Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Die Bezeichnung Ihres Arzneimittels ist „Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung“. In diesem Informationsblatt wird es jedoch „Fluorouracil Accord“ genannt. Was ist Fluorouracil Accord? Fluorouracil Accord enthält den Wirkstoff Fluorouracil. Es ist ein Arzneimittel zur Krebsbekämpfung. Es ist Teil der Chemotherapie.
- Wirkstoff(e)
- Fluorouracil
- Zulassungsinhaber
- Accord Healthcare B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- L01BC02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung angewendet?
Die Bezeichnung Ihres Arzneimittels ist „Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung“. In diesem Informationsblatt wird es jedoch „Fluorouracil Accord“ genannt.
Was ist Fluorouracil Accord?
Fluorouracil Accord enthält den Wirkstoff Fluorouracil. Es ist ein Arzneimittel zur Krebsbekämpfung. Es ist Teil der Chemotherapie.
Wofür wird Fluorouracil Accord angewendet?
Fluorouracil Accord wird zur Behandlung vieler häufig vorkommender Karzinome (bösartige Tumore), insbesondere bei Karzinomen des Dickdarms, der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, des Magens, des Kopfs und Halses und der Brust, eingesetzt. Es kann in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Krebsbekämpfung oder Strahlentherapie angewendet werden.
Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
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Was ist vor der Einnahme von Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung zu beachten?
Fluorouracil Injektionslösung darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Fluorouracil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie aufgrund einer langen Erkrankung in einem geschwächten Zustand sind.
- wenn Sie eine schwerwiegende Infektion (z. B. Windpocken oder Gürtelrose) haben.
- wenn Ihr Krebs nicht bösartig ist.
- wenn Ihr Knochenmark durch andere Krebstherapien (einschließlich Strahlentherapie) geschädigt ist.
- wenn Sie Brivudin, Sorivudin oder deren chemisch verwandte Analoga (antivirale Arzneimittel) einnehmen. Fluorouracil darf nicht innerhalb von 4 Wochen nach der Behandlung mit Brivudin, Sorivudin oder deren chemisch verwandten Analoga angewendet werden.
- wenn Sie stillen.
- wenn Sie schwere Lebererkrankung haben.
- wenn Sie homozygot für Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) Enzyme sind.
- wenn Sie eine verminderte Aktivität/Mangel des Enzyms Dihydropyrimidin- Dehydrogenase (DPD) haben.
Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Fluorouracil Accord anwenden. Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fluorouracil Accord ist erforderlich,
- wenn die Bildung von Blutzellen in Ihrem Knochenmark gestört ist (Ihr Arzt wird Ihr Blut untersuchen, um dies festzustellen)
- wenn Sie Probleme mit Ihren Nieren haben
- wenn Sie Probleme mit Ihrer Leber haben einschließlich Gelbsucht (gelbliche Verfärbung der Haut)
- wenn Sie an Angina pectoris (Schmerzen im Brustkorb) leiden/gelitten haben oder wenn bei Ihnen in der Vergangenheit eine Herzerkrankung aufgetreten ist, da es wahrscheinlicher sein kann, dass bei Ihnen ein Angina-pectoris-Anfall oder Herzinfarkt auftritt oder dass eine EKG-Untersuchung Anzeichen von Herzproblemen ergibt
- wenn Sie eine hoch dosierte Strahlentherapie des Beckens hatten
- wenn sich der Tumor in Ihr Knochenmark ausgebreitet (metastasiert) hat
- wenn Sie sich in schlechtem Allgemeinzustand befinden oder viel Gewicht verloren haben
- wenn Sie in den letzten 30 Tagen operiert wurden
- wenn bei Ihnen Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich (Mundgeschwüre (Stomatitis), Durchfall, Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt) oder Blutungen an anderen Stellen auftreten
- wenn Sie wissen, dass bei Ihnen ein teilweiser Mangel der Aktivität des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) vorliegt
- wenn Sie Herzbeschwerden haben. Informieren Sie Ihren Arzt, falls bei Ihnen während der Behandlung Schmerzen im Brustkorb auftreten
- wenn Sie ein Familienmitglied haben, bei dem ein teilweiser oder vollständiger Mangel des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) vorliegt
DPD-Mangel: DPD-Mangel ist eine genetische Veranlagung, die normalerweise nicht mit Gesundheitsproblemen verbunden ist, es sein denn, man nimmt bestimmte Arzneimittel ein. Wenn Sie einen DPD-Mangel haben und Fluorouracil Injektionslösung einnehmen, besteht bei Ihnen ein erhöhtes Risiko, dass schwere Nebenwirkungen auftreten (aufgeführt unter Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“). Es wird empfohlen, dass Sie vor Beginn der Behandlung auf einen DPD-Mangel getestet werden. Wenn bei Ihnen keine
Aktivität des Enzyms besteht, sollten Sie Fluorouracil Injektionslösung nicht einnehmen. Wenn bei Ihnen eine verringerte Aktivität des Enzyms festgestellt wird (teilweiser Mangel), verschreibt Ihr Arzt Ihnen eventuell eine verringerte Dosis. Wenn Ihr Untersuchungsergebnis in Bezug auf einen DPD-Mangel negativ ausfällt, können trotzdem schwerwiegende und lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten.
Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie Bedenken bezüglich irgendwelcher Nebenwirkungen haben oder wenn Sie zusätzliche Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome bei sich beobachten: neu auftretende Verwirrtheit, Desorientierung oder anderweitig veränderter Geisteszustand, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen, Sehstörungen. Diese könnten Anzeichen einer Enzephalopathie sein, die unbehandelt zum Koma und Tod führen kann.
Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.
Fluorouracil kann Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht hervorrufen. Dies kann zu verstärkten Hautreaktionen führen. Um dies zu verhindern, müssen Sie während der Anwendung direktes Sonnenlicht so weit wie möglich meiden und dürfen keine Sonnenlampen oder Sonnenliegen verwenden.
Ein Kontakt mit UV-Licht (z. B. natürliche Sonnenstrahlung, Solarien) ist zu vermieden.
Die Behandlung mit Fluorouracil kann die Wahrscheinlichkeit einer Nekrose (Absterben von Gewebe oder Haut) erhöhen, die durch die Strahlung nach einer Strahlentherapie verursacht wird.
Die Verabreichung von Fluorouracil wurde mit dem Auftreten des Hand-Fuß-Syndroms in Verbindung gebracht, das durch ein Kribbeln in Händen und Füßen gekennzeichnet ist, das im Laufe einiger Tage zu Schmerzen beim Halten von Gegenständen oder beim Gehen führen kann. Die Handflächen und Fußsohlen sind geschwollen und empfindlich.
Anwendung von Fluorouracil Accord zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden/einzunehmen.
Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, da einige Arzneimittel Wechselwirkungen mit Fluorouracil Accord haben können:
- Methotrexat, Cyclophosphamid, Cisplatin, Vinorelbin ( Arzneimittel zur Krebsbekämpfung)
- Metronidazol (ein Antibiotikum)
- Folinsäure (auch Calciumfolinat oder Calcium Leucovorin genannt – zur Verminderung der schädigenden Wirkungen krebsbekämpfender Arzneimittel)
- Allopurinol (zur Behandlung von Gicht)
- Cimetidin (zur Behandlung von Magengeschwüren)
- Warfarin (zur Behandlung von Blutgerinnseln)
- Interferon alpha (zur Behandlung von Lymphomen und chronischer Hepatitis)
- Brivudin, Sorivudin oder ihre chemisch verwandten Analoga (antivirale Arzneimittel)
- Phenytoin (zur Kontrolle von Epilepsie/Krampfanfällen und auch Herzrhythmusstörungen)
- Impfstoffe
- Lebendimpfstoffe sind zu vermieden, da sie schwere oder tödliche Infektionen verursachen können. Der Kontakt mit Personen, die kürzlich mit Polioimpfstoff behandelt wurden, ist zu vermieden. Abgetötete oder inaktivierte Impfstoffe können verabreicht werden; die Reaktion kann jedoch beeinträchtigt sein
- Strahlentherapie
- Levamisol (ein Arzneimittel zur Behandlung von Wurminfektionen)
- Tamoxifen (zur Behandlung bestimmter Arten von Brustkrebs)
- Clopazin (zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen)
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie diese oder andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder kürzlich eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wenn Sie glauben, schwanger zu sein, oder wenn Sie planen, ein Kind zu bekommen, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Fluorouracil darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt. Sollten Sie während der Behandlung schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt davon unterrichten und sollten genetische Beratung einholen.
Frauen müssen während der Behandlung mit Fluorouracil und mindestens 6 Monate danach eine Schwangerschaft vermeiden und eine hochwirksame Methode der Empfängnisverhütung anwenden.
Stillzeit
Da es nicht bekannt ist, ob Fluorouracil in die Muttermilch übertritt, muss vor einer Behandlung mit Fluorouracil Injektionslösung abgestillt werden.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung aller Arzneimittel Ihren Arzt um Rat.
Zeugungsfähigkeit
Männern, die mit Fluorouracil behandelt werden, wird geraten, während der Behandlung und bis zu 3 Monate nach deren Ende kein Kind zu zeugen. Sowohl Männer als auch Frauen sollten sich vor der Behandlung über die Fruchtbarkeit beraten lassen, z. B. über die Konservierung von Eizellen oder Spermien, da die Möglichkeit einer irreversiblen Unfruchtbarkeit durch die Therapie besteht.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Da Fluorouracil Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen zur Folge haben kann, sollten Sie kein Fahrzeug lenken oder keine Maschinen bedienen. Es kann auch unerwünschte Reaktionen des Nervensystems sowie Änderungen des Sehvermögens bewirken. Dies kann
Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Falls Sie irgendwelche dieser Auswirkungen empfinden, lenken Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keinerlei Werkzeuge oder Maschinen.
Fluorouracil Accord enthält Natrium
Die maximale tägliche Dosis (600 mg/m2) der Fluorouracil Accord enthält 7,78 mmol (178,2 mg) Natrium. Dies ist bei Patienten unter natriumkontrollierter Diät zu berücksichtigen.
Wie wird Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung angewendet?
Empfohlene Dosis
Ihr Arzt wird die richtige Dosis von Fluorouracil-Lösung zur Injektion oder Infusion für Sie ermitteln und festlegen, wie oft sie verabreicht werden muss.
Die Dosis des Ihnen verabreichten Arzneimittels ist abhängig von Ihrem Gesundheitszustand, Ihrem Körpergewicht, ob Sie in letzter Zeit einen chirurgischen Eingriff hatten und der Funktionstüchtigkeit Ihres Knochenmarks, Ihrer Leber und Nieren . Ihre erste Behandlungsserie kann täglich oder wöchentlich verabreicht werden. Weitere Anwendungen können gemäß Ihrem Ansprechen auf die Therapie gegeben werden. Es ist auch möglich, dass Sie die Behandlung in Kombination mit Strahlentherapie erhalten.
Fluorouracil wird für die Anwendung bei Kindern nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.
Bevor es Ihnen verabreicht wird, kann das Arzneimittel mit Glucoselösung, Natriumchloridlösung oder Wasser für Injektionszwecke verdünnt werden. Es wird Ihnen in eine Vene gegeben, entweder als normale Injektion oder als langsame Injektion über eine Infusion.
Wenn Sie eine größere Menge Fluorouracil Accord erhalten haben, als Sie sollten
Da dieses Arzneimittel Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht wird, ist es unwahrscheinlich, dass Sie zu viel oder zu wenig erhalten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie trotzdem irgendwelche Bedenken haben.
Blutuntersuchungen sind während und nach der Behandlung mit Fluorouracil Accord erforderlich, um die Werte Ihrer Blutkörperchen zu überprüfen. Falls die Werte der weißen Blutkörperchen zu stark sinken, ist es möglich, dass die Therapie abgebrochen werden muss.
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, schwere Schleimhautentzündung sowie Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Bereich können auftreten, wenn Sie zu viel Fluorouracil erhalten haben. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt.
Wenn Sie die Anwendung von Fluorouracil Accord vergessen haben
Wenden nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
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Welche Nebenwirkungen hat Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Wenn irgendwelche der folgenden Nebenwirkungen auftreten, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt:
- schwere allergische Reaktion – beispielsweise plötzlicher juckender Ausschlag (Nesselsucht), Schwellungen der Hände, Füße, Fußknöchel, des Gesichts, der Lippen, des Mundes oder des Rachens (dies kann zu Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen führen) oder das Gefühl, einer Ohnmacht nahe zu sein.
- Schmerzen im Brustkorb
- blutiger oder schwarzer Stuhl
- wunde Stellen oder Geschwüre im Mund
- Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Zittern in den Händen oder Füßen
- Herzinfarkt oder andere Herzprobleme wie beschleunigter Herzschlag und Atemlosigkeit
- Symptome einer Leukenzephalopathie (Erkrankung des Gehirns) – Schwäche, Koordinationsstörungen in Armen und Beinen, Schwierigkeiten beim Denken/Sprechen, Seh-/Gedächtnisstörungen, Krampfanfälle, Kopfschmerzen
- Kurzatmigkeit
Dies sind sehr schwere Nebenwirkungen. Wenn diese Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, ist möglicherweise eine umgehende ärztliche Hilfe erforderlich.
Benachrichtigen Sie schnellstmöglich Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:
Sehr häufig: (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Halsschmerzen
- Unzureichende Durchblutung des Herzens, die auf der Herzkurve (EKG) sichtbar wird
- Myelosuppression (eine Störung, bei der die Produktion aller Arten von Blutzellen im Knochenmark verringert ist [Panzytopenie])
- Neutropenie und Leukopenie (ungewöhnlich niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut)
- Thrombozytopenie (verminderte Anzahl von Blutplättchen im Blut, was die Gerinnungsfähigkeit Ihres Blutes beeinträchtigt)
- Starke Abnahme der zirkulierenden granularen weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
- Anämie (Erkrankung, bei der die Anzahl der roten Blutkörperchen verringert ist)
- Erhöhtes Risiko für Infektionen durch die Immunsuppression
- Giemen (Bronchospasmus)
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Infektionen
- Appetitverlust
- Verzögerte Wundheilung
- Entzündung der Schleimhautauskleidung von Teilen des Mundes, Rachens oder Verdauungstrakts, z. B. Speiseröhre, Rektum oder Anus
- Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut
- Nasenbluten
- Haarausfall
- Hand-Fuß-Syndrom (eine toxische Hautreaktion mit Rötung und Schwellung von Händen und Füßen)
- Erschöpfung, Müdigkeit und fehlende Energie
- Allgemeine Schwäche
Häufig: (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Infektion im Blutkreislauf (Sepsis)
- Herzinfarkt, Angina pectoris (schwerwiegende Schmerzen im Brustkorb in Verbindung mit unzureichender Blutversorgung zum Herz)
- niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen zusammen mit Fieber
- Veränderungen im EKG (Elektrokardiogramm - Tests zur Überprüfung des Herzrhythmus und der elektrischen Aktivität)
Gelegentlich: (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Herzrhythmusstörungen
- Herzinfarkt
- Herzinsuffizienz
- Myokardischämie (verminderte Sauerstoffversorgung des Herzens)
- Myokarditis (entzündliche Erkrankung des Herzmuskels)
- Kongestive Kardiomyopathie (eine Art Herzerkrankung, bei der der Herzmuskel abnormal vergrößert, verdickt und/oder versteift ist)
- Herzbedingter Schock
- Niedriger Blutdruck
- Schläfrigkeit
- Dehydratisierung (Austrocknung)
- Leberzellenschaden
- Geschwüre und Blutung im Magen-Darm-Bereich
- Gewebeabstoßung
- Blutung im Magen-Darm-Bereich
- Rhythmische Bewegungen der Augen (Nystagmus)
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Gefühl des Ungleichgewichts und der Unausgeglichenheit
- Symptome der Parkinsonkrankheit (fortschreitende Bewegungsstörung gekennzeichnet durch Zittern, Steifheit, langsame Bewegungen)
- Pyramidenbahnzeichen
- Infektion im Blutkreislauf (Sepsis)
- Hautentzündungen (Dermatitis)
- Hautveränderungen, z. B. trockene Haut mit Fissuren, Hautrötung, juckender fleckenförmiger Hautausschlag (ein juckender, roter, holpriger Ausschlag)
- Ein Hautausschlag, der gewisse Infektionskrankheiten begleitet
- Auftreten von juckenden Quaddeln auf der Haut
- Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität)
- Überpigmentierung der Haut
- Überpigmentierung oder Verlust der Pigmentierung in der Nähe der Venen
- Nagelpigmentierung, Nagelbetterkrankung
- Paronychie (Entzündung des Gewebes rund um den Fingernagel)
- Eine Entzündung der Nagelmatrix mit Eiterbildung und Nagelablösung
- Störung der Produktivität von Ei- oder Spermazellen
- Vermehrte Tränenabsonderung
- Verschwommenes Sehen
- Entzündung oder Rötung der Augenhornhaut und der Innenseite der Augenlider
- Gestörte Augenbewegung
- Rote Augen (Bindehautentzündung)
- Sehnervenentzündung (Sehstörung charakterisiert durch Entzündung des Sehnervs)
- Doppeltsehen
- Verringerte Sehschärfe
- Übermäßige Lichtempfindlichkeit der Augen und Abneigung gegen Sonnenlicht oder helle Beleuchtung
- Verengung des Tränenkanals, der die Tränen aus dem Auge ableitet (Tränengangsverengung)
- Auswärtsdrehung des unteren Augenlids (Ektropium)
- Euphorie
Selten: (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- Unzureichende Blutversorgung von Gehirn, Darm und peripheren Organen (Gliedmaßen)
- Schlechte Durchblutung, die die Finger und Zehen taub werden und blass erscheinen lässt (Raynaud-Syndrom)
- Überempfindlichkeit
- Durch ein Blutgerinnsel verursachte Schwellung (Entzündung) einer Vene
- Schwere, den ganzen Körper betreffende allergische Reaktionen (Anaphylaxie)
- Entstehen eines Blutgerinnsels innerhalb von Blutgefäßen – kann in Arterien und Venen auftreten
- Geistesverwirrung oder Bewusstseinsstörung, insbesondere bezüglich Zeit, Ort oder Identität
- Verwirrtheit
- Nierenversagen
- Veränderungen der Schilddrüsenfunktion - Anstieg von T4 und T3 (Gesamtthyroxin und Trijodthyronin)
Sehr selten: (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen)
- Herzstillstand (plötzliches Aufhören des Herzschlags und der Herzfunktion)
- Plötzlicher Herztod (unerwarteter Tod aufgrund von Herzproblemen)
- Symptome einer Leukoenzephalopathie (Erkrankung, welche die weiße Substanz des Gehirns beeinträchtigt), einschließlich Ataxie (Verlust der Fähigkeit zur Koordination der Muskelbewegungen)
- Akutes Kleinhirnsyndrom
- Schwierigkeit, Worte zu artikulieren
- Teilweiser oder vollständiger Verlust der Fähigkeit zur gesprochenen oder geschriebenen Kommunikation
- Abnormale Muskelschwäche oder Ermüdung
- Krampfanfälle oder Komma bei Patienten unter hohen Dosen 5-Fluorouracil und bei Patienten mit Dihydropyrimidindehydrogenase-Mangel (DPD)
- Entzündung der Gallenblase
- Schädigung der Leberzellen (Fälle mit tödlichem Ausgang)
Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Blutvergiftung (septischer Schock)
- Neutropenische Sepsis (eine lebensbedrohliche Reaktion auf eine Infektion, die bei Patienten mit Neutropenie auftreten kann - niedrige Werte einer Art von weißen
Blutkörperchen, die als Teil des Immunsystems zur Bekämpfung von Infektionen im Blut arbeiten)
- Lungeninfektion
- Harnwegsinfektion, bakterielle Infektion der Harnwege
- Bakterielle Infektion der Haut mit Rötung, Schwellung und Schmerzen im infizierten Bereich
- Verringerung der Zahl der Granulozyten, einer Art von weißen Blutkörperchen
- Verminderter Appetit
- Desorientiertheit
- Fieber
- Taubheit oder Schwäche in Armen und Beinen
- Anfälle
- Hyperammonämische Enzephalopathie (eine Funktionsstörung des Gehirns, die durch erhöhte Ammoniakwerte verursacht wird)
- Gerinnsel in den Herzkammern, die sich lösen und Arterien im Körper verstopfen können, was beispielsweise zu einem Schlaganfall oder einer mangelnden Blutzufuhr zu einer Extremität führen kann
- Entzündung des Herzmuskels
- Entzündung der Haut, die rote schuppige Flecken verursacht und möglicherweise zusammen mit Schmerzen in den Gelenken und Fieber auftritt (kutaner Lupus erythematodes [CLE])
- Herzerkrankungen mit Brustschmerz, Kurzatmigkeit, Schwindel, Ohnmacht, unregelmäßigem Herzschlag (Stress-Kardiomyopathie)
- Blutungen
- Dunkler, klebriger Kot, der teilweise verdautes Blut enthält
- Brustkorbschmerzen
- Luft in der Darmwand
- Schwere Erkrankung mit Atembeschwerden, Erbrechen und Bauchschmerzen mit Muskelkrämpfen (Laktatazidose)
- Erkrankung, die durch Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Krampfanfälle und Sehstörungen gekennzeichnet ist (posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom [PRES])
- Schwere Komplikationen im Zusammenhang mit einem schnellen Abbau von Krebszellen, die hohe Konzentrationen von Harnsäure, Kalium und Phosphat verursachen (Tumorlysesyndrom)
- Verfärbung an der Injektionsstelle
- Erhöhte Blutspiegel von Triglyzeriden, einer Fettart
- Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Infusionsstelle während oder kurz nach der Injektion/Infusion (möglicherweise bedingt dadurch, dass die Injektion nicht korrekt in die Vene erfolgt)
- Vitamin-B1-Mangel und Wernicke-Enzephalopathie (Schädigung des Gehirns durch Vitamin-B1-Mangel)
- Entzündung des Dünn- und Dickdarms, die Schmerzen und Durchfall hervorruft und zum Absterben von Darmgewebe führen kann (Kolitis, Enterokolitis)
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung aufzubewahren?
Wie ist Fluorouracil Accord aufzubewahren?
- Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
- Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verwendbar bis“ bzw. ,,EXP‘‘ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Die Chargennummer bzw. Chargenbezeichnung wird nach der Abkürzung „Ch.-B.“ bzw. „Lot“ angeführt.
- Nicht über 25°C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
- Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nur zum Einmalgebrauch. Nicht verwendetes Arzneimittel entsorgen.
Dauer der Haltbarkeit nach Verdünnung
Während der Anwendung: Die chemische und physikalische Gebrauchsstabilität wurde für 24 Stunden bei 25°C mit Glucose 5% oder Natriumchlorid 0,9% zur Injektion oder Wasser zur Injektion bei einer Fluorouracil-Konzentration von 0,98 mg/ml nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht jedoch ist das Arzneimittel sofort zu verwenden. Bei nicht sofortiger Verwendung liegen Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung vor Gebrauch in der Verantwortung des Anwenders.
Dauer der Haltbarkeit ungeöffneter Durchstechflaschen
18 Monate. Nur zum Einmalgebrauch. Nicht verwendetes Arzneimittel entsorgen.
Nicht über 25°C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Sollte sich als Folge einer Aussetzung zu niedrigen Temperaturen eine Ausfällung gebildet haben, wird diese wie folgt beseitigt: unter kräftigem Schütteln auf 60 °C erwärmen. Vor der Verabreichung auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Das Arzneimittel ist zu entsorgen, wenn die Lösung braun oder dunkelgelb verfärbt zu sein scheint.
Weitere Informationen zu Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung
Was Fluorouracil Accord enthält
Der Wirkstoff von Fluorouracil Accord ist Fluorouracil.
Die anderen Bestandteile sind Wasser für Injektionszwecke, Natriumhydroxid und Salzsäure.
Wie Fluorouracil Accord aussieht und Inhalt der Packung
1 ml der Lösung enthält 50 mg Fluorouracil (IN SITU als Natriumsalz gebildet).
Fluorouracil Injektions- oder Infusionslösung ist eine klare, farblose bis leicht gelbe Lösung in einer Durchstechflasche aus Klarglas Typ I mit einem Gummistopfen verschlossen.
Jede 5 ml-Durchstechflasche enthält 250 mg Fluorouracil. Jede 10 ml-Durchstechflasche enthält 500 mg Fluorouracil. Jede 20 ml-Durchstechflasche enthält 1000 mg Fluorouracil. Jede 50 ml-Durchstechflasche enthält 2500 mg Fluorouracil. Jede 100 ml-Durchstechflasche enthält 5000 mg Fluorouracil.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer: Accord Healthcare B.V. Winthontlaan 200
3526 KV Utrecht Niederlande
Hersteller:
Accord Healthcare Polska Sp.z o.o., ul. Lutomierska 50, 95-200 Pabianice, Polen
Accord Healthcare Single Member S.A.
64th Km National Road Athens,
Lamia, Schimatari, 32009, Griechenland
Z. Nr.: 1-29257
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Name des | Bezeichnung des Arzneimittels |
| Mitgliedstaates | |
| Belgien | Fluorouracil Accord Healthcare 50 mg/ml, solution pour injection ou perfusion/ |
| oplossing voor injectie of infusie/ Lösung zur Injektion oder Infusion | |
| Austria | Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung |
| Bulgarien | Fluorouracil Accord 50 mg/ml Solution for Injection or Infusion |
| Dänemark | Fluorouracil Accord, injektions og infusionsvæske, opløsning |
| Deutschland | Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions-/ Infusionslösung |
| Estland | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, süste-või infusioonilahus |
| Finnland | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, injektio-/infuusioneste, liuos |
| Vereinigtes | Fluorouracil 50 mg/ml, Solution for Injection or Infusion |
| Königreich | |
| (Nordirland) | |
| Irland | Fluorouracil 50 mg/ml, Solution for Injection or Infusion |
| Island | Flúoróúracíl Accord 50 mg / ml stungulyf, lausn eða innrennsli |
| Italien | Fluorouracile AHCL 50 mg/ml, Soluzione per iniezione o infusione |
| Lettland | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, šķīdums injekcijām vai infūzijām |
| Litauen | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, injekcinis/infuzinis tirpalas |
| Malta | Fluorouracil 50 mg/ml, Solution for Injection or Infusion |
| Niederlande | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, oplossing voor injectie of infusie |
| Norwegen | Fluorouracil Accord 50 mg/ml injeksjons-/infusjonsvæske, oppløsning |
| Österreich | Fluorouracil Accord 50 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung |
| Polen | Fluorouracil Accord |
| Portugal | Fluorouracilo Accord |
| Rumänien | Fluorouracil Accord 50 mg/ml solutie injectabila sau perfuzabila |
| Schweden | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, Lösning för injektion och infusion |
| Slowakei | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, injekčný alebo infúzny roztok |
| Slowenien | Fluorouracil Accord 50 mg/ml raztopino za injiciranje ali infundiranje |
| Spanien | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, para inyección o infusión EFG |
| Tschechische | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, injekční/infuzi roztok |
| Republik | |
| Ungarn | Fluorouracil Accord 50 mg/ml, oldatos injekció vagy infúzió |
| Zypern | Fluorouracil 50 mg/ml, Solution for Injection or Infusion |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2026.
Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal vorgesehen:
ANWEISUNGEN ZUR ANWENDUNG/HANDHABUNG, ZUBEREITUNG UND ENTSORGUNG VON FLUOROURACIL ACCORD
Richtlinien zur Handhabung von Zytostatika
Fluorouracil ist nur von einem qualifizierten Arzt oder unter der Aufsicht eines qualifizierten Arztes, der in der Anwendung von Chemotherapeutika Erfahrung hat, zu verabreichen.
Fluorouracil Injektionslösung darf nur von Fachpersonal, das in der sicheren Handhabung des Präparates geschult ist, zur Anwendung zubereitet werden. Die Zubereitung muss nur in einer aseptischen Schutzkammer oder Räumen erfolgen, die für die Zubereitung von Zytostatika bestimmt sind.
Im Fall von Verschütten müssen Anwender Handschuhe, Schutzmaske, Augenschutz und Einmalschürze anziehen und die verschüttete Substanz mit absorbierenden Tüchern, die zu diesem Zweck in dem Bereich bereit gehalten werden, aufwischen. Nach Reinigung des Bereiches müssen alle verunreinigten Stoffe in einen Entsorgungsbeutel oder -eimer für zytotoxischen Substanzen gegeben und zur Verbrennung versiegelt werden.
Verunreinigung
Fluorouracil ist ein Reizmittel, daher ist Kontakt mit der Haut und Schleimhaut zu vermeiden.
Im Fall von Kontakt mit der Haut oder den Augen ist die betroffene Stelle mit reichlich Wasser oder normaler physiologischer Kochsalzlösung zu waschen. Hydrocortison-Creme 1% kann verwendet werden, um das vorübergehende stechende Gefühl der Haut zu behandeln. Ärztlicher Rat ist einzuholen, falls die Augen betroffen sind, oder wenn das Präparat eingeatmet oder eingenommen wurde.
Erste Hilfe
Augenkontakt: sofort mit Wasser ausspülen und ärztlichen Rat einholen.
Hautkontakt: sorgfältig mit Wasser und Seife waschen sowie verunreinigte Bekleidung entfernen.
Inhalation, Ingestion: ärztlichen Rat einholen.
Beseitigung
Injektionsspritzen, Behälter, absorbierende Stoffe, Lösungen und andere verunreinigte Materialien müssen in eine dicke Plastiktüte oder einen anderen undurchlässigen Behälter gegeben werden, als zytotoxischer Abfall gekennzeichnet und bei mindestens 700°C verbrannt werden.
Chemische Desaktivierung kann mit 5%-igem Natriumhypochlorid über einen Zeitraum von 24 Stunden erreicht werden.
Anweisungen für die Zubereitung
- Chemotherapeutika dürfen nur von Fachpersonal, das in der sicheren Anwendung des Präparates geschult ist, zur Anwendung zubereitet werden.
- Tätigkeiten wie die Rekonstitution von Pulver und der Transfer in Injektionsspritzen ist nur in einem dafür vorgesehenen Bereich durchzuführen.
- Personal, das diese Verfahren ausführt, muss durch entsprechende Bekleidung ausreichend geschützt sein: zwei Paar Handschuhe, eines Latex, das andere PVC (wobei die Latexhandschuhe unter den PVC-Handschuhen getragen werden), dies berücksichtigt die
unterschiedliche Durchlässigkeit der verschiedenen Zytostatika, sowie Augenschutz. Bei der Zubereitung und Verabreichung zytotoxischer Mittel sind immer Luer-Lock-Spritzen und Verbindungsstücke zu verwenden.
- Schwangerem Personal wird davon abgeraten, Chemotherapeutika zu handhaben.
- Vor Verwendung sind nationale Richtlinien zu beachten.
Anweisungen zum Gebrauch
Fluorouracil Accord kann als intravenöse Injektion als Bolusinjektion, Infusion oder Dauerinfusion verabreicht werden.
Inkompatibilitäten
Fluorouracil ist inkompatibel mit Calciumfolinat, Carboplatin, Cisplatin, Cytarabin, Diazepam, Doxorubicin, Droperidol, Filgrastim, Galliumnitrat, Methotrexat, Metoclopramid, Morphin, Ondansetron, parenteraler Ernährung, Vinorelbin sowie anderen Anthrazyklinen. Die zubereiteten Lösungen sind alkalisch und es wird empfohlen, den Zusatz von sauren Arzneimitteln oder Präparaten zu vermeiden.
Mangels Kompatibilitätsstudien darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln vermischt werden.
Dauer der Haltbarkeit und Aufbewahrung
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



