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Medikamente

NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde

NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde. Anwendungsgebiet(e) Das Tierarzneimittel kann zur Einleitung einer Anästhesie verwendet werden: a) bei Hund und Katze: in Kombination mit Butorphanol und Medetomidin, b)bei Hund, Katze und Pferd: in Kombination mit Xylazin, c) beim Pferd: in Kombination mit …

Zulassungsinhaber
Eurovet Animal Health BV
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN01AX03

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde.

Anwendungsgebiet(e)

Das Tierarzneimittel kann zur Einleitung einer Anästhesie verwendet werden: a) bei Hund und Katze: in Kombination mit Butorphanol und Medetomidin, b)bei Hund, Katze und Pferd: in Kombination mit Xylazin,

c) beim Pferd: in Kombination mit Detomidin, d)beim Pferd: in Kombination mit Romifidin.

Nach einer sorgfältigen Risiko-Nutzen-Abwägung durch den Tierarzt kann das Tierarzneimittel bei der Katze auch als Monoanästhetikum für kurze diagnostische Verfahren und kleinere chirurgische Eingriffe, wenn Muskelrelaxation nicht erforderlich ist, verwendet werden.

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Was ist vor der Einnahme von NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Tieren mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung. Ketamin bei Pferden und Hunden nicht als Monoanästhetikum anwenden.

Nicht anwenden bei Tieren mit schwerer dekompensierter Herzinsuffizienz, manifestem Bluthochdruck oder Glaukom.

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Siehe auch Abschnitt ‚Besondere Warnhinweise‘.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Wie wird NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intramuskulären, subkutanen oder intravenösen Anwendung.

Dosierungen und Art der Anwendung können je nach Tierart stark variieren. Außerdem kann die Ketamin-Wirkung bei Tieren individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Deshalb ist die Dosis individuell anzupassen.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

HUND:

Xylazin/Ketamin

Xylazin wird in einer Dosis von 1 mg/kg intramuskulär (entsprechend 0,5 ml/10 kg Körpergewicht der Xylazin 2 %-Lösung) verabreicht. Sofort danach wird Ketamin in einer Dosis von 15 mg/kg intramuskulär verabreicht (entsprechend 1,5 ml/10 kg Körpergewicht).

Hunde legen sich innerhalb von ca. 3 Minuten hin und verlieren ihren Zwischenzehenreflex innerhalb von ca. 7 Minuten. Die Anästhesiedauer beträgt ungefähr 24 Minuten, der Zwischenzehenreflex kehrt ca. 30 Minuten nach der Ketamin-Injektion zurück.

Tabelle 1: Xylazin und Ketamin - Anästhesie beim Hund (i.m.)

Gewicht des Hundes (kg)
Xylazin (2 %)- Dosis 0,05 0,15 0,25 0,50 0,75 1,00 1,25 1,50 2,00
(ml)*                  
Ketamin (100 mg/ml)- 0,15 0,45 0,75 1,50 2,25 3,00 3,75 4,50 6,00
Dosis                  
(ml)**                  

* entspricht einer Dosis von 1 mg Xylazin/kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 15 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Medetomidin/Ketamin:

Medetomidin wird in einer Dosis von 40 µg/kg (entsprechend 0,40 ml/10 kg Körpergewicht der 1 mg/ml Medetomidin -Lösung) und Ketamin - je nach der benötigten Anästhesiedauer - in einer Dosis von 5,0-7,5 mg/kg (entsprechend 0,5-0,75 ml/10 kg Körpergewicht) intramuskulär verabreicht.

Der Verlust des Zwischenzehenreflexes erfolgt ca. 11 Minuten nach der Injektion von 5 mg Ketamin/kg bzw. 7 Minuten nach der Injektion von 7,5 mg Ketamin/kg. Die Anästhesiedauer beträgt ca. 30 bzw. 50 Minuten.

Beim Hund sollte diese Kombination NICHT mit Atipamezol antagonisiert werden.

Tabelle 2: Medetomidin und Ketamin - Anästhesie beim Hund (i.m.): Dosierungstabelle für 5 mg Ketamin/kg (Narkosedauer ca. 30 Minuten)

Gewicht des Hundes (kg)
Medetomidin (1 mg/ml) 0,04 0,12 0,20 0,40 0,60 0,80 1,00 1,20 1,60
-Dosis (ml)*                  
Ketamin (100 mg/ml) 0,05 0,15 0,25 0,50 0,75 1,00 1,25 1,50 2,00
-Dosis (ml)**                  

* entspricht einer Dosis von 40 µg Medetomidin/kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 5 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Tabelle 3: Medetomidin und Ketamin - Anästhesie beim Hund (i.m.): Dosierungstabelle für 7,5 mg Ketamin/kg (Narkosedauer ca. 50 Minuten)

Gewicht des Hundes (kg)
Medetomidin (1 mg/ml) 0,04 0,12 0,20 0,40 0,60 0,80 1,00 1,20 1,60
-Dosis (ml)*                  
Ketamin (100 mg/ml)- 0,08 0,23 0,38 0,75 1,13 1,50 1,88 2,25 3,00
Dosis                  
(ml)**                  

* entspricht einer Dosis von 40 µg Medetomidin/kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 7,5 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Butorphanol/Medetomidin/Ketamin:

Butorphanol wird in einer Dosis von 0,1 mg/kg und Medetomidin in einer Dosis von 25 µg/kg intramuskulär verabreicht.

Hunde legen sich innerhalb von ca. 6 Minuten hin und verlieren ihren Zwischenzehenreflex innerhalb von ca. 14 Minuten.

Die Ketamin-Injektion sollte 15 Minuten nach Butorphanol/Medetomidin in einer Dosis von 5 mg/kg (entsprechend 0,5 ml/10 kg Körpergewicht) intramuskulär verabreicht werden.

Der Zwischenzehenreflex kehrt ca. 53 Minuten nach der Ketamin-Injektion zurück. Die Tiere gelangen ca. 35 Minuten später in Brustlage, das Standvermögen kehrt nach ca. weiteren 36 Minuten zurück.

Beim Hund sollte diese Kombination NICHT mit Atipamezol antagonisiert werden.

Tabelle 4: Butorphanol, Medetomidin und Ketamin - Anästhesie beim Hund (i.m.):

Gewicht des Hundes (kg)  
Butorphanol (10 mg/ml) 0,01 0,03 0,05 0,10 0,15 0,20 0,25 0,30   0,40
-Dosis (ml)*                    
Medetomidin (1 mg/ml) 0,03 0,08 0,13 0,25 0,38 0,50 0,63 0,75   1,00
-Dosis (ml)**                    
Butorphanol und Medetomidin ist in der obigen Dosierung intramuskulär zu verbreichen.
15 Minuten warten, bevor Ketamin in der nachfolgenden Dosierung intramuskulär  
    verabreicht wird            
Ketamin (100 mg/ml)- 0,05 0,15 0,25 0,50 0,75 1,00 1,25 1,50   2,00
Dosis (ml)***                    
* entspricht einer Dosis von 0,1 mg Butorphanol/kg Körpergewicht          
  • entspricht einer Dosis von 25 µg Medetomidin/kg Körpergewicht
  • entspricht einer Dosis von 5 mg Ketamin/kg Körpergewicht

KATZE:

Ketamin als Monoanästhetikum:

Eine Ketamin-Monoanästhesie ist möglich, aber zur Vermeidung unerwünschter psychomotorischer Wirkungen wird eine Kombinationsanästhesie empfohlen. Ketamin als Monoanästhetikum kann intravenös oder subkutan injiziert werden. Die intramuskuläre Injektion ist jedoch vorzuziehen. Die Dosis beträgt 11-33 mg Ketamin/kg, abhängig von der gewünschten Wirkungsintensität bzw. dem geplanten chirurgischen Eingriff.

Die nachfolgenden Dosierungen sind als Richtlinie gedacht und müssen gegebenenfalls, abhängig vom Zustand des Patienten, der Verwendung von Sedativa oder einer Prämedikation angepasst werden.

Dosis (mg/kg)

11 (0,11 ml/kg)

22-33 (0,22-0,33 ml/kg)

Klinischer Eingriff

Leichte Manipulation

Kleinere chirurgische Eingriffe bzw. Ruhigstellung aggressiver Katzen

Die Ketamin-Anästhesie hält 20-40 Minuten an und die Erholungsphase dauert 1-4 Stunden.

Für längere chirurgische Eingriffe ist Ketamin in Kombination mit anderen Sedativa oder Anästhetika anzuwenden. Die Dosierung variiert zwischen 1,25 und 22 mg/kg (0,06-1,1 ml/5 kg), je nach gewählter Kombination und Art der Anwendung.

Wird Ketamin alleine verwendet, ist Erbrechen unwahrscheinlich. Katzen sollte dennoch möglichst vor der Anästhesie für mehrere Stunden die Nahrung entzogen werden.

Ketamin-Kombinationen bei Katzen:

Acepromazin kann intramuskulär als Prämedikation verabreicht werden. Während der Ketamin- Anästhesie können die Tiere intubiert werden. Die Inhalationsanästhesie kann mit geeigneten Kombinationen aus Isofluran, Methoxyfluran, Halothan, Lachgas und Sauerstoff aufrechterhalten werden.

Xylazin/Ketamin:

Xylazin wird in einer Dosis von 1,1 mg/kg (entsprechend 0,28 ml/5 kg Körpergewicht der 2 %- Xylazin Lösung) intramuskulär verabreicht.

Nach 20 Minuten wird Ketamin in einer Dosis von 22 mg/kg (entsprechend 1,1 ml/5 kg Körpergewicht) intramuskulär verabreicht.

Xylazin kann bis 20 Minuten nach Verabreichung Erbrechen auslösen. Nach intramuskulärer Ketamin-Injektion dauert es ca. 3-6 Minuten bis zum Wirkungseintritt.

Eine Xylazin/Ketamin-Kombination erzeugt eine tiefere Narkose mit stärkeren Auswirkungen auf die Atmung und den Kreislauf und einer längeren Erholungsphase als eine Acepromazin/Ketamin- Kombination.

Tabelle 5: Xylazin und Ketamin - Anästhesie bei der Katze (i.m.):

Gewicht der Katze (kg) 1,5   2,5 3,5 4,5
Xylazin (2 %)- Dosis (ml)* 0,08   0,11 0,14 0,17 0,19 0,22 0,25 0,28
    20 Minuten warten        
Ketamin (100 mg/ml)-Dosis 0,33   0,44 0,55 0,66 0,77 0,88 0,99 1,10
(ml)**                  

* entspricht einer Dosis von 1,1 mg Xylazin /kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 22 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Medetomidin/Ketamin:

Intramuskulär:

Medetomidin wird in einer Dosis von 80 µg/kg intramuskulär verabreicht, sofort gefolgt von einer intramuskulären Ketamin-Injektion in einer Dosis von 2,5-7,5 mg/kg (entsprechend 0,12-0,38 ml/5 kg Körpergewicht).

Der Wirkungseintritt erfolgt nach 3-4 Minuten. Die Anästhesiedauer variiert zwischen 30-60 Minuten und ist abhängig von der verabreichten Ketamin-Dosis. Falls nötig, kann die Narkose mit Halothan und Sauerstoff, mit oder ohne Lachgas, verlängert werden.

Tabelle 6: Medetomidin und Ketamin - Anästhesie bei der Katze (i.m.):

Gewicht der Katze (kg) 1,5 2,5 3,5 4,5
Medetomidin (1 mg/ml) 0,12 0,16 0,20 0,24 0,28 0,32 0,36 0,40
- Dosis (ml)*                
Ketamin (100 mg/ml)-Dosis 0,08 0,10 0,13 0,15 0,18 0,20 0,23 0,25
(ml)**                

* entspricht einer Dosis von 80 µg Medetomidin/kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 5 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Intravenös

Medetomidin und Ketamin können gemeinsam in folgenden Dosen intravenös verabreicht werden: 40 µg Medetomidin/kg und 1,25 mg Ketamin/kg.

Klinische Erfahrung hat gezeigt, dass Katzen nach intravenöser Medetomidin/Ketamin-Verabreichung und anschließend - nach erfolgtem Eingriff - intramuskulärer Injektion von 100 µg Atipamezol/kg innerhalb von ca. 10 Minuten in Sternallage gelangen und das Standvermögen innerhalb von ca. 14 Minuten zurückkehrt.

Tabelle 7: Medetomidin und Ketamin - Anästhesie bei der Katze (i.v.)

Gewicht der Katze (kg) 1,5 2,5 3,5 4,5
Medetomidin (1 mg/ml) 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14 0,16 0,18 0,20
-Dosis (ml)*                
Ketamin (100 mg/ml)-Dosis 0,02 0,03 0,03 0,04 0,05 0,05 0,06 0,06
(ml)**                

* entspricht einer Dosis von 40 µg Medetomidin/kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 1,25 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Butorphanol/Medetomidin/Ketamin:

Intramuskulär

Butorphanol wird in einer Dosis von 0,4 mg/kg, Medetomidin in einer Dosis von 80 µg/kg und Ketamin in einer Dosis von 5 mg/kg (entsprechend 0,25 ml/5 kg Körpergewicht) intramuskulär verabreicht.

Katzen legen sich nach der Injektion innerhalb von 2-3 Minuten hin und verlieren ihren Zwischenzehenreflex nach 3 Minuten. 45 Minuten nach erfolgter Narkoseeinleitung führt die Antagoniserung mit 200 µg Atipamezol/kg innerhalb von ca. 2 Minuten zur Wiederkehr des Zwischenzehenreflexes. Die Sternallage wird nach 6 Minuten und das Standvermögen nach 31 Minuten erreicht.

Tabelle 8: Butorphanol, Medetomidin und Ketamin - Anästhesie bei der Katze (i.m.)

Gewicht der Katze (kg) 1,5 2,5 3,5 4,5
Butorphanol (10 mg/ml) 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14 0,16 0,18 0,20
-Dosis (ml)*                
Medetomidin (1 mg/ml) 0,12 0,16 0,20 0,24 0,28 0,32 0,36 0,40
-Dosis (ml)**                
Ketamin (100 mg/ml)-Dosis 0,08 0,10 0,13 0,15 0,18 0,20 0,23 0,25
(ml)***                

* entspricht einer Dosis von 0,4 mg Butorphanol/kg Körpergewicht

  • entspricht einer Dosis von 80 µg Medetomidin/kg Körpergewicht
  • entspricht einer Dosis von 5 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Intravenös

Butorphanol wird in einer Dosis von 0,1 mg/kg, Medetomidin in einer Dosis von 40 µg/kg und Ketamin – je nach der gewünschten Narkosetiefe - in einer Dosis von 1,25-2,5 mg/kg (entsprechend 0,06-0,13 ml/5 kg Körpergewicht) intravenös verabreicht.

Ungefährer zeitlicher Ablauf bei der intravenösen Dreifach-Kombination:

Ketamin- Zeit bis Zeit bis zum Verlust   Zeit bis zur Zeit bis zur
Dosis zum des Zeit bis zur Sternallage Wiederkehr des
(mg/kg)* Ablegen Zwischenzehenreflexes Wiedererlangung des   Standvermögens
      Zwischenzehenreflexes    
1,25 32 Sek. 62 Sek. 26 Min. 54 Min. 74 Min.
2,50 22 Sek. 39 Sek. 28 Min. 62 Min. 83 Min.

* in Kombination mit Butorphanol in einer Dosis von 0,1 mg/kg und Medetomidin in einer Dosis von 40 µg/kg

Nach klinischer Erfahrung führt die Antagonisierung mit 100 µg Atipamezol/kg in jedem Stadium nach 4 Minuten zur Wiederkehr des Zwischenzehenreflexes. Die Sternallage wird nach 7 Minuten erreicht, das Standvermögen nach 18 Minuten.

Tabelle 8: Butorphanol, Medetomidin und Ketamin - Anästhesie bei der Katze (i.v.): Dosierungstabelle für 2,5 mg Ketamin/kg (Narkosedauer ca. 28 Minuten)

Gewicht der Katze (kg) 1,5 2,5 3,5 4,5
Butorphanol (10 mg/ml) 0,02 0,02 0,03 0,03 0,04 0,04 0,05 0,05
-Dosis (ml)*                
Medetomidin (1 mg/ml) 0,06 0,08 0,10 0,12 0,14 0,16 0,18 0,20
-Dosis (ml)**                
Ketamin (100 mg/ml)-Dosis 0,04 0,05 0,06 0,08 0,09 0,10 0,11 0,13
(ml)***                

* entspricht einer Dosis von 0.1 mg Butorphanol/kg Körpergewicht

  • entspricht einer Dosis von 40 µg Medetomidin/kg Körpergewicht
  • entspricht einer Dosis von 2,5 mg Ketamin/kg Körpergewicht

PFERD:

Zur Kurzzeitnarkose für kleinere chirurgische Eingriffe und zur Einleitung einer Inhalationsnarkose. Werden Romifidin oder Detomidin als Prämedikation eingesetzt, kann die Narkose durch Nachinjektion von Romifidin und Ketamin oder Detomidin und Ketamin, in regelmäßigen Abständen von 8-10 Minuten aufrechterhalten werden. Ketamin darf niemals als alleiniges Narkosemittel verwendet werden.

Pferden sollte, wenn möglich die Nahrung für kurze Zeit vor einer Narkose entzogen werden.

Um ein gute Narkose zu erreichen, ist eine Beunruhigung der Pferde vor der Narkose zu vermeiden. Die Narkose soll von der Einleitung bis zur Aufwachphase in einer ruhigen Umgebung stattfinden. Bei unruhigen Pferden kann durch Gabe von Acepromazin 45 Minuten vor der Verabreichung von Detomidin oder Romifidin der Umgang mit dem Pferd und das Legen eines intravenösen Katheters erleichtert werden.

Falls bei einem Pferd nach der Injektion von Xylazin, Detomidin oder Romifidin keine Sedation eintritt, darf kein Ketamin injiziert und keine Narkose eingeleitet werden. Die Gründe für die ausgebliebene Reaktion des Pferdes sind zu ermitteln und die äußeren Bedingungen und/oder die Medikation vor einem erneuten Narkoseversuch am folgenden Tag entsprechend anzupassen.

Bei ausschließlich intravenöser Applikation und zur sicheren und wirksamen Narkoseverlängerung durch Nachinjektion sollte unbedingt ein intravenöser Katheter verwendet werden.

Bei einer Kastration hat sich die Verabreichung von 10 ml Lidocain verteilt auf beide Hoden als günstig erwiesen, um mögliche Schmerzen bei der Samenstrangligatur zu verhindern und erforderliche Nachdosierungen zu reduzieren.

Xylazin/Ketamin:

Xylazin ist in einer Dosis von 1,1 mg/kg (entsprechend 1,1 ml/100 kg Körpergewicht Xylazin 10 %- Lösung) langsam intravenös zu injizieren. Das Pferd sollte innerhalb von 2 Minuten nach der Injektion sediert wirken. In diesem Stadium ist das Ketamin zu verabreichen. Die Ketamin-Injektion sollte nicht später als 5 Minuten nach der Verabreichung von Xylazin erfolgen. Ketamin muss als intravenöser Bolus in einer Dosis von 2,2 mg/kg (entsprechend 2,2 ml/100 kg Körpergewicht) verabreicht werden. Einleitungsphase und Ablegen dauern 1-2 Minuten In den ersten Minuten können Muskelzuckungen auftreten, die jedoch in der Regel abklingen.

Die Wirkungsdauer variiert zwischen 10 und 30 Minuten, normalerweise ist sie jedoch kürzer als 20 Minuten. Die Pferde stehen meist 25-45 Minuten nach erfolgter Einleitung wieder auf. Das Aufwachen verläuft im Allgemeinen ruhig, kann aber auch abrupt erfolgen. Es ist deshalb wichtig, dass nur kurzdauernde Eingriffe durchgeführt werden, anderenfalls sind Maßnahmen für eine eventuelle Narkoseverlängerung zu treffen. Bei längerer Narkosedauer kann intubiert werden und die Aufrechterhaltung durch eine Inhalationsnarkose erfolgen.

Tabelle 9: Xylazin und Ketamin - Anästhesie beim Pferd (i.v.)

Gewicht des Pferdes (kg)
Xylazin (10 %)-Dosis 0,60 1,10 1,70 2,20 2,80 3,30 4,40 5,50 6,60
(ml)*                  
    2 Minuten warten          
Ketamin (100 mg/ml)- 1,10 2,20 3,30 4,40 5,50 6,60 8,80 11,00 13,20
Dosis (ml)**                  

* entspricht einer Dosis von 1,1 mg Xylazin/kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 2,2 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Detomidin/Ketamin:

Detomidin ist intravenös in einer Dosis von 20 µg/kg zu verabreichen. Das Pferd sollte innerhalb von 5 Minuten nach der Injektion sediert wirken. In diesem Stadium ist das Ketamin als intravenöser Bolus in einer Dosis von 2,2 mg/kg (entsprechend 2,2 ml/100 kg Körpergewicht) zu verabreichen. Die Wirkung tritt allmählich ein; bei den meisten Pferden dauert es ca. 1 Minute bis zum Ablegen. Große, kräftige Pferde legen sich mitunter erst nach 3 Minuten ab. Die Anästhesie vertieft sich in den darauffolgenden 1-2 Minuten; in dieser Zeit sollte das Pferd in Ruhe gelassen werden. Ca. 20 Minuten nach der Ketamin-Injektion gelangt das Pferd wieder in Sternallage. Die Phase der chirurgischen Toleranz hält 10-15 Minuten an.

Aufrechterhaltung der Narkose:

Falls die Narkose verlängert werden muss, kann eines der nachfolgenden Verfahren angewendet werden:

a) Thiopental-Natrium

Thiopental-Natrium kann intravenös zur Narkoseverlängerung verabreicht werden.

b) Detomidin/Ketamin:

10 µg Detomidin/kg (d.h. die Hälfte der anfänglichen Prämedikationsdosis) werden intravenös verabreicht, sofort gefolgt von 1,1 mg Ketamin/kg (d.h. der Hälfte der anfänglichen Einleitungsdosis) intravenös.

Dieses Dosierungsschema verlängert die chirurgische Toleranz um ca. 10 Minuten und kann in 10 Minuten-Abständen (bis zu fünfmal) wiederholt werden, ohne die Erholungsphase zu beeinträchtigen.

Tabelle 10: Detomidin und Ketamin - Anästhesie beim Pferd (i.v.): Prämedikation und Narkoseeinleitung

Gewicht des Pferdes (kg)  
Detomidin (10 mg/ml) 0,10 0,20 0,30   0,40 0,50 0,60 0,80 1,00 1,20
-Dosis (ml)*                    
    5 Minuten warten          
Ketamin (100 mg/ml)- 1,10 2,20 3,30   4,40 5,50 6,60 8,80 11,00 13,20
Dosis (ml)**                    
* entspricht einer Dosis von 20 µg Detomidin /kg Körpergewicht        
** entspricht einer Dosis von 2,2 mg Ketamin/kg Körpergewicht        
Tabelle 11: Detomidin und Ketamin - Anästhesie beim Pferd (i.v.): Erhaltungsdosis  
(Nachinjektion) im 10-Minuten-Intervall            
Gewicht des Pferdes (kg)  
Detomidin (10 mg/ml) 0,05 0,10 0,15   0,20 0,25 0,30 0,40 0,50 0,60
-Dosis (ml)*                    
Ketamin (100 mg/ml)- 0,55 1,10 1,65   2,20 2,75 3,30 4,40 5,50 6,60
Dosis (ml)**                    

* entspricht einer Dosis von 10 µg Detomidin /kg Körpergewicht

** entspricht einer Dosis von 1,1 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Romifidin/Ketamin:

Romifidin ist intravenös in einer Dosis von 100 µg/kg zu verabreichen. Das Pferd sollte innerhalb von 5 - 10 Minuten nach der Injektion sediert wirken. In diesem Stadium ist Ketamin als Bolus intravenös in einer Dosis von 2,2 mg/kg (entsprechend 2,2 ml/100 kg Körpergewicht) zu verabreichen. Die sedative Wirkung sollte vor der Narkoseeinleitung eindeutig erkennbar sein.

Aufrechterhaltung der Narkose:

Falls die Narkose verlängert werden muss, kann eines der nachfolgenden Verfahren angewendet werden:

a) Thiopental-Natrium

Thiopental-Natrium kann intravenös zur Narkoseverlängerung verabreicht werden.

b) Romifidin/Ketamin:

Romifidin wird je nach gewünschter Narkosetiefe und -dauer in Dosen von 25-50 µg/kg Körpergewicht intravenös verabreicht (d.h. ¼-½ der anfänglichen Prämedikationsdosis), sofort gefolgt von Ketamin in einer Dosis von 1,1 mg/kg Körpergewicht intravenös (d.h. ½ der anfänglichen Einleitungsdosis). Jede Nachdosierung hält ca. 8 - 10 Minuten an und kann in 8 - 10 Minuten- Abständen (bis zu fünfmal) wiederholt werden, ohne die Erholungsphase zu beeinträchtigen.

Tabelle 12: Romifidin und Ketamin - Anästhesie beim Pferd (i.v.): Prämedikation und Narkoseeinleitung

Gewicht des Pferdes (kg)  
Romifidin (10 mg/ml) 0,50 1,00 1,50 2,00   2,50 3,00 4,00 5,00 6,00
-Dosis (ml)*                    
    5-10 Minuten warten          
Ketamin (100 mg/ml)- 1,10 2,20 3,30 4,40   5,50 6,60 8,80 11,00 13,20
Dosis (ml)**                    

* entspricht einer Dosis von 100 µg Romifidin /kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 2,2 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Tabelle 13: Romifidin und Ketamin - Anästhesie beim Pferd (i.v.): Erhaltungsdosis (Nachinjektion) im 8-10-Minuten-Intervall

Gewicht des Pferdes (kg)
Romifidin (10 mg/ml) - 0,25 0,50 0,75 1,00 1,25 1,50 2,00 2,50 3,00
Dosis (ml)*                  
Ketamin (100 mg/ml)- 0,55 1,10 1,65 2,20 2,75 3,30 4,40 5,50 6,60
Dosis (ml)**                  

* entspricht einer Dosis von 50 µg Romifidin/kg Körpergewicht ** entspricht einer Dosis von 1,1 mg Ketamin/kg Körpergewicht

Hinweise für die richtige Anwendung

Um eine genaue Dosierung zu ermöglichen, wird die Verwendung von lnsulinspritzen bzw. Spritzen mit einer 1-ml-Graduierung empfohlen.

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Welche Nebenwirkungen hat NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde?

Hunde:

Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): Erhöhter Skelettmuskeltonus. Ataxie, Hyperästhesie, Erregungserscheinungen (während der Aufwachphase).

Unbestimmte Häufigkeit (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter arterieller Blutdruck/Hypertonie (wodurch die Blutungsneigung erhöht wird). Die Augen bleiben geöffnet, begleitet von Mydriasis und Nystagmus. Schmerzen an der Injektionsstelle (bei intramuskulärer Injektion). Atemdepressiona.

Katzen:

Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): Erhöhter Skelettmuskeltonus. Ataxie, Hyperästhesie, Erregungserscheinungen (während der Aufwachphase).

Sehr selten (<1 Tier / 10.000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): Hypersalivation. Unbestimmte Häufigkeit (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter arterieller Blutdruck/Hypertonie (wodurch die Blutungsneigung erhöht wird). Die Augen bleiben geöffnet, begleitet von Mydriasis und Nystagmus. Schmerzen an der Injektionsstelle (bei intramuskulärer Injektion). Atemdepressiona. Zuckungen (Muskelzittern), tonische Krämpfe (leicht)b.

Pferde:

Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere): Erhöhter Skelettmuskeltonus. Ataxie, Hyperästhesie, Erregungserscheinungen (während der Aufwachphase).

Unbestimmte Häufigkeit (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden): Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter arterieller Blutdruck/Hypertonie (wodurch die Blutungsneigung erhöht wird). Schmerzen an der Injektionsstelle (bei intramuskulärer Injektion). Atemdepressiona.

Dosisabhängig, kann insbesondere bei Katzen zu Atemstillstand führen. Eine Kombination mit atemdepressiv wirkenden Tierarzneimitteln kann die respiratorischen Auswirkungen noch verstärken.

  • Diese Symptome verschwinden spontan, können aber durch Prämedikation mit Acepromazin oder Xylazin vermieden oder durch Verabreichung von Acepromazin oder ultrakurz wirkenden Barbituraten in niedriger Dosierung beherrscht werden.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, über das elektronische Veterinär-Meldeformular auf der Internetseite (https://www.basg.gv.at), per E-mail (basg-v-phv@basg.gv.at) oder per Post melden.

Wie ist NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 28 Tage

Weitere Informationen zu NIMATEK 100 mg/ml, Injektionslösung für Hunde, Katzen und Pferde

Zusammensetzung

Jeder ml der klaren, farblosen Lösung enthält:

Wirkstoff:

100 mg Ketamin entsprechend 115,4 mg Ketaminhydrochlorid

Sonstiger Bestandteil:

Chlorocresol 1 mg.

Klare, farblose Lösung ohne sichtbare Anzeichen einer Kontamination.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Bei sehr schmerzhaften und länger andauernden chirurgischen Eingriffen, aber auch zur Aufrechterhaltung einer Narkose ist eine Kombination mit Injektions- oder Inhalationsnarkotika erforderlich. Da die für operative Eingriffe erforderliche Muskelrelaxation mit Ketamin allein nicht erreicht werden kann, sollte das Tierarzneimittel mit muskelrelaxierenden Wirkstoffen kombiniert werden. Zur Vertiefung der Anästhesie bzw. Verlängerung der Wirkung kann Ketamin mit Alpha-2- Agonisten, Anästhetika, Neuroleptanalgetika, Tranquilizern und Inhalationsanästhetika kombiniert werden. Bei Katzen kann die Zeit bis zur vollständigen Wirkung nach subkutaner Verabreichung verlängert sein.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei einem geringen Anteil von Tieren lässt sich mit Ketamin in der empfohlenen Dosierung keine Anästhesie erzielen. Falls eine Prämedikation verabreicht wird, ist die Ketamindosis zu reduzieren. Die Einleitung sowie die Aufwachphase sollten in möglichst ruhiger Umgebung stattfinden. Wie bei allen Anästhetika sollten die Tiere vor der Ketamin-Anästhesie für eine angemessene Dauer (die vom verantwortlichen Tierarzt festgelegt wurde) keine Nahrung erhalten. Bei Katzen kann eine Hypersalivation durch Prämedikation mit Atropin reduziert werden. Da die Anwendung von Atropin in Kombination mit Alpha-2-Agonisten, welche häufig zusammen mit Ketamin verabreicht werden, den arteriellen Blutdruck, die Herzfrequenz sowie das Auftreten von Arrhythmien erhöhen kann, sollte eine Prämedikation mit Atropin nur nach einer entsprechenden Risiko-Nutzen-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt erfolgen.

Bei Katzen wurden bei der empfohlenen Dosierung Muskelzuckungen und leichte tonische Krämpfe beobachtet. Diese Symptome verschwinden spontan, können aber durch Prämedikation mit Acepromazin oder Xylazin vermieden bzw. durch Verabreichung von Acepromazin oder ultrakurz- wirkenden Barbituraten in niedriger Dosierung beherrscht werden.

Bei Katzen und Hunden bleiben die Augen geöffnet und die Pupillen erweitert. Zum Schutz vor Austrocknung können sie mit einer feuchten Mullkompresse abgedeckt bzw. mit geeigneten Augensalben versorgt werden.

Da Ketamin sowohl krampffördernde als auch krampfhemmende Eigenschaften aufweist, sollte es bei unter Epilepsie leidenden Tieren mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Ketamin kann den intrakraniellen Druck erhöhen und ist deshalb für Patienten mit zerebrovaskulären Störungen möglicherweise nicht geeignet.

Vor einer Kombination mit anderen Tierarzneimitteln sind die Gegenanzeigen und Warnhinweise in den jeweiligen Fachinformationen zu beachten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Ketamin ist ein stark wirksames Arzneimittel. Besondere Vorsicht ist geboten, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden. Lassen Sie bis zum Zeitpunkt der Injektion die Schutzkappe auf der Kanüle.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Ketamin oder einem der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Kontakt mit der Haut und den Augen ist zu vermeiden. Spritzer auf der Haut bzw. in den Augen sofort mit reichlich Wasser abwaschen.

Eine fetotoxische Wirkung ist nicht auszuschließen. Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen verabreicht werden.

Bei versehentlicher Selbstinjektion bzw. falls nach Augen- oder Mundkontakt Symptome auftreten, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. KEIN FAHRZEUG STEUERN!

Hinweis für Ärzte: Lassen Sie den Patienten nicht unbeaufsichtigt. Stabilisieren Sie die Atmung des Patienten und leiten Sie eine symptomatische und unterstützende Behandlung ein.

Trächtigkeit und Laktation:

Ketamin passiert rasch die Plazentaschranke, die fetalen Spiegel können 75 – 100 % derjenigen des maternalen Blutes erreichen. Daher kann bei Neugeborenen nach einem Kaiserschnitt teilweise eine Anästhesie auftreten.

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Nur nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt anwenden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Bei der kombinierten Anwendung von Ketamin mit Halothan ist besondere Vorsicht geboten, da die Halbwertszeit des Ketamins verlängert ist. Neuroleptanalgetika, Tranquilizer, und Chloramphenicol verstärken die anästhetische Wirkung des Ketamins. Barbiturate und Opiate können die Aufwachphase verlängern. Nach Verabreichung von Ketamin an mit Schilddrüsenhormonen behandelte Menschen wurde über eine verstärkte Neigung zu Tachykardie und Bluthochdruck berichtet.

Überdosierung:

Überdosierung kann zu einer ausgeprägten Atemdepression führen. Falls erforderlich, sind geeignete Notfallmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Atem- und Kreislauffunktion so lange anzuwenden, bis eine ausreichende Stabilisierung erfolgt ist, die Spontanatmung einsetzt und die Herztätigkeit sich normalisiert. Medikamente zur Anregung der Herztätigkeit sollten nur dann eingesetzt werden, wenn keine anderen unterstützenden Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen: Nicht zutreffend.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, mit Ausnahme der Infusionslösungen: 0,9 % Natriumchlorid, Ringer-Lösung und Ringer-Lactat-Lösung.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z.Nr.: 8-35585

5/10/20/25/30/50 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

02/2023

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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