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Medikamente

Febuxodor 80 mg Filmtabletten

Febuxodor 80 mg Filmtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

BEZEICHNUNG DES ARZNEI- MITTELS Febuxodor® 80 mg Filmtabletten Anwendungsgebiete Febuxodor wird angewendet zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen, die bereits zu Uratablagerun- gen geführt haben (einschließlich eines aus der Krankengeschichte bekannten oder aktuell vorliegenden Gichtknotens und/oder einer Gichtarthritis).

Wirkstoff(e)
Febuxostat
Zulassungsinhaber
TAD Pharma GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
M04AA03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Febuxodor 80 mg Filmtabletten angewendet?

BEZEICHNUNG DES ARZNEI- MITTELS

Febuxodor® 80 mg Filmtabletten

Anwendungsgebiete

Febuxodor wird angewendet zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen, die bereits zu Uratablagerun- gen geführt haben (einschließlich eines aus der Krankengeschichte bekannten oder aktuell vorliegenden Gichtknotens und/oder einer Gichtarthritis).

Febuxodor ist zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt.

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Was ist vor der Einnahme von Febuxodor 80 mg Filmtabletten zu beachten?

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile (siehe auch Abschnitt 4.8).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Wie wird Febuxodor 80 mg Filmtabletten angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene orale Dosis beträgt 80 mg Febuxostat 1 x täglich unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Wenn der Serumharn- säurespiegel nach 2-4 Wochen immer noch > 6 mg/dl (357 μmol/l) beträgt, kann eine Dosiserhöhung auf 120 mg Febuxostat 1 x täglich in Betracht gezogen werden.

Febuxodor wirkt ausreichend schnell, so dass bereits nach 2 Wochen der Serumharn- säurespiegel erneut getestet werden kann. Therapeutisches Ziel ist die dauerhafte Senkung des Serumharnsäurespiegels auf unter 6 mg/dl (357 μmol/l).

Gegen Gichtanfälle wird eine Prophylaxe von mindestens 6 Monaten empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionseinschränkung

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung wurden die Wirksamkeit und Sicherheit bislang nicht vollständig untersucht (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min, siehe Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionseinschränkung ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Leberfunktionseinschränkung

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Febuxostat nicht untersucht (Child-Pugh-Klassifikation C).

Die empfohlene Dosis bei Patienten mit leichter Leberfunktionseinschränkung beträgt 80 mg. Für Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung liegen nur beschränkt Daten vor.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Fe- buxstat bei Kindern unter 18 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung Zum Einnehmen

Febuxodor ist zur oralen Gabe vorgesehen und kann zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon eingenommen werden.

Überdosierung

Patienten mit einer Überdosierung sollten symptomatisch und unterstützend behandelt werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Febuxodor 80 mg Filmtabletten?

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien (4.072 Patienten, die mit mindestens einer Dosis zwischen 10 mg und 300 mg behandelt wurden), in Sicherheitsstudien nach der Zulassung (FAST-Studie: 3001 Probanden, die mindestens mit einer Dosis zwischen 80 mg und 120 mg behandelt wurden) und durch Erfahrungen nach Markteinführung berichtet wurden, sind akute Gichtanfälle, Leberfunktionsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl/Benommenheit, Dyspnoe, Hautausschlag, Pruritus, Arthralgie, Myalgie, Schmerzen in einer Extremität, Ödeme und Abgeschlagenheit. Diese Nebenwirkungen waren vorwiegend leicht oder mittelschwer. Seltene schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Febuxostat, einige davon im Zusammenhang mit systemischen Symptomen, und seltene Fälle plötzlichen Herztods traten nach Markteinführung auf.

Tabellarische Übersicht der Nebenwirkungen

Häufige (≥1/100 bis <1/10), gelegentliche (≥1/1.000 bis <1/100) und seltene (≥1/10.000 bis <1/1.000) Nebenwirkungen, die bei mit Febuxostat behandelten Patienten auftraten, sind nachfolgend aufgeführt.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Tabelle 1: Nebenwirkungen (aus kombinierten Studien der Phase 3, Langzeit-Verlängerungsstudien, Sicherheitsstudien nach der Zulassung und Erfahrungen nach Markteinführung)

Erkrankungen des Blutes und des Selten
Lymphsystems Panzytopenie, Thrombozytopenie, Agranulozytose*, Anämie#
Erkrankungen des Immunsystems Selten
  anaphylaktische Reaktion*, Arzneimittelüberempfindlichkeit*
Endokrine Erkrankungen Gelegentlich
  Thyreotropin im Blut erhöht, Hypothyreose#
Augenerkrankungen Gelegentlich
  verschwommenes Sehen
  Selten
  Verschluss einer Netzhautarterie#
        Fachinformation
        Febuxodor® 80 mg Filmtabletten
           
  Stoffwechsel- und Ernährungsstörun- Häufig***  
  gen     Akute Gichtanfälle  
        Gelegentlich  
        Diabetes mellitus, Hyperlipidämie, verminderter Appetit, Gewichtszunahme  
        Selten  
        Gewichtsabnahme, gesteigerter Appetit, Anorexie  
  Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich  
        Verminderte Libido, Schlaflosigkeit  
        Selten  
        Nervosität, depressive Verstimmung#, Schlafstörung#  
  Erkrankungen des Nervensystems Häufig  
        Kopfschmerzen, Schwindelgefühl/Benommenheit  
        Gelegentlich  
        Parästhesie, Hemiparese, Lethargie#, Somnolenz, Geschmacksveränderung, Hy-  
        poästhesie, Hyposmie  
        Selten  
        Ageusie#, Brennen#  
  Erkrankungen des Ohrs und des Laby- Gelegentlich  
  rinths     Tinnitus  
        Selten  
        Schwindel#  
  Herzerkrankungen   Gelegentlich  
        Vorhofflimmern, Palpitationen, EKG anomal, Arrhythmie#  
        Selten  
        plötzlicher Herztod*  
  Gefäßerkrankungen   Gelegentlich  
        Hypertonie, Flush, Hitzewallungen  
        Selten  
        Kreislaufkollaps#  
  Erkrankungen der Atemwege, des Häufig  
  Brustraums und Mediastinums Dyspnoe  
        Gelegentlich  
        Bronchitis, Infektionen der oberen Atemwege, Infektionen der unteren Atem-  
        wege#, Husten, Rhinorrhö#  
        Selten  
        Pneumonie#  
  Erkrankungen des Gastrointestinal- Häufig  
  trakts     Durchfall**, Übelkeit  
        Gelegentlich  
        Bauchschmerzen, Schmerzen im Oberbauch#, aufgetriebener Bauch, gastroöso-  
        phageale Refluxkrankheit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Verstop-  
        fung, hohe Stuhlfrequenz, Flatulenz, gastrointestinale Beschwerden, Mundulze-  
        ration, Schwellung der Lippen#, Pankreatitis  
        Selten  
        Gastrointestinale Perforation#, Stomatitis  
  Leber- und Gallenerkrankungen Häufig  
        Leberfunktionsstörungen**  
        Gelegentlich  
        Cholelithiasis  
        Selten  
        Hepatitis, Ikterus*, Leberschädigung*, Cholezystitis#  
      Fachinformation
      Febuxodor® 80 mg Filmtabletten
         
  Erkrankungen der Haut und des Un- Häufig  
  terhautzellgewebes   Hautausschlag (darunter verschiedene Arten von Hautausschlag, die mit geringe-  
      rer Häufigkeit berichtet wurden, siehe unten), Pruritus  
      Gelegentlich  
      Dermatitis, Urtikaria, Hautverfärbung, Hautläsion, Petechien, fleckiger Aus-  
      schlag, makulo-papulöser Ausschlag, papulöser Ausschlag, Hyperhidrose, Al-  
      opezie, Ekzem#, Erythem, nächtliche Schweißausbrüche#, Psoriasis#, Ausschlag  
      mit Juckreiz#  
      Selten  
      Toxische epidermale Nekrolyse*, Stevens-Johnson-Syndrom*, Angioödem*,  
      Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen*, generali-  
      sierter Hautausschlag (schwerwiegend)*, schuppiger Ausschlag, follikulärer  
      Ausschlag, blasiger Hautausschlag, pustulöser Ausschlag, roter konfluierender  
      Ausschlag, masernförmiger Ausschlag  
  Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Häufig  
  und Knochenerkrankungen Arthralgie, Myalgie, Schmerzen in einer Extremität#  
      Gelegentlich  
      Arthritis, Schmerzen des Stütz- und Halteapparats, Muskelschwäche, Muskel-  
      krampf, Muskelspannung, Bursitis, Gelenkschwellung#, Rückenschmerzen, mus-  
      koloskelettale Steifigkeit#, Gelenksteife  
      Selten  
      Rhabdomyolyse*, Rotatorensyndrom der Schulter#, Polymyalgia rheumatica#  
  Erkrankungen der Nieren und Harn- Gelegentlich  
  wege   Nierenversagen, Nephrolithiasis, Hämaturie, Pollakisurie, Proteinurie, Harn-  
      drang, Harnwegsinfektion#  
      Selten  
      tubulo-interstitielle Nephritis*  
  Erkrankungen der Geschlechtsorgane Gelegentlich  
  und der Brustdrüse   Erektile Dysfunktion  
  Allgemeine Erkrankungen und Be- Häufig  
  schwerden am Verabreichungsort Ödem, Abgeschlagenheit  
      Gelegentlich  
      Brustkorbschmerz, Brustkorbbeschwerden, Schmerzen#, Unwohlsein#  
      Selten  
      Durst, Wärmegefühl#  
  Untersuchungen   Gelegentlich  
      Erhöhung der Amylase im Blut, Rückgang der Thrombozytenzahl, Rückgang der  
      Leukozytenzahl im Blut, Rückgang der Lymphozytenzahl im Blut, Erhöhung des  
      Kreatins im Blut, Erhöhung des Kreatinins im Blut, Rückgang des Hämoglobins,  
      Erhöhung des Blutharnstoffs, Erhöhung der Triglyzeride im Blut, Erhöhung des  
      Cholesterins im Blut, Abnahme des Hämatokrits, Erhöhung der Laktatdehydro-  
      genase im Blut, Erhöhung des Kaliums im Blut, INR erhöht#  
      Selten  
      Erhöhung des Blutzuckers, Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplas-  
      tinzeit, Erniedrigung der Erythrozytenzahl, Erhöhung der alkalischen Phospha-  
      tase im Blut, Kreatinphosphokinase im Blut erhöht*  
  Verletzung, Vergiftung und durch Gelegentlich  
  Eingriffe bedingte Komplikationen Kontusion#  
         
  • Nebenwirkungen, die aus Erfahrungen nach Markteinführung stammen
  • Im Zusammenhang mit der Behandlung auftretender nicht-infektiöser Durchfall und erhöhte Leberfunktionswerte in der kombinierten Auswertung der Phase-3-Studien sind häufiger bei Patienten, die gleichzeitig mit Colchicin behandelt werden.
  • Siehe Abschnitt 5.1 bezüglich der Inzidenzen von akuten Gichtanfällen in den individuellen randomisierten kontrollierten Phase- 3-Studien

# Nebenwirkungen, die aus Sicherheitsstudien nach der Zulassung stammen

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkun- Nekrolyse und anaphylaktische Reaktio-
gen nen/Schock. Stevens-Johnson-Syndrom und
Nach Markteinführung traten selten schwer- toxische epidermale Nekrolyse sind gekenn-
wiegende Überempfindlichkeitsreaktionen zeichnet durch fortschreitende Hautaus-
gegenüber Febuxostat auf, darunter Stevens- schläge in Verbindung mit Blasen, Schleim-
Johnson-Syndrom, toxische epidermale  

hautläsionen und Augenreizung. Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Febuxostat können mit den folgenden Symptomen einhergehen: Hautreaktionen, die durch eine infiltrierte makulo-papulöse Eruption cha-

rakterisiert sind, generalisierte oder exfoliative Ausschläge, sowie Hautläsionen, Gesichtsödem, Fieber, hämatologische Anomalien wie Thrombozytopenie und Eosinophilie, und Einzel- oder Multiorganbeteili- gung (Leber und Nieren, einschließlich tu- bulo-interstitieller Nephritis) (siehe Abschnitt 4.4).

Akute Gichtanfälle wurden häufig kurz nach Beginn der Therapie und während der ersten Monate beobachtet. Danach nimmt die Häufigkeit von akuten Gichtanfällen mit zunehmender Dauer der Behandlung ab. Eine Prophylaxe für akute Gichtanfälle wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Weitere Informationen zu Febuxodor 80 mg Filmtabletten

QUALITATIVE UND QUANTITATI- VE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 80 mg Febuxostat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Filmtablette enthält 72,68 mg Lactose (als Monohydrat) und 1,75 mg (0,076 mmol) Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Bei Patienten mit bestehenden schweren kardiovaskulären Erkrankungen (z. B. Myokardinfarkt, Schlaganfall oder instabile Angina pectoris) wurde während der Entwicklungsphase des Arzneimittels und in einer Studie nach Erteilung der Zulassung (CARES) eine höhere Anzahl von tödlichen kardiovaskulären Ereignissen unter Febuxostat im Vergleich zu Allopurinol beobachtet.

In einer weiteren Studie nach Erteilung der Zulassung (FAST) war Febuxostat in Bezug auf die Inzidenz tödlicher und nicht-tödlicher kardiovaskulärer Ereignisse Allopurinol jedoch nicht unterlegen.

Die Behandlung dieser Patientengruppe sollte mit Vorsicht erfolgen und diese Patienten sollten regelmäßig überwacht werden. Weitere Einzelheiten zur kardiovaskulären Sicherheit von Febuxostat sind in Abschnitt 4.8 und Abschnitt 5.1 zu finden.

Arzneimittelallergie/ Arzneimittelüberempfindlichkeit

Nach Markteinführung wurde selten über schwerwiegende allergische Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, darunter das lebensbedrohliche Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und akute anaphylaktische Reaktionen/Schock. In den meisten Fällen traten diese Reaktionen während des ersten Monats der Therapie mit Febuxostat auf. Einige, aber nicht alle dieser Patienten berichteten über Nierenfunktionseinschränkungen und/oder vorangegangene Überempfindlichkeit gegen Allopurinol. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), waren in einigen Fällen mit Fieber, hämatologischer, renaler oder hepatischer Beteiligung verbunden.

Die Anzeichen und Symptome von allergischen Reaktionen/ Überempfindlichkeitsreaktionen sollten Patienten mitgeteilt werden, außerdem sollten Patienten auf solche Symptome hin streng überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8). Die Febuxostat-Behandlung sollte beim Auftreten von allergischen Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson- Syndrom, sofort abgebrochen werden, da ein frühes Absetzen mit einer besseren Prognose assoziiert wird. Wenn beim Patienten allergische Reaktionen/ Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Stevens- Johnson-Syndrom und einer akuten anaphylaktischen Reaktion/Schock, aufgetreten sind, darf die Febuxostat-Behandlung bei diesem Patienten zu keinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Akute Gichtanfälle (Gichtschub)

Mit der Febuxostat-Behandlung sollte erst nach vollständigem Abklingen des akuten Gichtanfalls begonnen werden. Während des Behandlungsbeginns kann es zu einem akuten Gichtanfall kommen, weil durch die Senkung des Serumharnsäurespiegels zunächst Harnsäureablagerungen im Gewebe mobilisiert werden können (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1). Bei Beginn der Febuxostat-Behandlung wird daher eine Anfallsprophylaxe mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum/Antiphlogistikum (NSAR) oder mit Colchicin über mindestens 6 Monate empfohlen (siehe Abschnitt 4.2). Wenn es während der Febuxostat-Behandlung zu einem akuten Gichtanfall kommt, darf die Behandlung nicht abgesetzt werden. Der Gichtanfall sollte mit einer individuell auf den Patienten zugeschnittenen Begleittherapie behandelt werden. Die kontinuierliche Weiterbehandlung mit Febuxostat senkt die Häufigkeit und Intensität von Gichtanfällen.

Xanthinablagerung

Bei Patienten mit stark erhöhter Harnsäure- bildungsrate (z. B. bei malignen Erkrankungen und deren Behandlung, Lesch-Nyhan- Syndrom) kann die absolute Konzentration von Xanthin im Urin in seltenen Fällen so weit ansteigen, dass es zu einer Ablagerung im Harntrakt kommt. Da zu Febuxostat keine Erfahrungen vorliegen, wird dessen Anwendung in diesen Patientengruppen nicht empfohlen.

Mercaptopurin/Azathioprin

Die Anwendung von Febuxostat wird nicht empfohlen bei Patienten, die gleichzeitig mit Mercaptopurin/Azathioprin behandelt werden, da die Hemmung der Xanthinoxidase durch Febuxostat erhöhte Plasmakonzentrationen von Mercaptopurin/Azathioprin verursachen kann, die zu einer schweren Toxizität führen könnten. Kann die Kombination nicht vermieden werden, wird eine Reduktion der Dosis von Mercaptopurin/Azathioprin auf 20 % oder weniger der zuvor verordneten Dosis empfohlen, um mögliche hämatologische Wirkungen zu vermeiden (siehe Abschnitte 4.5 und 5.3).

Die Patienten müssen engmaschig überwacht werden und die Dosis von Mercaptopurin/Azathioprin sollte anschließend auf Grundlage der Bewertung der therapeutischen Wirkung und des Auftretens eventueller toxischer Wirkungen angepasst werden.

Organtransplantatempfänger

Da es bei Organtransplantatempfängern keine Erfahrungen gibt, wird die Anwendung von Febuxostat in dieser Patientengruppe nicht empfohlen (siehe Abschnitt 5.1).

Theophyllin

Die Verabreichung von 80 mg Febuxostat zusammen mit einer Einzeldosis von 400 mg Theophyllin an gesunde Probanden führte zu keinen pharmakokinetischen Interaktionen (siehe Abschnitt 4.5). 80 mg Febuxostat können bei Patienten, die gleichzeitig Theophyllin erhalten, ohne das Risiko eines Anstiegs der Theophyllinplasmaspiegel angewendet werden. Für 120 mg Febuxostat liegen keine Daten vor.

Lebererkrankungen

In der kombinierten Auswertung der klinischen Studien der Phase 3 wurden leichte Erhöhungen der Leberfunktionswerte bei mit Febuxostat behandelten Patienten beobachtet (5,0 %). Es wird daher empfohlen, vor Beginn der Febuxostat-Behandlung und im weiteren Verlauf je nach klinischem Befund einen Leberfunktionstest durchzuführen (siehe Abschnitt 5.1).

Schilddrüsenerkrankungen

Erhöhte TSH-Werte (> 5,5μIE/ml) wurden bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit Febuxostat (5,5 %) in offenen Langzeit-Ver- längerungsstudien beobachtet. Vorsicht ist geboten, wenn Febuxostat bei Patienten mit veränderter Schilddrüsenfunktion zur Anwendung kommen soll (siehe Abschnitt 5.1).

Lactose

Febuxostat enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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