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Medikamente

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 5 mg/5 mg Hartkapseln Ramipril/Amlodipin 089PHARM 5 mg/10 mg Hartkapseln Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/10 mg Hartkapseln Anwendungsgebiete Ramipril/Amlodipin 089PHARM ist angezeigt als Substitutionstherapie zur Behandlung der Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck …

Wirkstoff(e)
Ramipril, Amlodipin
Zulassungsinhaber
089PHARM GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
C09BB07

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln angewendet?

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 5 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 5 mg/10 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/10 mg Hartkapseln

Anwendungsgebiete

Ramipril/Amlodipin 089PHARM ist angezeigt als Substitutionstherapie zur Behandlung der

Hypertonie bei Patienten, deren Blutdruck ausreichend durch die gleichzeitige Einnahme der

Einzelpräparate in der gleichen Dosisstärke wie in der Kombination ausreichend eingestellt ist, jedoch als separate Arzneimittel verabreicht werden, ausreichend eingestellt ist.

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Was ist vor der Einnahme von Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln zu beachten?

Gegenanzeigen

Im Zusammenhang mit Ramipril/Amlodipin 089PHARM

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Dihydropyridine, andere ACE (Angiotensin Converting Enzyme)-Hemmer oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Im Zusammenhang mit Ramipril:

  • Vorgeschichte von Angioödem (erblich, idiopathisch früheres Angioödem aufgrund der
    Einnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-II-Antagonisten)
  • Extrakorporale Behandlungen, die zu einem Kontakt von Blut mit negativ geladenen
    Oberflächen führen (siehe Abschnitt 4.5)
  • Signifikante beidseitige Nierenarterienstenose oder Nierenarterienstenose bei nur einer funktionsfähigen Niere
  • Zweites und drittes Trimester der Schwangerschaft (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)
  • Ramipril darf nicht bei hypotensiven oder hämodynamisch instabilen Patienten angewandt werden
  • Die gleichzeitige Anwendung von Ramipril/Amlodipin 089PHARM mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion
    (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).
  • Gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril/Valsartan-Therapie. Die Behandlung mit Ramipril/Amlodipin 089PHARM darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis
    Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.5).

Im Zusammenhang mit Amlodipin:

  • Schwere Hypotonie
  • Schock (einschließlich kardiogener Schock)
  • Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts (z. B. höhergradige Aortenstenose)
  • Hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Im Zusammenhang mit Ramipril:

Besondere Patientengruppen

Schwangerschaft:

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden.

Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und,

wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Patienten mit stark erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems

Es besteht das Risiko eines plötzlichen ausgeprägten Blutdruckabfalls und einer Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung. Dies gilt insbesondere, wenn ein ACE-Hemmer zum 1. Mal oder erstmals gleichzeitig mit einem Diuretikum verabreicht wird oder bei der 1.

Dosissteigerung.

Eine signifikante Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, die eine ärztliche

Überwachung mit Kontrolle des Blutdrucks erfordert, ist z. B. bei folgenden Patienten zu erwarten:

  • Patienten mit schwerer Hypertonie
  • Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz
  • Patienten mit einer hämodynamisch relevanter linksventrikulärer Ein- oder Ausflussbehinderung (z. B. Aorten- oder Mitralklappenstenose)
  • Patienten mit einseitiger Nierenarterienstenose mit einer zweiten funktionsfähigen Niere
  • Patienten mit manifestem oder latentem Flüssigkeits- oder Salzmangel (einschließlich
    Patienten mit Diuretika)
  • Patienten mit Leberzirrhose und/oder Aszites
  • Patienten, bei denen ein größerer operativer Eingriff durchgeführt wird oder während einer Anästhesie mit Arzneimitteln, die eine Hypotonie verursachen können.

Es wird allgemein empfohlen, eine Dehydratation, Hypovolämie oder Salzmangel vor dem

Behandlungsbeginn zu korrigieren (bei Patienten mit Herzinsuffizienz müssen solche Korrekturmaßnahmen jedoch sorgfältig mit dem Risiko der Volumenüberlastung abgewogen

werden).

  • Vorübergehende oder anhaltende Herzinsuffizienz nach Myokardinfarkt
  • Patienten mit dem Risiko der kardialen oder zerebralen Ischämie im Fall der akuten

Hypotonie

Während der Anfangsphase der Behandlung muss der Patient sorgfältig ärztlich überwacht werden.

• Ältere Patienten

Siehe Abschnitt 4.2.

Operation

Es wird empfohlen, die Behandlung mit Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmern, wie Ramipril, möglichst einen Tag vor der geplanten Operation auszusetzen.

Überwachung der Nierenfunktion

Die Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung überwacht werden und eine entsprechende Dosisanpassung insbesondere während der ersten Behandlungswochen

vorgenommen werden. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion bedürfen einer besonders

engmaschigen Kontrolle (siehe Abschnitt 4.2). Insbesondere bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz oder nach Nierentransplantation besteht das Risiko einer Nierenfunktionsstörung.

Überempfindlichkeit/Angioödem

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, einschließlich Ramipril, wurde über das Auftreten von Angioödemen berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Im Fall von Angioödemen ist Ramipril abzusetzen.

Es sollte unverzüglich eine Notfallbehandlung eingeleitet werden. Patienten sollten mindestens

12 bis 24 Stunden in Beobachtung bleiben und erst nach dem vollständigen Abklingen der

Symptome entlassen werden.

Bei Patienten unter ACE-Hemmern, einschließlich Ramipril, wurde über das Auftreten von intestinalen Angioödemen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Diese Patienten litten unter Abdominalschmerzen (mit oder ohne Übelkeit oder Erbrechen).

Eine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert. Eine Behandlung mit Sacubitril/Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach der letzten Dosis Ramipril/Amlodipin 089PHARM begonnen werden. Eine Behandlung mit Ramipril/Amlodipin 089PHARM darf frühestens 36 Stunden nach der letzten

Dosis Sacubitril/Valsartan begonnen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B.

Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko von Angioödemen führen (z. B. Anschwellen der Atemwege oder der Zunge, mit oder ohne Beeinträchtigung der Atmung) (siehe Abschnitt 4.5). Vorsicht ist geboten, wenn die Behandlung

mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits einen ACE-Hemmer einnehmen.

Anaphylaktische Reaktionen während einer Hyposensibilisierung

Die Wahrscheinlichkeit und Schwere anaphylaktischer und anaphylaktoider Reaktionen auf Insektengift und andere Allergene wird unter ACE-Hemmung erhöht. Eine vorübergehende Absetzung von Ramipril sollte vor der Hyposensibilisierung in Erwägung gezogen werden.

Hyperkaliämie

ACE-Hemmer können Hyperkaliämie verursachen, da sie die Freisetzung von Aldosteron hemmen.

Diese Wirkung ist für gewöhnlich bei Patienten mit normaler Nierenfunktion nicht bedeutend. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und/oder bei Patienten, die Kaliumpräparate einnehmen (einschließlich Salzersatz), kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Co-Trimoxazol, auch

bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol, sowie insbesondere Aldosteronantagonisten oder Angiotensin-Rezeptorantagonisten, bei Patienten im Alter über 70 Jahren, bei Patienten mit

unkontrolliertem Diabetes mellitus, oder bei Patienten, die andere Wirkstoffe einnehmen, die mit

Anstiegen des Kaliumspiegels im Serum verbunden sind, oder bei solchen Zuständen wie

Dehydratation, akute kardiale Dekompensation, metabolische Azidose kann eine Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptorantagonisten sollten bei Patienten,

die ACE-Hemmer erhalten, vorsichtig eingesetzt werden, und der Kaliumspiegel im Serum sowie die Nierenfunktion sollten überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).

Hyponatriämie

Das Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH) und eine nachfolgende Hyponatriämie wurden bei einigen mit Ramipril behandelten Patienten beobachtet.

Es wird empfohlen, die Natriumspiegel im Serum bei älteren und anderen Patienten mit einem Risiko für Hyponatriämie regelmäßig zu überwachen.

Neutropenie/Agranulozytose

In seltenen Fällen wurden Neutropenie/Agranulozytose sowie Thrombozytopenie und Anämie beobachtet, auch über Knochenmarkdepression wurde berichtet. Zur Erkennung einer möglichen

Leukopenie wird eine Kontrolle der Leukozytenwerte empfohlen. Eine häufigere Überwachung ist ratsam in der Anfangsphase der Behandlung sowie bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion, bei Patienten mit gleichzeitig bestehender Kollagenose (z. B. Lupus erythematodes

oder Sklerodermie) und allen Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen des Blutbilds verursachen können (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8).

Ethnische Unterschiede

ACE-Hemmer verursachen eine höhere Rate von Angioödemen bei schwarzen Patienten als bei nicht schwarzen Patienten.

So, wie bei anderen ACE-Hemmern auch, kann Ramipril weniger wirksam sein bei der Senkung des Blutdrucks in der schwarzen Bevölkerung als bei nicht schwarzen Patienten, möglicherweise bedingt durch eine höhere Häufigkeit von Bluthochdruck mit niedrigem Reninspiegel bei

Hypertonikern mit schwarzer Hautfarbe.

Husten

Husten wurde bei der Anwendung von ACE-Hemmern berichtet. Charakteristisch ist, dass der

Husten unproduktiv und anhaltend ist und nach Beendigung der Therapie abklingt. Durch ACE- Hemmer induzierter Husten sollte bei der Differentialdiagnose von Husten berücksichtigt werden.

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II- Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des

RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Im Zusammenhang mit Amlodipin:

Hypertensive Krise

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Amlodipin bei einer hypertensiven Krise konnte bisher nicht bestätigt werden.

Herzinsuffizienz

Bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz mit Calciumkanalblockern ist Vorsicht geboten. In einer placebokontrollierten Langzeitstudie gab es im Vergleich zur Placebogruppe bei

Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen III und IV) unter Amlodipin vermehrte Berichte von Lungenödemen (siehe Abschnitt 5.1). Calciumkanalblocker, einschließlich

Amlodipin, sollten bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da sie das Risiko zukünftiger kardiovaskulärer Ereignisse sowie das Mortalitätsrisiko erhöhen können.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Halbwertzeit von Amlodipin verlängert und die AUC-Werte sind höher; Dosisempfehlungen bestehen nicht. Amlodipin sollte daher bei

diesen Patienten am unteren Ende des Dosierungsbereichs begonnen werden und sowohl bei

Therapiebeginn als auch bei einer Dosiserhöhung mit Vorsicht verabreicht werden. Bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion können eine langsame Dosistitration sowie engmaschige Überwachung notwendig sein.

Ältere Patienten

Bei älteren Menschen sollte die Erhöhung der Dosis mit Vorsicht durchgeführt werden (siehe

Abschnitte 4.2 und 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Amlodipin kann bei derartigen Patienten in üblichen Dosierungen angewendet werden. Zwischen dem Grad der Nierendysfunktion und den Veränderungen der Amlodipinplasmaspiegel besteht

keine Korrelation. Amlodipin ist nicht dialysierbar.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Im Zusammenhang mit Ramipril:

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der

ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen,

schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem

Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine

alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten

Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie,

Hyperkaliämie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab

dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf

Hypotonie untersucht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Im Zusammenhang mit Amlodipin:

Die Sicherheit von Amlodipin während der Schwangerschaft konnte bisher noch nicht bestätigt

werden.

In tierexperimentellen Studien wurde bei hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität beobachtet

(siehe Abschnitt 5.3).

Eine Anwendung während der Schwangerschaft wird nur dann empfohlen, wenn keine sichereren

Therapiealternativen zur Verfügung stehen und die Krankheit ein höheres Risiko für Mutter und Fötus bedingt.

Stillzeit:

Im Zusammenhang mit Ramipril:

Da ungenügende Erkenntnisse zur Anwendung von Ramipril in der Stillzeit vorliegen, wird

Ramipril nicht empfohlen. Eine alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten

Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden.

Im Zusammenhang mit Amlodipin:

Amlodipin geht beim Menschen in die Muttermilch über. Der Anteil der mütterlichen Dosis, der auf den Säugling übergeht, wird in einem Interquartilbereich von 3 bis 7 % geschätzt, mit einem Maximum von 15 %. Es ist nicht bekannt, ob Amlodipin Auswirkungen auf Säuglinge hat. Bei der

Entscheidung, entweder weiter zu stillen/ abzustillen oder die Behandlung mit Amlodipin fortzusetzen/abzusetzen, sind der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Therapie mit Amlodipin für die Mutter zu berücksichtigen.

Fruchtbarkeit:

Im Zusammenhang mit Amlodipin:

Bei einigen Patienten, die mit Calciumblockern behandelt worden waren, wurden reversible biochemische Veränderungen im Kopfteil der Spermatozoen beobachtet. Die klinischen Daten in

Hinblick auf einen möglichen Einfluss von Amlodipin auf die Fertilität sind noch ungenügend. In einer Studie an Ratten zeigten sich Auswirkungen auf die Fertilität der männlichen Tiere (siehe

Abschnitt 5.3).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Wie wird Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln angewendet?

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene

Die empfohlene Tagesdosis beträgt eine Kapsel der angegebenen Stärke.

Die Fixkombination ist nicht für die Initialtherapie geeignet.

Falls die Anpassung der Dosierung erforderlich ist, kann die Dosis von Ramipril/Amlodipin 089PHARM geändert werden, oder die individuelle Titration der Bestandteile einer beliebigen

Kombination in Betracht gezogen werden.

Besondere Patientengruppen

Mit Diuretika behandelte Patienten

Bei Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, ist Vorsicht geboten, da es bei diesen Patienten zu Flüssigkeits- und/oder Salzmangel kommen kann.

Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel im Serum sollten überwacht werden (siehe Abschnitte

4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion darf die Behandlung mit Ramipril nur unter genauer ärztlicher Überwachung eingeleitet werden, und die maximale tägliche Dosis beträgt

2,5 mg Ramipril. Dosierungen von 2,5 mg Ramipril können mit diesem Arzneimittel nicht erreicht

werden.

Im Fall einer eingeschränkten Leberfunktion kann die Elimination von Amlodipin verlängert sein.

Exakte Dosisempfehlungen in Bezug auf Amlodipin wurden nicht festgelegt, das Arzneimittel sollte jedoch mit besonderer Vorsicht bei diesen Patienten verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Nierenfunktionsstörung:

Um die optimale Anfangsdosis und Erhaltungsdosis bei Patienten mit eingeschränkter

Nierenfunktion zu ermitteln, sollte eine individuelle Dosisanpassung durch getrenntes Einstellen der Ramipril- und Amlodipin-Komponente erfolgen (Einzelheiten hierzu finden sich in den

Fachinformationen der jeweiligen Einzelkomponenten). Ramipril/Amlodipin 089PHARM wird nur für Patienten empfohlen, die auf 5 mg Ramipril als optimale Erhaltungsdosis während der

Dosistitration von Ramipril umgestellt wurden.

Die Tagesdosis von Ramipril bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte auf der

Kreatinin-Clearance basieren:

  • wenn die Kreatinin-Clearance ≥ 60 ml/min beträgt, besteht keine Notwendigkeit der
    Anpassung der Anfangsdosis (2,5 mg/Tag); die maximale Tagesdosis beträgt 10 mg;
  • wenn die Kreatinin-Clearance zwischen 30-60 ml/min beträgt, besteht keine Notwendigkeit der Anpassung der Anfangsdosis (2,5 mg/Tag); die maximale Tagesdosis beträgt 5 mg;
  • wenn die Kreatinin-Clearance zwischen 10-30 ml/min beträgt, beträgt die Anfangsdosis 1,25 mg/Tag und die maximale Tagesdosis beträgt 5 mg;
  • bei Hämodialysepatienten mit Hypertonie ist Ramipril leicht dialysierbar; die Anfangsdosis beträgt 1,25 mg/Tag und die maximale Dosis beträgt 5 mg; das Arzneimittel sollte einige

Stunden nach der Durchführung der Hämodialyse verabreicht werden.

Amlodipin ist nicht dialysierbar. Es sollte daher bei Dialysepatienten mit Vorsicht angewandt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel im Serum sollten während der Behandlung mit

Ramipril/Amlodipin 089PHARM überwacht werden. Falls sich die Nierenfunktion verschlechtert, wird empfohlen, die Behandlung mit Ramipril/Amlodipin 089PHARM abzubrechen und stattdessen die Einzelkomponenten in entsprechend angepasster Dosierung zu verabreichen.

Ältere Patienten

Die Anfangsdosierungen sollten niedriger sein und eine nachfolgende Dosistitration sollte allmählicher erfolgen, da die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen höher ist. Bei sehr alten und

gebrechlichen Patienten wird Ramipril/Amlodipin 089PHARM nicht empfohlen.

Bei älteren Menschen können die normalen Dosierungsschemata von Amlodipin verwendet werden, bei der Dosistitration ist jedoch Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Ramipril/Amlodipin 089PHARM wird nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter dem Alter von 18 Jahren empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und

Wirksamkeit vorliegen.

Die aktuell verfügbaren Daten für die Bestandteile Ramipril und Amlodipin werden in den Abschnitten 4.8, 5.1, 5.2 und 5.3 beschrieben, aber es kann keine spezifische Empfehlung für die

Dosierung gemacht werden.

Art der Anwendung

Ramipril/Amlodipin 089PHARM ist für die orale Einnahme bestimmt. Ramipril/Amlodipin 089PHARM kann einmal täglich, zur selben Tageszeit, mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die Kapseln sollten nicht gekaut oder zerdrückt werden.

Überdosierung

Im Zusammenhang mit Ramipril:

Symptome:

Die mit einer Überdosierung von ACE-Hemmern verbundenen Symptome können übermäßige periphere Vasodilatation (mit markierter Hypotonie, Schock), Bradykardie, Elektrolytstörungen

und Nierenversagen umfassen.

Behandlung:

Der Patient sollte genau überwacht und die Behandlung symptomatisch und unterstützend sein. Empfohlene Maßnahmen umfassen die primäre Detoxifikation (Magenspülung, Verabreichung von Adsorbentien) sowie Maßnahmen zur Wiederherstellung des hämodynamischen Gleichgewichts, einschließlich der Verabreichung von Alpha1-adrenergen Antagonisten oder Verabreichung von

Angiotensin II (Angiotensinamid). Ramiprilat, der aktive Metabolit von Ramipril, ist kaum dialysierbar.

Im Zusammenhang mit Amlodipin:

Die Erfahrungen mit beabsichtigten Überdosierungen bei Menschen sind begrenzt.

Symptome

Die vorliegenden Daten lassen vermuten, dass eine markante Überdosierung zu ausgeprägter peripherer Vasodilatation und möglicherweise zu reflektorischer Tachykardie führen kann. Ausgeprägte und möglicherweise anhaltende systemische Hypotonie bis hin zu und einschließlich einer tödlichen Schockreaktion wurden berichtet.

Als Folge einer Überdosierung mit Amlodipin wurde selten von nicht-kardiogenem Lungenödem berichtet, welches sich verzögert manifestieren kann (24-48 Stunden nach Einnahme) und

Beatmungshilfe erforderlich macht. Frühzeitige Wiederbelebungsmaßnahmen (einschließlich Flüssigkeitsüberschuss) zum Erhalt der Durchblutung und der Herzleistung können Auslöser sein.

Behandlung

Bei klinisch relevanter Hypotonie aufgrund einer Überdosis Amlodipin bedarf es aktiver Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems einschließlich engmaschiger Überwachung von Herz- und Lungenfunktion, Hochlagerung der Extremitäten und Kontrolle der Flüssigkeitsbilanz und der

Urinausscheidung.

Zur Wiederherstellung des Gefäßtonus und des Blutdrucks kann ein Vasokonstriktor verabreicht werden, sofern dieser nicht kontraindiziert ist. Intravenös verabreichtes Calciumgluconat kann bei

der Umkehr der Effekte der Calciumkanalblockade von Nutzen sein.

Eine Magenspülung kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Bei gesunden Probanden hat sich gezeigt, dass durch die Gabe von Aktivkohle bis zu 2 Stunden nach der Einnahme von 10 mg

Amlodipin die Resorption von Amlodipin verringert wird.

Da Amlodipin in großem Umfang an Plasmaproteine gebunden wird, ist eine Dialyse nicht erfolgversprechend.

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Welche Nebenwirkungen hat Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Im Zusammenhang mit Ramipril

Gegenanzeigen für die gleichzeitige Anwendung

Extrakorporale Behandlungen, bei denen es zu einem Kontakt zwischen Blut und negativ geladenen Oberflächen kommt, wie Dialyse oder Hämofiltration mit bestimmten High-Flux-

Membranen (z. B. Polyacrylnitrilmembranen) und Low-Density-Lipoprotein-Apherese mit

Dextransulfat aufgrund eines erhöhten Risikos schwerer anaphylaktoider Reaktionen (siehe

Abschnitt 4.3). Wenn eine solche Behandlung erforderlich ist, sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran oder einer anderen Antihypertensiva-Klasse erwogen werden.

Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmer mit Sacubitril/Valsartan ist wegen des erhöhten Risikos eines Angioödems kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch die kombinierte Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin- Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-

Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten

Nierenversagens) einhergeht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Kaliumsparende Diuretika, Kaliumergänzungsmittel oder kaliumhaltiger Salzersatz:

Obwohl der Kaliumspiegel im Serum normalerweise innerhalb der normalen Grenzen bleibt, kann bei manchen mit Ramipril behandelten Patienten Hyperkaliämie auftreten. Kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren, oder Amilorid), Kaliumergänzungsmittel, oder kaliumhaltiger Salzersatz können zu bedeutenden Anstiegen des Kaliumspiegels im Serum führen.

Vorsicht ist auch bei der gemeinsamen Verabreichung von Ramipril mit anderen Mitteln geboten, die den Kaliumspiegel im Serum erhöhen, wie Trimethoprim und Cotrimoxazol

(Trimethoprim/Sulfamethoxazol), da Trimethoprim dafür bekannt ist, wie Amilorid als

kaliumsparendes Diuretikum zu wirken. Daher wird die Kombination von Ramipril mit den oben erwähnten Arzneimitteln nicht empfohlen. Wenn die gleichzeitige Anwendung angezeigt ist, sollten sie vorsichtig und unter häufiger Überwachung des Kaliumspiegels im Serum erfolgen.

Ciclosporin: Hyperkaliämie kann während der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern mit

Ciclosporin auftreten. Die Überwachung von Kalium im Serum wird empfohlen.

Heparin: Hyperkaliämie kann während der gleichzeitigen Anwendung von ACE-Hemmern mit

Heparin auftreten. Die Überwachung von Kalium im Serum wird empfohlen.

Sonstige, Kalium im Plasma erhöhende Wirkstoffe (einschließlich Angiotensin-II-Antagonisten, Tacrolimus): Hyperkaliämie kann auftreten, daher ist eine strenge Überwachung des

Kaliumspiegels im Serum erforderlich.

Antihypertensiva (z. B. Diuretika) und andere Stoffe, die den Blutdruck senken können (z. B. Nitrate, trizyklische Antidepressiva, Anästhetika, akuter Alkoholkonsum, Baclofen, Alfuzosin,

Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin, Terazosin): Eine Verstärkung des Risikos eines Blutdruckabfalls ist zu erwarten (siehe Abschnitt 4.2 für Diuretika).

Vasopressor-Sympathomimetika und andere Stoffe (z. B. Isoproterenol, Dobutamin, Dopamin,

Epinephrin), die die antihypertensive Wirkung von Ramipril reduzieren können: Die Überwachung des Blutdrucks wird empfohlen.

Allopurinol, Immunsuppressiva, Corticosteroide, Procainamid, Zytostatika und andere Stoffe, die das Blutbild verändern können: Erhöhte Wahrscheinlichkeit hämatologischer Reaktionen (siehe

Abschnitt 4.4).

Lithiumsalze: Die Ausscheidung von Lithiumsalzen kann durch ACE-Hemmer gesenkt werden, so dass die toxische Wirkung von Lithium zunehmen kann. Der Lithiumspiegel muss beobachtet werden.

Antidiabetika einschließlich Insulin: Es kann zu einer Hypoglykämie kommen. Die Überwachung des Blutzuckerspiegels wird empfohlen.

Nicht-steroidale Antirheumatika und Acetylsalicylsäure: Die Reduzierung der antihypertensiven Wirkung von Ramipril ist zu erwarten. Außerdem kann die gleichzeitige Behandlung mit ACE-

Hemmern und NSAIDs das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines Anstiegs des Serumkaliumspiegels erhöhen.

mTOR-Hemmer, Racecadotril, Vildagliptin: Die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern mit

Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin kann zu einem erhöhten Risiko von Angioödemen führen (siehe Abschnitt 4.4).

Im Zusammenhang mit Amlodipin

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Amlodipin

CYP3A4-Hemmer: Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit starken oder moderaten CYP3A4-Hemmern (Proteaseinhibitoren, Azol-Antimykotika, Makrolide wie Erythromycin oder

Clarithromycin sowie Verapamil oder Diltiazem) kann zu einem signifikanten Anstieg der Amlodipin-Exposition führen. Die klinischen Konsequenzen der geänderten Pharmakokinetik können bei älteren Patienten ausgeprägter sein. Daher können eine klinische Kontrolle sowie eine

Dosisanpassung notwendig werden.

Clarithromycin ist ein CYP3A4-Inhibitor. Es besteht ein erhöhtes Risiko der Hypotonie bei

Patienten, die Clarithromycin mit Amlodipin erhalten. Bei gleichzeitiger Gabe von Clarithromycin und Amlodipin wird eine engmaschige Überwachung der Patienten empfohlen.

CYP3A4-Induktoren: Bei gleichzeitiger Anwendung von bekannten CYP3A4-Induktoren kann es

zu unterschiedlichen Plasmaspiegeln von Amlodipin kommen. Somit sollte der Blutdruck

überwacht und eine Dosisregulierung in Betracht gezogen werden, sowohl während als auch nach der gleichzeitigen Gabe insbesondere von starken CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut [Hypericum perforatum]).

Die gleichzeitige Anwendung von Amlodipin mit Grapefruit oder Grapefruitsaft wird nicht empfohlen, weil dadurch die Bioverfügbarkeit von Amlodipin bei einigen Patienten erhöht sein kann. Dies würde zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen.

Dantrolen (Infusion): Bei Tieren wurde nach Verabreichung von Verapamil und intravenösem

Dantrolen letales Kammerflimmern und Kreislaufkollaps in Verbindung mit Hyperkaliämie beobachtet. Aufgrund des Hyperkaliämie-Risikos wird empfohlen, eine gleichzeitige Gabe von Calciumblockern wie Amlodipin bei Patienten, die empfänglich für eine maligne Hyperthermie

sind oder wegen einer malignen Hyperthermie behandelt werden, zu vermeiden.

Wirkung von Amlodipin auf andere Arzneimittel

Die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung anderer

Antihypertensiva.

Tacrolimus: Bei gleichzeitiger Verabreichung von Amlodipin besteht das Risiko eines erhöhten Tacrolimus-Spiegels im Blut. Um die Toxizität von Tacrolimus zu vermeiden, muss bei mit

Tacrolimus behandelten Patienten, die Amlodipin erhalten, der Tacrolimus-Spiegel im Blut

überwacht und gegebenenfalls die Tacrolimus-Dosis angepasst werden.

Cyclosporin: Es wurden keine Studien zur Erfassung von Arzneimittelwechselwirkungen mit

Ciclosporin und Amlodipin an gesunden Probanden oder anderen Patientengruppen durchgeführt.

Eine Ausnahme sind Patienten mit Nierentransplantation, bei denen variable Anstiege der

Talspiegelkonzentrationen (durchschnittlich 0 % bis 40 %) von Ciclosporin beobachtet wurden. Bei

Patienten mit Nierentransplantation sollte unter Anwendung von Amlodipin eine Überwachung der

Ciclosporinspiegel erwogen und, falls erforderlich, eine Dosisreduktion von Ciclosporin vorgenommen werden.

Simvastatin: Die gleichzeitige Mehrfachgabe von 10 mg Amlodipin mit 80 mg Simvastatin führte, im Vergleich zur alleinigen Gabe von Simvastatin, zu einer 77 %igen Erhöhung der Simvastatin- Exposition. Bei Patienten, die Amlodipin erhalten, ist die Dosis von Simvastatin auf 20 mg täglich zu beschränken.

In klinischen Studien zur Wechselwirkung beeinträchtigt Amlodipin die Pharmakokinetik von

Atorvastatin, Digoxin oder Warfarin nicht.

mTOR-Inhibitoren: mTOR-Inhibitoren, wie Sirolimus, Temsirolimus, und Everolimus sind

CYP3A-Substrate. Amlodipin ist ein schwacher CYP3A-Inhibitor. Amlodipin kann bei gleichzeitiger Anwendung mit mTOR-Inhibitoren die mTOR-Inhibitoren-Exposition erhöhen.

Nebenwirkungen

Die unerwünschten Ereignisse, die entweder mit Ramipril oder mit Amlodipin alleine beobachtet wurden, können potenzielle Nebenwirkungen von Ramipril/Amlodipin 089PHARM sein.

Geschätzte Häufigkeiten von Reaktionen werden nach der folgenden Konvention eingestuft: häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).

MedDRA Häufig­keit Ramipril Amlodipin
Systemorganklasse      
Erkrankungen des Gelegentlich Eosinophilie  
Blutes und des Selten Rückgang der  
Lymphsystems   Leukozytenzahl  
    (einschließlich Neutropenie  
    oder Agranulozytose),  
    Abnahme der  
    Erythrozytenzahl,  
    verringerte  
    Hämoglobinwerte,  
    Rückgang der  
    Thrombozytenzahl  
  Sehr selten   Leukopenie,
      Thrombozytopenie
  Nicht Knochenmarkversagen,  
  bekannt Panzytopenie,  
    hämolytische Anämie  
Endokrine Nicht Syndrom der inadäquaten  
Erkrankungen bekannt Sekretion des  
    antidiuretischen Hormons  
    (SIADH)  
Erkrankungen des Nicht Anaphylaktische oder  
Immunsystems bekannt anaphylaktoide Reaktionen,  
    erhöhte antinukleäre  
    Antikörper  
  Sehr selten   Allergische Reaktionen
Stoffwechsel- und Häufig Anstieg der  
Ernährungsstörungen   Serumkaliumkonzentration  
  Gelegentlich Anorexie, verminderter  
    Appetit  
  Sehr selten   Hyperglykämie
  Nicht Abfall der  
  bekannt Serumnatriumkonzentratio  
    n  
Psychiatrische Gelegentlich Depressive Schlaflosigkeit,
Krankheiten   Verstimmungen, Angst, Stimmungsschwankunge
    Nervosität, Unruhe, n (einschließlich
    Schlafstörungen Angstzustände),
    einschließlich Somnolenz Depression
  Selten Verwirrter Zustand Verwirrung
       
  Nicht Aufmerksamkeitsstörungen  
  bekannt    
Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen, Schwindel Schläfrigkeit, Schwindel,
Nervensystems     Kopfschmerzen
      (besonders zu Beginn der
      Behandlung)
  Gelegentlich Vertigo, Parästhesie, Synkope, Tremor,
    Verlust des Dysgeusie, Hypästhesie,
    Geschmackssinns, Parästhesie
    Geschmacksstörungen  
  Selten Tremor,  
    Gleichgewichtsstörung  
  Sehr selten   Erhöhter Muskeltonus,
      periphere Neuropathie.
      In Ausnahmefällen wurde
      von extrapyramidalem
      Syndrom berichtet.
  Nicht Zerebrale Ischämie, Extrapyramidale
  bekannt einschließlich ischämischer Erkrankung
    Schlaganfall und  
    transitorische ischämische  
    Attacke, Beeinträchtigung  
    der psychomotorischen  
    Fähigkeiten, brennendes  
    Gefühl, Parosmie  
Augenkrankheiten Gelegentlich Sehstörungen, darunter Sehstörungen
    verschwommenes Sehen (einschließlich Diplopie)
  Selten Konjunktivitis  
Erkrankungen des Gelegentlich   Tinnitus
Ohrs und des Selten Hörstörungen, Tinnitus  
Labyrinths      
Herzerkrankungen Häufig   Palpitationen
  Gelegentlich Myokardischämie  
    einschließlich Angina  
    pectoris oder  
    Myokardinfarkt,  
    Arrhythmie, Palpitationen,  
    periphere Ödeme  
  Sehr selten   Myokardinfarkt,
      Arrhythmie
      (einschließlich
      Bradykardie,
      ventrikulärer Tachykardie
      und Vorhofflimmern)
Gefäßerkrankungen Häufig Hypotonie, orthostatischer Hautrötung mit
    Blutdruckabfall, Synkope Wärmegefühl
  Gelegentlich Flush Hypotone
      Kreislaufreaktionen
  Selten Gefäßstenose,  
    Hypoperfusion, Vaskulitis  
  Sehr selten   Vaskulitis
  Nicht Raynaud- Syndrom  
  bekannt    
Erkrankungen der Häufig Trockener Reizhusten,  
Atemwege, des   Bronchitis, Sinusitis,  
Brustraums und des   Dyspnoe  
Mediastinums Gelegentlich Bronchospasmus Dyspnoe, Rhinitis
    einschließlich  
    Verschlechterung eines  
    Asthma bronchiale,  
    verstopfte Nase  
  Sehr selten   Husten
Erkrankungen des Häufig Entzündungen des Magen- Bauchschmerzen,
Gastrointestinaltrakts   Darm-Traktes, Übelkeit
    Verdauungsstörungen,  
    Bauchschmerzen,  
    Dyspepsie, Durchfall,  
    Übelkeit, Erbrechen  
  Gelegentlich Pankreatitis (in Erbrechen, Dyspepsie,
    Ausnahmefällen mit veränderte
    Todesfolge), erhöhte Stuhlgewohnheiten
    Pankreasenzyme, (einschließlich Durchfall
    Angioödeme des und Verstopfung),
    Dünndarms, Mundtrockenheit
    Oberbauchschmerzen  
    einschließlich Gastritis,  
    Verstopfung,  
    Mundtrockenheit  
  Selten Glossitis  
  Sehr selten   Pankreatitis, Gastritis,
      Gingivahyperplasie
  Nicht Stomatitis aphtosa  
  bekannt    
Leber- und Gelegentlich Erhöhte Leberenzyme  
Gallenerkrankungen   und/oder konjugiertes  
    Bilirubin  
  Selten Cholestatische Gelbsucht,  
    Leberzellschäden  
  Sehr selten   Hepatitis, Ikterus,
      Anstieg hepatisches
      Enzym (meistens im
      Zusammenhang mit
      Cholestase)
  Nicht Akutes Leberversagen,  
  bekannt cholestatische oder  
    zytolytische Hepatitis (in  
    Ausnahmefällen mit  
    Todesfolge)  
Erkrankungen der Häufig Hautausschlag,  
Haut und des   insbesondere  
Unterhautgewebes   makulopapulös  
  Gelegentlich Angioödeme, in Alopezie, Purpura,
    Ausnahmefällen kann die Hautverfärbung,
    Atemwegsobstruktion vermehrtes Schwitzen,
    aufgrund der Angioödeme Pruritus, Ausschlag,
    tödlich sein; Pruritus, Exanthem
    Hyperhidrose  
  Selten Exfoliative Dermatitis,  
    Urtikaria, Onycholyse  
  Sehr selten Photosensibilität Angioödem, Erythema
      multiforme, Urtikaria,
      exfoliative Dermatitis,
      Stevens-Johnson-
      Syndrom, Quincke-
      Ödem,
      Lichtempfindlichkeit
  Nicht Toxische epidermale Toxische epidermale
  bekannt Nekrolyse, Stevens- Nekrolyse
    Johnson-Syndrom,  
    Erythema multiforme,  
    Pemphigus,  
    Verschlechterung einer  
    Psoriasis, psoriasiforme  
    Dermatitis, pemphigoides  
    oder lichenoides Exanthem  
    oder Enanthem, Alopezie  
Skelettmuskulatur- Häufig Muskelkrämpfe, Myalgie Knöchelschwellungen,
Bindegewebs- und Gelegentlich Arthralgie Arthralgie, Myalgie,
Knochenerkrankunge     Muskelkrämpfe,
n     Rückenschmerzen
Erkrankungen der Gelegentlich Einschränkung der Störungen beim
Nieren und Harnwege   Nierenfunktion, Wasserlassen, Nykturie,
    einschließlich akutem erhöhte Miktionsfrequenz
    Nierenversagen, gesteigerte  
    Diurese, Verschlechterung  
    einer vorbestehenden  
    Proteinurie, Anstieg von  
    Serumharnstoff, Anstieg  
    von Serumkreatinin  
Erkrankungen der Gelegentlich Vorübergehende erektile Impotenz, Gynäkomastie
Geschlechtsorgane   Impotenz, verminderte  
und der Brustdrüse   Libido  
  Nicht Gynäkomastie  
  bekannt    
Allgemeine Häufig Brustschmerzen, Müdigkeit Ödeme, Müdigkeit
Erkrankungen und Gelegentlich Pyrexie Brustschmerzen,
Beschwerden am     Schwächegefühl,
Verabreichungsort     Schmerzen, Unwohlsein
  Selten Asthenie  
Untersuchungen Gelegentlic   Gewicht erhöht, Gewicht
  h   erniedrigt

Pädiatrische Altersgruppe

Die Sicherheit von Ramipril wurde bei 325 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2-16 Jahren während 2 klinischen Studien untersucht. Während die Art und Schwere der unerwünschten Ereignisse jenen bei Erwachsenen ähnelten, ist die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen bei

Kindern höher:

  • Tachykardie, verstopfte Nase und Rhinitis, „häufig“ (d. h. ≥ 1/100 bis < 1/10) bei der pädiatrischen Altersgruppe, und „gelegentlich“ (d. h. ≥ 1/1.000 bis < 1/100) bei der erwachsenen Altersgruppe.
  • Konjunktivitis „häufig“ (d. h. ≥ 1/100 bis < 1/10) bei der pädiatrischen Altersgruppe, bei der erwachsenen Altersgruppe hingegen „selten“ (d. h. ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000).
  • Tremor und Urtikaria „gelegentlich“ (d. h. ≥ 1/1.000 bis < 1/100) bei der pädiatrischen Altersgruppe, bei der erwachsenen Altersgruppe hingegen „selten“ (d. h. ≥ 1/10.000 bis
    < 1/1.000).

Das Sicherheitsprofil insgesamt für Ramipril bei pädiatrischen Patienten unterscheidet sich nicht wesentlich vom Sicherheitsprofil bei Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des

Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-

Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Wie ist Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln aufzubewahren?

3 Jahre

Weitere Informationen zu Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg Hartkapseln

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 5 mg/5 mg: Jede Kapsel enthält 5 mg Ramipril und 5 mg

Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 5 mg/10 mg: Jede Kapsel enthält 5 mg Ramipril und 10 mg

Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/5 mg: Jede Kapsel enthält 10 mg Ramipril und 5 mg

Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Ramipril/Amlodipin 089PHARM 10 mg/10 mg: Jede Kapsel enthält 10 mg Ramipril und 10 mg

Amlodipin (als Amlodipinbesilat).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

Zustelldatuш 30.10.2025

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