Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Der Wirkstoff von metodura ist Metoprololtartrat. Metoprolol gehört zur Arzneimittelgruppe der Beta- Rezeptorenblocker. metodura wird angewendet bei: Bluthochdruck ( arterielle Hypertonie ) Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkran kheit) Funktionellen Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom) Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl …
- Wirkstoff(e)
- Metoprolol
- Zulassungsinhaber
- Mylan Germany GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- C07AB02
- Anwendungsgebiete
- Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)Herzrhythmusstörungen
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird metodura 50 mg angewendet?
Der Wirkstoff von metodura ist Metoprololtartrat. Metoprolol gehört zur Arzneimittelgruppe der Beta- Rezeptorenblocker.
metodura wird angewendet bei:
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkran kheit)
- Funktionellen Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
- Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tach ykarde Herzrhythmusstörungen)
- Akutbehandlung des Herzinfarktes und Langzeitbehandlung nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
- Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophyla xe)
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Was ist vor der Einnahme von metodura 50 mg zu beachten?
metodura darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Metoprololtartrat, andere Beta-Rezeptorenblocker oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie unter Herzmuskelschwäche (manifester Herzi nsuffizienz) leiden
- wenn Sie einen Schock erlitten haben
- wenn bei Ihnen Erregungsleitungsstörungen von den V orhöfen auf die Kammern (AV-Block 2. Oder 3. Grades) auftreten
- wenn Sie unter dem Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome) leiden
- wenn bei Ihnen Erregungsleitungsstörungen zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialer Block) auftreten
- wenn Sie einen Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro M inute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie) haben
- wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck (Hypotonie; systolisch kleiner als 90 mm Hg) haben
- wenn bei Ihnen eine Übersäuerung des Blutes (Azidos e) vorliegt
- wenn Sie eine Neigung zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilität z. B. bei Asthma bronchiale) haben
- wenn Sie sich in Spätstadien peripherer Durchblutun gsstörungen befinden
- wenn Ihnen gleichzeitig MAO-Hemmstoffe (Ausnahme: MAO-B-Hemmstoffe) verabreicht werden.
Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit metodura behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie metodura einnehmen,
- wenn bei Ihnen geringgradige Erregungsleitungsstöru ngen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block 1. Grades) auftreten
- wenn Sie unter Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten leiden (Zustände mit stark erniedr igtem Blutzucker möglich)
- wenn Sie länger streng Fasten und bei schwerer körp erlicher Belastung (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
- wenn Sie einen hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom; vorherige Therapie mit Alpha-Rezeptorenblockern erforderlich) haben
- wenn Ihre Leberfunktion eingeschränkt ist (siehe 3. „Wie ist metodura einzunehmen?“).
Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte sollte die Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern (z. B. metodura) nur nach sorgfältiger Nutzen- Risiko-Abwägung erfolgen.
Beta-Rezeptorenblocker können die Empfindlichkeit g egenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie; Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen) geboten.
Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Eli mination von Metoprolol vermindert, so dass unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich ist.
Da die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers verschleiert werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Beim Tragen von Kontaktlinsen ist die Möglichkeit e ines verminderten Tränenflusses zu beachten.
Bei schweren Nierenfunktionsstörungen wurde in Einz elfällen über eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptorenblockern berichtet. Eine Anwendung von metodura sollte in diesen Fällen unter entsprechend er Überwachung der Nierenfunktion erfolgen.
Eine Unterbrechung oder Änderung darf nur auf ärztl iche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung mit metodura nach längerer Anwendung unterbrochen o der abgesetzt werden, sollte dies, da abruptes Absetzen zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzischämie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks führen kann, grundsätzlich langsam ausschleichend e rfolgen.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von metodura kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die Anwendung von metodura als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.
Einnahme von metodura zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von metodura und Insulin oder oralen Antidiabetika kann deren Wirkung verstärkt, verlängert oder abgeschwächt wer den. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie) – insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor)
– sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind re gelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
metodura kann das Risiko einer schweren Hypoglykämi e erhöhen, wenn es zusammen mit bestimmten Antidiabetika, sogenannten Sulfonylharnstoffen (z. B. Gliquidon, Gliclazid, Glibenclamid, Glipizid, Glimepirid oder Tolbutamid), angewendet wird.
Bei gleichzeitiger Anwendung von metodura und trizyklischen Antidepressiva, Barbituraten und Phenothiazinen und Nitroglycerin sowie Diuretika, Vasodilatatoren und anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfal l kommen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von metodura und Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und in Einzelfäl len zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen.
Die die Herzkraft schwächenden Wirkungen (kardiodep ressive Wirkungen) von metodura und Antiarrhythmika können sich addieren.
Bei gleichzeitiger Anwendung von metodura und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt, da es zu verstärktem Blutdruck abfall (Hypotension), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann.
Hinweis:
Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit metodura behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin).
Bei gleichzeitiger Anwendung von metodura und herzwirksamen Glykosiden und Reserpin, alpha- Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Überleitung kommen.
Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von metodura kann der Blutdruck überschießend ansteigen. Clonidin darf da her erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von metodura beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von metodura und Noradrenalin oder Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein beträchtlicher Blutdruckansti eg möglich.
Unter metodura-Therapie kann es zu einer verminderten Ansprechbarkeit auf die zur Behandlung der allergischen Reaktion gewöhnlich eingesetzte Adrena lin-Dosis kommen.
Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer sollten wegen möglicher überschießender Hypertension nicht zusammen mit metodura eingenommen werden.
Indometacin und Rifampicin können die blutdrucksenk ende Wirkung von metodura vermindern.
Die Wirkung von metodura kann durch Cimetidin verstärkt werden.
metodura kann die Ausscheidung von Lidocain vermindern.
Die gleichzeitige Anwendung von metodura und Narkotika kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die die Herzkraft schwächende Wirkung (negativ inotrope Wirkung) der beiden vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren.
Die neuromuskuläre Blockade durch periphere Muskelr elaxantien (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin) kann durch die Beta-Rezeptorenhemmung von metodura verstärkt werden.
Für den Fall, dass metodura vor Eingriffen in Allge meinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit metodura informiert werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Metoprolol darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da bislang keine ausreichend gut dokumentierten Studien zu einer Anwendung an schwangeren Frauen existieren. Metoprolol passiert die Plazenta und reduziert die plazentare Durchblutung, wodurch das ungeborene Kind geschädigt werden kann.
Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht möglich ist, müssen die Neugeborenen für die D auer von 48-72 Stunden nach der Geburt sorgfältig überwacht werden.
Metoprolol geht in die Muttermilch über. Obwohl nac h therapeutischen Dosierungen nicht mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen ist, sollten ges tillte Säuglinge auf mögliche Arzneimittelwirkungen hin beobachtet werden. Um die mit der Muttermilch aufgenommene Wirkstoffmenge gering zu halten, sollten 3-4 Stunden nach Einnahme des Medikamentes nicht gestillt werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teil nahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatew echsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
metodura enthält Lactose
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen S ie metodura daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wie wird metodura 50 mg angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die Dosierung sollte individuell – vor allem entspr echend des Behandlungserfolgs – festgelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert w erden. Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einzune hmen. Sie sollten bei Einmalgabe morgens bzw. bei zweimaliger Gabe morgens und abends eingenommen werden.
Über die Dauer der Einnahme entscheidet der behande lnde Arzt.
Die empfohlene Dosis beträgt:
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie):
Ein- bis zweimal täglich 1 Tablette bzw. einmal täg lich 1-2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 50-100 mg Metoprololtartrat täglich).
Falls erforderlich, kann die Tagesdosis auf zweimal 2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat täglich) erhöht werden.
Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankh eit):
Ein- bis zweimal täglich 1 Tablette bzw. einmal täg lich 1-2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 50-100 mg Metoprololtartrat täglich).
Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdrucks auf zweimal 2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat täglich) erhöht werden.
Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom):
Ein- bis zweimal täglich 1 Tablette bzw. einmal täg lich 1-2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 50-100 mg Metoprololtartrat täglich).
Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdrucks auf zweimal 2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat täglich) erhöht werden.
Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tach ykarde Herzrhythmusstörungen):
Ein- bis zweimal täglich 2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat täglich).
Akutbehandlung des Herzinfarktes und Langzeitprophylaxe nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe): metodura 50 mg wird eingesetzt bei Patienten, für d ie keine Gegenanzeigen für eine Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern bestehen.
Akutbehandlung
Bei akutem Herzinfarkt erfolgt die Behandlung mögli chst umgehend nach Krankenhauseinweisung unter kontinuierlicher EKG- und Blutdruckkontrolle. Die Behandlung wird mit 5 mg Metoprololtartrat i.v. begonnen. Je nach Verträglichkeit können in Ab ständen von 2 Minuten weitere Einzeldosen von
5 mg Metoprololtartrat i.v. bis zu einer maximalen Gesamtdosis von bis zu 15 mg Metoprololtartrat verabreicht werden.
Wird die volle Dosis von 15 mg i.v. vertragen, gibt man beginnend 15 Minuten nach der letzten intravenösen Injektion einmal 1 Tablette metodura 5 0 mg (entsprechend 50 mg Metoprololtartrat). In den folgenden 48 Stunden wird alle 6 Stunden 1 Tablette metodura 50 mg verabreicht.
Bei Patienten, die weniger als 15 mg Metoprololtartrat i.v. vertragen haben, sollte die orale Anschlussbehandlung vorsichtig mit einmal ½ Tablette metodura 50 mg (entsprechend 25 mg Metoprololtartrat) begonnen werden.
Erhaltungsdosis
Anschließend an die Akuttherapie werden zweimal täg lich 2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat täglich) gegeben.
Bei behandlungsbedürftigem Abfall von Herzfrequenz u nd/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist metodura 50 mg sofort abzusetzen.
Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophyla xe):
Ein- bis zweimal täglich 2 Tabletten metodura 50 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat täglich).
Patienten mit Leberfunktionsstörung
Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Eli mination von metodura 50 mg vermindert, so dass unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich is t.
Wenn Sie eine größere Menge von metodura eingenomme n haben, als Sie sollten
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierun g sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann!
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann e s zu starkem Blutdruckabfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und kardiogenem Schock kommen. Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, g elegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.
Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herz frequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit metodura abgebrochen werden.
Wenn Sie die Einnahme von metodura vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
Wenn Sie die Einnahme von metodura abbrechen
Eine Unterbrechung oder Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen. Abruptes Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzischämie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks führen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat metodura 50 mg?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten bet reffen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Nebenwirkungen
Erkrankungen des Nervensystems
Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es gelegentlich zu zentralnervösen Störungen wie Müdigkeit, depressiven Verstimmungen, Schwindelgefü hl, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Schwitzen, Alpträumen oder verstärkter Traumaktivität, Schlafs törungen und Halluzinationen kommen.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Vorübergehend kann es gelegentlich zu Magen-Darm-Be schwerden (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall) kommen. Selten wurde Mundtrockenheit beobachtet.
Erkrankungen der Haut
Gelegentlich können allergische Hautreaktionen wie R ötung, Juckreiz, Exantheme, Hautausschläge bei Lichteinwirkung (Photosensitivität) auftreten.
Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems
Gelegentlich kann es zu Missempfindungen (Parästhes ien) und Kältegefühl an den Gliedmaßen kommen.
Auch eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen – einschließlich Patienten mit Verkrampfungen der Fin gerschlagadern (Raynaud-Syndrom) – sowie kardiogener Schock bei Patienten mit akutem Herzinfarkt wurde beobachtet.
Die Behandlung mit metodura kann in seltenen Fällen zu verstärktem Blutdruckabfall, anfallsartiger, kurzdauernder Bewusstlosigkeit (Synkopen), Herzklopfen (Palpitationen), starker Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), Störungen der Erregungs leitung von den Herzvorhöfen zu den Herzkammern (atrioventrikuläre Überleitungsstörunge n) oder Verstärkung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) mit krankhaften Flüssigkeitsansa mmlungen (peripheren Ödemen) und/oder zu Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnoe) führen.
In vereinzelten Fällen ist bei Patienten mit anfall sweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris) eine Verstärkung der Anfälle nich t auszuschließen.
Atemwegserkrankungen
Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiders tandes kann es bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege (bronchospastischen Reaktionen), insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, zu Atemnot kommen.
Augenerkrankungen
Selten wurden Augenbindehautentzündungen (Konjunkti vitis) oder verminderter Tränenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten) sowie in Einzelfällen Sehstörungen beobachtet.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
In seltenen Fällen kann eine bisher nicht in Ersche inung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) erkennbar werden oder eine bereits bestehende Zuckerkrankheit sich verschlechtern. Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Therapie mit metodura zu Zuständen mit erniedrigtem Blutzuck er (hypoglykämische Zustände) kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers – insbes ondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) – können verschleiert w erden.
Unter der Therapie mit metodura kann es zu Störunge n im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyzeride im Blut beobachtet.
Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane
Vereinzelt wurden Libido- und Potenzstörungen beoba chtet.
Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (Bewegungsapparat)
Selten kann es zu Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe n kommen. Bei Langzeittherapie mit metodura wurde in Einzelfällen eine Erkrankung der G elenke (Arthropathie) beobachtet, wobei eines oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- u nd Polyarthritis).
Leber- und Gallenerkrankungen
In Einzelfällen kann es zu einer Erhöhung der Leber enzyme (GOT, GPT) im Blut oder zum Auftreten einer Leberentzündung (Hepatitis) kommen.
Sonstige Nebenwirkungen
Des Weiteren wurden in Einzelfällen Haarausfall, Hö rstörungen oder Ohrensausen, Gewichtszunahme, Persönlichkeitsveränderungen (z. B . Gefühlsschwankungen, kurzdauernder Gedächtnisverlust), eine Verminderung der Blutplätt chen (Thrombozytopenie) oder der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), ein allergischer Schnu pfen (Rhinitis allergica) oder eine Induratio penis plastica (Peyronie's disease) beobachtet.
Besondere Hinweise:
Beta-Rezeptorenblocker (z. B. metodura) können in E inzelfällen Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlech tern oder zu Schuppenflechte-ähnlichen (psoriasiformen) Hautausschlägen führen.
Beta-Rezeptorenblocker können die Empfindlichkeit g egenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen. Bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorg eschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktion sbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu überschießenden anaphylaktischen R eaktionen kommen.
metodura kann die Symptome einer schweren Schilddrü senüberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbei lage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für A rzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu be itragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung geste llt werden.
Wie ist metodura 50 mg aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugän glich auf.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltsc hachtel und dem Blisterstreifen angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lager ungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasse r (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu metodura 50 mg
Was metodura 50 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Metoprololtartrat. Jede Tablette metodura 50 mg enthält 50 mg Metoprololtartrat.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Calciumhydrogenphosphat, Hyprolose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, hochdispers es Siliciumdioxid, Crospovidon (Typ A).
Wie metodura 50 mg aussieht und Inhalt der Packung
metodura 50 mg sind weiße, runde, beidseitig gewölb te Tabletten mit Bruchkerbe auf einer Seite. metodura 50 mg ist in Packungen mit 20, 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Ver kehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
Mylan Germany GmbH
Lütticher Straße 5
53842 Troisdorf
Mitvertrieb:
Viatris Healthcare GmbH
Lütticher Straße 5
53842 Troisdorf
Hersteller
Mylan Germany GmbH
Lütticher Straße 5
53842 Troisdorf
oder
Mylan Hungary Kft. Mylan utca 1
2900 Komárom Ungarn
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeit et im Februar 2026.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


