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Medikamente

Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen

Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Arzneimittels Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen Anwendungsgebiete Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen dient zum teilweisen Ersatz der erkrankten Augenoberfläche (Oberfläche der Hornhaut und/oder der Bindehaut) bei reversiblen und irreversiblen Pathologien wie Hornhautgeschwüren, persistierenden Augenoberflächendefekten …

Wirkstoff(e)
Eihautmembran (Mensch)
Zulassungsinhaber
Universitätsklinikum Essen AöR Zentrum für Augenheilkunde Hornhautbank Essen
Abgabestatus
Apothekenpflichtig

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen angewendet?

Bezeichnung des Arzneimittels

Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen

Anwendungsgebiete

Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen dient zum teilweisen Ersatz der erkrankten Augenoberfläche (Oberfläche der Hornhaut und/oder der Bindehaut) bei reversiblen und irreversiblen Pathologien wie Hornhautgeschwüren, persistierenden Augenoberflächendefekten (Hornhaut/Bindehaut), resultierender Intransparenz, Verlust ihrer optischen Funktion der Hornhaut oder Defekt, die keiner anderen Behandlung mehr zugänglich sind zum Erhalt des Auges oder zum Erhalt bzw. zur Verbesserung der Sehkraft.

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Was ist vor der Einnahme von Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen zu beachten?

Gegenanzeigen

Hornhaut-/Bindehauterkrankungen, die einer anderen Behandlung als der Transplantation von humaner Amnionmembran, kryokonserviert, Essen mit ähnlichem klinischem Ergebnis zugänglich sind.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Aufgrund der strengen Spenderauswahl einschließlich der Durchführung umfangreicher infektionsserologischer Untersuchungen der Spender sowie die Kryokonservierung in antibiotika- und antimykotikumhaltigem Kulturmedium und die Testung dieses Mediums auf Bakterien und Pilze, ist die Übertragung von Infektionskrankheiten durch bekannte humanpathogene Viren und Mikroorganismen weitestgehend ausgeschlossen. Nicht nachweisbare Krankheitserreger (einschließlich des Erregers der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung) werden nur im Rahmen der Anamnese der Plazentaspenderin erfasst. Die Übertragung durch bisher unbekannte oder nicht nachweisbare Krankheitserreger ist daher nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen.

Es muss davon ausgegangen werden, dass humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen nicht steril ist. Trotz Kultivierung in einem antibiotika- und antimykotikumhaltigen Medium und dessen mikrobiologische Untersuchung ist eine geringstgradige

Besiedlung mit Bakterien und Pilzen möglich. Das potentielle Risiko einer Infektion durch das übertragene Gewebe kann nicht völlig ausgeschlossen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Von humaner Amnionmembran, kryokonserviert, Essen selbst gehen aufgrund der fehlenden Toxizität keine Risiken für Schwangere und Stillende aus.

Das Aufbringen des Transplantates kann jedoch nur durch einen operativen Eingriff erfolgen. Die allgemein mit operativen Eingriffen verbundenen Risiken wie Medikamentengabe, Stress, ggf. Vollnarkose etc. sind daher bei Schwangeren und Stillenden in besonderem Maße zu berücksichtigen und im Einzelfall sehr genau abzuwägen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Bei -80°C±5°C lagern, bei Transportdauern über 1 Stunde ist zum Transport Trockeneis zu verwenden. In der Originalverpackung aufbewahren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist gemäß der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis (AVV) dem Abfallschlüssel 180102 zuzuordnen und entsprechend zu entsorgen.

Wie wird Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen angewendet?

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Zur Transplantation entsprechend der klinischen Indikation.

Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen wird bis zum Gebrauch in einem sterilen Behältnis im Konservierungsmedium kryokonserviert. Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen ist zur einmaligen Anwendung bestimmt. Der Inhalt einer Packung ist ausschließlich für die Anwendung bei einem Patienten bestimmt. Im Falle nur teilweiser Verwendung sind verbliebene Gewebe zu verwerfen. Die Auftauvorschrift und Hinweise auf orientierungsabhängige Anwendung befinden sich im Anhang.

            Dauer der Orientierung der
Rekonstruktion der Hornhautoberfläche     Anwendung   Amnionmembran*  
           
Persistierender Epitheldefekt mit Ulzeration der Hornhaut   dauerhaft   Stroma  
             
Rekonstruktion der Bindehautoberfläche     dauerhaft   Stroma  
                 
akute Verätzungen         temporär   Epithel  
         
Entfernen von epithelialen oder subepithelialen Läsionen (Bandkeratopathie,        
Narben, Tumoren)         dauerhaft   Stroma  
               
schmerzhafte bullöse Keratopathie       dauerhaft   Stroma  
                   
partielle oder komplette limbale Stammzellinsuffizienz (mit        
Stammzelltransplantat)       dauerhaft   Stroma  
             
Rekonstruktion der Bindehautoberfläche            
           
akute Verätzungen und akutes Stevens-Johnson- Syndrom   temporär   Epithel  
         
Defektdeckung nach Entfernen von großen Bindehaut- läsionen (Tumoren,        
konjunktivale intraepitheliale Neoplasie, Narben, lidkantenparallele        
Bindehautfalten)         dauerhaft   Stroma  
             
Symblepharolyse, Fornixrekonstruktion     dauerhaft   Stroma  
                 
Anophthalmus         dauerhaft   Stroma  
               
Filterkissenrevisionen       dauerhaft   Stroma  
                 
Skleraverdünnungen         dauerhaft   Stroma  
                   
Pterygium           dauerhaft   Stroma  
                   

*die Seite der Amnionmembran, die auf die Augenoberfläche aufgetragen wird

Überdosierung

Nicht zutreffend.

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Welche Nebenwirkungen hat Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Keine bekannt

Nebenwirkungen

Das Einbringen des Transplantates erfolgt durch einen operativen Eingriff. Die allgemein mit operativen Eingriffen verbundenen Nebenwirkungen können nicht immer sicher von Transplantat-bedingten Nebenwirkungen abgegrenzt werden.

Infektionen

Oberflächliche und tiefe mikrobielle Infektionen, insbesondere durch Bakterien und Pilze (z.B. Endophthalmitis) Für Sicherheit in Bezug auf übertragbare Erreger siehe 4.4.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Entzündung der vorderen Augenabschnitte.

Allergische Reaktion

Bestandteile des Kryomediums, insbesondere das Antibiotikum Gentamicin und das Antimykotikum Amphotericin B können lokale sowie generalisierte allergische Reaktionen auslösen.

Transplantatversagen

Ausbleibendes Aufklaren der Hornhaut nach der Operation, ausbleibender Epithelschluß der Horn- oder Bindehaut.

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen      
Nicht Transplantat-bedingte, aber auf die Operation direkt zurückzuführende Komplikationen:
Hämatome, intraoperative Verletzungen von Augenstrukturen, tiefe und oberflächliche bakterielle Infektionen.  
Nicht Transplantat-bedingte, aber auf die Operation indirekt zurückzuführende Komplikationen:
tiefe Venenthrombose, Embolie, Ischämie, Dekubitus.          

Chirurgische und medizinische Eingriffe

Als Folge bestimmter Nebenwirkungen (Endophthalmitis) kann eine erneute Operation mit oder ohne Austausch des Transplantates notwendig werden.

Wie ist Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen aufzubewahren?

Im Konservierungsmedium bei -80°C±5°C mindestens ein Jahr, im aufgetauten Zustand 6 Stunden haltbar. Das Arzneimittel ist nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr anzuwenden.

Weitere Informationen zu Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen

Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff: Humane Amnionmembran, kryokonserviert

Datum der Erteilung der Genehmigung

22.07.2013

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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