Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Tranexamsäure medicamentum wird zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungen infolge gesteigerter Auflösung von Blutgerinnseln (vermehrte Fibrinolyse oder Fibrinogenolyse) angewendet.
- Wirkstoff(e)
- Tranexamsäure
- Zulassungsinhaber
- medicamentum pharma GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- B02AA02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Tranexamsäure medicamentum 500 mg - Filmtabletten angewendet?
Tranexamsäure medicamentum wird zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungen infolge gesteigerter Auflösung von Blutgerinnseln (vermehrte Fibrinolyse oder Fibrinogenolyse) angewendet.
Die Anwendungsgebiete sind:
- Zu starke oder zu lange Monatsblutungen bei Frauen (Hypermenorrhoe)
- Nach bestimmten operativen Eingriffen (Prostataoperationen, bestimmte gynäkologische Eingriffe wie Konisation der Cervix)
- Starkes Nasenbluten
- Verhinderung von Nachblutungen bei stumpfen Verletzungen des Augapfels (Hyphaema)
- Zahnextraktionen bei Patienten mit Hämophilie („Bluterkrankheit“)
- Hereditäres angioneurotisches Ödem (erbliche Erkrankung mit Schwellungsneigungen der Haut und Schleimhaut an verschiedenen Körperstellen)
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Was ist vor der Einnahme von Tranexamsäure medicamentum 500 mg - Filmtabletten zu beachten?
Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Tranexamsäure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung haben
- wenn Sie eine akute thromboembolische Erkrankung (Blutgerinnsel), wie tiefe Venenthrombose, Lungenembolie oder Hirnthrombose haben oder eine solche in der Vergangenheit hatten
- wenn Sie eine bestimmte Störung der Blutgerinnung haben (Verbrauchskoagulopathie)
- wenn Sie Krampfanfälle in der Vorgeschichte hatten
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Tranexamsäure medicamentum einnehmen.
- Wenn thromboembolische Ereignisse bereits in Ihrer Familie aufgetreten sind (Patienten mit Thrombophilie) darf Tranexamsäure medicamentum nur bei strenger Indikationsstellung und sorgfältiger medizinischer Betreuung durch einen erfahrenen Arzt angewendet werden.
- Bei einer Blutung aus dem oberen Harntrakt können Blutgerinnsel in seltenen Fällen zu einem Verschluss der Harnleiter (Ureterobstruktion) führen.
- Eine Behandlung des angeborenen Angioödems mit Tranexamsäure medicamentum darf nur in Zusammenarbeit mit einem in der Behandlung dieses Krankheitsbildes erfahrenen Arztes erfolgen.
-
Patientinnen mit unregelmäßigen Regelblutungen sollten Tranexamsäure medicamentum erst nach Abklärung der Blutungsursache anwenden.
Wenn die Stärke der Regelblutung durch die Behandlung mit Tranexamsäure medicamentum nicht abnimmt, fragen Sie Ihren Arzt, möglicherweise wird er die Therapie ändern. - Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unter einer Nierenfunktionsstörung leiden. Ihr Arzt wird die Dosis anpassen.
- Jede längerfristige Anwendung von Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten sollte nur unter Kontrolle oder nach Rücksprache mit einem erfahrenen Arzt erfolgen.
- Wenn Sie Tranexamsäure medicamentum über einen längeren Zeitraum anwenden, kann es zu einer Störung des Farbensehens kommen. Wenn bei Ihnen solche Störungen auftreten informieren Sie Ihren Arzt, da gegebenenfalls die Behandlung abzubrechen ist.
- Sie sollten vor und während einer ständigen Langzeitanwendung von Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten (Anwendung über mehrere Wochen bis Monate) regelmäßige Augenuntersuchungen (einschließlich Sehstärke, Farbensehen, Augenhintergrund, Gesichtsfeld usw.) machen lassen.
- Im Zusammenhang mit einer Tranexamsäuretherapie ist über Krampfanfälle berichtet worden.
Kinder und Jugendliche
Es gibt keine Erfahrungen mit Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren mit zu starker Monatsblutung (Hypermenorrhoe).
Einnahme von Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Gerinnungshemmer (Antikoagulanzien) einnehmen, da diese der Wirkung von Tranexamsäure medicamentum entgegenwirken.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie orale Kontrazeptiva („Pille“) einnehmen, hier wird das Risiko für Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln in Gefäßen) erhöht.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Über die Anwendung in der Schwangerschaft und in der Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurden nicht beobachtet.
Wie wird Tranexamsäure medicamentum 500 mg - Filmtabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt:
Standarddosierung: 2 bis 3 x täglich 2 - 3 Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten.
Für folgende Anwendungsgebiete:
-
Hypermenorrhoe (zu starke Monatsblutung)
Die empfohlene Dosierung beträgt 3 bis 4 x täglich 2 - 3 Filmtabletten, für 3 bis 4 Tage. Bei sehr starken Monatsblutungen kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen, die maximale Tagesdosis von 8 Filmtabletten darf nicht überschritten werden. Eine Behandlung mit Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten soll unmittelbar nach Beginn der starken Blutung begonnen werden. -
Starkes Nasenbluten
Zur Verhinderung oder Abschwächung von starkem Nasenbluten 3 x täglich 2 Filmtabletten, für 4 bis 10 Tage. - Verhinderung einer Nachblutung bei traumatischem Hyphaema (stumpfe Augapfelverletzung) 3 x täglich 2 - 3 Filmtabletten, für 7 Tage.
-
Nach Prostatektomie (Entfernung der Vorsteherdrüse)
Im Anschluss an eine intravenöse Behandlung: 2 bis 3 x täglich 2 - 3 Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten, für 7 Tage. - Blutungen nach Konisation der Zervix (Operation am Muttermund der Gebärmutter) 3 x täglich 3 Filmtabletten, für 12 - 14 Tage nach der Operation.
-
Zahnextraktion bei Patienten mit Hämophilie („Bluterkrankheit“)
Nach anfänglicher intravenöser Behandlung: 3 bis 4 x täglich 2 - 4 Tabletten (1 Tranexamsäure medicamentum Filmtablette je 20 kg Körpergewicht), für 6 bis 8 Tage. - Hereditäres Angioödem (erbliche Erkrankung mit Schwellungsneigung von Haut und Schleimhäuten)
Die Dosis beträgt üblicherweise 2 - 3 Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten 2 bis 3 x täglich.
Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, wird Ihnen Ihr Arzt niedrigere Dosierungen verschreiben.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Über die Anwendung und Dosierung bei Kindern und Jugendlichen entscheidet Ihr Arzt.
Zum Einnehmen.
Die Filmtablette soll unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) eingenommen werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.
Wenn Sie eine größere Menge Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Bei Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten: Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl nach dem Aufstehen, niedriger Blutdruck und Krampfanfälle.
Es können sich Thrombosen entwickeln, vor allem wenn Sie eine Neigung zu Thrombosen oder Thrombosen in der Vorgeschichte haben.
Wenden Sie sich bei einer Überdosierung oder bei Verdacht auf eine Überdosierung umgehend an Ihren Arzt oder an das nächstgelegene Krankenhaus.
Hinweis für den Arzt: Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.
Wenn Sie die Einnahme von Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie bei der nächsten Einnahme mit der verordneten Dosierung fort.
Wenn Sie die Einnahme von Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten abbrechen
Beenden Sie die Einnahme von Tranexamsäure medicamentum nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Die Krankheitssymptome können sich wieder verstärken oder erneut auftreten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Tranexamsäure medicamentum 500 mg - Filmtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung der Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
| Sehr häufig | mehr als 1 Behandelter von 10 |
| Häufig | bis zu 1 von 10 Behandelten |
| Gelegentlich | bis zu 1 von 100 Behandelten |
| Selten | bis zu 1 von 1.000 Behandelten |
| Sehr selten | bis zu 1 von 10.000 Behandelten |
| Nicht bekannt: | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar |
Erkrankungen des Immunsystems:
Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich allergischer Schock
Erkrankungen des Nervensystems:
Nicht bekannt: Schwindel, Krampfanfälle
Augenerkrankungen:
Selten: Störungen des Farbsehens, Augenarterieninfarkt (Verschluss der Augenarterie)
Nicht bekannt: andere Sehstörungen
Gefäßerkrankungen:
Selten: Gefäßverschluss durch Blutgerinnselbildung
Sehr selten: Arterien- oder Venenthrombosen
Erkrankungen des Magen-Darmtraktes:
Häufig: Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Gelegentlich: allergische Hautreaktionen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 Wien ÖSTERREICH
Fax: +43(0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Tranexamsäure medicamentum 500 mg - Filmtabletten aufzubewahren?
Nicht über 25 °C lagern.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Tranexamsäure medicamentum 500 mg - Filmtabletten
Was Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten enthalten
Der Wirkstoff ist: Tranexamsäure
1 Filmtablette enthält 500 mg Tranexamsäure.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium (E468), Talk, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid, Povidon K90.
Filmmantel: Eudragit (E 100), Titandioxid (E171), Talk, Magnesiumstearat, Macrogol 8000, Vanillin.
Wie Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung
Weiße, längliche Filmtabletten mit Bruchkerbe auf einer Seite.
Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten sind in Blisterpackungen zu 20 Filmtabletten und 100 Filmtabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in denVerkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
medicamentum pharma GmbH, 8643 Allerheiligen im Mürztal Nr. 51
Hersteller im Exportland
Alternova A/S, Lodshusvej 11, 4230 Skælskør, Dänemark
Umpacker
UAB Actiofarma Kauno miesto sav, Kauno m, Gaižiūnų g. 5B, LT-50129 Litauen
Z.-Nr.: 13086-F
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Februar2025.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Behandlung einer Überdosierung:
Es gibt kein spezielles Gegenmittel. Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Für eine ausreichende Harnausscheidung (Diurese) ist zu sorgen. Eine Behandlung mit Antikoagulanzien sollte in Betracht gezogen werden. Im Falle einer Einnahme hoher Dosen von Tranexamsäure medicamentum Filmtabletten können folgende Maßnahmen hilfreich sein: Auslösen von Erbrechen, Magenspülung, Behandlung mit Aktivkohle.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



