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Medikamente

Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde

Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde ANWENDUNGSGEBIET(E) Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Pferd, bei denen eine Schmerzlinderung und eine Reduzierung der begleitenden Entzündung erforderlich ist, z. B.

Wirkstoff(e)
Phenylbutazon
Zulassungsinhaber
Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Ltd
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QM01AA01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Pferd, bei denen eine Schmerzlinderung und eine Reduzierung der begleitenden Entzündung erforderlich ist, z. B. bei Lahmheit in Zusammenhang mit Osteoarthritis, Bursitis, Hufrehe und Weichteilgewebeentzündungen, insbesondere wenn eine Beibehaltung der Mobilität als wünschenswert erachtet wird.

Linderung einer postoperativen Entzündung, einer Myositis und anderer Weichteilgewebeentzündungen.

Das Tierarzneimittel kann auch als Antipyretikum angewendet werden, , z. B. bei viralen Atemwegserkrankungen.

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Was ist vor der Einnahme von Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde zu beachten?

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Tieren, mit Erkrankungen des Herzens-, der Leber oder der Nieren, wenn die

Möglichkeit einer Ulzeration oder Blutung im Magendarmtrakt besteht oder Blutbildungsstörungen vorliegen.

Nicht anwenden bei Tieren, die an einer Schilddrüsenerkrankung leiden. Nicht anwenden bei Tieren mit schwerer Hypertonie.

Nicht anwenden bei Tieren mit Läsionen der Darmschleimhaut durch Endoparasitenbefall.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

AT:

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

DE:

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben.

Die empfohlene Dosierung ist 4,4 – 8,8 mg Phenylbutazon/kg Körpergewicht pro Tag.

Die Dosierung sollte je nach individuellem Ansprechen angepasst werden, das folgende kann aber als Richtwert genommen werden:

Pferd (450 kg Körpergewicht):

Tag 1: 4,4 mg Phenylbutazon/kg Körpergewicht zweimal täglich (entsprechend zwei Beutel oder 10 g des Tierarzneimittels zweimal täglich) verabreichen.

Tag 2-4: 2,2 mg Phenylbutazon /kg Körpergewicht zweimal täglich (entsprechend einem Beutel oder 5 g des Tierarzneimittels zweimal täglich) verabreichen, darauf folgen 2,2 mg Phenylbutazon /kg Körpergewicht täglich (entsprechend einem Beutel oder 5 g des Tierarzneimittels täglich) oder je nach Bedarf, jeden zweiten Tag.

Falls nach 4-5 Tagen keine Besserung erkennbar ist, ist die Behandlung abzubrechen.

Die Aufnahme von Heu kann die Resorption von Phenylbutazon und damit den Zeitpunkt des Einsetzens einer klinischen Wirkung verzögern. Es ist ratsam, unmittelbar vor oder während der Anwendung des Tierarzneimittels kein Heu anzubieten.

Zur leichteren Anwendung kann das Tierarzneimittel mit einer kleineren Menge Kleie oder Hafer vor jeder Behandlung gemischt werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Überschreiten Sie nicht die angegebene Dosis da der therapeutische Index von Phenylbutazon niedrig ist.

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Wie ist Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen notwendig.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beutel angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des genannten Monats.

Weitere Informationen zu Chanbute 1 g, Pulver zum Eingeben für Pferde

Zusammensetzung

Jeder Beutel mit 5 g Pulver enthält: 1 g Phenylbutazon.

Cremefarbenes bis gelbliches körniges Pulver.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Die klinische Wirkung von Phenylbutazon kann nach Absetzen der Therapie mindestens drei Tage anhalten. Dies ist zu berücksichtigen, wenn die Pferde einer Gesundheitsuntersuchung unterzogen werden. Die Internationale Vereinigung für Pferdesport (FEI) betrachtet Phenylbutazon im Zusammenhang mit einer Teilnahme des behandelten Pferdes an Pferdesportveranstaltungen als verbotene Substanz. Ein Pferd, das mit dem Tierarzneimittel behandelt wird oder kürzlich behandelt wurde, darf möglicherweise nicht an Pferdesportveranstaltungen teilnehmen. Bitte beachten Sie die Empfehlungen der FEI, die nationalen Gesetze und die Bestimmungen der nationalen Verbände bezüglich Karenzzeiten vor der Teilnahme an einer Pferdesportveranstaltung

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Überschreiten Sie nicht die angegebene Dosis von 8,8 mg Phenylbutazon/kg/, da der therapeutische Index von Phenylbutazon niedrig ist.

Die Anwendung bei unter 6 Wochen alten Tieren oder bei älteren Tieren kann mit einem zusätzlichen Risiko verbunden sein. Falls sich eine solche Anwendung nicht vermeiden lässt, ist eine sorgfältige klinische Überwachung der Tiere angezeigt.

Vermeiden Sie die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonen Tieren , da das Risiko einer erhöhten Nierentoxizität besteht. Sorgen Sie während der Behandlung stets für ausreichend Trinkwasser um eine Dehydrierung zu vermeiden.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) können eine Hemmung der Phagozytose verursachen. Bei der Behandlung von Entzündungen in Verbindung mit bakteriellen Infektionen sollte daher gleichzeitig eine geeignete antibakterielle Therapie in Betracht gezogen werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Dieses Tierarzneimittel kann durch Hautkontakt oder durch versehentliche Inhalation Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie) bei Personen hervorrufen, die gegen Phenylbutazon sensibilisiert sind.

Personen mit Überempfindlichkeit gegen Phenylbutazon oder einem der sonstigen Bestandteile sollen den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Im Falle des Auftretens von Symptomen nach Kontakt wie z.B. Hautausschlag, ist ein Arzt zu Rate ziehen und die Gebrauchsinformation vorzuzeigen. Bei Schwellungen des Gesichtes, der Lippen, der Augen oder bei Atembeschwerden handelt es sich um schwerwiegendere Symptome, die eine dringende ärztliche Behandlung erforderlich machen.

Dieses Tierarzneimittel kann Haut- und Augenreizungen hervorrufen. Kontakt mit den Augen vermeiden. Bei versehentlichem Augenkontakt diese mit reichlich sauberem Wasser ausspülen. Im Falle einer anhaltenden Reizung einen Arzt zu Rate ziehen.

Die Anwendung sollte mit Umsicht erfolgen, um eine versehentliche Inhalation oder Einnahme zu vermeiden. Bei versehentlicher Einnahme oder versehentlichem Einatmen ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Nach der Anwendung Hände und exponierte Haut waschen.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Die Anwendung bei trächtigen Stuten sollte mit Sorgfalt erfolgen. Obwohl keine Nebenwirkungen von Phenylbutazon auf den Fötus oder die Erhaltung der Trächtigkeit bekannt sind, wurden keine Verträglichkeitsstudien bei Stuten durchgeführt. Bei Versuchstierarten sind bei hohen Dosen von Phenylbutazon fötotoxische Wirkungen aufgetreten.

Die Anwendung von Phenylbutazon bei tragenden oder laktierenden Stuten sollte nur nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt erfolgen. Die Anwendung um den Zeitraum der Geburt ist zu vermeiden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Nicht gleichzeitig oder innerhalb von 24 Stunden mit anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) anwenden.

Die gleichzeitige Anwendung potentiell nierentoxischer Tierarzneimittel ist zu vermeiden. Phenylbutazon induziert die hepatische mikrosomale Enzymaktivität.

Es besteht ein potentielles Risiko einer erhöhten Nierentoxizität bei gleichzeitiger Anwendung von Aminoglykosiden.

Die gleichzeitige Anwendung von Glukokortikoiden, anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) oder Antikoagulantien erhöht die unerwünschten Wirkungen von Phenylbutazon.

Die therapeutische Wirksamkeit von Diuretika kann reduziert sein, wenn sie in Kombination mit Phenylbutazon enthaltenden Tierarzneimitteln eingesetzt werden.

Phenylbutazon ist zu einem großen Teil an Plasmaproteine gebunden. Es kann andere Tierarzneimittel, die ebenfalls stark proteingebunden sind, verdrängen, z. B. einige Sulfonamide, Warfarin oder kann selbst verdrängt werden, was zu einem Anstieg von ungebundenen pharmakologisch wirksamen Konzentrationen und zu toxischen Wirkungen führen kann.

Bei der gleichzeitigen Anwendung anderer Therapeutika ist aufgrund des Risikos metabolischer Wechselwirkungen Vorsicht geboten. Phenylbutazon kann mit dem Metabolismus anderer Wirkstoffe wie z. B. von Warfarin und Barbituraten konkurrieren, sodass es zum Auftreten von Toxizität kommen kann. Es gibt Hinweise, dass die Pharmakokinetik von Penicillin- und Gentamicinpräparaten bei gleichzeitiger Anwendung von Phenylbutazon enthaltenden Tierarzneimitteln beeinflusst und die therapeutische Wirksamkeit aufgrund einer verminderten Verteilung in das Gewebe abgeschwächt werden kann. Auch die Verteilung anderer gleichzeitig angewendeter Tierarzneimittel kann betroffen sein.

Überdosierung:

Eine Überdosierung kann zu Ulzerationen im Magen und im Dickdarm und zu einer allgemeinen Enteropathie führen. Es kann außerdem zu einer Schädigung der Nierenpapillen und in der Folge zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen. Aufgrund eines Verlustes von Plasmaprotein können sich subkutane Ödeme bilden, vor allem unter dem Kiefer.

Im Falle einer Überdosierung wurden zentralnervöse Störungen (Erregungen, Krämpfe), Hämaturie und Azidose beobachtet.

Es gibt kein spezielles Gegenmittel. Bei Anzeichen einer möglichen Überdosierung ist das Tier symptomatisch zu behandeln.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.

  7.   Nebenwirkungen  
  Pferd:    
       
  Selten   Störung des Verdauungstrakts 1,2
  (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Nierenfunktionsstörung1
  Tiere):  
  Unbestimmte Häufigkeit Blutdyskrasie (fehlerhafte Blutzusammensetzung)
  (kann auf Basis der verfügbaren Daten  
  nicht geschätzt werden)  
  1. Wie bei anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAIDs), die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann es zu einer Magen- und/oder Nierenintoleranz kommen. Diese steht meist in Zusammenhang mit einer Überdosierung. Die Symptome bilden sich normalerweise nach Abbruch der Behandlung und Einleitung einer unterstützenden symptomatischen Therapie zurück (siehe Abschnitt „Überdosierung“ für weitere Information).
  2. Ponys sind gegenüber diesem Tierarzneimittel, selbst bei therapeutischen Dosen, sehr empfindlich für Magengeschwüre (Diarrhö, Ulzeration im Maul und Hypoproteinämie können auch beobachtet werden).

Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

AT:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: mailto:basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

DE:

Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

AT: 836959

DE: 402217.00.00

Packungsgrößen: 5 g Beutel, erhältlich in einer Faltschachtel mit 16 und 100 Beuteln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

März 2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

AT: Rezept- und apothekenpflichtig

DE: Verschreibungspflichtig

AT: Die Anwendung des Tierarzneimittels „Chanbute 1g, Pulver zum Eingeben für Pferde“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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