Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung Anwendungsgebiete Gemcitabin ist in Kombination mit Cisplatin zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Harnblasenkarzinoms angezeigt.
- Wirkstoff(e)
- Gemcitabin
- Zulassungsinhaber
- Kelix bio (Malta) Ltd.
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- L01BC05
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?
Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Anwendungsgebiete
Gemcitabin ist in Kombination mit Cisplatin zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Harnblasenkarzinoms angezeigt.
Gemcitabin ist zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas angezeigt.
Gemcitabin ist in Kombination mit Cisplatin als Erstlinientherapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) angezeigt. Eine Gemcitabin-Monotherapie kann bei älteren Patienten oder solchen mit einem Performance Status 2 in Betracht gezogen werden.
Gemcitabin ist in Kombination mit Carboplatin zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem epithelialen Ovarialkarzinom, bei Patientinnen mit einem Rezidiv nach einer rezidivfreien Zeit von mindestens 6 Monaten nach einer platinbasierten Erstlinientherapie angezeigt.
Gemcitabin ist angezeigt in Kombination mit Paclitaxel für die Behandlung von Patientinnen mit nicht operablem, lokal rezidiviertem oder metastasiertem Brustkrebs, bei denen es nach einer adjuvanten/neoadjuvanten Chemotherapie zu einem Rezidiv kam. Die vorausgegangene Chemotherapie sollte ein Anthracyclin enthalten haben, sofern dieses nicht klinisch kontraindiziert war.
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Was ist vor der Einnahme von Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung zu beachten?
Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Stillen (siehe Abschnitt 4.6).
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Eine Verlängerung der Infusionszeit und Verkürzung des Zeitabstands zwischen den Dosen erhöhen die Toxizität.
Hämatologische Toxizität
Gemcitabin kann die Knochenmarksfunktion unterdrücken. Dies manifestiert sich als Leukopenie, Thrombozytopenie und Anämie.
Patienten, die Gemcitabin erhalten, müssen vor jeder Dosis hinsichtlich Thrombozyten-, Leukozyten- und Granulozytenzahl überwacht werden. Ein Aussetzen oder eine Anpassung der Therapie sollte in Erwägung gezogen werden, wenn eine Gemcitabin-induzierte Knochenmarkdepression aufgetreten ist (siehe Abschnitt 4.2). Allerdings ist die Myelosuppression von kurzer Dauer und führt üblicherweise nicht zu Dosisreduktionen und selten zum Absetzen. Die peripheren Blutwerte können weiter absinken, nachdem die Behandlung mit Gemcitabin beendet wurde. Bei Patienten mit eingeschränkter Knochenmarkfunktion sollte die Behandlung mit Vorsicht begonnen werden. Wie bei anderen Behandlungen mit zytotoxischen Substanzen, muss das Risiko einer kumulativen Knochenmarkshemmung beachtet werden, wenn Gemcitabin zusammen mit anderer Chemotherapie gegeben wird.
Leber- und Nierenfunktionsstörung
Gemcitabin muss bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung mit Vorsicht angewendet werden, da es zu wenige Informationen aus klinischen Prüfungen für eine klare Dosierungsempfehlung für diese Patienten gibt (siehe Abschnitt 4.2).
Wird Gemcitabin Patienten mit Lebermetastasen oder einer in der Vorgeschichte bereits aufgetretenen Hepatitis, Alkoholismus oder Leberzirrhose gegeben, kann es zu einer Verschlechterung der bestehenden Leberfunktionsstörung kommen.
Nieren und Leberfunktion (einschließlich virologische Tests) müssen in regelmäßigen Abständen anhand der Blutwerte überprüft werden.
Gleichzeitige Strahlentherapie
Gleichzeitige Strahlentherapie (gleichzeitig oder im Abstand von ≤ 7 Tagen): Es wurden Toxizitäten berichtet (siehe Abschnitt 4.5 zu weiteren Einzelheiten und Empfehlungen).
Lebendimpfstoffe
Gelbfieberimpfungen und andere attenuierte Lebendimpfstoffe werden bei Patienten, die mit Gemcitabin behandelt werden, nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Posteriores Reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES)
Fälle eines Posterioren Reversiblen Enzephalopathie-Syndroms (PRES) mit potentiell schwerwiegenden Folgen wurden von Patienten berichtet, die Gemcitabin alleine oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika erhalten hatten. Bei den meisten Gemcitabin-Patienten, die PRES entwickelten, wurden akute Hypertonie und Krämpfe berichtet, es könnten aber auch andere Symptome wie Kopfschmerzen, Lethargie, Verwirrtheit und Blindheit auftreten. Die Diagnose soll optimalerweise durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) bestätigt werden. Unter Anwendung sachgerechter unterstützender Maßnahmen war PRES üblicherweise reversibel. Falls ein PRES während der Therapie auftritt, muss die Gemcitabin-Behandlung dauerhaft abgebrochen und unterstützende Maßnahmen wie Kontrolle des Blutdrucks und eine Anti-Krampftherapie eingeleitet werden.
Kardiovaskuläre Erkrankungen
Aufgrund des Risikos von kardialen und/oder vaskulären Funktionsstörungen mit Gemcitabin, ist besondere Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Ereignissen in der Anamnese erforderlich.
Kapillarlecksyndrom
Bei Patienten, die Gemcitabin alleine oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika erhielten, wurde vom Auftreten des Kapillarlecksyndroms berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Üblicherweise ist dieser Zustand behandelbar, sofern er rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt wird, aber es wurden Fälle mit tödlichem Verlauf berichtet. Der Zustand ist mit einer systemischen kapillaren Hyperpermeabilität verbunden, wodurch Flüssigkeit und Proteine aus dem intravaskulären Raum in das Interstitium austreten. Zu den klinischen Merkmalen zählen generalisierte Ödeme, Gewichtszunahme, Hypoalbuminämie, schwere Hypotonie, akute Nierenfunktionsstörung und Lungenödeme. Falls sich während der Therapie mit Gemcitabin ein Kapillarlecksyndrom entwickelt, sollte die Behandlung abgebrochen und unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden. Ein
Kapillarlecksyndrom kann in späteren Zyklen auftreten und wird in der Literatur oft in Assoziation mit einem ARDS (akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen) beschrieben.
Lungenerkrankungen
Auswirkungen auf die Lunge, manchmal schwerwiegende (wie Lungenödem, interstitielle Pneumonitis oder akutes Atemnotsyndrom beim Erwachsenen (ARDS)) wurden im Zusammenhang mit einer Gemcitabin-Therapie berichtet. In solchen Fällen muss der Abbruch der Gemcitabin- Behandlung in Betracht gezogen werden. Frühzeitige supportive Maßnahmen können zur Besserung der Beschwerden beitragen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Gemcitabin wurden schwerwiegende kutane Nebenwirkungen (severe cutaneous adverse reaction, SCARs), einschließlich des Stevens-Johnson- Syndroms (SJS), der toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN) und der akuten generalisierten exanthematischen Pustulose (AGEP) berichtet. Diese k nnen lebensbedrohlich oder t dlich verlaufen. Patienten sollten ber die Anzeichen und Symptome informiert werden und engmaschig auf Hautreaktionen berwacht werden. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen, sollte Gemcitabin sofort abgesetzt werden.
Erkrankungen der Nieren
Hämolytisch-urämisches Syndrom
Klinische Befunde, übereinstimmend mit einem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), wurden selten berichtet (nach Markteinführung) bei Patienten, die Gemcitabin erhielten (siehe Abschnitt 4.8). HUS ist eine möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung. Die Behandlung mit Gemcitabin sollte bei den ersten Anzeichen einer mikroangiopathischen hämolytischen Anämie abgebrochen werden, wie bei schnell abnehmenden Hämoglobinwerten mit gleichzeitiger Thrombozytopenie, Erhöhung von Serumbilirubin, Serumkreatinin, Harnstoff oder LDH. Ein Nierenversagen ist möglicherweise bei Absetzen der Therapie nicht reversibel und kann eine Dialyse erfordern.
Fertilität
In Fertilitätsstudien hat Gemcitabin bei männlichen Mäusen Hypospermatogenese verursacht (siehe Abschnitt 5.3). Daher wird Männern, die mit Gemcitabin behandelt werden, empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monaten danach kein Kind zu zeugen und sich wegen der Möglichkeit einer Infertilität durch die Therapie mit Gemcitabin über eine Kryokonservierung von Sperma beraten zu lassen (siehe Abschnitt 4.6).
Natrium
Gemcitabin Kelix bio enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 200-mg- Durchstechflasche.
Gemcitabin Kelix bio enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 1.000-mg- Durchstechflasche.
Gemcitabin Kelix bio enthält 39 mg Natrium pro 2.000-mg-Durchstechflasche, entsprechend 1,95 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Für die Lagerungsbedingungen des zubereiteten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Handhabung
Bei der Zubereitung und Entsorgung der Infusionslösung müssen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen für Zytostatika beachtet werden. Die Handhabung der Infusionslösung sollte in einer Sicherheitsbox geschehen. Es sollten ein Schutzkittel und Handschuhe getragen werden. Steht keine Sicherheitsbox zur Verfügung, sollten eine Maske und Sicherheitsgläser getragen werden.
Bei Kontakt der Zubereitung mit den Augen kann es zu schwerwiegenden Reizungen kommen.
Die Augen sollten sofort und gründlich ausgewaschen werden. Kommt es zu einer bleibenden Reizung, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn Lösung auf die Haut gerät, sollten Sie gründlich mit Wasser spülen.
Anleitung für die Zubereitung (und für den Fall einer weiteren Verdünnung)
Das einzige zugelassene Lösungsmittel zur Zubereitung von sterilem Gemcitabin-Pulver ist Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) – Lösung zur Injektion (ohne Konservierungsmittel). Aufgrund der Löslichkeit, beträgt die maximale Gemcitabin-Konzentration nach Auflösung 40 mg/ml. Zubereitungen mit höheren Konzentrationen als 40 mg/ml können zu einer unvollständigen Auflösung führen und sollten daher vermieden werden.
- Verwenden Sie während der Zubereitung und weiteren Verdünnungen von Gemcitabin zur intravenösen Anwendung eine aseptische Technik.
- Für die Zubereitung wird das entsprechende Volumen 9 mg/ml (0,9%) Kochsalzlösung zur Injektion (ohne Konservierungsmittel) hinzugefügt. Dieses ergibt eine Gemcitabin- Konzentration von 38 mg/ml, die das Verdrängungsvolumen durch das lyophilisierte Pulver mit einberechnet. Zur vollständigen Auflösung gut schütteln.
| Packungsgröße | Zuzugebendes Volumen 9 | Gesamtvolumen nach | Endkonzentration |
| mg/ml (0,9%) | Rekonstitution | ||
| Natriumchloridlösung zur | |||
| Injektion (ohne | |||
| Konservierungsmittel) | |||
| 200 mg | 5 ml | 5,26 ml | 38 mg/ml |
| 1.000 mg | 25 ml | 26,3 ml | 38 mg/ml |
| 2.000 mg | 50 ml | 52,6 ml | 38 mg/ml |
Eine weitere Verdünnung mit steriler Kochsalzlösung 9 mg/ml (0,9%) zur Injektion ohne Konservierungsmittel ist möglich. Die zubereitete Lösung ist eine klare farblose bis leicht strohfarbene Lösung.
3. Parenterale Arzneimittel sind vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu überprüfen. Werden Partikel gefunden, darf die Lösung nicht verabreicht werden.
Das Arzneimittel ist zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
Wie wird Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung angewendet?
Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Gemcitabin sollte nur durch einen Arzt mit Chemotherapieerfahrung bei Krebserkrankungen erfolgen.
Empfohlene Dosierung
Harnblasenkarzinom
Kombinationstherapie
Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1000 mg/m² Körperoberfläche, über einen Zeitraum von 30 Minuten intravenös infundiert. Die Dosis sollte an den Tagen 1, 8 und 15 jedes 28-tägigen Behandlungszyklus in Kombination mit Cisplatin gegeben werden. Cisplatin wird in einer Dosis von 70 mg/m² Körperoberfläche am Tag 1 nach Gemcitabin oder am Tag 2 jedes 28-tägigen Behandlungszyklus gegeben. Dieser vierwöchige Zyklus wird anschließend wiederholt.
Eine Dosisreduktion, abhängig von dem beim Patienten auftretenden Toxizitätsgrad, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.
Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1000 mg/m² Körperoberfläche über einen Zeitraum von 30 Minuten intravenös infundiert. Dies sollte während eines Zeitraums von sieben Wochen einmal wöchentlich wiederholt werden. Danach folgt eine Woche Pause. In den anschließenden Behandlungszyklen sollte die Infusion über einen Zeitraum von 3 Wochen einmal wöchentlich gegeben werden, gefolgt von einer Woche Pause. Eine Dosisreduktion, abhängig vom Toxizitätsgrad, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.
Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom Monotherapie
Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1000 mg/m² Körperoberfläche als 30 minütige intravenöse Infusion. Diese wird einmal wöchentlich für einen Zeitraum von 3 Wochen wiederholt, gefolgt von einer Woche Pause. Dieser 4-Wochen-Zyklus wird anschließend wiederholt. Eine Dosisreduktion, abhängig vom Grad der Toxizität beim Patienten, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.
Kombinationstherapie
Die empfohlene Dosis für Gemcitabin beträgt 1250 mg/m² Körperoberfläche an den Tagen 1 und 8 des Behandlungszyklus (21 Tage) als 30 minütige intravenöse Infusion. Eine Dosisreduktion, abhängig vom Grad der Toxizität beim Patienten, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen. Cisplatin wurde in Dosierungen von 75-100 mg/m2 einmal alle 3 Wochen eingesetzt.
Brustkrebs Kombinationstherapie
Für die Kombination von Gemcitabin mit Paclitaxel werden eine intravenöse Infusion von Paclitaxel (175 mg/m2 Körperoberfläche) über einen Zeitraum von etwa 3 Stunden am Tag 1 jedes 21-tägigen Behandlungszyklus und anschließend an den Tagen 1 und 8 eine intravenöse Infusion von Gemcitabin (1250 mg/m2 Körperoberfläche) über einen Zeitraum von 30 Minuten empfohlen.
Eine Dosisreduktion, abhängig von dem bei der Patientin auftretenden Toxizitätsgrad, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.
Vor der Anwendung der Kombination von Gemcitabin und Paclitaxel sollte die Patientin eine absolute Granulozytenzahl von mindestens 1500 (x 106/l) haben.
Ovarialkarzinom Kombinationstherapie
Für Gemcitabin in Kombination mit Carboplatin wird eine Dosis von 1000 mg Gemcitabin/m2 Körperoberfläche an den Tagen 1 und 8 jedes 21-tägigen Behandlungszyklus, über einen Zeitraum von
30 Minuten intravenös infundiert, empfohlen. Nach Gemcitabin wird Carboplatin am Tag 1 gegeben, wobei eine Area under the curve (AUC) von 4,0 mg/ml•min erreicht werden sollte. Eine
Dosisreduktion, abhängig vom Toxizitätsgrad, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen.
Monitoring der Toxizitäten und Dosisanpassung aufgrund der Toxizität
Dosisanpassung aufgrund nicht hämatologischer Toxizität
Regelmäßige körperliche Untersuchungen und eine Kontrolle der Nieren- und Leberfunktion müssen durchgeführt werden, um nicht-hämatologische Toxizitäten festzustellen. Eine Dosisreduktion, abhängig von dem bei dem Patienten auftretenden Toxizitätsgrad, kann entweder während eines laufenden Behandlungszyklus oder beim nächsten Behandlungszyklus erfolgen. Generell muss eine Therapie mit Gemcitabin bei schwerer (Grad 3 oder 4) nicht-hämatologischer Toxizität, mit Ausnahme von Übelkeit/Erbrechen, abhängig von der Beurteilung des behandelnden Arztes ausgesetzt oder die Dosis reduziert werden. Die nächste Gabe muss ausgesetzt werden, bis die Toxizität nach Beurteilung des Arztes abgeklungen ist.
Zu Dosisanpassungen von Cisplatin, Carboplatin und Paclitaxel in einer Kombinationstherapie, sehen Sie bitte in den entsprechenden Fachinformationen nach.
Dosisanpassung aufgrund der hämatologischen Toxizität Beginn eines Zyklus
Bei allen Indikationen muss der Patient vor jeder Dosis hinsichtlich Thrombozyten- und Granulozytenzahl überwacht werden. Die Patienten müssen mindestens absolute Granulozytenzahlen von 1500 (x 106/l) und Thrombozytenzahlen von 100.000 (x 106/l) vor dem Beginn eines Zyklus haben.
Innerhalb eines Zyklus
Dosisanpassungen von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus müssen nach folgenden Tabellen vorgenommen werden:
Dosisanpassung von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus für Blasenkarzinom, NSCLC und Pankreaskarzinom, bei Monotherapie oder in Kombination mit Cisplatin
| absolute Granulozytenzahl | Thrombozytenzahl | Prozent der vollen | |
| (x 106/l) | (x 106/l) | Gemcitabindosis (%) | |
| > 1.000 | und | > 100.000 | |
| 500 – 1.000 | oder | 50.000 - 100.000 | |
| < 500 | oder | < 50.000 | Unterbrechung der Behandlung* |
* Die ausgesetzte Behandlung kann innerhalb eines Zyklus erst wieder begonnen werden, wenn die Gesamtgranulozytenzahl mindestens 500 x 106/l und die Thrombozytenzahl 50.000 x 106/l erreicht.
Dosisanpassung von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus für Brustkrebs in Kombination mit Paclitaxel
| absolute Granulozytenzahl | Thrombozytenzahl | Prozent der vollen | |
| (x 106/l) | (x 106/l) | Gemcitabindosis (%) | |
| ≥ 1.200 | und | > 75.000 | |
| 1.000 - < 1.200 | oder | 50.000 - 75.000 | |
| 700 - < 1.000 | und | ≥ 50.000 | |
| < 700 | oder | < 50.000 | Unterbrechung der Behandlung * |
*Die ausgesetzte Behandlung kann im gleichen Zyklus nicht wieder begonnen werden. Die Behandlung kann an Tag 1 des nächsten Zyklus wieder begonnen werden, wenn die Gesamtgranulozytenzahl mindestens 1.500 x 106/l und die Thrombozytenzahl 100.000 x 106/l erreicht.
Dosisanpassung von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus für Ovarialkarzinom, in Kombination mit Carboplatin
| absolute Granulozytenzahl | Thrombozytenzahl | Prozent der vollen | |
| (x 106/l) | (x 106/l) | Gemcitabindosis (%) | |
| > 1.500 | und | ≥ 100.000 | |
| 1.000 – 1.500 | oder | 75.000 - 100.000 |
Dosisanpassung von Gemcitabin innerhalb eines Zyklus für Ovarialkarzinom, in Kombination mit Carboplatin
*Die ausgesetzte Behandlung kann im gleichen Zyklus nicht wieder begonnen werden. Die Behandlung kann an Tag 1 des nächsten Zyklus wieder begonnen werden, wenn die Gesamtgranulozytenzahl mindestens 1.500 x 106/l und die Thrombozytenzahl 100.000 x 106/l erreicht.
Dosisanpassung aufgrund hämatologischer Toxizitäten bei zukünftigen Behandlungszyklen für alle Indikationen
Die Gemcitabindosis sollte auf 75% der ursprünglichen Dosis des Zyklus reduziert werden, wenn folgende hämatologische Toxizitäten auftreten:
- absolute Granulozytenzahl < 500 x 106/l länger als 5 Tage
- absolute Granulozytenzahl < 100 x 106/l länger als 3 Tage
- febrile Neutropenie
- Thrombozyten < 25.000 x 106/l
- Verschieben des nächsten Behandlungszyklus um mehr als eine Woche aufgrund von Toxizität
Art der Anwendung
Gemcitabin Kelix bio wird während der Infusion gut vertragen und kann ambulant gegeben werden. Wenn es zu einem Extravasat kommt, muss im Allgemeinen die Infusion sofort gestoppt und in einem anderen Blutgefäß neu begonnen werden. Der Patient sollte nach der Infusion sorgfältig überwacht werden.
Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, , siehe Abschnitt 6.6.
Besondere Patientengruppen
Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
Gemcitabin muss bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung mit Vorsicht angewendet werden, da es zu wenig Informationen aus klinischen Prüfungen für eine klare Dosisempfehlung für diese Patienten gibt (siehe Abschnitte 4.4. und 5.2.).
Ältere Patienten (> 65 Jahre)
Gemcitabin wurde bei Patienten über 65 Jahren gut vertragen. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass eine Dosisanpassung bei Älteren, außer der bei allen Patienten empfohlenen erforderlich ist (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und Jugendliche (< 18 Jahren)
Gemcitabin wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund unzureichender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.
Überdosierung
Es gibt kein Antidot bei einer Überdosierung mit Gemcitabin. Einzeldosen von bis zu 5700 mg/m² Körperoberfläche wurden alle 2 Wochen als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 30 Minuten gegeben, mit klinisch akzeptabler Toxizität. Wenn der Verdacht einer Überdosierung besteht, sollten die Blutzellwerte des Patienten überwacht werden und eine geeignete Behandlung, wie benötigt, begonnen werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung?
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt (siehe Abschnitt 5.2).
Strahlentherapie
Gleichzeitige Strahlentherapie (gleichzeitig oder im Abstand von ≤ 7 Tagen): Die Toxizität dieser kombinierten Behandlung hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Gemcitabin- Dosis, der Häufigkeit der Gemcitabin Gabe, der Strahlendosis, der Vorbereitung der Strahlenanwendung, dem bestrahlten Gewebe und dem bestrahlten Volumen. Präklinische und klinische Studien haben gezeigt, dass Gemcitabin eine strahlensensibilisierende Wirkung hat.
In einer einzelnen klinischen Studie, in der Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom in bis zu 6 aufeinander folgenden Wochen jeweils bis zu 1000 mg/m2 Gemcitabin gleichzeitig mit einer Bestrahlung des Thorax gegeben wurde, wurden schwerwiegende und möglicherweise
lebensbedrohliche Mukositiden, insbesondere Ösophagitis und Pneumonitis, beobachtet, speziell bei Patienten, bei denen ein großes Volumen bestrahlt wurde (mittlere Behandlungsvolumina 4795 cm3). Später durchgeführte Studien haben gezeigt, dass es möglich ist, Gemcitabin bei berechenbarer Toxizität in niedrigerer Dosierung gleichzeitig mit einer Strahlentherapie zu geben, wie beispielsweise in einer Phase II-Studie bei NSCLC-Patienten, in der eine Bestrahlung des Thorax mit Dosen von 66 Gy gleichzeitig mit einer Verabreichung von Gemcitabin (600 mg/m² vier mal) und Cisplatin (80 mg/m² zwei mal) innerhalb von 6 Wochen gegeben wurde. Das optimale Dosierungsschema für die sichere Anwendung von Gemcitabin zusammen mit therapeutischen Strahlendosen ist jedoch nicht für alle Tumorarten bekannt.
Nicht gleichzeitig (im Abstand von >7 Tagen): Die Analyse der Daten ergibt keine erhöhte Toxizität,
wenn Gemcitabin mehr als 7 Tage vor oder nach einer Bestrahlung gegeben wird, mit Ausnahme eines
„Radiation Recall“ Phänomens.
Aus den Daten lässt sich schließen, dass eine Behandlung mit Gemcitabin begonnen werden kann, nachdem die akuten Wirkungen der Strahlentherapie abgeklungen sind bzw. mindestens eine Woche nach der Bestrahlung.
Strahlenschäden am bestrahlten Gewebe (z.B. Ösophagitis, Kolitis und Pneumonitis) wurden im Zusammenhang mit der gleichzeitigen und nichtgleichzeitigen Anwendung von Gemcitabin berichtet.
Andere
Eine Gelbfieberimpfung und andere attenuierte Lebendimpfstoffe werden nicht empfohlen aufgrund des Risikos einer systemischen, möglicherweise tödlichen Erkrankung, insbesondere bei immunsupprimierten Patienten.
Nebenwirkungen
Zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Gemcitabin- Behandlung gehören: Übelkeit mit oder ohne Erbrechen, erhöhte Transaminasen (AST, ALT) und alkalische Phosphatase, berichtet bei etwa 60% der Patienten; Proteinurie und Hämaturie, berichtet bei etwa 50% der Patienten; Atemnot, berichtet bei 10-40% der Patienten (die höchste Inzidenz bei Patienten mit Lungenkrebs); allergische Hautausschläge treten bei etwa 25% der Patienten auf und sind bei etwa 10% der Patienten mit Juckreiz verbunden.
Die Häufigkeit und der Schweregrad der Nebenwirkungen hängen von der Dosis, der Infusionsgeschwindigkeit und dem Abstand zwischen den einzelnen Dosen ab (siehe Abschnitt 4.4). Dosisbegrenzende Nebenwirkungen sind eine Abnahme der Thrombozyten-, Leukozyten- und Granulozytenzahl (siehe Abschnitt 4.2).
Daten aus klinischen Prüfungen
Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10000 bis <1/1000), sehr selten (<1/10000), nicht bekannt
(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Die folgende Tabelle von Nebenwirkungen und Häufigkeiten beruht auf Daten aus klinischen Studien. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
| Systemorganklassen | Häufigkeitsgruppe | |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Häufig | |
| • | Infektionen | |
| Nicht bekannt | ||
| • | Sepsis | |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Sehr häufig | |
| • | Leukopenie (Neutropenie Grad | |
| 3 = 19,3%; Grad 4 = 6%) | ||
| Die Knochenmarkssuppression ist | ||
| üblicherweise leicht bis mäßig und | ||
| betrifft meistens die Granulozytenzahl | ||
| • | (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4) | |
| Thrombozytopenie | ||
| • | Anämie | |
| Häufig | ||
| • | Febrile Neutropenie | |
| Sehr selten | ||
| • | Thrombozytose | |
| • | Thrombotische Mikroangiopathie | |
| Erkrankungen des Immunsystems | Sehr selten | |
| • | Anaphylaktoide Reaktion | |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Häufig | |
| • | Anorexie |
| Erkrankungen des Nervensystems | Häufig | |
| • | Kopfschmerzen | |
| • | Schlaflosigkeit | |
| • | Schläfrigkeit | |
| Gelegentlich | ||
| • | Schlaganfall | |
| Sehr selten | ||
| • | Posteriores Reversibles | |
| Enzephalopathie-Syndrom (siehe | ||
| Abschnitt 4.4) | ||
| Herzerkrankungen | Gelegentlich | |
| • | Arhythmie, überwiegend |
| • | supraventrikulär | |
| Herzinsuffizienz | ||
| Selten | ||
| • | Myokardinfarkt | |
| Gefäßerkrankungen | Selten | |
| • | Klinische Anzeichen einer peripheren | |
| • | Vaskulitis und einer Gangrän | |
| Hypotonie | ||
| Sehr selten | ||
| • | Kapillarlecksyndrom (sieheAbschnitt | |
| 4.4) | ||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und | Sehr häufig | |
| Mediastinums | • | Dyspnoe - üblicherweise leicht und |
| schnell ohne Behandlungabklingend | ||
| Häufig | ||
| • | Husten | |
| • | Schnupfen | |
| Gelegentlich | ||
| • | Interstitielle Pneumonitis(siehe | |
| • | Abschnitt 4.4) | |
| Bronchospasmus - üblicherweise | ||
| leicht und vorübergehend, kann aber | ||
| auch parenterale Behandlung | ||
| erfordern | ||
| Selten | ||
| • | Lungenödem | |
| • | Akutes Atemnotsyndrom beim | |
| Erwachsenen (siehe Abschnitt 4.4) | ||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Sehr häufig | |
| • | Übelkeit | |
| • | Erbrechen | |
| Häufig | ||
| • | Durchfall | |
| • | Stomatitis und Ulzeration der | |
| • | Mundschleimhaut | |
| Verstopfung | ||
| Sehr selten | ||
| • | Ischämische Kolitis | |
| Leber- und Gallenerkrankungen | Sehr häufig | |
| • | Erhöhung von Transaminasen(AST | |
| und ALT), alkalischer Phosphatase | ||
| Häufig | ||
| • | Erhöhtes Bilirubin | |
| Gelegentlich | ||
| • | Schwere Lebertoxizität,einschließlich | |
| Leberversagen und Tod | ||
| Selten | |||
| • | Erhöhte Gammaglutamyl-Transferase | ||
| (GGT) | |||
| Erkrankungen der Haut und des | Sehr häufig | ||
| Unterhautzellgewebes | • | Allergischer Hautausschlag,häufig | |
| • | begleitet von Juckreiz | ||
| Haarausfall | |||
| Häufig | |||
| • | Juckreiz | ||
| • | Schwitzen | ||
| Selten | |||
| • | Schwere Hautreaktionen, | ||
| einschließlich Abschuppung und | |||
| • | Ausschlag mit Blasenbildung | ||
| Ulzeration | |||
| • | Blasen- und Geschwürbildung | ||
| • | Abschuppung | ||
| Sehr selten | |||
| • | Toxische epidermale Nekrolyse | ||
| • | Stevens-Johnson-Syndrom | ||
| Nicht bekannt | |||
| • | Pseudocellulitis | ||
| • | akute generalisierte exanthematische | ||
| Pustulose | |||
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und | Häufig | ||
| Knochenerkrankungen | • | Rückenschmerzen | |
| • | Muskelschmerzen | ||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Sehr häufig | ||
| • | Hämaturie | ||
| • | Leichte Proteinurie | ||
| Gelegentlich | |||
| • | Nierenversagen (siehe Abschnitt 4.4) | ||
| • | Hämolytisch-urämisches Syndrom | ||
| (siehe Abschnitt 4.4) | |||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am | Sehr häufig | ||
| Verabreichungsort | • | Grippeähnliche Symptome – die | |
| häufigsten Symptome sind Fieber, | |||
| Kopfschmerzen, Schüttelfrost, | |||
| Muskelschmerzen, Asthenie und | |||
| Anorexie. Husten, Schnupfen, | |||
| Unwohlsein, Schwitzen und | |||
| Schlafstörungen wurden auch | |||
| berichtet. | |||
| • | Ödeme/periphere Ödeme, | ||
| einschließlich Gesichtsödeme. Die | |||
| Ödeme sind üblicherweise reversibel | |||
| nach Beendigung der Behandlung. | |||
| Häufig | |||
| • | Fieber | ||
| • | Asthenie | ||
| • | Schüttelfrost | ||
| spcde-gemcitabin-38mg/ml-2203820-version no. 06-21.12.2023 | |||
| Selten | ||
| • | Reaktionen an der Injektionsstelle, | |
| üblicherweise leichter Art | ||
| Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe | Selten | |
| bedingte Komplikationen | • | Strahlenschäden (siehe Abschnitt 4.5) |
| • | Radiation Recall |
Kombinationstherapie bei Brustkrebs
Die Häufigkeit von Grad 3 und 4 hämatologischen Toxizitäten, insbesondere Neutropenie, nimmt zu, wenn Gemcitabin in Kombination mit Paclitaxel eingesetzt wird. Allerdings ist die Zunahme dieser Nebenwirkungen nicht mit einer erhöhten Inzidenz von Infektionen oder Blutungsereignissen verbunden. Fatigue und febrile Neutropenie treten häufiger auf, wenn Gemcitabin in Kombination mit Paclitaxel verwendet wird. Fatigue, die nicht mit einer Anämie verbunden ist, klingt üblicherweise nach dem ersten Zyklus ab.
Grad 3 und 4 Nebenwirkungen
Paclitaxel versus Gemcitabin plus Paclitaxel
| Anzahl (%) der Patienten | |||||||
| Paclitaxel Arm | Gemcitabin plus Paclitaxel | ||||||
| (N = 259) | Arm (N = 262) | ||||||
| Grad 3 | Grad 4 | Grad 3 | Grad 4 | ||||
| Hämatologisch | |||||||
| Anämie | 5 (1,9) | (0,4) | 15 (5,7) | 3 (1,1) | |||
| Thrombozytopenie | 14 (5,3) | 1 (0,4) | |||||
| Neutropenie | 11 (4,2) | (6,6)* | (31,3) | 45 (17,2)* | |||
| Nicht-Hämatologisch | |||||||
| Febrile Neutropenie | 3 (1,2) | 12 (4,6) | 1 (0,4) | ||||
| Fatigue | 3 (1,2) | (0,4) | 15 (5,7) | 2 (0,8) | |||
| Diarrhoe | 5 (1,9) | (3,1) | |||||
| Motorische Neuropathie | 2 (0,8) | (2,3) | 1 (0,4) | ||||
| Sensorische Neuropathie | 9 (3,5) | 14 (5,3) | 1 (0,4) |
* Eine für mehr als 7 Tage anhaltende Grad 4 Neutropenie trat bei 12,6% der Patienten im Kombinationsarm und 5,0% der Patienten im Paclitaxelarm auf.
Kombinationstherapie bei Harnblasenkarzinom
| Grad 3 und 4 Nebenwirkungen | ||||||||
| MVAC versus Gemcitabin plus Cisplatin | ||||||||
| Anzahl (%) der Patienten | ||||||||
| MVAC (Methotrexat, | Gemcitabin plus Cisplatin | |||||||
| Vinblastin, Doxorubicin | Arm (N = 200) | |||||||
| und Cisplatin) Arm | ||||||||
| (N = 196) | ||||||||
| Grad 3 | Grad 4 | Grad 3 | Grad 4 | |||||
| Hämatologisch | ||||||||
| Anämie | 30 (16) | (2) | (24) | (4) | ||||
| Thrombozytopenie | 15 (8) | (13) | (29) | (29) | ||||
| Nicht-Hämatologisch | ||||||||
| Übelkeit und Erbrechen | 37 (19) | (2) | (22) | (0) | ||||
| Diarrhoe | 15 (8) | (1) | (3) | (0) | ||||
| Infektion | 19 (10) | 10 (5) | (2) | (1) | ||||
| Stomatitis | 34 (18) | (4) | (1) | (0) |
Kombinationstherapie beim Ovarialkarzinom
Grad 3 und 4 Nebenwirkungen
Carboplatin versus Gemcitabin plus Carboplatin
| Anzahl (%) der Patienten | |||||||
| Carboplatin Arm | Gemcitabin plus | ||||||
| (N = 174) | Carboplatin Arm | ||||||
| (N = 175) | |||||||
| Grad 3 | Grad 4 | Grad 3 | Grad 4 | ||||
| Hämatologisch | |||||||
| Anämie | 10 (5,7) | (2,3) | (22,3) | (5,1) | |||
| Neutropenie | 19 (10,9) | (1,1) | (41,7) | (28,6) | |||
| Thrombozytopenie | 18 (10,3) | (1,1) | (30,3) | (4,6) | |||
| Leukopenie | 11 (6,3) | (0,6) | (48,0) | (5,1) | |||
| Nicht-Hämatologisch | |||||||
| Hämorrhagie | 0 (0) | 0 (0) | (1,8) | 0 (0) | |||
| Febrile Neutropenie | 0 (0) | 0 (0) | (1,1) | 0 (0) | |||
| Infektion ohne Neutropenie | 0 (0) | 0 (0) | 0 (0) | (0,6) |
Eine sensorische Neuropathie war ebenso häufiger im Kombinationsarm als bei Carboplatin- Monotherapie.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Wie ist Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung aufzubewahren?
Nicht angebrochene Durchstechflaschen: 3 Jahre
Zubereitete Lösung:
Eine chemische und physikalische Stabilität wurde über 24 Stunden bei 25°C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischen Sicht sollte die Lösung sofort verwendet werden. Wird sie nicht sofort verwendet, ist der Anwender verantwortlich für Aufbewahrungszeit und -bedingungen. Die zubereitete Gemcitabin-Lösung darf nicht gekühlt oder eingefroren aufbewahrt werden, da eine Ausfällung auftreten kann.
Weitere Informationen zu Gemcitabin Kelix bio 38 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Eine Durchstechflasche enthält Gemcitabinhydrochlorid entsprechend 200 mg Gemcitabin. Eine Durchstechflasche enthält Gemcitabinhydrochlorid entsprechend 1000 mg Gemcitabin. Eine Durchstechflasche enthält Gemcitabinhydrochlorid entsprechend 2000 mg Gemcitabin.
Nach Zubereitung enthält die Lösung 38 mg/ml Gemcitabin.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:
Jede 200-mg-Durchstechflasche enthält 3,9 mg (<1 mmol) Natrium.
Jede 1000-mg-Durchstechflasche enthält 19,6 mg (<1 mmol) Natrium.
Jede 2000-mg-Durchstechflasche enthält 39 mg (1,6 mmol) Natrium.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.
ZULASSUNGSNUMMER(N)
2203820.00.00
14.10.2019
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


