Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Arzneimittels Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen Anwendungsgebiete Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen dient zum teilweisen Ersatz der erkrankten Augenoberfläche (Oberfläche der Hornhaut und/oder der Bindehaut) bei reversiblen und irreversiblen Pathologien wie Hornhautgeschwüren, persistierenden Augenoberflächendefekten …
- Wirkstoff(e)
- Eihautmembran (Mensch)
- Zulassungsinhaber
- Universitätsklinikum Essen AöR Zentrum für Augenheilkunde Hornhautbank Essen
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen angewendet?
Bezeichnung des Arzneimittels
Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen
Anwendungsgebiete
Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen dient zum teilweisen Ersatz der erkrankten Augenoberfläche (Oberfläche der Hornhaut und/oder der Bindehaut) bei reversiblen und irreversiblen Pathologien wie Hornhautgeschwüren, persistierenden Augenoberflächendefekten (Hornhaut/Bindehaut), resultierender Intransparenz, Verlust ihrer optischen Funktion der Hornhaut oder Defekt, die keiner anderen Behandlung mehr zugänglich sind zum Erhalt des Auges oder zum Erhalt bzw. zur Verbesserung der Sehkraft.
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Was ist vor der Einnahme von Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen zu beachten?
Gegenanzeigen
Hornhaut-/Bindehauterkrankungen, die einer anderen Behandlung als der Transplantation von humaner Amnionmembran, kryokonserviert, Essen mit ähnlichem klinischem Ergebnis zugänglich sind.
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Aufgrund der strengen Spenderauswahl einschließlich der Durchführung umfangreicher infektionsserologischer Untersuchungen der Spender sowie die Kryokonservierung in antibiotika- und antimykotikumhaltigem Kulturmedium und die Testung dieses Mediums auf Bakterien und Pilze, ist die Übertragung von Infektionskrankheiten durch bekannte humanpathogene Viren und Mikroorganismen weitestgehend ausgeschlossen. Nicht nachweisbare Krankheitserreger (einschließlich des Erregers der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung) werden nur im Rahmen der Anamnese der Plazentaspenderin erfasst. Die Übertragung durch bisher unbekannte oder nicht nachweisbare Krankheitserreger ist daher nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen.
Es muss davon ausgegangen werden, dass humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen nicht steril ist. Trotz Kultivierung in einem antibiotika- und antimykotikumhaltigen Medium und dessen mikrobiologische Untersuchung ist eine geringstgradige
Besiedlung mit Bakterien und Pilzen möglich. Das potentielle Risiko einer Infektion durch das übertragene Gewebe kann nicht völlig ausgeschlossen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Von humaner Amnionmembran, kryokonserviert, Essen selbst gehen aufgrund der fehlenden Toxizität keine Risiken für Schwangere und Stillende aus.
Das Aufbringen des Transplantates kann jedoch nur durch einen operativen Eingriff erfolgen. Die allgemein mit operativen Eingriffen verbundenen Risiken wie Medikamentengabe, Stress, ggf. Vollnarkose etc. sind daher bei Schwangeren und Stillenden in besonderem Maße zu berücksichtigen und im Einzelfall sehr genau abzuwägen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Bei -80°C±5°C lagern, bei Transportdauern über 1 Stunde ist zum Transport Trockeneis zu verwenden. In der Originalverpackung aufbewahren.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist gemäß der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis (AVV) dem Abfallschlüssel 180102 zuzuordnen und entsprechend zu entsorgen.
Wie wird Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen angewendet?
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Zur Transplantation entsprechend der klinischen Indikation.
Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen wird bis zum Gebrauch in einem sterilen Behältnis im Konservierungsmedium kryokonserviert. Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen ist zur einmaligen Anwendung bestimmt. Der Inhalt einer Packung ist ausschließlich für die Anwendung bei einem Patienten bestimmt. Im Falle nur teilweiser Verwendung sind verbliebene Gewebe zu verwerfen. Die Auftauvorschrift und Hinweise auf orientierungsabhängige Anwendung befinden sich im Anhang.
| Dauer | der | Orientierung | der | ||||||
| Rekonstruktion der Hornhautoberfläche | Anwendung | Amnionmembran* | |||||||
| Persistierender Epitheldefekt mit Ulzeration der Hornhaut | dauerhaft | Stroma | |||||||
| Rekonstruktion der Bindehautoberfläche | dauerhaft | Stroma | |||||||
| akute Verätzungen | temporär | Epithel | |||||||
| Entfernen von epithelialen oder subepithelialen Läsionen (Bandkeratopathie, | |||||||||
| Narben, Tumoren) | dauerhaft | Stroma | |||||||
| schmerzhafte bullöse Keratopathie | dauerhaft | Stroma | |||||||
| partielle | oder | komplette | limbale | Stammzellinsuffizienz | (mit | ||||
| Stammzelltransplantat) | dauerhaft | Stroma | |||||||
| Rekonstruktion der Bindehautoberfläche | |||||||||
| akute Verätzungen und akutes Stevens-Johnson- Syndrom | temporär | Epithel | |||||||
| Defektdeckung nach Entfernen von großen Bindehaut- läsionen (Tumoren, | |||||||||
| konjunktivale intraepitheliale Neoplasie, Narben, lidkantenparallele | |||||||||
| Bindehautfalten) | dauerhaft | Stroma | |||||||
| Symblepharolyse, Fornixrekonstruktion | dauerhaft | Stroma | |||||||
| Anophthalmus | dauerhaft | Stroma | |||||||
| Filterkissenrevisionen | dauerhaft | Stroma | |||||||
| Skleraverdünnungen | dauerhaft | Stroma | |||||||
| Pterygium | dauerhaft | Stroma | |||||||
*die Seite der Amnionmembran, die auf die Augenoberfläche aufgetragen wird
Überdosierung
Nicht zutreffend.
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Welche Nebenwirkungen hat Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Keine bekannt
Nebenwirkungen
Das Einbringen des Transplantates erfolgt durch einen operativen Eingriff. Die allgemein mit operativen Eingriffen verbundenen Nebenwirkungen können nicht immer sicher von Transplantat-bedingten Nebenwirkungen abgegrenzt werden.
Infektionen
Oberflächliche und tiefe mikrobielle Infektionen, insbesondere durch Bakterien und Pilze (z.B. Endophthalmitis) Für Sicherheit in Bezug auf übertragbare Erreger siehe 4.4.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Entzündung der vorderen Augenabschnitte.
Allergische Reaktion
Bestandteile des Kryomediums, insbesondere das Antibiotikum Gentamicin und das Antimykotikum Amphotericin B können lokale sowie generalisierte allergische Reaktionen auslösen.
Transplantatversagen
Ausbleibendes Aufklaren der Hornhaut nach der Operation, ausbleibender Epithelschluß der Horn- oder Bindehaut.
| Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen | ||||||||
| Nicht | Transplantat-bedingte, | aber | auf | die | Operation | direkt | zurückzuführende | Komplikationen: |
| Hämatome, intraoperative Verletzungen von Augenstrukturen, tiefe und oberflächliche bakterielle Infektionen. | ||||||||
| Nicht | Transplantat-bedingte, | aber | auf | die | Operation | indirekt | zurückzuführende | Komplikationen: |
| tiefe Venenthrombose, Embolie, Ischämie, Dekubitus. |
Chirurgische und medizinische Eingriffe
Als Folge bestimmter Nebenwirkungen (Endophthalmitis) kann eine erneute Operation mit oder ohne Austausch des Transplantates notwendig werden.
Wie ist Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen aufzubewahren?
Im Konservierungsmedium bei -80°C±5°C mindestens ein Jahr, im aufgetauten Zustand 6 Stunden haltbar. Das Arzneimittel ist nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr anzuwenden.
Weitere Informationen zu Humane Amnionmembran, kryokonserviert, Essen
Qualitative und quantitative Zusammensetzung
Wirkstoff: Humane Amnionmembran, kryokonserviert
Datum der Erteilung der Genehmigung
22.07.2013
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


