Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe Anwendungsgebiete Zur Behandlung des Befalls mit adulten Stadien von Fasciola hepatica, die empfindlich gegenüber Oxyclozanid sind. Zur Elimination gravider Bandwurmsegmente (Moniezia spp.). Bezeichnung des Tierarzneimittels Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe 2.
- Wirkstoff(e)
- Oxyclozanid
- Zulassungsinhaber
- Dopharma Research B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QP52AG06
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe angewendet?
Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung des Befalls mit adulten Stadien von Fasciola hepatica, die empfindlich gegenüber Oxyclozanid sind.
Zur Elimination gravider Bandwurmsegmente (Moniezia spp.).
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe
| 2. | Zusammensetzung | |
| Jeder ml Suspension enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Oxyclozanid | 34,0 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Methyl- 4-hydroxybenzoat (E218) | 1,35 mg | |
| Propyl-4-hydroxybenzoat | 0,15 mg |
Weißliche bis beigefarbene Suspension zum Eingeben.
Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung des Befalls mit adulten Stadien von Fasciola hepatica, die empfindlich gegenüber Oxyclozanid sind.
Zur Elimination gravider Bandwurmsegmente (Moniezia spp.).
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Was ist vor der Einnahme von Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE ZIELTIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben als oraler Drench.
Dosierung:
Rind:
10 mg Oxyclozanid/kg Körpergewicht, entspricht 3 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg Körpergewicht. Bei Tieren mit einem Körpergewicht über 350 kg: 3,5 g Oxyclozanid pro Tier, entspricht 103 ml des Tierarzneimittels.
Schaf:
15 mg Oxyclozanid/kg Körpergewicht, entspricht 4,4 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg Körpergewicht. Bei Tieren mit einem Körpergewicht über 45 kg: 0,68 g Oxyclozanid pro Tier, entspricht 20 ml des Tierarzneimittels.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die Suspension vor Anwendung mindestens 5 Mal aufschütteln.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden und die Genauigkeit der Dosiervorrichtung überprüft werden.
Wenn die Tiere auf Herdenebene und nicht individuell behandelt werden, sollten sie, um eine Unter- oder Überdosierung zu vermeiden, entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert werden.
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben als oraler Drench.
Dosierung:
Rind:
10 mg Oxyclozanid/kg Körpergewicht, entspricht 3 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg Körpergewicht. Bei Tieren mit einem Körpergewicht über 350 kg: 3,5 g Oxyclozanid pro Tier, entspricht 103 ml des Tierarzneimittels.
Schaf:
15 mg Oxyclozanid/kg Körpergewicht, entspricht 4,4 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg Körpergewicht. Bei Tieren mit einem Körpergewicht über 45 kg: 0,68 g Oxyclozanid pro Tier, entspricht 20 ml des Tierarzneimittels.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die Suspension vor Anwendung mindestens 5 Mal aufschütteln.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden und die Genauigkeit der Dosiervorrichtung überprüft werden.
Wenn die Tiere auf Herdenebene und nicht individuell behandelt werden, sollten sie, um eine Unter- oder Überdosierung zu vermeiden, entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert
werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe?
Nebenwirkungen
Rind und Schaf:
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
1 Vorübergehend
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieses Etiketts oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT/Österreich:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Nebenwirkungen
Rind und Schaf:
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
1 Vorübergehend
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT/Österreich:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe aufzubewahren?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nach dem erstmaligen Öffnen nicht über 25°C lagern.
Für dieses Tierarzneimittel im unversehrten Behältnis sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nach dem erstmaligen Öffnen nicht über 25 °C lagern.
Für dieses Tierarzneimittel im unversehrten Behältnis sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 1 Jahr
Weitere Informationen zu Distocur 34 mg/ml Suspension zum Eingeben für Rinder und Schafe
| Wirkstoff: | |
| Oxyclozanid | 34,0 mg/ml |
| Sonstige Bestandteile: | |
| Methyl- 4-hydroxybenzoat (E218) | 1,35 mg/ml |
| Propyl-4-hydroxybenzoat | 0,15 mg/ml |
Weißliche bis beigefarbene Suspension zum Eingeben.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Bisher wurden keine Resistenzen gegenüber Oxyclozanid berichtet.
Die Anwendung dieses Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung örtlicher (regionaler,
betrieblicher) epidemiologischer Erhebungen zur Empfindlichkeit von Fasciola hepatica sowie Empfehlungen zur Eindämmung weiterer Anthelminthikaresistenzen erfolgen.
Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:
- Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über einen längeren Zeitraum.
- Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, falsche Verabreichung des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Kalibrierung der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).
Bei Verdacht auf Anthelminthikaresistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests (z.B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus angewendet werden.
Bei üblicher Dosierung ist Oxyclozanid nicht wirksam gegen unreife Trematoden im Lebergewebe. Milchkühe, insbesondere Hochleistungskühe, können innerhalb eines Zeitraums von ungefähr 48 Stunden nach der Behandlung eine um 5 % oder mehr verminderte Milchleistung aufweisen. Die Auswirkung dieses geringen Verlustes kann durch eine Verteilung der Herdenbehandlung über einen Zeitraum von etwa einer Woche minimiert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Verabreichung des Tierarzneimittels mit Hilfe der Dosierpistole sollte vorsichtig erfolgen, um Verletzungen in der Maulhöhle oder im Rachenbereich zu vermeiden.
Nebenwirkungen (siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“) können gelegentlich bei Tieren mit schweren Beeinträchtigungen der Leberfunktion und/oder Dehydratation zum Zeitpunkt der Behandlung ausgeprägter sein.
Die physische Kondition der zu behandelnden Tiere muss fortwährend erfasst werden, insbesondere bei Tieren im fortgeschrittenen Stadium der Trächtigkeit und/oder bei Tieren, die infolge schlechter Wetterbedingungen, mangelhafter Ernährung, Haltung, Umgang usw. besonderen Belastungen ausgesetzt sind.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Das Tierarzneimittel kann Haut-, Augen- und Schleimhautreizungen hervorrufen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Oxyclozanid oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels undurchlässige Gummihandschuhe tragen. Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht rauchen, essen oder trinken.
Nach versehentlichem Kontakt mit dem Tierarzneimittel sollte die betroffene Stelle sofort mit reichlich Wasser abgespült werden.
Kontaminierte Kleidung ist schnellstmöglich zu wechseln.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Oxyclozanid ist toxisch für Dungorganismen. Das Risiko für die Dungfauna kann durch die Vermeidung einer zu häufigen und wiederholten Anwendung von Oxyclozanid bei Rindern reduziert werden.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Hochträchtige Tiere und Tiere, die infolge schlechter Wetterbedingungen, mangelhafter Ernährung, Haltung, Umgang usw. besonderen Belastungen ausgesetzt sind, sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden.
Laboruntersuchungen mit Oxyclozanid in verschiedenen Reproduktionsstadien ergaben keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen.
Fortpflanzungsfähigkeit:
Laboruntersuchungen mit Oxyclozanid in verschiedenen Reproduktionsstadien ergaben keine Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Fertilität.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Es liegen keine Informationen zur Verträglichkeit und Wirksamkeit des Tierarzneimittels bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob das Tierarzneimittel vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.
Überdosierung:
Nebenwirkungen (siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“), die bei der empfohlenen Dosierung beobachtet werden, sind nach Überdosierungen stärker ausgeprägt. Dosierungen von 50 mg/kg können zum Tod führen.
Die Folgen einer Überdosierung von Oxyclozanid sind Mattigkeit und etwas weicherer Kot bei Schafen und mögliche Diarrhoe, Inappetenz und Gewichtsverlust bei Rindern. Diese Symptome treten sehr selten verstärkt bei Tieren mit schweren Lebererkrankungen und/oder Dehydratation zum Zeitpunkt der Behandlung auf.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Datum der letzten Überarbeitung der Kennzeichnung
AT: 11/2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Umweltverträglichkeit:
Die Ausscheidung von oxyclozanid-haltiger Fäzes von behandelten Tieren auf der Weide kann das Vorkommen im Dung lebender Organismen reduzieren und den Abbau von Dung beeinträchtigen. Oxyclozanid persistiert im Boden.
DE: Verschreibungspflichtig
AT: Rezept- und apothekenpflichtig.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Bisher wurden keine Resistenzen gegenüber Oxyclozanid berichtet.
Die Anwendung dieses Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung örtlicher (regionaler, betrieblicher) epidemiologischer Erhebungen zur Empfindlichkeit von Fasciola hepatica sowie Empfehlungen zur Eindämmung weiterer Anthelminthikaresistenzen erfolgen.
Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:
- Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über einen längeren Zeitraum.
- Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, falsche Verabreichung des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Kalibrierung der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).
Bei Verdacht auf Anthelminthikaresistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests (z.B. Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus angewendet werden.
Bei üblicher Dosierung ist Oxyclozanid nicht wirksam gegen unreife Trematoden im Lebergewebe.
Milchkühe, insbesondere Hochleistungskühe, können innerhalb eines Zeitraums von ungefähr 48 Stunden nach der Behandlung eine um 5 % oder mehr verminderte Milchleistung aufweisen. Die Auswirkung dieses geringen Verlustes kann durch eine Verteilung der Herdenbehandlung über einen Zeitraum von etwa einer Woche minimiert werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Verabreichung des Tierarzneimittels mit Hilfe der Dosierpistole sollte vorsichtig erfolgen, um Verletzungen in der Maulhöhle oder im Rachenbereich zu vermeiden.
Nebenwirkungen (siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“) können gelegentlich bei Tieren mit schweren Beeinträchtigungen der Leberfunktion und/oder Dehydratation zum Zeitpunkt der Behandlung ausgeprägter sein.
Die physische Kondition der zu behandelnden Tiere muss fortwährend erfasst werden, insbesondere bei Tieren im fortgeschrittenen Stadium der Trächtigkeit und/oder bei Tieren, die infolge schlechter Wetterbedingungen, mangelhafter Ernährung, Haltung, Umgang usw. besonderen Belastungen ausgesetzt sind.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Das Tierarzneimittel kann Haut-, Augen- und Schleimhautreizungen hervorrufen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Oxyclozanid oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels undurchlässige Gummihandschuhe tragen. Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht rauchen, essen oder trinken.
Nach versehentlichem Kontakt mit dem Tierarzneimittel sollte die betroffene Stelle sofort mit reichlich Wasser abgespült werden.
Kontaminierte Kleidung ist schnellstmöglich zu wechseln.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Oxyclozanid ist toxisch für Dungorganismen. Das Risiko für die Dungfauna kann durch die Vermeidung einer zu häufigen und wiederholten Anwendung von Oxyclozanid bei Rindern reduziert werden.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Hochträchtige Tiere und Tiere, die infolge schlechter Wetterbedingungen, mangelhafter Ernährung, Haltung, Umgang usw. besonderen Belastungen ausgesetzt sind, sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden.
Laboruntersuchungen mit Oxyclozanid in verschiedenen Reproduktionsstadien ergaben keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen.
Fortpflanzungsfähigkeit:
Laboruntersuchungen mit Oxyclozanid in verschiedenen Reproduktionsstadien ergaben keine Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Fertilität.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Es liegen keine Informationen zur Verträglichkeit und Wirksamkeit des Tierarzneimittels bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor.
Ob das Tierarzneimittel vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.
Überdosierung:
Nebenwirkungen (siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“), die bei der empfohlenen Dosierung beobachtet werden, sind nach Überdosierungen stärker ausgeprägt. Dosierungen von 50 mg/kg können zum Tod führen.
Die Folgen einer Überdosierung von Oxyclozanid sind Mattigkeit und etwas weicherer Kot bei Schafen sowie mögliche Diarrhoe, Inappetenz und Gewichtsverlust bei Rindern. Diese Symptome treten sehr
selten verstärkt bei Tieren mit schweren Lebererkrankungen und/oder Dehydratation zum Zeitpunkt der Behandlung auf.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: Zul.-Nr.: 402602.00.00
AT: Z.Nr.: 838094
HDPE Behälter mit 1 l, 5 l und 10 l.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
AT: 11/2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Umweltverträglichkeit:
Die Ausscheidung von oxyclozanid-haltiger Fäzes von behandelten Tieren auf der Weide kann das Vorkommen von im Dung lebenden Organismen reduzieren und den Abbau von Dung beeinträchtigen. Oxyclozanid persistiert im Boden.
DE: Verschreibungspflichtig
AT: Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


