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Das Wichtigste in Kürze
Thrombostad enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Dieser hemmt bereits in niedriger Dosierung das Zusammenkleben der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und wirkt so der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) entgegen.
- Wirkstoff(e)
- Acetylsalicylsäure (ASS)
- Zulassungsinhaber
- STADA Arzneimittel GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- B01AC06
- Anwendungsgebiete
- Kopfschmerzen (Cephalgie)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Thrombostad 100 mg Tabletten angewendet?
Thrombostad enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Dieser hemmt bereits in niedriger Dosierung das Zusammenkleben der Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und wirkt so der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) entgegen.
Thrombostad wird angewendet:
- zur Vorbeugung eines Herzinfarkts bei Patienten mit Angina pectoris
- zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung (Thrombosen) in den Herzkranzgefäßen nach überstandenem Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
- bei Verdacht auf akuten Herzinfarkt
- zur Vorbeugung von Schlaganfällen, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind (transitorisch ischämische Attacken, TIA)
- zur Vorbeugung von Thrombosen nach gefäßchirurgischen Eingriffen, z.B. nach Verfahren zur Erweiterung verengter Herzkranzgefäße (aortokoronarer Bypass, PTCA - perkutane transluminale koronare Angioplastie)
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Was ist vor der Einnahme von Thrombostad 100 mg Tabletten zu beachten?
Thrombostad darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicylsäure, andere Salicylate oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie in der Vergangenheit auf bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen,
Fieber oder Entzündungen (Salicylate oder andere nicht-steroidale
Entzündungshemmer - NSARs) - mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise überempfindlich reagiert haben,
- wenn Sie in der Vorgeschichte im Magen-Darmbereich Blutungen, Geschwüre oder einen Durchbruch hatten, die durch eine vorherige Therapie mit NSARs (nicht-steroidale Entzündungshemmer) bedingt waren,
- wenn Sie an aktiven oder wiederkehrenden Magen-Darmgeschwüren und/oder Blutungen im Magen-Darmbereich leiden oder ein Durchbruch oder andere Arten von Blutungen aufgetreten sind (wie z.B. bei einer Hirnblutung),
- wenn Sie unter gesteigerter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) oder anderen Gerinnungsstörungen leiden,
- bei schwerer Störung der Leber- oder Nierenfunktion,
- bei schwerer, nicht ausreichend behandelter Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz),
- bei gleichzeitiger Behandlung mit Methotrexat (einem Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. bestimmten rheumatischen Erkrankungen) in einer Dosierung von 15 mg oder mehr pro Woche,
- in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft in einer Dosierung von mehr als 100 mg pro Tag (siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Thrombostad einnehmen,
- wenn Sie Nieren-, Leber- oder Herzbeschwerden haben,
- wenn Sie Geschwüre oder Blutungen (z. B. im Magen oder Dünndarm) haben oder hatten,
- wenn Sie einen unkontrollierten hohen Blutdruck haben,
- wenn Sie Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder sonstige chronische Atemwegserkrankungen haben; Acetylsalicylsäure kann Atemnot oder einen Asthmaanfall auslösen,
- wenn Sie jemals Gicht hatten,
- wenn Sie starke Monatsblutungen haben,
- wenn Sie an einem Mangel des Enzyms Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G-6-PD) leiden.
Wenn Ihre Symptome sich verschlechtern oder wenn bei Ihnen schwere oder unerwartete Nebenwirkungen auftreten, z. B. ungewöhnliche Blutungssymptome, schwere Hautreaktionen oder jegliche andere Anzeichen allergischer Reaktionen, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Informieren Sie Ihren Arzt, falls bei Ihnen eine Operation ansteht (auch bei kleinen operativen Eingriffen wie dem Ziehen eines Zahnes), da Acetylsalicylsäure eine blutverdünnende Wirkung hat und es zu einem erhöhten Blutungsrisiko kommen kann.
Sie sollten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, da die Einnahme von Acetylsalicylsäure gleichzeitig zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen kann.
Dieses Arzneimittel eignet sich nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen und als fiebersenkendes Mittel.
Sollte einer oder mehrere der oben aufgeführten Punkte auf Sie zutreffen oder sollten Sie sich diesbezüglich nicht sicher sein, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure wurden schwerwiegende allergische Reaktionen berichtet, die Schmerzen im Brustkorb und sogar einen Herzinfarkt einschließen können (Kounis-Syndrom) (siehe Abschnitt 4). Suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie
Schmerzen im Brustkorb zusammen mit allergischen Reaktionen wie Hautausschlag oder Kurzatmigkeit bemerken.
Kinder und Jugendliche
Acetylsalicylsäure kann bei der Verabreichung an Kindern und Jugendlichen das Reye- Syndrom auslösen. Das Reye-Syndrom ist eine äußerst seltene Erkrankung, die das Gehirn und die Leber schädigt und lebensbedrohlich sein kann. Daher darf Thrombostad von Kindern unter 16 Jahren, außer auf ärztliche Anweisung, nicht verabreicht werden.
Einnahme von Thrombostad zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Acetylsalicylsäure beeinflusst werden:
- blutgerinnungshemmende/Blutgerinnseln vorbeugende oder auflösende Arzneimittel (z. B. Warfarin, Heparin, Clopidogrel, Alteplase)
- Arzneimittel gegen die Abstoßung von Organen nach einer Transplantation (Ciclosporin, Tacrolimus)
- blutdrucksenkende Arzneimittel (z. B. Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II- Rezeptor-Antagonisten, Kalziumantagonisten wie Verapamil)
- herzschlagregulierende Arzneimittel (Digoxin)
- Arzneimittel gegen manisch-depressive Erkrankungen (Lithium)
- Schmerzmittel und Mittel gegen Entzündungen (z. B. NSAR [wie Ibuprofen], Metamizol oder Steroide)
- Arzneimittel gegen Gicht (z. B. Probenecid, Sulfinpyrazon)
- Arzneimittel gegen Epilepsie (Valproat, Phenytoin)
- Arzneimittel gegen Glaukom (Acetazolamid)
- Arzneimittel gegen Krebs oder bestimmte rheumatische Erkrankungen (Methotrexat in einer Dosierung von weniger als 15 mg pro Woche)
- Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, z. B. Insulin, Sulfonylharnstoffe)
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Selektive Serotonin- Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) wie Sertralin oder Paroxetin)
- Arzneimittel für die Hormonersatztherapie bei Zerstörung oder Entfernung der Nebenniere oder der Hirnanhangdrüse oder Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen einschließlich rheumatischer Erkrankungen und Entzündungen des Magen-Darm-Trakts (Corticosteroide)
Einnahme von Thrombostad zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Der Konsum von Alkohol kann möglicherweise das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen und die Blutungszeit verlängern.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft:
Wenn Sie die Behandlung mit Thrombostad während der Schwangerschaft auf Anweisung des Arztes fortsetzen oder beginnen, dann verwenden Sie Thrombostad wie von Ihrem Arzt empfohlen und nehmen Sie keine höhere Dosis als vorgeschrieben.
Schwangerschaft – erstes und zweites Trimester
Nehmen Sie Thrombostad während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nicht ein, sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrem Arzt empfohlen wird. Wenn Sie während dieses Zeitraums behandelt werden müssen oder während Sie versuchen, schwanger zu werden, soll die Dosierung so niedrig wie möglich und über einen so kurzen Zeitraum wie möglich erfolgen. Wenn Sie Thrombostad ab der 20. Schwangerschaftswoche für mehr als ein paar Tage einnehmen, kann dies bei Ihrem ungeborenen Kind Nierenprobleme verursachen, was zu einer verringerten Menge des Fruchtwassers, welches Ihr Kind umgibt, führen kann (Oligohydramnion) oder es kann zur Verengung eines Blutgefäßes (Ductus arteriosus) im Herzen Ihres Kindes kommen. Wenn Sie länger als ein paar Tage behandelt werden müssen, kann Ihr Arzt eine zusätzliche Überwachung empfehlen.
Schwangerschaft – letztes Trimester
Nehmen Sie nicht mehr als 100 mg pro Tag ein, wenn Sie sich in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft befinden, da dies Ihr ungeborenes Kind schädigen oder Probleme bei der Geburt verursachen könnte. Es kann Nieren- und Herzprobleme bei Ihrem ungeborenen Kind verursachen. Es kann Ihre Blutungsneigung und die Ihres Kindes beeinflussen und dazu führen, dass der Geburtsvorgang später einsetzt oder länger andauert als erwartet. Wenn Sie Thrombostad in niedrigen Dosen (bis einschließlich 100 mg pro Tag) einnehmen, benötigen Sie eine strenge geburtshilfliche Überwachung, wie von Ihrem Arzt empfohlen.
Stillzeit:
Stillende Mütter dürfen Acetylsalicylsäure nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen.
Salicylate und ihre Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung von Thrombostad und niedriger Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosierungen soll abgestillt werden.
Fortpflanzungsfähigkeit:
Acetylsalicylsäure kann sich auf die weibliche Fruchtbarkeit durch Beeinflussung des Eisprungs auswirken. Dieser Einfluss wird nach Absetzen der Behandlung wieder aufgehoben.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Thrombostad hat keinen bzw. vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wie wird Thrombostad 100 mg Tabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis 1-mal täglich 1 Tablette (100 mg).
Ältere Patienten
Anwendung wie bei Erwachsenen. Generell soll Acetylsalicylsäure bei älteren Patienten, die für Nebenwirkungen anfälliger sind, mit Vorsicht angewendet werden. Die Behandlung soll in regelmäßigen Abständen überprüft werden.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Acetylsalicylsäure darf bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht ohne ärztliche Verschreibung angewendet werden (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die Tabletten sollen im Ganzen mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden. Wegen des magensaftresistenten Überzugs sollen die Tabletten nicht zerdrückt, zerbrochen oder zerkaut werden, da der Tablettenüberzug eine Reizung des Magens verhindert.
Wenn Sie eine größere Menge von Thrombostad eingenommen haben, als Sie sollten
Sollten Sie (oder eine andere Person) versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt oder kontaktieren Sie die nächste Notaufnahme. Zeigen Sie dem Arzt die restlichen Arzneimittel oder die leere Packung.
Symptome einer Überdosis können Ohrenklingeln, Hörprobleme, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheitszustände, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen sein. Eine hohe Überdosis kann zu einer schnelleren Atemfrequenz als normal (Hyperventilation), Fieber, übermäßigem Schwitzen, Ruhelosigkeit, Krämpfen, Halluzinationen, niedrigem Blutzucker, Lungenödem, Koma und Schock führen.
Wenn Sie die Einnahme von Thrombostad vergessen haben
Warten Sie bis zur nächsten Einnahme und führen Sie die Behandlung wie normal fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Thrombostad 100 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- erhöhte Blutungsneigung
- Verdauungsstörungen
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Schnupfen
- Atemnot
- Nesselausschlag (Urtikaria)
- Magen- oder Darmblutungen
- nicht-sichtbare Magen-Darm-Blutungen, die bei längerer Anwendung zu einer Blutarmut durch Eisenmangel (Eisenmangelanämie) führen können
- Magen-Darm-Geschwüre, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können
Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) kontaktieren Sie sofort einen Arzt.
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
- Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen oder Blutungen aus den Harnwegen oder den Geschlechtsorganen, mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten. Daher besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko bei Operationen.
- Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder aller Blutzellen (aplastische Anämie), Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Granulozytose)
- schwerwiegende Blutungen wie z.B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht-eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Blutgerinnungshemmern, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie schwere Hautreaktionen, eventuell mit Blutdruckabfall, Anfällen von Atemnot, allergischen Ödemen (plötzlich auftretende, schmerzhafte Schwellungen wie beispielsweise ein Anschwellen der Lippen, des Gesichts oder des Körpers), anaphylaktische Reaktionen einschließlich Schock, plötzlicher Atemnot (Bronchospasmus), plötzlich auftretender Schwellung der Haut und/oder Schleimhaut (Angioödem), vor allem bei Asthmatikern
- Blutung innerhalb des Schädels (intrakranielle Blutung)
- verminderte Hörfähigkeit, Ohrensausen (Tinnitus)
- Gefäßentzündungen (hämorrhagische Vaskulitis)
- Atemnot durch Verengung der Atemwege (Bronchospasmus), Asthmaanfälle
- verlängerte und/oder verstärkte Monatsblutung
- Magen-Darm-Geschwüre mit schweren Blutungen durch überhöhte Dosen
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfälle
- schwere Hautreaktionen wie Ausschläge, auch Erythema multiforme genannt, und dessen lebensbedrohliche Formen Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom
Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):
- zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie)
- Erhöhung der Leberwerte
- Reye-Syndrom (schwere lebensbedrohliche Erkrankung des Gehirns und der Leber)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Leberfunktionsstörung
- Nierenfunktionsstörung
- erhöhter Harnsäurespiegel im Blut. Acetylsalicylsäure kann die Harnsäureausscheidung verringern; bei hierfür gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Akute myokardiale Ischämie (schmerzhafte Herzerkrankung, verursacht durch mangelnde Blutversorgung des Herzens) mit oder ohne Myokardinfarkt (Herzinfarkt), infolge einer Überempfindlichkeitsreaktion (Kounis-Syndrom).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Thrombostad 100 mg Tabletten aufzubewahren?
Nicht über 30 °C lagern.
Bewahren Sie dieses Arzeimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Thrombostad 100 mg Tabletten
Was Thrombostad enthält
Der Wirkstoff ist: Acetylsalicylsäure, 1 Tablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver.
Wie Thrombostad aussieht und Inhalt der Packung
Thrombostad sind weiße bis cremefarbene, runde, beidseits gewölbte Tabletten mit einseitiger Bruchrille und einem Durchmesser von 7 mm.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Thrombostad sind in Packungen zu 20, 30, 50 oder 100 Stück erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien
Z.Nr.: 1-24347
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2026.
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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Überdosierung
Symptome der mäßigen Intoxikation
Tinnitus, Hörstörungen, Kopfschmerzen, Drehschwindel, Verwirrtheitszustände und gastrointestinale Symptome (Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen).
Symptome der schweren Intoxikation
Hyperventilation, respiratorische Alkalose, respiratorische Azidose, metabolische Azidose, Hyperthermie, Schweißausbrüche, Dehydrierung, Gefühl der Ruhelosigkeit, Krämpfe, Halluzinationen und Hypoglykämie. Eine Depression des Nervensystems kann zum Koma, Herz-Kreislauf-Kollaps oder Atemstillstand führen.
Behandlung im Notfall
- Schnelle Einweisung in ein Krankenhaus
- Magenspülung, Gabe von Aktivkohle (Adsorbent) und Natriumsulfat (Laxans)
- Alkalische Diurese, Hämodialyse bei schweren Vergiftungen
- Andere Symptome sind symptomatisch zu behandeln.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.





