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Medikamente

Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen

Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Fludrocrotison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen Anwendungsgebiete Fludrocrotison Helm ist indiziert: als Substitutionstherapie bei Mineralocorticoid-Defizit ergänzend zu einer Glucocorticoid-Therapie bei primärer Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison) und angeborener Nebennierenrindenhyperplasie (adrenogenitales Salzverlustsyndrom) in allen …

Wirkstoff(e)
Fludrocortison
Zulassungsinhaber
Helm Pharmaceuticals GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
H02AA02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen angewendet?

Fludrocrotison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen

Anwendungsgebiete

Fludrocrotison Helm ist indiziert:

als Substitutionstherapie bei Mineralocorticoid-Defizit ergänzend zu einer Glucocorticoid-Therapie

  • bei primärer Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison) und
  • angeborener Nebennierenrindenhyperplasie (adrenogenitales Salzverlustsyndrom) in allen Altersgruppen.

Zur kurzzeitigen Behandlung bei einer schweren orthostatischen Hypotonie, die eine pharmakologische Behandlung erfordert, in allen Altersgruppen. Fludrocortisonacetat-Lösung zum Einnehmen ist nur indiziert, wenn allgemeine und physikalische Maßnahmen nicht ausreichen, und die Dauer der Behandlung sollte auf den kürzestmöglichen Zeitraum begrenzt werden.

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Was ist vor der Einnahme von Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen zu beachten?

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,
  • unbehandelte Herzinsuffizienz,
  • Hypotonie, bedingt durch eine organische Herzkrankheit,
  • Hypokaliämie,
  • metabolische Alkalose,
  • akute Virusinfektion (insbesondere Herpes-simplex-Infektionen des Auges) und systemische Pilzinfektionen.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Zu den relativen Kontraindikationen gehören Ulzera in der Vorgeschichte, eine psychiatrische Vorgeschichte, Hypertonie und schwere Osteoporose.

Wie alle anderen Corticosteroide kann Fludrocortisonacetat die Calciumausscheidung erhöhen; dies kann zu Osteoporose führen oder eine bestehende Osteoporose verschlimmern.

Fludrocortisonacetat kann bestimmte Zeichen einer Infektion verdecken, und während der Anwendung von Fludrocortisonacetat können neue Infektionen auftreten. Zudem kann eine verminderte Infektionsresistenz auftreten sowie die Unfähigkeit, eine Infektion auf konkrete Körperregionen zu beschränken. Beispielsweise können Windpocken, Masern, Herpes-zoster- oder Bandwurminfektionen bei Kindern oder Erwachsenen unter Therapie mit Fludrocortisonacetat einen schwereren oder sogar tödlichen Verlauf nehmen.

Patienten unter Therapie mit Corticosteroiden sollten, insbesondere bei hoher Dosierung, keine Impfung oder Immunisierung erhalten, da die Therapie mit einer unterdrückten Antikörperantwort und einer Disposition für medizinische Komplikationen und insbesondere neurologische Komplikationen einhergeht.

Die Anwendung von Fludrocrotison Helm bei Patienten mit aktiver Tuberkulose sollte auf Fälle mit fulminantem Verlauf oder Miliartuberkulose beschränkt werden, bei denen das Corticosteroid zur Behandlung der Krankheit in Kombination mit einer geeigneten Tuberkulosetherapie eingesetzt wird. Patienten mit latenter Tuberkulose oder Tuberkulinreaktivität unter Therapie mit Corticosteroiden sollten eine chemopräventive Therapie erhalten.

Die längerfristige Anwendung von Corticosteroiden kann zur Entwicklung einer posterioren subkapsulären Katarakt oder zu einer Glaukomerkrankung mit möglicher Schädigung des Sehnervs führen. Die längerfristige Anwendung kann zudem das Risiko für Sekundärinfektionen des Auges erhöhen.

Bei Patienten mit Herpes-simplex-Infektionen des Auges sollten Corticosteroide wegen der möglichen Gefahr einer Hornhautperforation besonders vorsichtig angewendet werden.

Nebenwirkungen von >Name des Arzneimittels> können auftreten, wenn die Behandlung abrupt abgesetzt wird oder nach längerer Anwendung in hohen Dosierungen.

Um eine Nebennierenrindeninsuffizienz zu verhindern, kann in Belastungssituationen (beispielsweise Verletzung, Operation oder schwere Erkrankung) während der Therapie mit Fludrocrotison Helm und bis zu 1 Jahr danach eine Unterstützungsdosis erforderlich sein.

Bei Patienten mit Hypothyreose oder Leberzirrhose ist die Wirkung von Corticosteroiden verstärkt.

Unter Therapie mit Fludrocrotison Helm können psychiatrische Störungen auftreten, darunter Insomnie, Depression (manchmal schwer), Euphorie, Stimmungsschwankungen, psychotische Symptome und Persönlichkeitsveränderungen. Eine bereits bestehende affektive Störung oder Neigung zu Psychosen kann sich durch die Anwendung von Fludrocrotison Helm verschärfen. Einige dieser Symptome sprechen unter Umständen nicht vollständig auf die Gabe von Antidepressiva an.

Corticosteroide sollten bei Patienten mit unspezifischer Colitis ulcerosa nur mit Vorsicht angewendet werden (falls das Risiko einer bevorstehenden Perforation, eines Abszesses oder anderer pyogener Infektionen besteht). Dies gilt auch bei Patienten mit Divertikulitis, frischen intestinalen Anastomosen, aktiven oder latenten peptischen Ulzera, Niereninsuffizienz, akuter Glomerulonephritis, chronischer Nephritis, Hypertonie, Herzinsuffizienz, Thrombophlebitis, Thromboembolie, Osteoporose, Exanthem, Cushing-Syndrom, Diabetes mellitus, Krampfanfall- auslösenden Krankheiten, metastasiertem Karzinom und schwerer Muskelschwäche.

Darüber hinaus wurde im Zusammenhang mit Corticosteroiden über Menstruationsstörungen und Übersäuerung oder Ulcus pepticum berichtet.

Für Patienten unter längerfristiger Therapie mit Corticosteroiden ist eine adäquate Proteinzufuhr angeraten, um einem drohenden Gewichtsverlust oder einem Abbau der Muskelmasse/einer Muskelschwächung vorzubeugen, welche mit einer negativen Stickstoffbilanz assoziiert sind.

Die metabolische Clearance von Adrenocorticoiden ist bei Hypothyreose-Patienten verringert und bei Hyperthyreose-Patienten erhöht. Bei Änderungen des Schilddrüsenstatus dieser Patienten kann eine Anpassung der Adrenocorticoid-Dosis erforderlich sein.

Überwachung des Blutdrucks und der Elektrolytspiegel

Da Fludrocrotison Helm ein wirkstarkes Mineralocorticoid ist,

  • sollten die Serumelektrolyte, die Plasma-Renin-Aktivität, der Blutdruck sowie klinische Zeichen, die darauf hindeuten, dass die Dosis (nach oben oder unten) angepasst werden muss, überwacht werden,
  • muss die Kochsalzzufuhr engmaschig überwacht werden,

um die Entwicklung von Bluthochdruck, Ödem oder eine Gewichtszunahme zu verhindern. Eventuell sind eine Natriumrestriktion und eine Kaliumsubstitution erforderlich.

Bei Neugeborenen wird zudem eine klinische und biologische Überwachung (Gewicht, Diurese/Serumelektrolytspiegel) empfohlen.

Beeinträchtigung des Sehvermögens

Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden kann es zu Sehstörungen kommen. Wenn ein Patient Symptome wie verschwommenes Sehen oder eine andere Sehstörung entwickelt, wird empfohlen, den Patienten an einen Augenarzt zu überweisen, um die möglichen Ursachen einschließlich Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen wie zentrale seröse Netzhautschädigung (Chorioretinopathia centralis serosa, CRCS) abzuklären, die nach der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden berichtet wurden.

Kinder und Jugendliche

Da Corticosteroide das Wachstum hemmen können, sollten Wachstum und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, die über einen längeren Zeitraum mit Fludrocrotison Helm behandelt

werden, engmaschig überwacht werden. Corticosteroide können auch die endogene Steroidproduktion beeinflussen. Aus diesem Grund sollte die niedrigste mögliche Dosis Fludrocortison für eine adäquate Substitution verabreicht werden, und die Dosis sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Kleinkinder im Alter von bis zu 1 Jahr benötigen höhere Dosen Fludrocortison und sollten zusätzlich Natriumchlorid einnehmen: 1 bis 3 g pro Tag verteilt über mehrere Mahlzeiten.

Ältere Patienten

Nebenwirkungen von systemischen Corticosteroiden wie z. B. Osteoporose oder Hypertonie können bei älteren Patienten mit schwerwiegenderen Folgen assoziiert sein. Daher wird eine strenge klinische Überwachung empfohlen.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Fludrocortisonacetat bei Frauen während der Schwangerschaft vor, die eine Beurteilung des gesundheitsgefährdenden Potenzials erlauben. In Tierstudien haben Corticosteroide in hohen Dosierungen eine teratogene Wirkung gezeigt. Bei Menschen gibt es bislang keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für kongenitale Anomalien infolge einer Anwendung von Corticosteroiden.

Wenn eine Substitutionstherapie mit Fludrocrotison Helm in den empfohlenen niedrigen Dosen durchgeführt wird, sollte diese Therapie während der Schwangerschaft fortgesetzt werden. In Verbindung mit einer solchen Anwendung werden keine unerwünschten Nebenwirkungen für den Fötus erwartet.

Stillzeit

Während einer Substitutionstherapie mit Fludrocrotison Helm in den empfohlenen niedrigen Dosen kann weiter gestillt werden.

Fertilität

Es liegen keine hinreichenden Daten vor, um einzuschätzen, ob Fludrocrotison Helm die Fertilität von Männern oder Frauen beeinträchtigen kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Originalbehältnis aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Fludrocrotison Helm Lösung zum Einnehmen wird in einem Fläschchen mit einer Kappe, einer Spritze und einem Adapter bereitgestellt.

  1. Das Fläschchen sollte vor dem Gebrauch gut geschüttelt werden, und die Kappe muss entfernt werden.
  2. Vor dem erstmaligen Gebrauch des Arzneimittels muss der Kunststoffadapter fest in den Hals des Fläschchens eingesetzt werden.
  3. Anschließend muss das Ende der Spritze fest in den Adapter eingebracht werden. Der Kolben sollte vollständig in die Spritze gedrückt sein (Abb. 1).
  4. Um die Spritze aufzuziehen, wird das Fläschchen über Kopf gedreht. Während die Spritze in Position gehalten wird, wird der Kolben behutsam nach unten gezogen, um das Arzneimittel bis zur korrekten Markierung an der Spritze aufzuziehen.
  5. Die Spritze wird wieder umgedreht, und die gefüllte Spritze wird mit vorsichtigen Drehbewegungen vom Adapter gelöst (Abb. 2).
  6. Die Spritze wird im Mund des Patienten platziert, und der Kolben wird langsam in die Spritze gedrückt, um das Arzneimittel abzugeben.
  7. Nach dem Gebrauch muss die Kappe wieder auf das Fläschchen gesetzt werden, der Adapter verbleibt an Ort und Stelle.

Die Spritze sollte nach jedem Gebrauch mit Wasser gereinigt werden, und vor der erneuten Verwendung vollständig trocknen.

Nicht verwendete Lösung zum Einnehmen sollte innerhalb von 4 Monaten nach dem ersten Öffnen des Fläschchens entsorgt werden.

Nicht verwendete Arzneimittel oder Abfallmaterialien sind in Übereinstimmung mit den geltenden lokalen Bestimmungen zu entsorgen.

Wie wird Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosis hängt von der Schwere der Krankheit und dem Ansprechen des Patienten ab. Die Dosis sollte abhängig vom Blutdruck, den Kalium- und Natriumspiegeln im Serum und der Plasma- Renin-Aktivität angepasst werden, diese Parameter sollten im Normbereich oder unterhalb der oberen Normwertgrenze (siehe Abschnitt 4.4) liegen.

Es sollte die niedrigste mögliche Dosis angewendet werden, um die Krankheit zu kontrollieren. So bald wie möglich sollte eine allmähliche Dosisreduktion vorgenommen werden.

Substitutionstherapie

Die Kombination von Fludrocrotison Helm mit einem Glucocorticoid wie Hydrocortison oder Cortisol bietet die Möglichkeit, eine optimale Substitution zu erreichen.

Morbus Addison

Die vorgeschlagenen Dosen sind nicht verbindlich; die Behandlung sollte von einem entsprechend geschulten Arzt genau beobachtet und sorgfältig überwacht werden.

Erwachsene:

Die übliche Dosis beträgt 1 ml (0,1 mg) Fludrocortisonacetat pro Tag; aber auch Dosen von 1 ml (0,1 mg) dreimal wöchentlich bis 2 ml (0,2 mg) pro Tag können in Betracht gezogen werden.

Sollte sich während der Anwendung von Fludrocrotison Helm eine vorübergehende Hypertonie entwickeln, sollte die Dosis auf 0,5 ml (0,05 mg) pro Tag reduziert werden. Wenn die Hypertonie unter der Therapie mit der Mindestdosis persistiert, sollte die Behandlung mit Fludrocrotison Helm abgebrochen werden.

Kinder und Jugendliche:

Kinder ab 2 Jahren: eine Dosis von 0,5 ml (0,05 mg) bis 1,5 ml (0,15 mg), die auf 2 ml (0,2 mg) erhöht werden kann (Abschnitt 4.3).

Neugeborene und Kleinkinder unter 2 Jahren: eine Dosis von 0,5 ml (0,05 mg) bis 1,5 ml

(0,15 mg), die auf 2 ml (0,2 mg) erhöht werden kann und in Ausnahmefällen auf 2 bis 3 ml (0,2 bis 0,3 mg) pro Tag.

Ältere Menschen:

Keine spezifischen Dosisempfehlungen (siehe Abschnitt 4.4).

Angeborene Nebennierenrindenhyperplasie (adrenogenitales Salzverlustsyndrom)

Erwachsene:

Die empfohlene Dosis beträgt 1 ml bis 2 ml (0,1 – 0,2 mg) Fludrocortisonacetat pro Tag.

Kinder und Jugendliche:

0,5 ml (0,05 mg) bis 1 ml (0,1 mg) pro Tag.

Schwere orthostatische Hypotonie

Die Dosis sollte abhängig von den Zeichen der orthostatischen Dysregulation und der Verträglichkeit angepasst und während der Behandlung in regelmäßigen Abständen geprüft und ggf. angepasst werden.

Erwachsene:

Im Allgemeinen wird die Behandlung mit 1 ml (0,1 mg) bis 2 ml (0,2 mg) einmal täglich eingeleitet. Die Dosis kann auf 3 ml (0,3 mg) erhöht werden.

Kinder und Jugendliche:

Die Behandlung wird mit 1 ml (0,1 mg) bis 3 ml (0,3 mg) Fludrocortison einmal täglich eingeleitet. Nachdem sich die Symptome verbessert haben, wird die Dosis von 1 ml (0,1 mg) auf 0,5 ml

(0,05 mg) einmal täglich reduziert. Die Wirkungen setzen gewöhnlich nach 2 bis 3 Tagen ein und dauern mehrere Tage nach Beendigung der Therapie an.

Dauer der Behandlung:

Es wird empfohlen, nach einer Behandlungsdauer von 2 Monaten und nach sorgfältiger Beurteilung durch einen entsprechend geschulten Arzt einen Versuch zu unternehmen, das Arzneimittel abzusetzen. In jedem Fall sollte die Behandlungsdauer auf den kürzestmöglichen Zeitraum begrenzt werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen (siehe Abschnitt 6.6)

Überdosierung

Akute Überdosierung

Eine akute einzelne Überdosierung hat im Allgemeinen keine Intoxikation zur Folge. Im Fall einer Überdosierung sollten Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushalts in Betracht gezogen werden: Natrium- und Flüssigkeitsretention, Kaliumverlust und Hypertonie.

Im Fall einer gravierenden Überdosierung müssen die Symptome von Nebenwirkungen überwacht werden, und eine symptomatische Behandlung muss eingeleitet werden, insbesondere bei Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes: Zufuhr von Wasser und Kalium,

Natriumrestriktion; die Überwachung des Plasma-Ionogramms und des Blutdrucks für einen Zeitraum von mindestens 48 Stunden wird empfohlen.

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Welche Nebenwirkungen hat Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

  • Amphotericin-B-Injektion und Wirkstoffe, welche die Kaliumausscheidung steigern: Patienten sollten im Hinblick auf eine Hypokaliämie beobachtet werden.
  • Cholinesterasehemmer: Corticosteroide können die Wirkungen von Cholinesterasehemmern antagonisieren.
  • Orale Antikoagulanzien: Corticosteroide können die Wirksamkeit von oralen Antikoagulanzien steigern oder verringern. Daher sollten Patienten unter gleichzeitiger Therapie mit oralen Antikoagulanzien und Corticosteroiden engmaschig überwacht werden.
  • Antidiabetika: Corticosteroide können den Blutzuckerspiegel erhöhen, daher müssen bei Diabetikern die Glucosespiegel überwacht werden, insbesondere wenn die Therapie mit Corticosteroiden eingeleitet oder abgesetzt oder die Dosis verändert wird.
  • Antihypertensiva einschließlich Diuretika: Corticosteroide antagonisieren die Wirkungen von Antihypertensiva und Diuretika. Der hypokaliämische Effekt von Diuretika einschließlich Acetazolamid wird erhöht.
  • Antituberkulotika: Corticosteroide können die Serumkonzentrationen von Isoniazid verringern.
  • Cyclosporin: Bei gleichzeitiger Anwendung mit Corticosteroiden sollte der Patient auf Zeichen einer erhöhten Toxizität von Cyclosporin überwacht werden.
  • CYP3A-Inhibitoren: Bei gleichzeitiger Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich Produkten, die Cobicistat enthalten, ist ein erhöhtes Risiko für systemische Nebenwirkungen zu erwarten. Diese Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko für systemische Corticosteroid-Nebenwirkungen. In diesem Fall sollten die Patienten auf systemische Corticosteroid-Nebenwirkungen überwacht werden.
  • Digitalisglykoside: Die gleichzeitige Anwendung mit Corticosteroiden kann das Risiko einer Digitalis-Toxizität erhöhen.
  • Orale hormonelle Verhütungsmittel (z. B. Östrogen- und Progestin-Präparate): Die Corticosteroid-Halbwertszeit und -Konzentration kann erhöht und die Clearance kann verringert sein. Die Fludrocortison-Dosis muss eventuell reduziert werden.
  • Leberenzyminduktoren (z. B. Aminoglutethimid, Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin): Bei gleichzeitiger Verabreichung kann die Metabolisierung von Fludrocortisonacetat beschleunigt sein. Patienten sollten sorgfältig im Hinblick auf eine eventuell reduzierte Steroid-Wirkung beobachtet werden, und die Dosis sollte entsprechend angepasst werden.
  • Somatropin : Corticosteroide können den wachstumsfördernden Effekt inhibieren.
  • Ketoconazol: Die Corticosteroid-Clearance kann verringert sein und somit zu einer verstärkten Wirkung führen.
  • Lakritz oder Lakritzextrakte: Diese haben ähnliche Wirkungen wie Mineralocorticoide und können Hypokaliämie, Hypertonie, kardiale Arrhythmie und Myopathien verursachen. Patienten unter Therapie mit Fludrocortison sollten auf den Verzehr von Lakritz und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Lakritzextrakt verzichten.
  • Mifamurtid: Corticosteroide können die therapeutische Wirkung von Mifamurtid verringern. Da Mifamurtid via Stimulierung des Immunsystems wirkt, sollte eine dauerhafte oder routinemäßige Anwendung von Corticosteroiden während der Behandlung mit Mifamurtid vermieden werden.
  • Nichtdepolarisierende Muskelrelaxanzien: Corticosteroide können die blockierende Wirkung (neuromuskuläre Blockade) verringern oder erhöhen.
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSARs): Corticosteroide können die Inzidenz und/oder die Schwere von mit NSARs assoziierten gastrointestinalen Blutungen und Ulzerationen erhöhen. Außerdem können Corticosteroide die Serumspiegel von Salicylaten reduzieren und dadurch ihre Wirksamkeit verringern. Umgekehrt kann das Absetzen der Corticosteroid-Dosis während einer Salicylat-Therapie in hoher Dosierung zu einer Toxizität von Salicylat führen. Aspirin sollte bei Patienten mit Hypoprothrombinämie, die Corticosteroide einnehmen, zurückhaltend angewendet werden.
  • Schilddrüsenmedikamente: Die metabolische Clearance von Adrenocorticoiden ist bei Hypothyreose-Patienten verringert und bei Hyperthyreose-Patienten erhöht. Bei Änderungen des Schilddrüsenstatus dieser Patienten kann eine Anpassung der Adrenocorticoid-Dosis erforderlich sein.
  • Medikamente zur Behandlung von Ulzera (z. B. Carbenoxolon): Diese Arzneimittel können eine Hypokalämie verursachen. Die Fludrocortison-Dosis muss eventuell reduziert werden.
  • Impfstoffe: Es können neurologische Komplikationen auftreten und eine unterdrückte Antikörperantwort ist möglich, wenn Patienten unter Corticosteroid-Therapie eine Impfung erhalten. (Siehe Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung.)

Nebenwirkungen

In den empfohlenen niedrigen Dosen sind die Nebenwirkungen von Fludrocrotison Helm gewöhnlich kein Problem. Die meisten Nebenwirkungen von Fludrocrotison Helm werden durch seine mineralocorticoide Aktivität verursacht.

Die nachstehenden Nebenwirkungen wurden berichtet:

Stoffwechsel- und Nicht bekannt Hypokaliämische Alkalose1,
Ernährungsstörungen   Anorexie2
Psychiatrische Erkrankungen Nicht bekannt Halluzinationen
Erkrankungen des Nervensystems Nicht bekannt Krampfanfälle, Kopfschmerzen,
    Synkope, Dysgeusie
Herzerkrankungen Nicht bekannt Kardiomyopathie1,
    Stauungsinsuffizienz
Gefäßerkrankungen Nicht bekannt Hypertonie1
Erkrankungen des Nicht bekannt Diarrhoe
Gastrointestinaltrakts    
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Nicht bekannt Muskelatrophie,
und Knochenerkrankungen   Muskelschwäche
Allgemeine Erkrankungen und Nicht bekannt Ödem1, erhebliche
Beschwerden am   Gewichtszunahme1
Verabreichungsort    
Untersuchungen Nicht bekannt Kaliumverlust3
Verletzung, Vergiftung und durch Nicht bekannt Überdosierung
Eingriffe bedingte Komplikationen    
Augenerkrankungen Nicht bekannt Verschwommenes Sehen (siehe
    auch Abschnitt 4.4)
  1. Diese Nebenwirkungen können die ersten Symptome einer Überdosierung mit Fludrocrotison Helm sein. Wenn diese Nebenwirkungen bemerkt werden, sollte die Anwendung des Arzneimittels gestoppt werden. Gewöhnlich klingen die Symptome innerhalb von wenigen Tagen nach Absetzen des Arzneimittels ab. Wenn die Behandlung mit Fludrocrotison Helm fortgesetzt werden muss, sollte eine niedrigere Dosis gewählt werden.
  2. Diese Nebenwirkung kann bei längerer Anwendung abklingen.
  3. Bei gravierendem Kaliumverlust kann Muskelschwäche auftreten, sie kann durch Kalium- Supplementierung behandelt werden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Wie ist Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen aufzubewahren?

3 Jahre.

Nach dem ersten Öffnen: Innerhalb von vier Monaten aufbrauchen.

Weitere Informationen zu Fludrocortison Helm 0,1 mg/ml Lösung zum Einnehmen

1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 0,1 mg Fludrocortisonacetat. Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

ZULASSUNGSNUMMER(N)

7002108.00.00

Datum der Erstzulassung: {TT Monat JJJJ}

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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