Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Dexamethason ist ein synthetisches Glukokortikoid (adrenokortikales Hormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Salz (Elektrolyt)-Haushalt und auf Gewebefunktionen. Dexamethason-hameln wird angewendet bei Erkrankungen, die eine Behandlung mit Glukokortikoiden notwendig machen.
- Wirkstoff(e)
- Dexamethason
- Zulassungsinhaber
- Hameln Pharma GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- H02AB02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung angewendet?
Dexamethason ist ein synthetisches Glukokortikoid (adrenokortikales Hormon) mit Wirkung auf den Stoffwechsel, den Salz (Elektrolyt)-Haushalt und auf Gewebefunktionen.
Dexamethason-hameln wird angewendet bei Erkrankungen, die eine Behandlung mit
Glukokortikoiden notwendig machen. Hierzu gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad:
Bei systemischer Anwendung
- Hirnschwellung, ausgelöst durch Hirntumor, neurochirurgische Operationen, Hirnabszesse, bakterielle Hirnhautentzündung
- Schock nach schweren Verletzungen, zur Vermeidung eines akuten Atemnotsyndroms (ARDS)
- Schwerer akuter Asthmaanfall
- Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hautkrankheiten, wie Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akutes Ekzem
- Rheumatische Systemerkrankungen (rheumatische Erkrankungen, die innere Organe betreffen können), wie systemischer Lupus erythematodes
- Aktive rheumatische Gelenkentzündungen (rheumatoide Arthritis) mit schwerer und fortschreitender Verlaufsform, z. B. Formen, die schnell zu einer Gelenkzerstörung führen, und/oder wenn Gewebe außerhalb von Gelenken betroffen ist
-
Schwere Infektionskrankheiten mit vergiftungsähnlichen Zuständen (z. B. Tuberkulose,
Typhus), nur neben entsprechender Therapie der Infektion) - Vorbeugung und Behandlung von Erbrechen nach Operationen oder bei einer Behandlung mit Zytostatika
Unterstützende Behandlung von bösartigen Tumoren, da Dexamethason auch als Injektion oder Infusion in Ihre Vene oder unter die Haut (subkutan) verabreicht werden kann, um bestimmte Symptome wie Schmerzen, Müdigkeit, Gewichtsverlust und Übelkeit zu lindern
Dexamethason-hameln wird bei Patienten mit COVID-19 angewendet. Es ist für Erwachsene und
Jugendliche (ab einem Alter von 12 Jahren und einem Gewicht von mindestens 40 kg) geeignet.
Es wird nur bei Patienten angewendet, die zusätzlichen Sauerstoff brauchen, um ihnen beim
Atmen zu helfen.
Bei lokaler Anwendung
-
Injektion in die Gelenke bei anhaltender Entzündung in einem oder mehreren Gelenken nach Allgemeinbehandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen, aktivierter
Arthrose, akuten Formen der Periarthropathia humeroscapularis - Infiltrationstherapie (strenge Indikationsstellung) bei nicht bakterieller Tendovaginitis und Bursitis, Periarthropathien, Insertionstendopathien
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Was ist vor der Einnahme von Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung zu beachten?
Dexamethason-hameln darf nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch gegen Dexamethason oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
In Einzelfällen wurden bei der Anwendung von Dexamethason-hameln schwere
Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) mit Kreislaufversagen, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Atemnot (Bronchospasmen) und/oder Blutdruckabfall oder
-anstieg beobachtet.
Injektionen in ein Gelenk dürfen nicht gegeben werden, wenn bei Ihnen Folgendes vorliegt:
- Infektionen in dem zu behandelten Gelenk oder in dessen Nähe
- Bakterielle Gelenkinfektionen
- Instabiles Gelenk
- Blutungsstörungen (spontan oder durch Antikoagulanzien verursacht)
- Verkalkungen in der Nähe von Gelenken
- Avaskuläre Knochennekrose
- Sehnenabriss
- Charcot-Gelenk
Eine lokale Infiltrationstherapie sollte nicht ohne eine vorherige zusätzliche antiinfektive Behandlung durchgeführt werden, wenn eine Infektion in dem Bereich vorliegt, in dem Dexamethason verabreicht werden würde.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.
Wenn Sie andere steroidale Medikamente einnehmen, sollten Sie damit nicht ohne Anweisung
Ihres Arztes aufhören.
Nehmen Sie Dexamethason-hameln nicht ohne Absprache mit Ihrem Arzt, Apotheker oder der Krankenpflege.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Anwendung steroidaler Medikamente bei
speziellen Erkrankungen, Maskierung von Infektionen, Begleitmedikation etc. sollten in
Übereinstimmung mit aktuellen Empfehlungen erfolgen.
Wenn während der Behandlung mit Dexamethason-hameln besondere körperliche
Belastungssituationen auftreten (Unfall, Operation, Geburt usw.), kann eine vorübergehende
Dosissteigerung erforderlich sein.
Dexamethason-hameln kann die Anzeichen einer Infektion überdecken und so den Versuch
behindern, eine bestehende oder sich entwickelnde Infektion zu erkennen. Latente Infektionen können reaktiviert werden.
Eine Behandlung mit Dexamethason-hameln sollte nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist, und zusammen mit anderen gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln, die sich gegen die Erreger der folgenden Erkrankung richten:
- Akute Virusinfektionen (Hepatitis B, Windpocken, Gürtelrose, Herpes-simplex-Infektionen, durch Herpesviren verursachte Hornhautentzündungen)
- HBsAg-positive chronisch aktive Hepatitis (infektiöse Lebererkrankung)
- Etwa 8 Wochen vor und bis zu 2 Wochen nach Impfungen mit einem Lebendimpfstoff
- Akute und chronische bakterielle Infektionen
- Pilzerkrankungen mit Befall innerer Organe
- Bestimmte durch Parasiten verursachte Krankheiten (Amöben, Wurminfektionen). Bei Patienten mit vermuteter oder bestätigter Zwergfadenwurminfektion (Strongyloidiasis) kann Dexamethason-hameln zur Aktivierung und Massenvermehrung der Parasiten führen.
- Kinderlähmung
- Lymphknotenerkrankung nach Tuberkulose-Immunisierung
- Tuberkulose in der Krankengeschichte
Die Behandlung mit Dexamethason-hameln sollte bei Patienten mit u. a. den folgenden vorbestehenden behandlungsbedürftigen Erkrankungen besonders überwacht werden:
- Magen-Darm-Geschwüre
- Knochenschwund (Osteoporose)
- Schlecht eingestellter Bluthochdruck
- Schlecht eingestellter Diabetes mellitus
- Psychische Erkrankungen (auch in der Krankengeschichte), einschließlich Selbstmordgefährdung. Eine neurologische oder psychiatrische Überwachung wird empfohlen.
- Erhöhter Augeninnendruck (Engwinkel- und Weitwinkelglaukom). Eine Überwachung durch den Augenarzt und eine begleitende Therapie werden empfohlen.
- Verletzungen und Geschwüre der Hornhaut. Eine Überwachung durch den Augenarzt und eine begleitende Therapie werden empfohlen.
Wenn verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren
Arzt.
Phäochromozytom-Krise
Bei einer Behandlung mit diesem Arzneimittel kann es zu einer sogenannten Phäochromozytom- Krise kommen, die tödlich verlaufen kann. Das Phäochromozytom ist ein seltener hormonabhängiger Tumor der Nebenniere. Mögliche Symptome einer Krise sind Kopfschmerzen, Schweißausbruch, Herzklopfen (Palpitationen) und Bluthochdruck (Hypertonie). Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines dieser Zeichen bemerken.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor sie Dexamethason-hameln anwenden, wenn der Verdacht besteht oder bekannt ist, dass Sie ein Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere) haben.
Wegen der Gefahr eines Durchbruchs der Darmwand darf Dexamethason-hameln nur bei
Vorliegen zwingender medizinischer Gründe und unter entsprechender Überwachung angewendet werden bei:
- Schwerer Entzündung des Dickdarms (Colitis ulcerosa) mit Durchbruchgefahr, mit Abszessen oder mit eitrigen Entzündungen, evtl. auch ohne Bauchfellentzündung
- Entzündete Ausstülpungen der Darmwand (Divertikulitis)
- Nach bestimmten Darmoperationen (Enteroanastomosen) unmittelbar nach der Operation
Die Zeichen einer Bauchfellentzündung nach Durchbruch eines Magen-Darm-Geschwürs können bei Patienten, die hohe Dosen von Glukokortikoiden erhalten, ausbleiben.
Bei Patienten mit Diabetes mellitus muss der Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert werden, da die Möglichkeit eines erhöhten Bedarfs an Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes mellitus
(Insulin, orale Antidiabetika) in Betracht zu ziehen ist.
Patienten mit starkem Bluthochdruck und/oder schwerer Herzinsuffizienz müssen sorgfältig überwacht werden, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht.
Bei der Verabreichung hoher Dosen kann eine Pulsverlangsamung auftreten.
Schwere anaphylaktische Reaktionen (Überreaktion des Immunsystems) können auftreten.
Das Risiko von Sehnenbeschwerden, Sehnenentzündung und Sehnenrissen ist erhöht, wenn
Fluorchinolone (bestimmte Antibiotika) zusammen mit Dexamethason-hameln verabreicht werden.
Bei der Behandlung einer bestimmten Form der Muskellähmung (Myasthenia gravis) kann zu Beginn eine Verschlechterung der Symptome auftreten.
Impfungen mit Impfstoffen aus abgetöteten Krankheitserregern (Totimpfstoffe) können grundsätzlich durchgeführt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass die Immunreaktion und damit der Impferfolg bei Anwendung von höheren Kortikoid-Dosen beeinträchtigt sein kann.
Insbesondere während einer Langzeitbehandlung mit hohen Dosen von Dexamethason-hameln sollten die Patienten daraufhin überwacht werden, ob eine ausreichende Aufnahme von Kalium (z. B. Gemüse, Bananen) sichergestellt ist. Die Salzaufnahme muss möglicherweise eingeschränkt werden, und der Kaliumspiegel im Blut sollte überwacht werden.
Viruserkrankungen (z. B. Masern, Windpocken) können bei Patienten, die mit Dexamethason-hameln behandelt werden, einen besonders schweren Verlauf nehmen. Besonders gefährdet sind Patienten mit einem geschwächten Immunsystem, die noch nie an Masern oder Windpocken erkrankt sind. Wenn diese Patienten während der Behandlung mit Dexamethason-hameln Kontakt
zu Personen haben, die an Masern oder Windpocken erkrankt sind, sollten sie sich sofort mit ihrem Arzt in Verbindung setzen, der gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung einleitet.
Symptome des Tumorlyse-Syndroms wie Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Verwirrtheit,
Sehstörungen und Kurzatmigkeit, falls Sie an einem hämatologischen Malignom leiden.
Im Falle einer intravenösen Verabreichung sollte die Injektion langsam über 2-3 Minuten gegeben werden. Nach einer zu schnellen Verabreichung können kurze und im Wesentlichen harmlose unerwünschte Wirkungen in Form von unangenehmem Kribbeln oder Parästhesien auftreten, die
bis zu 3 Minuten andauern.
Dexamethason-hameln ist ein Arzneimittel, das für die kurzfristige Anwendung bestimmt ist.
Wenn es jedoch über einen längeren Zeitraum angewendet wird, müssen weitere, für Glukokortikoid-haltige Arzneimittel, die für eine Langzeitanwendung vorgesehen sind, geltende
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
Bei lokaler Anwendung müssen mögliche systemische Nebenwirkungen und Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
Die Verabreichung von Glukokortikoiden in die Gelenke erhöht das Risiko von Gelenkinfektionen. Die längerfristige und wiederholte Anwendung von Glukokortikoiden in gewichtstragenden Gelenken kann zu einer Verschlechterung von verschleißbedingten Läsionen aufgrund einer möglichen Überlastung des Gelenks nach einer Verringerung der Schmerzen oder anderer Symptome führen.
Kinder und Jugendliche
Dexamethason sollte bei Frühgeborenen mit Atemproblemen nicht routinemäßig eingesetzt werden.
Wenn Dexamethason einem Frühgeborenen verabreicht wird, ist eine Überwachung der
Herzfunktion und -struktur erforderlich.
Bei Kindern sollte Dexamethason-hameln wegen des Risikos einer Wachstumshemmung/- verzögerung nur angewendet werden, wenn zwingende medizinische Gründe vorliegen. Insbesondere bei einer Langzeitbehandlung muss das Wachstum muss regelmäßig kontrolliert
werden.
Dexamethason-hameln enthält Propylenglycol. Wenn Ihr Kind jünger als 5 Jahre ist, sprechen Sie
mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ihm dieses Arzneimittel geben, insbesondere wenn ihr Kind andere Arzneimittel erhält, die Propylenglycol oder Alkohol enthalten.
Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsbeeinträchtigung
Dexamethason-hameln enthält Propylenglycol.
Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an, wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen empfohlen. Ihr Arzt führt möglicherweise zusätzliche Untersuchungen durch, während Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten sollte wegen des erhöhten Osteoporose-Risikos eine spezielle Nutzen-Risiko-
Abwägung erfolgen.
Hinweise zum Doping
Die Anwendung von Dexamethason-hameln kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Anwendung von Dexamethason-hameln zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere
Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies ist besonders wichtig bei den folgenden Arzneimitteln, da sie Wechselwirkungen mit Dexamethason-hameln haben können:
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Dexamethason-hameln:
-
Arzneimittel, die den Abbau in der Leber beschleunigen, wie Schlafmittel (Barbiturate),
Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen (Phenytoin, Carbamazepin, Primidon) und bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin) können die
Kortikoidwirkung verringern. - Arzneimittel, die den Abbau in der Leber verlangsamen, wie z. B. bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Ketoconazol, Itraconazol), können die Wirkung von Kortikoiden verstärken.
-
Bestimmte weibliche Geschlechtshormone, z. B. zur Verhinderung einer Schwangerschaft
(Pille), können die Wirkung von Dexamethason-hameln verstärken.
-
Ephedrin (enthalten in Arzneimitteln zur Behandlung von Hypotonie, chronischer
Bronchitis, Asthmaanfällen und zum Abschwellen der Schleimhäute bei Erkältungen sowie als Bestandteil von Appetitzüglern) kann die Wirksamkeit von Dexamethason-hameln aufgrund des beschleunigten Abbaus im Körper verringern. - Einige Arzneimittel gegen HIV wie Ritonavir und Cobicistat können die Wirkung von Dexamethason-hameln verstärken. Ihr Arzt wird Sie möglicherweise sorgfältig überwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen.
Dexamethason-hameln kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, wie z. B.:
- Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (ACE-Hemmer). Bei gleichzeitiger Anwendung von Dexamethason-hameln kann das Risiko von Blutbildveränderungen erhöht sein.
-
Arzneimittel zur Stärkung des Herzens (Herzglykoside), da Dexamethason-hameln deren
Wirkung aufgrund des Kaliummangels verstärken kann. -
Arzneimittel, die den Salzverlust beim Wasserlassen fördern (Saluretika), oder Abführmittel,
da Dexamethason-hameln die durch diese Arzneimittel hervorgerufene Kaliumausscheidung verstärken kann. - Orale Antidiabetika und Insulin, da Dexamethason-hameln deren antidiabetische Wirkung verringern kann (nicht wirksam zur Senkung des Glukosespiegels im Blut).
-
Arzneimittel, die zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt werden (orale
Antikoagulanzien, Cumarin). Deren Wirkung kann durch Dexamethason-hameln abgeschwächt oder verstärkt werden. Ihr Arzt wird entscheiden, ob eine Dosisanpassung des jeweiligen Antikoagulans notwendig ist. -
Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen und Rheuma (Salicylate, Indomethacin und
andere nicht steroidale Antirheumatika), da Dexamethason-hameln bei gleichzeitiger
Anwendung mit diesen Arzneimitteln das Risiko für Magengeschwüre und Magen-Darm- Blutungen erhöhen kann. - Nicht depolarisierende Muskelrelaxantien, da Dexamethason-hameln deren muskelentspannende Wirkung verlängern kann.
-
Bestimmte Arzneimittel zur Erhöhung des Augeninnendrucks (Atropin und andere
Anticholinergika), da Dexamethason-hameln deren Wirkung verstärken kann. - Arzneimittel zur Behandlung von Wurmerkrankungen (Praziquantel), da Dexamethason-hameln deren Wirkung abschwächen kann.
-
Arzneimittel zur Behandlung von Malaria oder rheumatischen Erkrankungen (Chloroquin,
Hydrochloroquin, Mefloquin). Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Dexamethason-hameln besteht ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen der Körper- oder Herzmuskeln (Myopathien, Kardiomyopathien). - Protirelin (TRH, ein im Zwischenhirn produziertes Hormon), da Dexamethason-hameln nach dessen Verabreichung den Anstieg des Thyreoidea-stimulierenden Hormons (TSH) reduzieren kann.
-
Arzneimittel, die zur Unterdrückung des körpereigenen Immunsystems eingesetzt werden
(Immunsuppressiva). Bei gleichzeitiger Anwendung mit Dexamethason-hameln kommt es zu einer erhöhten Infektanfälligkeit und Verschlechterung bestehender Infektionen, die möglicherweise noch keine Symptome gezeigt haben. - Ciclosporin (ein Arzneimittel zur Unterdrückung des körpereigenen Immunsystems), da Dexamethason-hameln den Ciclosporinspiegel und damit das Risiko von Krampfanfällen erhöhen kann.
- Fluorchinolone (eine bestimmte Gruppe von Antibiotika) können das Risiko von Sehnenrissen erhöhen.
Auswirkungen auf Untersuchungsmethoden:
Glukokortikoiden können Hautreaktionen auf Allergietests unterdrücken.
Aufgrund der Wechselwirkungen mit diesen Arzneimitteln muss Ihr Arzt möglicherweise die
Dosierung der Ihnen verabreichten Arzneimittel anpassen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Ihnen
dieses Arzneimittel gegeben wird.
Der Arzt wird dann entscheiden, ob das Arzneimittel für Sie geeignet ist und kann zusätzliche Kontrollen durchführen, während Sie dieses Arzneimittel erhalten.
Dexamethason passiert die Plazenta. Während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten, sollte eine Behandlung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Bei längerer oder wiederholter Anwendung von Dexamethason während der Schwangerschaft kann das Risiko einer Wachstumsverzögerung des ungeborenen Kindes erhöht sein. Bei Anwendung von
Glukokortikoiden am Ende der Schwangerschaft kann es zu einer Unterfunktion der Nebennierenrinde kommen, die ein Ausschleichen der Therapie / eine Ersatztherapie beim
Neugeborenen erforderlich machen kann.
Neugeborene von Müttern, die Dexamethason-hameln gegen Ende der Schwangerschaft erhielten, können nach der Geburt einen niedrigen Blutzuckerspiegel haben.
Glukokortikoide, einschließlich Dexamethason, gehen in die Muttermilch über. Es liegen zwar keine Berichte über Schädigungen des Säuglings vor, doch wenn höhere Dosen gegeben werden müssen, sollte das Stillen unterbrochen werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Dexamethason-hameln die Verkehrstüchtigkeit oder die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Dasselbe gilt für Arbeiten in einer gefährlichen Umgebung.
Dexamethason-hameln enthält Propylenglycol
Dieses Arzneimittel enthält 20 mg Propylenglycol in 1 ml Lösung.
Dexamethason-hameln enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält bis zu 43 mg (1,9 mmol) Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) in jeder maximalen Einzeldosis (350 mg für eine Person mit 70 kg
Körpergewicht). Dies entspricht 2,15 % der empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung für einen Erwachsenen.
Wie wird Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung angewendet?
Nehmen Sie Dexamethason-hameln nur wie von Ihrem Arzt verschrieben ein; dieser wird auch entscheiden, über welchen Zeitraum Sie Dexamethason einnehmen sollen. Fragen Sie bei
Unklarheiten Ihren Arzt oder Apotheker.
Bei diesem Arzneimittel handelt es sich um eine Lösung zur Injektion in eine Vene (i. v.), einen
Muskel (i. m.) oder unter die Haut (s. k.) oder in ein Gewebe.
Dexamethason-hameln sollte langsam in eine Vene gegeben werden (über 2-3 Minuten). Wenn die Verabreichung in eine Vene nicht möglich ist und die Kreislauffunktion nicht beeinträchtigt
ist, kann Dexamethason-hameln auch in einen Muskel verabreicht werden. Dexamethason-hameln kann manchmal auch als Injektion oder Dauerinfusion unter die Haut (subkutan) gegeben werden.
Dexamethason-hameln kann auch mittels Infiltration oder Injektion in ein Gelenk verabreicht werden.
Die Injektion in ein Gelenk sollte unter streng aseptischen Bedingungen erfolgen Eine einzige
Injektion in ein Gelenk reicht in der Regel aus, um die Symptome erfolgreich zu lindern. Wenn eine weitere Injektion als notwendig erachtet wird, sollte diese frühestens 3-4 Wochen später
verabreicht werden. Die Anzahl der Injektionen pro Gelenk sollte auf 3-4 begrenzt werden.
Insbesondere ist nach jeder der aufeinanderfolgenden Injektionen eine ärztliche Untersuchung des
Gelenks angezeigt.
Dexamethason-hameln kann auch in den Bereich mit den größten Schmerzen oder in die
Sehnenansätze verabreicht werden, jedoch nicht direkt in die Sehne. Injektionen in kurzen Abständen sollten vermieden werden und strenge aseptische Vorsichtsmaßnahmen müssen
ergriffen werden.
Falls hohe Dosen für eine einzelne Behandlung erforderlich sind, sollte die Anwendung von Dexamethason-Arzneimitteln mit höheren Stärken/Mengen in Betracht gezogen werden.
Systemische Anwendung
- Hirnschwellung: bei akuten Formen in Abhängigkeit von Ursache und Schweregrad anfänglich 8-10 mg (bis 80 mg) in die Vene (i.v.), anschließend 16-24 mg (bis 48 mg)/Tag verteilt auf 3-4 (bis 6) Einzeldosen in die Vene über 4-8 Tage.
- Hirnödem infolge bakterieller Hirnhautentzündung: 0,15 mg/kg Körpergewicht alle 6 Stunden über 4 Tage, Kinder: 0,4 mg/kg Körpergewicht alle 12 Stunden über 2 Tage, beginnend vor der ersten Antibiotikagabe.
- Schock nach schweren Verletzungen: anfänglich 40-100 mg (Kinder 40 mg) i.v., Wiederholung der Dosisgabe nach 12 Stunden oder alle 6 Stunden 16-40 mg über 2-3 Tage.
-
Zur Behandlung von COVID-19: Erwachsene Patienten sollten einmal täglich 6 mg intravenös über einen Zeitraum von bis zu 10 Tagen einnehmen. Anwendung bei Jugendlichen:
Pädiatrische Patienten (Jugendliche ab 12 Jahren) sollten einmal täglich 6 mg intravenös über einen Zeitraum von bis zu 10 Tagen einnehmen. - Schwere akuter Asthmaanfall: so früh wie möglich 8-20 mg i.v., bei Bedarf wiederholte Injektionen von 8 mg alle 4 Stunden. Kinder: 0,15-0,3 mg/kg Körpergewicht oder 1,2 mg/kg Körpergewicht i.v. als Bolus, danach 0,3 mg/kg alle 4-6 Stunden.
- Akute Hautkrankheiten: je nach Art und Schwere der Erkrankung tägliche Dosen von 8-40 mg i.v., in Einzelfällen bis maximal 100 mg. Dann Fortsetzung als orale Behandlung in abnehmenden Dosierungen.
- Systemischer Lupus erythematodes: 6-16 mg.
- Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform, z. B. Formen, die schnell zu einer Gelenkzerstörung führen: 12-16 mg, wenn Gewebe außerhalb des Gelenks betroffen ist 6-12 mg.
- Schwere Infektionskrankheiten mit vergiftungsähnlichen Zuständen: 4-20 mg/Tag i.v. über mehrere Tage, nur zusätzlich zu entsprechender Therapie der Infektion, in Einzelfällen (z. B. Typhus) mit anfänglichen Dosen von 200 mg i.v., dann ausschleichen.
- Vorbeugung und Behandlung von Erbrechen nach Operationen: Einzeldosen von 8-20 mg vor Beginn der Operation, Kinder ab 2 Jahre: 0,15-0,5 mg/kg Körpergewicht (maximal 16 mg).
- Unterstützende Therapie bei bösartigen Tumoren: anfänglich 8-16 mg/Tag, bei Langzeitbehandlung 4-12 mg/Tag.
-
Vorbeugung und Behandlung von Erbrechen während einer Zytostatika-Behandlung im
Rahmen bestimmter Behandlungsschemata: 10-20 mg i.v. vor Beginn der Chemotherapie, danach erforderlichenfalls 2- bis 3-mal täglich 4-8 mg über 1-3 Tage (mäßig emetogene
Chemotherapie) bzw. bis zu 6 Tage (hoch emetogene Chemotherapie). - In der Palliativversorgung und als Vorbeugung und Behandlung von chemotherapieinduzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV) werden in der Regel Dosen
zwischen 4,8 mg und 19,3 mg s. k. über 24 Stunden verabreicht (unter Berücksichtigung lokaler klinischer Richtlinien), und die Dosen sollten je nach Ansprechen titriert werden.
Lokale Anwendung
Die Dosen für lokale Infiltrations- und Injektionstherapien betragen üblicherweise 4-8 mg. Für eine
Injektion in ein kleines Gelenk sind 2 mg ausreichend.
Wenn möglich, sollte die Tagesdosis morgens als Einzeldosis verabreicht werden. Für die Behandlung von Krankheiten, die höhere Dosen erfordern, ist jedoch häufig mehr als eine
Einzeldosis am Morgen notwendig, um die maximale Wirkung zu erzielen.
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung und deren Verlauf. Ihr Arzt legt einen Behandlungsplan fest, den Sie strikt einhalten müssen. Sobald ein zufriedenstellendes
Behandlungsergebnis erzielt wurde, wird die Dosis auf eine Erhaltungsdosis verringert oder das Arzneimittel wird abgesetzt.
Ein abruptes Absetzen, wenn das Arzneimittel länger als ca. 10 Tage verabreicht wurde, kann zum Auftreten einer akuten Nebennierenrindeninsuffizienz führen, daher muss die Dosis vor dem
Absetzen schrittweise reduziert werden.
Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse oder Leberzirrhose können relativ niedrige Dosen ausreichen bzw. eine Dosisreduktion erforderlich sein.
Wenn Sie glauben, dass Ihnen eine größere Menge Dexamethason-hameln verabreicht wurde, als vorgesehen, oder dass eine Dosis vergessen wurde
Da Ihnen das Arzneimittel von einem Arzt oder dem Pflegepersonal verabreicht wird, ist es unwahrscheinlich, dass Ihnen zu viel verabreicht wird oder eine Dosis vergessen wird. Wenn Sie besorgt sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal.
Im Allgemeinen wird Dexamethason-hameln in großen Mengen auch bei Kurzzeitanwendung ohne
Komplikationen vertragen. Es müssen keine besonderen Maßnahmen ergriffen werden. Wenn Sie schwerere oder ungewöhnliche Nebenwirkungen bei sich beobachten, sollten Sie sich an Ihren Arzt
wenden.
Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, kann diese am selben Tag nachgeholt werden, und die vom
Arzt verordnete Dosis kann ab dem nächsten Tag wie gewohnt weiter verabreicht werden. Wenn
mehr als eine Dosis ausgelassen wird, kann dies zu einem Aufflackern oder einer Verschlechterung der behandelten Krankheit führen. Sie sollten sich an Ihren Arzt wenden, der die Behandlung überprüft und die Dosis gegebenenfalls anpasst.
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Behandlung mit Dexamethason-hameln beenden
Halten Sie sich immer an das von Ihrem Arzt verordnete Dosierungsschema. Dexamethason-hameln darf niemals ohne Rücksprache abgesetzt werden, da es insbesondere bei einer relativ langen Behandlung zu einer Unterdrückung der körpereigenen Produktion von Glukokortikoiden kommen kann (Unterfunktion der Nebenniere). Eine ausgeprägte körperliche Belastungssituation
ohne ausreichende Glukokortikoid-Produktion kann lebensbedrohlich sein.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung?
Das Risiko für Nebenwirkungen ist bei einer Kurzzeittherapie mit Dexamethason gering. Bei einer hochdosierten parenteralen Kurzzeittherapie muss jedoch das Risiko von Elektrolytveränderungen,
Ödemen, möglichem Blutdruckanstieg, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfällen in Erwägung gezogen werden, und auch mit den klinischen Manifestationen einer
Infektion sollte gerechnet werden. Kliniker sollten besonders aufmerksam auf die Möglichkeit von
Magen-Darm-Geschwüren achten, die häufig stressbedingt sind und während einer
Kortikosteroidbehandlung relativ asymptomatisch sein können, sowie auf eine Verringerung der
Glukosetoleranz.
Dexamethason-hameln kann allergische Reaktionen hervorrufen, die sehr seltenen Fällen zu einem anaphylaktischen Schock führen.
Bei längerer Anwendung insbesondere hoher Dosen sind Nebenwirkungen in unterschiedlicher Ausprägung regelmäßig zu erwarten.
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Diese Nebenwirkungen umfassen:
Unbekannte Häufigkeit (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Infektion und parasitäre Erkrankungen:
Überdeckung von Infektionen, Auftreten Wiederauftreten und Verschlechterung von Virusinfektionen, Pilzinfektionen, bakteriellen, parasitären sowie opportunistischen Infektionen,
Aktivierung einer Zwergfadenwurminfektion.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:
Veränderungen des Blutbildes (Vermehrung der weißen Blutkörperchen oder aller Blutkörperchen, Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen).
Erkrankungen des Immunsystems:
Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. arzneimittelinduzierter Hautausschlag), schwere anaphylaktische Reaktionen, wie Herzrhythmusstörungen, Bronchospasmen (Krämpfe der glatten Bronchialmuskulatur), stark erhöhter oder erniedrigter Blutdruck, Kreislaufkollaps, Herzstillstand,
Schwächung des Immunsystems.
Endokrine Erkrankungen:
Ausbildung des Cushing-Syndroms (typische Symptome sind Mondgesicht, Bauchfettleibigkeit und Gesichtsrötung), Unterdrückung oder Verlust der Nebennierenrindenfunktion.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen.
Gewichtszunahme, erhöhte Blutzuckerwerte, Diabetes mellitus, Erhöhung der Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyceride), erhöhter Natriumspiegel mit Gewebeschwellung (Ödeme), Kaliummangel durch vermehrte Kaliumausscheidung (was zu Herzrhythmusstörungen führen
kann), Appetitzunahme.
Psychiatrische Erkrankungen:
Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Antriebssteigerung, Psychosen, Manie, Halluzinationen,
Affektlabilität, Angstgefühle, Schlafstörungen, Suizidneigung.
Erkrankungen des Nervensystems:
Erhöhter Schädelinnendruck, Auftreten von bisher unbekannten Krampfanfällen (Epilepsie), vermehrtes Auftreten von Krampfanfällen bei bereits diagnostizierter Epilepsie.
Augenerkrankungen:
Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom), Linsentrübung (Katarakt), Verschlechterung von Hornhautgeschwüren, erhöhtes Risiko für oder Verschlimmerung von Augenentzündungen durch Viren, Bakterien oder Pilze, Verschlechterung von bakteriellen Entzündungen der Hornhaut,
Schlupflider, erweiterte Pupillen, Schwellung der Bindehaut, Perforation der Lederhaut,
Sehstörungen, Verlust des Sehvermögens.
In seltenen Fällen Hervortreten des Augapfels, das jedoch wieder abklingt.
Herzerkrankungen:
Verdickung des Herzmuskels (hypertrophe Kardiomyopathie) bei Frühgeborenen, die sich nach
Absetzen der Behandlung im Allgemeinen wieder normalisiert.
Gefäßerkrankungen:
Bluthochdruck, Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Entzündung der Blutgefäße
(auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie), erhöhte Brüchigkeit der Blutgefäße.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Magen- und Darmgeschwüre, Magen- und Darmblutungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung,
Magenbeschwerden.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Dehnungsstreifen der Haut, Verdünnung der Haut (Pergamenthaut), Erweiterung der Blutgefäße, Neigung zu Blutergüssen, punktförmige oder flächige Hauteinblutungen, vermehrte
Körperbehaarung, Akne, entzündliche Hautveränderungen im Gesicht, insbesondere um Mund, Nase und Augen, Veränderungen der Hautpigmentierung.
Erkrankungen der Skelettmuskulatur und des Bindegewebes
Muskelerkrankungen, Muskelschwäche und Muskelschwund sowie Knochenschwund (Osteoporose) treten dosisabhängig auf und sind bereits bei kurzzeitiger Anwendung möglich;
andere Formen von Knochenschwund (Knochennekrosen), Sehnenbeschwerden,
Sehnenentzündungen, Sehnenrisse, Fettablagerungen in der Wirbelsäule (epidurale Lipomatose),
Wachstumshemmung bei Kindern.
Wenn die Dosis nach einer Langzeitbehandlung zu schnell reduziert wird, kann es u. a. zu Entzugserscheinungen kommen, die sich in Symptomen wie Muskel- und Gelenkschmerzen äußern können.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:
Störungen der Ausschüttung von Sexualhormonen (mit unregelmäßiger oder ausbleibender Menstruation (Amenorrhoe), männliches Körperbehaarungsmuster bei Frauen (Hirsutismus),
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: verzögerte Wundheilung.
Lokale Anwendung:
Lokale Reizungen und Unverträglichkeiten sind möglich (Hitzegefühl, relativ anhaltende Schmerzen). Eine Verdünnung der Haut oder des Unterhautgewebes (Atrophie) an der Injektionsstelle kann auftreten, wenn Kortikosteroide nicht sorgfältig in eine Gelenkhöhle injiziert
werden.
Wenn eines der folgenden Symptome bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte umgehend an
Ihren Arzt.
- Magen-Darm-Symptome
- Schmerzen im Rücken, der Schulter oder der Hüfte
- Stimmungsschwankungen
- Starke Blutzuckerschwankungen bei Diabetikern.
Bitte beachten Sie, dass es sehr wichtig ist, dass Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht abrupt beenden (auch wenn Sie unter einer Nebenwirkung leiden), wenn Ihnen Ihr Arzt nicht dazu
geraten hat (siehe Abschnitte 2 und 3).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische
Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Deutschland, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung
gestellt werden.
Wie ist Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung aufzubewahren?
Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.
Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Dieses Arzneimittel darf Ihnen nach dem auf der Ampulle und dem Umkarton nach „Verw.bis” beziehungsweise „Verwendbar bis” angegebenen Verfalldatum nicht mehr verabreicht werden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt. Nicht verbrauchte Lösung
sollte verworfen werden.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Ihnen sichtbare Partikel in der Lösung auffallen.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das
Waschbecken) oder den Haushaltsabfall. Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung
Was Dexamethason-hameln enthält
- Der Wirkstoff ist Dexamethasondihydrogenphosphat-Dinatrium.
Jede Ampulle mit 1 ml Lösung enthält 4,00 mg Dexamethasonphosphat (als
Dexamethasondihydrogenphosphat-Dinatrium).
Jede Ampulle mit 2 ml Lösung enthält 8,00 mg Dexamethasonphosphat (als
Dexamethasondihydrogenphosphat-Dinatrium).
- Die sonstigen Bestandteile sind Propylenglycol, Natriumedetat, Natriumhydroxid- Lösung (zur pH-Wert-Einstellung) und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Dexamethason-hameln aussieht und Inhalt der Packung
Dexamethason-hameln (Injektionslösung) ist eine klare, farblose Lösung, die frei von sichtbaren
Partikeln ist.
Dexamethason-hameln ist in Packungen à 5 oder 10 Ampullen erhältlich, wobei jede Ampulle 1 ml oder 2 ml Lösung enthält.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutisches Unternehmen
hameln pharma gmbh
Inselstraße 1
31787 Hameln Deutschland
Hersteller
Siegfried Hameln GmbH
Langes Feld 13
31789 Hameln
Deutschland
oder
HBM Pharma s.r.o.
Sklabinská 30
036 80 Martin Slowakei
oder
hameln rds s.r.o.
Horná 36
900 01 Modra Slowakei
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Belgien | Dexamethason hameln 4 mg/ml solution injectable |
| Dexamethason hameln 4 mg/ml oplossing voor injectie | |
| Dexamethason hameln 4 mg/ml Injektionslösung | |
| Bulgarien | Dexamethasone phosphate hameln 4 mg/ml solution for injection |
| Дексаметазон фосфат хамелн 4 mg/ml инжекционен разтвор | |
| Dänemark | Dexamethasone phosphate hameln |
| Deutschland | Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung |
| Finnland | Dexamethasone phosphate hameln, 4 mg/ml injektioneste, liuos |
| Irland | Dexamethasone 4 mg/ml solution for injection |
| Island | Dexamethasone hameln 4 mg/ml stungulyf, lausn |
| Italien | Desametasone hameln |
| Kroatien | Deksametazon hameln 4 mg/ml otopina za injekciju |
| Niederlande | Dexamethason hameln 4 mg/ml oplossing voor injectie |
| Norwegen | Dexamethasone phosphate hameln |
| Österreich | Dexamethason-hameln 4 mg/ml Injektionslösung |
| Polen | Dexamethasone hameln |
| Portugal | Dexametasona hameln |
| Rumänien | Dexametazonă fosfat hameln 4 mg/ml soluţie injectabilă |
| Slowakei | Dexamethasone hameln 4 mg/ml injekčný roztok |
| Slowenien | Deksametazon hameln 4 mg/ml raztopina za injiciranje |
| Tschechien | Dexamethasone hameln |
| Ungarn | Dexametazon hameln 4 mg/ml oldatos injekció |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 10/2024.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


