Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Ivermectin „AniMed Service“ 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine Anwendungsgebiete Zur Behandlung von Befall mit folgenden Nematoden und Ektoparasiten beim Schwein: Magen- und Darm-Rundwürmer: Ascaris suum (adulte und L4), Ascarops strongylina (adulte), Hyostrongylus rubidus (adulte und L4), Oesophagostomum spp.
- Wirkstoff(e)
- Ivermectin
- Zulassungsinhaber
- Animed Service AG
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP54AA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Ivermectin "AniMed Service" 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Ivermectin „AniMed Service“ 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung von Befall mit folgenden Nematoden und Ektoparasiten beim Schwein:
-
Magen- und Darm-Rundwürmer: Ascaris suum (adulte und L4), Ascarops strongylina
(adulte), Hyostrongylus rubidus (adulte und L4), Oesophagostomum spp. (adulte und L4),
Strongyloides ransomi (adulte). - Lungenwürmer: Metastrongylus spp. (adulte).
- Läuse: Haematopinus suis.
- Räudemilben: Sarcoptes scabiei var. suis.
Die Behandlung von Sauen vor dem Abferkeln verhindert die galaktogene Übertragung von
Strongyloides ransomi auf die Ferkel.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Ivermectin "AniMed Service" 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei anderen Tierarten, da schwerwiegende Nebenwirkungen, einschließlich Todesfälle bei Hunden, auftreten können.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Ivermectin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Ivermectin "AniMed Service" 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Futter.
Die Dosierung beträgt 0,1 mg Ivermectin/kg KGW/Tag (= 16,7 mg des Tierarzneimittels/kg KGW/Tag).
Zur Einzeltierbehandlung (Sauen und Eber) oder Behandlung von kleinen Gruppen von Tieren in Beständen, in denen nur eine geringe Anzahl von Schweinen behandelt werden soll.
Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 7 Tage.
Die Tagesdosis pro Schwein kann mit Hilfe der folgenden Formel berechnet werden:
| 16,7 | × ( ) ℎ = | … |
Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann eine Resistenzentwicklung begünstigen.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Die Aufnahme von mit dem Tierarzneimittel versetzten Futter richtet sich nach dem klinischen Zustand der Tiere.
Um die korrekte Dosierung zu erhalten, muss die Konzentration von Ivermectin gegebenenfalls entsprechend angepasst werden.
Es wird empfohlen, ein entsprechend kalibriertes Messgerät zu verwenden. Die Genauigkeit des Dosiergeräts sollte gründlich geprüft werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Das Tierarzneimittel ist vor jeder Behandlung so in einen Teil des Futters frisch einzumengen, dass eine vollständige Durchmischung erreicht wird, und den Tieren vor der eigentlichen Fütterung zu verabreichen. Schwer erkrankte Tiere mit Appetitlosigkeit/Anorexie sollten parenteral behandelt werden.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Ivermectin "AniMed Service" 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine?
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, A-1200 WIEN E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at
Wie ist Ivermectin "AniMed Service" 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 25°C lagern.
Trocken lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 1 Monat.
Weitere Informationen zu Ivermectin "AniMed Service" 6 mg/g Pulver zum Eingeben für Schweine
Zusammensetzung
| 1 g Pulver enthält: | |
| Wirkstoff: | |
| Ivermectin | 6 mg |
Weißes feinkristallines Pulver.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Tiere mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden wie vermindertem Appetit oder Anorexie sollten parenteral behandelt werden.
Das Risiko einer Resistenzentwicklung und der damit verbundenen Unwirksamkeit des Tierarzneimittels kann durch Vermeidung einer zu häufigen und langen Anwendung von Anthelminthika der Klasse der Avermectine und durch Vermeidung einer Unterdosierung infolge Unterschätzung des Körpergewichtes oder fehlerhafter Verabreichung des Tierarzneimittels minimiert werden.
Bei Verdacht auf Anthelminthika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen (z. B. Eizahlreduktionstests) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus angewendet werden.
Der Tierarzt sollte Hinweise auf geeignete Behandlungsprogramme und Bestandsmanagementsysteme geben, um eine angemessene Parasitenbekämpfung zu erreichen und das Risiko der Ausbildung einer Anthelminthika-Resistenz zu reduzieren.
Eine von den Angaben der Fachinformation abweichende Anwendung kann zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Resistenzen gegen Ivermectin führen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Wenn behandelte Tiere zusammen mit infizierten Tieren aufgestallt oder in einer kontaminierten Umgebung, auf kontaminiertem Boden oder einer kontaminierten Weide gehalten werden, können Neuinfektionen auftreten. Gegebenenfalls ist eine erneute Behandlung vorzunehmen.
Da die Wirkung von Ivermectin gegen Räudemilben nicht sofort einsetzt, sollten Schweine erst ca. 1 Woche nach Behandlung in saubere Buchten eingestallt bzw. mit räudefreien Schweinen zusammengebracht werden. Läuseeier werden von Ivermectin nicht abgetötet. Da Läuse bis zu 2 Wochen für ihre Entwicklung benötigen, kann der Befall mit neu geschlüpften Läusen eine Wiederholungsbehandlung erfordern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Ivermectin oder Lactose-Monohydrat sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel oder medikierten Futter ist der direkte Kontakt mit der Haut und den Schleimhäuten zu vermeiden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung, bestehend aus Schutzkleidung, Handschuhen, Mundschutz und Schutzbrille tragen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Bei unbeabsichtigtem Kontakt sind die betroffenen Bereiche mit reichlich Wasser zu spülen.
Bei versehentlicher Einnahme oder Augenreizung nach Kontakt ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Ivermectin ist sehr giftig für Fische, andere Wasserorganismen und Dunginsekten. Behandelte Tiere sollten daher 14 Tage nach der Behandlung keinen direkten Zugang zu Gewässern wie Teichen, Bächen oder Wassergräben haben.
Die Gülle behandelter Tiere sollte nicht auf Flächen ausgebracht werden, auf denen es zu einem Oberflächenabfluss kommen kann. Langzeitwirkungen auf Dunginsekten, verursacht durch eine kontinuierliche oder wiederholte Anwendung von Ivermectin, sind nicht auszuschließen. Um eine Anreicherung von Ivermectin in Böden zu vermeiden, wird empfohlen, in aufeinanderfolgenden Jahren keinen Dung, der den Wirkstoff enthält, auf derselben Fläche auszubringen.
Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:
Hunde und Katzen sollten aufgrund des Risikos von Unverträglichkeitsreaktionen durch Ivermectin keinen Zugang zu dem Tierarzneimittel oder dem medikierten Futter haben. Avermectine werden möglicherweise von anderen Tierarten schlecht vertragen. Fälle von Unverträglichkeitsreaktionen sind bei Hunden, insbesondere bei Collies, Bobtails und mit ihnen verwandten Rassen und/oder Mischlingen beschrieben. Dies gilt auch für Schildkröten.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Bei der empfohlenen Dosis wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die Fruchtbarkeit oder die Trächtigkeit von Zuchttieren beobachtet.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Der Effekt von GABA-Agonisten wird durch Ivermectin verstärkt.
Überdosierung:
Bei Überdosierungen können Somnolenz, Ataxie, Zittern, Speichelfluss, Erbrechen, Dyspnoe (hundesitzige Körperhaltung, gespreizte Hinterbeine (Ferkel)), Tachypnoe, Mydriasis und Festliegen auftreten.
Ein Antidot ist nicht bekannt.
Sollten klinische Symptome auftreten, ist gegebenenfalls eine symptomatische Therapie durchzuführen.
Die minimal toxische Dosis bei Neugeborenen und Saugferkeln beträgt 15 mg/kg Körpergewicht, bei anderen Altersklassen 30 mg/kg (das entspricht dem 150 bis 300-fachen der empfohlenen therapeutischen Dosis).
Ferkel scheinen am empfindlichsten zu sein. Wegen ihres geringen Körpergewichtes sind sie von Überdosierungen, am ehesten betroffen. Außerdem ist bei Jungtieren die Blut-Hirn-Schranke noch nicht vollständig ausgebildet, was zu einer gewissen Avermectin-Permeabilität führt.
Meist treten die ersten Symptome wenige Stunden nach der Verabreichung auf, in Einzelfällen können auch einige Tage zwischen Verabreichung und Auftreten der ersten Symptome liegen.
Sollten toxische Symptome wie Somnolenz, Ataxie, Zittern, Speichelfluss, Erbrechen, Dyspnoe, Tachypnoe, Mydriasis oder Festliegen auftreten, ist gegebenenfalls eine symptomatische Therapie durchzuführen.
Ein Antidot ist nicht bekannt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00774
Packungsgrößen: 1 kg,
- kg, 10 kg,
- x 1 kg 10 x 1 kg
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
02/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


