Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Galastop 50 µg/ml Lösung zum Eingeben für Hunde Anwendungsgebiet(e) Behandlung der Scheinträchtigkeit der Hündin Suppression der Laktation bei Hündinnen in folgenden Situationen: Ablaktation der Jungtiere unmittelbar nach der Geburt Frühe Ablaktation, erforderlich z.B.
- Wirkstoff(e)
- Cabergolin
- Zulassungsinhaber
- Ceva Sante Animale
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QG02CB03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird GALASTOP 50 µg/ml Lösung zum Eingeben für Hunde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Galastop 50 µg/ml Lösung zum Eingeben für Hunde
Anwendungsgebiet(e)
Behandlung der Scheinträchtigkeit der Hündin
- Suppression der Laktation bei Hündinnen in folgenden Situationen:
- Ablaktation der Jungtiere unmittelbar nach der Geburt
- Frühe Ablaktation, erforderlich z.B. bei Eklampsie
- Fetaler Tod und/oder Abortus am Ende der Trächtigkeit
- Laktation nach Ovariohysterektomie (Schnittentbindung, Pyometra, Kastration)
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Was ist vor der Einnahme von GALASTOP 50 µg/ml Lösung zum Eingeben für Hunde zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden
- bei gastrointestinalen Störungen
- bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, oder einen der sonstigen Bestandteile
- bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen
- bei Hunden, die unter blutdrucksenkender Medikation stehen, aufgrund einer nicht auszuschließenden blutdrucksenkenden Wirkung.
- während oder direkt nach operativen Eingriffen, solange das Tier unter dem Einfluss des Narkotikums steht.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE:
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. AT:
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Wie wird GALASTOP 50 µg/ml Lösung zum Eingeben für Hunde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Das Tierarzneimittel sollte entweder direkt in die Mundhöhle eingegeben oder dem Futter beigemengt werden. Das Tierarzneimittel ist an 4-6 aufeinanderfolgenden Tagen in Abhängigkeit vom Schweregrad des klinischen Erscheinungsbildes zu verabreichen.
| Flasche mit Messpipette | Flasche mit Messspritze |
Die Dosierung beträgt 5 µg Cabergolin/kg Körpergewicht (0,1 ml des Tierarzneimittels /kg Körpergewicht) 1 x täglich. 3 Tropfen entsprechen 0,1 ml Lösung. Die Lösung kann mit der beiliegenden Pipette/Dosierspritze verabreicht werden. Bei kleinen Tierrassen mit einem Körpergewicht unter 5 kg ist es empfehlenswert, eine Menge von 0,25 ml zu verabreichen.
Nach der Verabreichung des Arzneimittels sollte die Flasche verschlossen und die saubere und trockene Pipette bzw. Spritze in der Verpackung aufbewahrt werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Keine
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Wie ist GALASTOP 50 µg/ml Lösung zum Eingeben für Hunde aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 12 Tage.
Weitere Informationen zu GALASTOP 50 µg/ml Lösung zum Eingeben für Hunde
Zusammensetzung
| Jeder ml enthält: | |
| Wirkstoff: | |
| Cabergolin | 50 µg |
Ölige, leicht visköse, gelbe Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Zusätzlich unterstützende Maßnahmen könnten eine Restriktion der Wasser- und Kohlenhydratzufuhr beinhalten, sowie eine Steigerung der täglichen Bewegung des Tieres.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Nach der Anwendung die Hände waschen. Kontakt mit der Haut und den Augen vermeiden. Spritzer sofort abwaschen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cabergolin oder einem der sonstigen Bestandteile, die dieses Tierarzneimittel enthält, sollten Sie den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Gefüllte Pipetten/Dosierspritzen nicht unbeaufsichtigt in Gegenwart von Kindern lassen. Im Falle einer versehentlichen Selbsteinnahme, besonders von Kindern, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Frauen im gebärfähigen Alter und stillende Frauen sollten das Tierarzneimittel nicht handhaben bzw. bei dessen Verabreichung Handschuhe tragen.
Trächtigkeit:
Wegen des prolaktinhemmenden Effektes kann das Tierarzneimittel nach dem 35.-40. Trächtigkeitstag bei der Hündin einen Abortus induzieren. Da aber die Anwendung nicht beim trächtigen Tier vorgesehen ist, ist das Abortus-Risiko nicht als relevant einzustufen.
Laktation:
Dieses Tierarzneimittel ist zur Unterdrückung der Laktation vorgesehen: Hemmung der Prolactin- Sekretion durch Cabergolin resultiert in einer schnellen Unterbrechung der Laktation und in einer Reduktion der Größe des Gesäuges. Dieses Tierarzneimittel sollte nicht bei Tieren angewendet werden, wenn die Laktation nicht unterbrochen werden soll.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Cabergolin stimuliert die Dopamin-Rezeptoren. Das Tierarzneimittel sollte daher nicht gleichzeitig mit Dopamin-Antagonisten (wie Phenothiazin, Butyrophenon, Metoclopramid) angewendet werden, da diese seine Prolaktin-hemmende Wirkung verringern könnten. Nicht gleichzeitig mit blutdrucksenkenden Tierarzneimittel anwenden. Siehe Abschnitt „Gegenanzeigen“.
Überdosierung:
Aufgrund der therapeutischen Breite sind Intoxikationen auch bei Überdosierung (bis zum 16fachen der therapeutischen Dosierung) nicht festgestellt worden. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Im Falle von Überdosierung kann Erbrechen auftreten. Gegenmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Experimentelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine einzige Überdosierung mit Cabergolin zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Erbrechen und Hypotension nach der Behandlung führen kann.
Es sollten, falls notwendig, allgemein unterstützende Maßnahmen ergriffen werden, um das nicht resorbierte Tierarzneimittel zu entfernen und den Blutdruck zu stabilisieren. Als Antidot kann die parenterale Administration von Dopamin-antagonistischen Arzneimitteln wie Metoclopramid in Erwägung gezogen werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
| 7. | Nebenwirkungen | |||
| Hund | ||||
| Selten | Schläfrigkeit1, Anorexie1 | |||
| Erbrechen 1 | ||||
| (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte | ||||
| Tiere): | ||||
| Sehr selten | Allergische Reaktion (z.B. Ödem, Urtikaria, Pruritus, | |||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Dermatitis) | |||
| Neurologische Symptome (z. B. Muskelzittern, Ataxie, | ||||
| einschließlich Einzelfallberichte): | ||||
| Krämpfe). | ||||
| Hyperaktivität |
1 mäßige Ausprägung und tritt in der Regel nur bei der ersten Verabreichung auf, ohne die Weiterbehandlung zu beeinflussen
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
DE:
Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: 17572.00.00
AT: Z. Nr.: 8-00224
Packungsgrößen:
Umkarton mit je 1 Flasche zu 3 ml Lösung und 1 Glaspipette.
Umkarton mit je 1 Flasche zu 7 ml Lösung und 1 Glaspipette.
Umkarton mit je 1 Flasche zu 15 ml Lösung und 1 Glaspipette.
Umkarton mit je 1 Flasche zu 24 ml Lösung und 1 Dosierspritze.
Umkarton mit 1 Flasche zu 3 ml Lösung und 1 Dosierspritze.
Umkarton mit 1 Flasche zu 7 ml Lösung und 1 Dosierspritze. Umkarton mit 1 Flasche zu 15 ml Lösung und 1 Dosierspritze. Umkarton mit 1 Flasche zu 24 ml Lösung und 1 Dosierspritze.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
06/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


