Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder Anwendungsgebiete Zur Behandlung eines Befalls mit folgenden Magen- und Darmrundwürmern, Lungenwürmern, Dasselfliegen, Räudemilben und Läusen bei Rindern: Magen- und Darmrundwürmer Ostertagia ostertagi Adulte, L4 und gehemmte L4 Haemonchus placei Adulte und L4 …
- Wirkstoff(e)
- Ivermectin
- Zulassungsinhaber
- Boehringer Ingelheim Animal Health France SCS
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP54AA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung eines Befalls mit folgenden Magen- und Darmrundwürmern, Lungenwürmern, Dasselfliegen, Räudemilben und Läusen bei Rindern:
| Magen- und Darmrundwürmer | |
| Ostertagia ostertagi | Adulte, L4 und gehemmte L4 |
| Haemonchus placei | Adulte und L4 |
| Trichostrongylus axei | Adulte und L4 |
| Trichostrongylus colubriformis | Adulte und L4 |
| Cooperia spp. | Adulte und L4 |
| Cooperia oncophora | Adulte |
| Cooperia punctata, | Adulte |
| Strongyloides papillosus | Adulte |
| Nematodirus spp. | L4 |
| Oesophagostomum radiatum | Adulte und L4 |
| Oesophagostomum venulosum | Adulte |
| Trichuris spp. | Adulte |
Die Wirksamkeit kann bei folgenden Indikationen gelegentlich reduziert sein: Haemonchus placei
(L4), Cooperia spp., Trichstrongylus axei und Trichostrongylus colubriformis.
| Lungenwürmer | |
| Dictyocaulus viviparus | Adulte und L4 |
| Augenwürmer: | |
| Thelazia spp. | Adulte |
Dasselfliegen (parasitische Stadien)
Hypoderma bovis
Hypoderma lineatum
Läuse
Linognathus vituli
Haematopinus eurysternus
Damalinia bovis
Solenopotes capillatus
Räudemilben
Chorioptes bovis
Sarcoptes scabiei var. bovis
Kleine Weidestechfliege
Haematobia irritans:
Wirkung für 28 Tage, Teilwirkung bis 35 Tage nach Applikation.
Neubefall mit Trichostrongylus axei und Cooperia spp. werden bis zu 14 Tagen, mit Ostertagia ostertagi und Oesophagostonum radiatum bis zu 21 Tagen und mit Dictyocaulus viviparus bis zu 28 Tagen nach der Behandlung unterbunden. Die Langzeitwirkung ist jedoch in den letzten 7 Tagen nicht immer sicher.
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Was ist vor der Einnahme von Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Das Tierarzneimittel ist zur Anwendung bei den Zieltierarten bestimmt. Siehe auch Abschnitt „Besondere Warnhinweise“.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Ivermectin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Verunreinigung von Oberflächengewässern oder Wassergräben mit dem Tierarzneimittel oder leeren Behältnissen ist unbedingt zu vermeiden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Übergießen.
Einmalige Anwendung.
Dosierung:
Die empfohlene Dosis beträgt 0,5 mg Ivermectin pro kg Körpergewicht (entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels
pro 10 kg Körpergewicht).
Art der Anwendung:
Das Tierarzneimittel wird mit Hilfe des beigegebenen Dosieraufsatzes auf den Rücken des Tieres im Bereich zwischen Schulter und Hüfthöcker (sog. Rückenlinie) gleichmäßig in einem Zuge aufgebracht.
Hinweise zur Anwendung bei Flaschen mit 250 ml und 1000 ml:
-
Vorbereitung des Dosieraufsatzes:
Setzen Sie den Schlauch in den Dosieraufsatz ein, öffnen Sie die Flasche, stecken Sie den Schlauch in die Flasche und schrauben Sie den Dosieraufsatz auf die Flasche. -
Einstellen der Dosierung:
Um die korrekte Dosierung auszuwählen, drehen Sie die Justierkappe oben auf dem Dosieraufsatz so, dass die Markierung im Dosieraufsatz auf das entsprechende Gewicht des zu behandelnden Tieres eingestellt ist. Wenn das Gewicht zwischen zwei Trennstrichen liegt, wählen Sie die höhere Einstellung. -
Füllen:
Halten Sie die Flasche aufrecht und drücken Sie diese so weit zusammen, bis der Dosieraufsatz mit mindestens dem eingestellten Arzneimittelvolumen befüllt ist. Reduzieren Sie den Druck auf die Flasche, so dass etwaiges überschüssiges Volumen in die Flasche zurückläuft. -
Auftragen:
Kippen Sie die Flasche und tragen Sie den gesamten Inhalt des Dosieraufsatzes auf.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst nach ihrem Körpergewicht gruppierte homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe mit der Dosis behandelt werden, die
dem schwersten Tier entspricht, um eine Unter- oder Überdosierung zu vermeiden. Die Genauigkeit des Dosiergeräts sollte gründlich geprüft werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder?
Rind:
Gelegentlich (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte Tiere):
Irritation an der Applikationsstelle1
Schorfbildung an der Applikationsstelle1
Krustenbildung an der Applikationsstelle1
1 klingt ohne Behandlung rasch ab.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, A-1200 Wien, Website: https://www.basg.gv.at, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Wie ist Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Leicht entflammbar – von Hitze, Funken, offenem Feuer oder anderen Zündquellen fernhalten.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
250 ml und 1000 ml Behälter:
Der Behälter sollte nicht mit aufgeschraubtem Dosieraufsatz gelagert werden, wenn er nicht in Gebrauch ist. Den Dosieraufsatz nach jedem Gebrauch entfernen und durch die Verschlusskappe ersetzen.
Weitere Informationen zu Ivomec Pour-On 5 mg/ml Lösung zum Übergießen für Rinder
Zusammensetzung
Jeder ml enthält:
| Wirkstoff(e): | |
| Ivermectin | 5 mg |
Klare, wässrige Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:
Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über einen längeren Zeitraum, Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, falsche Verabreichung des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).
Bei Verdacht auf Anthelminthika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests (z.B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus Verwendung finden.
Es liegen Berichte über Resistenzen gegenüber Ivermectin bei Cooperia spp. und Ostertagia ostertagi bei Rindern vor. Daher sollte sich auf nationaler Ebene (regional, betrieblich) die Anwendung dieses Tierarzneimittel auf epidemiologische Erhebungen zur Empfindlichkeit von gastrointestinalen Nematoden sowie auf Expertenempfehlungen zur Eindämmung weiterer Resistenzen von Anthelminthika stützen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Das Tierarzneimittel wurde ausschließlich für die äußerliche Anwendung bei Rindern formuliert. Nicht oral anwenden oder injizieren.
Das Tierarzneimittel sollte nur auf intakter Haut aufgetragen werden.
Nicht auf Hautstellen auftragen, die Räudemilben oder Läsionen aufweisen oder mit Schlamm oder Dung verunreinigt sind.
Sofern ein Risiko für einen Neubefall der behandelten Tiere besteht, ist bezüglich der Notwendigkeit und Häufigkeit von Nachbehandlungen ein Tierarzt zu Rate zu ziehen.
Die Applikation auf nasse Haut sowie starke Regenschauer innerhalb von 2 Stunden nach der Behandlung können die Wirkung beeinträchtigen. Allerdings bleibt die Wirksamkeit des Tierarzneimittels gegen Infektionen mit Ostertagia ostertagi oder Dictyocaulus viviparus unter diesen Umständen erhalten. Der Einfluss von extremen Witterungsbedingungen auf die Langzeitwirkung (Persistenz) des Tierarzneimittels ist nicht bekannt.
Durch das Absterben von Dassellarven in der Speiseröhre oder im Rückenmarkskanal kann es zu unerwünschten Reaktionen kommen. Zur Vermeidung von Schäden wird daher empfohlen, das Tierarzneimittel nicht während des Aufenthaltes der Wanderlarven in den genannten Körperregionen anzuwenden (Ende November bis Anfang März). Der günstigste Behandlungszeitpunkt ist am Ende der Schwärmzeit der Dasselfliegen. Befragen Sie Ihren Tierarzt über den richtigen Zeitpunkt der Anwendung dieses Tierarzneimittels.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Das Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen verursachen. Daher sollte bei der Anwendung jeder Kontakt mit der Haut oder den Augen vermieden werden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Gummihandschuhen (Nitril-Kautschuk), Gummistiefeln und einem wasserundurchlässigen Overall tragen. Die Schutzkleidung sollte nach Gebrauch gewaschen werden.
Bei versehentlicher Hautexposition die betroffenen Hautstellen sofort mit Wasser und Seife abspülen. Bei versehentlichem Augenkontakt die Augen unverzüglich mit Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.
Hoch entzündlich - nur in gut belüfteten Räumen oder im Freien anwenden und nicht in der Nähe von Hitze, Funken, offenem Feuer oder anderen entzündlichen Quellen anwenden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Der Wirkstoff Ivermectin ist sehr gefährlich für Fische, andere Wasserorganismen und Dungfauna.
Behandelte Rinder dürfen über einen Zeitraum von 14 Tagen nach der Behandlung keinen direkten Zugang zu Gewässern wie Teichen, Bächen oder Wassergräben haben. Die Gülle behandelter Tiere sollte nicht auf Flächen ausgebracht werden, auf denen es zu einem Oberflächenabfluss kommen kann.
Langzeitwirkungen auf Dungfauna durch kontinuierliche oder wiederholte Anwendung des Tierarzneimittels können nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten wiederholte Behandlungen von Weidetieren innerhalb einer Saison auf derselben Weidefläche nur auf Anweisung eines Tierarztes erfolgen.
Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:
Avermectine werden möglicherweise von anderen Tierarten schlecht vertragen. Fälle von Unverträglichkeiten mit Todesfolge wurden bei Hunden, insbesondere Collies, Bobtails und ihnen verwandten Rassen und/oder Mischlingen beschrieben. Dies gilt auch für Schildkröten.
Es sollte daher darauf geachtet werden, dass anderen Tierarten keine Reste des Tierarzneimittels aufnehmen können oder keinen Zugang zu den Behältern haben.
Trächtigkeit und Laktation:
Das Tierarzneimittel kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden, vorausgesetzt, die Milch ist nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen.
Siehe auch Abschnitt „Wartezeiten“.
Überdosierung:
Bei Dosierungen bis zu 5 mg Ivermectin/kg KGW (das 10-fache der empfohlenen Dosis wurden keine klinischen Symptome einer Überdosierung beobachtet.
Die Symptome einer Überdosierung umfassen Depression, Ataxie, Mydriasis, Zittern, erschwerte Atmung, Seitenlage sowie Koma und Tod der Tiere.
Ein Antidot ist nicht bekannt. Im Fall einer Überdosierung sollte eine symptomatische Behandlung erfolgen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Die Wirkungen von GABA-Antagonisten werden durch Ivermectin verstärkt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Der Wirkstoff Ivermectin unterliegt bei intensiver Bestrahlung einem photolytischen Abbau.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 8-00129
Packungsgrößen:
Faltschachtel mit 250 ml Behälter und einer 25 ml Dosiervorrichtung.
Faltschachtel mit 1000 ml Behälter und einer 60 ml Dosiervorrichtung.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
06/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Ivermectin ist sehr gefährlich für Fische, andere Wasserorganismen und Dungfauna.
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


