Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys Anwendungsgebiet(e) Zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Pferden und Ponys, die durch die entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften von Phenylbutazon gelindert werden können, z.B.
- Wirkstoff(e)
- Phenylbutazon
- Zulassungsinhaber
- Dechra Regulatory B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QM01AA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys
Anwendungsgebiet(e)
Zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Pferden und Ponys, die durch die entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften von Phenylbutazon gelindert werden können, z.B. Lahmheit im Zusammenhang mit Osteoarthrose, akute und chronische Hufrehe, Bursitis und Carpitis sowie postoperative Weichteilgewebeentzündungen.
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Was ist vor der Einnahme von Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht gleichzeitig mit oder innerhalb von 24 Stunden nach Verabreichung anderer nicht-steroidaler Antiphlogistika (NSAIDs) anwenden.
Nicht anwenden bei Tieren mit Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, wenn die Möglichkeit von Ulzera oder Blutungen im Magendarmtrakt besteht oder bei Anzeichen einer Blutbildveränderung.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Das Tierarzneimittel hat sich nach Vermischen mit Kraftfutter als schmackhaft für Pferde erwiesen.
Die Dosierung sollte dem individuellen Ansprechen des Tieres angepasst werden.
Folgende Angaben können jedoch als Richtwert dienen:
Pferd: 450 kg (1000 lb) Körpergewicht: zwei Beutel zweimal täglich am 1. Tag (entspricht
8,8 mg/kg/Tag), danach ein Beutel zweimal täglich an vier Tagen (4,4 mg/kg/Tag) und anschließend ein Beutel einmal täglich, oder jeden zweiten Tag, um das Pferd schmerzfrei zu halten
(2,2 mg/kg/Tag).
Pony: 225 kg (500 lb) Körpergewicht: ein Beutel (4,4 mg/kg) jeden zweiten Tag.
Die Behandlung ist abzusetzen, wenn nach vier bis fünf Tagen Behandlung keine klinische Besserung erkennbar ist.
Hinweise für die richtige Anwendung
Zur leichteren Verabreichung sollte das Pulver mit einer kleinen Menge Futter vermischt werden.
Das Einweichen des Tierarzneimittels in Futter 5 Minuten vor der Verfütterung führt nachweislich nicht zu einer Beeinträchtigung der Schmackhaftigkeit des Tierarzneimittels. Ob sich längeres Einweichen auf die Schmackhaftigkeit oder Stabilität des Tierarzneimittels auswirkt, ist nicht bekannt.
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Welche Nebenwirkungen hat Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys?
Pferde und Ponys (die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen):
| Selten | Gastrointestinale Störung* |
| (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte | Nierenfunktionsstörung* |
| Tiere): | |
* Wie bei anderen NSAID, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann es zu gastrointestinalen Störungen oder einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen. Dies tritt üblicherweise in Verbindung mit einer Überdosierung auf. Im Regelfall erholen sich die Tiere nach Absetzen der Behandlung und unterstützender symptomatischer Therapie.
Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern.
Trocken lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Beutel und dem Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag
des Monats.
Weitere Informationen zu Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys
Zusammensetzung
Jeder Beutel enthält:
Wirkstoff:
Phenylbutazon 1 g
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die klinische Wirkung von Phenylbutazon kann noch mindestens drei Tage nach dem Absetzen der Therapie andauern. Dies ist bei Lahmheitsuntersuchungen von Pferden zu berücksichtigen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Phenylbutazon hat eine geringe therapeutische Breite. Deshalb sollte die angegebene Dosis und Behandlungsdauer nicht überschritten werden.
Die Anwendung bei Tieren unter sechs Wochen oder bei sehr alten Tieren kann mit zusätzlichen Risiken verbunden sein. Wenn sich eine solche Anwendung nicht vermeiden lässt, können unter Umständen eine Dosisreduktion und eine sorgfältige klinische Überwachung erforderlich sein.
Die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonen Tieren ist zu vermeiden, da die Gefahr einer erhöhten Nierentoxizität besteht.
Tieren unter Vollnarkose sollten bis zur vollständigen Erholung keine NSAIDs verabreicht werden, die die Prostaglandinsynthese hemmen.
Das klinische Ansprechen auf eine Langzeittherapie sollte regelmäßig von einem Tierarzt überwacht werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Das Tierarzneimittel kann nach Hautkontakt oder versehentlichem Einatmen bei Personen, die gegen Phenylbutazon sensibilisiert sind, zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie) führen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Phenylbutazon oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit diesem Tierarzneimittel vermeiden.
Wenn nach versehentlichem Kontakt Symptome wie Hautausschlag auftreten, sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und dem Arzt diesen Warnhinweis zeigen. Schwellungen im Gesichtsbereich, der Lippen oder der Augen sowie Atembeschwerden sind schwerwiegendere Symptome, die einer sofortigen medizinischen Behandlung bedürfen.
Dieses Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen hervorrufen. Augenkontakt ist zu vermeiden. Bei versehentlichem Augenkontakt, die Augen mit reichlich Wasser ausspülen. Falls die Reizung weiter anhält, suchen Sie einen Arzt auf. Betroffene Hautstellen und Hände nach der Handhabung waschen.
Die Anwendung sollte mit Umsicht erfolgen, um eine versehentliche Einnahme zu vermeiden. Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und Packung oder Gebrauchsinformation vorzuzeigen.
Die Unbedenklichkeit von Phenylbutazon während der Schwangerschaft ist nicht belegt.
Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen oder Frauen, die eine Schwangerschaft planen, verabreicht werden.
Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit von Phenylbutazon während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Die Anwendung während der Trächtigkeit sollte soweit wie möglich vermieden werden, vor allem im ersten Drittel der Trächtigkeit.
Phenylbutazon sollte bei trächtigen und laktierenden Stuten nur nach entsprechender Nutzen-Risiko- Bewertung durch den behandelnden Tierarzt angewendet werden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Aufgrund der hohen Plasmaproteinbindung konkurrieren einige NSAIDs mit anderen, ebenfalls stark proteingebundenen Arzneimitteln, und führen zu einem Anstieg des nicht proteingebundenen Wirkstoffes, was toxische Wirkungen verursachen kann.
Die gleichzeitige Verabreichung von möglicherweise nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika) ist zu vermeiden.
Durch Phenylbutazon verursachte Nebenwirkungen werden durch die gleichzeitige Verabreichung von Glukokortikoiden, anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika oder Antikoagulantien verschlimmert. Die gleichzeitige Verabreichung von Kortikosteroiden kann bei Tieren, die NSAIDs erhalten, zu einer Verschlimmerung gastrointestinaler Ulzera führen.
Überdosierung:
Eine Überdosierung kann zu Magen- und Dickdarm-Ulzera und allgemeiner Enteropathie führen. Es kann außerdem zu einer Schädigung der Nierenpapillen und in der Folge zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen. Aufgrund eines Verlustes von Plasmaproteinen können sich subkutane Ödeme bilden, vor allem unterhalb des Kiefers.
Es gibt kein spezifisches Antidot. Bei Anzeichen einer möglichen Überdosierung ist das Tier symptomatisch zu behandeln.
Phenylbutazon hat eine geringe therapeutische Breite. Beim Menschen wurde eine Überdosierung mit Phenylbutazon erfolgreich mit Aktivkohle-Hämoperfusion zusammen mit Dopamin behandelt. Zur Anwendung dieser Behandlungsmethode beim Pferd liegen keine Erfahrungen vor.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Keine bekannt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Karton mit 32 oder 100 Beuteln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
10/2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar.
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Die Anwendung des Tierarzneimittels „Equipalazone 1 g Pulver zum Eingeben für Pferde und Ponys“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


