Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
RINDER, PFERDE, SCHWEINE: Zur Behandlung von Infektionskrankheiten im frühen Stadium der Infektion, die durch Sulfadimethoxin- und Trimethoprim-empfindliche Erreger hervorgerufen sind: Primär- und Sekundärinfektionen des: Atmungsapparates Magen-Darm-Traktes Harn- und Geschlechtsapparates
- Zieltierarten
- Rind, Pferd, Schwein
- Wartezeit
- Rind, Pferd, Schwein: Essbare Gewebe: 10 Tage Rind: Milch: 5 Tage Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
- Wirkstoff(e)
- Trimethoprim, Sulfadimethoxin
- Zulassungsinhaber
- Serumwerk Bernburg AG
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- Anwendungsgebiete
- Harnwegsinfektionen
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine bei Tieren angewendet?
RINDER, PFERDE, SCHWEINE:
Zur Behandlung von Infektionskrankheiten im frühen Stadium der Infektion, die durch Sulfadimethoxin- und Trimethoprim-empfindliche Erreger hervorgerufen sind:
Primär- und Sekundärinfektionen des:
- Atmungsapparates
- Magen-Darm-Traktes
- Harn- und Geschlechtsapparates
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Für welche Tiere ist Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine zugelassen?
Rind, Pferd, Schwein
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- Acidurie
- Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide oder Trimethoprim
- Resistenz gegen Sulfonamide oder Trimethoprim
- Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Schädigung des hämatopoetischen Systems
- Krankheiten, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme bzw. Flüssigkeitsverlusten einhergehen.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Zur Vermeidung von Nierenschädigungen durch Kristallurie ist während der Behandlung für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen; eventuell kann der Harn alkalisiert werden.
Die Anwendung bei Neugeborenen erfordert strenge Indikationsstellung. Die Anwendung sollte unter Berücksichtigung eines Antibiogramms erfolgen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Zur Vermeidung einer Sensibilisierung oder einer Kontaktdermatitis sind direkter Hautkontakt sowie Einatmung bei der Be- oder Verarbeitung und/oder Anwendung zu vermeiden. Tragen Sie dazu eine Staubmaske und Handschuhe.
Trächtigkeit:
Die Anwendung bei trächtigen Tieren erfordert strenge Indikationsstellung.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Lokalanästhetika aus der Gruppe der Paraaminobenzoesäureester (Procain, Tetracain) können die Wirkung von Sulfonamiden lokal aufheben.
Überdosierung:
Bei Überdosierung sind die noch im Magen befindlichen Substanzreste durch salinische Laxantien zu entfernen. Zusätzlich zu Vitamin K- oder Folsäure-Gabe ist eine Erhöhung der renalen Sulfonamid- Ausscheidung durch alkalisierende Mittel (z. B. Natriumbikarbonat) angezeigt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
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Wie wird Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Art der Anwendung:
Zum Eingeben / Zum Eingeben über das Futter
Rinder, Pferde, Schweine:
20 mg Gesamtwirkstoff aus Sulfadimethoxin + Trimethoprim/kg KGW/Tag, entsprechend 1 g Pulvermischung /25 kg KGW/Tag.
Bei Muttersauen tägliche Medikation 3 – 4 Tage vor und 2 – 3 Tage nach dem Geburtstermin.
Die angegebenen Dosierungen gelten nur bei vorliegender Empfindlichkeit der Erreger gegen beide Einzelkomponenten.
Dauer der Anwendung:
Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 3 – 7 Tage.
Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden. Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung durchzuführen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und/oder bei Tieren mit Inappetenz muss eine parenterale Therapie erfolgen.
Die benötigten Mengen des Pulvers sind abzuwiegen.
Zum Eingeben über das Futter:
Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.
Das Pulver ist vor jeder Applikation so in einen Teil des Futters frisch einzumengen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird und ist vor der eigentlichen Fütterung zu verabreichen. Um eine gleichmäßige Futteraufnahme für alle Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes
Futterplatzangebot sicherzustellen. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere während der Behandlung im Stall gehalten werden.
Nach Behandlungsende sind die Futtertröge und Kotplätze gründlich zu reinigen.
Welche Wartezeit gilt für Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine?
| Rind, Pferd, Schwein: | Essbare Gewebe: | 10 Tage |
| Rind: | Milch: | 5 Tage |
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Welche Nebenwirkungen kann Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine beim Tier haben?
| Rind, Pferd, Schwein: | ||
| Gelegentlich | Hämaturie (Blut im Urin))1, Kristallurie (vermehrtes | |
| (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte | Auftreten von Kristallen im Urinsediment)1, | |
| Tiere): | Nierenkoliken1, zwanghafter Harnabsatz1 | |
| Sehr selten | Verdauungsstörungen2, allergische Reaktionen3 | |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): | ||
| Unbestimmte Häufigkeit: | Blutbildveränderungen, Nieren- und Leberschädigungen | |
1 Insbesondere bei langanhaltender Behandlung mit Sulfonamiden. Bei auf Kristallausfällung hinweisenden Symptomen ist die Behandlung mit Sulfonamiden sofort abzubrechen und Flüssigkeit, u. U. mit Zusatz von Natriumbikarbonat, zu verabreichen.
2 Besonders nach oraler Verabreichung hoher Dosen.
3 Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und symptomatisch zu behandeln:
Bei anaphylaktischen Schockreaktionen: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v. Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.
Schwein:
| Unbestimmte Häufigkeit: | Hämorrhagisches Syndrom (Jungtiere)4 |
4Bei länger dauernder Behandlung ist ein hämorrhagisches Syndrom mit Todesfällen beschrieben worden. Die Behandlung ist daher auf die vorgeschriebene Dauer zu begrenzen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist bei Schweinen während der Behandlung die gleichzeitige prophylaktische Vitamin-K-Supplementierung sinnvoll. Einstreulose Flatdeckhaltung sowie Ganzspaltenböden verhindern die Koprophagie und damit die Aufnahme von Vitamin K; diese Haltungsformen stellen einen prädisponierenden Faktor dar.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder
können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage. Vor Licht und Feuchtigkeit schützen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% 417 mg/g + 83 mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine
Bezeichnung des Tierarzneimittels
SULFADIMETHOXIN + TRIMETHOPRIM 50%, 417 mg/g + 83 mg/g, Pulver zum Eingeben für Rinder, Pferde, Schweine
Zusammensetzung
| 1 g enthält: | |
| Wirkstoffe: | |
| Sulfadimethoxin | 416,67 mg |
| Trimethoprim | 83,33 mg |
Feines weißes Pulver
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.-Nr.: 400016.00.00
Packungsgrößen: 200 g, 1 kg.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
27.06.2023
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktangaben
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
Serumwerk Bernburg AG
Hallesche Landstraße 105 b 06406 Bernburg
Tel.: +49 (0)3471 860 4300
Verschreibungspflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


