Wirkstoff(e) Natriumacetat Natriumchlorid Kaliumchlorid Calciumchlorid Glucose Magnesiumchlorid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Deltamedica GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 30.10.2003
ATC Code B05BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus nicht verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe I.V.-Lösungen

Zulassungsinhaber

Deltamedica GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Deltajonin HG 5 ist eine Lösung zur Zufuhr von FlĂŒssigkeit und Mineralien (Elektrolyten) zusammen mit Glucose direkt in den Blutkreislauf ĂŒber einen Venentropf (intravenöse FlĂŒssigkeits-, Elektrolyt- und Kohlenhydratzufuhr).

Sie dient:

  • zur Behebung des FlĂŒssigkeitsmangels bei normal oder zu hoch konzentriertem Blutplasma (isotone oder hypertone Dehydratation)
  • zur teilweisen Deckung des Kohlenhydratbedarfs
  • als TrĂ€gerlösung fĂŒr geeignete ZusĂ€tze und Medikamente.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Deltajonin HG 5 darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • ÜberwĂ€sserung (HyperhydratationszustĂ€nden)
  • Natrium- und Wassermangel (hypotone Dehydratation)
  • erhöhtem Blutzuckerspiegel, der erst auf hohe Insulindosen anspricht (insulinrefraktĂ€re HyperglykĂ€mie), d.h. den Einsatz von mehr als 6 Einheiten Insulin/Stunde erforderlich macht
  • erniedrigtem Natriumspiegel im Blut
  • erniedrigtem Kaliumspiegel im Blut
  • eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion
  • wenn Sie Herzglykoside (herzstĂ€rkende Arzneimittel) wie Digitalis oder Digoxin zur
    Behandlung einer HerzschwĂ€che einnehmen (siehe auch „Anwendung von Deltajonin HG 5 zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

wenn Sie kaliumsparende Diuretika (bestimmte entwÀssernde Arzneimittel, z. B. Amilorid, Spironolacton, Triamteren) einnehmen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Deltajonin HG 5 ist eine hypertone Lösung. Im Körper können glucosehaltige FlĂŒssigkeiten jedoch aufgrund der schnellen Verstoffwechslung der Glucose hoch hypoton werden (siehe Abschnitt 3). Je nach TonizitĂ€t der Lösung, Volumen und Infusionsrate sowie Ihrem vorbestehenden klinischen Zustand und Ihrer FĂ€higkeit, Glucose zu verstoffwechseln, kann eine Infusion von glucosehaltigen

FlĂŒssigkeiten zu Elektrolytungleichgewichten fĂŒhren, vor allem zu einem zu niedrigen Natriumspiegel im Blut (hypo- oder hyperosmotische HyponatriĂ€mie).

HyponatriÀmie (zu niedriger Natriumspiegel im Blut):

Wenn Sie

  • unter erhöhter Freisetzung von Vasopressin (z. B. bei akuter Krankheit, Schmerzen, postoperativem Stress, Infektionen, Verbrennungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems) leiden
  • an Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen leiden
  • mit Arzneimitteln behandelt werden, die zu einer erhöhten Vasopressin-Wirkung fĂŒhren (Vasopressin-Agonisten, siehe Abschnitt „Anwendung von Deltajonin HG 5 zusammen mit

anderen Arzneimitteln“)

unterliegen Sie einem besonderen Risiko fĂŒr einen akut zu niedrigen Natriumspiegel (akute HyponatriĂ€mie) nach der Infusion hypotoner FlĂŒssigkeiten.

Ein akut zu niedriger Natriumspiegel im Blut (akute HyponatriĂ€mie) kann zu einer Störung der Gehirnfunktion (akute hyponatriĂ€mische Enzephalopathie) fĂŒhren, die durch Kopfschmerzen, Übelkeit, KrĂ€mpfe, Lethargie und Erbrechen gekennzeichnet ist. Patienten mit Hirnödem unterliegen einem besonderen Risiko fĂŒr schwere, irreversible und lebensbedrohliche HirnschĂ€digungen.

Kinder, Frauen im gebĂ€rfĂ€higen Alter und Patienten mit reduzierter zerebraler Compliance (z. B. Meningitis, Blutungen im Gehirn, Hirnprellung und Hirnödem) unterliegen einem besonderen Risiko fĂŒr eine schwere und lebensbedrohliche Schwellung des Gehirns aufgrund eines akut zu niedrigen Natriumspiegels im Blut (akute HyponatriĂ€mie).

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal bevor Sie Deltajonin HG 5 Infusionslösung anwenden, wenn eine der folgenden Aussagen auf Sie zutrifft:

  • wenn Sie mit Ceftriaxon (einem Antibiotikum) behandelt werden. (Siehe auch „Anwendung von Deltajonon HG 5 Infusionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln“)
  • HerzschwĂ€che
  • Lungenfunktionsstörung (respiratorische Insuffizienz)
    (Bei den oben genannten Erkrankungen ist möglicherweise eine spezielle Überwachung erforderlich)
  • eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion
  • erhöhter Gehalt an Chlorid im Blut (HyperchlorĂ€mie)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • FlĂŒssigkeitsansammlung unter der Haut, von der alle Körperteile betroffen sein können (allgemeine Ödeme)
  • FlĂŒssigkeitsansammlung unter der Haut, insbesondere um die Knöchel (periphere Ödeme)
  • FlĂŒssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungenödem)
  • hoher Blutdruck in der Schwangerschaft (PrĂ€eklampsie)
  • erhöhter Gehalt an Natrium im Blut (HypernatriĂ€mie) oder jeder andere Zustand, der mit einer
    Natriumretention (wenn der Körper zuviel Natrium zurĂŒckbehĂ€lt) einhergeht, wie z. B. Behandlung mit Steroiden (siehe auch “Anwendung von Deltajonin HG 5 Infusionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln”)
  • jede Art von Herzerkrankung
  • jede Erkrankung, die zu hohen Kaliumwerten im Blut fĂŒhren kann (HyperkaliĂ€mie), wie z. B. O Nierenversagen
  • Nebennierenrindenfunktionsstörung (diese Erkrankung der Nebennieren betrifft die Hormone, die die Konzentration der Elektrolyte im Körper steuern)
  • akute Dehydratation (Wasserverlust wie z. B. bei Erbrechen oder Durchfall)
  • ausgedehnte GewebeschĂ€digung (wie z. B. bei schweren Verbrennungen)

Die Kaliumkonzentration im Blut muss engmaschig kontrolliert werden.

  • Krankheiten, die zu erhöhten Vitamin-D-Konzentrationen fĂŒhren (wie z. B. Sarkoidose, eine Erkrankung, von der die Haut und innere Organe betroffen sein können)
  • Nierensteine
  • Leberfunktionsstörungen
  • Diabetes mellitus

Bei Verabreichen der Infusionslösung wird der Arzt Ihr Blut und Ihren Harn untersuchen, um

  • den Gehalt an Elektrolyten wie z. B. Natrium und Kalium in Ihrem Blut (Plasmaelektrolyte)
  • den SĂ€uregehalt von Blut und Harn (SĂ€ure-Basen-Haushalt).

zu ĂŒberwachen.

Obwohl Deltajonin HG 5 Infusionslösung Kalium enthÀlt, reicht die Menge nicht aus, um einen schweren Kaliummangel (sehr niedriger Kaliumspiegel im Blut) zu behandeln.

Wird Calciumchlorid in Gewebe injiziert, kann es GewebeschĂ€den verursachen. Deshalb darf Deltajonin HG 5 Infusionslösung nicht in den Muskel injiziert werden (intramuskulĂ€re Injektion). Außerdem wird Ihr Arzt dafĂŒr sorgen, dass die Lösung nicht in das Gewebe austritt, das die Vene umgibt.

Deltajonin HG 5 Infusionslösung darf nicht zusammen mit Blut durch dasselbe Infusionsbesteck verabreicht werden. Das kann zu einer SchĂ€digung oder Verklumpung der roten Blutkörperchen fĂŒhren.

Da Deltajonin HG 5 Infusionslösung Acetat enthÀlt, kann Ihr Blut zu basisch werden (metabolische Alkalose).

Wenn Sie parenteral ernĂ€hrt werden, d.h. NĂ€hrstoffe ĂŒber eine Infusion in die Vene erhalten, wird Ihr Arzt dies berĂŒcksichtigen.

Falls Sie langfristig mit Deltajonin HG 5 Infusionslösung behandelt werden, erhalten Sie zusÀtzliche NÀhrstoffe.

Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich, insbesondere nach Operationen oder Verletzungen oder bei anderen Störungen der Glucoseverwertung (HyperglykÀmie).

Ihr Arzt wird besonders darauf achten, ob bei Ihnen eine Störung der Glucoseverwertung vorliegt und die Menge an Lösung, die Sie erhalten sollen, entsprechend festlegen.

Anwendung von Deltajonin HG 5 zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Dies ist besonders wichtig, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

  • Ceftriaxon. Dieses Antibiotikum darf nicht ĂŒber denselben Infusionsschlauch verabreicht werden, außer wenn dieser vorher grĂŒndlich gespĂŒlt wurde.
  • Herzglykoside (herzstĂ€rkende Arzneimittel), wie Digitalis oder Digoxin, zur Behandlung einer
    HerzschwĂ€che, da diese nicht zusammen mit Deltajonin HG 5 eingesetzt werden dĂŒrfen (siehe auch „Deltajonin HG 5 darf NICHT angewendet werden“). Die Wirkungen dieser Arzneimittel

können sich bei zusÀtzlicher Gabe von Calcium verstÀrken. Dadurch kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen.

Kortikosteroide (entzĂŒndungshemmende Arzneimittel)

Diese Arzneimittel können Natrium und Wasser im Körper zurĂŒckhalten und zu Folgendem fĂŒhren:

Folgende Arzneimittel können die Kaliumkonzentration im Blut erhöhen. Dies kann lebensbedrohlich sein. Ein Anstieg des Kaliumgehalts im Blut ist wahrscheinlicher, wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden.

  • kaliumsparende Diuretika (bestimmte entwĂ€ssernde Arzneimittel, z. B. Amilorid, Spironolacton, Triamteren)
    (Diese Arzneimittel können auch in KombinationsprÀparaten enthalten sein)
  • ACE-Hemmer (zur Behandlung von Bluthochdruck)
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (zur Behandlung von Bluthochdruck)
  • Tacrolimus (um die Abstoßung eines Transplantats zu verhindern und zur Behandlung einiger Hauterkrankungen)
  • Ciclosporin (um die Abstoßung eines Transplantats zu verhindern)

Andere Arzneimittel, die die Wirkung von Deltajonin HG 5 beeinflussen bzw. in ihrer Wirkung beeinflusst werden können:

  • Carbenoxolon (ein entzĂŒndungshemmendes Arzneimittel zur Behandlung von MagengeschwĂŒren)
  • Arzneimittel, die die neuromuskulĂ€re Erregungsleitung blockieren (z.B. Tubocurarin, Suxamethonium und Vercuronium). Diese Arzneimittel werden wĂ€hrend Operationen verwendet und durch einen AnĂ€sthesisten verabreicht.
  • Acetylcholin
  • Aminoglycoside (eine Gruppe von Antibiotika)
  • Nifedipin (zur Behandlung von Bluthochdruck und Brustschmerzen) Thiazid-Diuretika, wie beispielsweise Hydrochlorothiazid oder Chlortalidon
  • Vitamin D
  • Bisphosphonate (zur Behandlung von Knochenkrankheiten wie z. B. Osteoporose)
  • Fluorid (fĂŒr ZĂ€hne und Knochen)
  • Fluorochinolone (eine Gruppe von Antibiotika, einschließlich Ciprofloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin)
  • Tetrazykline (eine Gruppe von Antibiotika, einschließlich Tetrazyklin)
  • sĂ€urehaltige Arzneimittel, wie beispielsweise:

    • Salicylate zur Behandlung von EntzĂŒndungen (z.B. Aspirin)
    • Barbiturate (Schlaftabletten)
    • Lithium (zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen)
  • basische Arzneimittel, wie beispielsweise:

    • Sympathomimetika (Arzneimittel mit anregender Wirkung (Stimulanzien), wie z. B. Ephedrin und Pseudoephedrin, die zur Behandlung von Husten oder ErkĂ€ltung verwendet werden)
    • andere Stimulanzien (z. B. Dexamphetamin, Fenfluramin)

Arzneimittel, die zu einer erhohtön Vasopressinwirkung fĂŒhren

Die im Folgenden aufgefĂŒhrten Arzneimittel erhöhen die Vasopressinwirkung, was zu einer reduzierten elektrolytfreien Wasserausscheidung der Nieren fĂŒhrt und das Risiko einer im Krankenhaus erworbenen HyponatriĂ€mie nach nicht ausreichend bilanzierter Behandlung mit i.v. FlĂŒssigkeiten erhöhen kann.

  • Arzneimittel, die die Freisetzung von Vasopressin stimulieren, z. B.: Chlorpropamid, Clofibrat, Carbamazepin, Vincristin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, 3,4-Methylendioxy-N- Methylamphetamin, Ifosfamid, Antipsychotika, Narkotika
  • Arzneimittel, die die Vasopressinwirkung verstĂ€rken, z. B.: Chlorpropamid, NSAR, Cyclophosphamid

Vasopressin-Analoga, z. B.: Desmopressin, Oxytocin, Vasopressin, TerlipressinAndere Arzneimittel, die das Risiko einer HyponatriÀmie erhöhen, sind zudem Diuretika im Allgemeinen und Antiepileptika, wie etwa Oxcarbazepin.

Auf Grund des Calcium- und Magnesiumgehaltes kann es beim Zumischen von oxalat-, phosphat-, und carbonat- bzw. hydrogencarbonathaltigen Arzneimitteln zu AusfÀllungen kommen.

Glucosehaltige Lösungen dĂŒrfen nicht im selben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht oder zum Aufschwemmen dieser genutzt werden, da beides zu einer Pseudoagglutination fĂŒhren kann.

Ist ein Zusatz anderer Arzneimittel zu Deltajonin HG 5 notwendig, so ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen, gute Durchmischung und vor allem auf KompatibilitÀt zu achten.

Deltajonin HG 5 dĂŒrfen nur Arzneimittel zugesetzt werden, deren KompatibilitĂ€t

sichergestellt wurde. Auf keinen Fall darf Deltajonin HG 5 nach dem Zusatz anderer

Komponenten aufbewahrt werden(siehe dazu auch: „Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt").

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Es liegen keine Daten mit der Anwendung von Deltajonin HG 5 wĂ€hrend der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, erhalten Sie dieses Arzneimittel nur, wenn der Arzt es nach sorgfĂ€ltiger Nutzen/Risiko-AbwĂ€gung fĂŒr absolut notwendig hĂ€lt. Ihr Arzt wird Ihren Blutzuckerspiegel sowie Elektrolyt- und FlĂŒssigkeitshaushalt ĂŒberwachen. Diese Werte sollten sich im Normbereich befinden.

Aufgrund des Risikos eines zu niedrigen Natriumspiegels (HyponatriĂ€mie) sollte Deltajonin HG 5 jedoch bei Schwangeren wĂ€hrend der Entbindung und Geburt nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Das Risiko eines zu niedrigen Natriumspiegels (HyponatriĂ€mie) ist insbesondere bei der Gabe in Kombination mit Oxytocin (Hormon, das gegeben werden kann, um die Geburt zu einzuleiten und Blutungen zu kontrollieren) zu berĂŒcksichtigen.

Wenn Ihrer Infusionslösung andere Medikamente zugesetzt werden, wird Ihr Arzt die Anwendung von diesen Arzneimitteln wĂ€hrend Schwangerschaft und Stillzeit separat berĂŒcksichtigen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Deltajonin HG 5 hat keinen Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen.

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Wie wird es angewendet?

Die FlĂŒssigkeitsbilanz, die Serumglukose, das Serumnatrium und andere Elektrolyte mĂŒssen eventuell vor und wĂ€hrend der Gabe ĂŒberwacht werden, insbesondere bei Patienten mit erhöhter nichtosmotischer Freisetzung von Vasopressin (Syndrom der inadĂ€quaten Sekretion des antidiuretischen Hormons, SIADH) sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit Vasopressin-Agonisten behandelt werden, wegen des Risikos einer HyponatriĂ€mie.

Die Überwachung des Serumnatriums ist bei physiologisch hypotonen FlĂŒssigkeiten besonders wichtig. DeltajoninÂź HG 5 kann nach der Gabe aufgrund der Verstoffwechslung der Glukose im Körper hoch hypoton werden (siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 4.8).

Dieses Arzneimittel wird bei Ihnen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal angewendet.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Deltajonin HG 5 wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht. Ihr Arzt entscheidet, wie viel Sie benötigen und wann es Ihnen verabreicht wird. Dies ist abhĂ€ngig von Ihrem Alter, Gewicht, Zustand sowie dem Grund fĂŒr die Anwendung. Die Dosierung kann auch von einer eventuellen Begleittherapie abhĂ€ngen..

Erwachsene

Maximale Tagesdosis

Dosierung je nach FlĂŒssigkeits- und Elektrolytbedarf (s. a. Dosierungshinweise zur Zufuhr von Kohlenhydraten und zur FlĂŒssigkeitszufuhr):

Die maximale Tagesdosis beim Erwachsenen betrÀgt bis zu 40ml/kg Körpergewicht (KG) und Tag, entsprechend 2,0 g Glucose,

2,8 mmol Na+ und

0,08 mmol K+ pro kg KG und Tag.

Die maximale Infusionsgeschwindigkeit betrÀgt 5ml/kg KG und Stunde, entsprechend 0,25 g Glucose,

0,35 mmol Na+ und

10 ÎŒmol K+ pro kg KG und Stunde.

Die maximale Tropfgeschwindigkeit betrÀgt 1,7 Tropfen/kg KG und Minute.

Bei einem Patienten mit 70 kg KG entspricht dies einer Infusionsgeschwindigkeit von ca. 350 ml/Stunde bzw. einer Tropfgeschwindigkeit von bis zu 120 Tropfen/Minute. Die hierbei zugefĂŒhrte Menge an Glucose betrĂ€gt 17,5 g/Stunde.

FĂ€diatrische Patienten:

Maximale Infusionsgeschwindigkeit (Richtwerte): SĂ€uglinge:

ca. 4 – 5ml/kg KG und Stunde, entsprechend 0,2 – 0,25 g Glucose,

0,28 – 0,35mmol Na+ und

8 – 10 ÎŒmol K+ pro kg KG undStunde

Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr:

ca. 3,5 – 5ml/kg KG und Stunde, entsprechend 0,175 – 0,25 g Glucose,

0,25 – 0,35 mmol Na+ und

7 – 10 ÎŒmol K+ pro kg KG und Stunde

Kinder vom 3. bis 5. Lebensjahr:

ca. 3,5 – 4ml/kg KG und Stunde, entsprechend 0,175 – 0,2 g Glucose,

0,25 – 0,28 mmol Na+ und

7 – 8 ÎŒmol K+ pro kg KG und Stunde)

Schulkinder vom 6. bis 11. Lebensjahr:

ca. 2,5 – 3,5 ml/kg KG und Stunde, entsprechend 0,125 – 0,175 g Glucose,

0,18 – 0,25 mmol Na+ und

5 – 7 ÎŒmol K+ pro kg KG und Stunde

Schulkinder vom 11. bis 14. Lebensjahr: ca. 2 – 3ml/kg KG und Stunde, entsprechend 0,1 – 0,15 g Glucose,

0,14 – 0,21mmol Na+ und

4–6 ÎŒmol K+ pro kg KG und Stunde

Maximale Tagesmenge (Richtwerte): SĂ€uglinge:

ca. 100 bis 140ml/kg KG, entsprechend 5,0–7,0 g Glucose, 7,0–9,8 mmol Na+ und

0,2–0,28mmol K+ pro kg KG und Tag

Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr:

ca. 80 bis 120 ml/kg KG, entsprechend 4,0–6,0 g Glucose, 5,6–8,4mmol Na+ und

0,16 – 0,24mmol K+ pro kg KG und Tag

Kinder vom 3. bis 5. Lebensjahr:

ca. 80 bis 100 ml/kg KG, entsprechend 4,0 – 5,0 g Glucose, 5,6 – 7 mmol Na+ und

0,16 – 0,2 mmol K+ pro kg KG und Tag

Schulkinder vom 6. bis 11. Lebensjahr:

ca. 60 bis 80ml/kg KG, entsprechend 3,0–4,0 g Glucose, 4,2–5,6mmol Na+ und

0,12 – 0,16mmol K+ pro kg KG und Tag

Schulkinder vom 11. bis 14. Lebensjahr:

ca. 50 bis 70ml/kg KG, entsprechend 2,5–3,5 g Glucose, 3,5–4,9mmol Na+ und

0,1 – 0,14 mmol K+ pro kg KG und Tag

Die allgemeinen GrundsĂ€tze fĂŒr die Anwendung und Dosierung von Kohlenhydraten sowie die Richtlinien fĂŒr die FlĂŒssigkeitszufuhr sind zu beachten.

Art der Anwendung

Intravenöse Anwendung (ĂŒber die Vene)

Anwendungstechnik

Deltajonin HG 5 ist mit einem sterilen Infusionsbesteck zu verwenden.

Diese konservierungsmittelfreie Lösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach Öffnung des BehĂ€ltnisses erfolgen. Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.

Dauer der Anwendung

Deltajonin HG 5 wird solange angewendet wie es die jeweilige Indikation erfordert.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Deltajonin HG 5 zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Deltajonin HG 5 angewendet haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung kann es zu

  • ÜberwĂ€sserung
  • Störungen des Elektrolythaushaltes (HypokaliĂ€mie)
  • HyperglykĂ€mie
  • Störungen im SĂ€uren-Basen-Haushalt kommen.

Treten diese Symptome auf, wird Ihr Arzt fĂŒr die Unterbrechung der Zufuhr, beschleunigte Ausscheidung durch die Niere und einen entsprechenden Ausgleich des Wasser- und Elektrolyt- Haushaltes sowie ggf. fĂŒr eine Insulintherapie sorgen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei den HĂ€ufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: mehr als 1 Behandelter von 10 HÀufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Bedingt durch den Glucosegehalt können folgende Nebenwirkungen auftreten

Stoffwechsel- und ErnÀhrungsstörungen

HĂ€ufig bis sehr hĂ€ufig: Überzuckerung (HyperglykĂ€mie)

Nicht bekannt: Im Krankenhaus erworbene HyponatriÀmie**

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

HÀufig bis sehr hÀufig : erhöhte Urinausscheidung (Polyurie)

Erkrankungen des Nervensystems

Nicht bekannt: HyponatriÀmische Enzephalopathie**

** Im Krankenhaus erworbene HyponatriĂ€mie kann aufgrund der Entwicklung einer akuten hyponatriĂ€mischen Enzephalopathie zu irreversiblen HirnschĂ€digungen und zum Tod fĂŒhren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das

Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen . Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: das BehĂ€ltnis beschĂ€digt ist und der Flascheninhalt nicht klar ist.

Deltajonin HG 5 ist nach Anbruch zum unmittelbaren Verbrauch bestimmt.

Nach Infusion nicht aufgebrauchte Restmengen sind zu verwerfen.

Das Arzneimittel ist unmittelbar zu verwenden, wenn Additive zugesetzt wurden.

(siehe auch „Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt")

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

- Die Wirkstoffe ist sind: 1000 ml Infusionslösung enthalten:
Natriumacetat 3,062 g
Natriumchlorid 2,776 g
Kaliumchlorid 0,149 g
Calciumchlorid 0,184 g
Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,102 g
Glucose-Monohydrat (Ph.Eur.) 55,000 g
Elektrolyte mmol/l
Na 70
K+ 2
Cat+ 1,25
Mg++ 0,5
Cl- 55
Acetat 22,5

Die sonstigen Bestandteile ist sind: SalzsĂ€ure 10 % zur Einstellung des pH-Wertes Wasser fĂŒr Injektionszwecke

Wie Deltajonin HG 5 aussieht und Inhalt der Packung

Deltajonin HG 5 ist eine Infusionslösung (Lösung zur Verabreichung als Venentropf). Es ist eine klare, farblose oder schwach gelbliche wÀssrige Lösung.

pH 4,9 – 5,7
Theoretische OsmolaritÀt
mosm/l
Titrierbare AziditÀt < 4 mmol NaOH/l
Energiegehalt
kJ/l = 200 kcal/l

Sie ist erhÀltlich:

  • in Glasflaschen, Inhalt: 250 ml und 500 ml lieferbar in Packungen zu:
    10 x 250 ml
    10 x 500 ml
  • in Flaschen aus Polyethylen, Inhalt: 500 ml und 1000 ml, lieferbar in Packungen zu:
    10 x 500 ml
    10 x 1000 ml

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer/Hersteller

DELTAMEDICA GmbH

Ernst-Wagner-Weg 1-5

72766 Reutlingen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im

April 2019

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Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Welche Vorsichtsmaßnahmen mĂŒssen beachtet werden?

Auf Grund des Energiegehaltes der kaliumarmen Lösung ist eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Kaliumspiegels zu empfehlen.

Kontrolle des Elektrolyt- und FlĂŒssigkeitsstatus ist erforderlich.

Kontrolle der Blutglucosekonzentration ist erforderlich postoperativ und posttraumatisch sowie bei anderen Störungen der Glucosetoleranz (HyperglykÀmien).

Diese Lösung enthÀlt Glucose und wird in einem Indikationsbereich eingesetzt, in dem hÀufig Glucoseutilisationsstörungen (Glucoseverwertungsstörungen) vorliegen. Unter UmstÀnden wird eine Insulintherapie erforderlich.

Die Lösung ist vor der Verabreichung visuell auf Partikel und VerfĂ€rbung zu ĂŒberprĂŒfen, wann immer die Lösung und das BehĂ€ltnis es zulassen. Nur verwenden, wenn die Lösung klar und das BehĂ€ltnis unversehrt ist.

Mischen mit anderen Komponenten

Auf Grund des Calcium- und Magnesiumgehaltes kann es beim Zumischen von oxalat-, phosphat-, und carbonat- bzw. hydrogencarbonathaltigen Arzneimitteln zu AusfÀllungen kommen.

Glucosehaltige Lösungen dĂŒrfen nicht gleichzeitig im selben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht oder zum Aufschwemmen dieser genutzt werden, da beides zu einer Pseudoagglutination fĂŒhren kann.

Deltajonin HG 5 dĂŒrfen nur Arzneimittel zugesetzt werden, deren KompatibilitĂ€t sichergestellt wurde. Bei Zugabe von Arzneimitteln ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen und gute Durchmischung zu achten.

Das Arzneimittel ist unmittelbar zu verwenden, wenn Additive zugesetzt wurden.

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: Deltajonin HG 5 - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Natriumacetat Natriumchlorid Kaliumchlorid Calciumchlorid Glucose Magnesiumchlorid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Deltamedica GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 30.10.2003
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden