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Gebrauchsinformation
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Wie wird Romefen 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Pferde und Schweine dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Rinder: intravenöse oder intramuskuläre Anwendung
Pferde: intravenöse Injektion
Schweine: intramuskuläre Anwendung
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
| Rinder: | 3 mg Ketoprofen/kg Körpergewicht (KGW) einmal täglich über maximal 3 Tage |
| entweder intramuskulär oder intravenös, | |
| entsprechend 3 ml pro 100 kg KGW. | |
| Pferde: | 2,2 mg Ketoprofen/kg KGW einmal täglich über 3 bis maximal 5 Tage |
| intravenös, entsprechend 1 ml pro 45 kg KGW. |
Zur Behandlung der Kolik ist im Regelfall eine Injektion ausreichend. Jede weitere Applikation erfordert neuerlich eine genaue klinische Untersuchung des jeweiligen Tieres.
Schweine: 3 mg Ketoprofen/kg KGW einmalig intramuskulär, entsprechend 3 ml pro 100 kg KGW.
Hinweise für die richtige Anwendung
Der Gummistopfen darf nicht häufiger als 45-mal durchstochen werden. Werden große Tiergruppen zur gleichen Zeit behandelt, sollte eine automatische Dosierspritze verwendet werden.
| 10. | Wartezeiten | ||
| Essbare Gewebe: | Rinder: | i.v. 1 Tag | |
| i.m. 4 Tage | |||
| Pferde: | i.v. 1 Tag | ||
| Schweine: | i.m. 4 Tage | ||
| Milch: Null Stunden |
Welche Nebenwirkungen kann Romefen 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Pferde und Schweine beim Tier haben?
Rind, Pferd, Schwein
Sehr selten
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte)
Allergische Reaktion1
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden)
Magenreizung2
Magenulzeration2
Reizung an der Injektionsstelle3
Inappetenz4
1 In diesem Fall ist die Behandlung sofort abzubrechen
2Aufgrund des Wirkungsmechanismus von NSAIDs (Hemmung der Prostaglandinsynthese)
3 Nach intramuskulärer Injektion, vorübergehend
4 Nur bei Schweinen nach wiederholter Verabreichung, reversibel
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at.
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Romefen 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Pferde und Schweine aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: innerhalb von 15 Tagen aufbrauchen.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatum, nach „Exp.“, nicht mehr anwenden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.
Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
- Einstufung von Tierarzneimitteln Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
- Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00209
Packungsgrößen: 50, 100 oder 250 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Weitere Informationen zu Romefen 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Pferde und Schweine
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Romefen 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Pferde und Schweine
Zusammensetzung Jeder ml enthält
| Wirkstoff: | |
| Ketoprofen | 100 mg |
Sonstige Bestandteile:
Benzylalkohol (E 1519) 10 mg
Klare, farblose Injektionslösung.
- Zieltierart(en) Rind, Pferd und Schwein
- Anwendungsgebiet(e)
Rinder:
Antiphlogistische, analgetische und antipyretische Therapie im Zusammenhang mit:
- Respiratorischen Erkrankungen
- Akuter klinischer Mastitis, Euterödem
- Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, wie Lahmheiten, Arthritis und zur Erleichterung des Aufstehens nach der Geburt
- Verletzungen.
Pferde:
Behandlung von Entzündungen und akuten Schmerzen bei Erkrankungen des Stütz- und
Bewegungsapparates:
- Lahmheiten traumatischer Genese
- Arthritis
- Osteitis, Spat
- Tendinitis, Bursitis
- Podotrochlitis
- Hufrehe
- Myositis.
Behandlung von postoperativen Entzündungen sowie bei der symptomatischen Therapie von Koliken und Fieber.
Schweine:
Antiphlogistische, analgetische und antipyretische Therapie im Zusammenhang mit dem Mastitis- Metritis-Agalaktie Komplex (MMA) der Sauen und Infektionen des Respirationstraktes; symptomatische Behandlung bei Fieber.
1. Gegenanzeigen
- Nicht anwenden bei Tieren mit Läsionen der Magen-Darm-Schleimhaut, hämorrhagischer Diathese, Störungen der Blutzusammensetzung, Störungen der Leber-, Herz- oder Nierenfunktion.
- Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Nicht anwenden bei Pferden in den ersten Lebensmonaten sowie bei trächtigen Stuten.
- Nicht intraarteriell anwenden.
- Nicht gleichzeitig oder innerhalb von 24 Stunden mit anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) anwenden.
- Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Anwendung bei Tieren mit einem Alter von unter 6 Wochen oder bei älteren Tieren kann zusätzliche Risiken beinhalten. Falls eine solche Anwendung dennoch erforderlich ist, sollten gegebenenfalls die Dosis reduziert und die Tiere sorgfältig klinisch überwacht werden. Die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonen Tieren ist zu vermeiden, da hier ein potenzielles Risiko für erhöhte Nierentoxizität besteht.
Die empfohlene Dosierung und Behandlungsdauer sollten nicht überschritten werden. Während der Behandlung ist eine ausreichende Trinkwasserversorgung sicherzustellen.
Bei Koliken sollten weitere Anwendungen nur nach vorhergehender klinischer Untersuchung erfolgen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Ketoprofen und /oder Benzylalkohol sollten das Arzneimittel vorsichtig anwenden.
Bei versehentlichem Haut- oder Augenkontakt sofort gründlich mit Wasser spülen. Falls die Reizung anhält, einen Arzt zu Rate ziehen.
Nach der Anwendung die Hände waschen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Trächtigkeit:
Laborstudien mit Ratten und Rindern haben keine Anhaltspunkte für teratogene oder embryotoxische Wirkungen erbracht. Das Tierarzneimittel kann bei trächtigen Kühen angewendet werden.
Da die Verträglichkeit bei trächtigen Sauen nicht untersucht wurde, sollte Ketoprofen nur nach entsprechender Nutzen-Risiko- Abwägung durch den behandelnden Tierarzt angewendet werden. Nicht bei trächtigen Stuten anwenden.
Laktation:
Kann bei laktierenden Kühen angewendet werden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Ketoprofen hat eine starke Plasmaproteinbindung und kann daher mit anderen stark bindenden Wirkstoffen konkurrieren. Das kann zu toxischen Wirkungen führen.
Nicht zusammen mit potentiell nephrotoxischen Arzneimitteln oder Diuretika anwenden, da es durch die Hemmung der renalen Prostaglandinsynthese zu einer geringeren Durchblutung der Nieren und damit zu einem erhöhten Risiko von Nierenversagen kommen kann.
Dieses Tierarzneimittel darf nicht gleichzeitig mit anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) oder Glukokortikosteroiden verabreicht werden, da dadurch das Risiko von Ulzerationen der Magen-Darm-Schleimhaut erhöht werden kann. Die gleichzeitige Anwendung von Antikoagulanzien, insbesondere Kumarinderivate sollte vermieden werden.
Überdosierung:
Bei Verabreichung an Pferde in der fünffachen empfohlenen Dosierung (11 mg/kg/Tag) über 15 Tage, an Rinder in der fünffachen empfohlenen
Dosierung (15 mg/kg/Tag) über 5 Tage bzw. an Schweine in der dreifachen empfohlenen Dosierung (9 mg/kg/Tag) über 3 Tage konnten keine klinischen Symptome beobachtet werden.
Eine Überdosierung von Ketoprofen kann Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen und darüber hinaus die Magenschleimhaut schädigen, zu Proteinverlust sowie zu Leber- und Nierenfunktionsstörungen führen. Beim Auftreten von Anzeichen einer Überdosierung sind ein Abbruch der Behandlung und möglicherweise eine symptomatische Therapie erforderlich.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
06/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktangaben
Zulassungsinhaber und für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
Ceva Santé Animale 8 rue de Logrono 33500 Libourne Frankreich
Tel: 00 800 35 22 11 51
E-Mail: pharmakovigilanz@ceva.com
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig
Die Anwendung des Tierarzneimittels „Romefen 100 mg/ml Injektionslösung“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



