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Medikamente

Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen

Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen Anwendungsgebiete Behandlung der Varroose bei Honigbienen, hervorgerufen durch die Varroa-Milbe.

Wirkstoff(e)
Thymol
Zulassungsinhaber
Andermatt BioVet GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch Drogerien oder durch Gewerbetreibende gemäß Gewerbeordnung 1994 mit entsprechender Berechtigung; Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschrän
ATC Code
QP53AX22

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen angewendet?

Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen

Anwendungsgebiete

Behandlung der Varroose bei Honigbienen, hervorgerufen durch die Varroa-Milbe.

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Was ist vor der Einnahme von Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei maximalen Tagestemperaturen über 30 °C, da dies zu erhöhtem Stress und Mortalität von Bienen und Brut führt.

Wie wird Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen angewendet?

DOSIERUNG FÜR JEDE ZIELTIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur Anwendung im Bienenstock.

Dosierung:

  Streifen für den Bienenstock
Beutetyp erste Anwendung zweite
    Anwendung
Magazinbeute (1 Brutraum)
Magazinbeute (2 Bruträume)
Dadant 1 ½* 1 ½*

*Streifen können mit einer Schere zerschnitten werden.

Magazinbeute Magazinbeute Dadant
Ein Brutraum Zwei Bruträume  

Abbildung 1: Korrektes Auflegen der Streifen auf die offene Beute von oben gesehen.

Anwendung:

Vor der Behandlung müssen alle Honigaufsätze entfernt sein. Offene Beuteböden müssen geschlossen oder durch feste Böden ersetzt werden. Das Flugloch ist auf die normale Größe zu reduzieren.

Es wird empfohlen einen Teil der Auffütterung vor der Behandlung vorzunehmen, falls der Varroa- Befall und die Temperatur dies zulassen.

Die erste Anwendung einer Behandlung beginnt damit, dass die entsprechende Anzahl an Streifen für den Bienenstock (Position siehe Abbildung 1) auf die Wabenschenkel der Brutkammer (bei zwei Kammern auf die obere Brutkammer) gelegt werden. Die Streifen sollten nahe ans Brutnest aber nicht direkt auf offene und geschlossene Brut gelegt werden (idealer Abstand > 4 cm). Die Beute schliessen und sicherstellen, dass mindestens ein Abstand von 5 mm zwischen den Streifen und dem Beutedeckel besteht, damit das Thymol frei verdampfen kann. Streifen nicht direkt mit einer Plastikfolie bedecken. Entfernen Sie das erste Set verbrauchter Streifen nach 3-4 Wochen.

Beginnen Sie die zweite Anwendung unmittelbar mit neuen Streifen in der entsprechenden Anzahl und Position gemäss Abbildung 1. Entfernen Sie die Streifen für den Bienenstock, wenn sie am Ende der zweiten nach 3 - 4 wöchigen Anwendungsperiode aufgebraucht sind.

Nicht mehr als zweimal pro Jahr mit dem Tierarzneimittel behandeln.

Hinweise für die richtige Anwendung

Dieses Tierarzneimittel enthält Thymol, eine flüchtige Substanz, die temperaturabhängig sublimiert. In der behandelten Beute bilden sich nach dem Einsatz Thymol-Dämpfe. Diese Dämpfe sind für die Varroa-Milbe giftig, die Konzentrationen sind jedoch nicht hoch genug, um die Bienen zu schädigen.

Für eine optimale Behandlung müssen entsprechende Thymol-Konzentrationen über sechs bis acht Wochen erhalten bleiben.

Unter Berücksichtigung der empfohlenen Temperaturen ist die beste Behandlungszeit unmittelbar nach der letzten Honigernte im Spätsommer.

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Welche Nebenwirkungen hat Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen?

Nebenwirkungen

Honigbiene:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Entfernen der Futterreserven1, verminderte Futteraufnahme2, Entfernung der Brut3, Brutverluste (erhöht)4, Erhöhte Sterblichkeit (Bienen)4, Unruhe (im Bienenvolk)4

1 direkt unterhalb der Streifen für den Bienenstock.

2 wenn die Fütterung gleichzeitig mit der Behandlung erfolgt.

3 für die Brut, die sich zu nah (< 4 cm) am Streifen für den Bienenstock befindet. 4 leicht, während der Behandlung bei höheren Temperaturen (über 30 °C).

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht auf diesem Etikett aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieses Etiketts oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien, E-Mail: basg-vphv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/

BE: E-Mail: adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

Wie ist Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen aufzubewahren?

Besondere Lagerungshinweise

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Unter 30°C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Vor Frost schützen.

Vor direktem Sonnenlicht schützen. Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Beutel angegebenen Verfalldatum nach „Exp“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des Monats.

Weitere Informationen zu Thymovar 15 g imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen

Wirkstoff: 15 g Thymol je imprägniertem Streifen für den Bienenstock Imprägniertes Cellulose-Schwammtuch (gelbes Plättchen 50 x 145 x 4,3 mm)

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Eine ungenügende Wirksamkeit kann bei durchschnittlichen Temperaturen von unter 15 °C auftreten. Die beste Wirkung der Behandlung wird bei maximalen Tagestemperaturen zwischen 20 °C und 25 °C erzielt.

Die Wirksamkeit kann aufgrund unterschiedlicher Umgebungsbedingungen (Temperatur, Re- Infestation etc.) variieren. Das Tierarzneimittel sollte daher als Teil eines integrierten Bekämpfungskonzept eingesetzt werden und der Milbenfall sollte regelmässig kontrolliert werden. Völker mit einem durchschnittlichen Milbenfall von mehr als einer Milbe pro Tag zwei Wochen nach der letzten Behandlung, sollten einer zusätzlichen Winter- oder Frühjahrsbehandlung gegen Varroamilben (vorzugsweise mit einem anderen Wirkstoff) unterzogen werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Auf einem Bienenstand sollten alle Völker gleichzeitig behandelt werden, um Räubereien zu vermeiden.

Niemals die Streifen in der Nähe der Futterentnahmestelle einlegen, da dies die Futteraufnahme verringern kann. Falls die Futteraufnahme während der Behandlung anfängt zu stagnieren, können die Völker vor der zweiten Anwendung wie folgt gefüttert werden: Beenden der ersten Anwendung durch Entfernen der Streifen nach 3 Wochen, dann den Zuckerspender in den Bienenstock einsetzen und die Fütterung abschliessen, bevor die Streifen der zweiten Anwendung eingelegt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Wegen möglicher Kontaktdermatitis sowie Haut- und Augenreizung sollte der direkte Haut- und Augenkontakt vermieden werden. Bei Hautkontakt betroffene Stelle gründlich mit Seife und Wasser waschen. Bei Augenkontakt die Augen sofort mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind vom Imker undurchlässige Gummi-Handschuhe und die übliche Schutzkleidung zu tragen.

Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:

Nicht während der Tracht einsetzen, um eine Verfälschung des Honiggeschmacks zu vermeiden.

Überdosierung:

Die Anwendung höherer Dosierungen als empfohlen kann zu unruhigem Verhalten des Volkes und zu einer großen Anzahl toter Bienen und Larven (>20) vor der Beute führen. Zahlreiche tote Bienen können vor der Beute gefunden werden. Um das Verhalten des Volkes zu normalisieren, entfernen Sie überschüssige Streifen aus der Beute.

Datum der letzten Überarbeitung der Kennzeichnung

05/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

AT: Rezeptfrei, Abgabe in Apotheken, Drogerien und Imkereifachhandel (gem. § 49 Abs. 12 TAMG).

DE: Frei verkäuflich

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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