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Medikamente

Febuxodor 120 mg Filmtabletten

Febuxodor 120 mg Filmtabletten
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

BEZEICHNUNG DES ARZNEI- MITTELS Febuxodor® 120 mg Filmtabletten Anwendungsgebiete Febuxodor wird angewendet zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen, die bereits zu Uratablagerun- gen geführt haben (einschließlich eines aus der Krankengeschichte bekannten oder aktuell vorliegenden Gichtknotens und/oder einer Gichtarthritis).

Wirkstoff(e)
Febuxostat
Zulassungsinhaber
TAD Pharma GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
M04AA03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Febuxodor 120 mg Filmtabletten angewendet?

BEZEICHNUNG DES ARZNEI- MITTELS

Febuxodor® 120 mg Filmtabletten

Anwendungsgebiete

Febuxodor wird angewendet zur Behandlung der chronischen Hyperurikämie bei Erkrankungen, die bereits zu Uratablagerun- gen geführt haben (einschließlich eines aus der Krankengeschichte bekannten oder aktuell vorliegenden Gichtknotens und/oder einer Gichtarthritis).

Febuxodor wird angewendet zur Vorbeugung und Behandlung einer Hyperurikämie bei erwachsenen Patienten mit hämatologischen Malignomen, die sich einer Chemotherapie mit einem mittleren bis hohen Risiko für ein Tumorlyse-Syndrom (TLS) unterziehen.

Febuxodor ist zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt.

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Was ist vor der Einnahme von Febuxodor 120 mg Filmtabletten zu beachten?

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile (siehe auch Abschnitt 4.8).

Wie wird Febuxodor 120 mg Filmtabletten angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Gicht:

Die empfohlene orale Dosis beträgt 80 mg Febuxostat 1 x täglich unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Wenn der Serumharn- säurespiegel nach 2-4 Wochen immer noch > 6 mg/dl (357 μmol/l) beträgt, kann eine Dosiserhöhung auf 120 mg Febuxostat 1 x täglich in Betracht gezogen werden.

Febuxodor wirkt ausreichend schnell, so dass bereits nach 2 Wochen der Serumharn- säurespiegel erneut getestet werden kann.

Therapeutisches Ziel ist die dauerhafte Senkung des Serumharnsäurespiegels auf unter 6 mg/dl (357 μmol/l).

Gegen Gichtanfälle wird eine Prophylaxe von mindestens 6 Monaten empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Tumorlysesyndrom:

Die empfohlene orale Dosis beträgt 120 mg Febuxostat 1 x täglich unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Die Behandlung mit Febuxodor sollte zwei Tage vor der zytotoxischen Therapie begonnen und mindestens 7 Tage fortgeführt werden. Die Behandlung kann abhängig von der Dauer der Chemotherapie je nach ärztlicher Einschätzung auch auf bis zu 9 Tage verlängert werden.

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionseinschränkung

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung wurden die Wirksamkeit und Sicherheit bislang nicht vollständig untersucht (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min, siehe Abschnitt 5.2).

Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionseinschränkung ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Leberfunktionseinschränkung

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionseinschränkung wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Febuxostat nicht untersucht (Child-Pugh-Klassifikation C).

Die empfohlene Dosis bei Patienten mit leichter Leberfunktionseinschränkung beträgt 80 mg. Für Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung liegen nur beschränkt Daten vor.

Tumorlyse-Syndrom:

In der Phase-3-Zulassungsstudie (FLORENCE) waren nur Probanden mit schwerer Leberfunktionseinschränkung von der Teilnahme ausgeschlossen. Bei den ein- geschlossenen Patienten war keine Dosisanpassung aufgrund der Leberfunktion erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Febuxostat bei Kindern unter 18 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung Zum Einnehmen

Febuxodor ist zur oralen Gabe vorgesehen und kann zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon eingenommen werden.

Überdosierung

Patienten mit einer Überdosierung sollten symptomatisch und unterstützend behandelt werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Febuxodor 120 mg Filmtabletten?

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die bei Gichtpatienten häufigsten Nebenwirkungen, die in in klinischen Studien (4.072 Patienten, die mit mindestens einer Dosis zwischen 10 mg und 300 mg behandelt wurden), in Sicherheitsstudien nach der Zulassung (FAST-Studie: 3001 Probanden, die mindestens mit einer Dosis zwischen 80 mg und 120 mg behandelt wurden) und durch Erfahrungen nach Markteinführung berichtet wurden, sind akute Gichtanfälle, Leberfunktionsstörungen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl/Benommenheit, Dyspnoe, Hautausschlag, Pruritus, Arthralgie, Myalgie, Schmerzen in einer Extremität, Ödeme und Abgschlagen- heit. Diese Nebenwirkungen waren vorwiegend leicht oder mittelschwer. Seltene schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Febuxostat, einige davon im Zusammenhang mit systemischen Symptomen, und seltene Fälle plötzlichen Herz- tods traten nach Markteinführung auf.

Tabellarische Übersicht der Nebenwirkungen

Häufige (≥1/100 bis <1/10), gelegentliche (≥1/1.000 bis <1/100) und seltene (≥1/10.000 bis <1/1.000) Nebenwirkungen, die bei mit Febuxostat behandelten Patienten auftraten, sind nachfolgend aufgeführt.

Die Häufigkeiten basieren auf Studien und Erfahrungen nach Markteinführung bei Gichtpatienten.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Tabelle 1: Nebenwirkungen (aus kombinierten Studien der Phase 3, Langzeit-Verlängerungsstudien, Sicherheitsstudien nach der Zulassung und Erfahrungen nach Markteinführung bei Gichtpatienten)

Erkrankungen des Blutes und des Selten
Lymphsystems Panzytopenie, Thrombozytopenie, Agranulozytose*, Anämie#
Erkrankungen des Immunsystems Selten
  anaphylaktische Reaktion*, Arzneimittelüberempfindlichkeit*
Endokrine Erkrankungen Gelegentlich
  Thyreotropin im Blut erhöht, Hypothyreose#
Augenerkrankungen Gelegentlich
  verschwommenes Sehen
  Selten
  Verschluss einer Netzhautarterie#
Stoffwechsel- und Ernährungsstörun- Häufig***
gen Akute Gichtanfälle
  Gelegentlich
  Diabetes mellitus, Hyperlipidämie, verminderter Appetit, Gewichtszunahme
  Selten
  Gewichtsabnahme, gesteigerter Appetit, Anorexie
Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich
  Verminderte Libido, Schlaflosigkeit
  Selten
  Nervosität, depressive Verstimmung#, Schlafstörung#
Erkrankungen des Nervensystems Häufig
  Kopfschmerzen, Schwindelgefühl/Benommenheit
  Gelegentlich
  Parästhesie, Hemiparese, Somnolenz, Lethargie#, Geschmacksveränderung, Hy-
  poästhesie, Hyposmie
  Selten
  Ageusie#, Brennen#
Erkrankungen des Ohrs und des Laby- Gelegentlich
rinths Tinnitus
  Selten
  Schwindel#
Herzerkrankungen Gelegentlich
  Vorhofflimmern, Palpitationen, EKG anomal, Arrhythmie#, Linksschenkelblock
  (siehe Abschnitt Tumorlyse-Syndrom), Sinustachykardie (siehe Abschnitt Tumor-
  lyse-Syndrom)
  Selten
  plötzlicher Herztod*
Gefäßerkrankungen Gelegentlich
  Hypertonie, Flush, Hitzewallungen, Blutung (siehe Abschnitt Tumorlyse-Syn-
  drom)
  Selten
  Kreislaufkollaps#
Erkrankungen der Atemwege, des Häufig
Brustraums und Mediastinums Dyspnoe
  Gelegentlich
  Bronchitis, Infektionen der oberen Atemwege, Infektionen der unteren Atem-
  wege#, Husten, Rhinorrhö#
  Selten
  Pneumonie#
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Häufig
  Durchfall**, Übelkeit
  Gelegentlich
  Bauchschmerzen, Schmerzen im Oberbauch#, aufgetriebener Bauch, gastroöso-
  phageale Refluxkrankheit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Verstopfung,
  hohe Stuhlfrequenz, Flatulenz, gastrointestinale Beschwerden, Mundulzeration,
  Schwellung der Lippen#, Pankreatitis
  Selten
  Gastrointestinale Perforation#, Stomatitis#
Leber- und Gallenerkrankungen Häufig
  Leberfunktionsstörungen**
  Gelegentlich
  Cholelithiasis
 
    Fachinformation
    Febuxodor® 120 mg Filmtabletten
       
    Selten  
    Hepatitis, Ikterus*, Leberschädigung*, Cholezystitis#  
  Erkrankungen der Haut und des Unter- Häufig  
  hautzellgewebes Hautausschlag (darunter verschiedene Arten von Hautausschlag, die mit geringerer  
    Häufigkeit berichtet wurden, siehe unten), Pruritus  
    Gelegentlich  
    Dermatitis, Urtikaria, Hautverfärbung, Hautläsion, Petechien, fleckiger Ausschlag,  
    Hyperhidrose, Alopezie, Ekzem#, Erythem, nächtliche Schweißausbrüche#, Pso-  
    riasis#, Ausschlag mit Juckreiz# makulo-papulöser Ausschlag, papulöser Aus-  
    schlag  
    Selten  
    Toxische epidermale Nekrolyse*, Stevens-Johnson-Syndrom*, Angioödem*, Arz-  
    neimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen*, generalisierter  
    Hautausschlag (schwerwiegend)*, schuppiger Ausschlag, follikulärer Ausschlag,  
    blasiger Hautausschlag, pustulöser Ausschlag, roter konfluierender Ausschlag, ma-  
    sernförmiger Ausschlag  
  Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Häufig  
  Knochenerkrankungen Arthralgie, Myalgie, Schmerzen in einer Extremität#  
    Gelegentlich  
    Arthritis, Schmerzen des Stütz- und Halteapparats, Muskelschwäche, Muskel-  
    krampf, Muskelspannung, Bursitis, Gelenkschwellung#, Rückenschmerzen#, mus-  
    kuloskelettale Steifigkeit#, Gelenksteife  
    Selten  
    Rhabdomyolyse*, Rotatorensyndrom der Schulter#, Polymyalgia rheumatica#  
  Erkrankungen der Nieren und Harn- Gelegentlich  
  wege Nierenversagen, Nephrolithiasis, Hämaturie, Pollakisurie, Proteinurie, Harndrang,  
    Harnwegsinfektion#  
    Selten  
    tubulo-interstitielle Nephritis*  
  Erkrankungen der Geschlechtsorgane Gelegentlich  
  und der Brustdrüse Erektile Dysfunktion  
  Allgemeine Erkrankungen und Be- Häufig  
  schwerden am Verabreichungsort Ödem, Abgeschlagenheit  
    Gelegentlich  
    Brustkorbschmerz, Brustkorbbeschwerden, Schmerzen#, Unwohlsein#  
    Selten  
    Durst, Wärmegefühl#  
  Untersuchungen Gelegentlich  
    Erhöhung der Amylase im Blut, Rückgang der Thrombozytenzahl, Rückgang der  
    Leukozytenzahl im Blut, Rückgang der Lymphozytenzahl im Blut, Erhöhung des  
    Kreatins im Blut, Erhöhung des Kreatinins im Blut, Rückgang des Hämoglobins,  
    Erhöhung des Blutharnstoffs, Erhöhung der Triglyzeride im Blut, Erhöhung des  
    Cholesterins im Blut, Abnahme des Hämatokrits, Erhöhung der Laktatdehydro-  
    genase im Blut, Erhöhung des Kaliums im Blut, INR erhöht#  
    Selten  
    Erhöhung des Blutzuckers, Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplas-  
    tinzeit, Erniedrigung der Erythrozytenzahl, Erhöhung der alkalischen Phosphatase  
    im Blut, Kreatinphosphokinase im Blut erhöht*  
  Verletzung, Vergiftung und durch Ein- Gelegentlich  
  griffe bedingte Komplikationen Kontusion#  
  • Nebenwirkungen, die aus Erfahrungen nach Markteinführung stammen
  • Im Zusammenhang mit der Behandlung auftretender nicht-infektiöser Durchfall und erhöhte Leberfunktionswerte in der kombinierten Auswertung der Phase-3-Studien sind häufiger bei Patienten, die gleichzeitig mit Colchicin behandelt werden.
  • Siehe Abschnitt 5.1 bezüglich der Inzidenzen von akuten Gichtanfällen in den individuellen randomisierten kontrollierten Phase- 3-Studien
    # Nebenwirkungen, die aus Sicherheitsstudien nach der Zulassung stammen

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Nach Markteinführung traten selten schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Febuxostat auf, darunter Stevens- Johnson-Syndrom, toxische epidermale

Nekrolyse und anaphylaktische Reaktionen/Schock. Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse sind gekennzeichnet durch fortschreitende Hautausschläge in Verbindung mit Blasen, Schleim-

hautläsionen und Augenreizung. Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Febuxostat können mit den folgenden Symptomen einhergehen: Hautreaktionen, die durch eine infiltrierte makulo-papulöse Eruption cha-

rakterisiert sind, generalisierte oder exfoliative Ausschläge, sowie Hautläsionen, Gesichtsödem, Fieber, hämatologische Anomalien wie Thrombozytopenie und Eosinophilie, und Einzel- oder Multiorganbeteili- gung (Leber und Nieren, einschließlich tu- bulo-interstitieller Nephritis) (siehe Abschnitt 4.4).

Akute Gichtanfälle wurden häufig kurz nach Beginn der Therapie und während der ersten Monate beobachtet. Danach nimmt die Häufigkeit von akuten Gichtanfällen mit zunehmender Dauer der Behandlung ab. Eine Prophylaxe für akute Gichtanfälle wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).

Tumorlyse-Syndrom

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

In der randomisierten, doppelblinden Phase- 3-Zulassungsstudie FLORENCE (FLO-01), welche Febuxostat mit Allopurinol bei 346 Patienten mit hämatologischen Malignomen verglich, die sich einer Chemotherapie mit einem mittleren bis hohen Risiko für ein Tumorlyse-Syndrom (TLS) unterzogen, traten nur bei insgesamt 22 Patienten (6,4%) Nebenwirkungen auf, nämlich 11 (6,4 %) Patienten in jeder Behandlungsgruppe. Die Mehrzahl der Nebenwirkungen war leicht bis mäßig.

Insgesamt zeigte die FLORENCE-Studie zusätzlich zu den bisherigen Erfahrungen mit Febuxostat bei Gicht keinerlei besondere Sicherheitsbedenken auf, mit Ausnahme der folgenden drei Nebenwirkungen (ebenfalls in Tabelle 1 oben aufgeführt).

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Linksschenkelblock, Sinustachykardie

Gefäßerkrankungen

Gelegentlich: Blutung

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Weitere Informationen zu Febuxodor 120 mg Filmtabletten

QUALITATIVE UND QUANTITATI- VE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 120 mg Febuxos-

tat.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Filmtablette enthält 109,02 mg Lactose (als Monohydrat) und 2,63 mg (0,114 mmol) Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Behandlung der chronischen Hyperurikämie

Bei Patienten mit bestehenden schweren kardiovaskulären Erkrankungen (z. B. Myokardinfarkt, Schlaganfall oder instabile Angina pectoris) wurde während der Entwicklungsphase des Arzneimittels und in einer Studie nach Erteilung der Zulassung (CARES) eine höhere Anzahl von tödlichen kardiovaskulären Ereignissen unter Febuxostat im Vergleich zu Allopurinol beobachtet.

In einer weiteren Studie nach Erteilung der Zulassung (FAST) war Febuxostat in Bezug auf die Inzidenz tödlicher und nicht-tödlicher kardiovaskulärer Ereignisse Allopurinol jedoch nicht unterlegen.

Die Behandlung dieser Patientengruppe sollte mit Vorsicht erfolgen und diese Patienten sollten regelmäßig überwacht werden. Weitere Einzelheiten zur kardiovaskulären Sicherheit von Febuxostat sind in Abschnitt 4.8 und Abschnitt 5.1 zu finden.

Vorbeugung und Behandlung von Hyperurikämie bei Patienten mit einem TLS-Risiko

Patienten mit hämatologischen Malignomen, die sich einer Chemotherapie mit einem mittleren bis hohen Risiko für ein Tumorlyse-Syndrom unterziehen und mit Febuxostat behandelt werden, sollten wenn klinisch erforderlich bezüglich ihrer Herzfunktion überwacht werden.

Arzneimittelallergie/Arzneimittelüberempfindlichkeit

Nach Markteinführung wurde selten über schwerwiegende allergische Reaktionen/Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, darunter das lebensbedrohliche Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und akute anaphylaktische Reaktionen/Schock. In den meisten Fällen traten diese Reaktionen während des ersten Monats der Therapie mit Febuxostat auf. Einige, aber nicht alle dieser Patienten berichteten über Nierenfunktionseinschränkungen und/oder vorangegangene Überempfindlichkeit gegen Allopurinol. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), waren in einigen Fällen mit Fieber, hämatologischer, renaler oder hepatischer Beteiligung verbunden.

Febuxodor®

120 mg Filmtabletten

Die Anzeichen und Symptome von allergi- durch Febuxostat erhöhte Plasmakonzentra-  
schen Reaktionen/ Überempfindlichkeitsre- tionen von Mercaptopurin/Azathioprin ver- Natrium
aktionen sollten Patienten mitgeteilt werden, ursachen kann, die zu einer schweren Toxi- Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1
außerdem sollten Patienten auf solche zität führen könnten. mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es
Symptome hin streng überwacht werden Kann die Kombination nicht vermieden ist nahezu „natriumfrei“.
(siehe Abschnitt 4.8). Die Febuxostat-Be- werden, wird eine Reduktion der Dosis von  
handlung sollte beim Auftreten von allergi- Mercaptopurin/Azathioprin auf 20 % oder 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-
schen Reaktionen/ Überempfindlichkeitsre- weniger der zuvor verordneten Dosis redu- neimitteln und sonstige Wechselwirkun-
aktionen, einschließlich Stevens-Johnson- ziert empfohlen, um mögliche hämatologi- gen
Syndrom, sofort abgebrochen werden, da sche Wirkungen zu vermeiden (siehe Ab- Mercaptopurin/Azathioprin
ein frühes Absetzen mit einer besseren Prog- schnitte 4.5 und 5.3). Angesichts der Wirkungsweise von Fe-
nose assoziiert wird. Wenn beim Patienten     buxostat auf die XO-Hemmung wird die
allergische Reaktionen/ Überempfindlich- Die Patienten müssen engmaschig über- gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen.
keitsreaktionen, einschließlich Stevens- wacht werden und die Dosis von Mercap- Die Hemmung der XO durch Febuxostat
Johnson-Syndrom und einer akuten anaphy- topurin/Azathioprin sollte anschließend auf kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen
laktischen Reaktion/Schock, aufgetreten Grundlage der Bewertung der therapeuti- der beiden Arzneistoffe und somit zu mye-
sind, darf die Febuxostatbehandlung bei die- schen Wirkung und des Auftretens eventuel- lotoxischen Wirkungen führen.
sem Patienten zu keinem Zeitpunkt wieder ler toxischer Wirkungen angepasst werden. Bei gleichzeitiger Anwendung von Fe-
aufgenommen werden.       buxostat sollte die Dosis von Mercaptopu-
      Organtransplantatempfänger rin/Azathioprin auf 20 % oder weniger der
Akute Gichtanfälle (Gichtschub)   Da es bei Organtransplantatempfängern zuvor verordneten Dosis reduziert werden
Mit der Febuxostatbehandlung sollte erst keine Erfahrungen gibt, wird die Anwen- (siehe Abschnitte 4.4 und 5.3).
nach vollständigem Abklingen des akuten dung von Febuxostat in dieser Patienten- Die Dosisanpassung, welche auf Basis einer
Gichtanfalls begonnen werden. Während gruppe nicht empfohlen (siehe Abschnitt Modellierungs- und Simulationsanalyse von
des Behandlungsbeginns kann es zu einem 5.1).   Daten aus einer präklinischen Studie an Rat-
akuten Gichtanfall kommen, weil durch die     ten vorgeschlagen wurde, ist durch die Er-
Senkung des Serumharnsäurespiegels zu- Theophyllin   eignisse einer klinischen Arzneimittelwech-
nächst Harnsäureablagerungen im Gewebe Die Verabreichung von 80 mg Febuxostat selwirkungsstudie an gesunden Probanden,
mobilisiert werden können (siehe Ab- zusammen mit einer Einzeldosis von 400 mg die 100 mg Azathioprin allein bzw. eine re-
schnitte 4.8 und 5.1). Bei Beginn der Fe- Theophyllin an gesunde Probanden führte duzierte Dosis von Azathioprin (25 mg) in
buxostat-Behandlung wird daher eine An- zu keinen pharmakokinetischen Interaktio- Kombination mit Febuxostat (40 mg oder
fallsprophylaxe mit einem nichtsteroidalen nen (siehe Abschnitt 4.5). 80 mg Febuxostat 120 mg) erhielten, als geeignet bestätigt
Antirheumatikum/Antiphlogistikum können bei Patienten, die gleichzeitig Theo- worden.
(NSAR) oder mit Colchicin über mindestens phyllin erhalten, ohne das Risiko eines An-  
6 Monate empfohlen (siehe Abschnitt 4.2). stiegs der Theophyllinplasmaspiegel ange- Wechselwirkungsstudien zu Febuxostat und
Wenn es während der Febuxostat-Behand- wendet werden. einer anderen zytotoxischen Chemotherapie
lung zu einem akuten Gichtanfall kommt, Für 120 mg Febuxostat liegen keine Daten wurden nicht durchgeführt. Im Rahmen der
darf die Behandlung nicht abgesetzt werden. vor.   Tumorlyse-Syndrom-Zulassungsstudie wur-
Der Gichtanfall sollte mit einer individuell     den 120 mg Febuxostat täglich an Patienten
auf den Patienten zugeschnittenen Begleit- Lebererkrankungen verabreicht, die gleichzeitig verschiedene
therapie behandelt werden. Die kontinuierli- In der kombinierten Auswertung der klini- andere Chemotherapien inklusive monoklo-
che Weiterbehandlung mit Febuxostat senkt schen Studien der Phase 3 wurden leichte naler Antikörper erhielten. Arzneimittel-
die Häufigkeit und Intensität von Gichtan- Erhöhungen der Leberfunktionswerte bei wechselwirkungen und Arzneimittel-Krank-
fällen.     mit Febuxostat behandelten Patienten beo- heitswechselwirkungen wurden in dieser
      bachtet (5,0 %). Es wird daher empfohlen, Studie allerdings nicht untersucht. Daher
Xanthinablagerung   vor Beginn der Febuxostatbehandlung und können mögliche Wechselwirkungen mit ei-
Bei Patienten mit stark erhöhter Harnsäure- im weiteren Verlauf je nach klinischem Be- nem gleichzeitig verabreichten zytotoxi-
bildungsrate (z. B. bei malignen Erkrankun- fund einen Leberfunktionstest durchzufüh- schen Arzneimittel nicht ausgeschlossen
gen und deren Behandlung, Lesch-Nyhan- ren (siehe Abschnitt 5.1). werden.
Syndrom) kann die absolute Konzentration      
von Xanthin im Urin in seltenen Fällen so Schilddrüsenerkrankungen Rosiglitazon/CYP2C8-Substrate
weit ansteigen, dass es zu einer Ablagerung Erhöhte TSH-Werte (> 5,5μIE/ml) wurden Febuxostat zeigte in vitro eine schwache
im Harntrakt kommt.   bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit Hemmung der CYP2C8. In einer Studie an
Dies wurde im Rahmen der klinischen Zu- Febuxostat (5,5 %) in offenen Langzeit-Ver- gesunden Probanden hatte die Gabe von 120
lassungsstudie mit Febuxostat beim Tumor- längerungsstudien beobachtet. Vorsicht ist mg Febuxostat 1 x täglich zusammen mit ei-
lyse-Syndrom nicht beobachtet.   geboten, wenn Febuxostat bei Patienten mit ner oralen Einzeldosis von 4 mg Rosiglita-
Da zu Febuxostat keine Erfahrungen vorlie- veränderter Schilddrüsenfunktion zur An- zon keine Auswirkung auf die Pharmakoki-
gen, wird dessen Anwendung in diesen Pati- wendung kommen soll (siehe Abschnitt netik von Rosiglitazon und seinem Metabo-
entengruppen nicht empfohlen.   5.1).   liten N-desmethyl-Rosiglitazon, was darauf
          hindeutet, dass Febuxostat kein Inhibitor des
Mercaptopurin/Azathioprin   Lactose   CYP2C8-Enzyms in vivo ist. Daher wird
Die Anwendung von Febuxostat wird nicht Febuxodor enthält Lactose. Patienten mit nicht damit gerechnet, dass bei der Verabrei-
empfohlen bei Patienten, die gleichzeitig mit der seltenen hereditären Galactose-Intole- chung von Febuxostat zusammen mit Ro-
Mercaptopurin/Azathioprin behandelt wer- ranz, völligem Lactase-Mangel oder Glu- siglitazon oder anderen CYP2C8-Substraten
den, da die Hemmung der Xanthinoxidase cose-Galactose-Malabsorption sollten die- eine Dosisanpassung für diese Präparate er-
      ses Arzneimittel nicht einnehmen. forderlich wird.
         
Theophyllin     Bei gleichzeitiger Anwendung mit Febuxos-
Eine Wechselwirkungsstudie mit Febuxos- tat ist für Warfarin keine Dosisanpassung er-
tat wurde bei gesunden Probanden durchge- forderlich. Nach Anwendung von Febuxos-
führt um beurteilen zu können, ob die XO- tat (80 mg oder 120 mg einmal täglich) zu-
Hemmung, wie bei anderen XO-Hemmern sammen mit Warfarin war die Pharmakoki-
berichtet, zu einem Anstieg des zirkulieren- netik von Warfarin bei gesunden Probanden
den Theophyllinspiegels führen kann. Die unverändert. INR und Faktor-VII-Aktivität
Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Gabe wurden ebenfalls nicht von der gleichzeiti-
von 80 mg Febuxostat 1 x täglich zusammen gen Gabe von Febuxostat und Warfarin be-
mit einer Einzeldosis von 400 mg Theophyl- einflusst.    
lin keine Auswirkung auf die Pharmakoki-      
netik oder Sicherheit von Theophyllin hat- Desipramin/CYP2D6-Substrate  
ten. Daher ist keine besondere Vorsicht ge- Es konnte gezeigt werden, dass Febuxostat
boten, wenn 80 mg Febuxostat und Theo- in vitro ein schwacher CYP2D6-Hemmer
phyllin zusammen angewendet werden. Für ist. In einer Studie mit Probanden bewirkten
120 mg Febuxostat liegen keine Daten vor. 120 mg Febuxostat 1 x täglich eine mittlere
      22%ige Zunahme der AUC von Desipramin,
Naproxen und sonstige Hemmer der einem CYP2D6-Substrat, was auf eine mög-
Glucuronidierung     liche schwache inhibitorische Wirkung von
Die Metabolisierung von Febuxostat erfolgt Febuxostat auf das CYP2D6-Enzym in vivo
Uridin-Glucuronosyltransferase (UGT)- hinweist. Demnach wird nicht erwartet, dass
Enzym-abhängig. Arzneimittel, die die die gleichzeitige Anwendung von Febuxos-
Glucuronidierung hemmen, wie nichtsteroi- tat mit anderen CYP2D6-Substraten eine
dale Entzündungshemmer und Probenecid, Dosisanpassung für diese Substanzen erfor-
könnten theoretisch die Elimination von Fe- dert.    
buxostat beeinträchtigen. Bei Probanden      
war die gleichzeitige Gabe von Febuxostat Antazida    
und Naproxen 250 mg 2x täglich mit einem Es konnte gezeigt werden, dass die gleich-
Anstieg der Febuxostatexposition (Cmax 28 zeitige Einnahme eines Antazidums, das
%, AUC 41 % und t1/2 26 %) assoziiert. In Magnesiumhydroxid und Aluminiumhydro-
klinischen Studien stand die Anwendung xid enthält, die Aufnahme von Febuxostat
von Naproxen oder anderen NSAR/COX-2- (um etwa 1 Stunde) verzögert und einen
Hemmern nicht in Zusammenhang mit einer Rückgang der Cmax um 32 %, jedoch keine
klinisch signifikanten Zunahme von uner- signifikante Veränderung der AUC bewirkt.
wünschten Ereignissen.     Daher kann Febuxostat ungeachtet einer
      möglichen Einnahme von Antazida ange-
Febuxostat kann zusammen mit Naproxen wendet werden.    
angewendet werden, ohne dass für Febuxos-      
tat oder Naproxen Dosisanpassungen vorge- 4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Still-
nommen werden müssen.     zeit    
      Schwangerschaft    
Induktoren der Glucuronidierung Daten über eine sehr begrenzte Anzahl von
Wirkstarke Induktoren der UGT-Enzyme exponierten Schwangerschaften lassen nicht
könnten möglicherweise zu einer verstärk- auf Nebenwirkungen von Febuxostat auf die
ten Metabolisierung und herabgesetzten Schwangerschaft oder die Gesundheit des
Wirksamkeit von Febuxostat führen. Daher Fetus/Neugeborenen schließen. Tierexperi-
wird 1-2 Wochen nach Behandlungsbeginn mentelle Studien lassen nicht auf direkte o-
mit einem wirkstarken Induktor der der indirekte schädliche Auswirkungen auf
Glucuronidierung eine Kontrolle der Serum- Schwangerschaft, embryonale/fetale Ent-
harnsäure empfohlen.     wicklung oder Geburt schließen (siehe Ab-
Umgekehrt kann die Beendigung einer In- schnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den
duktor-Behandlung zu erhöhten Plasmaspie- Menschen ist nicht bekannt. Febuxostat
geln von Febuxostat führen.     sollte während der Schwangerschaft nicht
      angewendet werden.  
Colchicin/Indometacin/Hydrochlorothiazid/      
Warfarin     Stillzeit    
Febuxostat kann zusammen mit Colchicin o- Es ist nicht bekannt, ob Febuxostat beim
der Indometacin angewendet werden, ohne Menschen in die Muttermilch übergeht.
dass eine Dosisanpassung für Febuxostat o- Tierexperimentelle Studien haben einen
der den gleichzeitig angewendeten anderen Übergang dieses Wirkstoffs in die Mutter-
Wirkstoff erforderlich ist.     milch und eine Beeinträchtigung der Ent-
      wicklung der gesäugten Jungtiere gezeigt.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Hydroch- Ein Risiko für den gestillten Säugling kann
lorothiazid ist für Febuxostat keine Dosisan-      
passung erforderlich.          

daher nicht ausgeschlossen werden. Febuxostat sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilität

In Reproduktionsstudien mit Tieren mit bis zu 48 mg/kg/Tag zeigten sich keine dosisabhängigen unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3). Der Einfluss von Febuxostat auf die menschliche Fertilität ist unbekannt.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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