Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
meridol® med Chlorhexidin 0,2 % Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle Zur Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren und bei Erwachsenen Anwendungsgebiete meridol® med Chlorhexidin 0,2 % ist ein Antiseptikum zur kurzzeitigen Keimzahlreduktion in der Mundhöhle.
- Wirkstoff(e)
- Chlorhexidin
- Zulassungsinhaber
- CP GABA GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- A01AB03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird meridol med Chlorhexidin 0.2 % angewendet?
meridol® med Chlorhexidin 0,2 % Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle
Zur Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren und bei Erwachsenen
Anwendungsgebiete
meridol® med Chlorhexidin 0,2 % ist ein Antiseptikum zur kurzzeitigen Keimzahlreduktion in der
Mundhöhle. meridol® med Chlorhexidin 0,2 % wird angewendet
- zur zeitweiligen Keimzahlreduktion in der Mundhöhle,
- als temporäre adjuvante Therapie zur mechanischen Reinigung bei bakteriell bedingten Entzündungen der Gingiva und der Mundschleimhaut sowie nach parodontalchirurgischen Eingriffen,
- bei eingeschränkter Mundhygienefähigkeit.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene:
Die Mundhöhle wird 2x täglich mit 10 ml meridol® med Chlorhexidin 0,2 % für eine Minute gründlich gespült und die Lösung anschließend ausgespuckt.
Art der Anwendung
Nicht schlucken oder nachspülen. Die Anwendung sollte nach dem Zähneputzen (und anschließendem sorgfältigem Ausspülen mit Wasser) erfolgen.
Die Lösung ist gebrauchsfertig und daher unverdünnt anzuwenden.
Der Schraubverschluss der 300 ml Flasche enthält innen eine Dosiereinheit, mit dem die Einzeldosis von 10 ml abgemessen werden kann.
Bei der 1000 ml Flasche (Klinikpackung) wird ein Mehrweg-Dosierbecher mitgeliefert, mit dem die Einzeldosis von 10 ml abgemessen werden kann. Der Dosierbecher ist niemals direkt beim Patienten anzuwenden, sondern dient lediglich als Dosierhilfe.
Eine längere Anwendung von meridol® med Chlorhexidin 0,2 % sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Zahnarzt erfolgen.
4.3 Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
- Anwendung bei schlecht durchblutetem Gewebe, am Trommelfell, am Auge und in der Augenumgebung.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
meridol® med Chlorhexidin 0,2 % sollte bei Wunden und Ulzerationen und erosiv-desquamativen Veränderungen der Mundschleimhaut nicht angewendet werden. Bei Personen, bei denen die Kontrolle über den Schluckreflex nicht gewährleistet ist (z. B. Kinder vor der Einschulung, Menschen mit Behinderung) sollte meridol® med Chlorhexidin 0,2 % nicht angewendet werden.
Bei Intensivpflegepatienten ist zu beachten, dass Kontakte zur Gehirnhaut und zum Zentralnervensystem zu vermeiden sind.
Die Lösung soll nicht geschluckt werden.
Kontakt mit Augen und Ohren vermeiden.
Die Verfärbung der Zähne lässt sich durch tägliches intensives Zähneputzen minimieren. Bei Behandlungsbeginn auftretende Wirkungen wie verminderte Geschmacksempfindungen oder Brennen auf der Zunge nehmen mit zunehmender Dauer der Behandlung ab. Bei Ablösung der Mundschleimhaut oder Schwellung der Parotis ist die Behandlung abzubrechen.
Es ist zu beachten, dass Chlorhexidinbis(D-gluconat) allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen kann.
meridol® med Chlorhexidin 0,2 % enthält:
- Macrogolglycerolhydroxystearat
- 730 mg Propylenglycol pro 10 ml, entsprechend 73 mg Propylenglycol pro ml
- Aroma (Pfefferminzöl) mit Limonen, Linalool und Eugenol.
Macrogolglycerolhydroxystearat und Propylenglycol können Hautreizungen hervorrufen. Limonen, Linalool und Eugenol können allergische Reaktionen hervorrufen.
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Was ist vor der Einnahme von meridol med Chlorhexidin 0.2 % zu beachten?
Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Bei der Anwendung von meridol® med Chlorhexidin 0,2 % in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, da keine hinreichenden klinischen Erfahrungen über exponierte Schwangere vorliegen.
Stillzeit
Da nicht belegt ist, ob Chlorhexidin in die Muttermilch übergeht, ist bei der Anwendung des Arzneimittels bei Stillenden Vorsicht geboten.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Keine besonderen Anforderungen.
Wie wird meridol med Chlorhexidin 0.2 % angewendet?
Bei Kontakt mit Haut und Schleimhaut kann die Lösung durch Spülen mit Wasser entfernt werden. Nach versehentlichem Kontakt mit dem Gehörgang, dem Auge und der Augenumgebung sollte mit viel Wasser gespült werden. Vergiftungserscheinungen sind nicht bekannt. Versehentlich verschlucktes Chlorhexidin wird vom Körper schlecht resorbiert.
Gegebenenfalls kann eine Magenentleerung vorgenommen werden.
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Welche Nebenwirkungen hat meridol med Chlorhexidin 0.2 %?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Chlorhexidin ist inkompatibel mit Seifen oder anderen anionischen Substanzen. In Konzentrationen über 0,05 % bildet Chlorhexidin mit Boraten, Dicarbonaten, Carbonaten, Chloriden und Phosphaten Salze, die auskristallisieren können. Chlorhexidin wird durch Saccharose inaktiviert. Chlorhexidin kann durch Polysorbat-80, unlösliche Magnesium-, Zink- und Kalziumsalze inaktiviert werden.
Chlorhexidin wird durch anionische Substanzen (z. B. Natriumdodecylsulfat, Synonym: Sodium Lauryl Sulfate), die Bestandteile von Zahnpasten sein können, in der Wirkung beeinträchtigt. Diese sollten deshalb nicht gleichzeitig, sondern vor der Mundspülung mit meridol® med Chlorhexidin 0,2 % angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2 „Dosierung und Art der Anwendung“). Diese Einschränkung gilt nicht für Zahnpasten, die amphotere Tenside enthalten. Bis eine Stunde nach der Anwendung der Mundspülung sollte der Patient keine zuckerhaltigen Speisen oder Getränke zu sich nehmen, da die Wirkung des Chlorhexidins dadurch beeinträchtigt wird.
Nebenwirkungen
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥1/10) Häufig (≥1/100 bis <1/10)
Gelegentlich (≥1/1 000 bis <1/100)
Selten (≥1/10 000 bis <1/1 000) Sehr selten (<1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Dieses Arzneimittel enthält Aromen mit Allergenen: siehe Abschnitt 4.4 für weitere Informationen.
Bei der Anwendung in der Mundhöhle können folgende Nebenwirkungen auftreten: reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens, reversibles Taubheitsgefühl der Zunge, reversible Verfärbungen von Zahnhartgeweben, Restaurationen (Zahnfüllungen) und Zungenpapillen (Haarzunge).
Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf. In Einzelfällen wurden auch schwerwiegende allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock nach lokaler Anwendung von Chlorhexidin beschrieben. In Einzelfällen traten reversible, desquamative Veränderungen der Mukosa und eine reversible Parotisschwellung auf.
Verfärbungen der Zunge verschwinden nach Absetzen der Behandlung.
Die Verfärbung der Zähne lässt sich durch tägliches intensives Zähneputzen minimieren.
Hartnäckige Zahnverfärbungen können vom Zahnarzt leicht wieder entfernt werden. Bei Vollprothesen empfiehlt sich ein Spezialreiniger.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das folgende nationale Meldesystem anzuzeigen:
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
Wie ist meridol med Chlorhexidin 0.2 % aufzubewahren?
3 Jahre
Nach Anbruch ist das Arzneimittel 4 Wochen haltbar.
Weitere Informationen zu meridol med Chlorhexidin 0.2 %
100 ml Lösung enthalten 1,0617 g Chlorhexidindigluconat-Lösung (Ph. Eur.), entsprechend 200 mg Chlorhexidinbis(D-gluconat).
Eine Dosis von 10 ml enthält 0,10617 g Chlorhexidindigluconat-Lösung (Ph. Eur.), entsprechend 20 mg Chlorhexidinbis(D-gluconat).
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Macrogolglycerolhydroxystearat, Propylenglycol (E 1520) und Pfefferminzöl (Aroma)
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
34721.00.00
DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
15/08/1997 / 04/08/2009
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



