Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde Anwendungsgebiet(e) Zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei denen eine Schmerzlinderung und eine Reduzierung der begleitenden Entzündung erforderlich sind, z. B.
- Wirkstoff(e)
- Phenylbutazon
- Zulassungsinhaber
- Dopharma Research B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QM01AA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde
Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei denen eine Schmerzlinderung und eine Reduzierung der begleitenden Entzündung erforderlich sind, z. B. bei Lahmheit im Zusammenhang mit Osteoarthritis, Bursitis, Laminitis und Entzündungen der Weichteilgewebe, insbesondere wenn die Erhaltung der Mobilität gewünscht wird.
Das Tierarzneimittel kann auch zur Begrenzung von postoperativen Entzündungen, Myositis und anderer Weichteilentzündungen eingesetzt werden.
Das Tierarzneimittel kann erforderlichenfalls als Antipyretikum angewendet werden, z. B. bei viralen Atemwegserkrankungen.
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Was ist vor der Einnahme von Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Tieren mit Erkrankung des Herzens, der Leber oder der Nieren, wenn die Möglichkeit einer Ulzeration oder Blutung im Magendarmtrakt besteht oder Blutbildstörungen vorliegen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
AT/BE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Pro 450 kg Körpergewicht sollte, je nach individuellem Ansprechen, folgende Dosierung gewählt werden:
Tag 1: Zwei Beutel bzw. 10 g des Tierarzneimittels zweimal täglich (entspricht 4,4 mg Phenylbutazon/kg Körpergewicht pro Anwendung).
Tag 2-4: Ein Beutel bzw. 5 g des Tierarzneimittels zweimal täglich (entspricht 2,2 mg Phenylbutazon/kg Körpergewicht pro Anwendung), gefolgt von einem Beutel bzw. 5 g des Tierarzneimittels täglich (2,2 mg Phenylbutazon/kg Körpergewicht pro Tag) oder, je nach Bedarf, jeden zweiten Tag.
Hinweise für die richtige Anwendung
Wenn nach 4-5 Tagen keine Besserung erkennbar ist, ist die Behandlung abzubrechen. Heu kann die Resorption von Phenylbutazon und damit auch den Zeitpunkt des Einsetzens einer klinischen Wirkung verzögern. Es ist ratsam, unmittelbar vor oder während der Verabreichung des Tierarzneimittels kein Heu anzubieten.
Zur leichteren Eingabe kann das Tierarzneimittel mit einer kleinen Menge Kleie oder Hafer gemischt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde?
Pferd:
| Selten | Magenreizung1 | |
| (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte | Nierenfunktionsstörung1 | |
| Tiere): | ||
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Blutdyskrasie (fehlerhafte Blutzusammensetzung) | |
| Basis der verfügbaren Daten nicht | Magengeschwüre | |
| geschätzt werden): | ||
| Durchfall2 | ||
| Ulzera in der Maulhöhle2 | ||
| Hypoproteinämie2 |
-
Meist in Zusammenhang mit einer Überdosierung. Die Genesung erfolgt in der Regel nach
Beendigung der Behandlung und nach Einleitung einer unterstützenden symptomatischen Therapie. Siehe Abschnitt „Besondere Warnhinweise – Überdosierung“ für weitere Informationen. - Ponys sind sehr empfindlich, selbst bei therapeutischen Dosen.
Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.
DE: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der
Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern.
Die Beutel im Umkarton aufbewahren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Beutel angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: Sofort verbrauchen.
Weitere Informationen zu Butagran Equi 200 mg/g Pulver zum Eingeben für Pferde
Zusammensetzung
Jedes Gramm enthält:
Wirkstoff:
Phenylbutazon 200 mg
Weißes Pulver.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die klinischen Wirkungen von Phenylbutazon können nach Absetzen der Therapie mindestens drei Tage lang anhalten. Dies ist zu berücksichtigen, wenn die Pferde einer gesundheitlichen Untersuchung unterzogen werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die angegebene Dosis nicht überschreiten, da der therapeutische Index von Phenylbutazon niedrig ist.
Die Anwendung bei unter 6 Wochen alten Tieren oder bei alten Tieren kann zusätzliche Risiken bergen. Wenn sich eine solche Anwendung nicht vermeiden lässt, ist unter Umständen eine sorgfältige klinische Überwachung der Tiere angezeigt.
Die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonischen Tieren vermeiden, da das Risiko einer erhöhten Nierentoxizität besteht. Während der Dauer der Behandlung stets für ausreichend Trinkwasser sorgen, um eine Dehydrierung zu vermeiden.
Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) können eine Hemmung der Phagozytose bewirken. Deshalb sollte bei der Behandlung von Entzündungen in Verbindung mit bakteriellen Infektionen begleitend eine geeignete antibakterielle Therapie eingeleitet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel kann durch Hautkontakt oder durch versehentliche Aufnahme Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie) bei Personen hervorrufen, die gegen Phenylbutazon sensibilisiert sind.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Phenylbutazon sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Im Falle eines versehentlichen Kontaktes und dem Auftreten von Symptomen wie Hautausschlag, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Schwellungen des Gesichtes, der Lippen, der Augen oder Atembeschwerden sind schwerwiegendere Symptome, die eine dringende ärztliche Behandlung erforderlich machen.
Dieses Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen hervorrufen.
Berührung mit den Augen vermeiden. Versehentlich in die Augen gelangtes Tierarzneimittel mit reichlich Wasser ab- bzw. auswaschen. Bei anhaltender Reizung einen Arzt hinzuziehen.
Es ist darauf zu achten, ein Einatmen oder Verschlucken des Pulvers zu vermeiden.
Bei versehentlichem Einatmen oder Verschlucken ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Exponierte Haut und Hände sind nach der Anwendung zu waschen.
Trächtigkeit:
Bei der Verabreichung an trächtige Stuten ist Vorsicht geboten. Wenngleich aus der praktischen Anwendung keine Nebenwirkungen von Phenylbutazon auf den Fötus oder die Erhaltung der Trächtigkeit bekannt sind, sind keine maßgebliche Verträglichkeitsstudien bei Stuten durchgeführt worden.
Bei Versuchstieren sind nach Verabreichung von hohen Dosen Phenylbutazon fetotoxische Wirkungen aufgetreten. Wenn die Anwendung von Phenylbutazon bei trächtigen Stuten als zwingend erforderlich erachtet wird, ist der potentielle Nutzen gegenüber den möglichen Risiken für die Stute und/oder das Fohlen abzuwägen. Die Anwendung um den Zeitraum der Geburt ist zu vermeiden.
Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Laktation ist nicht belegt.
Wenn die Anwendung von Phenylbutazon bei laktierenden Stuten als zwingend erforderlich erachtet wird, ist der potentielle Nutzen gegenüber den möglichen Risiken für die Stute und/oder das Fohlen abzuwägen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Die gleichzeitige Verabreichung potenziell nierentoxischer Tierarzneimittel ist zu vermeiden. Phenylbutazon wird zu einem großen Teil an Plasmaproteine gebunden. Es kann andere Wirkstoffe, die ebenfalls stark proteingebunden sind, verdrängen, z. B. einige Sulfonamide oder Warfarin, oder kann selbst verdrängt werden, was zu einem Anstieg von ungebundenen pharmakologisch wirksamen Konzentrationen und zu toxischen Wirkungen führen kann.
Bei der gleichzeitigen Anwendung anderer Therapeutika ist aufgrund des Risikos metabolischer Wechselwirkungen Vorsicht geboten. Phenylbutazon kann mit dem Metabolismus anderer Wirkstoffe wie Warfarin und Barbituraten konkurrieren, sodass es zu toxischen Effekten kommen kann.
Es gibt Hinweise darauf, dass die Pharmakokinetik von Penicillin- und Gentamicinpräparaten bei gleichzeitiger Verabreichung von Phenylbutazon-haltigen Präparaten beeinflusst und die therapeutische Wirksamkeit aufgrund einer verminderten Verteilung in das Gewebe abgeschwächt werden kann. Auch die Verteilung anderer, gleichzeitig angewendeter Tierarzneimittel kann betroffen sein.
Andere NSAIDs nicht gleichzeitig oder innerhalb von 24 Stunden nacheinander anwenden. Phenylbutazon induziert die Aktivität hepatischer mikrosomaler Enzyme.
Überdosierung:
Eine Überdosierung kann zu Ulzerationen im Magen und im Dickdarm und zu einer allgemeinen Enteropathie führen. Es kann außerdem zu einer Schädigung der Nierenpapillen und in der Folge zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen. Aufgrund von Plasmaproteinverlusten können sich subkutane Ödeme bilden, vor allem unter dem Kiefer.
Es gibt kein spezielles Gegenmittel. Bei Anzeichen einer möglichen Überdosierung ist das Tier symptomatisch zu behandeln.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
AT: Z.Nr.: 8-01153
BE: BE-V437044 (Alu/LDPE/papier/LDPE Beutel)
BE-V437035 (PET/LDPE/Alu/LDPE Beutel)
DE: 401667.00.00
Packungsgrößen:
Beutel mit je 5 Gramm des Tierarzneimittels.
Umkarton mit 20 oder 100 Beuteln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
10/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Die Anwendung des Tierarzneimittels „Butagran Equi“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven
Ergebnissen führen.
DE: Verschreibungspflichtig.
AT: Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


