Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Solifenacin/Tamsulosin STADA ist ein Kombinationspräparat aus den zwei unterschiedlichen Wirkstoffen Solifenacin und Tamsulosin in einer Tablette. Solifenacin gehört zur Gruppe der Anticholinergika und Tamsulosin zur Gruppe der Alpha-Blocker.
- Wirkstoff(e)
- Solifenacinsuccinat, Tamsulosin
- Zulassungsinhaber
- Stadapharm GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- G04CA53
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung angewendet?
Solifenacin/Tamsulosin STADA ist ein Kombinationspräparat aus den zwei unterschiedlichen Wirkstoffen Solifenacin und Tamsulosin in einer Tablette. Solifenacin gehört zur Gruppe der Anticholinergika und Tamsulosin zur Gruppe der Alpha-Blocker.
Solifenacin/Tamsulosin STADA wird angewendet bei Männern zur Behandlung von moderaten bis schweren Blasenspeicher- und Blasenentleerungsstörungen der unteren Harnwege, die durch Blasenbeschwerden und eine vergrößerte Prostata hervorgerufen werden (gutartige Prostatahyperplasie). Dieses Arzneimittel wird dann angewendet, wenn vorherige Behandlungen dieser Erkrankung mit einem Monopräparat nicht zu einer ausreichenden Erleichterung der Beschwerden geführt haben.
Aufgrund des Prostatawachstums kann es zu Harnwegsproblemen (Blasenentleerungsstörungen) kommen, wie Harnverhaltung (Schwierigkeiten,
Wasser zu lassen), Schwierigkeiten während des Urinierens (schwacher Strahl), Nachträufeln und das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung. Gleichzeitig ist auch die Blase betroffen, da sie sich spontan zusammenzieht und Sie Harndrang in Momenten verspüren, in denen Sie sich nicht erleichtern wollen. Dadurch werden Symptome einer Blasenspeicherstörung verursacht, wie ein verändertes Gefühl in der Blase, starker Harndrang (plötzlicher starker Harndrang ohne Vorwarnung) und häufiges Wasserlassen.
Solifenacin verringert unerwünschte Kontraktionen Ihrer Blase und erhöht die Urinmenge, die sich in Ihrer Blase ansammeln kann. Dadurch verlängert sich die Zeitspanne bis zum nächsten Toilettengang. Tamsulosin ermöglicht einen leichteren Durchfluss des Urins durch die Harnröhre und erleichtert das Wasserlassen.
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Was ist vor der Einnahme von Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung zu beachten?
Solifenacin/Tamsulosin STADA darf NICHT eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Solifenacin oder Tamsulosin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie sich einer Nierendialyse unterziehen müssen,
- wenn Sie eine schwere Leberkrankheit haben,
- wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden UND gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, welche die Ausscheidung von Solifenacin/Tamsulosin STADA aus Ihrem Körper beeinträchtigen können (z.B. Ketoconazol, Ritonavir, Nelfinavir, Itraconazol). In diesem Fall hätte Sie Ihr Arzt oder Apotheker darauf aufmerksam gemacht.
- wenn Sie an einer mittelschweren Leberkrankheit leiden UND gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, welche die Ausscheidung von Solifenacin/Tamsulosin STADA aus Ihrem Körper beeinträchtigen können (z.B. Ketoconazol, Ritonavir, Nelfinavir, Itraconazol). In diesem Fall hätte Sie Ihr Arzt oder Apotheker darauf aufmerksam gemacht.
- wenn Sie an einer schweren Magen- oder Darmkrankheit leiden (z.B. an einem toxischen Megakolon, einer Komplikation der Colitis ulcerosa),
- wenn Sie an Myasthenia gravis leiden, einer Muskelerkrankung, die zu einer extremen Schwäche gewisser Muskeln führen kann,
- wenn Sie einen erhöhten Augeninnendruck haben, der allmählich zum Verlust des Sehvermögens führt (Glaukom),
- wenn Sie beim Wechseln der Körperlage (sich aufsetzen oder aufstehen) unter Ohnmacht aufgrund niedrigen Blutdrucks leiden; diese Störung wird als orthostatische Hypotonie bezeichnet.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass eine dieser Bedingungen auf Sie zutrifft.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie
Solifenacin/Tamsulosin STADA einnehmen:
- wenn Sie kein Wasser lassen können (Harnverhaltung),
- wenn Sie an einer Obstruktion Ihres Verdauungsapparats leiden (Verstopfung),
- wenn bei Ihnen das Risiko einer Verlangsamung der Magen-Darm- Bewegungen besteht (Ihr Arzt hätte Sie darüber informiert),
- wenn Sie an einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie) oder an Sodbrennen leiden und/oder wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die eine Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) verursachen oder verschlimmern können,
- wenn Sie ein bestimmtes Nervenleiden haben (autonome Neuropathie),
- wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden,
- wenn Sie an einer mittelschweren Lebererkrankung leiden.
Regelmäßige medizinische Untersuchungen sind erforderlich, um die Entwicklung Ihrer behandelten Beschwerden und Erkrankung zu überwachen.
Dieses Arzneimittel kann Einfluss auf Ihren Blutdruck haben, was zu Schwindelgefühl, Benommenheit oder selten auch zu Ohnmacht führen kann (orthostatische Hypotonie). Wenn eines dieser Symptome auftritt, setzen oder legen Sie sich hin, bis die Beschwerden wieder abklingen.
Falls Sie sich einer Augenoperation zur Entfernung einer trüben Linse (Katarakt) oder zur Senkung des Augeninnendrucks (Glaukom) unterziehen müssen, informieren Sie bitte Ihren Augenarzt, dass Sie Solifenacinsuccinat/Tamsulosinhydrochlorid einnehmen, früher eingenommen haben oder demnächst einnehmen werden. Ihr Augenarzt kann dann geeignete Vorkehrungen im Hinblick auf die medizinische Behandlung und Operationstechnik treffen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie die Einnahme dieses Arzneimittels verschieben oder vorübergehend abbrechen sollen, wenn Sie sich einer Augenoperation zur Entfernung einer trüben Linse (Katarakt) oder zur Senkung des Augeninnendrucks (Glaukom) unterziehen.
Kinder und Jugendliche
Dieses Arzneimittel darf von Kindern und Jugendlichen nicht eingenommen werden.
Einnahme von Solifenacin/Tamsulosin STADA zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
Besonders wichtig ist es, Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:
- Arzneimittel wie Ketoconazol, Erythromycin, Ritonavir, Nelfinavir, Itraconazol, Verapamil, Diltiazem und Paroxetin, die den Abbau von Solifenacin/Tamsulosin STADA im Körper verlangsamen,
- andere Anticholinergika, da die Wirkungen und Nebenwirkungen beider Arzneimittel verstärkt werden können, wenn Sie zwei Arzneimittel desselben Typs einnehmen,
- Cholinergika, weil sie die Wirkung von Solifenacin/Tamsulosin STADA beeinträchtigen können,
- Arzneimittel wie Metoclopramid und Cisaprid, welche die Funktion Ihres Verdauungssystems beschleunigen. Solifenacin/Tamsulosin STADA kann deren Wirkung abschwächen.
- andere Alpha-Blocker (zur Blutdrucksenkung genutzt), die zu einem unerwünschten Blutdruckabfall führen können,
- Arzneimittel wie Bisphosphonate, die eine Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) verursachen oder verschlimmern können.
Einnahme von Solifenacin/Tamsulosin STADA zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Solifenacin/Tamsulosin STADA kann nach Belieben mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen werden.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Solifenacin/Tamsulosin STADA ist nicht zur Anwendung bei Frauen angezeigt.
Bei Männern wurde über anormale Ejakulation (Ejakulationsstörungen) berichtet. Das bedeutet, dass der Samen nicht durch die Harnröhre vom Körper ausgeschieden wird, sondern in die Harnblase gelangt (retrograde Ejakulation), oder das Ejakulationsvolumen ist reduziert oder Ejakulat ist nicht vorhanden (Anejakulation). Dieses Phänomen ist unbedenklich.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann Schwindelgefühl, verschwommenes Sehen, Müdigkeit und selten auch Schläfrigkeit hervorrufen. Wenn bei Ihnen solche Nebenwirkungen auftreten, dürfen Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
Solifenacin/Tamsulosin STADA enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Hartkapsel, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie wird Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt
oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die maximale Tagesdosis beträgt 1 Tablette mit 6 mg Solifenacin und 0,4 mg Tamsulosin zum Einnehmen. Die Tablette kann nach Belieben mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen werden. Die Tablette darf nicht zerstoßen oder zerkaut werden
Wenn Sie eine größere Menge von Solifenacin/Tamsulosin STADA eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, oder wenn eine andere Person versehentlich Ihre Tabletten eingenommen hat, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, Apotheker oder an ein Krankenhaus, um Rat einzuholen.
Im Falle einer Überdosierung kann Ihr Arzt Sie mit Aktivkohle behandeln; eine Magenspülung kann sinnvoll sein, wenn sie innerhalb von 1 Stunde nach der Überdosierung durchgeführt wird. Lösen Sie kein Erbrechen aus.
Folgende Symptome einer Überdosierung können auftreten: Mundtrockenheit, Schwindelgefühl und verschwommenes Sehen, Wahrnehmung nicht vorhandener Objekte (Halluzinationen), Übererregbarkeit, Krampfanfälle (Konvulsionen), Atemnot, erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie), Unfähigkeit, die Blase vollständig oder teilweise zu entleeren oder Wasser zu lassen (Harnverhaltung) und/oder unerwünschter Blutdruckabfall.
Wenn Sie die Einnahme von Solifenacin/Tamsulosin STADA vergessen haben
Nehmen Sie die nächste Tablette Solifenacin/Tamsulosin STADA wie gewohnt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Solifenacin/Tamsulosin STADA abbrechen
Wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittel abbrechen, können Ihre ursprünglichen Beschwerden erneut auftreten oder sich verschlechtern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung beenden möchten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die schwerwiegendste Nebenwirkung, die gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Männern betreffen) während der Anwendung von Solifenacinsuccinat/Tamsulosinhydrochlorid in klinischen Studien beobachtet wurde, war die plötzliche Unfähigkeit, Wasser zu lassen. Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie vermuten, dass das bei Ihnen zutrifft. Sie müssen die Einnahme von Solifenacinsuccinat/Tamsulosinhydrochlorid möglicherweise abbrechen.
Die folgenden allergischen Reaktionen können mit
Solifenacinsuccinat/Tamsulosinhydrochlorid auftreten:
- Gelegentlich auftretende Anzeichen einer allergischen Reaktion sind z.B. Hautausschlag (kann mit Juckreiz verbunden sein) oder Nesselausschlag (Urtikaria).
- Seltene Anzeichen beinhalten das Anschwellen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, was Schluck- oder Atembeschwerden verursachen kann (Angioödem). Angioödeme wurden mit Tamsulosin selten und mit Solifenacin sehr selten beobachtet. Bei Auftreten von Angioödemen sollte die Behandlung mit Solifenacin/Tamsulosin STADA sofort beendet und nicht wieder aufgenommen werden.
Wenn bei Ihnen eine allergische Reaktion oder eine schwere Hautreaktion (z.B. Bläschenbildung und Schälen der Haut) auftritt, müssen Sie sofort mit Ihrem Arzt sprechen und die Einnahme von Solifenacinsuccinat/Tamsulosinhydrochlorid beenden. Eine geeignete Behandlung und/oder Maßnahmen müssen eingeleitet werden.
Andere Nebenwirkungen:
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Männern betreffen)
- Schwindelgefühl,
- verschwommenes Sehen,
- Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Verstopfung, Übelkeit, Bauchschmerzen,
- anormale Ejakulation (Ejakulationsstörungen). Das bedeutet, dass der Samen nicht durch die Harnröhre vom Körper ausgeschieden wird, sondern in die Harnblase gelangt (retrograde Ejakulation), oder das Ejakulationsvolumen ist reduziert oder Ejakulat ist nicht vorhanden (Anejakulation). Dieses Phänomen ist unbedenklich.
- Müdigkeit (Fatigue).
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Männern betreffen)
- Harnwegsinfektion, Blaseninfektion (Zystitis),
- Schläfrigkeit (Somnolenz), beeinträchtigter Geschmackssinn (Dysgeusie), Kopfschmerzen,
- trockene Augen,
- schneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen),
- Schwindel- oder Schwächegefühl, vor allem beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie),
- laufende oder verstopfte Nase (Rhinitis), trockene Nase,
- Refluxkrankheit (gastroösophagealer Reflux), Durchfall, trockener Hals, Erbrechen,
- Juckreiz (Pruritus), Hauttrockenheit,
- Beschwerden beim Wasserlassen,
- Ansammlung von Flüssigkeit in den Unterschenkeln (peripheres Ödem), Müdigkeit (Asthenie).
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Männern betreffen)
- Bewusstlosigkeit (Synkope),
- Stauung von großen Mengen harten Stuhls im Dickdarm (Stuhlverhaltung),
- allergische Hautreaktionen, die mit einer Schwellung des Gewebes unter der Haut einhergehen (Angioödeme).
Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Männern betreffen)
- Halluzinationen, Verwirrtheit,
- Ausschlag, Entzündung und Blasenbildung der Haut und/oder der Schleimhäute von Lippen, Augen, Mund, Nasengang und Geschlechtsteilen (Stevens-Johnson-Syndrom), allergische Hautreaktion (Erythema multiforme),
- lang andauernde und schmerzhafte Erektion (meistens nicht während sexueller Aktivität) (Priapismus).
Nebenwirkungen nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- schwere allergische Reaktion mit Atemproblemen oder Benommenheit (anaphylaktische Reaktion),
- verminderter Appetit, erhöhte Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie), die einen abnormalen Herzrhythmus verursachen können,
- rasche Abnahme des Bewusstseins und der allgemeinen Gehirnfunktionen (Delirium).
- Während Augenoperationen zur Entfernung einer trüben Linse (Katarakt) oder zur Senkung des Augeninnendrucks (Glaukom) kann sich die Pupille (der schwarze Kreis in der Mitte des Auges) nicht ausreichend vergrößern. Zudem kann die Iris (der farbige Teil des Auges) während der Operation erschlaffen. Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Sehstörungen,
- unregelmäßiger oder ungewöhnlicher Herzschlag (QT-Zeit-Verlängerung, Torsade de pointes, Vorhofflimmern, Arrhythmien), beschleunigter Herzschlag (Tachykardie),
- Atemnot (Dyspnoe), Störungen der Stimme, Nasenbluten (Epistaxis),
- Darmverschluss (Ileus), abdominelle Beschwerden,
- Lebererkrankungen,
- Entzündung der Haut, die Rötung und Schuppenbildung über große Bereiche des Körpers verursacht (exfoliative Dermatitis),
- Muskelschwäche,
- Nierenerkrankungen.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“ oder „verw. bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 25 °C lagern.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
Was Solifenacin/Tamsulosin STADA enthält
- Die Wirkstoffe sind Solifenacinsuccinat und Tamsolusinhydrochlorid. Jede Tablette mit veränderter Wirkstofffreisetzung enthält 6 mg Solifenacinsuccinat und 0,4 mg Tamsulosinhydrochlorid.
- Die sonstigen Bestandteile sind Calciumhydrogenphosphat, Mikrokristalline Cellulose (E 460), Croscarmellose-Natrium (E 468), Hypromellose (E 464), Eisen(III)-oxid (E 172), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich] (E 470b), Macrogol 7.000.000, Macrogol, Hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E 171).
Wie Solifenacin/Tamsulosin STADA aussieht und Inhalt der Packung
Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit modifizierter Wirkstofffreisetzung sind rote, runde, bikonvexe Tabletten mit Filmüberzug und der Prägung „T7S“ auf einer Seite.
Solifenacin/Tamsulosin STADA ist erhältlich in Blisterpackungen mit 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 90, 100 oder 200 Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung oder perforierten Einzeldosis-Blisterpackungen mit 10 x 1, 14 x 1, 20 x 1, 28 x 1, 30 x 1, 50 x 1, 56 x 1, 60 x 1, 90 x 1, 100 x 1 oder 200 x 1 Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel
Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de
Hersteller
Synthon Hispania S.L.
C/ Castelló, nº1, Sant Boi de Llobregat 08830 Barcelona
Spanien
Synthon BV
Microweg 22
6545 CM Nijmegen
Niederlande
Synthon s.r.o.,
Brněnská 32/čp. 597
678 01 Blansko Tschechien
STADA Arzneimittel AG
Stadastraße 2-18
61118 Bad Vilbel
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen
Wirtschaftsraumes (EWR) unter folgenden Bezeichnungen zugelassen: Belgien: Solifenacine/Tamsulosine EG 6 mg/0,4 mg tabletten met
gereguleerde afgifte Dänemark: Solifenacin/Tamsulosin STADA
Deutschland: Solifenacin/Tamsulosin STADA 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
Finnland: Solifenacin/Tamsulosin STADA
Irland: Solifenacin succinate/Tamsulosin hydrochloride Clonmel 6
mg/0.4 mg modified-release tablets
Kroatien SEVONO 6 mg/0,4 mg tablete s prilagođenim oslobađanjem
Luxemburg: Solifenacine / Tamsulosine EG 6 mg / 0,4 mg comprimés à libération modifiée
Niederlande: Solifenacinesuccinaat/Tamsulosinehydrochloride CF 6 mg/0,4 mg, tabletten met gereguleerde afgifte
Norwegen: Solifenacin/Tamsulosin STADA Portugal: Solifenacina + Tansulosina Ciclum
Österreich: Solifenacin/Tamsulosin 6 mg/0,4 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung
Spanien: Solifenacina / Tamsulosina STADAFARMA 6 mg / 0,4 mg comprimidos de liberación modificada EFG
Tschechien: Velisan
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2025.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


