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Medikamente

Kenacort®-A Tinktur

Kenacort®-A Tinktur
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin. Kenacort-A, Tinktur ist ein Arzneimittel zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen der Haut. Sie enthält als Wirkstoff ein Corticosteroid. Kenacort-A, Tinktur hemmt die Entzündung, lindert Juckreiz und Brennen und wirkt gegen die Allergie.

Wirkstoff(e)
Triamcinolon, Salicylsäure
Zulassungsinhaber
Dermapharm AG
ATC Code
D07XB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Kenacort®-A Tinktur angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Kenacort-A, Tinktur ist ein Arzneimittel zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen der Haut. Sie enthält als Wirkstoff ein Corticosteroid.

Kenacort-A, Tinktur hemmt die Entzündung, lindert Juckreiz und Brennen und wirkt gegen die Allergie.

Zusätzlich enthält Kenacort-A, Tinktur einen Wirkstoff (Salicylsäure), der das Eindringen von Triamcinolonacetonid in die Haut fördert, Schuppen löst und die übermässige Verhornung der Haut vermindert.

Kenacort-A, Tinktur wird auf der Haut angewendet bei:

akuten und chronischen, entzündlichen, auf Corticosteroide ansprechenden Hautkrankheiten wie z.B. Psoriasis (Schuppenflechte), Ekzeme verschiedener Ursache.

Kenacort-A, Tinktur eignet sich vor allem für die Behandlung von sichtbaren Hautpartien und des Haarbodens sowie an schwer zugänglichen Stellen (z.B. Kopfhaut und Nägel).

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Was ist vor der Einnahme von Kenacort®-A Tinktur zu beachten?

Wann darf Kenacort-A, Tinktur nicht angewendet werden?

Wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe überempfindlich reagieren, dürfen Sie Kenacort-A, Tinktur nicht anwenden.

Eine Behandlung mit Kenacort-A, Tinktur ist für Sie ebenfalls nicht geeignet bei Hauttuberkulose, Syphilis, Impfreaktionen, Virusinfektionen (z.B. Windpocken, Gürtelrose, Fieberbläschen) sowie bei Infektionen der Haut mit Pilzen oder Bakterien.

Nicht anwenden bei einer Entzündung der Gesichtshaut (Rosacea), Ekzem im Mundbereich.

Die Anwendung im Gesicht und in Hautfalten (z.B. zwischen den Fingern, Zehen etc.) ist nur kurzfristig und wenn die Behandlung mit bestimmten anderen Arzneimitteln nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, durchzuführen.

Kenacort-A, Tinktur darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Bei offenen Wunden und eitrigen Entzündungen wie z.B. Furunkel, Abszessen und Akne soll Kenacort-A, Tinktur nicht angewendet werden.

Das Präparat darf nicht in den Gehörgang gebracht werden.

Wegen des Gehaltes an Salicylsäure darf bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen eine Langzeitbehandlung (länger als 4 Wochen) und/oder eine Anwendung auf grossen Hautflächen (über 10 % Körperoberfläche) nicht erfolgen.

Kinder

Kinder unter 6 Jahren dürfen mit Kenacort-A, Tinktur nicht behandelt werden.

Bei Kindern und Jugendlichen darf wegen des erhöhten Risikos von Nebenwirkungen keine Anwendung im Genitalbereich erfolgen. Allgemein ist bei der Behandlung von Kindern mit Corticoid-Lokalpräparaten erhöhte Vorsicht geboten (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Kenacort-A, Tinktur Vorsicht geboten?»).

Wann ist bei der Anwendung von Kenacort-A, Tinktur Vorsicht geboten?

Kenacort-A, Tinktur ist ein stark wirksames Arzneimittel. Überschreiten Sie nicht die vom Arzt oder von der Ärztin vorgeschriebene Behandlungsdauer, da sich sonst Hautschäden einstellen können.

Wenn eine Hautkrankheit nicht innert einiger Tage auf die Behandlung anspricht oder sich gar verschlimmert, konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Teilen Sie ihm bzw. ihr ebenfalls mit, wenn Juckreiz und Rötung, Bläschen oder eine starke Verdünnung der Haut und Verletzungen auftreten.

Bei viral oder bakteriell infizierten Hautkrankheiten und/oder Pilzbefall sollte Kenacort-A, Tinktur erst dann eingesetzt werden, wenn die Infektion durch geeignete Massnahmen unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Gefahr sekundärer Hautinfektionen ist unter der Anwendung von Kenacort-A Tinktur erhöht.

Eine grossflächige Anwendung (mehr als 10 % der Körperoberfläche) sowie eine Anwendung auf verstärkt resorbierenden Hautarealen (offenen Wunden, geschädigter Haut, intertriginösen Bereichen [Hautfalten] in Gelenkbeugen sowie zwischen den Fingern bzw. Zehen, Haut/Schleimhautgrenzen, um die Augen herum) ist zu vermeiden.

Am Gesicht, in der Leistengegend und in den Achselhöhlen ist die Anwendung von Kenacort-A, Tinktur über längere Zeit zu vermeiden. Kenacort-A, Tinktur sollte im Gesicht und in der Genitalregion nur mit Vorsicht und nicht länger als 1 Woche angewendet werden.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. ihre Ärztin.

Kenacort-A, Tinktur darf nicht mit den Augen in Berührung kommen. Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen sollten diese mit reichlich Wasser gespült werden. Im Falle einer andauernden Augenirritation ist ärztlicher Rat einzuholen.

Kontakt mit Schleimhäuten vermeiden.

Bei lang andauernder (länger als 4 Wochen) bzw. grossflächiger Anwendung (auf mehr als 10 % der Körperoberfläche), besonders unter luftdicht abschliessenden Verbänden, kann die Möglichkeit einer Resorption nicht ausgeschlossen werden. In diesen Fällen sind die Gegenanzeigen einer systemischen Glucocorticoid-Therapie sowie einer systemischen Salicylsäure-Therapie zu beachten.

Salicylsäure kann die Aufnahme anderer lokal applizierter Arzneimittel verstärken.

Kinder

Wie alle Corticoid-Lokalpräparate sollte auch Kenacort-A, Tinktur bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren, nicht auf grossen Hautgebieten oder für lange Zeit angewendet werden. Allgemein ist bei der Behandlung von Kindern mit Corticoid-Lokalpräparaten erhöhte Vorsicht geboten, da es im Vergleich zum Erwachsenen zu einer erhöhten Aufnahme des Corticoids durch die kindliche Haut kommen kann. Die Aufnahme von Salicylsäure kann erhöht sein.

Verwenden Sie Kenacort-A, Tinktur nur für Ihr jetziges Hautleiden, für das der Arzt oder die Ärztin es Ihnen verschrieben hat, nicht aber für andere spätere Hautleiden. Geben Sie Kenacort-A, Tinktur nicht an andere Personen weiter.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Dieses Arzneimittel enthält 0,66 g Alkohol (Ethanol 96 %) pro 1 g Lösung.

Bei geschädigter Haut kann es ein brennendes Gefühl hervorrufen.

Bei Neugeborenen (Frühgeborene und termingerecht geborene) können hohe Ethanol-Konzentrationen aufgrund bedeutender Aufnahme durch die unreife Haut (insbesondere unter Verbänden) schwere lokale Reaktionen verursachen und giftig für den Körper sein.

Darf Kenacort-A, Tinktur während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin um Rat.

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Kenacort, A Tinktur bei Schwangeren vor. Ein Risiko für das ungeborene Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Kenacort-A, Tinktur daher nicht anwenden. Bitte setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung, um sich über ein Absetzen oder Umstellen der Therapie zu beraten.

Es liegen keine Daten zum Übertritt der in Kenacort-A, Tinktur enthaltenen Wirkstoffe in die Muttermilch vor. Zu Kenacort-A, Tinktur verwandte Substanzen gehen in die Muttermilch über. Bei einer grossflächigen oder langfristigen Anwendung sollten Sie abstillen.

Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden.

Wie wird Kenacort®-A Tinktur angewendet?

Wenn vom Arzt oder von der Ärztin nicht anders verordnet, gelten folgende Richtlinien:

Auf der Haut:

Erwachsene (Patienten ab dem 18. Lebensjahr):

Die Tinktur 1 - 2x täglich sanft auf der befallenen Hautstelle verreiben.

Die Dauer der Behandlung wird individuell von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin festgelegt.

Falls von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin empfohlen, kann über die eingetrocknete Tinktur eine nicht zu dünne Schicht Fettsalbe aufgetragen werden.

Wenn die Tinktur beim Auftragen brennt, soll nach dem letzten Eintrocknen etwas Fettsalbe auf die behandelte Stelle aufgetragen werden.

Die tägliche Maximaldosis von Kenacort-A, Tinktur sollte 10 ml nicht überschreiten.

Die Anwendung und Sicherheit von Kenacort-A, Tinktur bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden und kann daher bei Personen < 18 Jahren nicht empfohlen werden. Kinder unter 6 Jahren dürfen nicht mit Kenacort-A, Tinktur behandelt werden (vergleiche Abschnitt «Wann darf Kenacort-A, Tinktur nicht angewendet werden?»).

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

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Welche Nebenwirkungen hat Kenacort®-A Tinktur?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Kenacort-A, Tinktur auftreten:

Lokale unerwünschte Wirkungen wie Reizungen der Haut, Brennen, Jucken und Trockenheit sowie Überempfindlichkeitsreaktionen können auftreten. Die Behandlung mit Kenacort-A, Tinktur kann zu Hautveränderungen wie Dünnerwerden der behandelten Hautstellen, zu Erweiterungen kleiner oberflächlicher Blutgefässe und zur Bildung von blau-rötlichen Streifen führen, besonders bei längerer Therapiedauer am Gesicht, in der Leistengegend, unter den Achselhöhlen oder unter Verbänden, Dehnungsstreifen, Pigmentverschiebung, Steroidakne, Schwitzbläschen, vermehrte Behaarung, Haarbalgentzündung, Hautbläschen und Entzündung der Haut um den Mund, Sekundärinfektion, Unterfunktion der Nebennierenrinde; Cushing-Syndrom (übermässige Konzentration von Glucocorticoiden), Manifestation eines bisher verborgenen Diabetes mellitus, Osteoporose.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Salicylsäure kann lokale Rötungen der Haut, Schuppen, Dermatitis, Pruritus und Schmerzen an der Applikationsstelle hervorrufen.

Falls Sie während der Behandlung eine Verschlechterung der Hauterkrankung feststellen, teilen Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit.

Schwindelgefühl und Schwäche sind bei der Anwendung von Kenacort-A, Tinktur unter luftdicht abschliessenden Verbänden beobachtet worden.

Treten solche Anzeichen bei Ihnen auf, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Wie ist Kenacort®-A Tinktur aufzubewahren?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Aufbrauchfrist nach Anbruch

Nach Anbruch 6 Monate haltbar.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25°C) ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Vorsicht entflammbar (alkoholisch-wässrige Lösung).

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen zu Kenacort®-A Tinktur

Was ist in Kenacort-A, Tinkur enthalten?

1 g Kenacort-A, Tinktur, Lösung zur Anwendung auf der Haut enthält:

Wirkstoffe

Triamcinolonacetonid 2 mg und Salicylsäure 20 mg

Hilfsstoffe

0,66 g Ethanol 96 % pro 1 g Lösung, gereinigtes Wasser

Zulassungsnummer

36566 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Kenacort-A Tinktur? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Kenacort-A Tinktur: Plastiktropfflasche à 15 ml und 50 ml.

Zulassungsinhaberin

Dermapharm AG, Hünenberg

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2025 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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