Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Stugeron verbessert die Durchblutung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Dadurch wird einer Verengung der Blutgefässe in diesem Organ entgegengewirkt, welche zu Schwindel , Übelkeit, Erbrechen, Schweissausbrüchen und Blässe führen kann, verhindert. Der enthaltene Wirkstoff ist Cinnarizin .
- Wirkstoff(e)
- Cinnarizin
- Zulassungsinhaber
- Janssen-Cilag AG
- ATC Code
- N07CA02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Stugeron®, Tropfen zum Einnehmen angewendet?
Kurzzusammenfassung
Stugeron verbessert die Durchblutung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Dadurch wird einer Verengung der Blutgefässe in diesem Organ entgegengewirkt, welche zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schweissausbrüchen und Blässe führen kann, verhindert. Der enthaltene Wirkstoff ist Cinnarizin.
Stugeron verbessert die Durchblutung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Dadurch wird einer Verengung der Blutgefässe in diesem Organ entgegengewirkt und eine Überreizung des Gleichgewichtsorgans, welche zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schweissausbrüchen und Blässe führen kann, verhindert.
Stugeron Tabletten dienen der Vorbeugung von See-, Flug- und Reisekrankheit.
Auf ärztliche Verordnung werden Stugeron Tabletten zudem bei Reizungen und Durchblutungsstörungen des Innenohrs (Ohrensausen, Schwindel, Augenzittern, Übelkeit) und Menièrescher Krankheit eingesetzt.
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Was ist vor der Einnahme von Stugeron®, Tropfen zum Einnehmen zu beachten?
Kurzzusammenfassung
Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie an einer Depression oder Parkinson leiden. Bei bekannter Überempfindlichkeit dürfen Sie das Arzneimittel ebenfalls nicht einnehmen.
Patienten, welche unter Depressionen leiden, dürfen Stugeron nicht einnehmen; ebenso Patienten, die an Parkinsonscher Krankheit leiden oder gelitten haben.
Bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen Inhaltsstoff sowie nach frischem Herzinfarkt soll Stugeron ebenfalls nicht eingenommen werden.
Kinder unter 4 Jahren sollen Stugeron nur nach ärztlicher Verordnung einnehmen.
Eine längerdauernde Behandlung soll nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Wann ist bei der Einnahme von Stugeron Vorsicht geboten?
Besonders am Anfang der Behandlung kann Stugeron schläfrig machen und somit die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge und Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.
Bei Arzneimitteln gegen Depressionen und Arzneimitteln, die Ihr Reaktionsvermögen verlangsamen (Schlaftabletten, Tranquilizer, starke Schmerzmittel), kann die beruhigende Wirkung durch die gleichzeitige Einnahme von Stugeron verstärkt werden.
Alkohol und Stugeron verstärken gegenseitig die dämpfende Wirkung. Trinken Sie deshalb keinen Alkohol während Sie Stugeron einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
- an anderen Krankheiten leiden,
- Allergien haben oder
- andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Stugeron während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Während der Schwangerschaft soll Stugeron nur auf ausdrückliche Anweisung eines Arztes bzw. einer Ärztin hin, eingenommen werden.
Da es unbekannt ist, ob Stugeron in die Muttermilch übergeht, sollten Sie während der Stillzeit dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Wie wird Stugeron®, Tropfen zum Einnehmen angewendet?
Kurzzusammenfassung
Anwendung: Nehmen Sie 1 Tablette ungefähr eine halbe Stunde vor der Abfahrt ein.
Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet:
- Vorbeugung der See-, Flug- und Reisekrankheit
- Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
1 Tablette Stugeron mindestens eine halbe Stunde vor der Abreise. Bei längerdauernden Reisen können Sie alle 6 Stunden eine weitere Tablette einnehmen. Pro Tag dürfen nicht mehr als 4 Tabletten eingenommen werden.
Empfindlichen Personen wird empfohlen, vor langen Reisen (z.B. Seereisen) schon am Vortag der Abreise 3×1 Tablette einzunehmen.
Kinder zwischen 4 und 12 Jahren
Kinder erhalten die halbe Dosierung.
Stugeron Tabletten werden nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
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Welche Nebenwirkungen hat Stugeron®, Tropfen zum Einnehmen?
Kurzzusammenfassung
Häufige Nebenwirkungen sind:
- Schläfrigkeit
- Gewichtszunahme, Übelkeit
- Kopfschmerzen, Trockener Mund
In der Langbeschreibung finden Sie mehr Informationen zu den Nebenwirkungen.
Folgende Nebenwirkungen (auch unerwünschte Arzneimittelwirkungen genannt) können bei der Einnahme von Stugeron auftreten:
Sehr häufig (von mindestens 1 von 10 Patienten beobachtet):
- Schläfrigkeit
Häufig (von mindestens 1 von 100 jedoch weniger als 1 von 10 Patienten beobachtet):
- Gewichtszunahme
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Trockener Mund
Gelegentlich (von mindestens 1 von 1000 jedoch weniger als 1 von 100 Patienten beobachtet):
- Längerer Nachtschlaf
- Antriebslosigkeit (Lethargie)
- Magenbeschwerden, Erbrechen, Oberbauchschmerz, Verdauungsstörung (Dyspepsie)
- Übermässiges Schwitzen
- Müdigkeit
- Juckende, rote Stellen oder Ausschlag auf der Haut bzw. grauweisse Pickel im Mund
Sehr selten (von weniger als 1 von 10'000 Patienten berichtet):
- Bewegungsprobleme wie ruckartige Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Zittern. Diese Symptome werden auch als extrapyramidale Symptome (EPS) bezeichnet.
- Leberproblem, welches eine Gelbfärbung der Haut oder der Augen verursacht (Gelbsucht).
- Rote kreisförmige Flecken oder Ausschlag an Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Bei einer Überdosierung können folgende Symptome auftreten: Bewusstseinsveränderungen (von Schläfrigkeit bis Bewusstseinsverlust und Koma reichend), Erbrechen, Muskelschwäche oder mangelhafte Koordination und Krampfanfälle, tiefer Blutdruck. Die klinischen Folgen waren in den meisten Fällen nicht schwerwiegend, doch im Zusammenhang mit Cinnarizin-Überdosierungen wurde von Todesfällen berichtet. Wenn Sie eine Überdosierung vermuten, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.
Wie ist Stugeron®, Tropfen zum Einnehmen aufzubewahren?
Kurzzusammenfassung
Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren! Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.
Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren!
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Weitere Informationen zu Stugeron®, Tropfen zum Einnehmen
Was ist in Stugeron enthalten?
1 Tablette Stugeron enthält als Wirkstoff 25 mg Cinnarizin, Hilfsstoffe: Lactose, Maisstärke, Sucrose, Talk, gehärtetes Baumwollsamenöl (aus gentechnisch veränderten Baumwollsamen hergestellt), Polyvidon.
Zulassungsnummer
32053 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Stugeron? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 25 Tabletten.
Zulassungsinhaberin
Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.
Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


