Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere Anwendungsgebiet(e) Euthanasie.
- Zulassungsinhaber
- Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Limited
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QN51AA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere
Anwendungsgebiet(e)
Euthanasie.
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Was ist vor der Einnahme von Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht für Narkosezwecke verwenden.
Bei Wasserschildkröten nicht in das Zölom injizieren, da sich der Eintritt des Todes im Vergleich zur intravenösen Injektion deutlich verzögert.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Pentobarbital eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Wie wird Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Abhängig von der Tierart und den Umständen sind unterschiedlichen Anwendungsarten möglich. Die Dosis ist von der Tierart und der Anwendungsart abhängig. Daher sind die Angaben der Dosierungstabelle sorgfältig zu befolgen.
Intravenöse Anwendung
Die Methode der Wahl ist die intravenöse Verabreichung. Es sollte eine adäquate Sedierung verabreicht werden, wenn der behandelnde Tierarzt dies für notwendig erachtet. Bei Pferden und Rindern ist eine Prämedikation erforderlich.
Intrakardiale Anwendung
Wenn die intravenöse Verabreichung nicht möglich ist, und nur nach starker Sedierung oder Allgemeinanästhesie kann das Tierarzneimittel, außer bei Vögeln, bei allen Zieltierarten intrakardial verabreicht werden.
Intraperitoneale Anwendung
Bei kleinen Tieren kann alternativ eine intraperitoneale Verabreichung in Betracht gezogen werden, jedoch nur nach adäquater Sedierung.
Intrapulmonale Anwendung
Die intrapulmonale Anwendung darf nur als letzte Alternative eingesetzt werden und nur wenn das Tier stark sediert, bewusstlos oder betäubt ist und keine Reaktion auf schmerzhafte Reize zeigt. Diese Anwendungsart darf nur bei Hühnern, Tauben, Ziervögeln, Schlangen, Schildkröten, Eidechsen und Fröschen eingesetzt werden.
Empfehlung für die Verdünnung des Tierarzneimittels
Schweine (bei Verabreichung in der Ohrvene) und kleine Tiere (Hunde, Katzen, Nerze, Frettchen, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten, Mäuse, Hühner, Tauben, Ziervögel): Zur Erleichterung der Verabreichung sollte das Produkt mit isotonischer (0,9%) Natriumchloridlösung in einem Mischungsverhältnis von 1:1 verdünnt werden, bevor es mit Injektionsnadeln, die dünner als 20 G sind, verabreicht wird.
Dosierungstabelle:
| Zieltierart | Art der Anwendung | Dosis in | Dosis in |
| ml Tierarzneimittel | mg Pentobarbital- | ||
| Natrium | |||
| Pferde | Intravenös | 1,0 ml/5 kg | 100 mg/kg |
| Das Produkt sollte so | (als Sturzinjektion) | ||
| schnell wie möglich | |||
| injiziert werden. | |||
| Prämedikation vor der | |||
| Verabreichung ist | |||
| obligatorisch. | |||
| Rinder | Intravenös | 1 – 2 ml/10 kg | 50 mg bis 100 mg/kg |
| Das Produkt sollte so | (als Sturzinjektion) | ||
| schnell wie möglich | |||
| injiziert werden. Bei | |||
| Rindern, insbesondere | |||
| bei niedrigeren Dosen, | |||
| kann in Einzelfällen | |||
| Schnappatmung | |||
| beobachtet werden. | |||
| Prämedikation vor der | |||
| Verabreichung ist | |||
| obligatorisch. | |||
| Schweine | Intravenös (vena cava | 0,16 ml / kg bis zu | 80 mg / kg bis 30 kg |
| Das Produkt sollte so | cranialis) als | 30 kg | 40 mg / kg über 30 kg |
| schnell wie möglich | Sturzinjektion | 0,08 ml / kg über | |
| injiziert werden. Die | 30 kg | ||
| Art der Anwendung | |||
| hängt vom Alter und | |||
| Gewicht des Tieres ab | Intravenös (Ohrvene) | 0,16 ml / kg bis zu | 80 mg / kg bis 30 kg |
| und kann intravenös | als Sturzinjektion nach | 30 kg | 40 mg / kg über 30 kg |
| (vena cava cranialis | Verdünnung mit | 0,08 ml / kg über | |
| oder Ohrvene) oder | isotonischer (0,9%) | 30 kg | |
| intrakardial sein. | NaCl-Lösung in einem | ||
| Die Injektionsdauer | Verhältnis von 1:1 | ||
| variiert - je nach Alter | |||
| und Körpergewicht | |||
| des Schweins - von 1 | |||
| Sekunde (Ferkel) bis | Intrakardial (bei | 0,16 ml / kg bis zu | 80 mg / kg bis 30 kg |
| 38 Sekunden (bei | bewusstlosen oder stark | 30 kg | 40 mg / kg über 30 kg |
| Ebern >100 kg | sedierten/narkotisierten | 0,08 ml / kg über | |
| Körpergewicht). | Tieren) | 30 kg |
| Hunde und Katzen | Intravenös; langsame, | 1,0 ml/4 kg Hund | 125 mg / kg Hund | |
| kontinuierliche | 1,0 ml/3 kg Katze | 166 mg / kg Katze | ||
| Injektion bis zur | ||||
| Bewusstlosigkeit, die | ||||
| Restmenge als | ||||
| Sturzinjektion | ||||
| Intrakardial und | 1,0 ml/3 kg | Hund | 166 mg / kg Hund | |
| intraperitoneal: bei | 1,0 ml/2 kg | Katze | 250 mg / kg Katze | |
| bewusstlosen oder stark | ||||
| sedierten/narkotisierten | ||||
| Tieren | ||||
| Nerze, Frettchen | Intravenös | 1,0 ml/Tier | 500 mg /Tier | |
| Intrakardial (bei | ||||
| bewusstlosen oder stark | ||||
| sedierten/narkotisierten | ||||
| Tieren) | ||||
| Hasen, Kaninchen, | Intravenös | 1,0 ml/1,5 kg | 333 mg/kg | |
| Meerschweinchen, | Intrakardial (bei | |||
| Hamster, Ratten, | bewusstlosen oder stark | |||
| Mäuse | sedierten/narkotisierten | |||
| Tieren) | ||||
| Intraperitoneal (bei | ||||
| bewusstlosen oder stark | 1,0 ml/kg | 500 mg/kg | ||
| sedierten/narkotisierten | ||||
| Tieren) | ||||
| Hühner, Tauben, | Intravenös und | 1,0 ml/kg | 500 mg/kg | |
| Ziervögel | intrapulmonal (bei | |||
| Die Methode der Wahl | bewusstlosen oder stark | |||
| bei Vögeln ist die | sedierten/narkotisierten | |||
| intravenöse Injektion. | Tieren) | |||
| Wenn keine | ||||
| Venepunktion | ||||
| durchgeführt werden | ||||
| kann (z. B. aufgrund | ||||
| von Hämatomen, | ||||
| Zusammenbruch des | ||||
| Herz-Kreislauf - | ||||
| Systems) kann eine | ||||
| intrapulmonale | ||||
| Injektion eine Option | ||||
| sein. Bei Vögeln wird | ||||
| eine intrapulmonale | ||||
| Injektion durchgeführt, | ||||
| indem die Kanüle in | ||||
| dorso-ventralen | ||||
| Richtung paramedian | ||||
| rechts oder links neben | ||||
| der Wirkbelsäule in | ||||
| die Lunge (3. oder 4. | ||||
| Interkostalraum | ||||
| zwischen Wirbelsäule |
| und Skapula) versenkt | |||
| wird. | |||
| Kleine Schlangen, | Je nach Größe wird in | 0,4 bis 0,8 ml/ Tier | 200 bis 400 mg/Tier |
| Schildkröten, | die Körperhöhle nahe | ||
| Eidechsen, Frösche | dem Herzen injiziert; | ||
| der Tod tritt nach etwa 5 | |||
| bis 10 Minuten ein | |||
| bei bewusstlosen oder | |||
| stark | |||
| sedierten/narkotisierten | |||
| Tieren |
Hinweise für die richtige Anwendung
Der Stopfen sollte nicht mehr als 50 Mal durchstochen werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere?
Hunde, Katzen, Nerze, Frettchen, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten, Mäuse, Hühner, Tauben, Ziervögel, kleine Schlangen, Schildkröten, Eidechsen, Frösche, Pferde, Rinder, Schweine:
| Häufig | Lautäußerungen, | |
| Muskelzuckungen1 | ||
| (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte | ||
| Tiere): | ||
| Gelegentlich | Schnappatmung2,3 | |
| (1 bis 10 Tiere / 1 000 behandelte | ||
| Tiere): | ||
| Selten | Exzitation | |
| Unwillkürliche Bewegungen | ||
| (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte | ||
| Unwillkürlicher Kotabsatz | ||
| Tiere): | ||
| Unwillkürlicher Harnabsatz | ||
| Schnappatmung4 | ||
| Sehr selten | Konvulsionen | |
| Schluckauf | ||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | ||
| Erbrechen | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): | ||
| Agitation5 | ||
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Atemnot2 | |
| Husten2 | ||
| Basis der verfügbaren Daten nicht | ||
| Reizung an der Applikationsstelle6 | ||
| geschätzt werden) | ||
1 Leichte Muskelzuckungen können nach der Injektion auftreten.
2 Bei intrapulmonaler Injektion sind Symptome wie Kurzatmigkeit möglich.
3 Ein- oder mehrere nach Herzstillstand.
4 Bei Rindern, wenn Pentobarbital in einer geringeren Dosis verabreicht wurde als empfohlen. 5 vorübergehend
6 Barbiturate können nach subkutaner oder perivaskulärer Verabreichung zu Reizungen führen.
Bei perivaskulärer Injektion oder Injektion in Organe/Gewebe mit geringem Resorptionsvermögen kann der Tod des Tieres verzögert eintreten.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien,
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton und dem Etikett nach „Exp.“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Primärpackung: 28 Tage.
Weitere Informationen zu Exagon 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere
Zusammensetzung
Jeder ml enthält Pentobarbital 455,7 mg (entspricht 500 mg Pentobarbital-Natrium)
Sonstige Bestandteile:
Erythrosin rot (E127) 0,05 mg
Injektionslösung.
Klare, rosa Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Um das Risiko einer ZNS-Erregung zu reduzieren, sollte die Euthanasie an einem ruhigen Ort vorgenommen werden.
Bei Schweinen ist die Injektion - wenn möglich – ohne Fixation durchzuführen, da ein direkter Zusammenhang zwischen der Fixationsmaßnahme und Exzitationen nachgewiesen wurde.
In Einzelfällen können – insbesondere bei fixierten Tieren – Agitationen/Exzitationen bei der Anwendung auftreten. Dies kann zu einer unbeabsichtigten paravenösen Verabreichung des Tierarzneimittels führen. Aufgrund der Schwierigkeit einer sicheren intravenösen Injektion bei Schweinen, wird vor der intravenösen Verabreichung von Pentobarbital eine entsprechende Sedierung des Tieres empfohlen. Die Verabreichung in die Ohrvene sollte, zumindest anfänglich, ohne eine
Fixation des Tieres erfolgen. Das Tier sollte zwischen den Beinen einer helfenden Person festgehalten werden. Falls eine Fixation notwendig ist, sollte dies mit der Oberkieferschlinge erfolgen.
Bei Pferden und Rindern muss eine Prämedikation mit einem geeigneten Sedativum erfolgen, um vor der Euthanasie eine tiefe Sedierung zu erzielen, und es sollte eine alternative Euthanasiemethode zur Verfügung stehen.
Bei der Euthanasie wechselwarmer Tiere sollten die Tiere zum Zeitpunkt der Injektion ihre bevorzugte Körpertemperatur haben, da ansonsten die Wirksamkeit eingeschränkt sein kann. Tierartspezifische Maßnahmen (z. B. Zerstörung des ZNS) sollten getroffen werden, um sicherzustellen, dass die Euthanasie vollständig ist und eine spontane Wiederbelebung ausgeschlossen ist.
Giftschlangen werden am besten durch Injektion von Pentobarbital-Lösung in die Köperhöhle in der Nähe des Herzens euthanasiert. Um die Gefahr für den Anwender zu minimieren, sollte auf eine ausreichende Sedierung geachtet werden.
Bei intravenöser Injektion von Pentobarbital besteht bei mehreren Tierarten die Möglichkeit einer Exzitation während der Einleitung, weshalb nach Ermessen des Tierarztes eine geeignete Sedierung vorgenommen werden sollte. Es sind Maßnahmen zur Vermeidung einer perivaskulären Injektion zu treffen (z. B. durch Verwendung eines intravenösen Katheters).
Bei intraperitonealer Anwendung kann es zu einem verzögerten Wirkungseintritt kommen, wodurch das Risiko einer Exzitation während der Einleitung steigt. Eine intraperitoneale Anwendung darf nur nach einer geeigneten Sedierung erfolgen. Es sind Maßnahmen zur Vermeidung einer Injektion in Milz oder Organe/Gewebe mit einer geringen Resorptionsfähigkeit zu treffen. Dieser Verabreichungsweg eignet sich nur für kleine Säugetiere.
Eine intrakardiale Anwendung darf nur bei stark sedierten, bewusstlosen oder anästhesierten Tieren erfolgen.
Die intrapulmonale Anwendung kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt und einem erhöhten Risiko für die unter Abschnitt „Nebenwirkungen“ angeführten Nebenwirkungen führen und ist auf Fälle zu beschränken, in denen keine der anderen Injektionsarten durchführbar ist. Eine intrapulmonale Applikation darf nur bei Hühnern, Tauben, Ziervögeln, Schlangen, Schildkröten, Eidechsen und Fröschen erfolgen. Eine intrapulmonale Anwendung darf nur bei stark sedierten, bewusstlosen oder anästhesierten Tieren durchgeführt werden. Die intrapulmonale Verabreichung darf nicht bei anderen Zieltierarten angewendet werden.
Untersuchen Sie regelmäßig, bis zu etwa 10 Minuten nach der Verabreichung, auf Lebenszeichen (Atmung, Herzschlag, Kornealreflex). In klinischen Studien hat sich herausgestellt, dass Lebenszeichen wieder auftreten können. Wenn dies der Fall ist, sollte die halbe oder gesamte Menge der empfohlenen Dosis nochmals verabreicht werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Dieses Tierarzneimittel enthält kein antimikrobielles Konservierungsmittel.
Wenn ein aggressives Tier euthanasiert werden soll, wird eine Prämedikation mit einem leichter zu verabreichenden Sedativum (oral, subkutan oder intramuskulär) empfohlen.
Falls das Tierarzneimittel versehentlich bei einem nicht für die Euthanasie bestimmten Tier angewendet wurde, sind folgende Maßnahmen zweckmäßig: künstliche Beatmung, Sauerstoffgabe und Verabreichung von Analeptika.
Schweine und Kleintiere: Empfehlungen für die Verdünnung des Tierarzneimittels siehe auch Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Pentobarbital ist ein hochwirksames Arzneimittel, das für den Menschen toxisch ist. Daher ist sorgfältig darauf zu achten, dass eine versehentliche Einnahme oder Selbstinjektion vermieden wird. Dieses Tierarzneimittel darf nur in einer Spritze ohne aufgesetzte Nadel transportiert werden, um eine versehentliche Injektion zu vermeiden.
Die systemische Aufnahme (einschließlich Resorption über Haut oder Augen) von Pentobarbital verursacht Sedierung, Schläfrigkeit sowie ZNS- und Atemdepression.
Die Konzentration von Pentobarbital im Tierarzneimittel ist so hoch, dass bereits eine versehentliche Selbstinjektion oder orale Aufnahme von 1 ml bei Erwachsenen schwerwiegende Störungen des zentralen Nervensystems zur Folge haben kann. Berichten zufolge kann eine Dosis von 1 g Pentobarbital-Natrium (entsprechend 2,0 ml des Tierarzneimittels) für den Menschen tödlich sein.
Direkten Haut- und Augenkontakt, einschließlich Hand-Augen-Kontakt, vermeiden.
Bei der Handhabung dieses Tierarzneimittels geeignete Schutzhandschuhe tragen, denn Pentobarbital kann über die Haut und die Schleimhäute resorbiert werden.
Weiters kann dieses Tierarzneimittel Haut- und Augenirritationen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen (aufgrund des enthaltenen Pentobarbitals und Benzylalkohols) verursachen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Pentobarbital oder einem der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Dieses Tierarzneimittel sollte nur im Beisein einer anderen Person, die im Falle einer versehentlichen Exposition Hilfe leisten kann, angewendet werden. Sofern es sich nicht um eine medizinische Fachperson handelt, ist diese Person über die Risiken des Tierarzneimittels zu informieren.
Nach der Verabreichung dieses Tierarzneimittel tritt der Kollaps innerhalb von 10 Sekunden ein. Bei zum Anwendungszeitpunkt stehenden Tieren sollten der Anwender sowie alle sonstigen anwesenden Personen sich in einem sicheren Abstand vom Tier aufhalten, um Verletzungen zu vermeiden.
Bei versehentlicher Exposition sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Haut – Sofort mit Wasser abspülen und dann gründlich mit Wasser und Seife waschen. Unverzüglich einen Arzt zu Rate ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzeigen.
Augen – Sofort mit reichlich kaltem Wasser spülen. Unverzüglich einen Arzt zu Rate ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzeigen.
Verschlucken – Sofort Mund ausspülen. Unverzüglich einen Arzt zu Rate ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzeigen. Warm und ruhig halten.
Versehentliche Selbstinjektion – SOFORT ärztlichen Rat einholen (die Packungsbeilage mitnehmen) und medizinisches Personal auf Barbituratvergiftung hinweisen. Das Tier nicht unbeaufsichtigt lassen.
KEIN FAHRZEUG FÜHREN, da eine Sedierung auftreten kann.
Dieses Tierarzneimittel ist entflammbar. Von Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen.
Hinweis für den Arzt: Notfallmaßnahmen sollten zur Aufrechterhaltung der Atmung und Herzfunktion ergriffen werden. Bei schweren Vergiftungen sollten zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Eliminierung des resorbierten Barbiturats ergriffen werden. Symptomatische und unterstützende Behandlung einleiten.
Hinweise für das medizinische Fachpersonal bei einer Exposition:
Die Konzentration von Pentobarbital im Tierarzneimittel ist so hoch, dass bereits eine versehentliche Selbstinjektion oder die orale Aufnahme von 1 ml bei Erwachsenen schwerwiegende Störungen des zentralen Nervensystems zur Folge haben können. Berichten zufolge kann eine Dosis von 1 g Pentobarbital-Natrium (entsprechend 2 ml des Tierarzneimittels) unter Umständen sogar tödlich sein. Die Behandlung sollte unterstützend durch geeignete intensivmedizinische Maßnahmen und Aufrechterhaltung der Atmung erfolgen.
Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:
Die Kadaver der Tiere, die mit diesem Tierarzneimittel euthanisiert wurden, sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen. Angesichts des Risikos einer sekundären Intoxikation sollten Tiere, die mit diesem Tierarzneimittel euthanasiert wurden, nicht an andere Tiere verfüttert werden.
Trächtigkeit und Laktation:
Falls eine Euthanasie erforderlich ist, kann das Tierarzneimittel bei trächtigen oder laktierenden Tieren angewendet werden. Bei der Euthanasie trächtiger Tiere ist das erhöhte Körpergewicht bei der Dosisberechnung zu berücksichtigen. Die Injektion sollte intravenös erfolgen. Sollte eine Entnahme des Fetus notwendig sein (z. B. zu Untersuchungszwecken), darf diese frühestens 25 Minuten nach Feststellung des Todes des Muttertieres erfolgen. In diesem Fall ist der Fetus auf Lebenszeichen zu untersuchen und gegebenenfalls separat zu euthanasieren.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Obwohl eine Prämedikation mit Sedativa die gewünschte Wirkung des Tierarzneimittels infolge der
verminderten Kreislauffunktion hinauszögern kann, wird sich dies möglicherweise klinisch nicht bemerkbar machen, da ZNS-dämpfende Arzneimittel (Opioide, α2-Adrenorezeptor-Agonisten,
Phenothiazine usw.) die Wirkung von Pentobarbital auch verstärken können.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden, außer mit steriler, isotonischen Natriumchlorid (0,9 %)-Lösung.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 837229
100 ml.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
MM/JJJJ
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


