Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Zur kurzzeitigen Behandlung von Krampfanfällen und Skelettmuskel-Spasmen zentralen und peripheren Ursprungs. Als Teil einer Narkoseprämedikation oder Sedierung.
- Zieltierarten
- Hund und Katze
- Wartezeit
- Nicht zutreffend.
- Wirkstoff(e)
- Diazepam
- Zulassungsinhaber
- Domes Pharma
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird ZIAPAM bei Tieren angewendet?
Zur kurzzeitigen Behandlung von Krampfanfällen und Skelettmuskel-Spasmen zentralen und peripheren Ursprungs.
Als Teil einer Narkoseprämedikation oder Sedierung.
Anzeige
Für welche Tiere ist ZIAPAM zugelassen?
Hund und Katze
Gegenanzeigen und Warnhinweise zu ZIAPAM
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Tieren mit schweren Lebererkrankungen.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Nur zur intravenösen Anwendung.
Bei alleiniger Gabe ist Diazepam bei bereits erregten Tieren als Beruhigungsmittel wahrscheinlich weniger wirksam. Diazepam kann Sedierung und Desorientierung verursachen und sollte bei Diensthunden, wie z. B. Militär-, Polizei- oder Begleithunden, mit Vorsicht angewendet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Das Tierarzneimittel ist bei Tieren mit Leber- oder Nierenerkrankungen und bei geschwächten, dehydrierten, anämischen, adipösen oder geriatrischen Tieren mit Vorsicht anzuwenden. Das Tierarzneimittel ist bei Tieren im Schock oder Koma sowie bei Tieren mit ausgeprägter Atemdepression mit Vorsicht anzuwenden.
Das Tierarzneimittel ist bei Tieren mit Glaukom mit Vorsicht anzuwenden.
Es wird davon abgeraten, Diazepam zur Behandlung von Krämpfen bei Katzen mit chronischer Chlorpyrifos-Vergiftung anzuwenden, da die Toxizität dieses Organophosphats verstärkt werden könnte.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Diazepam oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Das Tierarzneimittel kann Hautreizungen hervorrufen. Hautkontakt vermeiden. Bei Hautkontakt mit Wasser und Seife waschen. Falls die Reizung anhält, ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Hände nach der Anwendung waschen.
Das Tierarzneimittel kann Augenreizungen hervorrufen. Augenkontakt vermeiden. Wenn das Tierarzneimittel mit den Augen in Kontakt kommt, Augen sofort mit reichlich Wasser spülen und bei anhaltender Reizung einen Arzt zu Rate ziehen.
Dieses Tierarzneimittel wirkt zentral dämpfend. Versehentliche Selbstinjektion ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Kein Kraftfahrzeug führen, da Sedierung auftreten kann.
Diazepam kann für den Fetus bzw. das ungeborene Kind gesundheitsschädlich sein. Diazepam und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über und haben dadurch eine pharmakologische Wirkung auf das gestillte Neugeborene. Daher sollte dieses Tierarzneimittel nicht von Frauen im gebärfähigen Alter oder Stillenden gehandhabt werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Nicht zutreffend.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist bei Katzen und Hunden nicht belegt.
Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt. Wenn das Tierarzneimittel bei säugenden Muttertieren angewendet wird, sollten die Welpen sorgfältig beobachtet werden, da unerwünschte Schläfrigkeit/Sedierung das Saugverhalten beeinträchtigen könnte.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Diazepam ist ein zentral dämpfender Wirkstoff, der die Wirkung anderer zentral dämpfender Wirkstoffe wie Barbiturate, Beruhigungsmittel, Narkotika, Antidepressiva etc. verstärken kann. Diazepam kann die Wirkung von Digoxin verstärken.
Cimetidin, Erythromycin, Azole (wie Itraconazol oder Ketoconazol), Valproinsäure und Propanol können die Metabolisierung von Diazepam verlangsamen. Die Diazepam-Dosis ist gegebenenfalls zu reduzieren, um eine übermäßige Sedierung zu verhindern.
Dexamethason kann die Wirkung von Diazepam abschwächen.
Die gleichzeitige Verabreichung anderer Substanzen in hepatotoxischer Dosierung sollte vermieden werden.
Überdosierung:
Bei alleiniger Verabreichung kann eine Diazepam-Überdosierung eine ausgeprägte zentrale Dämpfung auslösen (Verwirrtheit, verminderte Reflexe, Koma etc.). Es sollte eine unterstützende Behandlung erfolgen (kardiorespiratorische Stimulation, Sauerstoff). Hypotonie sowie Atem- und Herzdepression treten selten auf.
Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen: Nicht zutreffend.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Anzeige
Wie wird ZIAPAM dosiert und angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Verabreichung nur durch langsame intravenöse Injektion.
Bei Hunden und Katzen:
Kurzzeitbehandlung von Krampfanfällen: 0,5 mg Diazepam/kg Körpergewicht (entsprechend 0,5 ml/5 kg).
Wird als Bolusinjektion verabreicht und kann bis zu dreimal im Abstand von jeweils mindestens 10 Minuten wiederholt werden.
Kurzzeitbehandlung von Skelettmuskel-Spasmen: 0,5-2,0 mg/kg Körpergewicht (entsprechend 0,52,0 ml/5 kg).
Als Teil einer Sedierung: 0,2-0,6 mg/kg Körpergewicht (entsprechend 0,2-0,6 ml/5 kg).
Als Teil einer Narkoseprämedikation: 0,1-0,2 mg/kg Körpergewicht (entsprechend 0,1-0,2 ml/5 kg).
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Verabreichung nur durch langsame intravenöse Injektion.
Welche Wartezeit gilt für ZIAPAM?
Nicht zutreffend.
Welche Nebenwirkungen kann ZIAPAM beim Tier haben?
Hund und Katze:
Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere):
Verhaltensauffälligkeiten (z. B. Erregung, Aggression, enthemmende Wirkung) 1 Sehr selten (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): Lebernekrose (akut) 2, Leberversagen 2 Unbestimmte
Häufigkeit:
Hypotonie 3, Störungen der Herzaktivität 3, Thrombophlebitis 3
Ataxie, Desorientierung, mentale und Verhaltensänderungen
Gesteigerter Appetit 4
Paradoxe Reaktionen, hauptsächlich bei kleinen Hunderassen. Bei potentiell aggressiven Tieren ist die Anwendung von Diazepam als alleinigem Wirkstoff zu vermeiden.
2 Nur bei Katzen.
3 Kann durch schnelle intravenöse Verabreichung hervorgerufen werden.
4 Hauptsächlich bei Katzen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Österreich
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5
1200 WIEN ÖSTERREICH
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Belgien: https://www.afmps.be/fr/usage_veterinaire/medicaments/medicaments/pharmacovigilance/notifier_des _effets_indesirables_de oder
E-Mail : adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be
Deutschland:
Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist ZIAPAM aufzubewahren und zu entsorgen?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
In der Originalverpackung aufbewahren. Vor Licht schützen.
Nach Entnahme der benötigten Dosis in der Ampulle eventuell verbliebene Lösungsreste sind zu verwerfen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: sofort verbrauchen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Weitere Informationen zu ZIAPAM
Bezeichnung des Tierarzneimittels
ZIAPAM, 5 mg/ml, Injektionslösung für Hunde und Katzen
Zusammensetzung
Jeder ml Lösung enthält:
Diazepam………………………….. 5,0 mg
Benzylalkohol (E1519)…………… 15,7 mg
Benzoesäure (E210)………………. 2,5 mg
Natriumbenzoat (E211)…………… 47,5 mg
Injektionslösung.
Grünlich-gelbe, klare Flüssigkeit.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zulassungsnummern:
AT: Zul.-Nr.: 835471
BE: BE-V457137
DE : Zul.-Nr.: 401975.00.00
Packungsgrößen:
Pappschachtel mit 6 farblosen Glasampullen Typ I zu 2 ml.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
XX/XXXX
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Kontaktangaben
Zulassungsinhaber: DOMES PHARMA 3 rue André Citroën
63430 Pont-du-Château Frankreich
Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller: CENEXI
52 rue Marcel et Jacques Gaucher
94120 Fontenay-sous-Bois Frankreich
Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:
Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.
Deutschland / Österreich:
TVM Tiergesundheit GmbH Reuchlinstrasse 10-11 10553 Berlin
Deutschland
Tel : +49 30 23 59 200 pharmacovigilance@tvm-de.com
Belgien:
FENDIGO nv/sa
Av. Hermann Debrouxlaan 17 1160 Brussels Belgien
Tél/Tel: +32 2 734 48 21 phv@fendigo.com
Weitere Informationen
Verschreibungspflichtig
AT: Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


