Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine Anwendungsgebiet(e) Pferd: Linderung der mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates einhergehenden Entzündungen und Schmerzen; Linderung der mit Koliken einhergehenden viszeralen Schmerzen.
- Wirkstoff(e)
- Ketoprofen
- Zulassungsinhaber
- Le Vet. Beheer B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QM01AE03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine
Anwendungsgebiet(e)
Pferd:
- Linderung der mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates einhergehenden Entzündungen und Schmerzen;
- Linderung der mit Koliken einhergehenden viszeralen Schmerzen.
Rind:
- Linderung der auf eine Geburtsparese zurückzuführenden Schmerzen (z. B. durch Drucktrauma);
- Reduktion von Fieber und Schmerzen bei bakteriell bedingten Atemwegserkrankungen, in Verbindung mit einer angemessenen Antibiotikatherapie;
- Verbesserung der Genesungsrate bei akuter klinischer Mastitis, einschließlich bei akuter, durch Endotoxine gramnegativer Erreger hervorgerufener Mastitis, in Verbindung mit einer angemessenen Antibiotikatherapie;
- Linderung von Schmerzen verursacht durch Euterödem nach dem Kalben;
- Reduktion von Schmerzen verursacht durch Lahmheiten.
Schwein:
Reduktion von Fieber und erhöhter Atemfrequenz bei bakteriell oder viral bedingten Atemwegserkrankungen, in Verbindung mit einer angemessenen Antibiotikatherapie;
- unterstützende Behandlung des Mastitis-Metritis-Agalaktie-Komplexes bei Sauen, in Verbindung mit einer angemessenen Antibiotikatherapie.
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Was ist vor der Einnahme von Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht gleichzeitig mit oder innerhalb von 24 Stunden nach anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) anwenden.
Nicht anwenden bei Tieren mit gastrointestinalen Läsionen, hämorrhagischer Diathese, Blutbildveränderungen, eingeschränkter Leber-, Herz- oder Nierenfunktion.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine angewendet?
Pferd: intravenöse (I.V.) Anwendung.
Bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates beträgt die empfohlene Dosierung 2,2 mg Ketoprofen/kg Körpergewicht, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 45 kg Körpergewicht, einmal täglich über bis zu 3 bis 5 Tage verabreicht.
Zur Anwendung bei Kolik beträgt die empfohlene Dosierung 2,2 mg/kg (1 ml/45 kg) Körpergewicht, zur sofortigen Wirkung verabreicht. Beim Wiederauftreten der Kolik kann eine zweite Injektion verabreicht werden.
Rind: intravenöse (I.V.) oder tiefe intramuskuläre (I.M.) Anwendung.
Die empfohlene Dosis beträgt 3 mg Ketoprofen/kg Körpergewicht, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels/33 kg Körpergewicht, einmal täglich über bis zu 3 Tage verabreicht.
Schwein: tiefe intramuskuläre (I.M.) Anwendung.
Die empfohlene Dosis beträgt 3 mg Ketoprofen/kg Körpergewicht, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels/33 kg Körpergewicht, einmalig verabreicht.
Der Stopfen kann höchstens 20-mal durchstochen werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
9. Hinweise für die richtige Anwendung
10. Wartezeiten
Rind
Essbare Gewebe: nach intravenöser Anwendung - 1 Tag. nach intramuskulärer Anwendung - 4 Tage.
Milch: Null Stunden.
Schwein
Essbare Gewebe: 4 Tage.
Pferd
Essbare Gewebe: 1 Tag.
Milch: Nicht bei Tieren anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
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Welche Nebenwirkungen hat Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine?
Pferd, Rind, Schwein:
| Sehr selten | Magenbeschwerdena |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Nierenfunktionsstörunga |
| einschließlich Einzelfallberichte): | |
a Unverträglichkeit. Aufgrund des Wirkungsmechanismus von NSAIDs (Hemmung der Prostaglandinsynthese).
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen
Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Weitere Informationen zu Ketodolor 100 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine
Zusammensetzung
Jeder ml enthält:
| Wirkstoff: | ||
| Ketoprofen | 100 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Benzylalkohol (E 1519) | 10 mg |
Klare, nahezu farblose bis hellgelbe Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Anwendung bei Tieren unter einem Alter von 6 Wochen oder bei älteren Tieren kann ein zusätzliches Risiko darstellen. Kann eine solche Anwendung nicht vermieden werden, ist ggf. eine Dosisreduktion und eine engmaschige Überwachung der Tiere erforderlich.
Die Anwendung von Ketoprofen bei Fohlen mit einem Alter unter 15 Tagen wird nicht empfohlen. Die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotensiven Tieren ist zu vermeiden, da ein potenzielles Risiko für eine erhöhte Nephrotoxizität besteht.
Eine intraarterielle Injektion ist zu vermeiden.
Die angegebene Dosierung oder Behandlungsdauer sollte nicht überschritten werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Ketoprofen und/oder Benzylalkohol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Spritzer auf die Haut oder in die Augen sind zu vermeiden. Sollte es dennoch dazu kommen, den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser waschen bzw. spülen. Falls die Reizung anhält, einen Arzt zu Rate ziehen.
Nach der Anwendung die Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit von Ketoprofen wurde an trächtigen Labortieren (Ratten, Mäusen und Kaninchen) und Rindern untersucht. Dabei ergaben sich keine Hinweise auf teratogene oder embryotoxische Wirkungen.
Kann bei trächtigen und laktierenden Kühen sowie bei laktierenden Sauen angewendet werden. Da die Wirkungen von Ketoprofen auf die Fertilität, Trächtigkeit oder die fetale Gesundheit von Pferden nicht untersucht wurden, sollte das Tierarzneimittel bei trächtigen Stuten nicht angewendet werden.
Die Unbedenklichkeit von Ketoprofen bei trächtigen Sauen wurde nicht untersucht. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Das Tierarzneimittel darf nicht zusammen mit oder innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Verabreichung anderer NSAIDs und Glukokortikoide verabreicht werden. Die gleichzeitige Verabreichung mit Diuretika, nephrotoxischen und gerinnungshemmenden Arzneimitteln sollte vermieden werden.
Ketoprofen wird in hohem Maß an Plasmaproteine gebunden und kann andere stark proteingebundene Arzneimittel wie Gerinnungshemmer verdrängen oder von diesen verdrängt werden. Da Ketoprofen die Thrombozytenaggregation hemmen und gastrointestinale Ulzeration hervorrufen kann, sollte es nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die die gleichen unerwünschten Wirkungen hervorrufen können.
Überdosierung:
Es wurden keine klinischen Symptome nach Ketoprofen-Verabreichung festgestellt, wenn Pferde mit dem 5-Fachen der empfohlenen Dosis (11 mg/kg) über 15 Tage, Rinder mit dem 5-Fachen der empfohlenen Dosis (15 mg/kg/Tag) über 5 Tage oder Schweine mit dem 3-Fachen der empfohlenen Dosis (9 mg/kg/Tag) über 3 Tage behandelt wurden. Bei Überdosierung ist eine symptomatische Behandlung erforderlich.
Das Tierarzneimittel wurde Kälbern bereits ab dem dritten Lebenstag sowie trächtigen und laktierenden Kühen verabreicht, ohne dass Sicherheitsbedenken festgestellt wurden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 8-01186
1x1 Durchstechflasche mit 50 ml
1x1 Durchstechflasche mit 100 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Kennzeichnung
07/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


