Calcium D3 beta darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Calciumcarbonat, Colecalciferol, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- bei zu hohen Calciumkonzentrationen im Blut (HyperkalzÀmie) und/oder vermehrter Calciumausscheidung im Harn (Hyperkalzurie)
- wenn Sie unter KrankheitszustĂ€nden leiden oder Bedingungen auf Sie zutreffen, die zu hohe Calciumkonzentrationen im Blut (HyperkalzĂ€mie) oder im Urin (Hyperkalzurie) zur Folge haben können (z. B. Ăberfunktion der NebenschilddrĂŒsen, eine Erkrankung des Knochenmarks [Myelom], ein bösartiger Knochentumor [Knochenmetastasen])
- wenn Sie von einer schweren BeeintrÀchtigung der Nierenfunktion oder Nierenversagen betroffen sind
13.0
- wenn Sie unter Calciumablagerungen im Nierengewebe (Nephrokalzinose) oder Nierensteinen (Nephrolithiasis) leiden
- wenn Sie einen zu hohen Vitamin-D-Spiegel haben (Hypervitaminose)
Warnhinweise und VorsichtsmaĂnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Calcium D3 beta einnehmen.
- Wenn Sie an einer bestimmten Lungenkrankheit (Sarkoidose) leiden, besteht die Gefahr einer erhöhten Umwandlung von Vitamin D in seine wirksame Form. Der Calciumspiegel im Blut und im Urin sollte ĂŒberwacht werden.
- WĂ€hrend einer Langzeit-Behandlung mit Calcium D3 beta muss Ihr Arzt den Serumspiegel von Calcium kontrollieren und die Nierenfunktion durch Messung des Serum-Kreatininwertes ĂŒberwachen. Die Ăberwachung ist besonders wichtig bei Ă€lteren Patienten, die gleichzeitig bestimmte Arzneimittel, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glykoside), oder harntreibende
Arzneimittel (Diuretika) erhalten (siehe âEinnahme von Calcium D3 beta zusammen mit anderen Arzneimittelnâ). Dies gilt auch, wenn bei Ihnen eine ausgeprĂ€gte Neigung zur Steinbildung vorliegt. Bei Auftreten einer HyperkalzĂ€mie (zu hohe Calciumkonzentrationen im Blut) oder Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung muss die Dosis verringert oder die Einnahme von
Calcium D3 beta beendet werden. Es empfiehlt sich, die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung vorlĂ€ufig zu unterbrechen, wenn der Calciumgehalt im Harn 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) ĂŒberschreitet.
- Wenn Ihnen gleichzeitig andere Vitamin-D-PrÀparate verordnet werden, sollte Ihr Arzt die mit
Calcium D3 beta verabreichte Dosis von 880 I.E. Vitamin D pro Brausetablette berĂŒcksichtigen. Eine zusĂ€tzliche Einnahme von anderen Vitamin-D-haltigen PrĂ€paraten sollte nur unter engmaschiger Ă€rztlicher Aufsicht erfolgen. In diesen FĂ€llen ist eine regelmĂ€Ăige Ăberwachung der Calciumspiegel im Blut und im Urin erforderlich.
- Wenn Sie an einer Immobilisationsosteoporose (Knochenschwund nach einer lĂ€ngeren kompletten Ruhigstellung von GliedmaĂen) leiden, besteht ein erhöhtes Risiko fĂŒr das Auftreten einer HyperkalzĂ€mie (zu hohe Calciumkonzentrationen im Blut).
- Wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, ist Calcium D3 beta vorsichtig, unter Ăberwachung der Calcium- und Phosphatspiegel, anzuwenden. Das Risiko einer Verkalkung der Weichteile ist zu berĂŒcksichtigen. Bei einer schweren Nierenfunktionsstörung wird Vitamin D in Form von Colecalciferol nicht normal verstoffwechselt. Ihr Arzt muss Ihnen daher ein anderes Vitamin-D-PrĂ€parat verordnen (siehe âCalcium D3 beta darf nicht eingenommen werdenâ).
- Es liegen Literaturberichte vor, die darauf hindeuten, dass Citratsalze möglicherweise zu einer
erhöhten Aluminiumaufnahme fĂŒhren. Calcium D3 beta enthĂ€lt CitronensĂ€ure. Wenn Sie eine stark eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion haben und aluminiumhaltige PrĂ€parate einnehmen, sollten Sie daher vor der Einnahme von Calcium D3 beta RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt halten.
- Bei Einnahme von Calcium D3 beta sollte die Calcium- und Alkaliaufnahme (z. B. Carbonate) aus anderen Quellen (Nahrungsmittel, angereicherte Lebensmittel oder andere Arzneimittel) beachtet werden. Wenn hohe Dosen an Calcium gleichzeitig mit z. B. Carbonaten genommen werden, kann dies zu einem Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom) fĂŒhren. Beim Milch- Alkali-Syndrom handelt es sich um eine Calcium-Stoffwechselstörung mit einer Erhöhung des Calciumspiegels im Blut (HyperkalzĂ€mie), der UntersĂ€uerung des Blutes (metabolischer Alkalose), Nierenversagen und Weichteilverkalkung. Es kann durch Aufnahme sehr groĂer Mengen an Milch und/oder Calciumcarbonat aus anderen Quellen oder durch ĂŒbermĂ€Ăigen Gebrauch von Antazida (Mittel gegen MagenĂŒbersĂ€uerung) ausgelöst werden. Bei der Einnahme hoher Dosen sollte der Calciumspiegel im Blut und Urin kontrolliert werden.
Kinder und Jugendliche
Calcium D3 beta ist nicht fĂŒr eine Einnahme durch Kinder und Jugendliche vorgesehen.
Einnahme von Calcium D3 beta zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
23.0
Die Wirkung von Calcium D3 beta kann durch die gleichzeitige Gabe der nachfolgenden Arzneimittel bzw. PrÀparategruppen beeinflusst werden:
VerstÀrkung der Wirkung von Calcium D3 beta:
Bestimmte harntreibende Arzneimittel, sogenannte Diuretika vom Thiazid-Typ, können die Ausscheidung von Calcium verringern. In diesem Fall ist der Serumcalciumspiegel regelmĂ€Ăig zu kontrollieren.
AbschwÀchung der Wirkung von Calcium D3 beta:
- Arzneimittel, die Corticosteroide (Cortison und Cortisonabkömmlinge) enthalten. Diese
Arzneimittel können die Aufnahme von Calcium vermindern und eine erhöhte Dosis Calcium D3 beta notwendig machen.
- Orlistat (ein Arzneimittel zur Gewichtsreduktion), Ionenaustauscherharze wie Colestyramin oder AbfĂŒhrmittel wie Paraffinöl. Diese Arzneimittel können die Aufnahme von Vitamin D
vermindern. Es sollte zu Calcium D3 beta ein Einnahmeabstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden, da sonst die Aufnahme von Calcium D3 beta vermindert ist.
- Rifampicin (ein Antibiotikum), Phenytoin (ein Medikament gegen Epilepsie) und Barbiturate (Medikamente, die Ihnen helfen, zu schlafen) können die Wirkung von Vitamin D3 beeintrÀchtigen.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. PrÀparategruppen kann durch gleichzeitige Behandlung mit Calcium D3 beta beeinflusst werden:
- Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glykoside), kann sich deren ToxizitĂ€t erhöhen. Aus diesem Grund mĂŒssen Patienten, die herzwirksame Glykoside erhalten, mit Hilfe des Elektrokardiogramms (EKG) und durch Bestimmung des Calciumgehaltes im Blut Ă€rztlich ĂŒberwacht werden.
- Die Aufnahme und damit auch die Wirksamkeit von bestimmten Antibiotika (Tetracycline) kann
durch die gleichzeitige Einnahme von Calcium D3 beta vermindert werden. Aus diesem Grund sollten Tetracyclin-haltige Arzneimittel mindestens 2 Stunden vor bzw. 4-6 Stunden nach der Einnahme von Calcium D3 beta eingenommen werden.
- Bei gleichzeitiger Behandlung mit Bisphosphonat- oder Natriumfluorid- PrÀparaten (Arzneimittel zur Behandlung von Osteoporose) oder Fluorchinolonen (ein bestimmter Antibiotikatyp) sollten diese wegen des Risikos einer eingeschrÀnkten Aufnahme dieser Arzneimittel im Magen-Darm- Trakt mindestens 3 Stunden vor Calcium D3 beta eingenommen werden.
- Calcium kann die Aufnahme von Eisen, Zink und Strontiumranelat sowie von Estramustin (ein Medikament, das in der Chemotherapie angewendet wird) und SchilddrĂŒsenhormonen verringern. Nehmen Sie daher bitte Arzneimittel, die Eisen, Zink, Strontiumranelat, Estramustin oder SchilddrĂŒsenhormone enthalten, mindestens 2 Stunden vor bzw. 2 Stunden nach der Einnahme von Calcium D3 beta.
Einnahme von Calcium D3 beta zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken
OxalsÀure (enthalten in Spinat und Rhabarber) sowie PhytinsÀure (enthalten in Vollkornprodukten) können durch Bildung unlöslicher Komplexe mit Calciumionen die Calciumaufnahme in den Körper herabsetzen. Sie sollten wÀhrend der ersten 2 Stunden nach der Aufnahme von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt von Oxal- oder PhytinsÀure keine Calcium-haltigen Arzneimittel einnehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Calcium D3 beta sollte wegen der hohen Dosierung an Vitamin D wÀhrend der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
33.0
WĂ€hrend der Schwangerschaft sollte die tĂ€gliche Einnahme 1.500 mg Calcium und 600 I.E. Vitamin D3 nicht ĂŒberschreiten. Tierstudien haben eine ReproduktionstoxizitĂ€t hoher Dosen von Vitamin D gezeigt. Ăberdosierungen von Calcium und Vitamin D mĂŒssen bei Schwangeren vermieden werden, da ein dauerhaft erhöhter Calciumspiegel im Blut mit unerwĂŒnschten Wirkungen auf den sich entwickelnden Fötus in Verbindung gebracht wurde (körperliche und geistige Entwicklungsverzögerung, besondere Formen der Aortenverengung [supravalvulĂ€rer Aortenstenose] und Netzhauterkrankungen [Retinopathie]).
Stillzeit
Calcium D3 beta kann wĂ€hrend der Stillzeit eingenommen werden. Calcium und Vitamin D gehen in die Muttermilch ĂŒber. Dies ist zu berĂŒcksichtigen, wenn das Kind zusĂ€tzliche Gaben von Vitamin D erhĂ€lt.
VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen
Es liegen keine Daten zum Einfluss dieses Arzneimittels auf die VerkehrstĂŒchtigkeit vor. Es ist nicht auszuschlieĂen, dass die wĂ€hrend des sehr selten auftretenden Milch-Alkali-Syndroms auftretende ungewöhnliche MĂŒdigkeit oder SchwĂ€che einen Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen haben könnten.
Calcium D3 beta enthÀlt Sucrose (Zucker) und Lactose
Bitte nehmen Sie Calcium D3 beta erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.
Calcium D3 beta kann schĂ€dlich fĂŒr die ZĂ€hne sein.
Calcium D3 beta enthÀlt Natrium
Dieses Arzneimittel enthĂ€lt 96,2 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Brausetablette. Dies entspricht 4,8 % der fĂŒr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen tĂ€glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.