Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Squamasol Gel enthält den Wirkstoff Salicylsäure und ist ein Schälmittel (Keratolytikum) zur Behandlung von Erkrankungen der Kopfhaut. Squamasol Gel ist geeignet zur Lösung von Schuppen und Krusten bei Kopfhauterkrankungen wie Psoriasis ( Schuppenflechte ) des Kopfes, Dermatitis seborrhoides capitis (Schuppenekzem der Kopfhaut) und Pityriasis sicca …
- Wirkstoff(e)
- Salicylsäure
- Zulassungsinhaber
- Ichthyol-Gesellschaft Cordes
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- D11AF01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Squamasol angewendet?
Squamasol Gel enthält den Wirkstoff Salicylsäure und ist ein Schälmittel (Keratolytikum) zur Behandlung von Erkrankungen der Kopfhaut.
Squamasol Gel ist geeignet zur Lösung von Schuppen und Krusten bei Kopfhauterkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte) des Kopfes, Dermatitis seborrhoides capitis (Schuppenekzem der Kopfhaut) und Pityriasis sicca (kleieförmige, trockene Schuppung).
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Was ist vor der Einnahme von Squamasol zu beachten?
Squamasol Gel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Salicylsäure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft sind.
Kinder bis zum 12. Lebensjahr wie auch Patienten mit Niereninsuffizienz sollten von der Behandlung ausgenommen werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Squamasol Gel anwenden.
Vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen, auch beim Ausspülen des Gels aus den Haaren.
Anwendung von Squamasol Gel zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Squamasol Gel beeinflusst werden:
Salicylsäure kann bei gleichzeitiger Anwendung anderer örtlich aufzutragender Arzneimittel deren Aufnahme in die Haut verstärken.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Squamasol Gel und anderen im Körper wirkenden Arzneimitteln kann die ins Blut aufgenommene (resorbierte) Salicylsäure die blutzuckersenkende Wirkung von Sulfonylharnstoffen (orale Antidiabetika/Blutzuckersenker) verstärken bzw. die schädliche Wirkung (Toxizität) von Methotrexat (Zytostatikum/Tumorwachstumshemmstoff) erhöhen.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenden Sie Squamasol Gel nicht an, wenn Sie in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft sind.
Während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft sollten Sie Squamasol Gel nur anwenden, wenn es unbedingt notwendig ist und Ihr Arzt es Ihnen empfohlen hat. Wenn Sie während dieses Zeitraums eine Behandlung benötigen, sollte die niedrigste Dosis für möglichst kurze Zeit verwendet werden.
Orale Darreichungsformen (z. B. Tabletten) dieser Substanzklasse können bei Ihrem ungeborenen Kind Nebenwirkungen verursachen. Es ist nicht bekannt, ob für Squamasol Gel das gleiche Risiko besteht, wenn es auf der Kopfhaut angewendet wird.
Stillzeit
Da über die in der Muttermilch möglicherweise auftretenden Wirkstoffkonzentrationen von Salicylsäure keine Erkenntnisse vorliegen, sollte eine Anwendung in der Stillzeit vermieden werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Squamasol Gel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Squamasol Gel enthält Butylhydroxytoluol, Propylenglycol und Macrogolglycerolricinoleat
Butylhydroxytoluol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthält 2,75 mg Propylenglycol pro 1 g Gel. Propylenglycol und Macrogolglycerolricinoleat können Hautreizungen hervorrufen.
Wie wird Squamasol angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre:
Soweit von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, wird Squamasol Gel zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet. Zur Behandlung des gesamten Kopfes sind 10 g Gel ausreichend. Sind nur einzelne Herde betroffen, so sind diese gezielt mit entsprechend geringerer Menge zu behandeln. Bei sehr starken Schuppen und Krusten kann die Behandlung kurzfristig mit einer täglichen Anwendung eingeleitet werden. Bei trockener und empfindlicher Kopfhaut empfiehlt es sich, die Anwendungshäufigkeit auf eine 1-2 malige wöchentliche Anwendung zu reduzieren, um örtliche Reizerscheinungen zu vermindern.
Tragen Sie Squamasol Gel vorsichtig direkt auf die trockene oder angefeuchtete Kopfhaut auf und massieren Sie es leicht ein. Gegebenenfalls ist das Haar vorher zu scheiteln. Die Einwirkzeit von Squamasol Gel sollte mindestens 10 Minuten betragen, kann jedoch je nach Schweregrad der Schuppen- und Krustenbildung auf maximal 30 Minuten ausgedehnt werden. Danach wird Squamasol Gel mit warmem Wasser ausgespült. Bei trockener und empfindlicher Kopfhaut empfiehlt es sich, die Anwendungsdauer auf 10 Minuten zu beschränken.
Zum Auftragen auf die Kopfhaut.
Die Anwendung sollte kurmäßig über einen Zeitraum von mindestens 3 bis 4 Wochen erfolgen. Zur Aufrechterhaltung des Behandlungserfolges empfiehlt sich die Weiterbehandlung in längeren Zeitabschnitten (einmal wöchentlich oder alle 14 Tage).
Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere des Krankheitsbildes sowie nach der Hautreaktion.
Folgende Maßnahmen können Sie ergreifen, um Reizungen von Gesicht und Augen zu verhindern:
- Tragen Sie Squamasol Gel vorsichtig direkt auf die trockene oder angefeuchtete Kopfhaut auf und massieren Sie es leicht ein.
- Nach dem Auftragen und Einmassieren sollten Sie Ihre Hände gründlich waschen.
- Squamasol Gel lässt sich ohne Schwierigkeiten einfach von der Kopfhaut und aus den Haaren spülen. Verhindern Sie beim Ausspülen durch Neigen des Kopfes nach hinten den Kontakt mit den Augen und, soweit möglich, mit dem Gesicht.
Wenn Sie eine größere Menge Squamasol Gel angewendet haben als Sie sollten
Bei der Anwendung können Hautreizungen auftreten. Verringern Sie dann die Anzahl der Anwendungen und befragen Sie Ihren behandelnden Arzt zum weiteren Vorgehen.
Wenn Sie die Anwendung von Squamasol Gel vergessen haben
Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie die Anwendung von Squamasol Gel abbrechen
Besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt die weitere Vorgehensweise, da der Behandlungserfolg gefährdet ist.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Squamasol?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen.
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Bei sehr trockener und empfindlicher Kopfhaut können gelegentlich Reizerscheinungen wie Rötung, Spannungsgefühl, Brennen und/oder Juckreiz der Kopfhaut oder seltener im Gesicht auftreten.
Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
In seltenen Fällen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. In seltenen Fällen kann Salicylsäure bereits bestehende Magenbeschwerden verstärken.
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Sehr selten können Kontaktallergien auftreten.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Squamasol aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Tube und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nach Anbruch ist das Arzneimittel 24 Monate verwendbar, nicht jedoch über das Verfalldatum hinaus.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Squamasol
Was Squamasol Gel enthält
Der Wirkstoff ist Salicylsäure. 1 g Gel enthält 100 mg Salicylsäure.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Butylhydroxytoluol, Macrogol-7-glycerolcocoat, Macrogolglycerolricinoleat, Macrogol-5-oleyl- ether, Natriumdodecylsulfat, gelbes Wachs, natives Rizinusöl, Glycerolmonostearat 40-55, Propylenglycol, Palmitoylascorbinsäure, Citronensäure
Wie Squamasol Gel aussieht und Inhalt der Packung:
Opales, gelb-beiges Gel zum Auftragen auf die Kopfhaut.
Squamasol Gel ist in Tuben mit 50 g (N2) erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Ichthyol-Gesellschaft
Cordes, Hermanni & Co. (GmbH & Co.) KG Sportallee 85
22335 Hamburg Tel.: 040-50714-0
Fax: 040-50714-110 E-Mail: info@ichthyol.de
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt im Oktober 2024 überarbeitet.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.



