gewölbt und hat eine Bruchkerbe auf beiden Seiten.

Metoprololsuccinat Md 47,5 mg ist in Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit 30, 50, und 100 Retardtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan Germany GmbH

Lütticher Straße 5

53842 Troisdorf

Hersteller

Mylan Hungary Kft

H-2900 Komárom

Mylan utca 1

Ungarn

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland: Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten
Niederlande: Metoprololsuccinaat Retard Viatris 50, tabletten met gereguleerde
  afgifte 47,5 mg

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeit et im Februar 2026.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Weitere Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff

Folgende Medikamente enthalten auch den Wirksstoff Metoprolol. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, über ein mögliches Subsitut zu Metoprololsuccinat Md 47,5 mg Retardtabletten

Aus unserem Magazin